Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 319

Die Bekämpfung von Schnupfen-Viren ist eine leichte Übung für unser Immunsystem. Bei Krebs gerät es an seine Grenzen. Immunologen auf der ganzen Welt und auch in Regensburg arbeiten deshalb an innovativen Immuntherapien, die das Immunsystem bei der Zerstörung von Tumoren unterstützen. Der Internationale Tag der Immunologie rückt die Kraft des Immunsystems am 29. April in den Fokus der Öffentlichkeit.
Lesen Sie mehr 
Die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung beim Erwachsenen (ca. 0,8% der erwachsenen Bevölkerung) ist die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis; RA). Differenzialdiagnostisch kommen insbesondere die Spondyloarthritiden (Psoriasis-Arthritis, Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)) in Frage, aber auch weitere Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können mit Arthritiden einhergehen. Zwar ist die Rheumatoide Arthritis nicht heilbar, aber durchaus mit zunehmendem Therapieerfolg behandelbar. Bei früher Diagnosestellung und Therapieeinleitung ist die anhaltende Krankheitsremission ein realistisches Therapieziel. Unbehandelt nimmt die Erkrankung hingegen insbesondere bei Vorliegen von Autoantikörpern und humoraler Entzündungskonstellation einen destruierenden Verlauf mit reduzierter Lebensqualität und verkürzter Lebenserwartung. Entsprechend sollten Patient:innen mit chronischen entzündlichen Gelenkschmerzen insbesondere bei Vorliegen von Gelenkschwellungen frühzeitig einem internistischen Rheumatologen zur weiteren Abklärung vorgestellt werden.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 3 Min|

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen

Neues Verfahren bietet erstmals Heilungschance bei Lymphstauungen. Vor allem Krebspatienten haben darunter zu leiden: Zwar ist der Krebs erfolgreich behandelt, doch zurück bleiben Folgen wie beispielsweise Lymphstauungen an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um geschwollene, schmerzende Extremitäten, in denen die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann, weil das feine System der dafür nötigen Kanäle beschädigt wurde. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden, oft eine unbefriedigende und lebenslang leidvolle Situation für die Betroffenen. Die plastischen Chirurgen am Universitätsklinikum Leipzig nutzen als eines von wenigen Zentren in Deutschland ein neues Verfahren, um hier wirksam Linderung zu verschaffen: die Transplantation von Lymphknoten.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Bessere Risikobeurteilung bei koronarer Herzkrankheit

Mit einer kurzen Untersuchung im Magnetresonanztomographen kann das Risiko für schwerwiegende Komplikationen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) wesentlich besser eingeschätzt werden als mit bisher eingesetzten Parametern. Zu diesem wichtigen Ergebnis kommt eine Studie unter Federführung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Standort Rhein/Main.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Zulassung für Methotrexat bei mittelschwerer Psoriasis ermöglicht erstmalig Zugang zur MTX-Therapie

Mehr als ein Drittel aller Psoriatiker mit mittelschwerer Schuppenflechte (1) hatte bis dato keinen behördlich autorisierten Zugang zur Firstline-Therapie mit Methotrexat (MTX). Seit April 2018 ist der metex® PEN (2) europaweit zur Therapie der mittelschweren Psoriasis zugelassen, ergänzend zur Behandlung schwerer Formen. Langzeitdaten belegen schnellen Wirkeintritt und gute, anhaltende Wirksamkeit von subkutanem MTX bei mittelschwerer Psoriasis. Ein einfaches Therapieschema (1-mal wöchentlich) und anwenderfreundliches sowie sicheres Handling mit dem metex® PEN fördern die Therapietreue.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Tinnituspflaster – Klinische Wirkung

In einem Umfeld, in dem sämtliche Geräusche und Stimuli fehlen, bekommen alle relativ schnell zumindest kurzfristig Tinnitus. Wir alle haben unterschiedliche Geräusche in uns, da wir mobile, hörende und denkende Wesen sind. Normalerweise werden diese Geräusche weggefiltert, aber durch unterschiedliche Ereignisse kann ein belastender Kreislauf in Gang gesetzt werden, bei dem die Geräusche bemerkt werden, uns stören und sich zu einem Problem entwickeln.Tinnitus kann als ein „falsches” Bewusstsein eines Geräuschs betrachtet werden, eine Art Phantomphänomen im Gehirn. Vom 14. bis zum 16. März fand in Regensburg die weltweit führende Konferenz im Bereich der Tinnitusforschung statt. Dr. Peter Åhnblad, Oberarzt und Spezialist für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen, war vor Ort, um über das klinische Studienprogramm zu berichten, das kurz zuvor mit positiven Ergebnissen für das schwedische Tinnituspflaster Antinitus® durchgeführt worden war.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 22 Min|

Allergien gegen Milben

Die allergische Rhinitis betrifft ca. 20% der Population, ca. ein Drittel der Patienten hiervon sind von einer ganzjährigen Milbenallergie betroffen. Bei Patienten mit perennialer Rhinitis allergika ist die Erkrankung besonders häufig mit anderen allergisch bedingten Komorbiditäten wie Asthma bronchiale und atopischem Ekzem, Schlafstörungen, chronischer Sinusitis, Tubenfunktionsstörungen u.a. assoziiert. Die Diagnostik ist erschwert durch die oft unspezifischen Symptome, die sich zudem oft schleichend entwickeln und keineswegs immer die anfallsartigen Nies- und Juckreizattacken des Pollenallergikers beinhalten. Therapeutisch sind Karenzmaßnahmen in vielen Fällen empfehlenswert.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 3 Min|

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das Risiko für eine Darmkrebserkrankung erhöht. Ausschlaggebend ist dabei allein die Menge des konsumierten Alkohols, nicht die Art des alkoholischen Getränks. In ihrem Aufruf an die Politik „Prävention beginnt in den Verdauungsorganen“ fordert die DGVS unter anderem eine bessere Aufklärung über die Gefahren des Alkohols sowie mehr Regularien für die alkoholproduzierende Industrie, auf diese Risiken hinzuweisen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Androgenetische Alopezie: Neue S3-Leitlinie empfiehlt Minoxidil zur topischen Behandlung

In der aktuellen europäischen S3-Leitlinie zur Behandlung der androgenetischen Alopezie ist Minoxidil (z.B. von Regaine®) weiterhin die einzige topische Therapieoption, der sowohl bei Männern als auch bei Frauen das höchste Evidenz-Level 1 zugesprochen wird. Die Häufigkeit der an androgenetischer Alopezie leidenden Patienten nimmt mit zunehmendem Alter zu und betrifft bis zu 80% der Männer sowie 42% der Frauen – kaukasischer Abstammung – ab 70 Jahren. Die Erkrankung bedeutet meist eine spürbare Beeinträchtigung der Lebensqualität für die Betroffenen, besonders Frauen leiden häufig stark unter dem Krankheitsbild (1). Mit Minoxidil 5% topischem Schaum enthält die Leitlinie erstmals eine Empfehlung für eine einmal tägliche topische Therapie für die Frau. Für den Mann wird eine zweimal tägliche Therapie empfohlen, um die Progression der androgenetischen Alopezie zu verbessern (2).
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 3 Min|

Pflegemangel in Intensivmedizin führt zu Versorgungsengpässen

Auf Deutschlands Intensivstationen zeichnet sich ein gravierenderer Mangel an Pflegepersonal ab. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hin und appelliert an die Politik, die Rahmenbedingungen für die Intensivpflege neu zu ordnen: Arbeitsbedingungen, Pflegeschlüssel und Bezahlung müssten deutlich verbessert werden. Nur so ließen sich qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl finden, um die Versorgungsqualität in der Intensivmedizin auch in Zeiten des demographischen Wandels aufrechtzuerhalten.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Diagnostik und Behandlung von Dyskalkulie

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) begrüßt, dass die S3-Leitlinie endlich wissenschaftlich fundierte, einheitliche Standards in der Diagnostik und Behandlung der Rechenstörung (Dyskalkulie) schafft. Seit Jahrzehnten warten Menschen mit einer Dyskalkulie vergeblich darauf, dass sie genauso wie die Legasthenie in der Schule, der Ausbildung und im Studium anerkannt wird. Jetzt ist eine wichtige Grundlage für die Anerkennung entstanden, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 1 Min|

Krankenkasse muss nicht jede Therapie auf ärztliches Anraten bezahlen

Krankenkassen müssen nicht für alle Heilbehandlungen aufkommen. Ist die gewünschte Therapie noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, kann die Kasse auf andere, erprobte Möglichkeiten verweisen. Das gilt auch, wenn die behandelnden Ärzte die Therapie empfohlen haben, entschied das Sozialgericht Detmold (Az.: S 3 KR 604/15). In dem verhandelten Fall litt eine Frau unter einer krankhaften Fettverteilungsstörung.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 7 Min|

Kollagenosen: Heterogene Autoimmunerkrankungen mit antinukleären Antikörpern als Gemeinsamkeit

Unter Kollagenosen versteht man eine heterogene Gruppe von Autoimmunerkrankungen, die als Gemeinsamkeit positive antinukleäre Antikörper (ANA), bestimmte klinische Manifestationen sowie den Befall innerer Organe aufweisen. Die Schwere der Erkrankung reicht von harmlosen Verläufen bis hin zum Multiorgan-Befall mit letalem Ausgang. Zu den Kollagenosen werden der systemische Lupus erythematodes (SLE), das Sjögren-Syndrom, die systemische Sklerose, die Poly/Dermatomyositis sowie Overlap-Syndrome (u.a. Sharp-Syndrom, Antisynthetase-Syndrome) gerechnet. Die Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung reicht von 0,0005% bei der Poly/Dermatomyositis bis hin zu etwa 0,5% beim Sjögren-Syndrom.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 7 Min|

Neue Behandlungsoptionen für chronisch-persistierende Lungeninfektionen

Chronisch-persistierende Infektionen des Respirationstraktes durch Pseudomonas aeruginosa (PA) stellen eine große Belastung für den betroffenen Patienten und eine Herausforderung für den behandelnden Arzt dar. PA zählt zu den gefürchteten Krankenhauskeimen und fällt durch ein hohes Maß an sowohl intrinsischer als auch erworbener Antibiotika-Resistenz auf. Durch sein ubiquitäres Auftreten verursacht PA aber auch in der Gesellschaft erworbene Infektionen. PA ist äußerst anpassungsfähig, ein ausgeprägter Biofilm-Bildner und verfügt über ein Arsenal von krankmachenden Eigenschaften, die auch als Virulenzfaktoren beschrieben werden. Wir werden im späteren Verlauf dieses Artikels auf die chronische Infektion der Lunge durch PA in der Mukoviszidose und der Bronchiektase zurückkommen.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 6 Min|

10 Fragen, die Sie sich vor einer Psychotherapie stellen sollten

Psychotherapie ist ein effektiver und sinnvoller Weg aus Krisen und Problemen. Wäre da nicht das Imageproblem. Um dieser Stigmatisierung entgegenzuwirken, wurde mit dem 5. Februar der Tag des Psychotherapeuten ausgerufen. Ein wichtiger Jahrestag, der zur Aufklärung von Missverständnissen beiträgt und das Bewusstsein für die lebenswichtige Arbeit schärft, die von Therapeuten täglich geleistet wird. Dr. Anabel Ternès ist Gründerin der digitalen Service-Plattform Psychologio, die Betroffenen einen vereinfachten Zugang zu einer psychotherapeutischen Behandlung ermöglicht.
Lesen Sie mehr