Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 321

Medizin
 3 Min|

HODOKORT-Studie untersucht Wirksamkeit von Glukokortikoid-Therapien beim Hörsturz

Der plötzliche Verlust des Gehörs, der sogenannte Hörsturz, ist eine beängstigende Situation. In Deutschland sind jährlich 100 bis 400 Menschen von 100.000 davon betroffen. Obwohl dieses Krankheitsbild seit langem bekannt ist, sind weder die Ursache noch die zugrundeliegenden Mechanismen vollständig erforscht, erklärt Prof. Dr. Stefan Plontke, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Er leitet eine bundesweite Studie, welche sich mit der Therapie des Hörsturzes beschäftigt – die sogenannte HODOKORT-Studie. Als erstes von etwa 40 Prüfzentren der Studie ist jenes der Universitätsmedizin Halle (Saale) nun initiiert worden.

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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Bonusprogramm der Krankenkasse lohnt sich nicht immer

Für jeden Arztbesuch ein Punkt - und am Jahresende eine dicke Prämie. Das versprechen die Bonusprogramme von Krankenkassen. Die Teilnahme lohnt sich aber längst nicht immer, warnen Verbraucherschützer. Gesetzliche Krankenkassen sind dazu verpflichtet, ihren Mitgliedern Bonusprogramme anzubieten. Die Teilnahme lohnt sich für Versicherte aber längst nicht immer. Bevor man sich die Mühe macht, für Arztbesuche und andere Aktivitäten Punkte zu sammeln, sollten Interessierte die Regeln deshalb genau studieren. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Dabei fällt dann unter anderem auf, das es sich bei versprochenen Prämien von bis zu 300 Euro oft um Maximalbeträge handelt.

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Medizin
 3 Min|

Gemüsesaft aus Rucola und Spinat fördert Zahngesundheit

Nitratreiches Blattgemüse gilt bislang wegen seines Nitratgehalts als problematisch. Doch der verfemte Inhaltsstoff hat auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. Das belegt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Hohenheim und des Universitätsklinikums Würzburg. Nitrat aus einem handelsüblichen Gemüsesaft kann den Verlauf chronischer Zahnfleischentzündungen bereits nach nur zwei Wochen spürbar verbessern.

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Medizin
 2 Min|

Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern

Der Praxisalltag zeigt, dass ein konsequenter Einsatz von Methotrexat (MTX) in der systemischen medikamentösen Behandlung der Psoriasis mit einer raschen und lang anhaltenden Wirkung, einem günstigen Sicherheitsprofil und der Senkung von kardiovaskulären Risiken belohnt wird. Auch wird das Nebenwirkungsrisiko von Methotrexat für Lunge, Leber und bei Schwangerschaftswunsch in jüngeren Publikationen geringer eingeschätzt als bislang diskutiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Methotrexat das weltweit am häufigsten zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzte Systemtherapeutikum ist.

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Medizin
 3 Min|

ESGE-Leitlinie: Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt

Verschluckte Batterien und Magnete, aber auch spitze oder lange Objekte können den Magen-Darm-Trakt schädigen. Selbst wenn sie keine unmittelbaren Beschwerden verursachen, sollten Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch für große, feste Essensbrocken, die in der Speiseröhre stecken geblieben sind. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hin. Eine neue Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Gastrointestinale Endoskopie (ESGE, European Society of Gastrointestinal Endoscopy) fasst jetzt zusammen, wie Fremdkörper schonend wieder aus dem Körper gelangen.

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Medizin
 3 Min|

Welcher COPD-Patient profitiert vom inhalativen Kortikosteroid?

Für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die mindestens zweimal im Jahr exazerbieren, ist nach GOLD zusätzlich zur bronchodilatatorischen Basistherapie eine antientzündliche Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) indiziert (1). Um sowohl die großen als auch die kleinen Atemwege therapeutisch zu erreichen, sollte ein ICS in extrafeiner Formulierung erwogen werden.
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Bundestag will Radaropfer besser entschädigen

Soldaten von Bundeswehr und DDR-Volksarmee, die bei der Arbeit an Radargeräten verstrahlt wurden, sollen von einer verbesserten Entschädigungspraxis profitieren. Das sieht ein fraktionsübergreifender Antrag vor, den der Bundestag am Donnerstagabend gebilligt hat. Darin machen sich die Abgeordneten unter anderem dafür stark, dass auch gutartige Tumore in den Katalog der zu entschädigenden Erkrankungen aufgenommen werden. Zudem soll die zuständige Behörde personell aufgestockt werden, um die Bearbeitung der Anträge zu beschleunigen.

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Medizin
 2 Min|

Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) fördert die Wundheilung

Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) ist eine spezielle Form der Wärmestrahlung mit hohem Eindringvermögen in das Gewebe und geringer thermischer Belastung der Hautoberfläche, siehe Abbildung. wIRA fördert die Heilung akuter und chronischer Wunden sowohl über thermische (auf Wärmeenergieübertragung bezogene) und temperaturabhängige als auch über nicht-thermische und temperaturunabhängige zelluläre Effekte. wIRA entspricht dem Großteil der die Erdoberfläche in gemäßigten Klimazonen durch Wasser und Wasserdampf der Atmosphäre gefiltert erreichenden Sonnenwärmestrahlung.

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Medizin
 3 Min|

Glutathion ist ein Schutzschild gegen Schwermetall Uran

Mikroorganismen können das Schwermetall Uran besser vertragen, wenn Glutathion vorliegt, ein aus drei Aminosäuren aufgebautes Molekül. Das haben Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Universität Bern jetzt nachgewiesen, indem sie den Wärmehaushalt von Zellen genau unter die Lupe nahmen. Dabei fanden sie heraus, dass Glutathion als effizientes Entgiftungsmittel wirkt. Die Untersuchungen liefern wichtige Erkenntnisse für die biologische Sanierung von Abraumhalden und anderen belasteten Gebieten mithilfe von Bakterien oder Pflanzen.

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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Chiropraktiker setzen Impulse zur Selbstheilung

Bei Verspannungen oder Blockaden können in vielen Fällen Chirotherapeuten oder Chiropraktiker helfen. Mit ihren Händen stellen sie die normale Beweglichkeit der Gelenke ihrer Patienten wieder her. Aufrichten fällt schwer, Bücken geht gar nicht. Außerdem tut es im unteren Rücken höllisch weh. Derartige Beschwerden deuten oft auf einen Hexenschuss hin. Lindern lassen sich solche Symptome in vielen Fällen durch Chirotherapie.

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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Gesetzliche Krankenkassen verfügen über 15 Milliarden Finanzreserven

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal 2016 einen Überschuss von 406 Millionen Euro erzielt. Die Reserven stiegen damit auf 14,9 Milliarden Euro zum Stichtag Ende März, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Demnach verzeichneten sämtliche Kassenarten ein positives Ergebnis. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erklärte dazu: "Mit 15 Milliarden Finanz-Reserven stehen die gesetzlichen Krankenkassen auch im Jahr 2016 auf einer sehr soliden Grundlage."

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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Physiotherapie für Schiefhals-Patienten:
G-BA will langfristigen Heilmittelbedarf anerkennen

Patienten mit Schiefhals (Torticollis spasmodicus), einer schmerzhaften und stigmatisierenden neurologisch bedingten Fehlhaltung des Halses, profitieren von einer Physiotherapie. Diese kann - ergänzend zur Standardbehandlung mit Botulinumtoxin-Injektionen und Medikamenten - den Therapieerfolg stabilisieren und Symptome sowie Schmerzen reduzieren. Um die Genehmigung einer langfristigen Physiotherapie-Verordnung mussten Dystonie-Patienten bisher jedoch meist lange mit den Krankenkassen ringen. Das soll sich jetzt ändern. Laut Beschluss vom 19. Mai 2016 will der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Indikation Torticollis spasmodicus ab 2017 in die Indikationsliste für langfristigen Heilmittelbedarf aufnehmen. Voraussetzung dafür ist eine leitliniengerechte Therapie.

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