Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 322

Gesundheitspolitik
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Nahezu jeder siebte Todesfall geht auf das Rauchen zurück

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag, BZgA und Bundesdrogenbeauftragte informieren über den vermeidbaren Risikofaktor "Rauchen". Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 121.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. Nahezu jeder siebte Todesfall (13,5%) ist demnach auf das Rauchen zurückzuführen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung bekräftigt zum Weltnichtrauchertag 2016 ihre Forderung nach einem Verbot von Tabakwerbung auf Plakatwänden.

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Medizin
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Adipositas: Ursachen des Übergewichts abklären lassen

Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, ist ein weltweites Gesundheitsproblem. Allein in Deutschland ist ein Viertel der Bevölkerung krankhaft übergewichtig. Mit der chronischen Erkrankung gehen verschiedene gesundheitliche Risiken wie Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall oder Krebs einher. Mediziner forschen intensiv an den Ursachen der Fettleibigkeit und betonen, dass gesundes Gewicht keine reine Ernährungsfrage ist. Welche Rolle die Gene und Hormone spielen, was Lebensstil und soziokulturelles Umfeld bewirken und welche Forderungen an die Politik zu richten sind, diskutieren Hormon- und Stoffwechselexperten auf der DACH-Tagung in München.

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Medizin
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Undichte Mitralklappe: Cardioband schonendere Alternative zum herkömmlichen Verfahren

Kardiologen und Herzchirurgen des Mitteldeutschen Herzzentrums am Universitätsklinikum Halle (Saale) haben ein neuartiges Verfahren eingesetzt, um undichte Mitralklappen wieder schlussfähig zu machen. Für bestimmte Patienten mit einer undichten Mitralklappe ist selbst eine minimal-invasive  Operation unter Einsatz der Herzlungenmaschine sehr risikoreich. Jetzt gibt es aber für Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion und Begleiterkrankungen eine schonendere Alternative zu der bisher üblichen Operation.

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Medizin
 3 Min|

Multiple Sklerose: Mitoxantron könnte das Risiko für Darmkrebs erhöhen

Das bei aggressiven Formen der Multiplen Sklerose (MS) verabreichte Medikament Mitoxantron könnte mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einhergehen, so die Ergebnisse einer Studie von Forschern des Universitätsklinikum Würzburg (UKW), die in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht wurde. In der Studie wurden unter der Leitung des Würzburger Mediziners und MS-Experten PD Dr. Mathias Buttmann retrospektiv 676 MS Patienten untersucht, die Mitoxantron zur Behandlung ihrer MS Erkrankung zwischen 1994 und 2007 verabreicht bekamen. Mitoxantron unterdrückt das Immunsystem und wurde zunächst als chemotherapeutisches Präparat für bestimmte Krebsformen entwickelt.

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Medizin
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PSC: Möglichkeit der Früherkennung eines Gallengangskarzinoms durch Autoantikörpernachweis

Ein Gallengangskarzinom könnte frühzeitig mit dem Nachweis bestimmter Autoantikörper der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert werden. Den engen Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Antikörper und der mit dem Tumor verbundenen Gallengangsentzündung (primäre sklerosierende Cholangitis, PSC) konnte jetzt erstmals Dr. Sebastian Jendrek aus der Medizinischen Klinik I der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, nachweisen.

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Gesundheitspolitik
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Eva-Infarkt: Unspezifische Symptome sind tückische Zeiträuber

Rheinland-Pfälzische Männer werden deutlich häufiger aufgrund eines Herzinfarkts im Krankenhaus behandelt als Frauen. In rund zwei Drittel der 11.620 Fälle, die im Jahr 2014 erfasst wurden, waren Männer betroffen, wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz heute mit Bezug auf das Statistische Bundesamt mitteilt. Dies lässt vermuten, dass Männer tatsächlich sehr viel öfter einen Herzinfarkt erleiden als Frauen. Doch die Todesursachenstatistik zeigt auf, dass der Unterschied zumindest in diesem Punkt nicht so groß ist.

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Medizin
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Lungenhochdruck: Bewegungstraining kräftigt geschwächtes Herz

Bei Lungenhochdruck ist der Blutdruck in der Lunge stark erhöht: Das Herz muss Schwerstarbeit leisten, um Blut in die Lunge zu pumpen, und ermüdet mit der Zeit. Ein speziell für Patienten mit Lungenhochdruck entwickeltes Training kann dem ein Stück weit entgegen wirken und die medikamentöse Therapie sinnvoll unterstützen, wie nun eine Studie der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg unter Leitung von Prof. Ekkehard Grünig gezeigt hat. Nach 15 Wochen Training verbesserte sich bei den Patienten die maximale Sauerstoffaufnahme unter Belastung, ein Zeichen dafür, dass die Körpermuskulatur effektiver arbeitet.

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Gesundheitspolitik
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AWMF: Zentrale Literaturversorgung für Medizin und Lebenswissenschaften erhalten

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) vertritt derzeit 174 wissenschaftliche Gesellschaften aus allen Bereich der Medizin. Sie hat mit Sorge zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine Empfehlung zur Beendigung der Förderung des Leibniz-Informationszentrums Lebenswissenschaften ZB MED ausgesprochen hat. Die AWMF appelliert nachdrücklich an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern, in geeigneter Form eine Weiterförderung von ZB MED im bisherigen Umfang und über das Jahr 2019 hinaus sicherzustellen, um die zentrale Literaturversorgung aufrecht zu erhalten.

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Medizin
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Sertürner Preis 2015 für Studie zu schlafbezogenen Atemstörungen vor und nach Opioidentzug

Der Sertürner Preis wurde in diesem Jahr an Dr. med. Dr. phil. Andreas Schwarzer vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil, Bochum, vergeben. Schwarzer erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine prospektive kontrollierte Studie zu schlafbezogenen Atemstörungen (Sleep-disordered breathing, SDB) vor und nach dem Opioidentzug. Ziel der Studie war es festzustellen, ob bei älteren Patienten unter einer Opioidmedikation das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erhöht ist.

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Medizin
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Hox alpha halbiert den Arthrose-Schmerz

Durch ein neues Extraktionsverfahren ist es der Firma Strathmann gelungen, verstärkt lipophile Inhaltsstoffe aus Brennnesselblättern zu gewinnen: Oxylipine, Linolsäure und Linolensäure (in Hox alpha®), die gezielt den Entzündungsprozess und die weitere Knorpeldestruktion bei Arthrose aufhalten.  Eine klinische Untersuchung an fast 800 Arthrose-Patienten zeigte: Hox alpha® lindert Gelenkschmerzen bei Arthrose um 55% Und mit dieser Pflanzenkraft konnten fast 42% der Patienten völlig auf Schmerzmittel (sog. Nichtsteroidale Antirheumatika) verzichten. Auf dem Pressegespräch „Neue Impulse für die Arthrose-Behandlung“ am 15. September in Hamburg erläuterte Dr. Bert Behnke, Leiter Business Development der Strathmann GmbH & Co. KG, das therapeutische Potential des innovativen Phytopharmakons.

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Medizin
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Hörsturz: Ruhe bewahren

Plötzlich macht ein Ohr dicht, als hätte jemand am Lautstärkeknopf gedreht: "Die meist einseitig auftretende Hörminderung ist typisch für einen Hörsturz", sagt Prof. Gerhard Hesse, Chefarzt des Ohr- und Hörinstituts im hessischen Bad Arolsen und Sprecher des Fachlichen Beirats der Deutschen Tinnitus-Liga. Die Schwerhörigkeit kommt aus dem Nichts, ohne Vorwarnung, "oft morgens direkt nach dem Aufstehen, oft auch in belastenden, stressigen Situationen". Warum das so ist und was genau im Ohr passiert, hat die Wissenschaft bisher nicht herausfinden können. Ob Stress tatsächlich eine Rolle spielt, ist ebenfalls nach wie vor unklar. Ein Hörsturz galt früher als Notfall, mit dem man so schnell wie möglich zum Arzt sollte. Solche Hektik, die schnell in Panik umschlägt, ist laut den aktuellen Empfehlungen nicht notwendig und eher kontraproduktiv - es sei denn, das Ohr ist komplett taub, sagt Hesse.

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Gesundheitspolitik
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Streit um Bewertung von Glyphosat-Studien

In der Debatte um die weitere Zulassung des umstrittenen Herbizids Glyphosat in der EU gibt es Streit um die, Bewertung von Studien zu Gesundheitsfolgen. Umweltorganisationen halten Glyphosat für wahrscheinlich krebserregend und erbgutschädigend und werfen deutschen wie europäischen Behörden vor, wichtige Studien nicht beachtet oder falsch bewertet zu haben. Belege dafür wollen die Gruppe Global 2.000 und das privatrechtliche Umweltinstitut München am Donnerstag in Berlin vorlegen.

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Medizin
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Regelmäßige Bewegung kann COPD-Patienten vor der Abwärtsspirale bewahren

Zwischen drei und fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an COPD - einer fortschreitenden chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung, die zu rund 90 Prozent durch langjähriges Rauchen verursacht wird. Typische Symptome sind Husten mit zähem Schleim (Auswurf) und zunehmende Atemnot aufgrund einer chronischen Entzündung und Verengung der Atemwege mit allmählichem Abbau der Lungenbläschen. Infolge der daraus resultierenden Überblähung der Lunge (Lungenemphysem) verliert das Atmungsorgan zunehmend seine Funktion.

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