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News | Beiträge ab Seite 17

Medizin
Parkinson: Neue Zelltherapien und Präventionsansätze

Parkinson: Neue Zelltherapien und Präventionsansätze

Im Bereich der Parkinson-Therapie gibt es wegweisende Fortschritte. In der Entwicklung sind Zelltherapien, Gentherapien sowie Therapien mit Antikörpern und „small molecules". Neben diesen vielversprechenden Behandlungsansätzen erachtet es Parkinson-Expertin und DGN-Präsidentin Prof. Dr. Daniela Berg, Kiel, jedoch für notwendig, einen Schritt davor anzusetzen und anhand individueller Exposom-Analysen zielgerichtete präventive Ansätze zu entwickeln. „Die Vision ist, möglichst viele Menschen davor zu bewahren, dass sie eine Parkinson-Erkrankung entwickeln“, sagte sie auf der Pressekonferenz im Vorfeld des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).
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Medizin
Blut-basierte immunologische Signaturen für extrapulmonale Tuberkulose entschlüsselt

Blut-basierte immunologische Signaturen für extrapulmonale Tuberkulose entschlüsselt

Tuberkulose ist eine der weltweit führenden Infektionskrankheiten. Die Infektion mit dem Bakterium Mycobacterium tuberculosis befällt in erster Linie die Lunge, bei bis zu 25% aller infizierten Personen, aber auch weitere Körperregionen wie Lymphknoten, Knochen oder das Gehirn. In einer im Fachjournal Nature Communications veröffentlichten Studie haben Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF), des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der Uniklinik Köln und des LIMES-Instituts der Universität Bonn die immunologischen Eigenschaften der extrapulmonalen Tuberkulose im Blut von betroffenen Patient:innen entschlüsselt [1].
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Medizin
HIV: Adhärenz entscheidend für einen nachhaltigen Therapieerfolg
Workshop der dagnä 2025

HIV: Adhärenz entscheidend für einen nachhaltigen Therapieerfolg

Bei einem Symposium im Rahmen des 35. Workshops der deutschen Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin e.V. (dagnä) betonten die Expert:innen, dass die Therapieadhärenz der Patient:innen für den Erfolg einer antiretroviralen Therapie (ART) eine wesentliche Rolle spielt. Das Single-Tablet-Regime (STR) Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (BIC/FTC/TAF) kann bei vielen Menschen mit HIV dafür geeignet sein, Adhärenz zu fördern und einen nachhaltigen Therapieerfolg zu erreichen.
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Medizin
Diabetes Typ 2 früh erkennen: Zum Weltdiabetestag persönliches Risiko mit Online-Test prüfen
Welt-Diabetes-Tag

Typ-2-Diabetes früh erkennen: Zum Welt-Diabetes-Tag persönliches Risiko mit Online-Test prüfen

Diabetes mellitus Typ 2 entsteht meist schleichend und kann über Jahre völlig symptomlos bleiben. Er gehört zu den häufigsten nicht-übertragbaren Erkrankungen in Deutschland – doch nicht jeder weiß, dass er betroffen oder gefährdet ist. Zum Welt-Diabetes-Tag am 14. November startet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) daher eine bundesweite Aufklärungskampagne, um auf den kostenlosen digitalen Diabetes-Risiko-Test aufmerksam zu machen.
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Gesundheitspolitik
Kassengutachter warnt vor verbotenem "Babyfernsehen"

Kassengutachter warnt vor verbotenem „Babyfernsehen“

Der Chef des Medizinischen Dienstes, Stefan Gronemeyer, warnt werdende Eltern vor unnötigen Ultraschalluntersuchungen. „So nett es sein mag, den Nachwuchs in Farbe und 3D zu sehen: Seit 2021 sind medizinisch nicht begründete Ultraschalluntersuchungen des Embryos verboten“, sagte Gronemeyer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Embryo solle schließlich keiner unnötigen Strahlung ausgesetzt werden.
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Medizin
Mütterlicher Diabetes Typ 1 kann Kinder vor Erkrankung schützen

Mütterlicher Diabetes Typ 1 kann Kinder vor Erkrankung schützen

Kinder mit einer familiären Vorgeschichte von Typ-1-Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Dennoch entwickeln Kinder von Müttern mit T1D seltener die Erkrankung als jene, deren Väter oder Geschwister betroffen sind. Forschende haben nun spezifische epigenetische Veränderungen im Blut von Kindern identifiziert, deren Mutter während der Schwangerschaft Typ-1-Diabetes hatte. Einige dieser Veränderungen werden mit einem reduzierten Risiko für Inselautoimmunität verbunden. Die in Nature Metabolism veröffentlichte Studie entstand in Zusammenarbeit zwischen Helmholtz Munich, der Globalen Plattform zur Prävention des Autoimmunen Diabetes (GPPAD) und der Technischen Universität Dresden
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RSV
Bereit für den kommenden Winter: RSV-Prophylaxe in der Praxis angekommen
RSV-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern

Bereit für den kommenden Winter: RSV-Prophylaxe in der Praxis angekommen

Seit Sommer 2024 empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) die Immunisierung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) mit Nirsevimab für alle Neugeborenen und Säuglinge einer RSV-Saison. In der letzten Wintersaison 2024/2025 wurde das Ziel, die Häufigkeit schwer verlaufender RSV-Erkrankungen zu verringern, bereits erreicht: Die Halbierung der RSV-Inzidenz bei den unter Einjährigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt, dass die Prophylaxe breit eingesetzt wurde.
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Medizin
Long-COVID: Zwei Botenstoffe verursachen anhaltende Entzündungen in der Nasenschleimhaut

Long-COVID: Zwei Botenstoffe verursachen anhaltende Entzündungen in der Nasenschleimhaut

Ein Forschungsteam hat neue Einblicke in die Entstehung des Post-COVID-Syndroms gewonnen. Die Wissenschaftler:innen kombinierten modernste Einzelzell-Transkriptomik (scRNA-seq) mit zellbiologischen Modellen. So konnten sie die zellulären und molekularen Mechanismen entschlüsseln, die hinter den langwierigen Beschwerden vieler Betroffener stehen. Die Studie identifizierte zwei Botenstoffe, die in der Nasenschleimhaut dauerhaft eine Entzündung auslösen. Dieser Entzündungsprozess hemmt offenbar die Regeneration des Gewebes und trägt somit zur anhaltenden Symptomatik bei Post-COVID bei. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik
Expert:innen für bessere Grundlagen des Krisenmanagements

Expert:innen für bessere Grundlagen des Krisenmanagements

Als Lehre aus der Corona-Pandemie haben sich Expert:innen für Verbesserungen bei Rechtsgrundlagen und Abwägungsentscheidungen zum Eindämmen künftiger Gesundheitskrisen ausgesprochen. Über einschneidende Maßnahmen gegenüber Bürger:innen sollte der Bundestag als unmittelbar vom Souverän legitimiertes Organ die Entscheidung treffen, sagte die Rechtswissenschaftlerin von der Universität Jena, Anika Klafki, in einer Anhörung der Bundestags-Kommission zur Aufarbeitung der Pandemie.
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Medizin
SERENA-Studie: PsA-Prävention mit Secukinumab bei Plaque-Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung

SERENA-Studie: PsA-Prävention mit Secukinumab bei Plaque-Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung

Bei Patient:innen mit Plaque-Psoriasis und Nagelbeteiligung entwickeln 20 bis 30% eine Psoriasis-Arthritis (PsA) [1]. Nagelveränderungen gelten als wichtiger Risikofaktor und können der Gelenkerkrankung Jahre vorausgehen. Eine neue Analyse der SERENA-Studie wies nun nach, dass die Behandlung mit dem Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab das Risiko einer PsA-Erkrankung bei diesen Patient:innen erheblich reduzieren kann [2]. So zeigte die langfristige Behandlung mit Secukinumab eine etwa 82% niedrigere PsA-Inzidenz bei Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung im Vergleich zu einer historischen Kohorte ohne Biologika-Behandlung [2].
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Gesundheitspolitik
Koalitionspläne werten Pflegeberuf auf

Koalitionspläne werten Pflegeberuf auf

Die Pläne der schwarz-roten Koalition zur Entbürokratisierung in der Pflege führen aus Sicht von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu einer Aufwertung des Pflegeberufs. „Wir schaffen damit, dass Pflegekräfte künftig das machen dürfen, was sie eigentlich sehr gut können, was sie viele Jahre in der Berufserfahrung gelernt haben“, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Morgenmagazin. „Und ich glaube, da erleichtern wir den Alltag der Pflegekräfte schon erheblich.“
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Medizin
Filgotinib bei Colitis ulcerosa: Schnelle Remission ohne Kortikosteroide

Filgotinib bei Colitis ulcerosa: Schnelle Remission ohne Kortikosteroide

„Ein früher Therapieerfolg ist oft ein wichtiger Prädiktor für ein gutes Langzeitansprechen bei Colitis ulcerosa“, erklärte Prof. Dr. Torsten Kucharzik, Lüneburg, bei einem Symposium im Rahmen des Kongresses Viszeralmedizin 2025. Anhand einer Post-hoc-Analyse der randomisierten kontrollierten Studie SELECTION zeigte er, dass unter Filgotinib [1] eine rasche Verbesserung der Symptome erzielt werden kann: Biologika-naive Patient:innen erzielten innerhalb von neun Tagen und Biologika-erfahrene innerhalb von sieben Tagen eine symptomatische Remission [2]. Nach 58 Wochen hatten 61,8% der initialen Therapieansprecher unter Filgotinib eine Remission (pMCS) erreicht, im Vergleich zu 26,5% unter Placebo [2].
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Medizin
Effektives Krankheitsmanagement bei Typ-2-Erkrankungen
Deutscher Allergie Kongress 2025

Effektives Krankheitsmanagement bei Typ-2-Erkrankungen

„Es gibt viele Erkrankungen, bei denen wir inzwischen wissen, dass die Typ-2-Inflammation relevant ist – nicht nur für die Pathogenese, sondern auch für den Verlauf der Erkrankung“, erklärte Prof. Dr. Martin Wagenmann, Düsseldorf, im Rahmen des Deutschen Allergie Kongresses (DAK). Erkrankungen mit Typ-2-Inflammation treten häufig gemeinsam auf und teilen zentrale Mechanismen. „Beim schweren Asthma hat ein Drittel der Patient:innen Nasenpolypen – umgekehrt hat knapp die Hälfte der Patient:innen mit chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) auch Asthma. Und auch bei der atopischen Dermatitis finden wir viele Betroffene mit gleichzeitiger allergischer Rhinitis oder einem Asthma“, so Prof. Wagenmann. Der monoklonale Antikörper Dupilumab ist inzwischen in sechs Indikationen in der EU zugelassen [1]. Dupilumab blockiert gezielt die Interleukine IL-4 und IL-13 – zwei Treiber der Typ-2-Inflammation [2].
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