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Medizin | Beiträge ab Seite 2

Morbus Crohn
Morbus Crohn: Evidenzbasierte Wege zu besseren Outcomes

Morbus Crohn: Evidenzbasierte Wege zu besseren Outcomes

Im Rahmen des European Crohn’s and Colitis Organisation Congress 2026 in Stockholm, Schweden, widmete sich das Symposium „Raising the bar in Crohn’s disease treatment: Finding a path to improved outcomes“ aktuellen Strategien zur Behandlung des Morbus Crohn. Vorhandene Therapien wurden in unterschiedliche klinische Szenarien eingeordnet und Wege zu verbesserten Behandlungsergebnissen aufgezeigt. Die wissenschaftlichen Beiträge wurden unter anderem von Joana Torres (Hospital Beatriz Ângelo, Loures, Portugal) und Geert D’Haens (University Medical Center, Amsterdam, Niederlande) präsentiert.
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Epstein-Barr-Virus: Neue Erkenntnisse zur Immunabwehr und Viruslast

Epstein-Barr-Virus: Neue Erkenntnisse zur Immunabwehr und Viruslast

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) kann bestimmte Krebsarten oder Autoimmunerkrankungen auslösen, aber wie der Körper diese häufige Virusinfektion unter Kontrolle hält, ist weitestgehend unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben jetzt genetische und nicht-genetische Faktoren identifiziert, die dem Körper helfen, EBV zu bekämpfen. Hierfür werteten sie Genomsequenz-Daten, die eigentlich zur Charakterisierung des menschlichen Erbguts gedacht sind, auf eine neue Art aus. Mit der neuen Technik konnten sie die Menge an EBV im Blut abschätzen und in großen Gesundheitsdatensätzen Zusammenhänge finden – zum Beispiel eine erhöhte Viruslast in Personen mit HIV-Infektionen, aber auch Rauchern. Auch gab es Hinweise auf neue Gene, die Schlüsselrollen in der EBV-Immunität haben. Ihre Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal Nature veröffentlicht [1].
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ASS zur Thrombose-Vorbeugung nach Hüft- und Knie-OPs empfohlen

ASS zur Thrombose-Vorbeugung nach Hüft- und Knie-OPs empfohlen

Lungenembolien durch Blutgerinnsel zählen zu den gefürchteten, wenn auch sehr seltenen Komplikationen nach der Implantation von Hüft- und Knieprothesen. Um das Risiko derartiger Komplikationen zu senken, erhalten Patient:innen bislang meist blutverdünnende Spritzen oder teilweise Tablettenpräparate. Die am 21. Januar 2026 veröffentlichte aktualisierte S3-Leitlinie empfiehlt erstmals auch die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) zur Vorbeugung venöser Thromboembolien. Voraussetzung ist, dass keine individuellen Risikofaktoren für eine Thrombose vorliegen und ein konsequentes Fast-Track- oder Rapid-Recovery-Konzept mit früher Mobilisation am OP-Tag angewendet wird. Die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V. begrüßt diese Empfehlung. Sie ermöglicht eine wirksame, einfach anzuwendende und kostengünstige Thromboseprophylaxe, die Patient:innen selbstständig umsetzen können.
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G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?

G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat über den Zusatznutzen des Wirkstoffs Lecanemab auf Basis eines vom Hersteller eingereichten Dossiers und einer Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) [1] entschieden. Es wird kein Zusatznutzen gesehen gegenüber Patient:innen mit einer leichten Demenz, die bereits mit einem Standardmedikament (Acetylcholinesterase-Hemmer: Donepezil, Rivastigmin oder Galantamin) behandelt werden, oder jenen mit einer leichten kognitiven Störung, für die bisher noch keine Medikamente zur Verfügung stehen. Lecanemab ist seit dem Vorjahr in Deutschland zugelassen, das Ergebnis der Zusatznutzenbewertung durch den G-BA ist die Entscheidungsgrundlage dafür, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für das Arzneimittel zahlt.
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EU-Zulassung für Depemokimab bei schwerem Asthma und chronischer Rhinosinusitis

Die Europäische Kommission hat Depemokimab für zwei Indikationen zugelassen. Als zusätzliche Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch die Anzahl der Eosinophilen im Blut, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren Arzneimittel zur Asthma-Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist, sowie als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP), die mit systemischen Kortikosteroiden (SCS) und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
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ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter

ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter

Patient:innen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind mit einer Reihe komplexer Herausforderungen konfrontiert. Neben einer häufig erst späten Diagnose und den damit einhergehenden psychischen Belastungen, stellt auch die angespannte Versorgungssituation nicht selten eine große Hürde für das multimodale Therapiemanagement dar. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können in diesem Kontext eine sinnvolle Ergänzung sein, wie renommierte Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen des DGPPN Kongresses in Berlin aufzeigten. Ein weiteres Symposium richtete den Fokus auf die Chancen, die eine ADHS-Diagnose und eine adäquate Behandlung in der zweiten Lebenshälfte eröffnen kann.
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Telemedizin kann Schlaganfall-Versorgung beschleunigen

Bei einem Schlaganfall ist die schnellstmögliche Versorgung entscheidend für den Therapieerfolg. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben im Rahmen einer Studie ermittelt, wie schnell Patient:innen behandelt werden können und wie telemedizinische Versorgung die Schnelligkeit der Versorgung optimieren könnte. Die Studienergebnisse wurden nun in The Lancet Regional Health veröffentlicht [1].
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Aktuelle Versorgungsdaten: Asthma-Kontrolle weiterhin unzureichend

Aktuelle Versorgungsdaten: Asthma-Kontrolle weiterhin unzureichend

Die Asthma-Kontrolle ist gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma das zentrale Kriterium für die Therapiesteuerung [1] und laut S2k-Leitlinie Voraussetzung für das Erreichen einer Remission [2]. Eine aktuelle Online-Befragung ergab, dass lediglich 39% der Patient:innen gut kontrolliert sind, die Ergebnisse wurden jüngst von Buhl et al. in der Pneumologie publiziert [3]. Obwohl moderne Therapieoptionen das Erreichen einer guten Kontrolle für die meisten Patient:innen grundsätzlich ermöglichen, wird Asthma im Alltag vieler Betroffener weiterhin als episodische und nicht als chronisch-entzündliche Erkrankung wahrgenommen [3]. Die Folge: Regelmäßige Medikation und präventive Therapieansätze werden häufig unterschätzt – und damit auch das Potenzial, ein nahezu unbeschwertes Leben zu führen.
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Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Warum Patient:innen mit Morbus Crohn trotz klinischer Remission eine geschwächte Darmbarriere aufweisen, war bislang unklar. Forschende der Universität zu Lübeck zeigen nun gemeinsam mit Forschenden der Christian-Albrechts Universität Kiel, dass eine gestörte Energiegewinnung in Immunzellen des Darms die Produktion eines zentralen Schutzantikörpers verhindert. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den Forschungsschwerpunkt Universität im Bereich Antikörper- und Entzündungsforschung und liefert zugleich eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das neue Graduiertenkolleg GRK 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantworten an Barriereorganen".
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Kontrastmittel Gadoquatran zeigt Wirksamkeit bei kardialer MRT

Für das in Entwicklung befindliche, niedrig-dosierte Gadolinium-basierte Kontrastmittel Gadoquatran wurde kürzlich eine Subgruppenanalyse zur kardialen Magnetresonanztomographie (MRT) veröffentlicht. Die Analyse basiert auf einer Subgruppe von Patient:innen aus der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie QUANTI OBR. Diese untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Gadoquatran bei Erwachsenen mit bekannten oder vermuteten Erkrankungen – einschließlich kardialer Läsionen –, die sich einer kontrastmittelverstärkten MRT unterzogen.
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SMA-Screening: Zebrafisch-Modell verhindert Überbehandlung bei falsch-positiven Befunden

SMA-Screening: Zebrafisch-Modell verhindert Überbehandlung bei falsch-positiven Befunden

Ein positives Neugeborenen-Screening auf spinale Muskelatrophie (SMA) gilt bislang als medizinischer Notfall. Ohne frühzeitige Therapie drohen schwere Behinderungen oder der Tod im Säuglingsalter. Forschungsergebnisse aus Deutschland und Australien zeigen nun jedoch, dass ein positives Screening-Ergebnis in seltenen Fällen ein genetischer Fehlalarm sein kann. Ein Team um Prof. Dr. Brunhilde Wirth, Direktorin des Instituts für Humangenetik und Arbeitsgruppenleiterin am Center for Molecular Medicine Cologne (CMMC) der Universität zu Köln und Dr. Jean Giacomotto vom Institute for Biomedicine and Glycomics der Griffith University in Brisbane, Australien, zeigt erstmals, dass funktionelle Tests in einem Zebrafisch-Modell eine schnelle und verlässliche klinische Entscheidungsfindung ermöglichen können, wenn genetische Befunde unklar sind [1].
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HIV-Antikörper 007 eröffnet neue Ansätze für Impfstoffentwicklung

HIV-Antikörper 007 eröffnet neue Ansätze für Impfstoffentwicklung

Ein internationales Forschungsteam hat einen neuartigen HIV-Antikörper identifiziert, der das Virus an einer besonders verwundbaren Stelle angreift und dabei bisherige Limitationen bekannter Antikörper überwindet. Diese Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Klein eröffnet neue Perspektiven für die Impfstoff- und Therapeutika-Entwicklung gegen HIV-1 und wurde im Fachjournal „Nature Immunology" veröffentlicht [1].
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Mepolizumab erhält als erster IL-5-Inhibitor die Zulassung für unkontrollierte eosinophile COPD

Mepolizumab erhält als erster IL-5-Inhibitor die Zulassung für unkontrollierte eosinophile COPD

Kürzlich erhielt Mepolizumab die Zulassungserweiterung als zusätzliche Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patient:innen mit chronische obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die durch eine erhöhte Anzahl an Eosinophilen im Blut (≥ 300/µl) gekennzeichnet sind und die trotz einer Kombinationstherapie aus einem inhalativen Kortikosteroid (ICS), einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) sowie einem langwirksamen Muscarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) unzureichend kontrolliert sind. Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der mit hoher Affinität und Spezifität an humanes Interleukin-5 (IL-5) bindet und damit gezielt in die Typ-2-Inflammation eingreift [6, 7]. Das ist klinisch relevant, denn bis zu 40% der COPD-Patient:innen weisen erhöhte Blut-Eosinophilenwerte auf – ein Marker für eine zugrunde liegende Typ-2-Inflammation, die das Exazerbationsrisiko und die Krankheitsprogression maßgeblich beeinflusst [1, 2]. Mit seiner einfachen monatlichen Dosierung kann Mepolizumab diesen Patient:innen eine wirksame Prävention von Exazerbationen und Hospitalisierungen bieten [1].
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Dreifachtherapie reduziert Entzündungen bei Mukoviszidose langfristig

Dreifachtherapie reduziert Entzündungen bei Mukoviszidose langfristig

Mukoviszidose, auch cystische Fibrose (CF) genannt, ist die häufigste vererbte Stoffwechselerkrankung in Europa. In Deutschland leben mehr als 8.000 Betroffene. Jedes Jahr werden etwa 150 bis 200 Kinder mit der unheilbaren Erkrankung geboren. Ursache ist ein Fehler im Gen für den Transportkanal CFTR. Dieser stört den Salz- und Wasserhaushalt im Körper und führt zu zähem Schleim, der verschiedene Organe verstopfen kann – unter anderem die Lunge. Dadurch entstehen wiederholte Infektionen, Entzündungen und die Lungenfunktion verschlechtert sich schrittweise. Bis 2020 wurde die Lungenerkrankung bei CF ausschließlich symptomatisch durch schleimlösende Inhalationen und Antibiotika behandelt. Seitdem gibt es jedoch ein Medikament, das die Wirkstoffe Elexacaftor, Tezacaftor und Ivacaftor (ETI) kombiniert, sogenannte CFTR-Modulatoren.
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Optimales Zielnetzwerk für Hirnstimulation bei Parkinson gefunden

Optimales Zielnetzwerk für Hirnstimulation bei Parkinson gefunden

Die Tiefe Hirnstimulation (THS) verbessert motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit, wenn ein spezifisches Gehirnnetzwerk moduliert wird, das maßgeblich im schnellen Beta-Frequenzbereich (20 bis 35 Hz) aktiv ist. Zu diesem Ergebnis kam ein interdisziplinäres Team von Neurowissenschaftler:innen und Kliniker:innen der Universitätskliniken Köln und Düsseldorf sowie der Harvard Medical School und der Charité Berlin. Die Studie „The Deep Brain Stimulation Response Network in Parkinson's Disease Operates in the High Beta Band" im Fachjournal Brain schlägt erstmals eine Brücke zwischen zwei bislang getrennten Forschungsbereichen im Kontext der THS, der Elektrophysiologie und der Bildgebungsforschung [1].
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