Journal MED

Aktuelles

Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Christos Gatsogiannis der Universität Münster hat neue Erkenntnisse über die Funktion eines zellulären Transportproteins gewonnen, das für das Überleben krankheitserregender Pilze von zentraler Bedeutung ist. Spezielle Proteine, sogenannte Transporter, steuern selektiv, welche Stoffe in eine Zelle hineingelangen und welche nicht. Forschende der Universität Münster und der Universität der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen haben diese Transporter in einem speziellen Fall untersucht: den sogenannten UapA-Transporter des Modellpilzes Aspergillus nidulans. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Biologie der Erreger, sind nicht nur für die Zellbiologie relevant und könnten langfristig die Entwicklung neuer Therapien sowie neue Ansätze für Behandlungen von Pilzinfektionen unterstützen.
Lesen Sie mehr 
Angebote zum Vorbeugen von Erkrankungen sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stärker ausgebaut werden. Das Gesundheitssystem leiste eine hochwertige und umfassende Versorgung im Krankheitsfall, sagte die CDU-Politikerin anlässlich einer Auftaktveranstaltung für eine geplante Präventionsoffensive. „Künftig müssen wir aber noch besser darin werden, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen.“ Prävention sei keine Nebensache. Angebote sollten stärker im Alltag verankert werden.
Lesen Sie mehr 
Das umkämpfte Sparpaket der schwarz-roten Koalitionbei den Gesundheitsausgaben ist beschlossene Sache - doch wie gesichert ist jetzt auch der Schutz vor höheren Beiträgen? Die gesetzlichen Krankenkassen sehen eine Stabilisierung erreicht, aber keinen Spielraum mehr für Abschwächungen. „Wir haben jetzt eine solide Grundlage dafür, dass die Krankenkassenbeiträge in den kommenden zwei Jahren insgesamt stabil bleiben können“, sagte der Chef des Spitzenverbands, Oliver Blatt, der Deutschen Presse-Agentur. „Luft ist da allerdings nicht.“ Es sei wichtig, alle Maßnahmen konsequent umzusetzen. Bundestag und Bundesrat hatten den Weg für das Sparpaket freigemacht. Es soll die Kassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten, um erneute Beitragserhöhungen zu verhindern. Dafür kommen Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Laut Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wird eine auf 18,8 Milliarden Euro angewachsene Lücke geschlossen.
Lesen Sie mehr 
Die Impfquoten bei Influenza und COVID-19 bleiben in Deutschland deutlich hinter den Empfehlungen für Risikogruppen zurück [1-4]. Besonders bei Menschen ab 60 Jahren sowie bei Personen mit Grunderkrankungen besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf, um schwere Krankheitsverläufe und Folgeerkrankungen besser zu verhindern [3, 5]. In der Influenzasaison 2024/25 lag die Impfquote bei Menschen ab 60 Jahren mit 34% deutlich unter dem von WHO und EU angestrebten Zielwert von 75% [1,2]. Für COVID-19 lag die Impfquote bei Menschen ab 60 Jahren laut Robert Koch-Institut zuletzt bei lediglich rund 13% [1]. Gleichzeitig verursachen beide Erkrankungen insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit Grunderkrankungen weiterhin schwere Krankheitsverläufe, Hospitalisierungen und Folgeerkrankungen [3, 5]. Im Rahmen des Pressegesprächs „Impfprävention im Fokus" diskutierten Expert:innen aus Wissenschaft und Medizin aktuelle Herausforderungen der Impfprävention und die Rolle von Ärzt:innen bei der Verbesserung des Impfschutzes.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2|
Warken will Online-Krankschreibungen stoppen

Warken will Online-Krankschreibungen stoppen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt die Pläne der schwarz-roten Koalition, die verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen und die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. „Niemand muss bei Krankheit zwingend in die Arztpraxis", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es sei zwar das Ende der telefonischen Krankschreibung vereinbart, nicht aber die Möglichkeit eines Attests per Video.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2|
Frankreich beschließt Sterbehilfe für Schwerkranke mit Auflagen

Frankreich beschließt Sterbehilfe für Schwerkranke mit Auflagen

In Frankreich ist künftig Sterbehilfe für schwer kranke Menschen nach streng festgelegten Regeln erlaubt. Die Nationalversammlung in Paris verabschiedete nach langer parlamentarischer Debatte mit 291 Ja- und 241-Nein-Stimmen ein Gesetz, das unheilbar Erkrankten im fortgeschrittenen Stadium und bei unerträglichen Leiden die Möglichkeit des assistierten Suizids eröffnet. Dies gilt auch, wenn die Erkrankte oder der Erkrankte eine Behandlung abbricht oder ablehnt. Allerdings muss die oder der Erkrankte den Wunsch nach Sterbehilfe frei und klar an eine Ärztin oder einen Arzt richten können und sich der Tragweite bewusst sein.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2|

CSU für weitere Unterstützung pflegender Angehöriger

Die CSU dringt bei der Pflegereform trotz nötiger Einsparungen auf weitere Unterstützung besonders für die Pflegedaheim. „Natürlich müssen wir da über Geld reden und auch über Lücken“, sagte der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Hoffmann, der Deutschen Presse-Agentur. „Aber ich glaube, dass wir vor allem über die Menschen reden sollten.“ Man müsse um jeden froh sein, der eine Pflegesituation zu Hause bewältigen könne. Die CSU habe daher Bedenken bei Regelungen zu den Rentenpunkten für pflegende Angehörige angemeldet, auch weil sie das System entlasteten.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|

Darmmikrobiom: Menge der Bakterien könnte wichtiger sein als ihre Zusammensetzung

Das Darmmikrobiom gilt als wichtiger Schlüssel für Gesundheit und Krankheit. Dennoch haben bisher nur wenige Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung den Weg in die klinische Anwendung gefunden. Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart zeigen nun, dass ein grundlegender Perspektivwechsel nötig sein könnte: Nicht nur die Zusammensetzung des Mikrobioms, sondern auch die absolute Menge an Darmbakterien könnte entscheidend sein. Dies würde erklären, warum eine ballaststoffreiche Ernährung eine vergleichbar gesundheitsfördernde Wirkung entfaltet, wie das sogenannte Intervall-Fasten, obwohl sie unterschiedliche Effekte auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms haben. Quantitative Mikrobiomparameter könnten somit künftig neue Ansätze für Diagnostik und Therapie eröffnen. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 4|
Wie gut sind Kliniken und Heime gegen Hitze gerüstet?

Wie gut sind Kliniken und Heime gegen Hitze gerüstet?

Nach Einschätzung von Pflegeschützer:innen und Mediziner:innen sind viele Einrichtungen auf Hitzewellen bislang unzureichend vorbereitet. Hohe Temperaturen können gerade für ältere und pflegebedürftige Menschen schnell lebensgefährlich werden. Bei der Hitzephase im Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 5.100 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben, vor allem ältere. Das ist deutlich mehr als es in den drei Vorjahren jeweils im ganzen Jahr waren.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4|
Morbus Crohn: Wie Candida-spezifische Immunzellen zur Entzündung beitragen

Morbus Crohn: Wie Candida-spezifische Immunzellen zur Entzündung beitragen

Fast jeder Mensch trägt Candida albicans in sich. Der Hefepilz besiedelt menschliche Schleimhäute wie beispielsweise im Mund oder im Darm – und das meist still und meist ohne Beschwerden. Das Immunsystem lernt früh, mit ihm umzugehen. Es bildet spezialisierte Abwehrzellen, sogenannte Th17-Zellen, die den Pilz in Schach halten. Was diese Zellen im gesunden Körper genau tun, wo sie entstehen und warum sie bei Morbus Crohn gefährlich werden können, hat ein Forschungsteam des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation" (PMI) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nun erstmals systematisch aufgedeckt [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
GNP-Kongress

Rett-Syndrom: Frühe Diagnose als Grundlage für Kommunikation und Teilhabe

Im Rahmen des Kongresses der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP) in Linz, Österreich, diskutierten Expert:innen den Stellenwert einer frühen Diagnose beim Rett-Syndrom, die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Betreuung der Patient:innen und die Relevanz standardisierter Bewertungsinstrumente durch die Eltern bzw. Angehörige oder betreuende Personen.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 3|
So kommen Sie sicher und gesund durch die nächste Hitzewelle
Was tun, wenn es zu heiß ist?

So kommen Sie sicher und gesund durch die nächste Hitzewelle

Von Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis zum Hitzschlag: Extreme Temperaturen können den Körper stark belasten und im schlimmsten Fall tödlich sein. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass bisher etwa 5.100 Menschen infolge der Extremhitze in 2026 in Deutschland starben. Während der letzten Hitzewelle stieg das Thermometer mancherorts auf über 41 Grad Celsius. Durch den Klimawandel werden Hitzewellen, Temperaturrekorde und sogenannte Tropennächte häufiger. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig zu schützen und besonders gefährdete Personen im Blick zu behalten.  Um Menschen dabei zu helfen, gut und sicher durch heiße Tage zu kommen, hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit praktische Empfehlungen zum Hitzeschutz zusammengestellt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
Oxalsäure als unterschätzter Treiber von Nieren- und Herzschäden

Oxalsäure als unterschätzter Treiber von Nieren- und Herzschäden

Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung (Chronic Kidney Disease, CKD) haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Außerdem leiden sie unter einer chronischen Entzündungsreaktion, deren Ursachen bislang nur teilweise verstanden sind. Oxalsäure (Oxalat) ist bisher vor allem durch seine Rolle bei der Entstehung von Nierensteinen bekannt. Das Molekül ist ein natürlicher Stoffwechselbestandteil des Körpers, kommt in bestimmten Lebensmitteln vor und wird normalerweise über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion reichert sich Oxalat jedoch im Körper an und kann Entzündungsprozesse vorantreiben. Die Experimentelle Biomedizin II am Uniklinikum Würzburg (UKW) untersuchte gemeinsam mit dem Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer Kooperation von Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max Delbrück Center in Berlin, die immunologischen Mechanismen, die eine oxalatbedingte Nierenschädigung mit systemischer Entzündung sowie Herz-Kreislauf-Schäden verbinden.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2|
Hausärzt:innen: „Massive Kürzungsprogramme in den Praxen“

Hausärzt:innen: „Massive Kürzungsprogramme in den Praxen“

Die Hausärzt:innen prognostizieren deutliche Einschnitte in der Versorgung durch das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung. „Wir werden jetzt massive Kürzungsprogramme in den Praxen fahren“, sagte der Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Markus Blumenthal-Beier, im Deutschlandfunk. Bundestag und Bundestag hatten am Freitag den Weg für das Sparpaket freigemacht. Es soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartner:innen.
Lesen Sie mehr