Journal MED

Aktuelles

Eine internationale Forschungsgruppe um Prof. Dr. Klaus T. Preissner, Senior Scientist am Kerckhoff Herzforschungsinstitut mit der Justus-Liebig-Universität Gießen gGmbH, hat wichtige neue Erkenntnisse über die Rolle von extrazellulären Ribonukleinsäuren (exRNA) bei Herzinfarkt und Entzündung gewonnen. Die Studie zeigt, dass exRNA unter bestimmten Bedingungen von einem harmlosen Alarmmolekül zu einem schädigenden Krankmacher und Entzündungsmediator werden kann. Sie ist in der Fachzeitschrift „Pharmacological Research" veröffentlicht worden.
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Medizin
Gemeinsame Ursache von Thrombosen und Aortenaneurysmen entdeckt |

Gemeinsame Ursache von Thrombosen und Aortenaneurysmen entdeckt

Einem Forschungsteam der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist es gelungen nachzuweisen, wie die Interaktion verschiedener Blutzellen sowohl zur Entstehung einer Thrombose als auch eines Bauchaortenaneurysmas führen kann. Die CD36–TSP-1-vermittelte Interaktion von Thrombozyten und Erythrozyten ist unmittelbar an der Bildung beider Erkrankungen beteiligt. Die Ergebnisse dieser Studie, die unter der Leitung von Prof. Dr. Margitta Elvers und Prof. Dr. Markus Wagenhäuser entstand, wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Circulation Research publiziert [1].
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Medizin

Nikotin bleibt ein global bedeutsamer Herz-Kreislauf-Risikofaktor

Ein internationales Forschungsteam führender Herz- und Gefäßexpert:innen hat eine umfassende wissenschaftliche Analyse zur Rolle von Nikotin als Herz-Gefäß-Risikofaktor veröffentlicht [1]. Im Zentrum der Analyse steht die weltweite Krankheitslast. Sie besagt, dass jedes Jahr 7,7 Millionen Menschen am aktiven Rauchen und weitere 1,3 Millionen durch passives Rauchen sterben. Die meisten dieser Todesfälle sind auf Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Die Analyse zeigt deutlich, dass das Risiko nicht allein von der Tabakverbrennung ausgeht. Vielmehr belastet das Nikotin selbst Herz und Gefäße – und zwar unabhängig davon, ob es über klassischen Tabakrauch, E-Zigaretten-Dampf, Heat-not-burn-Aerosole oder über die Mundschleimhaut mittels Nikotinbeuteln und anderen smokeless oral nicotine products (ONPs) aufgenommen wird.
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Medizin

Lebrikizumab bei atopischer Dermatitis: Starke Wirksamkeit im Gesichts- und Halsbereich

Menschen mit atopischer Dermatitis (AD) leiden oftmals besonders unter sichtbaren Läsionen im Gesichts- und Halsbereich – dies wurde in einem Symposium bei der 28. Tagung der Dermatologischen Wissenschafts- und Fortbildungsakademie NRW (DWFA) deutlich. Die Behandlung dieses Areals erfordere häufig zielgerichtete Therapien wie das Biologikum Lebrikizumab, verdeutlichte Prof. Dr. med. Bernhard Homey, Universitätsklinikum Düsseldorf.
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Schwerpunkte
Die Rheuma-Versorgung ist akut gefährdet
Dramatische Engpässe drohen

Die Rheuma-Versorgung ist akut gefährdet

Die Versorgungssituation von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen spitzt sich immer mehr zu. Dass der fachärztliche Nachwuchs fehlt, ist nur einer der Gründe dafür. Auch der demographische Wandel und besonders der bis dato zu gering bewertete Stellenwert der Rheumatologie spielen zentrale Rollen. Allen in allem gesehen ist dringendes Handeln erforderlich, um eine dramatische Unterversorgung der Rheuma-Patient:innen in Deutschland zu verhindern.
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Medizin

Antibiotikaresistenz: Vorhersage mit KI weniger zuverlässig als angenommen

Um Antibiotikaresistenzen bei Krankheitserregern vorherzusagen, greifen Fachleute zunehmend auf maschinelles Lernen zurück. Mit dessen Hilfe lassen sich anhand der Genetik eines Erregers Resistenzmechanismen erkennen. Die Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) konnten nachweisen, dass die Modelle häufig weniger zuverlässig sind als angenommen. Ihre Erkenntnisse wurden im Fachmagazin PLOS Biology veröffentlicht [1]. Sie tragen dazu bei, verlässlichere Werkzeuge zur Vorhersage und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln.
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Medizin

Real-World-Daten zeigen: RSV-Schutz nach Impfung auch in der zweiten Saison hoch

Neueste Versorgungsdaten aus Kalifornien konnten die Effektivität eines Impfstoffs gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Saison nach der Impfung feststellen [1]. Die Impfung weist somit eine hohe Effektivität gegen RSV-assoziierte Erkrankungen der unteren Atemwege bei ≥ 60-Jährigen, die eine Hospitalisierung oder Behandlung in der Notaufnahme erfordern, auf.
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Medizin

Stress verstärkt Schmerzen und erschwert die Gefühlsregulation bei Depression und Fibromyalgie

Eine neue Studie unter Federführung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit zeigt, dass Menschen mit Depression und Fibromyalgie nahezu identische Muster einer gestörten Gefühlsregulation aufweisen und dass Stress in beiden Gruppen Schmerzen und Stimmung deutlich verschlechtert. Die Ergebnisse verdeutlichen die enge Verflechtung von Schmerz, Stress und Emotionen und unterstreichen die Bedeutung psychotherapeutischer Behandlungsansätze.
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Gesundheitspolitik

Gesetz für stabile Kassenbeiträge: Vermittlungsausschuss findet Kompromiss

Ein Sparpaket zum Stabilisieren der Krankenkassenbeiträge im neuen Jahr kann in letzter Minute kommen. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einigte sich auf einen Kompromiss in der Streitfrage einer Ausgabenbremse bei den Kliniken. Der Weg für das von den Ländern zunächst gestoppte Gesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist damit geebnet. Bundesrat und Bundestag sollen die Lösung an diesem Freitag noch billigen. Krankenkassen und Opposition bezweifeln, dass Erhöhungen der Zusatzbeiträge zum 1. Januar 2026 damit tatsächlich abgewendet werden.
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Medizin

TripleTRE-Studie: Neuer Therapieansatz bei pulmonal-arterieller Hypertonie

Die kürzlich gestartete Studie TripleTRE soll die Wirksamkeit und Sicherheit einer initialen Dreifachtherapie einschließlich parenteralem Treprostinil im Vergleich zu einer initialen oralen dualen Therapie bei Patient:innen mit pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) im intermediären Risikobereich untersuchen. Ziel der Studie ist es, die Evidenzbasis für die Optimierung von Therapieansätzen bei PAH zu erweitern.
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Medizin

Neue S3-Leitlinie für psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen

Schwere psychische Erkrankungen beeinflussen viele Bereiche im Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen. Neben medizinischen und psychotherapeutischen Ansätzen sind deshalb für eine umfassende Behandlung auch psychosoziale Therapien zentral. Aber welche Angebote sind wirksam? Für wen sind sie geeignet? Und wie können sie erfolgreich im Versorgungsalltag umgesetzt werden? Empfehlungen dazu bündelt die umfassend überarbeitete, diagnoseübergreifende S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen" der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) [1].
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Medizin

CHMP empfiehlt Zulassung von Depemokimab für zwei Indikationen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) hat die Zulassung von Depemokimab für zwei Indikationen empfohlen: Als Zusatztherapie zur Erhaltungstherapie bei schwerem Asthma mit Typ-2-Entzündung, gekennzeichnet durch eine erhöhte Eosinophilenzahl im Blut, bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren, deren Erkrankung trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren Asthmakontrollmedikament nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Und als Zusatztherapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP), bei denen eine Therapie mit systemischen Kortikosteroiden und/oder eine Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle ermöglichen.
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Medizin

Neue STIKO-Empfehlung: MenACWY-Impfung ersetzt MenC-Impfung

Mit ihrem Beschluss vom 30. Oktober 2025 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Impfempfehlungen zur Prävention invasiver Meningokokken-Erkrankungen (IME) aktualisiert: Die bisherige Standardimpfung gegen Meningokokken C (MenC) für Kleinkinder im Alter von zwölf Monaten sowie die mögliche Nachholimpfung bis zu einem Alter von < 18 Jahren entfällt fortan [1, 2]. Stattdessen empfiehlt die STIKO nun eine einmalige Standardimpfung, unabhängig vom Impfstatus, gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y (MenACWY) bei allen älteren Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Diese soll bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden.
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