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Medizin
 4 Min|

Hämophilie: Rebalancing-Therapien als Antwort auf Lebensqualitätseinschränkungen

Moderne Therapien bieten Patient:innen mit Hämophilie A oder B heute einen zuverlässigen Blutungsschutz. Standard zur Blutungsprophylaxe bei Hämophilie A oder B ist jedoch noch immer die Behandlung mit Faktorkonzentraten. Für viele Betroffene im Alltag ist die Belastung durch die Therapie daher weiterhin stark spürbar: 80% der Behandler:innen – und damit deutlich mehr als im Vorjahr (66%) – berichten in einer aktuellen Befragung, dass ihre Patient:innen sich durch die Faktorersatztherapie in ihrer Lebensqualität eingeschränkt fühlen. Gleichzeitig wächst das Interesse an innovativen Rebalancing-Therapien.
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Medizin
 2 Min|

Lupus-Nephritis: Obinutuzumab zeigt tiefe B-Zell-Depletion und histologische Remission

Eine explorative Analyse der REGENCY-Studie verdeutlicht, dass Obinutuzumab zu einer tiefen B-Zell-Depletion im Nierenparenchym führt und eine histologische Remission bewirkt. Unter Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erreichten in Woche 76 signifikant mehr Patient:innen eine komplette histologische Remission – definiert als ein NIH Activity Index von null (AI=0: 46.9% vs. 18.8%; p=0.0111) – als unter Placebo plus Standardtherapie [1].
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Adipositas
 2 Min|

Adipositas: Therapiefortschritte durch moderne Inkretinanaloga

Adipositas ist mit über 200 Komorbiditäten assoziiert. Die Zahl der Betroffenen wächst ständig; mittlerweile leben in Deutschland etwa 16 Millionen Menschen mit einem BMI von mindestens 30 kg/m2. Seit 2020 gilt Adipositas offiziell als Krankheit. Die bariatrische Chirurgie hilft vielen Patient:innen, und im Bereich der konservativen Therapien können moderne Inkretinanaloga die dauerhafte Gewichtsreduktion unterstützen.
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Medizin
 3 Min|
Grafik Darmmikrobiom

Ballaststoffe wirken im Mikrobiom nicht allein

Warum unterscheiden sich die Darmmikrobiome von Menschen aus industrialisierten und nicht-industrialisierten Regionen? Eine Studie des Forschungsteams um DZIF-Wissenschaftler Prof. Till Strowig vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), der Universität Trient (Italien) und der Universität Tübingen zeigt, dass die Ernährung allein die Unterschiede nicht erklärt. In künstlich zusammengesetzten Darmgemeinschaften untersuchte das Team zahlreiche Nahrungsbestandteile und zeigte, dass pflanzliche Ballaststoffe das Gleichgewicht zugunsten des Bakteriums Segatella copri verschoben, das besonders in nicht-industrialisierten Regionen häufig vorkommt. Der Effekt hing jedoch auch davon ab, welche weiteren Bakterien vorhanden waren. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Microbiology veröffentlicht [1].
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Medizin
 3 Min|
Argyrin B bekämpft Clostridium difficile und schont das Mikrobiom

Argyrin B bekämpft Clostridium difficile und schont das Mikrobiom

Die Behandlung mit Breitbandantibiotika bringt oft Nebenwirkungen mit sich, da sie neben den Krankheitserregern auch die „guten“ Bakterien im Darm in Mitleidenschaft zieht. Ein Forschungsteam von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) und dem Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) konnte nun zeigen, dass der Naturstoff Argyrin B eine starke Wirksamkeit gegen den Erreger Clostridioides difficile hat und gleichzeitig das nützliche Darmmikrobiom weitestgehend verschont. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in der Fachzeitschrift npj Antimicrobials and Resistance.
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Medizin
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Neue Daten untermauern Wirksamkeit von Vutrisiran bei ATTR-CM

Auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) wurden neue Daten bekanntgegeben, die die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil von Vutrisiran über verschiedene Patientenpopulationen, Behandlungssettings und Krankheitsmanifestationen der kardialen Transthyretin-Amyloidose (ATTR-CM) hinweg untermauern. Anlässlich des Kongresses der ESC wurden außerdem die neuen ESC-Guidelines zum Management der Herzinsuffizienz vorgestellt. Diese empfehlen u.a. Vutrisiran für Patient:innen mit ATTR-CM (erbliche und Wildtyp-Form), NYHA-Klassen I-III, mit der höchsten Empfehlungsklasse und Evidenzstufe (Klasse I, Evidenzstufe A), um die Progression von Symptomen, das Risiko für Hospitalisierung und die Gesamtmortalität zu reduzieren [1].
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Medizin
 2 Min|
Genaktivität bei hypertropher Kardiomyopathie entschlüsselt

Genaktivität bei hypertropher Kardiomyopathie entschlüsselt

Je nach Schweregrad einer hypertrophen Kardiomyopathie lassen sich bei betroffenen Patient:innen charakteristische Muster der Genaktivität im Herzen nachweisen. Neue molekulare Techniken erlauben es jetzt aber, auch die Genablesung einzelner Zellen zu vermessen. Forschende erhalten dadurch nicht nur Informationen über die zelluläre Zusammensetzung des erkrankten Herzens, sondern auch über das Verhalten einzelner Zelltypen in der Erkrankung. Das zeigt eine aktuelle internationale Studie, an der Professor Dr. Hendrik Milting, Leiter des Erich und Hanna Klessmann-Instituts für kardiovaskuläre Forschung und Entwicklung am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), und sein Team in Bad Oeynhausen, beteiligt sind.
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Medizin
 3 Min|

Netzhaut-Chip bringt zentrale Sehfunktion bei trockener AMD zurück

Menschen mit fortgeschrittener trockener altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) verlieren oft unwiederbringlich ihr zentrales Sehvermögen. Gesichter erkennen, lesen oder alltägliche Aufgaben bewältigen wird zunehmend unmöglich. Erstmals kann jetzt ein kürzlich zugelassener Netzhaut-Chip Betroffenen einen Teil der Sehfunktion zurückgeben. Wie gut die neue Technologie funktioniert und welche Chancen sie eröffnet, berichtete Prof. Dr. med. Lars-Olof Hattenbach, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), auf der Kongress-Pressekonferenz anlässlich der DOG 2026.
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Medizin
 3 Min|

Hitze im Krankenhaus: Menschen mit Demenz besonders gefährdet

An heißen Tagen erhalten Patient:innen im Krankenhaus häufiger die Diagnose Flüssigkeitsmangel, obwohl diese bei ihrer Aufnahme nicht festgestellt worden war. Auch wer bereits stationär versorgt wird, ist vor Hitze also nicht vollständig geschützt, wie eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zeigt. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Menschen mit Demenz [1].
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