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Aktuelles

Medizin
 4 Min|

Gefäßerkrankungen: Warum Frauen oft später behandelt werden

Gefäßerkrankungen verlaufen bei Frauen nicht selten anders als bei Männern und werden häufig später erkannt. Ein Grund: Die Beschwerden entsprechen oft nicht den bekannten Lehrbuchsymptomen, wie eine aktuelle Übersichtsarbeit darlegt [1]. Geschlechterspezifische Unterschiede in Diagnostik, aber auch Therapie betreffen wichtige Krankheitsbilder wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit, Verengungen der Halsschlagader und Erkrankungen der Aorta. Angesichts dieser Erkenntnisse sieht die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) Anpassungsbedarf in Versorgung und Forschung. „Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für weibliche Krankheitsverläufe“, sagt DGG-Expertin und Erstautorin Dr. med. Deborah Uebermuth.
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Medizin
 2 Min|

Atopische Dermatitis: 5-Jahres-Daten der ADlong-Studie zeigen anhaltende Wirksamkeit unter Lebrikizumab

Neue Langzeitergebnisse der offenen Phase-IIIb-Verlängerungsstudie ADlong zur Wirksamkeit und Sicherheit von Lebrikizumab bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) zeigen eine anhaltende Verbesserung der Hautsymptome und des Pruritus. Die Late-Breaking-Ergebnisse dieser klinischen Langzeitstudie werden beim 35. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) vorgestellt.
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Gastroenterologie
 2 Min|

Leberschutz im Fokus: Fibroseprogession medikamentös aufhalten

Lebererkrankungen und Leber-assoziierte Todesfälle nehmen weltweit zu. Das Problem liegt nicht allein im Alkohol begründet. Eine ungesunde Ernährung und Übergewicht sind wesentliche und dabei vermeidbare Treiber der Fettleber und ihren Folgen wie der metabolischen Dysfunktion-assoziierten Steatohepatitis (MASH). Als erste pharmakologische Intervention kann in frühen Fibrosestadien auf Resmetirom zurückgegriffen werden, um den Progress der Erkrankung aufzuhalten.
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Medizin
 5 Min|

Topische Capsaicin-Therapie bei peripheren neuropathischen Schmerzen

Periphere neuropathische Schmerzen rücken zunehmend in den Fokus der neurologischen und interdisziplinären Versorgung, da sie mit hoher Prävalenz, erheblicher Krankheitslast und häufig unzureichender Therapie einhergehen. Aktuelle Daten unterstreichen die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnostik und eines differenzierten, leitliniengerechten Behandlungsansatzes. Vor diesem Hintergrund diskutierten Expert:innen im Rahmen eines Pressegesprächs aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie peripherer neuropathischer Schmerzen. Dabei beleuchteten sie insbesondere die Rolle der lokalen Capsaicin-Therapie in der klinischen Praxis.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Allianz für Frauengesundheit offiziell gegründet

Mit einer feierlichen Proklamation hat sich die Allianz für Frauengesundheit offiziell gegründet. Rund 250 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft verfolgten den Auftakt, bei dem die 16 Initiatorinnen das sogenannte Berliner Commitment präsentierten, eine Selbstverpflichtung, Frauengesundheit strukturell und politisch dauerhaft zu verankern. Die Allianz setzt sich selbst eine Frist und möchte bereits im Herbst 2027 gemeinsame Eckpunkte einer Nationalen Strategie zur Frauengesundheit vorlegen.
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Medizin
 2 Min|

Pneumokokken-Infektion kann Hinweis auf undiagnostizierten Blutkrebs sein

Eine schwere Pneumokokken-Erkrankung, die eine Krankenhausbehandlung erfordert, kann bei erwachsenen Patient:innen ein Hinweis auf zuvor undiagnostizierten Blutkrebs und Immunschwäche sein. Dies zeigt eine Studie der Universität Göteborg [1]. Die Forschenden untersuchten 156 Personen, die zwischen 2018 und 2023 in Schweden, an einer invasiven Pneumokokken-Erkrankung erkrankten und im Krankenhaus behandelt werden mussten. Jede vierte Person hatte M-Protein im Blut – einen Marker, der bei Blutkrebs oder Vorstufen vorhanden sein kann. Die Untersuchungen führten dazu, dass bei sieben Patient:innen Blutkrebs diagnostiziert wurde, während bei weiteren zwölf eine Vorstufe festgestellt wurde.
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Gastroenterologie
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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Früh und gezielt mit Vedolizumab zur effektiven Krankheitskontrolle

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Früh und gezielt mit Vedolizumab zur effektiven Krankheitskontrolle

Die Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen orientiert sich zunehmend nicht mehr ausschließlich an der Symptomkontrolle. Mit der STRIDE-II-Strategie hat sich vielmehr ein proaktiver „Treat-to-Target“-Ansatz etabliert, der ein engmaschiges Monitoring sowie eine Kombination aus kurz- und langfristigen, objektiv messbaren Therapiezielen vorsieht. Das langfristige Ziel besteht in einer nachhaltigen und objektiv nachweisbaren Krankheitskontrolle. Hierzu zählen die Normalisierung von Biomarkern wie dem C-reaktiven Protein und dem fäkalen Calprotectin sowie v.a. das Erreichen und Aufrechterhalten einer endoskopischen Remission. Biomarker und Endoskopie sind laut Prof. Dominik Bettenworth, Münster, wichtige Instrumente zur Beurteilung der Krankheitsaktivität und zur Steuerung der Therapie. Schnittbildgebungsverfahren wie Magnetresonanztomografie oder intestinaler Ultraschall können dabei eine wertvolle Ergänzung darstellen.
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Medizin
 2 Min|

Herzinsuffizienz: Waist-to-Height Ratio übertrifft BMI bei Risikobewertung

Die Ursachen für eine Herzinsuffizienz können vielfältig sein, Adipositas spielt aber in den meisten Fällen, insbesondere bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF), eine wichtige Rolle. Bisher wurde oft der BMI als Grundlage für die Beurteilung herangezogen. In einer aktuellen Studie zeigen Forschende aber, dass ein anderer Parameter für die Risikobewertung von HFpEF besser geeignet ist.
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Medizin
 3 Min|
ERS 2026

RSV-Saison: Neue Real-World-Daten bestätigen hohe Impfeffektivität bei Risikogruppen

Mit Beginn der Saison für Atemwegsinfektionen rückt das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) erneut in den Fokus. Aktuelle Daten, die auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) vorgestellt wurden, verdeutlichen die Belastung durch RSV-Infektionen für ältere Menschen und solche mit Grunderkrankungen. Gleichzeitig bestätigen neue Real-World-Daten über 2 Winter-Saisons, dass der adjuvantierte RSV-Impfstoff in der Praxis eine hohe Effektivität bei Menschen mit Grunderkrankungen aufweist.
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