Medizin
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Antibiotikaresistente Infektionen treten in sozial benachteiligten Regionen häufiger auf
In sozioökonomisch benachteiligten Regionen Deutschlands treten bestimmte antibiotikaresistente Infektionen deutlich häufiger auf als in wohlhabenderen Regionen. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang bei invasiven Infektionen mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), einem gegen wichtige Antibiotika resistenten Krankheitserreger. Dabei spielt auch das regionale Umfeld eine wesentliche Rolle: Sowohl in Großstädten als auch in dünn besiedelten ländlichen Gebieten ist der Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Benachteiligung und erhöhter MRSA-Infektionshäufigkeit besonders deutlich. Für andere resistente Erreger lässt sich hingegen kein vergleichbarer Zusammenhang nachweisen. Die Ergebnisse sprechen dafür, soziale und regionale Unterschiede bei der Überwachung und Prävention von Antibiotikaresistenzen stärker zu berücksichtigen.
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