Journal MED

Aktuelles

Infektionen nach operativ versorgten Knochenbrüchen gehören zu den schwerwiegendsten Komplikationen der Orthopädie und Unfallchirurgie. Bei offenen Frakturen können bis zu 35% der Betroffenen eine solche Infektion entwickeln. Erstmals gibt es nun in Deutschland eine eigene Leitlinie, die Empfehlungen dazu bündelt, wie Infektionen nach einem Knochenbruch verhindert, erkannt und behandelt werden können. Die „S2k-Leitlinie Frakturassoziierte Infektionen nach Osteosynthese“ wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) erarbeitet [1].
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In der Phase-III-Studie ACHIEVE-4 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Orforglipron im Vergleich zu titriertem Insulin glargin U100 bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes untersucht, die entweder Adipositas oder Übergewicht und ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko besaßen. In dieser bislang größten und längsten Studie von Orforglipron bei Typ-2-Diabetes war der Rezeptor-Agonist für das Inkretinhormon GLP-1 (glucagon-like peptide 1) dem Basalinsulin bezüglich des Risikos für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE-4a) nicht unterlegen. Zudem verbesserte Orforglipron im Vergleich gegenüber Insulin glargin den HbA1c-Wert, das Körpergewicht und weitere klinische Parameter des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren und des Stoffwechsels. Die Ergebnisse wurden auf der 62. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Mailand vorgestellt und zeitgleich im Fachjournal The Lancet veröffentlicht.
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Medizin
 5 Min|
Bevölkerungsweites Screening auf Typ-1-Diabetes: DDG bewertet Nutzen und Risiken

Bevölkerungsweites Screening auf Typ-1-Diabetes: DDG bewertet Nutzen und Risiken

Die Früherkennung von Typ-1-Diabetes durch ein Inselautoantikörper-Screening eröffnet neue Perspektiven für Prävention, Forschung und Versorgung, denn jährlich erkranken rund 4000 Kinder und Jugendliche neu an dieser Autoimmunerkrankung. Ein Bluttest auf Inselautoantikörper kann frühe Stadien sichtbar machen. Die DDG sieht hierin ein wissenschaftlich hoch relevantes Entwicklungsfeld mit großem Potenzial für die Zukunft. Zugleich gilt für eine wissenschaftliche Fachgesellschaft der Grundsatz, dass eine breite Implementierung stets auf belastbarer Evidenz basieren muss. Daher diskutiert die DDG in ihrem Positionspapier offen verschiedene Aspekte von Nutzen, Risiken, Ethik und Gesundheitsökonomie, um künftig eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den möglichen Einsatz eines bevölkerungsweiten Screenings zu schaffen. Ziel ist die Verbindung wissenschaftlicher Sorgfalt mit der Offenheit für Innovation und die Einordnung in die heutige Studienlage.
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Infektiologie
 2 Min|

Glecaprevir/Pibrentasvir jetzt auch bei akuter Hepatitis-C-Infektion einsetzen

Die gute Nachricht zuerst: Hepatitis C ist fast immer heilbar. Die noch bessere Nachricht: Das bei einer chronischen Hepatitis-C-Virus(HCV)-Infektion etablierte Glecaprevir/Pibrentasvir kann jetzt auch bereits im akuten Stadium eingesetzt werden. Die direkt antiviral wirkende Therapie überzeugte mit hohen Raten einer anhaltenden virologischen Antwort bei einem günstigen Verträglichkeitsprofil.
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Medizin
 4 Min|

Gefäßerkrankungen: Warum Frauen oft später behandelt werden

Gefäßerkrankungen verlaufen bei Frauen nicht selten anders als bei Männern und werden häufig später erkannt. Ein Grund: Die Beschwerden entsprechen oft nicht den bekannten Lehrbuchsymptomen, wie eine aktuelle Übersichtsarbeit darlegt [1]. Geschlechterspezifische Unterschiede in Diagnostik, aber auch Therapie betreffen wichtige Krankheitsbilder wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit, Verengungen der Halsschlagader und Erkrankungen der Aorta. Angesichts dieser Erkenntnisse sieht die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) Anpassungsbedarf in Versorgung und Forschung. „Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für weibliche Krankheitsverläufe“, sagt DGG-Expertin und Erstautorin Dr. med. Deborah Uebermuth.
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Medizin
 2 Min|

Atopische Dermatitis: 5-Jahres-Daten der ADlong-Studie zeigen anhaltende Wirksamkeit unter Lebrikizumab

Neue Langzeitergebnisse der offenen Phase-IIIb-Verlängerungsstudie ADlong zur Wirksamkeit und Sicherheit von Lebrikizumab bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) zeigen eine anhaltende Verbesserung der Hautsymptome und des Pruritus. Die Late-Breaking-Ergebnisse dieser klinischen Langzeitstudie werden beim 35. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) vorgestellt.
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Gastroenterologie
 2 Min|

Leberschutz im Fokus: Fibroseprogession medikamentös aufhalten

Lebererkrankungen und Leber-assoziierte Todesfälle nehmen weltweit zu. Das Problem liegt nicht allein im Alkohol begründet. Eine ungesunde Ernährung und Übergewicht sind wesentliche und dabei vermeidbare Treiber der Fettleber und ihren Folgen wie der metabolischen Dysfunktion-assoziierten Steatohepatitis (MASH). Als erste pharmakologische Intervention kann in frühen Fibrosestadien auf Resmetirom zurückgegriffen werden, um den Progress der Erkrankung aufzuhalten.
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Medizin
 5 Min|

Topische Capsaicin-Therapie bei peripheren neuropathischen Schmerzen

Periphere neuropathische Schmerzen rücken zunehmend in den Fokus der neurologischen und interdisziplinären Versorgung, da sie mit hoher Prävalenz, erheblicher Krankheitslast und häufig unzureichender Therapie einhergehen. Aktuelle Daten unterstreichen die Notwendigkeit einer frühzeitigen Diagnostik und eines differenzierten, leitliniengerechten Behandlungsansatzes. Vor diesem Hintergrund diskutierten Expert:innen im Rahmen eines Pressegesprächs aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie peripherer neuropathischer Schmerzen. Dabei beleuchteten sie insbesondere die Rolle der lokalen Capsaicin-Therapie in der klinischen Praxis.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Allianz für Frauengesundheit offiziell gegründet

Mit einer feierlichen Proklamation hat sich die Allianz für Frauengesundheit offiziell gegründet. Rund 250 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft verfolgten den Auftakt, bei dem die 16 Initiatorinnen das sogenannte Berliner Commitment präsentierten, eine Selbstverpflichtung, Frauengesundheit strukturell und politisch dauerhaft zu verankern. Die Allianz setzt sich selbst eine Frist und möchte bereits im Herbst 2027 gemeinsame Eckpunkte einer Nationalen Strategie zur Frauengesundheit vorlegen.
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