Journal MED

Aktuelles

Eine Studie des Instituts für Umweltmedizin und Integrative Gesundheit der Universität Augsburg zeigt, dass Birken- und Gräserpollen signifikant zur Zahl ambulanter Asthma-Notfallbehandlungen in Bayern beitragen. Mithilfe automatisierter Pollenmessungen konnte das interdisziplinäre Forschungsteam den Zusammenhang zwischen verschiedenen Pollenarten und der Asthmabelastung präziser untersuchen als bislang möglich. Zwar ist seit Langem bekannt, dass Pollen Asthmabeschwerden auslösen oder verstärken können. Bislang waren die Forschungsergebnisse jedoch uneinheitlich. Insbesondere war oft nicht klar, welche Pollenarten besonders stark zur Asthmabelastung beitragen.
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Kurz aufwachen, sich im Bett bewegen und wieder einschlafen: Was wie eine normale Schlafreaktion aussieht, kann bei Menschen mit Epilepsie ein Anfall sein. Solche „epileptischen Arousals“ machten in einer Untersuchung des Universitätsklinikums Freiburg rund ein Viertel aller aufgezeichneten Anfälle aus. Ein Großteil dieser Arousals war mit der üblichen Epilepsie-Diagnostik, einem Elektroenzephalogramm (EEG) auf der Kopfhaut, nicht als Anfall erkennbar. Erst Elektroden direkt im Gehirn zeigten die epileptische Aktivität. Damit könnten bei manchen Patient:innen nächtliche Anfälle unentdeckt bleiben. Die Freiburger Forscher:innen zeigen aber auch einen Weg, über den die Anfälle künftig nicht-invasiv identifiziert werden könnten.
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Medizin
 4 Min|
Stechmücke sitzt auf dem Arm eines Mensch, bereit zu stechen

West-Nil-Fieber: Nachwuchs-Forschende modellieren Ausbreitung in Deutschland

Wissenschaftler:innen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kalkulieren mit Hilfe unterschiedlicher mathematischer Modelle die zu erwartende Ausbreitung des West-Nil-Virus in Deutschland. Außerdem entwickeln sie Vorhersagemodelle, die berechnen, wie sich Stechmückenpopulationen entwickeln und welche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen am vielversprechendsten sind.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|
Organspende: Mehr als 200 Abgeordnete für die Widerspruchsregelung

Organspende: Mehr als 200 Abgeordnete für die Widerspruchsregelung

Im Ringen um mehr Organspenden unterstützen mehr als 200 Bundestagsabgeordnete einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Armin Grau als Mit-Initiator sprach von einem starken Signal, insbesondere für die mehr als 8.000 Menschen auf der Warteliste. Mit der Widerspruchslösung werde sich die Chance auf ein Spenderorgan für viele Menschen erhöhen.
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Medizin
 3 Min|
Neuer Ansatz für sicheren Thromboseschutz

Neuer Ansatz für sicheren Thromboseschutz

Ein Forschungsteam der Experimentellen Biomedizin I des UKW präsentiert in der Fachzeitschrift Signal Transduction and Targeted Therapy einen neuartigen Ansatz zur Vorbeugung von arteriellen Thrombosen und entzündlichen Gewebeschäden, sogenannten thrombo-inflammatorischen Erkrankungen, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Anstatt den Thrombozytenrezeptor Glykoprotein VI zu blockieren, haben die Forschenden ihn teilweise herunterreguliert. Eine gezielte Verringerung der Rezeptordichte auf der Oberfläche der Blutplättchen könnte krankhafte Signale zur Bildung von Blutgerinnseln abschwächen und gleichzeitig die normale Blutgerinnung weitgehend erhalten.
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Medizin
 2 Min|
Blutwert weist auf erhöhten Behandlungsbedarf bei Lungenentzündung hin

Blutwert weist auf erhöhten Behandlungsbedarf bei Lungenentzündung hin

Eine Lungenentzündung zählt trotz guter Behandlungsmöglichkeiten weiterhin zu den häufigsten infektionsbedingten Todesursachen. Marburger Forschende haben nun einen Weg gefunden, früher vorherzusagen, welche Patient:innen ein höheres Risiko für eine Behandlung auf der Intensivstation haben oder länger im Krankenhaus bleiben werden. Das Forschungsteam um Dr. Barbara Weckler und Prof. Dr. Bernd Schmeck vom Institut für Lungenforschung der Philipps-Universität hat einen bereits routinemäßig bestimmten Blutwert identifiziert, der dabei helfen könnte. Ihre Studienergebnisse veröffentlichen die Forschenden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins CHEST.
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Was tut die Bundesregierung gegen die Hitzetoten?

Zehntausende Menschenleben hat die Hitze in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts allein in Deutschland gekostet. Erkennbaren Alarm löst das innerhalb der Bundesregierung allerdings nicht aus, zur Empörung von Grünen und Linken. „Ich werde selbstverständlich auch in den nächsten Tagen und Wochen, wenn sich diese Wetterentwicklungen fortsetzen, die Lage weiter beobachten und dazu gegebenenfalls auch öffentlich etwas sagen“, stellte Kanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner Sommerpressekonferenz Mitte Juli in Aussicht. Passiert ist seither nichts.
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Medizin
 2 Min|
Studie zeigt Wirksamkeit digitaler Migräneprophylaxe

Studie zeigt Wirksamkeit digitaler Migräneprophylaxe

Im Fachjournal Cephalalgia sind die Ergebnisse einer offenen, randomisierten kontrollierten Studie zur digitalen Migräneprophylaxe mit sinCephalea erschienen. Untersucht wurde die Wirksamkeit der Anwendung bei Erwachsenen mit episodischer Migräne. In der am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und an der Universität zu Lübeck durchgeführten Studie reduzierte sinCephalea die Zahl der Migränetage nach zwölf Wochen signifikant stärker als eine designgleiche Kontroll-App. Die Ergebnisse liefern Evidenz für die Wirksamkeit dieser nicht-medikamentösen Option in der Migräneprophylaxe und zeigen, dass ein digital unterstützter, personalisierter Ernährungsansatz die Frequenz episodischer Migräne reduzieren kann.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|
Sonnenfinsternis: DOG warnt vor unzureichendem Augenschutz

Sonnenfinsternis: DOG warnt vor unzureichendem Augenschutz

Am Abend des 12. August 2026 wird in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein. Wer das Himmelsschauspiel beobachten möchte, sollte seine Augen jedoch unbedingt schützen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) warnt vor bleibenden Netzhautschäden durch Betrachten mit bloßem Auge oder unzureichenden Hilfsmitteln und gibt Hinweise auf sichere Alternativen, falls geprüfte Sonnenfinsternis-Brillen nicht erhältlich sind.
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