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Aktuelles

Medizin
S3-Leitlinie zur Versorgung von Patient:innen mit Psychose und Sucht

S3-Leitlinie zur Versorgung von Patient:innen mit Psychose und Sucht

Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Menschen mit Psychosen und einer zusätzlichen Suchterkrankung deutlich verbessern. Die Leitlinie „Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung“ wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) herausgegeben. Sie gibt evidenzbasierte Empfehlungen für die Behandlung dieser besonders belasteten Patient:innengruppe.
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Medizin

Malaria-Einzeldosistherapie vor panafrikanischer klinischer Studie

Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine vielversprechende Malariatherapie entwickelt, die mit nur einer einzelnen Dosis auskommt. Sie könnte dazu beitragen, der zunehmenden Resistenz gegen bestehende Medikamente entgegenzuwirken und die Behandlung deutlich zu vereinfachen. Die Vier-Medikamenten-Kombination mit der Bezeichnung SPAP wird derzeit für groß angelegte klinische Studien in mehreren afrikanischen Ländern vorbereitet [1]. Das DZIF-Projekt wird unter anderem von Prof. Ghyslain Mombo-Ngoma geleitet, der für seine Beiträge zur globalen Gesundheitsforschung in die TIME100 Health 2026 aufgenommen wurde.
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Medizin

20 Prozent der Deutschen fühlen sich stark gestresst

Jeder fünfte Mensch in Deutschland fühlt sich besonders gestresst. Das gelte vor allem für Frauen, Personen von 18 bis 64 Jahren und Menschen mit geringem Bildungsabschluss, wie aus einer Auswertung des Robert Koch-Instituts hervorgeht [1]. Datengrundlage war das Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 des Robert Koch-Instituts. Für die aktuelle Untersuchung wurden Antworten von 27.102 Teilnehmer:innen im Alter von 18 bis 99 Jahren genutzt.
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Medizin

Umgang mit Medikamenten: Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten

Die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente gehört für viele ältere Menschen zum Alltag. Eine aktuelle Untersuchung aus der hausärztlichen Versorgung zeigt jedoch, dass die selbstständige Anwendung dieser Arzneimittel häufig mit Herausforderungen verbunden ist. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen haben gemeinsam mit Kolleg:innen des Universitätsklinikums Düsseldorf die Ergebnisse der Studie kürzlich in Frontiers of Public Health veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik

Logopäden-Mangel führt zu monatelangen Wartezeiten

Wer in Deutschland eine logopädische Behandlung benötigt, muss mancherorts monatelang auf einen Therapieplatz warten oder wird von Praxen erst gar nicht aufgenommen. Grund dafür seien fehlende Logopädinnen und Logopäden, sagte die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, Dagmar Karrasch, der Deutschen Presse-Agentur. Um die Versorgung langfristig zu sichern, seien unter anderem politische Reformen nötig. Der Berufs- und Fachverband kommt heute (Freitag) zu einem zweitägigen Kongress in Weimar zusammen.
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Medizin
Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können

Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können

Menschen mit Adipositas und Typ-zwei-Diabetes haben ein hohes Risiko für Gefäßschäden. Dies hängt nicht nur von den Genen einer Person ab, sondern auch, wie diese „gelesen„ werden. Ein von der Universität Zürich geleitetes Forschungsteam veränderte nun in Mäusen und menschlichem Gewebe die epigenetischen „Lesesignale“ in der dünnen Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt. Resultat: weniger Entzündungen und bessere Gefäßgesundheit.
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Gesundheitspolitik

Sparpaket für Krankenkassen trifft auf breite Skepsis

Das geplante Sparpaket der schwarz-roten Koalition für stabile Krankenkassenbeiträge trifft laut einer Umfrage auf viel Skepsis - einzelne Maßnahmen werden aber auch unterstützt. Das zentrale Ziel, die steigenden Gesundheitsausgaben zu bremsen, lehnen 61% der Befragten ab, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab – voll und ganz lehnen es 32% ab, eher dagegen sind 29%. Tendenziell zustimmend äußerten sich ebenfalls 29%.
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Medizin
Post-Covid-Syndrom: Blutwäsche ohne belegten Nutzen

Post-Covid-Syndrom: Blutwäsche ohne belegten Nutzen

Eine aktuell in The Lancet Regional Health – Europe veröffentlichte Studie stellt den Nutzen der Immunadsorption – einer speziellen Blutwäsche - beim Post-COVID-Syndrom infrage. Zwar lassen sich die als mögliche Krankheitsauslöser diskutierten Autoantikörper aus dem Blut entfernen, die Beschwerden der Betroffenen verbessern sich dadurch jedoch nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) sieht darin einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten Bewertung von Therapien für Menschen mit Post-COVID-Syndrom.
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Medizin

VOYAGER-Studie: KI-gestützte Analysen zeigen schnelle Netzhaut-Trocknung unter Faricimab

Neue Auswertungen der größten globalen Imaging-Real-World-Studie VOYAGER unterstreichen den klinischen Nutzen von Faricimab bei Patient:innen mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) und diabetischem Makulaödem (DMÖ) im Praxisalltag. So zeigen die auf dem diesjährigen Kongress der Association for Research in Vision and Ophthalmology (ARVO) erstmals vorgestellten Ergebnisse KI-gestützter Bildanalysen der VOYAGER-Daten, dass insbesondere therapienaive Patient:innen unter Faricimab von einer schnellen Netzhaut-Trocknung sowie einer schnellen und bis zum sechsten Monat anhaltenden Reduktion der zentralen Netzhautdicke (CST) profitieren [1, 2]. Darüber hinaus bestätigen ebenfalls aktuelle 12-Monats-Daten an einer erweiterten Kohorte aus VOYAGER die Wirksamkeit und Langzeitstabilität von Faricimab im Versorgungsalltag [3, 4].
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