Journal MED

Aktuelles

Die Krankenkassen fordern angesichts des vorerst ausgebremsten Sparpakets für stabile Beiträge schnell politische Klarheit. „Nun ist erneut unklar, mit welchen Ausgaben für die Gesetzliche Krankenversicherung im nächsten Jahr zu rechnen ist", heißt es in einem Schreiben der Kassenverbände an Minister:innen und Fachpolitiker:innen von Bund und Ländern, über das zunächst „Table.Briefings“ und „Bild“ berichteten. Die Kassen könnten ihre Versicherten nun auch nicht transparent über die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes für 2026 und mögliche Abweichungen informieren.
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Medizin
Ocrelizumab überzeugt mit starken Wirksamkeitsdaten bei pädiatrischer RRMS
DGN 2025

Ocrelizumab überzeugt mit starken Wirksamkeitsdaten bei pädiatrischer RRMS

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der OPERETTA 2-Studie diskutiert. Als erste ihrer Art liefert die Studie robuste Vergleichsdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Ocrelizumab bei Kindern und Jugendlichen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) und liefert erste Signale für das Potenzial von Ocrelizumab in dieser vulnerablen Patientengruppe [1].
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Medizin
Polyamine reaktivieren Darmregeneration im Alter

Polyamine reaktivieren Darmregeneration im Alter

Mit zunehmendem Alter verliert der Darm seine Fähigkeit, sich nach einer Schädigung vollständig zu regenerieren. Ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena und der Universität Turin hat nun herausgefunden, dass Polyamine, kleine Moleküle, die im Körper selbst produziert werden, dabei eine entscheidende Rolle spielen. Durch die gezielte Aktivierung des Polyaminstoffwechsels vor einer Schädigung gelang es den Forschenden, die Regenerationsfähigkeit alternder Darmzellen in einem Mausmodell wiederherzustellen. Ein möglicher neuer Ansatz zur Behandlung altersbedingter Gewebeschäden.
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Orphan Diseases

Morbus Pompe: Tipps zur Erkennung der Frühsymptomatik

Anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) stärkten Fachmediziner:innen der Neurologie ihre Expertise zur Erkennung der Frühsymptomatik bei Morbus Pompe. Prof. Dr. Angela Rosenbohm, Neurologin am Universitätsklinikum Ulm, erinnerte einleitend daran, bei Verdacht auf Muskelerkrankungen ggf. sogar einen diagnostischen Blick auf die Zunge der Patient:innen zu richten. So können Zungenparesen, Zungenatrophie oder auch Makroglossie einen Hinweis auf Erkrankungen, wie spinobulbäre Muskelatrophie Typ Kennedy, Gliedergürtelsyndrom oder Morbus Pompe geben. Bei einer einseitigen Zungenatrophie und Ptosis kann zum Beispiel auch ein Morbus Pompe vorliegen, bekräftigte die Expertin.
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Medizin
Lebertransplantation: Muster der chronischen Abstoßung entschlüsselt

Lebertransplantation: Muster der chronischen Abstoßung entschlüsselt

Eine Lebertransplantation rettet oft schwerkranke Patient:innen. Doch bleibt das Risiko, dass der Körper das neue Organ abstößt. Ärzt:innen unterscheiden zwischen akuter und chronischer Abstoßung. Während sich die akute Abstoßung gut diagnostizieren und behandeln lässt, schädigt die chronische das Organ nachhaltig und ist schwer zu erkennen – bisher nur durch Gewebeproben unter dem Mikroskop. Ein internationales Forschungsteam, geleitet von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), hat nun eindeutige molekulare Signaturen für die chronische Abstoßung nach einer Lebertransplantation entdeckt, die bei der Diagnose helfen könnten. Die Ergebnisse sind nach zehnjähriger Arbeit nun im Journal of Hepatology erschienen [1].
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Patienteninfos
Nasennebenhöhlenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung der Sinusitis

Nasennebenhöhlenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung der Sinusitis

Dumpfe Kopfschmerzen, verstopfte Nase und ein Druckgefühl im Gesicht – diese Beschwerden kennen viele Menschen, besonders in der kalten Jahreszeit. Oft steckt eine Nasennebenhöhlenentzündung dahinter, medizinisch als Sinusitis bezeichnet. Doch was genau passiert bei einer Sinusitis im Körper, welche Warnsignale sollten Sie ernst nehmen und wann ist ärztliche Hilfe erforderlich?
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Medizin
Grippe-Saison beginnt ungewöhnlich früh - EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt sofortige Impfung

Grippe-Saison beginnt ungewöhnlich früh - EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt sofortige Impfung

Die Grippe-Saison beginnt nach Auskunft der EU-Gesundheitsbehörde ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) in diesem Jahr besonders früh. Sie rät daher zur unverzüglichen Grippeimpfung. Im Europäischen Wirtschaftsraum – EU mit Liechtenstein, Island und Norwegen – gebe es derzeit einen etwa drei bis vier Wochen früheren Anstieg von Influenzafällen als in den beiden vergangenen Grippe-Saisons, berichtete die Behörde.
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Gesundheitspolitik

Klingbeil für Reform der globalen Gesundheitssysteme

Deutschland, Südafrika und Großbritannien fordern nach dem Rückzug der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Stärkung globaler Gesundheitssysteme. „Angesichts des zunehmenden Drucks auf die Gesundheitsbudgets und der sinkenden internationalen Zusagen ist es wichtiger denn je, die Kräfte zu bündeln und die Effizienz zu steigern“, verlangte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei einem Treffen zur Finanzierung des 2002 gegründeten Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria im südafrikanischen Johannesburg.
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Medizin

Sekundärprävention von Schlaganfällen: Asundexian erreicht primäre Endpunkte

Die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zur Sekundärprävention von Schlaganfällen hat ihre primären Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte erreicht. OCEANIC-STROKE zeigte die Überlegenheit von Asundexian in Kombination mit Thrombozytenaggregationshemmung und reduzierte signifikant das Risiko für ischämische Schlaganfälle, ohne die Rate schwerer ISTH-Blutungen im Vergleich zu Placebo mit Thrombozytenaggregationshemmung zu erhöhen.
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Gesundheitspolitik

Warken: „Wir wollen das System nicht kaputtsparen“

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken setzt bei der geplanten großen Reform der gesetzlichen Krankenversicherung auf mehr Effizienz und Steuerung, um steigende Kosten zu begrenzen. „Wir haben in den letzten Jahren beim Thema Leistungen eigentlich immer mehr gemacht, immer noch was obendrauf gelegt“, sagte die CDU-Politikerin im ARD-„Interview der Woche“. Daher sei auch ein Blick darauf zu richten, was noch finanzierbar sei. Warken betonte zugleich: „Wir wollen das System nicht kaputtsparen.“
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Schwerpunkte
Quo vadis Krankenhausreform?

Quo vadis Krankenhausreform?

Im Frühjahr 2024 stellte der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) seine Krankenhausreform im Bundestag vor. „Die Ökonomie ist zu weit gegangen“, sagte er in seiner Vorstellungsrede. „Wir müssen uns zurückbesinnen auf die medizinische Bedürftigkeit der Patienten, und die Qualität der Versorgung in den Vordergrund stellen [1].“ Ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Bundespolitik sprach seine Nachfolgerin, Nina Warken (CDU), auf dem 48. Deutschen Krankenhaustag, der im Rahmen der Medizintechnikmesse Medica in Düsseldorf stattfand, über notwendige Anpassungen der Reform.
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Gesundheitspolitik
Corona-Bericht: Tausende vermeidbare Tote in Großbritannien

Corona-Bericht: Tausende vermeidbare Tote in Großbritannien

„Zu wenig, zu spät": In ihrem Bericht kommt eine Untersuchungskommission zum Umgang mit der Corona-Pandemie in Großbritannien zu einem drastischen Fazit. In der damaligen konservativen Regierung habe Chaos geherrscht, und das Virus sei viel zu spät ernst genommen worden, heißt es in dem mehr als 800 Seiten langen Bericht, in dem die Erkenntnisse der öffentlichen Untersuchung erläutert wurden.
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Medizin

Hypereosinophiles Syndrom: Benralizumab reduziert Zeit bis zum ersten Schub oder bis zur Verschlechterung

Auf der Tagung 2025 des American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) wurden positive Ergebnisse der Phase-III-Studie NATRON vorgestellt. Diese zeigen, dass Benralizumab eine statistisch signifikante Verzögerung der Zeit bis zum ersten Schub oder zur ersten Verschlechterung des hypereosinophilen Syndroms (HES) bewirkt [1]. HES ist eine seltene Erkrankung, die durch erhöhte Eosinophilenzahlen charakterisiert ist. Die Studie zeigte außerdem eine stärkere Verbesserung der Fatigue-Symptome bei Behandlung mit nur einer einzelnen Dosis Benralizumab alle vier Wochen im Vergleich zu Placebo. Benralizumab ist ein Antikörper, der gezielt an den Interleukin-5-Rezeptor (IL-5R) auf der Oberfläche von Eosinophilen bindet.
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