Journal MED

Aktuelles

Im Rahmen des European Crohn’s and Colitis Organisation Congress 2026 in Stockholm, Schweden, widmete sich das Symposium „Raising the bar in Crohn’s disease treatment: Finding a path to improved outcomes“ aktuellen Strategien zur Behandlung des Morbus Crohn. Vorhandene Therapien wurden in unterschiedliche klinische Szenarien eingeordnet und Wege zu verbesserten Behandlungsergebnissen aufgezeigt. Die wissenschaftlichen Beiträge wurden unter anderem von Joana Torres (Hospital Beatriz Ângelo, Loures, Portugal) und Geert D’Haens (University Medical Center, Amsterdam, Niederlande) präsentiert.
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Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) müssen aus Sicht der Verbraucherzentralen mit mehr nützlichen Anwendungen für Versicherte attraktiver werden. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte, die E-Akten seien noch nicht im Alltag der Menschen angekommen. „Das ist wenig überraschend, denn zentrale Funktionen, wie digitale Impf- oder Bonushefte, fehlen weiterhin.“ Bislang bleibe die ePA hinter den Erwartungen zurück. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten könne, muss sie zügig weiterentwickelt werden.
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Das Epstein-Barr-Virus (EBV) kann bestimmte Krebsarten oder Autoimmunerkrankungen auslösen, aber wie der Körper diese häufige Virusinfektion unter Kontrolle hält, ist weitestgehend unbekannt. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben jetzt genetische und nicht-genetische Faktoren identifiziert, die dem Körper helfen EBV zu bekämpfen. Hierfür werteten sie Genomsequenz-Daten, die eigentlich zur Charakterisierung des menschlichen Erbguts gedacht sind, auf eine neue Art aus. Mit der neuen Technik konnten sie die Menge an EBV im Blut abschätzen und in großen Gesundheitsdatensätzen Zusammenhänge finden – zum Beispiel eine erhöhte Viruslast in Personen mit HIV-Infektionen, aber auch Rauchern. Auch gab es Hinweise auf neue Gene, die Schlüsselrollen in der EBV-Immunität haben. Ihre Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal „Nature" veröffentlicht.
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Medizin
G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?

G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat über den Zusatznutzen des Wirkstoffs Lecanemab auf Basis eines vom Hersteller eingereichten Dossiers und einer Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) [1] entschieden. Es wird kein Zusatznutzen gesehen gegenüber Patient:innen mit einer leichten Demenz, die bereits mit einem Standardmedikament (Acetylcholinesterase-Hemmer: Donepezil, Rivastigmin oder Galantamin) behandelt werden, oder jenen mit einer leichten kognitiven Störung, für die bisher noch keine Medikamente zur Verfügung stehen. Lecanemab ist seit dem Vorjahr in Deutschland zugelassen, das Ergebnis der Zusatznutzenbewertung durch den G-BA ist die Entscheidungsgrundlage dafür, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für das Arzneimittel zahlt.
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Medizin

EU-Zulassung für Depemokimab bei schwerem Asthma und chronischer Rhinosinusitis

Die Europäische Kommission hat Depemokimab für zwei Indikationen zugelassen. Als zusätzliche Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch die Anzahl der Eosinophilen im Blut, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren Arzneimittel zur Asthma-Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist, sowie als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP), die mit systemischen Kortikosteroiden (SCS) und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
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Medizin
ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter

ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter

Patient:innen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind mit einer Reihe komplexer Herausforderungen konfrontiert. Neben einer häufig erst späten Diagnose und den damit einhergehenden psychischen Belastungen, stellt auch die angespannte Versorgungssituation nicht selten eine große Hürde für das multimodale Therapiemanagement dar. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können in diesem Kontext eine sinnvolle Ergänzung sein, wie renommierte Experten bei einem Symposium im Rahmen des DGPPN Kongresses in Berlin aufzeigten. Ein weiteres Symposium richtete den Fokus auf die Chancen, die eine ADHS-Diagnose und eine adäquate Behandlung in der zweiten Lebenshälfte eröffnen kann.
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Gesundheitspolitik
Nachschub bei Suchttherapie-Präparat stabilisiert

Nachschub bei Suchttherapie-Präparat stabilisiert

Eine kritische Liefersituation bei bestimmten wichtigen Medikamenten hat sich nach amtlichen Angaben wieder entspannt. Das Bundesgesundheitsministerium gab bekannt, dass ein im November 2024 festgestellter Versorgungsmangel bei diamorphinhaltigen Arzneimitteln für Injektionslösungen nicht mehr vorliegt. Dabei geht es um pharmazeutisches Heroin, das für Ersatzstoff-Therapien bei Abhängigkeit von Opioiden angewendet wird, wie ein Sprecher auf Anfrage erläuterte.
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Gesundheitspolitik
Appell an CDU-Parteitag für Softdrink-Steuer

Appell an CDU-Parteitag für Softdrink-Steuer

Medizinerverbände und Verbraucherschützer werben vor dem CDU-Bundesparteitag für eine Limo-Steuer auf stark gezuckerte Getränke. In einem offenen Brief appellieren sie an die Delegierten, „insbesondere im Interesse des Gesundheitsschutzes folgender Generationen, sich für die Einführung einer Herstellerabgabe auf Süßgetränke auszusprechen“. Eine alarmierende Entwicklung ernährungsbedingter Erkrankungen und steigende gesellschaftliche Folgekosten erforderten entschlossenes Handeln.
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Medizin

Telemedizin kann Schlaganfall-Versorgung beschleunigen

Bei einem Schlaganfall ist die schnellstmögliche Versorgung entscheidend für den Therapieerfolg. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben im Rahmen einer Studie ermittelt, wie schnell Patient:innen behandelt werden können und wie telemedizinische Versorgung die Schnelligkeit der Versorgung optimieren könnte. Die Studienergebnisse wurden nun in The Lancet Regional Health veröffentlicht [1].
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Patienteninfos

Ketamin gegen Depressionen? Das sollten Sie wissen

Mit professioneller Hilfe sind Depressionen in der Regel gut behandelbar. Zur Therapie kommen Psychotherapie und Medikamente infrage – je nach Schweregrad und Phase der Erkrankung einzeln oder in Kombination. Es gibt aber auch Patient:innen, bei denen Medikamente und Therapie zunächst keine Besserung bringen. Für diese auch als therapieresistent bezeichneten Depressionen können alternative Behandlungsansätze eingesetzt werden. Eine Option ist das auch als illegale Partydroge bekannte Ketamin.
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Medizin
Aktuelle Versorgungsdaten: Asthma-Kontrolle weiterhin unzureichend

Aktuelle Versorgungsdaten: Asthma-Kontrolle weiterhin unzureichend

Die Asthma-Kontrolle ist gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma das zentrale Kriterium für die Therapiesteuerung [1] und laut S2k-Leitlinie Voraussetzung für das Erreichen einer Remission [2]. Eine aktuelle Online-Befragung ergab, dass lediglich 39% der Patient:innen gut kontrolliert sind, die Ergebnisse wurden jüngst von Buhl et al. in der Pneumologie publiziert [3]. Obwohl moderne Therapieoptionen das Erreichen einer guten Kontrolle für die meisten Patient:innen grundsätzlich ermöglichen, wird Asthma im Alltag vieler Betroffener weiterhin als episodische und nicht als chronisch-entzündliche Erkrankung wahrgenommen [3]. Die Folge: Regelmäßige Medikation und präventive Therapieansätze werden häufig unterschätzt – und damit auch das Potenzial, ein nahezu unbeschwertes Leben zu führen.
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Gesundheitspolitik
Cannabis auf Rezept - Bundesgerichtshof prüft Werbung

Cannabis auf Rezept - Bundesgerichtshof prüft Werbung

Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft derzeit einen Rechtsstreit rund um die Frage, ob ein Internetportal für ärztliche Behandlungen mit medizinischem Cannabis werben darf. Die Wettbewerbszentrale war gegen das Unternehmen Bloomwell vor Gericht gezogen, weil es darin einen Verstoß gegen Heilmittelwerberecht sieht. Wann ein Urteil fallen könnte, blieb nach der Verhandlung in Karlsruhe zunächst offen. (Az. I ZR 74/25)
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Medizin
Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Warum Patient:innen mit Morbus Crohn trotz klinischer Remission eine geschwächte Darmbarriere aufweisen, war bislang unklar. Forschende der Universität zu Lübeck zeigen nun gemeinsam mit Forschenden der Christian-Albrechts Universität Kiel, dass eine gestörte Energiegewinnung in Immunzellen des Darms die Produktion eines zentralen Schutzantikörpers verhindert. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den Forschungsschwerpunkt Universität im Bereich Antikörper- und Entzündungsforschung und liefert zugleich eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das neue Graduiertenkolleg GRK 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantworten an Barriereorganen".
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