Journal MED

Aktuelles

Die neue S1-Leitlinie „Empfehlungen zur Betreuung und Versorgung von weiblichen Betroffenen sexualisierter Gewalt“ soll sicherstellen, dass betroffene Frauen nach erlebter sexualisierter Gewalt bundesweit eine fachgerechte, traumasensible und rechtssichere Versorgung erhalten. „Mit dieser Leitlinie setzen wir ein klares Zeichen für eine noch bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gynäkologie, Rechtsmedizin, Psychotraumatologie und Fachberatungsstellen – und damit für eine Versorgung, die betroffene Frauen ernst nimmt, schützt und stärkt“, so Prof. Dr. Gert Naumann der Präsident der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).
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Medizin

Start des Deutschen Registers für Chronische Rhinosinusitis

Nach mehr als zweijähriger intensiver Vorbereitung ist es soweit: Das Deutsche Register für Chronische Rhinosinusitis (CRS-Register) ist offiziell gestartet. Das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (AeDA) setzt neue Maßstäbe in der strukturierten Erfassung von Diagnostik, Therapie und Krankheitsverlauf bei Patient:innen mit chronischer Rhinosinusitis.
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Medizin
Herzinfarkt: Neue Therapie durch Ribonukleinsäure-Hemmung

Herzinfarkt: Neue Therapie durch Ribonukleinsäure-Hemmung

Eine internationale Forschungsgruppe um Prof. Dr. Klaus T. Preissner, Senior Scientist am Kerckhoff Herzforschungsinstitut mit der Justus-Liebig-Universität Gießen gGmbH, hat wichtige neue Erkenntnisse über die Rolle von extrazellulären Ribonukleinsäuren (exRNA) bei Herzinfarkt und Entzündung gewonnen. Die Studie zeigt, dass exRNA unter bestimmten Bedingungen von einem harmlosen Alarmmolekül zu einem schädigenden Krankmacher und Entzündungsmediator werden kann. Sie ist in der Fachzeitschrift „Pharmacological Research" veröffentlicht worden [1].
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Gesundheitspolitik
Psychische Krankheitstage in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt

Psychische Krankheitstage in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt

Eine Erkältung ist meist nach ein paar Tagen auskuriert. Psychische Erkrankungen setzen Beschäftigten dagegen oft lange zu. Die Zahl der Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen hat sich in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt. Das geht aus Antworten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinischen Post" berichtet. Die Antworten liegen auch der dpa vor.
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Medizin
Wirkstoff PAV-617 hemmt Tau-Aggregation bei Alzheimer

Wirkstoff PAV-617 hemmt Tau-Aggregation bei Alzheimer

Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) ist es erstmals gelungen nachzuweisen, wie externe Faktoren, etwa Infektionen, das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung erhöhen. Das internationale Team um Prof. Dr. Carsten Korth und Dr. Andreas Müller-Schiffmann vom Institut für Neuropathologie (UKD) konnte diesen Mechanismus nicht nur detailliert darstellen, sondern auch schon erfolgreich einen Wirkstoff erproben, der ihn blockiert. Damit eröffnet sich das Potenzial, das Alzheimer-Risiko bei Patient:innen mit chronischen Infektionen und anderen Risikoerkrankungen zu senken.
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Medizin
CAR-T-Zelltherapie stoppt IgG4-assoziierte Erkrankung

CAR-T-Zelltherapie stoppt IgG4-assoziierte Erkrankung

Starke Bauchschmerzen vor mehr als zehn Jahren waren der Anfang einer langen Krankheitsgeschichte eines Patienten. Über Jahre hinweg litt er an einer seltenen Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem gesunde Organe angreift und zu einem irreversiblen Verlust der Organfunktion führen kann. Ein interdisziplinäres Team der Universitätsmedizin Magdeburg hat nun einen neuen Behandlungsweg beschritten: Mit einer CAR-T-Zelltherapie gelang es, die Erkrankung langfristig unter Kontrolle bringen und dem Patienten ein großes Stück Lebensqualität zurückzugeben. Über den Fall berichtet das Team im Journal of Hepatology.
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Medizin
Gemeinsame Ursache von Thrombosen und Aortenaneurysmen entdeckt |

Gemeinsame Ursache von Thrombosen und Aortenaneurysmen entdeckt

Einem Forschungsteam der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist es gelungen nachzuweisen, wie die Interaktion verschiedener Blutzellen sowohl zur Entstehung einer Thrombose als auch eines Bauchaortenaneurysmas führen kann. Die CD36–TSP-1-vermittelte Interaktion von Thrombozyten und Erythrozyten ist unmittelbar an der Bildung beider Erkrankungen beteiligt. Die Ergebnisse dieser Studie, die unter der Leitung von Prof. Dr. Margitta Elvers und Prof. Dr. Markus Wagenhäuser entstand, wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Circulation Research publiziert [1].
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Medizin

Nikotin bleibt ein global bedeutsamer Herz-Kreislauf-Risikofaktor

Ein internationales Forschungsteam führender Herz- und Gefäßexpert:innen hat eine umfassende wissenschaftliche Analyse zur Rolle von Nikotin als Herz-Gefäß-Risikofaktor veröffentlicht [1]. Im Zentrum der Analyse steht die weltweite Krankheitslast. Sie besagt, dass jedes Jahr 7,7 Millionen Menschen am aktiven Rauchen und weitere 1,3 Millionen durch passives Rauchen sterben. Die meisten dieser Todesfälle sind auf Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Die Analyse zeigt deutlich, dass das Risiko nicht allein von der Tabakverbrennung ausgeht. Vielmehr belastet das Nikotin selbst Herz und Gefäße – und zwar unabhängig davon, ob es über klassischen Tabakrauch, E-Zigaretten-Dampf, Heat-not-burn-Aerosole oder über die Mundschleimhaut mittels Nikotinbeuteln und anderen smokeless oral nicotine products (ONPs) aufgenommen wird.
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Medizin

Lebrikizumab bei atopischer Dermatitis: Starke Wirksamkeit im Gesichts- und Halsbereich

Menschen mit atopischer Dermatitis (AD) leiden oftmals besonders unter sichtbaren Läsionen im Gesichts- und Halsbereich – dies wurde in einem Symposium bei der 28. Tagung der Dermatologischen Wissenschafts- und Fortbildungsakademie NRW (DWFA) deutlich. Die Behandlung dieses Areals erfordere häufig zielgerichtete Therapien wie das Biologikum Lebrikizumab, verdeutlichte Prof. Dr. Bernhard Homey, Universitätsklinikum Düsseldorf.
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Schwerpunkte
Die Rheuma-Versorgung ist akut gefährdet
Dramatische Engpässe drohen

Die Rheuma-Versorgung ist akut gefährdet

Die Versorgungssituation von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen spitzt sich immer mehr zu. Dass der fachärztliche Nachwuchs fehlt, ist nur einer der Gründe dafür. Auch der demographische Wandel und besonders der bis dato zu gering bewertete Stellenwert der Rheumatologie spielen zentrale Rollen. Allen in allem gesehen ist dringendes Handeln erforderlich, um eine dramatische Unterversorgung der Rheuma-Patient:innen in Deutschland zu verhindern.
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Medizin

Antibiotikaresistenz: Vorhersage mit KI weniger zuverlässig als angenommen

Um Antibiotikaresistenzen bei Krankheitserregern vorherzusagen, greifen Fachleute zunehmend auf maschinelles Lernen zurück. Mit dessen Hilfe lassen sich anhand der Genetik eines Erregers Resistenzmechanismen erkennen. Die Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) konnten nachweisen, dass die Modelle häufig weniger zuverlässig sind als angenommen. Ihre Erkenntnisse wurden im Fachmagazin PLOS Biology veröffentlicht [1]. Sie tragen dazu bei, verlässlichere Werkzeuge zur Vorhersage und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln.
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Medizin

Real-World-Daten zeigen: RSV-Schutz nach Impfung auch in der zweiten Saison hoch

Neueste Versorgungsdaten aus Kalifornien konnten die Effektivität eines Impfstoffs gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Saison nach der Impfung feststellen [1]. Die Impfung weist somit eine hohe Effektivität gegen RSV-assoziierte Erkrankungen der unteren Atemwege bei ≥ 60-Jährigen, die eine Hospitalisierung oder Behandlung in der Notaufnahme erfordern, auf.
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