Journal MED

Neurologie/Psychiatrie

Medizin
Diabetes erhöht Parkinson-Risiko deutlich
Welt-Parkinson-Tag

Diabetes erhöht Parkinson-Risiko deutlich

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Prävention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus – und sogar seine Vorstufen – das Risiko erhöhen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann vor Typ-2-Diabetes schützen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterstützt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) für eine gesündere Ernährung.
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Medizin
Depression bei Kindern und Jugendlichen: Neue Empfehlungen für die Behandlung

Depression bei Kindern und Jugendlichen: Neue Empfehlungen für die Behandlung

Altersgerechte Therapien, Psychotherapie vor Medikamenten, mehr ergänzende Angebote sowie eine stärkere Beteiligung von Kindern und Eltern – das sind zentrale Punkte der aktualisierten S3-Leitlinie „Behandlung depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen“. Sie bündelt den aktuellen Stand der Forschung, gibt konkrete Empfehlungen für die Praxis und verbessert damit die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Depressionen. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am LMU Klinikum München hat im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) die im März 2026 veröffentlichte Leitlinie federführend überarbeitet.
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Neurologie/Psychiatrie
Neuropathische Schmerzen: Topisches Capsaicin ist mehr als 2. Wahl

Neuropathische Schmerzen: Topisches Capsaicin ist mehr als 2. Wahl

Die systemischen Therapieoptionen bei neuropathischen Schmerzen sind für ältere und/oder multimorbide Patient:innen nur bedingt geeignet. Für sie sind topische Behandlungen wie hochdosierte Capsaicin-Pflaster (HCCP) eine gut wirksame und nebenwirkungsarme Alternative, betonte Prof. Janne Gierthmühlen, Kiel, bei einem Symposium im Rahmen des Jahreskongress der Arbeitsgemeinschaft für Interdisziplinäre Spezielle Schmerz- und Palliativmedizin (AISSP) 2026.
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Medizin

Digitale Therapie-App bei ADHS: Ähnliche Erfolge wie Verhaltenstherapie

Erwachsene mit ADHS sind oft unkonzentriert und haben Probleme, ihrem Alltag eine Struktur zu geben. Viele Betroffene benötigen eine Therapie, die Plätze dafür sind jedoch rar. Eine digitale Anwendung kann hier sofort unterstützen und zeigt ähnliche Erfolge wie eine Verhaltenstherapie. Dies hat eine wissenschaftliche Studie mit 337 Erwachsenen gezeigt, die im Fachjournal Psychological Medicine veröffentlicht wurde [1].
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Medizin
ALS und Frontotemporale Demenz: Bestimmte Nervenzellen sind besonders anfällig

ALS und frontotemporale Demenz: Bestimmte Nervenzellen sind besonders anfällig

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und frontotemporale Demenz (FTD) gehören zu einem Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen mit überlappender Symptomatik, die durch Schwund der Muskulatur, Lähmungen, Demenz und andere schwerwiegende Beeinträchtigungen gekennzeichnet ist. Wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt es bislang nicht. Eine Gemeinsamkeit auf molekularer Ebene teilen viele Betroffene: Ein Protein namens TDP-43 ballt sich in den Nervenzellen des Gehirns zu Klumpen. Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Universitätsklinikums Ulm haben nun festgestellt, dass diese krankhaften Veränderungen vorwiegend bestimmte Zellen betreffen. Die im Wissenschaftsjournal Nature Communications veröffentlichten Ergebnisse sind wichtige Wegweiser für neue Therapieansätze [1].
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Medizin
Migräneprophylaxe: Versorgungssituation und Stellenwert moderner Therapieansätze

Migräneprophylaxe: Versorgungssituation und Stellenwert moderner Therapieansätze

Migräne ist in vielerlei Hinsicht ein herausforderndes Krankheitsbild, welches eine interdisziplinäre Betreuung von der Erstversorgung in der Hausarztpraxis bis zur neurologischen Behandlung im Langzeitverlauf erfordert. Für Betroffene bedeutet es eine erhebliche Beeinträchtigung im Alltag und für die Gesellschaft eine enorme sozioökonomische Belastung [1, 2]. Der Neurologe Prof. Dr. med. Hartmut Göbel, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der Schmerzklinik Kiel und die Allgemeinmedizinerin Dr. Wiebke Jansen, Ärztliche Leiterin und Geschäftsführerin Schmerzzentrum Berlin, diskutierten in einem Webinar den Stellenwert der Migränetherapie und hoben die Bedeutung einer wirksamen Prophylaxe wie mit dem oralen Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)-Rezeptorantagonisten Atogepant hervor.
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Medizin

Living Guideline Demenzen aktualisiert: Erstmals Empfehlung zur Antikörpertherapie

Die Living Guideline Demenzen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde aktualisiert und enthält erstmals auch einen Vorschlag zur Behandlung von Alzheimer-Frühstadien mit den neu zugelassenen Antikörpern Lecanemab und Donanemab – auch wenn die Frage der Übernahme der Behandlungskosten für diese Therapien noch nicht letztendlich geklärt ist [1].
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Medizin

Motivationsprobleme bei psychischen Störungen: Metastudie identifiziert unterschiedliche kognitive Mechanismen

Menschen mit verschiedenen psychischen Störungen ist häufig gemeinsam, dass sie sich nur schwer zu alltäglichen Aktivitäten motivieren können. Welche kognitiven Mechanismen dies bewirken und was das für psychotherapeutische Therapien bedeutet, erforscht Dr. Matthias Pillny, von der Universität Hamburg. Seine Metastudie wurde in der Fachzeitschrift Psychological Bulletin veröffentlicht.
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Medizin
Epilepsie: Wie Wearables und Sensoren Anfälle, Alltag und Therapie verändern
DGKN 2026

Epilepsie: Wie Wearables und Sensoren Anfälle, Alltag und Therapie verändern

Das Therapiemonitoring bei kurzzeitigen, wiederkehrenden Symptomen wie epileptischen Anfällen ist bislang schwierig und stützt sich häufig auf fehleranfällige Symptomtagebücher und punktuelle Untersuchungen ohne klaren zeitlichen Bezug zur Krankheitsdynamik. Epileptische Anfälle können potenziell lebensbedrohlich sein und zu schweren Verletzungen oder zum plötzlichen Epilepsietod (sudden unexpected death in epilepsy, SUDEP) führen. Klinisch geprüfte Wearables zur Detektion könnten das Risiko reduzieren [1].
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Medizin
Inebilizumab erhält EU-Zulassung bei Myasthenia gravis

Inebilizumab erhält EU-Zulassung bei Myasthenia gravis

Die Europäische Kommission hat die Indikationserweiterung für Inebilizumab genehmigt [1]. Das Medikament ist nun als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für Erwachsene mit generalisierter Myasthenia gravis zugelassen, die positiv auf anti-Acetylcholinrezeptor (AChR)- oder anti-Muskel-spezifische Tyrosinkinase (MuSK)-Antikörper getestet wurden. Die neu zugelassene Indikationserweiterung kann Patient:innen eine neue, zielgerichtete Behandlungsoption bieten – mit dem Potenzial einer langfristigen Krankheitskontrolle durch zweimal jährliche Erhaltungsdosierungen nach zwei anfänglichen Initialdosierungen [1].
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Medizin
G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?

G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat über den Zusatznutzen des Wirkstoffs Lecanemab auf Basis eines vom Hersteller eingereichten Dossiers und einer Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) [1] entschieden. Es wird kein Zusatznutzen gesehen gegenüber Patient:innen mit einer leichten Demenz, die bereits mit einem Standardmedikament (Acetylcholinesterase-Hemmer: Donepezil, Rivastigmin oder Galantamin) behandelt werden, oder jenen mit einer leichten kognitiven Störung, für die bisher noch keine Medikamente zur Verfügung stehen. Lecanemab ist seit dem Vorjahr in Deutschland zugelassen, das Ergebnis der Zusatznutzenbewertung durch den G-BA ist die Entscheidungsgrundlage dafür, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für das Arzneimittel zahlt.
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Medizin
ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter

ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter

Patient:innen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind mit einer Reihe komplexer Herausforderungen konfrontiert. Neben einer häufig erst späten Diagnose und den damit einhergehenden psychischen Belastungen, stellt auch die angespannte Versorgungssituation nicht selten eine große Hürde für das multimodale Therapiemanagement dar. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können in diesem Kontext eine sinnvolle Ergänzung sein, wie renommierte Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen des DGPPN Kongresses in Berlin aufzeigten. Ein weiteres Symposium richtete den Fokus auf die Chancen, die eine ADHS-Diagnose und eine adäquate Behandlung in der zweiten Lebenshälfte eröffnen kann.
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