Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 107

Starke Raucher:innen sollen künftig eine Lungenkrebsvorsorge in Anspruch nehmen dürfen, die ihnen bislang nicht zugänglich war. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Umweltministeriums hervor. Demnach hat das Haus eine Verordnung erlassen, wonach sich künftig auch starke Raucher:innen im Alter von 50 bis 75 Jahren einer Lungenkrebsfrüherkennung mittels der sogenannten Niedrigdosis-Computertomographie (CT) unterziehen dürfen. Bislang seien derartige Untersuchungen an Menschen, die keine Krankheitssymptome aufweisen und bei denen kein konkreter Krankheitsverdacht besteht, wegen der strahlenbedingten Risiken verboten gewesen.
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Die Europäische Kommission hat Insulin icodec zur Behandlung von Erwachsenen mit Diabetes mellitus zugelassen (1). Das Wocheninsulin kann den Basalinsulinbedarf für eine gesamte Woche mit einer einzigen subkutanen Injektion decken. Die Zulassung stützt sich auf Ergebnisse des klinischen Phase-3a-Studienprogramms ONWARDS (2-6). Die wöchentliche Injektion von Insulin icodec bewirkte gegenüber herkömmlichem Basalinsulin in einer Studie einen größeren Anstieg der Therapiezufriedenheit bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (3). Ein einmal wöchentliches Therapieschema könnte die Therapieakzeptanz und die Therapieadhärenz der Patient:innen positiv beeinflussen (3, 7).
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Medizin
 3 Min|

Neuartiger Ansatzpunkt über die Fehlregulation des programmierten Zelltodes in Krebszellen entdeckt

Ein Marburger Forschungsteam hat einen vielversprechenden Ansatz für eine gezieltere Krebstherapie identifiziert. In der Fachzeitschrift Oncogene veröffentlichten sie ihre Erkenntnisse zur Methylierung des Proteins Procaspase-8. Procaspase-8 ist ein zentraler Regulator des programmierten Zelltods. Diese Entdeckung könnte neue Wege eröffnen, um Medikamente zu entwickeln, die gezielt Krebszellen zerstören, ohne gesunde Zellen zu schädigen.
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Medizin
 4 Min|

Interleukin-13-Inhibitor Lebrikizumab: „New kid on the block“ bei atopischer Dermatitis

Mit der Zulassung des IL-13-Inhibitors Lebrikizumab hat sich die Therapielandschaft bei der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis verändert. Nun könne man den Patient:innen auch Plan B und C anbieten, so Prof. Dr. Petra Staubach-Renz, Hautklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Auf der 22. Tagung DERM in Frankenthal erläuterte Prof. Dr. Staubach-Renz die überzeugenden Daten des monoklonalen Antikörpers, der eine besonders zielgerichtete Therapie ermöglicht.
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Medizin
 4 Min|

Von „Pillenmüdigkeit“ bis Hormonangst: Kontrazeptionsberatung in der gynäkologischen Praxis

2023 wurde die „Pille“ als beliebtestes Verhütungsmittel abgelöst (1), gleichzeitig steigt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche (2). Dies wirkt sich auch auf die Kontrazeptionsberatung aus. Expert:innen zufolge sind die Ursachen für diese Verschiebung vielschichtig – und liegen nicht zuletzt im Einfluss der sozialen Medien begründet. Wie können Gynäkolog:innen also bestmöglich beraten? Und welcher Stellenwert kann dabei innovativen Präparaten wie bioidentischen Hormonen zukommen?
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Medizin
 3 Min|

Frühe Diagnose und aggressive Therapie kann NMOSD-Patient:innen retten

Etwa 90% aller Betroffenen einer Neuromyelitis-Optica-Spectrum-Erkrankung (NMOSD) erleben innerhalb von 5 Jahren nach dem ersten Schub weitere Schübe. Jeder Schub kann kumulativ zu weiteren Schäden führen, die in schwerste neurologisch ausgeprägte Behinderungen münden. Deshalb ist es dringend erforderlich, frühzeitig eine Diagnose zu stellen, um sofort eingreifen zu können, noch bevor die aggressiven Autoimmunprozesse Nervensubstanz irreversibel zunichte gemacht haben. Das ist mit dem monoklonalen Anti-CD-19-Antikörper Inebilizumab möglich, der gezielt die maßgeblich am Krankheitsgeschehen beteiligten B-Zellen depletiert.
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Medizin
 4 Min|
Neues DMP Adipositas

Adipositas ist kein Lifestyle-Problem, sondern eine chronische Erkrankung

Adipositas ist eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung, die mit zahlreichen Beschwerden und Folgeerkrankungen assoziiert ist. Ein wichtiger Schritt zu einer leitliniengerechten Regelversorgung erfolgt nun mit dem Disease-Management-Programm (DMP) Adipositas. Das DMP Adipositas unterstreicht, dass Adipositas kein Lifestyle-Problem ist, sondern eine chronische Erkrankung, die einer strukturierten Therapie durch geschulte Behandler:innen bedarf. Auf einem Symposium im Rahmen des DGIM-Kongresses 2024 erläuterten Expert:innen, wie Menschen mit Adipositas künftig besser unterstützt werden können.
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Medizin
 3 Min|

Netzhautablösung: Ursachen, Risikofaktoren und Therapiemöglichkeiten

Eine Netzhautablösung kann unbehandelt zu schweren Sichteinbußen und sogar zur Erblindung führen. Wird die Erkrankung jedoch früh erkannt und behandelt, lässt sich das Augenlicht meist erhalten. Auf einer Online-Pressekonferenz der Stiftung Auge informierten Expert:innen darüber, welche Personen besonders gefährdet sind, eine Netzhautablösung zu erleiden, welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt, und wie man der Erkrankung vorbeugen kann.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Kabinett bringt Krankenhausreform auf den Weg

Die Krankenhäuser in Deutschland sollen unter weniger finanziellem Druck stehen und sich bei Behandlungen stärker spezialisieren. Darauf zielen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), die das Kabinett am 15. Mai auf den Weg gebracht hat. Die Reform soll die bisherige Vergütung mit Pauschalen für Behandlungsfälle ändern. Künftig sollen Kliniken 60% der Vergütung schon für das Vorhalten bestimmter Angebote bekommen. Grundlage der Finanzierung durch die Krankenkassen sollen zudem genauer definierte „Leistungsgruppen“ sein. Sie sollen bestimmte Klinik-Behandlungen genauer beschreiben und bundeseinheitliche Qualitätsvorgaben absichern.
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Medizin
 3 Min|

Schlaganfall: Hinweise auf wirksame Therapie bei schweren Hirnblutungen

Mehr als 50.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich eine spontane Blutung im Gehirn. Ein solcher hämorrhagischer Schlaganfall führt zu weitreichenden Schäden im Gehirn und ist akut lebensgefährlich. In einer Studie fanden Forschende nun Hinweise darauf, dass das Öffnen der Schädeldecke und damit eine Druckminderung im Gehirn zu weniger schweren Verläufen führt. Die Studie erschien im Fachmagazin „The Lancet“ (1) und wurde zeitgleich auf dem Kongress der European Stroke Organisation (ESOC) in Basel vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Lauterbach: Cannabis aus Tabuzone heraus

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht nach der teilweisen Freigabe von Cannabis eine stärkere Auseinandersetzung mit den Risiken vor allem für junge Menschen. Kernpunkt sei, dass mit der Legalisierung der Konsum nicht harmloser geworden sei, sagte der SPD-Politiker am 14. Mai bei einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern in Berlin. Das Thema müsse auch in den Schulen aus der Tabuzone heraus und besprochen werden. So mache die Konzentration des Wirkstoffs THC „einen Riesenunterschied“ bei Schäden für das sich entwickelnde Gehirn. Lauterbach hob das generelle Ziel hervor, bestehenden Konsum sicherer zu machen und eine Drogenbeschaffung auf dem Schwarzmarkt zu verhindern.
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Medizin
 3 Min|

Riesenzellarteriitis: Upadacitinib zeigt positive Ergebnisse in der SELECT-GA-Studie

In der Phase-III-Studie SELECT-GA wird Upadacitinib bei Menschen mit Riesenzellarteriitis (RZA) untersucht. Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass 46% der Patient:innen unter Upadacitinib in Kombination mit einer 26-wöchigen ausschleichenden Steroidtherapie eine anhaltende Remission erreichen. Im Vergleich: Unter Placebo in Kombination mit einer 52-wöchigen ausschleichenden Steroidtherapie erreichten 29% dieses Ziel (1).
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