News | Beiträge ab Seite 22
Medizin
ECTRIMS 2025
Neue Daten zu Ocrelizumab bei Multipler Sklerose
Neue Daten zu Ocrelizumab, die auf der diesjährigen Jahrestagung des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) präsentiert wurden, zeigen, wie wirksam und sicher der Anti-CD20-Antikörper nicht nur im Langzeitverlauf, sondern besonders beim frühen Einsatz ist – sowohl bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) als auch bei primär progredienter MS (PPMS). Die Phase-IIIb-Studie ORATORIO-HAND belegt den Nutzen von Ocrelizumab auch bei älteren und fortgeschritteneren PPMS-Patient:innen, die CONFIDENCE-Studie zeigt nachhaltige Verbesserungen von Arbeitsproduktivität und Alltagsaktivitäten über 24 Monate - besonders beim First Line Einsatz - und OPERETTA 2 liefert erstmals direkte Vergleichsdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Ocrelizumab bei Jugendlichen mit RMS.
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Gesundheitspolitik
Therapie für Deutschlands Krankenhäuser ist auf dem Weg
Im Ringen um die künftigen Standards für die rund 1.700 Krankenhäuser in Deutschland haben Union und SPD eine Einigung erzielt. An diesem Mittwoch sollen im Bundeskabinett nun angekündigte Anpassungen der noch von der Ampel-Koalition beschlossenen Krankenhausreform auf den Weg kommen, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte. Zuerst hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet.
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Medizin
3D-Bildgebung zeigt mögliche Ursache für plötzlichen Herztod
Bildgebungsverfahren von Freiburger Forschenden liefert im Tiermodell Erkenntnisse zu Herzrhythmusstörungen, die plötzlichen Herztod auslösen können. Entdeckte Veränderungen könnten erklären, warum manchmal auch scheinbar gesunde Menschen betroffen sind. Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Cardiovascular Research veröffentlicht.
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Schmerzmedizin
Uterusmyome und Endometriose: „Linzagolix hat eine Therapielücke geschlossen“
Seit einem Jahr steht der orale, selektive Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Rezeptorantagonist (RA) Linzagolix zur Therapie von Patientinnen mit Uterusmyomen und Endometriose zur Verfügung. Mit zwei Wirkstärken ermöglicht er eine individualisierbare Behandlung der beiden häufigen und belastenden gynäkologischen Erkrankungen und hat eine wesentliche Lücke im bisherigen Therapiespektrum geschlossen, resümierten Gynäkologen auf einer Pressekonferenz.
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen fordern sofortige Kostenbremse
Die gesetzlichen Krankenkassen drängen die Bundesregierung, die Versicherten noch vor Beitragserhöhungen zum neuen Jahr zu bewahren. „Es ist noch nicht zu spät, die Beiträge stabil zu halten“, sagte der Chef des Spitzenverbands, Oliver Blatt, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hatten in diesem Jahr bisher enorme Ausgabensteigerungen.“ Die Ausgaben gingen weit schneller als die Einnahmen nach oben. „Deshalb müssen wir nach wie vor davon ausgehen, dass die Zusatzbeiträge Anfang 2026 weiter steigen werden“, warnte Blatt. „Auf politischer Ebene ist bisher nichts passiert, um das abzuwenden.“
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Medizin
REGENCY-Studie: Obinutuzumab zeigt Wirksamkeit bei Lupus Nephritis
Auf der 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) wurden Ergebnisse der Phase-III-Studie REGENCY präsentiert, die eine verbesserte Wirksamkeit von Obinutuzumab in Kombination mit der Standardtherapie bei Lupus Nephritis zeigen. Die Studie untersuchte 271 Patient:innen und ergab signifikante Verbesserungen beim vollständigen renalen Ansprechen.
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Medizin
Kombination aus Finerenon und SGLT-2i verlangsamt CKD-Progression bei Typ-2-Diabetes
Der nicht-steroidale, selektive Mineralokortikoid-Rezeptor (MR)-Antagonist Finerenon wurde 2022 auf Basis der positiven Ergebnisse der randomisierten, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie FIDELIO-DKD [1] in der Europäischen Union zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung (CKD) mit Albuminurie in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D) bei Erwachsenen zugelassen. Neben FIDELIO-DKD untersuchte auch die Phase-III-Studie FIGARO-DKD [2] die Wirksamkeit und Sicherheit von Finerenon als Zusatz zur Standardbehandlung bei T2D-Patient:innen mit CKD. Darüber hinaus ermittelte die 2022 initiierte, dreiarmige Phase-II-Studie CONFIDENCE die Wirksamkeit und Sicherheit von Finerenon bei T2D-Patient:innen mit CKD, bei denen die Therapie gleichzeitig mit dem Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Inhibitor (SGLT-2i) Empagliflozin eingeleitet wurde.
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Gesundheitspolitik
Digitaler Wegweiser zu schnelleren Arztterminen?
Warten am Telefon, Warten auf einen Termin und dann oft auch noch einmal im Wartezimmer: An ärztliche Behandlungen zu kommen, ist für viele Patient:innen teils eine ziemliche Geduldsprobe - und für das ganze System nicht gerade effizient. Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) machen sich für ein neues Modell für Terminvergaben stark, das generell mit einer digitalen ersten Einschätzung noch vor dem Weg in die Praxis beginnt.
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Typ-2-Diabetes
EASD 2025
SURPASS-CVOT: Tirzepatid bietet Patient:innen mit Typ-2-Diabetes kardiovaskulären Schutz
Werden Patient:innen mit Typ-2-Diabetes (T2D) mit Tirzepatid behandelt, führt dies im Vergleich zu Dulaglutid zu einer deutlich reduzierten Rate an MACE-3-Ereignissen. Zudem ist die Tirzepatid-Behandlung mit einem niedrigeren Gesamtmortalitätrisiko assoziiert. Das belegen die Ergebnisse der SURPASS-CVOT-Studie.
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Medizin
Grippe-Schnelltest: Infektion per Kaugummi oder Lutscher erkennen
Eine Grippe ist weit mehr als eine lästige Erkältung – sie zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit und fordert jedes Jahr rund eine halbe Million Todesopfer. Besonders heimtückisch: Viren sind schon ansteckend, bevor überhaupt erste Symptome auftreten. Trotz dieser Bedrohung sind die bisherigen Diagnosemöglichkeiten alles andere als ideal. Sie sind oft teuer, in der Anwendung kompliziert und in vielen ärmeren Regionen der Welt schlicht nicht verfügbar. Ein Team um Prof. Lorenz Meinel von der Universität Würzburg stellt nun im Fachjournal ACS Central Science die technologische Grundlage für eine neuartige Selbstdiagnostik bei Influenza vor [1].
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Gesundheitspolitik
Corona-Aufarbeitung: Kommission sucht Austausch mit Ländern
Die Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie hat sich in ihrer ersten öffentlichen Sitzung mit Vertretern aus den Ländern ausgetauscht. Es ging vor allem um die Erfahrungen der Analyse auf Länderebene, auf der es ähnliche Kommissionen und Ausschüsse gibt. Die Vorsitzende Franziska Hoppermann (CDU) hofft dadurch einen „breiten Blick“ zu bekommen, sagte sie vor der Sitzung. „Ich glaube, wir können lernen, welchen Fokus sie gelegt haben.“
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Gesundheitspolitik
Organspenden in Deutschland steigen leicht an
In Deutschland sind zuletzt etwas mehr Organe gespendet worden als in den Vorjahren. Von Januar bis August dieses Jahres waren es zusammen 2.025 Organe, wie aus Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht. Im jeweiligen Vergleichszeitraum 2023 waren 1.967, 2024 dann 1.909 Organe in Deutschland entnommen und später transplantiert worden. Nicht erfasst sind Lebendspenden.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Andexanet alfa zeigt geringeren Nutzen als bisher angenommen
Das Gerinnungshemmer-Antidot Andexanet alfa sollte bei lebensbedrohlichen Blutungen helfen. Doch eine neue Studie im Auftrag der EMA zeigt: Der Wirkstoff bringt keinen Zusatznutzen. Im Gegenteil – das IQWiG sieht sogar einen geringeren Nutzen gegenüber der Standardtherapie.
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Gesundheitspolitik
Schnellere Anerkennungsverfahren für ausländische Ärzt:innen
Dringend benötigte Ärzt:innen aus dem Ausland sollen leichter eine Arbeit in Deutschland aufnehmen können. Das Bundeskabinett brachte dazu Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken auf den Weg, die auf eine schnellere Anerkennung von Berufsqualifikationen zielen. Zum Sichern der Versorgung brauche es neben attraktiven Ausbildungsbedingungen in Deutschland auch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland, sagte die CDU-Politikerin. Verfahren sollen dafür vereinheitlicht und digitalisiert werden.
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Medizin
Nach EHEC-Ausbrüchen in Norddeutschland: DGVS mahnt zur Sorgfalt in der Erreger-Diagnostik
Nach aktuell über 100 EHEC-Verdachtsfällen in Mecklenburg-Vorpommern steigt die Unsicherheit in der Bevölkerung. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS) mahnt zu einer nüchternen Bewertung der Zahlen. Der Grund: Mit der zunehmenden Nutzung hochsensitiver PCR-Diagnostik steigt das Risiko, dass auch klinisch nicht relevante Befunde als EHEC-Infektionen gewertet werden. Die DGVS rät – entsprechend ihrer Leitlinie zu gastrointestinalen Infektionen – ausdrücklich dazu, PCR-Nachweise von EHEC stets durch eine Kultur abzusichern.
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Medizin
Softdrinks verändern das Mikrobiom und können Depression auslösen
Eine neue Studie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) liefert starke Hinweise darauf, dass zuckerhaltige Getränke nicht nur metabolische, sondern auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen – speziell bei Frauen. Vermittelt wird dieser Effekt wohl über das empfindliche Mikrobiom des Darms.
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nicht-alkoholische Fettleber
Erstes Medikament zur Behandlung bei MASH mit Fibrose
Die metabolische Fettlebererkrankung MASLD ist in der Bevölkerung weit verbreitet und kann in eine nicht-alkoholische Steatohepatitis (MASH) mit Fibrose übergehen. Betroffene mit ausgeprägter Fibrose (Stadien F2 und F3) haben ein 10- bis 17-fach höheres Risiko für leberassoziierte Mortalität im Vergleich zu Patient:innen ohne Fibrose [1]. Mit Resmetirom steht in Deutschland jetzt eine leberspezifische Therapie für Patient:innen mit MASH (Metabolische Dysfunktion-assoziierter Steatohepatitis) und fortgeschrittener Leberfibrose zur Verfügung.
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Colitis ulcerosa
Viszeralmedizin 2025
Proktitis ulcerosa: Bei unkomplizierter Entzündung topisch therapieren
Bei etwa 20 bis 30% der Patient:innen mit Colitis ulcerosa besteht eine isolierte Proktitis. Im Allgemeinen verläuft sie indolent und spricht gut auf topische Therapien an. Die Entzündung kann sich aber im Verlauf nach proximal ausbreiten hin zu einer linksseitigen oder gar Pankolitis.
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Gesundheitspolitik
Direkt zum Facharzt? Kassenärzte schlagen Extratarif vor
Pro Jahr ein paar Hundert Euro zahlen und dafür weiterhin direkt zum Facharzt gehen können? Ein solches Konzept schwebt dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, vor. „Unser Vorschlag lautet: Versicherte, die auch künftig generell ohne Überweisung eines Hausarztes oder eine digitale Ersteinschätzung direkt zu einem Facharzt gehen wollen, müssen einen zusätzlichen Facharzttarif mit jährlichen Kosten von voraussichtlich 200 bis 350 Euro abschließen“, sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
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RSV
RSV-Prophylaxe: Maternale Immunisierung schützt Säuglinge ab der Geburt
Eine Infektion mit dem respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) kann potenziell bei jedem Säugling schwere Verläufe verursachen. Dieses Risiko kann mit einer rechtzeitigen Prophylaxe - bereits vor der Herbst- und Winterzeit - deutlich gesenkt werden. Mit dem Beginn der nächsten RSV-Saison rückt der Schutz von Säuglingen und Kleinkindern erneut in den Fokus.
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