Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 328

Rund 70% der gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nach Ärzteangaben inzwischen die Behandlungskosten für Homöopathie bei speziell dafür ausgebildeten Medizinern. "Für die Krankenkassen ist das wahrscheinlich ein Marketinginstrument, um sich von der Konkurrenz abzusetzen", sagte die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), Cornelia Bajic, der Nachrichtenagentur dpa. Viele Patienten wünschten sich homöopathische Verfahren als Ergänzung oder Alternative zur Schulmedizin. 90 der rund 130 gesetzlichen Kassen übernähmen heute die Kosten dafür.

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Rund 80% der Tumoren an der Ohrspeicheldrüse sind gutartig. Doch auch diese Geschwulste sollten entfernt werden, da sie zu bösartigen Tumoren mutieren und Schäden an umliegenden Blutgefäßen oder Nerven anrichten können. Eine komplette Entfernung der Speicheldrüse, wie sie derzeit noch häufig angewandt wird, birgt jedoch besonders hohe Risiken, etwa für eine Gesichtslähmung. Mithilfe einer schonenden Operationstechnik ist es möglich, die Komplikationsrate zu senken und die Tumorzellen dennoch vollständig zu entfernen. Auf der morgigen Pressekonferenz in Nürnberg, stellen Experten der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde diese Methode vor und plädieren für ihren vermehrten Einsatz in ihrem Fachgebiet.

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Gesundheitspolitik

Hartmannbund fordert Erhalt der Universitätsmedizin Halle

Mit Blick auf die für morgen geplante Protestveranstaltung gegen die vorgeschlagene Schließung der Universitätsmedizin in Halle fordert der Hartmannbund die Landesregierung von Sachsen-Anhalt auf, von ihren Plänen umgehend Abstand zu nehmen. "Der Plan, die Universitätsmedizin auf Grund fehlender Finanzen zu schließen, ist leichtfertig und lässt keinen Weitblick erkennen", sagt Kristian Otte, Vorsitzender der Medizinstudierenden im Hartmannbund. Die drohende Schließung müsse umgehend überdacht werden, denn ohne die Universitätsmedizin in Halle könne die medizinische Versorgung in der Region auf Dauer nicht gewährleistet werden.

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Medizin

Grippe und Bakterien: Neue Heilungschancen der potentiell tödlichen Kombination

Neue Erkenntnisse von WissenschafterInnen der Max F. Perutz Laboratories (MFPL) der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien zeigen, wie sehr Bakterien die Lunge von Grippepatienten schädigen. Grippe und Bakterien, das ist ein Angriff auf unseren Körper, der auch tödlich sein kann. Die aktuellen Forschungen könnten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung von grippebedingten bakteriellen Infektionen leisten. Ziel ist es, Patienten besser behandeln und vor einer permanenten Schädigung der Lunge schützen zu können. Aktuell erscheint dazu eine Studie im renommierten Fachjournal „Science“.

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Medizin

Schilddrüsenkarzinome nach Tschernobyl: Hohe Überlebensraten

Zum 27. Jahrestag des Atomunfalls von Tschernobyl legen Mediziner aus Würzburg und Minsk eine neue Langzeitstudie vor. Ihr zufolge haben fast alle Kinder und Jugendlichen, die nach dem Unfall an Schilddrüsenkrebs erkrankt sind, bis heute überlebt. Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk von Tschernobyl in der Ukraine zu einer Explosion, in deren Folge große Mengen radioaktiver Stoffe in die Umwelt entwichen. In den Jahren danach wurde bei Kindern und Jugendlichen in der Ukraine, in Weißrussland und im Westen von Russland vermehrt Schilddrüsenkrebs festgestellt.

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Gesundheitspolitik

Komplementäre Medizin: Sinnvolle Ergänzung zur klassischen Tumortherapie

Viele Krebspatienten haben das Bedürfnis, selbst einen Beitrag zu ihrem Therapieerfolg zu leisten. Besonders groß ist das Interesse an sog. komplementären Behandlungsmethoden - was auch an der enormen Resonanz auf den Vortrag abzulesen war, den die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz im April gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) in Koblenz im April angeboten hatte. "Grundsätzlich begrüßen wir diese Eigeninitiative von Patienten", sagte Referentin Dr. Jutta Hübner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft. Allerdings sei es angesichts der vielfältigen Tipps, Mittel und Methoden nicht ganz einfach, zwischen wissenschaftlich fundierten und unseriösen Angeboten zu unterscheiden  "Im harmlosesten Fall hat man vielleicht viel Geld für ein unwirksames Präparat ausgegeben. Im schlimmsten Fall können aber auch schädliche Neben- bzw. unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten  auftreten", so die Ärztin weiter.

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Gesundheitspolitik

vfa zur Ausschreibung der Krankenkassen für Grippeimpfstoffe: Grippeimpfstoffe: „Kassen sparen auf Kosten ihrer Mitglieder“

In 11 von 18 Kassen-Regionen Deutschlands haben die gesetzlichen Krankenkassen die Impfstoff-Versorgung ihrer Mitglieder für Grippeschutzimpfungen ausgeschrieben und meist auch schon mit einem Exklusivvertrag mit einem Hersteller abgeschlossen. Das bedeutet: Viele Bürger werden auch im nächsten Herbst wieder keine andere Grippeimpfung erhalten können als die, für die sich ihre Krankenkasse Rabatte gesichert hat. Sollten Lieferengpässe auftreten - wie schon 2012 -, könnten andere Anbieter nicht kurzfristig einspringen - weil die Verträge dies nicht zulassen und weil sie ihre Lieferkapazitäten für Deutschland auch nicht darauf einrichten konnten (saisonale Grippeimpfstoffe lassen sich nicht auf Vorrat produzieren).

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Gesundheitspolitik

Seelische Misshandlung muss für Rentenanspruch glaubhaft sein

Opfer seelischer Misshandlungen haben nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Anspruch auf eine Beschädigtenrente, wenn sie ihre Qualen glaubhaft darlegen können. Nach dem Opferentschädigungsgesetz könnten somit Versorgungsleistungen beansprucht werden, auch wenn kein Tatzeuge vorhanden ist, teilte das Gericht am Mittwoch in Kassel nach einer Revisionsverhandlung mit (Aktenzeichen: B 9 VG 1/12 R).

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Gesundheitspolitik

diabetesDE: „Urteil zugunsten von Menschen mit Diabetes Typ 1 - Krankenversicherung muss Kosten für Schweineinsulin tragen“

Seit Firmen das Hormon Insulin biotechnologisch herstellen, ist aus Tierorganen gewonnenes Insulin fast vom Markt verschwunden. Doch einige Menschen mit Diabetes Typ 1 sind auf tierisches Insulin angewiesen, da die Therapie mit dem gentechnisch hergestellten Humaninsulin bei ihnen zu häufigen Unterzuckerungen führt. So ging es auch einem Mandanten von Rechtsanwalt Matthias Bolay aus Ansbach. In einem aktuellen Fall entschied ein Sozialgericht nun, dass die Krankenversicherung die Kosten für das besser verträgliche Schweineinsulin übernehmen muss. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßt das Urteil.

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Medizin

Infekt, Karzinom - oder nur trockene Heizungsluft? Halsschmerzen vom HNO-Arzt abklären lassen

Akute Halsbeschwerden haben zwar meist eine virale oder bakterielle Infektion als Ursache. Es können aber auch ernsthafte onkologische oder neurologische Erkrankungen dahinter stecken. Und in anderen Fällen ist die Ursache ausgesprochen harmlos: Zigarettenrauch, trockene Heizungsluft oder ein übermäßiger Gebrauch der Stimme haben die Rachenschleimhaut austrocknen lassen. In jedem Fall bedürfen Halsbeschwerden, die länger als vier Wochen andauern, einer Abklärung durch den Facharzt. Dieses Fazit zog Dr. Thorsten Zehlicke, Oberarzt der HNO-Abteilung am Hamburger Bundeswehrklinikum, auf einer Pressekonferenz der Firma Pohl-Boskamp am 26. März 2013.

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Gesundheitspolitik

Selbstverliebte Vorstandschefs investieren häufiger in bahnbrechende Technologien

Je narzisstischer ein Vorstandschef, umso höher seine Bereitschaft, in seinem oder ihrem Unternehmen neue Technologien einzuführen - insbesondere wenn diese Innovationen von der Öffentlichkeit als "heilsbringend", aber risikoreich wahrgenommen werden. Diesen Zusammenhang konnten Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erstmals in einer gemeinsam mit dem IMD in Lausanne und der Pennsylvania State University durchgeführten Studie nachweisen. Ihre Erkenntnisse werden in Kürze in der renommierten Fachzeitschrift Administrative Science Quarterly veröffentlicht.

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Gesundheitspolitik

Studie: Auflösung privater Kassen brächte hohe Verluste für Ärzte

Die Auflösung der privaten Krankenversicherung hätte für deutsche Ärzte nach einer Studie Einkommensverluste in Milliardenhöhe zur Folge. Im ersten Jahr einer Umstellung sei ein Verlust an Privathonoraren von 1,6 Milliarden Euro realistisch, heißt es in der Studie des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem im Auftrag der Techniker Krankenkasse, die dem Nachrichtenmagazin "Focus" vorliegt. Schlimmstenfalls würde ein einheitliches Ärztehonorar für gesetzlich und privat Versicherte für die Mediziner Einkommensverluste von sechs Milliarden Euro bedeuten.

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Gesundheitspolitik

Reinhardt: Beim Thema Bürokratieabbau vor allem die Gesetzlichen Krankenversicherungen in den Focus nehmen

Der Vorsitzende des Hartmannbundes Dr. Klaus Reinhardt hat die Pläne des Normenkontrollrates der Bundesregierung begrüßt, mit dem Projekt "Mehr Zeit für Behandlung - Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen" konkrete Schritte zum Abbau überflüssiger Bürokratie in Angriff zu nehmen. Damit dürfe es allerdings nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die Überbürokratisierung in den Arztpraxen sei eine zentrale Ursache für die häufig empfundene Frustration der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Ganz konkrete Ansatzpunkte für die Projektverantwortlichen sieht Reinhardt zu allererst im Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen. Er zeigte sich überzeugt: Wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat, zunächst einmal überflüssigen bürokratischen Aufwand zu identifizieren, so ist man mit einem Blick auf das Vorgehen der Krankenkassen auf dem besten Wege, bereits kurzfristig greifbare Erfolge zu erzielen.

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Medizin

Calcium-Gabe: Zweifelhafter Nutzen für die Allgemeinbevölkerung, negative Auswirkungen auf das Überleben chronisch nierenkranker Patienten

Ob eine Supplementation von Calcium bei nierengesunden Menschen sinnvoll ist und welche gesundheitlichen Probleme die Gabe dieses Mineralstoffs bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) nach sich ziehen kann, waren zentrale Themen des 8. Interaktiven Nephrologischen Experten-Forums, das Anfang März unterstützt von der Firma Sanofi in Frankfurt am Main stattfand. Dabei wurde deutlich, dass die althergebrachte Meinung, Calcium sei wichtig für die Knochen und könne jedem bedenkenlos verabreicht werden, angesichts neuerer Erkenntnisse dringend revidiert werden muss.

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