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Aktuelles | Beiträge ab Seite 327

Gesundheitspolitik
 2 Min|

Essener Mediziner: Ethikrat verunsichert Bürger bei Organspende

Der Essener Mediziner Eckhard Nagel hat dem Deutschen Ethikrat vorgehalten, mit seiner Stellungnahme zu Hirntod und Organspende die Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren. Eine akademische Diskussion über juristische oder die menschliche Existenz betreffende Probleme sollte nicht dazu beitragen, die Patienten in den Wartezimmern und Krankenhäusern, die auf Heilung hoffen, zu vergessen.

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Medizin
 3 Min|

Oxycodon statt Piritramid: Bessere Verträglichkeit durch weniger opioidinduzierte Nebenwirkungen

Die patientenkontrollierte i.v.-Analgesie (PCIA) zählt zu den etablierten Verfahren der postoperativen Schmerztherapie. Bei einer Umstellung einer PCIA von Piritramid auf Oxycodon (Oxygesic® injekt) traten die opioidtypischen Nebenwirkungen hoch signifikant seltener (p < 0,0001) auf - so das Ergebnis einer retrospektiven Analyse (1) von 6.945 Patientendaten.

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Medizin
 3 Min|

Liprolog U200 - das erste hochkonzentrierte Mahlzeiteninsulin

Ab sofort stellt die BERLIN-CHEMIE AG mit Liprolog® 200 Einheiten/ml KwikPenTM (Liprolog® U200) das erste kurz wirksame Insulinanalogon in höherer Konzentration zur Verfügung. Das neue Liprolog® U200 enthält doppelt so viele Einheiten Insulin lispro wie der bisherige Liprolog® KwikPenTM. Die Wirkung bleibt gleich. Nach einer aktuellen Untersuchung assoziieren Diabetologen und Hausärzte mit einem konzentrierten Mahlzeiteninsulin relevante Anwendungsvorteile: ein geringeres Injektionsvolumen, eine bessere Compliance sowie den Wegfall einer Dosisaufteilung in zwei Injektionen bei hohen Dosierungen.

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Medizin
 4 Min|

Körperliche Aktivität schützt die Nerven: Bewegungsmuffel erkranken häufiger an Parkinson

Körperliche Aktivität ist gut für die Gesundheit, senkt das Risiko für Schlaganfall und Demenz - kann aber noch viel mehr: Bewegung schützt vor der Parkinson-Krankheit. Wissenschaftler des renommierten Karolinska Instituts in Stockholm fanden heraus, dass tägliche moderate körperliche Aktivität das Risiko für Parkinson verringert. Am deutlichsten ist dieser Effekt bei den Männern. „Wir haben nun starke Gründe anzunehmen, dass körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit für eine Parkinsonerkrankung senkt - ähnlich wie das für die Alzheimerkrankheit schon bekannt ist“, erklärt Prof. Dr. Günther Deuschl von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

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Gesundheitspolitik
 1 Min|

SPD im Bundestag will Energy Drinks für Jugendliche verbieten

Die SPD im Bundestag will durchsetzen, dass Energy Drinks nicht länger an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Dafür soll das Jugendschutzgesetz geändert werden, wie die verbraucherpolitische Sprecherin Elvira Drobinski-Weiß der &quot;Saarbrücker Zeitung&quot; (Donnerstag) sagte. Zur Begründung sagte sie, die Politik habe die Aufgabe, Minderjährige vor vermeidbaren Gefahren zu schützen.

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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Typ-2- Diabetes: Preisverhandlungen zu Empagliflozin starten

Jardiance&reg; (Empagliflozin) ist in Europa, den USA und anderen Ländern zur Behandlung des Typ-2- Diabetes zugelassen und seit August 2014 in Deutschland verfügbar. Knapp ein halbes Jahr nach der Markteinfu&#776;hrung sieht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Entscheidung den Zusatznutzen für den SGLT2-Hemmer als nicht belegt an. Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, sind vom klinisch-medizinischen Nutzen des Wirkstoffs überzeugt, den andere Behörden, wie das NICE für England oder das Schottische Medical Consortium (SMC), ähnlich schon bestätigt haben.

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Schwerpunkte
 12 Min|

Diagnostik und Therapie der Urolithiasis

Die Urolithiasis stellt eine Volkskrankheit dar, die vor allem in den Industrieländern eine steigende Tendenz zeigt. Das Risiko, im Laufe des Lebens an Urolithiasis zu leiden, wird in Europa auf 5-12% geschätzt, wobei Männer (13%) häufiger betroffen sind als Frauen (7%) (1). Hauptverantwortlich hierfür sind alimentäre Faktoren und die steigende Prävalenz der Adipositas (2). Die aktuellsten Daten zur Inzidenz der Urolithiasis in Deutschland wurden auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie 2013 vorgestellt. Hier zeigte sich in einer INFAS-Umfrage unter 10.000 Deutschen zum ersten Mal eine abnehmende Inzidenz. Basierend auf der Studie liegt die aktuelle Inzidenz der Urolithiasis in Deutschland bei 0,4% (Prävalenz 3,2%). Die Rezidivrate ist allerdings unverändert hoch; etwa ein Viertel der Patienten beklagte Rezidive, wobei mehr als die Hälfte hiervon 2 oder mehr Episoden aufwiesen (3). Ca. 75% der Steinbildner könnten eine erneute Steinepisode durch generelle metaphylaktische Maßnahmen wie eine ausreichende Trinkmenge, gesunde Ernährung und adäquate körperliche Aktivität vermeiden (4). Allerdings verzeichnete das US-amerikanische Gesundheitssystem eine steigende Inzidenz der Urolithiasis und somit Zunahme der notärztlichen und stationären Vorstellungen (5). Während Nierensteine oft asymptomatisch sind, führt deren Migration in den Ureter häufig zu akuten Flankenschmerzen und letztlich zur notfallmäßigen, ärztlichen Konsultation.
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Medizin
 4 Min|

Gastrointestinale Störungen bei Morbus Parkinson

Gastrointestinale (GI) Störungen zählen zu den häufigsten nicht-motorischen Symptomen bei Morbus Parkinson und können den Alltag der Patienten erheblich belasten. Dennoch werden GI-Symptome bislang weder konsequent überprüft noch therapiert, erläuterte der Essener Prof. Dr. med. Dirk Woitalla. Aus seiner Sicht ist hier erhöhte Aufmerksamkeit gefragt: „Die klinischen Auswirkungen von GI-Störungen haben erheblichen Einfluss auf Verlauf, Therapie und Management des Morbus Parkinson.“ Im Rahmen eines Pressegesprächs in München wies er darauf hin, dass insbesondere die Wirkung oral verabreichter Dopaminergika bei GI-Störungen verringert sein kann. Anhand konkreter Fallbeispiele aus seiner Düsseldorfer Praxis zeigte Dr. med. Michael Lorrain, welche Vorteile eine GI-unabhängige dopaminerge Stimulation für die Patienten haben kann. In einer Online-Befragung unter Leitung von Dr. med. Peter Themann, Hetzdorf, äußerten sich Betroffene und Angehörige zur Problematik von GI-Störungen und den Einfluss auf die Lebensqualität.

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Schwerpunkte
 8 Min|

Glutenunverträglichkeit

Eine Glutenunverträglichkeit äußert sich vielfältig. Nach Verzehr von Weizenprodukten werden von den Patienten innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen gastrointestinale sowie extragastrointestinale Beschwerden beschrieben, die sich unter einer glutenfreien Ernährung verbessern. Während der Diagnose einer Zöliakie oder einer Weizenallergie klare Parameter zugrunde liegen, stellt die Nicht-Zöliakie-nicht-Weizenallergie-Glutenunverträglichkeit eine Ausschlussdiagnose dar. Die genaue Ursache für diese Erkrankung ist noch völlig offen.
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Medizin
 4 Min|

Neuerungen in der Therapie von CED mit Adalimumab

Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können mit Adalimumab (Humira®) eine anhaltende Remission über bis zu vier Jahre erzielen. Das zeigen neue Langzeitdaten, die im Rahmen einer Veranstaltung anlässlich der 69. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS) gezeigt wurden. Damit ist Adalimumab der einzige TNF-alpha-Inhibitor zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, der in der Fachinformation Daten zu einer Dauertherapie über bis zu vier Jahre enthält. Studienergebnisse zeigen zudem, dass sich auch die Lebensqualität der Patienten unter der Therapie mit Adalimumab verbessert.

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