Donnerstag, 21. Januar 2021
Navigation öffnen

Medizin

Januar 2021

Online-Hautcheck: Digitalangebot zur besseren Versorgung der Patienten

Da Pandemie und Lockdown Arztbesuche erschweren, bietet die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Versicherten die Möglichkeit, sich bei Hautproblemen digital von einem Facharzt beraten zu lassen. Etwa jeder fünfte der bundesweit rund 360 teilnehmenden Hautärzte hat seinen Sitz in Bayern. „68 Dermatologen im Freistaat nutzen die digitalen Chancen, die sich derzeit bieten, um die Patientenversorgung zu optimieren“, sagt Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern. Stand der Auswertung der teilnehmenden Ärzte ist der 12. Januar 2021.

COVID-19: Studie zur Rolle zytotoxischer T-Zellen

Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersuchen, welche Rolle zytotoxische T-Zellen im Kampf gegen SARS-CoV-2 übernehmen und warum einige von ihnen länger durchhalten als andere. Ihre Erkenntnisse könnten vor allem für die Behandlung und Impfung der Bevölkerung gegen COVID-19 Bedeutung erlangen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben durch ein COVID-19-Sofortprogramm für ein Jahr mit 38.000 €.

Corona-Impfstoffproduktion in Marburger BioNTech-Werk ab Februar

Das Mainzer Unternehmen BioNTech darf in seinem neuen Werk in Marburg den Corona-Impfstoff herstellen; das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe die Produktion des Mittels in der Anlage in der mittelhessischen Stadt genehmigt, teilte die hessische Landesregierung am Freitag in Wiesbaden mit. BioNTech kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann üblicherweise etwa 4 Wochen.

Russland strebt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff Sputnik V an

Russland strebt eine Registrierung seines Corona-Impfstoffes Sputnik V in der Europäischen Union an. Ein entsprechender Antrag sei bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch in Moskau mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Mit einer Prüfung werde im nächsten Monat gerechnet. Bereits von diesem Freitag an will sich Russland die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Sputnik V von der Weltgesundheitsorganisation WHO beurteilen lassen.

Kurzdarmsyndrom im Kindesalter: interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich

Das Kurzdarmsyndrom mit Darmversagen (KDS-DV) ist eine seltene Erkrankung, das gerade bei Kindern eine intensive individuelle Behandlung und Ernährungstherapie sowie eine gute interdisziplinäre Betreuung erfordert. Auf einem Symposium anlässlich der 35. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) e. V. unter dem Vorsitz von Prof. Georg Lamprecht, Rostock, wurde ein Update zur Erkrankung sowie zu den Behandlungsoptionen vorgestellt. Mit Teduglutid (Revestive®) kann bei Kindern ab 1 Jahr mit KDS-DV der Bedarf...

Corona-Mutation aus UK könnte im März vorherrschende Variante in USA werden

Die zuerst in Großbritannien entdeckte und wohl deutlich ansteckendere Corona-Mutation könnte in den Vereinigten Staaten schon bald weiter verbreitet sein als die ursprüngliche Variante. "Der vorausgesagte Entwicklungsverlauf dieser Variante in den USA weist Anfang 2021 ein schnelles Wachstum auf und wird im März zur vorherrschenden Variante", teilte die Gesundheitsbehörde CDC am Freitag mit. Dies könne die medizinische Infrastruktur in den Vereinigten Staaten weiter anspannen und strengere öffentliche Maßnahmen zur Eindämmung von...

Angelman-Syndrom: Erstes Zentrum in Deutschland eröffnet

Die Eröffnung des ersten deutschen Angelman-Zentrums in München (AZM) stellt einen bedeutenden Schritt für die Versorgung der Patienten dar. Im AZM können diese sowohl psychosozial als auch medizinisch gezielt betreut werden. Dies ist beim Angelman-Syndrom (AS), einer seltenen neurogenetischen Entwicklungsstörung, wichtig, da es mit einer geistigen und körperlichen Behinderung einhergeht. Charakteristisches Symptom der Erkrankung ist das häufig unbegründete Lächeln oder Lachen der Betroffenen, das ursprünglich auch namensgebend für die...

Nächtliche Atemfrequenz: Prädiktor für den Erfolg einer ICD-Behandlung

Nächtliche Atemfrequenz: Prädiktor für den Erfolg einer ICD-Behandlung
© Pijitra - stock.adobe.com

Eine Studie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Georg Schmidt, Leiter der Arbeitsgruppe Biosignalverarbeitung am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM), zeigt erstmals auf, dass die nächtliche Atemfrequenz bei einer wichtigen Vorhersage helfen kann: Sie zeigt an, ob ein Defibrillator bei Menschen mit Herzrhythmusstörungen lebensverlängernd wirkt oder nicht. Der plötzliche Herztod als eine der häufigsten Todesursachen in westlichen Industrienationen kann durch die Implantation eines Kardioverter-Defibrillators (ICD)...

Laborärzte: Rate positiver Tests gesunken – "Erstes gutes Zeichen"

Laborärzte: Rate positiver Tests gesunken – "Erstes gutes Zeichen"
© Microgen - stock.adobe.com

Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland ist nach Daten von Laboren in der vergangenen Woche zurückgegangen. Im Vergleich zur Vorwoche sei die sogenannte Positivrate um gut ein Fünftel auf 10,8% gesunken, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag in Berlin mit. Zeitweise hatte die Rate bei mehr als 16% gelegen. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher ist schätzungsweise auch die Dunkelziffer.

COVID-19-Erkrankung umfasst mind. 5 molekulare Phänotypen

COVID-19-Erkrankung umfasst mind. 5 molekulare Phänotypen
© Corona Borealis - stock.adobe.com

Die vom Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung COVID-19 umfasst nach aktuellen Untersuchungen mind. 5 verschiedene Varianten. Diese unterscheiden sich darin, wie das Immunsystem auf die Infektion reagiert. Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universität Bonn präsentieren diese Befunde gemeinsam mit weiteren Fachleuten aus Deutschland, Griechenland und den Niederlanden im Wissenschaftsjournal Genome Medicine. Die Studienergebnisse könnten zu einer effektiveren Behandlung beitragen.

Stillende Mütter: Potenzieller Nutzen der SARS-CoV-2-Impfung bei Risikopersonen überwiegt

Stillende Mütter: Potenzieller Nutzen der SARS-CoV-2-Impfung bei Risikopersonen überwiegt
© sharryfoto - stock.adobe.com

Wenngleich eine grundsätzliche Routineimpfung aller Stillenden derzeit nicht empfohlen wird, überwiegt bei Stillenden mit erhöhtem COVID-19-Risiko der potenzielle Nutzen die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Darauf verweisen die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin e. V. (DGPM) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) in Zusammenarbeit mit der Nationalen Stillkommission (NSK). Nach bisherigem Kenntnisstand ist mit der Verabreichung von Nicht-Lebendimpfstoffen während der Stillzeit kein erhöhtes Risiko...

Ixekizumab: Therapieoption für Erwachsene mit aktiver axialer Spondyloarthritis

Seit Juni 2020 steht mit Ixekizumab (Taltz®) eine weitere Therapieoption für Erwachsene mit einer aktiven axialen Spondyloarthritis (axSpA) sowohl im nicht-röntgenologischen als auch röntgenologischen Krankheitsstadium zur Verfügung. Der Wirkstoff ist angezeigt bei erwachsenen Patienten mit aktiver röntgenologischer axialer Spondyloarthritis, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben, sowie bei erwachsenen Patienten mit aktiver nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis mit objektiven Anzeichen einer...

Reoxygenierungsschaden nach HI: Schützender Effekt von Roxadustat in einem Herzmuskelmodell gezeigt

Um den Schaden für das Herz durch einen Herzinfarkt einzugrenzen, ist es besonders wichtig, die Herzdurchblutung zeitnah wieder herzustellen. Allerdings kann die Reperfusion die Zellen des Herzmuskels zusätzlich schädigen, wenn die Sauerstoffversorgung im Gewebe schlagartig ansteigt. Die Folge ist ein Reoxygenierungsschaden. Herzforscher*innen der Universitätsmedizin Göttingen haben den Effekt von Roxadustat in einem Herzmuskelmodell getestet und einen Weg entdeckt, mit dem sich die unerwünschte Schädigung der Herzzellen nach einer Wiederherstellung des Blutflusses vermindern...

Gerinnungshemmer kein Hindernis für Covid-19-Impfung: Schutzwirkung überwiegt Blutungsrisiko

Gerinnungshemmer kein Hindernis für Covid-19-Impfung: Schutzwirkung überwiegt Blutungsrisiko
© Davizro Photography - stock.adobe.com

Mehrere hunderttausend Patienten in Deutschland werden aufgrund einer Herzerkrankung wie Vorhofflimmern oder als Träger von künstlichen mechanischen Herzklappen mit Antikoagulanzien behandelt, um sie vor Embolien, Schlaganfällen und Klappenthrombosen zu schützen. Gerinnungshemmer senken das Embolierisiko, erhöhen aber zugleich die Gefahr von Blutungen. "Dennoch sollten sich Herzpatienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, unbedingt gegen Covid-19 impfen lassen. Die Schutzwirkung der Corona-Impfung gegen die lebensbedrohlichen Folgeschäden oder gar den Tod...

Zurück
  ...  
EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Russland strebt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff Sputnik V an
  • Russland strebt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff Sputnik V an