News
Medizin
Ursache chronisch-entzündlicher Darmerkrankung bei Kindern entdeckt
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nehmen weltweit zu. Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die zugrundeliegenden Ursachen der Erkrankung vielfach noch unzureichend verstanden. Ein internationales Forschungsteam hat eine bislang unbekannte genetische Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen identifiziert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik
Bundestag debattiert über Organspende-Regeln
Der Bundestag hat über neue Wege für mehr dringend benötigte Organspenden debattiert. Abgeordnete einer fraktionsübergreifenden Gruppe warben für die Einführung einer Widerspruchsregelung. Erwachsene würden damit automatisch als Spender nach dem Tod gelten, außer sie haben vorher aktiv widersprochen. Bisher ist für Organ-Entnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig.
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Medizin
Warum manche Plaques in der Halsschlagader gefährlich werden
Plaques in der Halsschlagader gehören zu den häufigsten Ursachen für Schlaganfälle. Besonders gefährlich sind dabei nicht unbedingt die größten Plaques, die Gefäße einengen, sondern solche, die leicht aufreißen. Sie können auch dann einen Schlaganfall auslösen, wenn die Gefäßverengung zuvor nicht besonders auffällig war. Für die Betroffenen kommt ein solches Ereignis oft völlig unerwartet. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Technischen Universität München (TUM) und des TUM Klinikums hat nun erstmals die räumliche Verteilung von Proteinen in verschiedenen Bereichen solcher Plaques untersucht. Die Ergebnisse zeigen, warum manche Plaques instabil werden und leichter aufbrechen können. Gleichzeitig identifizierten die Forschenden mit PCSK9 einen bekannten Regulator des Fettstoffwechsels als möglichen lokalen Marker für besonders gefährliche Plaques.
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Gesundheitspolitik
Studie: Ab 2027 könnten viel mehr Kliniken Verlust machen
Krankenhäuser stehen einer Studie zufolge in den kommenden Jahren deutlich unter Druck. Bis zum Jahr 2030 könnten rund 70% der Kliniken Jahresverluste verzeichnen, es sei denn, es gelinge ihnen, ihre Betriebskosten zu senken. Das ist das Ergebnis des „Krankenhaus Rating Report" vom RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute für Healthcare Business GmbH.
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Medizin
ECO 2026
Adipositastherapie in der Menopause
Neue Studiendaten, präsentiert beim European Congress on Obesity (ECO 2026), haben die Effekte von Semaglutid speziell bei Frauen mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung oder Adipositas beleuchtet. Die Auswertungen deuten darauf hin, dass die Therapie bei Frauen in verschiedenen Phasen der Menopause mit einer deutlichen Gewichtsabnahme sowie mit einem geringeren Risiko für Migräne, Depressionen und kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert sein kann.
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Gesundheitspolitik
Kassenchef schlägt Kapitalstock für Pflegeversicherung vor
Der Krankenkassenmanager Andreas Storm setzt sich dafür ein, auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung einen zusätzlichen Kapitalstock zu bilden – so wie es jetzt in der Rentenversicherung geplant ist.
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Gesundheitspolitik
Kassen fordern Bedenkzeit bei Selbstzahlerleistungen
Die gesetzlichen Krankenkassen fordern eine Stärkung der Patientenrechte bei häufig angebotenen Selbstzahlerleistungen in Arztpraxen. Nötig seien hinreichende Aufklärung und auch eine Bedenkzeit, sagte das Vorstandsmitglied des Kassen-Spitzenverbands, Martin Krasney, im brandenburgischen Kremmen. Patient:innen sollten zunächst nach Hause gehen und sich informieren können, ehe sie sich entscheiden.
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Medizin
Ultraschalltherapie kann Tremor ohne OP lindern
Ein Glas Wasser zum Mund führen, eine Nachricht auf dem Smartphone schreiben oder die eigene Unterschrift leisten: Was für die meisten Menschen selbstverständlich ist, wird für Menschen mit starkem Tremor oft zur täglichen Herausforderung. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, dass Ultraschall heute nicht nur zur Diagnostik eingesetzt wird, sondern auch zur Behandlung neurologischer Erkrankungen. Mit dem MR-gesteuerten fokussierten Ultraschall (MRgFUS) steht ausgewählten Patient:innen mit schwerem Tremor eine moderne Therapieoption zur Verfügung, die ohne Hautschnitt und ohne Implantate auskommt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. hin.
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Bioökonomie
Biopolymere für Knochendefekte
Biokompatibilität, Resorbierbarkeit und Kombinierbarkeit mit Additiven bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für Biopolymere in der Medizin. Insbesondere Polymilchsäure (PLA) findet durch 3D-Druck in Bioglas-Komposit-Scaffolds ihren Weg in die Branche. Die Reparatur von Knochendefekten gilt als Paradeanwendung.
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Medizin
EU-Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir erweitert Therapieoptionen bei akuter Hepatitis C
Glecaprevir/Pibrentasvir erhält durch die Europäische Kommission die Zulassung zur Behandlung der akuten Hepatitis-C-Virusinfektion. Zugelassen ist die Therapie bei Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren. Mit dieser Indikationserweiterung ist Glecaprevir/Pibrentasvir die einzige in der Europäischen Union zugelassene Therapie zur Behandlung sowohl der akuten als auch der chronischen HCV-Infektion.
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Medizin
Wie RSV die Immunabwehr in Atemwegszellen schwächt
Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen, insbesondere bei Neugeborenen und bei älteren Menschen. Wie es das Virus schafft, der Immunabwehr zu entkommen und welche Veränderungen es in den infizierten Zellen auslöst, war bisher noch nicht vollständig entschlüsselt. Forschende vom TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, konnten jetzt gemeinsam mit interdisziplinären Kolleginnen und Kollegen aus Würzburg, Regensburg, Braunschweig und Hannover zeigen, wie das Virus in das genetische Programm der Atemwegszellen eingreift, die Immunabwehr hemmt und die Zellfunktion stört. Diese Ergebnisse veröffentlichen sie im Journal Science Advances.
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Medizin
S3-Leitlinie zur Versorgung von Patient:innen mit Psychose und Sucht
Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Menschen mit Psychosen und einer zusätzlichen Suchterkrankung deutlich verbessern. Die Leitlinie „Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung“ wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) herausgegeben. Sie gibt evidenzbasierte Empfehlungen für die Behandlung dieser besonders belasteten Patient:innengruppe.
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Medizin
Malaria-Einzeldosistherapie vor panafrikanischer klinischer Studie
Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine vielversprechende Malariatherapie entwickelt, die mit nur einer einzelnen Dosis auskommt. Sie könnte dazu beitragen, der zunehmenden Resistenz gegen bestehende Medikamente entgegenzuwirken und die Behandlung deutlich zu vereinfachen. Die Vier-Medikamenten-Kombination mit der Bezeichnung SPAP wird derzeit für groß angelegte klinische Studien in mehreren afrikanischen Ländern vorbereitet [1]. Das DZIF-Projekt wird unter anderem von Prof. Ghyslain Mombo-Ngoma geleitet, der für seine Beiträge zur globalen Gesundheitsforschung in die TIME100 Health 2026 aufgenommen wurde.
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Gesundheitspolitik
Patientenbeauftragter wirbt bei Organspende für Widerspruchslösung
Der Bundestag wird bald diskutieren, ob jede:r automatisch als Organspender:in gelten soll, der oder die nicht widerspricht. Der Patientenbeauftragte Schwartze hat eine klare Position dazu.
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Medizin
20 Prozent der Deutschen fühlen sich stark gestresst
Jeder fünfte Mensch in Deutschland fühlt sich besonders gestresst. Das gelte vor allem für Frauen, Personen von 18 bis 64 Jahren und Menschen mit geringem Bildungsabschluss, wie aus einer Auswertung des Robert Koch-Instituts hervorgeht [1]. Datengrundlage war das Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 des Robert Koch-Instituts. Für die aktuelle Untersuchung wurden Antworten von 27.102 Teilnehmer:innen im Alter von 18 bis 99 Jahren genutzt.
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Medizin
Umgang mit Medikamenten: Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten
Die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente gehört für viele ältere Menschen zum Alltag. Eine aktuelle Untersuchung aus der hausärztlichen Versorgung zeigt jedoch, dass die selbstständige Anwendung dieser Arzneimittel häufig mit Herausforderungen verbunden ist. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen haben gemeinsam mit Kolleg:innen des Universitätsklinikums Düsseldorf die Ergebnisse der Studie kürzlich in Frontiers of Public Health veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik
Logopäden-Mangel führt zu monatelangen Wartezeiten
Wer in Deutschland eine logopädische Behandlung benötigt, muss mancherorts monatelang auf einen Therapieplatz warten oder wird von Praxen erst gar nicht aufgenommen. Grund dafür seien fehlende Logopädinnen und Logopäden, sagte die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, Dagmar Karrasch, der Deutschen Presse-Agentur. Um die Versorgung langfristig zu sichern, seien unter anderem politische Reformen nötig. Der Berufs- und Fachverband kommt heute (Freitag) zu einem zweitägigen Kongress in Weimar zusammen.
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Gesundheitspolitik
Krankenhausverband warnt vor Pleitewelle durch Sparpaket
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor einer Pleitewelle und einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Branche wegen der Sparpläne der schwarz-roten Regierung. „Kommen die Einsparungen wie geplant, verlieren wir 2027 insgesamt 8% unserer Erlöse", sagte Verbandschef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
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Medizin
KONKRET-Preis 2026: 4 Projekte für innovative Gesundheitsversorgung ausgezeichnet
Der KONKRET-Preis für innovative Gesundheitsversorgung ist kürzlich zum 6. Mal verliehen worden. Bei der Veranstaltung im Juni 2026 in Frankfurt am Main wurden 4 Projekte von Start-ups, Vereinen und Versorgungsnetzwerken ausgezeichnet, die „für die Zukünfte der Gesundheit stehen“. Das Motto: Gesundheit Richtung Zukunft weiterdenken.
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Medizin
Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können
Menschen mit Adipositas und Typ-zwei-Diabetes haben ein hohes Risiko für Gefäßschäden. Dies hängt nicht nur von den Genen einer Person ab, sondern auch, wie diese „gelesen„ werden. Ein von der Universität Zürich geleitetes Forschungsteam veränderte nun in Mäusen und menschlichem Gewebe die epigenetischen „Lesesignale“ in der dünnen Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt. Resultat: weniger Entzündungen und bessere Gefäßgesundheit.
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