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Top-News
Mesalazin: Therapie der ersten Wahl bei milder bis moderater Colitis ulcerosa (CU)
Bei milder bis moderater CU ist Mesalazin (5-Aminosalicylsäure, 5-ASA) leitliniengerecht die erste Wahl.1 Das Therapieziel bei der CU ist heute allerdings nicht allein die klinische Remission, sondern auch eine endoskopische sowie histologische Remission, die mit einer günstigeren Langzeitprognose assoziiert sind.1 Mit oralem Mesalazin-Granulat können diese kombinierten Ziele – eine Disease Clearance – erreicht werden.2,3
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Medizin
Organspende nach Herzstillstand: Studie sieht zusätzliches Potenzial für Deutschland
Derzeit ist die Organspende nach dem sogenannten irreversiblen Hirnfunktionsausfall die einzige rechtlich zulässige Form der Spende. Die Einführung der Organspende auch nach Herz-Kreislaufstillstand könnte Wartezeiten verkürzen und Transplantationszahlen steigern. Das zeigen Simulationen auf Basis europäischer Daten.
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Borreliose
Gibt es bald einen Impfschutz gegen Lyme-Borreliose?
Die klimabedingte Ausbreitung der Zeckenaktivität steigt und mit ihr das Risiko für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose. Gegen FSME kann geimpft werden, gegen die Lyme-Borreliose nicht – noch nicht. Angesichts der Ergebnisse einer Phase-III-Studie steht ein aussichtsreicher Impfstoffkandidat in den Startlöchern.
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Medizin
Vedolizumab bei pädiatrischer Colitis ulcerosa: KEPLER-Studie zeigt Wirksamkeit von Vedolizumab
Die zulassungsrelevante globale Phase-III-Studie KEPLER bestätigte die Wirksamkeit des intravenös verabreichten Integrin-Antikörpers Vedolizumab bei pädiatrischen Patient:innen mit Colitis ulcerosa (CU) im Alter von 2 bis 17 Jahren, die entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα)-Antagonisten unzureichend angesprochen hatten. Fast die Hälfte der Patient:innen erreichte den primären Endpunkt der klinischen Remission in Woche 54. Diese Ergebnisse wurden auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
Warken: Bis Mitte Mai Vorschläge für Pflegereform
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will im Frühjahr Pläne für die angekündigte finanzielle Absicherung der Pflege vorlegen. „Alleine im kommenden Jahr fehlen der Pflegeversicherung sechs Milliarden Euro“, sagte die CDU-Politikerin. Sie arbeite an einer Reform zur nachhaltigen Sicherung der Versorgung und werde „bis spätestens Mitte Mai“ einen Vorschlag vorlegen, der die Stabilisierung der Finanzlage mit nötigen Strukturreformen verbinde. „Dabei werden wir Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht alleine lassen.“
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Medizin
Oberschenkelbruch im Alter: Neue S3-Leitlinie verbindet OP und Begleiterkrankungen
Die Behandlung von älteren Menschen mit einem hüftgelenknahen Oberschenkelbruch wird weiter verbessert. Grundlage dafür ist die neue S3-Leitlinie „Pertrochantäre Oberschenkelfrakturen“. Sie soll zu einem besseren Ergebnis führen, indem sie Begleiterkrankungen der Betroffenen in das Behandlungskonzept einbezieht und nicht nur die rein chirurgische Versorgung des Knochenbruchs durch eine OP betrachtet. „Da Altersfrakturen zunehmen, erkennen wir heute deutlicher die Bedeutung der Mitbehandlung von Begleiterkrankungen. Dieses Wissen wurde in die neue Leitlinie aufgenommen“, sagt Prof. Dr. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
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Medizin
Haben die Beta-Amyloid-Antikörper gegen Alzheimer tatsächlich keinen Nutzen?
Die Ergebnisse der aktuellen Cochrane-Analyse sind ernüchternd: Demnach haben die Beta-Amyloid-Antikörper keinen bedeutsamen klinischen Effekt. Allerdings untersuchten nur 2 der 17 in der Metaanalyse bewerteten Studien die zugelassenen Antikörper Lecanemab und Donanemab. Die anderen 15 Studien betrafen Antikörper, deren Weiterentwicklung aufgrund mangelnder Wirksamkeit bereits eingestellt wurde. Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) mahnen davor, aufgrund der Metaanalyse dem Therapieprinzip jegliche Wirksamkeit abzusprechen. Randomisierte Studien zu den bereits zugelassenen Amyloid-Antikörpern hatten einen Effekt gezeigt – wenn auch nicht den erhofften Durchbruch gegen Alzheimer.
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Gesundheitspolitik
In Pandemie zu wenig auf junge Menschen geschaut
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat Fehler im Umgang mit jungen Menschen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie eingeräumt. „Viel zu oft wurden Kinder und Jugendliche übersehen“, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. „Wir haben damals sehr stark auf die älteren Menschen, die vulnerablen Gruppen geschaut.“
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Gesundheitspolitik
Mehrheit gegen höhere Lasten für Kassenpatient:innen
Eine große Mehrheit der Deutschen lehnt es ab, Kassenpatient:innen künftig stärker zur Kasse zu bitten. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL finden es nur 23% richtig, wenn gesetzlich Versicherte für Gesundheitskosten mehr selbst zahlen sollen, 75% sind dagegen.
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Ernährung und Lebensstil
Stille Entzündungen machen uns krank im Alter
Entzündliche Prozesse stünden in einem direkten Zusammenhang mit verschiedenen Alterskrankheiten, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf der Pressekonferenz des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Mit einer angepassten Ernährung könnten Patient:innen hier gegensteuern.
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Medizin
Neue Leitlinie: Fieber bei Kindern richtig behandeln
Die S3-Leitlinie zum Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen der Uni Witten/Herdecke wurde im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht und bringt damit neue Empfehlungen zum Umgang mit Fieber in die breite medizinische Praxis.
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Orphan Diseases
GPN 2026
Ravulizumab effektiv bei Kindern mit atypischem Hämolytisch-urämischem Syndrom
Patient:innen mit der sehr seltenen Erkrankung atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS) profitieren von intravenösen Infusionen mit einem C5-Komplement-Inhibitor. Während dies bei Eculizumab alle zwei Wochen erforderlich ist, muss das seit einigen Jahren verfügbare Ravulizumab dank seiner längeren Halbwertzeit nur noch alle acht Wochen infundiert werden, bei Kindern ≥ 10 bis < 20 kg Körpergewicht alle vier Wochen.
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Gesundheitspolitik
Noch Änderungen an Gesundheitsreform möglich
Wenige Tage vor Beschlussfassung im Kabinett deuten sich noch Änderungen an den Plänen für eine Gesundheitsreform an. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zeigten sich offen bei zentralen Punkten wie bei Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartner:innen oder bei einer Entlastung der Krankenversicherungen von den Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger:innen.
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Gesundheitspolitik
Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze?
Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stoßen auf ein geteiltes Echo. Diskutiert wird unter anderem die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, die laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zu massiven Mehrbelastungen für Millionen Versicherte und Unternehmen führen könnte.
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Medizin
Heilungsergebnisse bei multiresistenter Tuberkulose besser als erwartet
Eine neue nationale Kohortenstudie aus Lettland in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen der klinischen Tuberkulose-Infrastruktur (ClinTB) am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), liefert wichtige Erkenntnisse zur Behandlung multiresistenter Tuberkulose (MDR-TB). Die Untersuchung zeigt, dass langfristige krankheitsfreie Überlebensraten deutlich höher sind, als bisherige Standardkennzahlen vermuten lassen. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift The Lancet Regional Health Europe publiziert wurden, basieren auf der Analyse von Daten von 1.299 erwachsenen Patient:innen, die zwischen 2005 und 2021 behandelt wurden [1].
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Medizin
Neue Leitlinie zu kreisrundem Haarausfall soll Versorgung verbessern
Die neue Leitlinie zum kreisrunden Haarausfall gibt Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie nach Altersgruppen und Schweregrad, um die bislang sehr heterogene und für die betroffenen Patient:innen nicht zufriedenstellende Versorgung zu verbessern. Die unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) entstandene Leitlinie konzentriert sich auf die diagnostisch relevanten Untersuchungen und auf therapeutische Empfehlungen (topische und systemische Wirkstoffe). Besonders in den Blick genommen werden die psychosozialen Auswirkungen der Erkrankung. Aufgabe der Ärztin/des Arztes ist es, von Behandlungsbeginn an neben den klaren diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen die Betroffenen über psychologische Unterstützungsmöglichkeiten, Selbsthilfegruppen und kosmetische Angebote zu informieren.
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Gesundheitspolitik
SPD und CSU wollen Änderungen bei Gesundheitsreform
Nach Vorstellung der Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) melden die Koalitionspartner SPD und CSU noch größeren Änderungsbedarf an. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte in Berlin, es gebe momentan „eine gewisse Schlagseite“ zu einer einseitigen Belastung der Versicherten. Noch auf den Tisch kommen könnte die Frage einer stärkeren Steuerfinanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger:innen. Patientenvertreter, Krankenkassen und Opposition warnten vor zu vielen Lasten für Versicherte.
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Bioökonomie
Innovatives Recycling lässt die Medizin und Pharma aufhorchen
Neben der Verwendung von nachhaltigen Materialien sind Materialreduktion und Recycling wichtige Anker auf dem Weg der Kreislaufwirtschaft. Inzwischen stehen eine ganze Reihe an Ansätzen zum Umbau von Kunststoffabfällen in neue Grundstoffe bis hin zu Arzneimitteln in der Entwicklung. Trotz aller Hürden ist auch in der Gesundheitsbranche ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und Weiterverwertung angestoßen worden.
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Gesundheitspolitik
Mehr als 100 Millionen Dokumente in E-Patientenakten
Die Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) zieht weiter an. Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung wurden mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde und Diagnosen eingestellt, wie aus Daten der mehrheitlich bundeseigenen Digitalagentur Gematik hervorgeht. Digital gespeicherte Listen mit verschriebenen Medikamenten werden demnach im Schnitt 21 Millionen Mal pro Woche aus E-Akten von Patient:innen abgerufen.
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Medizin
Zum Welttag der Hämophilie
Acht Jahre bis zur Diagnose: Blutungsstörungen bei Frauen oft spät erkannt
Starke Regelblutungen, häufiges Nasenbluten oder unerklärliche blaue Flecken: Für viele Frauen und Mädchen gehören solche Symptome zum Alltag. Ursache kann eine Hämophilie sein. Diese seltene, jedoch unbehandelt risikoreiche erbliche Blutungsstörung wird bei weiblichen Betroffenen häufig erst bis zu 8 Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) anlässlich des Welttags der Hämophilie am 17. April hin. Das diesjährige Motto lautet: „Diagnosis: First step to care“.
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Medizin
T-Helferzellen schalten bei Dauerstress auf Selbstschutz
T-Helferzellen, auch als CD4⁺ T-Zellen bezeichnet, steuern zentrale Abläufe unseres Immunsystems. Sie erkennen Hinweise auf Krankheitserreger und geben Signale an andere Abwehrzellen weiter. So helfen sie B-Zellen bei der Bildung von Antikörpern und unterstützen T-Killerzellen bei der Bekämpfung infizierter Zellen. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben nun untersucht, wie sich diese Immunzellen unter Dauerbelastung bei chronischen Infektionen verändern. Am Beispiel der chronischen Hepatitis-C-Infektion zeigte das Team, dass T-Helferzellen ihr Programm umstellen: Sie steuern die Abwehr weniger kraftvoll und sichern dafür ihr eigenes Überleben. Das hilft, den Verlauf chronischer Infektionen besser zu verstehen, und eröffnet Ansatzpunkte für neue Therapien. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Immunity veröffentlicht [1].
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