News
Gesundheitspolitik
Warken: Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt
Vor dem Beschluss der Gesundheitsreform durch das Kabinett hat Ministerin Nina Warken die Notwendigkeit der angestrebten Milliarden-Einsparungen bekräftigt. „Die Botschaft muss doch sein, dass wir seit Jahren über unsere Verhältnisse gelebt haben in der gesetzlichen Krankenversicherung“, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. „Und damit ist jetzt Schluss.“ Die Reform werde dafür sorgen, dass die Beiträge nicht immer weiter steigen, „und das entlastet dann alle“.
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E-Health
DMEA 2026
Zwischen Hype und Alltag: Wie viel KI ist schon Realität?
Künstliche Intelligenz verspricht schnellere Diagnosen, bessere Behandlungen und Zeitgewinn. Eine Diskussion auf der DMEA in Berlin zeigte: Im klinischen Alltag hapert es noch an vielen Stellen. Während KI in der Radiologie bereits fest implementiert ist, sucht sie in der Pflege noch ihren Platz. Kleinteiligkeit und fehlende Schnittstellen verhindern, dass Daten fließen können. Klinikverantwortliche stehen aufgrund der hohen Dynamik vor die Entscheidung, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt einzukaufen.
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Medizin
Remibrutinib erhält Zulassung als erste orale zielgerichtete Therapie bei chronischer spontaner Urtikaria
Die Europäische Kommission hat Remibrutinib die Zulassung zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria (csU) bei erwachsenen Patient:innen, die auf eine Behandlung mit H₁-Antihistaminika unzureichend ansprechen, erteilt. Remibrutinib ist die erste orale zielgerichtete Therapie für die Behandlung der csU mit einem neuen Behandlungsansatz: Es wird als Tablette zweimal täglich eingenommen [1].
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COPD
DGIM 2026
Kortikosteroide bei COPD: Segen oder Fluch?
Patient:innen mit COPD können in bestimmten Situationen Kortikosteroide erhalten. Aber was bringt das wirklich – und schadet es möglicherweise mehr, als das es nutzt? Zwei Expert:innen diskutierten das auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
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Gesundheitspolitik
Pflegebevollmächtigte Staffler: Pflegesystem für viele „schlicht nicht praktikabel"
Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Viele werden zu Hause von Angehörigen versorgt. Doch die wissen oft nicht, welche Leistungen ihnen zustehen. Das soll sich ändern.
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E-Health
DCK 2026
Operieren uns bald Maschinen?
Künstliche Intelligenz (KI) erobert nach und nach die Medizin. Auch in die Chirurgie und Operationssäle hält sie Einzug – vom OP-Roboter über Bildanalyse bis hin zur personalisierten Therapieplanung und Qualitätskontrolle. Bereits jetzt eröffnen KI-Systeme viele neue Optionen in der chirurgischen Versorgung. Die Behandler:innen können sie indessen nicht ersetzen.
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RSV
DGIM 2026
Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV): Impfraten dringend steigern
Infektionen der unteren Atemwege gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen [1]. Das RS-Virus trägt einen Anteil daran. Lange galt RSV als typische Säuglingserkrankung. Aktuelle Daten zeigen jedoch: Auch ältere Erwachsene sind gefährdet, schwere Verläufe zu entwickeln [2]. Für Hausarztpraxen gewinnt das Thema damit deutlich an Relevanz.
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Gesundheitspolitik
Hat die Zuckersteuer jetzt eine Chance?
Eine Steuer von einigen Cent auf stark gezuckerte Limonaden und Colas? Dafür werben Medizinexpert:innen und Verbraucherschützer:innen schon seit Jahren, um Anreize für eine gesündere Ernährung zu setzen - und ebenso lange wehrt die Branche Rufe danach vehement ab. Gibt es jetzt aber vielleicht ein Momentum, dass sich in Sachen Zuckersteuer doch etwas tut? Für geplante Einsparungen bei den Gesundheitsausgaben liegt ein Vorschlag dazu auf dem Tisch und daneben eine Initiative im Bundesrat. Die Befürworter machen Druck.
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Gesundheitspolitik
GKV-Chef hält Beitragssenkungen für möglich
Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung stellt Beitragssenkungen in Aussicht, sollten die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) durchkommen. „Das Gesetz von Frau Warken hat das Potenzial, die Beiträge zu stabilisieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Oliver Blatt, dem Nachrichtenportal „t-online“. "Wenn ihr Entwurf eins zu eins umgesetzt wird, könnten die Beiträge im Schnitt über alle Kassen hinweg - man traut sich das ja kaum auszusprechen - sogar sinken, fügte Blatt hinzu. Wie groß die Senkung ausfallen könnte, lässt sich Blatt zufolge nicht pauschal sagen. Es wäre sicher auch nicht bei jeder Kasse gleich. Viele Krankenkassen müssten nun ihre verbrauchten Rücklagen erst einmal wieder aufbauen.
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Medizin
DMEA 2026
Gesundheitskompetenz: Chancen und Grenzen von DiGA
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland weist eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Dies wirkt sich nicht nur auf die individuelle Gesundheit aus, sondern belastet das gesamte System. Patient:innen finden sich nicht zurecht, nehmen ungerechtfertigt Notfallkapazitäten in Anspruch oder bringen die notwendige Therapieadhärenz nicht auf. Welchen Beitrag digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) leisten können, war Gegenstand einer Diskussion auf der diesjährigen DMEA.
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Medizin
DMEA 2026
ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
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Gesundheitspolitik
Landgericht urteilt zu Cannabis-Therapie bei chronischen Schmerzen
Bei chronischen Schmerzen können Ärzt:innen im Einzelfall Cannabis verordnen. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Krankenversicherung - ob gesetzlich oder privat - die Kosten dafür. Etwa, wenn herkömmliche Schmerztherapien nicht wirken. Dann muss eine private Krankenversicherung die Kosten für eine Behandlung mit Cannabis-Präparaten übernehmen, wie das Landgericht Hamburg entschieden hat.
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Medizin
Geneditierung hilft bei β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit
Die Geneditierungstherapie mit patienteneigenen Stammzellen ist eine neue Behandlungsoption für Menschen mit β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit. Neue Daten belegen die Wirksamkeit anhand hoher Raten an Transfusionsunabhängigkeit und Freiheit von vaso-okklusiven Ereignissen.
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Gesundheitspolitik
Hausärzt:innen sehen Sparpläne als „Zerstörungsprogramm"
Knapp 20 Milliarden Euro will Gesundheitsministerin Warken bei der gesetzlichen Krankenversicherung einsparen. Der Hausärzteverband sieht durch die Pläne ein anderes Reformprojekt in Gefahr.
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Gesundheitspolitik
Mehr Navigation für Patient:innen in dringenden Fällen
Patient:innen mit dringenden Anliegen sollen künftig gezielter zu passenden Behandlungsangeboten kommen, statt in überfüllte Notaufnahmen der Krankenhäuser zu gehen. Das sehen Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor, die das Bundeskabinett auf den Weg gebracht hat. Kernpunkt soll eine stärkere Steuerung über neue zentrale Anlaufstellen in vielen Kliniken und bundesweit per Telefon sein - vor allem nachts und an Wochenenden, wenn normale Praxen geschlossen sind.
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Asthma
DGIM 2026
Asthma & COPD: Exazerbation durch frühzeitige Triple-Therapie vermeiden
Die aktuellen GOLD-Empfehlungen und die neuen GINA-Updates setzen klare Signale: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma müssen früher, konsequenter und individueller behandelt werden [1, 2]. Zeitige Kombinationstherapien, insbesondere die Triple-Therapie (LAMA/LABA/ICS), verbessern die Symptomkontrolle, verhindern Exazerbationen und stabilisieren die Erkrankung langfristig.
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Medizin
Organspende nach Herzstillstand: Studie sieht zusätzliches Potenzial für Deutschland
Derzeit ist die Organspende nach dem sogenannten irreversiblen Hirnfunktionsausfall die einzige rechtlich zulässige Form der Spende. Die Einführung der Organspende auch nach Herz-Kreislaufstillstand könnte Wartezeiten verkürzen und Transplantationszahlen steigern. Das zeigen Simulationen auf Basis europäischer Daten.
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Medizin
Mesalazin: Therapie der ersten Wahl bei milder bis moderater Colitis ulcerosa (CU)
Bei milder bis moderater CU ist Mesalazin (5-Aminosalicylsäure, 5-ASA) leitliniengerecht die erste Wahl.1 Das Therapieziel bei der CU ist heute allerdings nicht allein die klinische Remission, sondern auch eine endoskopische sowie histologische Remission, die mit einer günstigeren Langzeitprognose assoziiert sind.1 Mit oralem Mesalazin-Granulat können diese kombinierten Ziele – eine Disease Clearance – erreicht werden.2,3
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Borreliose
Gibt es bald einen Impfschutz gegen Lyme-Borreliose?
Die klimabedingte Ausbreitung der Zeckenaktivität steigt und mit ihr das Risiko für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Lyme-Borreliose. Gegen FSME kann geimpft werden, gegen die Lyme-Borreliose nicht – noch nicht. Angesichts der Ergebnisse einer Phase-III-Studie steht ein aussichtsreicher Impfstoffkandidat in den Startlöchern.
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Medizin
Vedolizumab bei pädiatrischer Colitis ulcerosa: KEPLER-Studie zeigt Wirksamkeit von Vedolizumab
Die zulassungsrelevante globale Phase-III-Studie KEPLER bestätigte die Wirksamkeit des intravenös verabreichten Integrin-Antikörpers Vedolizumab bei pädiatrischen Patient:innen mit Colitis ulcerosa (CU) im Alter von 2 bis 17 Jahren, die entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα)-Antagonisten unzureichend angesprochen hatten. Fast die Hälfte der Patient:innen erreichte den primären Endpunkt der klinischen Remission in Woche 54. Diese Ergebnisse wurden auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) vorgestellt.
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