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Medizin

Oktober 2019

Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse für Dapagliflozin auch bei Diabetes-Patienten

Herzinsuffizienz: Positive Studienergebnisse für Dapagliflozin auch bei Diabetes-Patienten

Zur Verringerung des Risikos für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen werden in der Therapie des Typ 2 Diabetes aktuell Antidiabetika mit günstigen kardio-renalen Effekten vorrangig empfohlen (1). Für Dapagliflozin (Forxiga®) belegte die kardiovaskuläre Outcome-Studie DECLARE-TIMI 58 eine Verringerung kardiovaskulärer und renaler Endpunkte bei Patienten mit Typ 2 Diabetes (2, 3). Nun belegte die Endpunkt-Studie DAPA-HF erstmals auch die Wirksamkeit des SGLT-2 Hemmers bei Patienten mit Herzinsuffizienz – sowohl mit als auch ohne Typ 2 Diabetes...

Angehörige von Diabetes-Patienten: Schulung wird evaluiert

Angehörige von Diabetes-Patienten: Schulung wird evaluiert
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Das vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) entwickelte Angehörigen-Programm „DiaLife“ wird derzeit wissenschaftlich evaluiert. Es soll künftig zum festen Bestandteil einer strukturierten Versorgung der Menschen mit Diabetes Typ 1 oder 2 werden. Dazu muss wissenschaftlich fundiert der Nachweis erbracht werden, welche Bedeutung die Angehörigen-Schulung für eine erfolgreiche Therapie der Patienten hat. Das jetzt erschienene Studienprotokoll gibt Einblicke in die Methode.

Fluorid: Einfluss auf Schwangerschaft, Leber und Nieren?

Fluorid: Einfluss auf Schwangerschaft, Leber und Nieren?
© unlimit3d - stock.adobe.com

Eine aktuelle Studie (1) der York Universität in Toronto hat die Auswirkungen der systemischen Fluoridaufnahme in der Schwangerschaft untersucht. Sie ergab, dass diese zu einem geringeren IQ des Nachwuchses führt. Eine weitere aktuelle Studie (2) aus den USA bringt die systemische Aufnahme von Fluoriden mit einer Einschränkung der Leber- und Nierenfunktion bei amerikanischen Jugendlichen in Verbindung. Die Experten der Informationsstelle für Kariesprophylaxe (Ifk) klären auf, welche Bedeutung diese Ergebnisse für Deutschland haben.

Hashimoto Thyreoiditis: Symptomfreiheit durch individualisierte Therapie

Hashimoto Thyreoiditis: Symptomfreiheit durch individualisierte Therapie
© ugreen / Fotolia.com

Die Hashimoto Thyreoiditis ist die häufigste Ursache für eine Unterfunktion der Schilddrüse in Deutschland. Sie zählt zu den Autoimmunerkrankungen und gilt als nicht heilbar. „Mit einer geeigneten und individuellen Therapie ist es für die meisten Patienten aber möglich, symptomfrei zu leben. Dafür müssen Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen eng zusammenarbeiten“, fordert PD Dr. med. Joachim Feldkamp, Endokrinologe und Tagungspräsident des 24. Henning Symposiums zum Thema „Autoimmunität und Schilddrüse“....

Schaufensterkrankheit: Bei ersten Warnzeichen zur Ultraschall-Untersuchung

Durchblutungsstörungen in den Beinen werden oft unterschätzt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) anlässlich ihrer 35. Jahrestagung hin. Die Patienten haben ein 4-6x erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Welche Warnzeichen zu beachten sind, wohin sich Patienten bei Verdacht wenden sollten und wie der Verlust von Zehen oder Bein abgewendet werden kann, erläutern Experten der DGG.

Herzmuskelhypertrophie: Neuer Regulationsmechanismus offenbart mögliche therapeutische Ansatzpunkte

Herzmuskelhypertrophie: Neuer Regulationsmechanismus offenbart mögliche therapeutische Ansatzpunkte
©Dr. Andrea Grund

Wissenschaftler haben in dem Tumorsuppressorgen TIP30 einen negativen Regulator des Herzwachstums entdeckt. Sie konnten dabei nachweisen, dass der Faktor wirkt, indem er die Proteinsynthese der Kardiomyozyten hemmt. Mit dieser Arbeit, die das Cover der aktuellen EMBO Molecular Medicine ziert* und außerdem vom Vorstand des DZHK als Paper of the Month ausgewählt wurde, ist erstmals eine Wirkung für TIP30 im Herzen beschrieben worden.

Chronische Nierenkrankheit: Neuerkrankungsrate um 30% senkbar mittels gesunder Ernährung?

Chronische Nierenkrankheit: Neuerkrankungsrate um 30% senkbar mittels gesunder Ernährung?
© hywards - stock.adobe.com

Offensichtlich hat die Ernährung einen hohen Einfluss auf die Nierengesundheit. Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) tritt häufig erst in der zweiten Lebenshälfte auf. Liegt die Organfunktion unter 10% sind die Betroffenen auf eine Nierenersatztherapie, d.h. entweder auf eine Transplantation oder auf die Dialyse, angewiesen. Zur Prävention gehören aber auch die Früherkennung und rechtzeitige Therapie. Zur „Versorgung von Patienten mit nicht-dialysepflichtiger Niereninsuffizienz in der Hausarztpraxis" wird eine S3-Leitlinie der Deutsche...

Experten raten zur sorgfältigen Abklärung bei Schulterschmerz

Experten raten zur sorgfältigen Abklärung bei Schulterschmerz
© ag visuell / Fotolia.com

Etwa 70% aller Menschen leiden mindestens einmal im Leben an Schulterschmerzen – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Beruf. Die Ursachen sind divers und umfassen etwa Unfälle, Sportverletzungen oder altersbedingte Abnutzung. Doch auch Erkrankungen der inneren Organe, Diabetes oder Funktionsstörungen der Schilddrüse können Schulterschmerzen auslösen. Entsprechend individuell muss der behandelnde Orthopäde und Unfallchirurg bei seiner Behandlung vorgehen. Auf dem DKOU vom 22. bis zum 25. Oktober 2019 in Berlin diskutieren Experten, wie man einer...

Katheterablation: Zulassungserweiterung für Apixaban

Katheterablation: Zulassungserweiterung für Apixaban
© CLIPAREA.com - Fotolia

Die Zulassung von Apixaban (Eliquis®) bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) mit mindestens einem Risikofaktor für einen Schlaganfall wurde erweitert: Sie können den Faktor Xa-Hemmer nun auch während und nach einer Katheterablation weiter einnehmen (1). Die Entscheidung der Europäischen Kommission stützt sich dabei auf Daten der prospektiven, randomisierten, offenen Phase-IV-Studie AXAFA-AFNET 52, in der die ununterbrochene Gabe von Apixaban im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten (VKA) bei Patienten mit nvVHF...

Schnell wirksame Insulin aspart-Formulierung – Was zeigt die Praxis?

Nach dem Essen auftretende Blutzuckerspitzen (Postprandiale Hyperglykämien, PPH) können zu einer unzureichenden Diabeteseinstellung beitragen und das Risiko für Folgekomplikationen steigern. Für Erwachsene mit Diabetes, die keine ausreichende postprandiale Blutzuckerkontrolle erreichen, steht die schnell wirksame Insulin aspart-Formulierung Fiasp® zur Verfügung. Im Interview berichten der Diabetologe Dr. Marcel Kaiser, Frankfurt am Main, und der Psychologe Priv.-Doz. Dr. Arne Schäfer, Bad Mergentheim, über praktische Erfahrungen mit der...

Alzheimer-Risikomarker: Fehlerhafte Proteinfaltung bis zu 14 Jahre vor Diagnose nachweisbar

Der Nachweis einer fehlerhaften Faltung des Proteins Amyloid-β im Blut zeigt bei symptomfreien Menschen, die später tatsächlich Alzheimer entwickelten, ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko an – bis zu 14 Jahre vor der klinischen Diagnose der Demenz. Die Amyloid-β-Faltung erwies sich anderen untersuchten Risikomarkern als überlegen. Dies zeigten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), von der Ruhr-Universität Bochum (RUB), vom Krebsregister des Saarlands und vom Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg.

Derzeit keine Empfehlung für Screening auf Hodenkrebs

Der Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Hodens, die in einem Hoden beginnt und im weiteren Verlauf auch Nebenhoden und Samenleiter betreffen kann. Vor allem junge Männer zwischen 25 und 45 Jahren sind betroffen. Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hall in Tirol und München sowie der Gesundheit Österreich GmbH Wien nun untersucht, ob eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 16 Jahren zu...

Opioidabhängigkeit: Einsatz der zugelassenen Medikamente nicht ausreichend

Opioidabhängigkeit: Einsatz der zugelassenen Medikamente nicht ausreichend
© minoandriani - stock.adobe.com

Obwohl die Forschung zeigt, dass opioidabhängigen Menschen durch eine medikamentengestützte Behandlung geholfen werden kann, werden die 3 von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Medikamente nicht ausreichend eingesetzt, so eine Untersuchung der aktuellen medizinischen Daten zur Opioidabhängigkeit in den USA. Diese Untersuchung erscheint in der Oktoberausgabe der Mayo Clinic Proceedings.

Virus-Hepatitis: Repräsentative deutsche Umfrage offenbart große Wissenslücken

Virus-Hepatitis: Repräsentative deutsche Umfrage offenbart große Wissenslücken
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2.065 Befragten ab 18 Jahren macht deutlich, dass in der deutschen Bevölkerung große Unwissenheit über Virus-Hepatitis herrscht. 51% der Befragten wussten nicht, wie man sich mit den verschiedenen Virus-Typen infizieren kann. Sogar 57% der Befragten kannten nicht ein einziges Symptom der Erkrankung. Die Frage nach den Folgen einer unbehandelten Hepatitis-Infektion konnten 68% nicht beantworten. Zudem gab mehr als die Hälfte der Befragten (52%) an, noch nie auf eine Hepatitis-Infektion...

AUGUSTUS-Studie zu Apixaban bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom und/oder perkutaner Koronarintervention

AUGUSTUS-Studie zu Apixaban bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom und/oder perkutaner Koronarintervention
©storm/Fotolia.com

Auf der aktuell stattfindenden Jahreskonferenz des American College of Cardiology (ACC) wurden gestern in der „Late-Breaking-Session“ (Abstract 405-08) erstmals Ergebnisse der Phase-IV-Studie AUGUSTUS präsentiert und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert (1). Darin wurde Apixaban (Eliquis®) vs. den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Warfarin bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) untersucht (1).

Bronchiektasen: Erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien

Bronchiektasen: Erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien
© magicmine - stock.adobe.com

Patienten mit Bronchiektasen haben ein erhöhtes Risiko für Lungenerkrankungen durch nichttuberkulöse Mykobakterien (NTM-LD) (1). Aktuelle Fallzahlen aus dem europäischen Bronchiektasen-Register EMBARC zeigen: 18% aller registrierten Bronchiektasen-Patienten weisen eine zusätzliche NTM-LD auf. Diese beträchtlichen Zahlen präsentierte Dr. Pieter Goeminne, Belgien, auf dem ersten European NTM & Bronchiectasis Workshop in Wien (2).

Chronische Pankreatitis: Studie entschlüsselt Schmerzmittelresistenz

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© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Eines der schlimmsten Symptome bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder bei Krebs in diesem Organ sind starke und anhaltende Schmerzen. Sie sind schwer behandelbar, da viele Schmerzmittel dort nicht wirken. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat in einer aktuellen Studie erstmals den Grund herausgefunden: Ein bestimmter körpereigener Nervenbotenstoff liegt in den Nerven des Organs in sehr hohen Konzentrationen vor.

PsA: IL-23-Hemmung im Fokus der Therapie

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Das Interleukin IL-23 spielt eine zentrale Rolle in der Pathophysiologie der Psoriasis-Arthritis (PsA), wie ein Symposium von Janssen auf dem 47. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Dresden verdeutlichte. Prof. Dr. Harald Burkhardt, Frankfurt, ging dabei vor allem auf die Relevanz der IL-23-Überexpression an den Enthesen ein. Die vermehrte Freisetzung dieses Entzündungsmediators scheint eine Schlüsselrolle bei der Enthesitis zu spielen. Dabei betonte er, dass die Enthesitis eine wichtige extraartikuläre Manifestation der PsA sei, und...

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