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Infotheken | Beiträge ab Seite 4

Medizin
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Favipiravir zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Lassafieber-Therapie

Favipiravir zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Lassafieber-Therapie

Obwohl die Infektionskrankheit Lassafieber zum Tod führen kann, fehlen Therapieoptionen mit bestätigter Wirksamkeit. Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun federführend erstmals eine randomisierte klinische Studie mit dem neuen Wirkstoffkandidaten Favipiravir durchgeführt. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Medicine erschienen [1].
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Medizin
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Wechseljahrsbeschwerden: Neue Option zur Behandlung nun in Deutschland verfügbar

Seit dem 1. April 2026 ist Elinzanetant auf dem deutschen Markt zur nicht hormonellen Behandlung von moderaten bis schweren Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Die Zulassung umfasst auch menopausale Beschwerden bei Brustkrebspatientinnen. Schließlich kann die adjuvante endokrine Therapie schwere Hitzewallungen und Schlafstörungen auslösen und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zusätzlich belasten.
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Medizin
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AAN 2026

Ofatumumab bei RMS: 8-Jahres-Sicherheitsdaten vom AAN 2026

Anlässlich des diesjährigen Annual Meeting der American Academy of Neurology (AAN) wurden neue Langzeit-Sicherheitsdaten zu Ofatumumab aus der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS über einen Beobachtungszeitraum von bis zu 8 Jahren bekannt gegeben. Die Daten bestätigen die langfristige Verträglichkeit und das konstant günstige Sicherheitsprofil von Ofatumumab bei Patient:innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) sowohl in der gesamten Studienpopulation als auch in der Gruppe der kürzlich diagnostizierten, therapienaiven Patient:innen.
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Medizin
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Marstacimab: Zulassungserweiterung für Hämophilie A und B mit Hemmkörpern

Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für Marstacimab zur Routineprophylaxe von Blutungsepisoden bei Patient:innen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg mit Hämophilie A mit Faktor-VIII-Inhibitoren oder Hämophilie B mit Faktor-IX-Inhibitoren erteilt [1, 2]. Die Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A oder B, die unter der Faktorersatztherapie Hemmkörper entwickelt haben, stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar [3]. Mit Marstacimab, einem Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (Anti-TFPI), steht den Betroffenen nun eine neue Therapieoption zur Verfügung, die als Fertigpen mit fixer Dosierung einmal wöchentlich subkutan verabreicht wird [1].
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Typ-1-Diabetes
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Funktionelle Heilung von Typ-1-Diabetes durch stammzellbasierte Zelltherapie scheint möglich

Auf der Pressekonferenz im Vorfeld des 60. Diabetes Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin sprachen Ärzt:innen über die Schwierigkeit, moderne Diabetes-Therapien in die Versorgung zu integrieren. Dennoch würde die Entwicklung neuer Präparate und Pump-Systeme einer „Revolution“ gleichen. Sogar eine Heilung für Menschen mit Typ-1-Diabetes stellte die Kongresspräsidentin Prof. Dr. Barbara Ludwig in Aussicht.
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Medizin
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Baricitinib erhält EU-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Jugendlichen

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Januskinase(JAK)-Inhibitor Baricitinib zur Behandlung der schweren Alopecia areata (AA) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erteilt. Aufgrund der Erfahrungen bei Erwachsenen in anderen Zulassungen (rheumatoiden Arthritis, atopischen Dermatitis und AA) liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor. Ergänzt werden diese nun durch die Ergebnisse der Zulassungsstudie BRAVE-AA-PEDS. Darin erreichten 42% der Patient:innen mit schwerer AA nach 36 Wochen eine Kopfhaar Bedeckung von 80% oder mehr.
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Adipositas
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Effektive Reduktion der zentralen Adipositas ist entscheidend

Bei kardiologischen Hochrisikopatient:innen muss die metabolische Therapie integraler Bestandteil der Therapiestrategie sein, betonte Prof. Dr. Rona Reibis, Kardiologische Gemeinschaftspraxis Am Park Sanssouci, Potsdam, anlässlich eines Symposiums beim diesjährigen Kardiologenkongress. Denn aus kardiovaskulären Endpunktstudien zu Inkretin-basierten Therapien wisse man, dass die zentrale Adipositas die pathophysiologische Basis des heute weiter gefassten metabolischen Syndroms, des „cardiovascular-kidney-liver metabolic syndrome (CKLMS)“, ist.
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Medizin
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Neues Vorhersagemodell für Adipositas-Risiken übertrifft BMI

Neues Vorhersagemodell für Adipositas-Risiken übertrifft BMI

Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité und der Queen Mary University of London haben ein Modell aus 20 Gesundheitswerten erstellt, das vorhersagen kann, welche Menschen mit Übergewicht oder Adipositas das größte Risiko haben, 18 verschiedene Komplikationen wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen oder Nierenerkrankungen zu entwickeln [1]. Die Forschenden veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Medicine.
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Medizin
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Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus
DMEA 2026

Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus

Medizin wurde jahrhundertelang aus männlicher Perspektive gedacht und betrieben. Die Folgen sind spürbar – in Form von mangelnder Evidenz Versorgungslücken und fehlender Individualisierung. Am Beispiel der zyklusbezogenen Gesundheit diskutierten Expertinnen im Rahmen der DMEA 2026 über dringend notwendige Veränderungen, damit systematisch mehr relevante Daten erfasst, beforscht und entsprechende Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können.
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Medizin
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Remibrutinib erhält Zulassung als erste orale zielgerichtete Therapie bei chronischer spontaner Urtikaria

Remibrutinib erhält Zulassung als erste orale zielgerichtete Therapie bei chronischer spontaner Urtikaria

Die Europäische Kommission hat Remibrutinib die Zulassung zur Behandlung der chronischen spontanen Urtikaria (csU) bei erwachsenen Patient:innen, die auf eine Behandlung mit H₁-Antihistaminika unzureichend ansprechen, erteilt. Remibrutinib ist die erste orale zielgerichtete Therapie für die Behandlung der csU mit einem neuen Behandlungsansatz: Es wird als Tablette zweimal täglich eingenommen [1].
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Medizin
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ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
DMEA 2026

ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich

Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
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Ernährung und Lebensstil
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DGIM 2026

Stille Entzündungen machen uns krank im Alter

Entzündliche Prozesse stünden in einem direkten Zusammenhang mit verschiedenen Alterskrankheiten, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf der Pressekonferenz des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Mit einer angepassten Ernährung könnten Patient:innen hier gegensteuern.
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Bioökonomie
 3 Min|

Innovatives Recycling lässt die Medizin und Pharma aufhorchen

Neben der Verwendung von nachhaltigen Materialien sind Materialreduktion und Recycling wichtige Anker auf dem Weg der Kreislaufwirtschaft. Inzwischen stehen eine ganze Reihe an Ansätzen zum Umbau von Kunststoffabfällen in neue Grundstoffe bis hin zu Arzneimitteln in der Entwicklung. Trotz aller Hürden ist auch in der Gesundheitsbranche ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und Weiterverwertung angestoßen worden.
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Medizin
 3 Min|
Zum Welttag der Hämophilie

Acht Jahre bis zur Diagnose: Blutungsstörungen bei Frauen oft spät erkannt

Starke Regelblutungen, häufiges Nasenbluten oder unerklärliche blaue Flecken: Für viele Frauen und Mädchen gehören solche Symptome zum Alltag. Ursache kann eine Hämophilie sein. Diese seltene, jedoch unbehandelt risikoreiche erbliche Blutungsstörung wird bei weiblichen Betroffenen häufig erst bis zu 8 Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) anlässlich des Welttags der Hämophilie am 17. April hin. Das diesjährige Motto lautet: „Diagnosis: First step to care“.
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