Mittwoch, 20. März 2019
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Medizin

März 2019

Schwangerschaft: Qualität des Spermas nimmt mit zunehmendem Alter ab

Schwangerschaft: Qualität des Spermas nimmt mit zunehmendem Alter ab
© Christoph Burgstedt / Fotolia.com

Die verbreitete Annahme, dass Spermien nicht altern, ist überholt. Auch männliche Keimzellen unterliegen Alterungsprozessen. Studien weisen darauf hin, dass die DNA der Samenzellen über die Jahre Schaden nehmen kann. Die Folge: das Risiko von Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des Nachwuchses steigt. Ebenso erleiden die Partnerinnen häufiger Komplikationen in der Schwangerschaft. Die neuen Erkenntnisse, die Andrologen zur Fruchtbarkeit des älteren Mannes haben, und was dies für ältere Paare mit Kinderwunsch bedeutet, diskutieren Experten auf der...

ADHS: Mögliche Therapieoption mit elektrischer Hirnstimulation

Eine neue Behandlung für Betroffene mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) entwickeln – das ist das Ziel eines Forscherteams um den Oldenburger Psychologen Prof. Dr. Christoph Herrmann. Unter Leitung der Firma neuroConn in Ilmenau wollen die Wissenschaftler eine besondere Form der elektrischen Hirnstimulation so einsetzen, dass sie die Aufmerksamkeit von ADHS-Patienten positiv beeinflusst. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert das Verbundprojekt „Mobiles System zur ADHS-Therapie mittels Transkranieller Elektrischer...

Robotik: Formgedächtnis ermöglicht präzise Steuerung bei Operationen

Sie können sich präzise um Windungen und Ecken schlängeln, bewegen sich frei in alle Richtungen: Die biegsamen Roboterarme, die Professor Stefan Seelecke und seine Forschergruppe an der Universität des Saarlandes entwickeln, haben keine steifen Gelenke, dafür aber Muskeln aus Formgedächtnis-Drähten. Diese brauchen weder Druckluft noch schweres Zubehör, sondern funktionieren nur mit elektrischem Strom. Das Material selbst hat Sensoreigenschaften, daher lassen sich die Arme ohne zusätzliche Sensoren steuern. Große Roboter-Rüssel...

Arthrose: Diagnostik mittels Schall

Arthrose: Diagnostik mittels Schall
© psdesign1 / Fotolia.com

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen in Deutschland: Rund 18% der Erwachsenen haben eine Arthrose, bei der die Knorpelschicht eines Gelenks zerstört wird, im Extremfall bis zur Bewegungsunfähigkeit und Gelenkersatz. Forschungen der Hochschule Fulda in Kooperation mit der Universitätsmedizin Charité Berlin, der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen haben das Ziel, den Knorpelschaden am Knie mit einer schonenden Methode zu entdecken: der Schalldiagnostik.

Multiple Sklerose: Fertigpen vereinfacht Medikation

Multiple Sklerose: Fertigpen vereinfacht Medikation
© ag visuell / Fotolia.com

Ziel bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) ist es, eine langfristige und auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Therapie zu finden. Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit spielen dabei eine entscheidende Rolle. Daneben sind alltagsrelevante und adhärenzsteigernde Aspekte von besonderer Bedeutung. Mit einem neuartigen Fertigpen für Patienten mit schubförmig remittierender MS steht eine Medikation zur Verfügung, die die 3 Mal wöchentliche subkutane Gabe vom bewährten Original-Immunmodulator Glatirameracetat 40...

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Therapie mit PAMORA

In der neuen Praxisleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) zur Opioid-induzierten Obstipation (OIC) (1) wird eine äußerst relevante Nebenwirkung der Schmerztherapie mit Opioiden thematisiert, unterstreicht der DGS-Präsident Dr. med. Johannes Horlemann, Kevelaer. Der Bedarf an valider Information in dieser Hinsicht sei auch deshalb besonders groß, weil dieser Art von Obstipation nicht mit den üblichen Laxanzien zu begegnen sei. Therapeutisch ist hierbei eine Antagonierung der µ-Opioid-Rezeptoren in der Peripherie indiziert.

Nicht-valvuläres Vorhofflimmern: Verträglichkeit von Apixaban

Auf der Jahreskonferenz des American College of Cardiology (ACC) wurden erstmals Ergebnisse der Phase-IV-Studie AUGUSTUS präsentiert (1). Darin wurde Apixaban (Eliquis®) vs. den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Warfarin bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) untersucht (1). Nach einer Beobachtungsdauer von 6 Monaten konnte gezeigt werden, dass bei nvVHF-Patienten mit ACS und/oder PCI, die mit einen P2Y12-Inhibitor mit oder ohne Acetylsalicylsäure (ASS) behandelt...

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Erhöhte Aktivierung spezifischer kortikaler Areale

Angst, Trauer oder Freude – emotionale Hypersensitivität ist ein charakteristisches Merkmal von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ein Forschungsteam der Universität Innsbruck hat in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit Trauer und Verlustsituationen von einer erhöhten Aktivierung spezifischer kortikaler Areale begleitet wird, die dem Spiegelneuronensystem zugewiesen werden.

Tiefe Hirnstimulation bei Depressionen: Mögliche Option nach Scheitern anderer Therapien

Tiefe Hirnstimulation bei Depressionen: Mögliche Option nach Scheitern anderer Therapien
© nenetus / Fotolia.com

Menschen mit schwerster, behandlungsresistenter Depression könnten nicht nur akut, sondern auch langfristig von einer Tiefen Hirnstimulation profitieren, wie Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Bonn in einer aktuellen Studie zeigen. Bei den 16 Patienten wurde mittels hauchdünner Elektroden ein Teil des Belohnungssystems im Gehirn stimuliert, was bei allen Patienten eine deutliche Besserung der Beschwerden brachte. Im Schnitt halbierte sich die Schwere der Depression, und die Hälfte der Probanden lag sogar unterhalb des...

Typ-2-Diabetes: Frühzeitige Intensivierung der Blutzuckerkontrolle

Typ-2-Diabetes: Frühzeitige Intensivierung der Blutzuckerkontrolle
© Andrey Popov / Fotolia.com

Laut einer Analyse der Daten des National Health and Nutrition Examination Surveys, die in den Jahren 2007 bis 2012 erhoben wurden, erreichte etwa ein Drittel der insgesamt 20,5 Millionen Erwachsenen mit diagnostiziertem Diabetes in den USA nicht ihren individuellen Hämoglobin-A1c-Zielwert (HbA1c) (1). Häufig wird die Behandlung nicht sofort intensiviert, wenn mit einer Metformin-Monotherapie keine zufriedenstellende Blutzuckerkontrolle erreicht wird (2). Eine ungenügende Kontrolle des Blutzuckers ist mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen...

Analgesie: Beobachtungsstudie zur THC-Cannabiol-Kombination

Auf dem 30. Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt diskutierten Schmerzexperten den seit 2017 gesetzlich zugelassenen Einsatz von Cannabinoiden in der Analgesie. Für den Arzt ist es gegenwärtig äußerst schwierig bei der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Substanzen einen Überblick zu gewinnen. Auf einem von Almirall unterstütztem Symposium diskutierte der Pharmakologe Prof. Dr. med. Beat Lutz, Mainz, 2 wesentliche Präparate, nämlich THC und Cannabiol (CBD). PD Dr. med. Michael A. Überall, Nürnberg, stellte eine...

CED: Diskussion um T2T und PRO

Bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in jüngster Zeit deutlich erweitert. Es gibt inzwischen ein ganzes Füllhorn an Therapieoptionen, wodurch sich die Chancen verbessern, Therapieerfolge zu erzielen. Die Behandlung wird andererseits komplexer und es gibt zudem noch viele offene Fragen. Die verschiedenen Optionen in ihrer Bedeutung zu diskutieren und zu werten, war Ziel des Falk Kolloquiums „CED kontrovers“.

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Neue Leitlinie für die Praxis

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Neue Leitlinie für die Praxis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Obwohl die Opioid-­induzierte Obstipation (OIC) eine altbekannte und schwerwiegende Nebenwirkung der Schmerztherapie darstellt, wurde sie bislang nur stiefmütterlich behandelt – mit quälenden Folgen für die Betroffenen. „Mit der PraxisLeitlinie OIC können wir bestehende Wissenslücken füllen und vielen Patienten besser helfen“, erklärte DGS-­Präsident Dr. med. Johannes Horlemann anlässlich einer Themen-­Pressekonferenz beim Deutschen Schmerz-­ und Palliativtag. Die neue PraxisLeitlinie wurde gemeinschaftlich von...

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel: Diagnostik und Therapie

Nicht jeder Fall von COPD ist „gewöhnlich“: Dann nämlich, wenn die Ursache für typische Beschwerden wie Husten, Dyspnoe und Auswurf ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (A1-AT-Mangel, auch Alpha-1-Proteinase-Inhibitor-Mangel) ist. Typisch für einen A1-AT-Mangel ist eine oft schon in jungen Jahren immer schlechter werdende Lungenfunktion, die meist lange Zeit unerkannt bleibt. Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt. Ursache ist eine Mutation im SERPINA1-Gen (Serin-Protease-Inhibitor-A1-Gen). Als Folge ist das hauptsächlich in der Leber gebildete...

Geschlechtskrankheiten: Diagnostik via Smartphone

Erstmalig können Patienten aus ganz Deutschland jetzt digital und anonym Auffälligkeiten im Intimbereich von einem Facharzt überprüfen lassen. Der Antrag für die Smartphone-Applikation speziell für Geschlechtskrankheiten ist genehmigt. Entwickelt haben das digitale Angebot auch Mediziner der Essener Uni-Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, zusammen mit Kollegen der Universitäts-Hautklinik in Heidelberg (UKHD), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).

Hämophilie A: App unterstützt Patienten-Adhärenz

Die Prophylaxe von Blutungen mit Faktor VIII bei Menschen mit Hämophilie A ist aktuell der Therapiestandard in Deutschland. Hierzu wird der Faktor VIII regelmäßig gespritzt, um eine Mindestkonzentration von Faktor VIII im Blut zu erhalten und so Blutungen möglichst effektiv vorzubeugen. Das setzt voraus, dass die Injektionen genau nach dem individuellen und zusammen mit dem behandelnden Arzt festgelegten Prophylaxeschema verabreicht werden. Im Alltagsstress kann dies jedoch für viele Patienten oder ihre Angehörigen eine Herausforderung darstellen.

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Mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit zur Arbeit? Für viele Migränepatienten ist das Alltag. Ein Großteil der 900.000 an Migräne leidenden Deutschen schleppt sich trotz starker Schmerzen zur Arbeit – aus Angst einen schlechten Eindruck bei Arbeitskollegen und Vorgesetzten zu hinterlassen. Denn wer über Kopfschmerzen klagt, trifft immer noch auf Vorurteile. Nicht selten wird Migräne belächelt und als Ausrede abgetan. Zum Tag der Arbeit berichten Migränepatienten und Nutzer der Kopfschmerz- und...