Donnerstag, 30. März 2017
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

30. März 2017

Fixkombination aus Fluticason und Formoterol zeigt Verbesserung der Asthmakontrolle

Neue Daten aus der nicht-interventionellen Praxisstudie ffairness* belegen viele Vorteile der Therapie mit der Fixkombination aus Fluticason und Formoterol: So zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Asthmakontrolle unter der Therapie mit flutiform®. Zudem überzeugte die Fixkombination durch eine hohe Patientenzufriedenheit mit der Therapiewirksamkeit und einer deutlichen Verbesserung der asthmabezogenen Lebensqualität (1,2).

© UMM
© UMM

BMP-9 als mögliches Target bei Lebererkrankungen entdeckt

Mit dem Ziel, Patienten mit Lebererkrankungen effektiver behandeln zu können, verfolgen Wissenschaftler zwei Strategien. Zum einen untersuchen sie die molekularen Mechanismen, die der Entstehung von Lebererkrankungen zugrunde liegen und zum anderen Mechanismen, die für die Regenerationsfähigkeit des Organs verantwortlich sind. In dem bone morphogenetic protein (BMP)-9, einem Mitglied der transforming growth factor (TGF)-β Proteinfamilie, haben die Wissenschaftler jetzt einen möglichen Angriffspunkt identifiziert, über den die Regeneration geschädigten Lebergewebes möglicherweise gesteuert werden könnte.

Vererbung von Gensiegeln

Obwohl alle Zellen die gleichen Gene enthalten, sind je nach Zelltyp nur einige von ihnen aktiv – andere bleiben inaktiv. Gene winden sich als DNA-Faden um Histonproteine. Muss ein Gen inaktiv bleiben, werden seine Histone vom Enzym PRC2 markiert, vergleichbar mit einem Buch, das versiegelt wird und so nicht gelesen werden kann. Nach jeder Zellteilung – wenn Gene kopiert und wieder um Histone gewickelt werden – müssen die Histonmarkierungen wieder an exakt der selben Stelle platziert werden. Den genauen Mechanismus, wie diese Information vererbt wird konnte jetzt Jürg Müller vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried klären.

© Ines Romero-Brey
© Ines Romero-Brey

Perspektive für die Erforschung des Hepatitis C-Virus

Mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) sind weltweit etwa 160 Millionen Menschen infiziert. Obwohl es neue Therapeutika gibt, ist die Virusinfektion eine der häufigsten Ursachen für Lebertransplantationen, denn die neuen Medikamente sind sehr teuer und können nicht flächendeckend eingesetzt werden. Unter anderem gesucht: eine Impfung gegen die Virusinfektion. Wissenschaftler des TWINCORE erforschen nun einen sehr engen Verwandten des Hepatitis-C-Virus: das „Non-primate hepacivirus“, kurz NPHV. In einer aktuellen Studie haben Forscher die Immunkontrolle des NPH-Virus durch seinen natürlichen Wirt, das Pferd, in den Fokus gerückt.

29. März 2017

Herzinsuffizienz: Myokardbiopsie wegweisend für passgenaue Therapie

Bei Patienten, die sich mit Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen in der Klinik vorstellen, ist oftmals unklar, ob die Rhythmusstörung Ursache oder Folge der Herzinsuffizienz ist. Hat der Patient Rhythmusstörungen, weil er von vornherein ein schwaches Herz hatte? Oder hat er ein schwaches Herz, weil er längere Zeit unter Rhythmusstörungen litt? Von der Beantwortung dieser Frage hängt die Wahl der für den Patienten optimalen Therapie ab. Herzrhythmusspezialisten am Tübinger Uniklinikum konnten aus dem Herzmuskelgewebe jetzt Informationen gewinnen, um die Grunderkrankung passgenau zu therapieren.

Zielgerichtete Therapieansätze bei schwerem Asthma und COPD

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) diskutierten Experten über derzeitige und zukünftige Therapieoptionen bei Asthma und COPD – mit einem Fokus auf zielgerichtete Therapien. Vor allem bei schwerem Asthma können Biologika mit ihren neuen Wirkmechanismen für Patienten, deren Erkrankung mit Inhalativa  nur unzureichend kontrollierbar ist, eine Verbesserung der Asthma-Symptome und einen Verzicht auf orale Kortikosteroide ermöglichen. Auch bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind zielgerichtete Therapien in der Erforschung.

© Sherry Young / Fotolia.com
© Sherry Young / Fotolia.com

Typ-2-Diabetes: SGLT-2-Inhibitor senkt Risiko für Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz

Die internationale retrospektive Beobachtungsstudie CVD-REAL zeigt, dass die Therapie mit einem SGLT-2-Inhibitor das Risiko für Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz bei Patienten mit Typ-2-Diabetes um 39% reduziert, verglichen mit anderen Antidiabetika. Zudem wurde das Gesamtmortalitätsrisiko um mehr als die Hälfte gegenüber der Vergleichsgruppe verringert (1). Die Ergebnisse der CVD-REAL-Studie wurden kürzlich auf der Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) in Washington, D.C. (USA) vorgestellt.

Auszeichnung für Forschung zu neuromuskulären Erkrankungen

Prof. Dr. Markus Otto, Dr. Peter Meinke und Dr. Stefanie Schreiber heißen die Preisträger des diesjährigen Felix-Jerusalem-Preises für neuromuskuläre Erkrankungen. Bereits seit dem Jahr 1996 zeichnet der Felix-Jerusalem-Preis der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) jüngere Forscher für ihre Leistungen in der Erforschung von Pathomechanismen und für objektiv nachvollziehbare Therapieerfolge bei allen Formen von neuromuskulären Erkrankungen aus. Ziel des von einer unabhängigen Jury verliehenen Preises ist es, die Forschung auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen im deutschsprachigen Raum zu fördern.

Durch BICD2-Mutation ausgelöste, seltene Muskelkrankheit beschrieben

Eine neue seltene Muskelkrankheit haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entdeckt. Ursache für die vererbbare Erkrankung ist ein Defekt im Gen BICD2, der sich in veränderten zellulären Transportprozessen in Skelettmuskelzellen äußert. Betroffene leiden an Muskelschwäche in den Beinen, einem unsicheren Gang und der ständigen Gefahr zu stolpern. BICD2 war schon vorher als Krankheitsauslöser bekannt, allerdings nur für Krankheiten, deren Ursache im Nervensystem liegt. Ein BICD2-Syndrom, das sich in einer veränderten Skelettmuskulatur äußert, war zuvor nicht beschrieben worden.

© chaolik / Fotolia.com
© chaolik / Fotolia.com

Adipositas: Wirkstoff Atglistatin zur möglichen Behandlung des metabolischen Syndroms

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind rund 1,9 Milliarden Menschen weltweit übergewichtig. 75% von ihnen leiden unter einer nicht-alkoholischen Fettleber, 400 Millionen haben Typ-II-Diabetes. Neben den psychosozialen Auswirkungen von Fettleibigkeit führen vor allem deren Folgeerkrankungen zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität und -dauer. Wissenschaftler der Karl-Franzens-Universität Graz und der TU Graz haben nun einen Wirkstoff entwickelt, der Fettleibigkeit reduziert und Typ-II-Diabetes sowie nicht-alkoholische Fettleber verhindern kann.

Depressionen und Entzündungen – besteht ein Zusammenhang?

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen unter Depressionen, eine Zahl, die auch eine große Herausforderung für unser Gesundheitssystem darstellt. Häufig wird zwischen physischen und psychischen Krankheiten unterschieden. Forscher kommen jedoch immer mehr zu dem Schluss, dass diese Grenze deutlich fließender ist als erwartet. Zudem kristallisiert sich ein immer deutlicherer Zusammenhang zwischen Depressionen und entzündlichen Erkrankungen heraus. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viele an Depression leidende Patienten nicht auf die üblichen Medikamente ansprechen, ist der entzündungstherapeutische Ansatz sehr vielversprechend. Die meisten derzeit verfügbaren Antidepressiva erhöhen den Serotonin-Spiegel und verursachen erhebliche Nebenwirkungen.

Erbgutmarkierung sagt Sterblichkeit voraus

Methylmarkierungen am Erbgut regulieren die Aktivität unserer Gene und haben damit großen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Krebsregister des Saarlands zeigten nun: Ein abweichender Methylierungsstatus an nur zehn bestimmten Positionen des Erbguts kann eine um bis zu siebenfach erhöhte Sterblichkeit anzeigen. Besonders ungünstigen Einfluss auf den Methylierungsstatus hat das Rauchen (1).

© yellowj / Fotolia.com
© yellowj / Fotolia.com

Cannabinoidtherapie nach aktueller Gesetzesänderung

Am 10. März 2017 ist die vom Deutschen Bundestag verabschiedete Änderung des Betäubungsmittelgesetzes in Kraft getreten. Durch die vieldiskutierte Gesetzesmodifikation sind medizinische Cannabisextrakte und getrocknete Cannabisblüten nun verkehrs- und verschreibungsfähig und können im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet werden. Die Fachgesellschaften begrüßen diese Gesetzesänderung und sehen darin eine Reformierung der Cannabinoidtherapie für schwerkranke Patienten.

28. März 2017

Rheumatoide Arthritis: Vorhandene Anti-Kollagen-II-Antikörper beeinflussen Krankheitsverlauf positiv

Forscher der schwedischen Uppsala Universitet haben nachgewiesen, dass das Vorhandensein von Antikörpern gegen das Knorpelprotein Kollagen II mit einer guten Prognose bei rheumatoider Arthritis in Zusammenhang steht (1). Die Analyse dieser Antikörper in Kombination mit anderen wichtigen Antikörpern könnte zur Vorhersage der Prognose und der Wahl des Behandlungsansatzes eingesetzt werden, so Forschungsleiter Johan Rönnelid.

Jahreskongress der Geriater: Praxis und internationale Forschung verknüpfen

Beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) in Frankfurt am Main wird der Amerikaner John Morley darüber berichten, welche für die Altersmedizin relevanten Entwicklungen er in den nächsten Jahren erwartet und wie er die Zukunft des Fachs generell beurteilt. Tagungspräsident Prof. Dr. Jürgen M. Bauer hat mittlerweile drei herausragende Keynote-Speaker verpflichten können. „Die eingeladenen Kollegen gehören zur internationalen Spitze in der Geriatrie und weisen beeindruckende Karrieren auf“, wie er sagt.

Zurück
  ...  

Das könnte Sie auch interessieren

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.