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Depressionen: Telefonische Unterstützung bei tyraminarmer Ernährung

Seit Februar 2026 steht eine telefonische Ernährungsberatung für Patient:innen mit therapieresistenter Depression (TRD) zur Verfügung, die die Therapie mit Tranylcypromin unterstützt. Im Rahmen der Einstellung auf Tranylcypromin sind tyraminarme Mahlzeiten einzuhalten. Eine geschulte Fachkraft unterstützt hier telefonisch u.a. bei Fragen zur Lebensmittelauswahl und Essensplanung im Kontext der tyraminarmen Ernährung und begleitet die Patient:innen bedarfsgerecht.
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Protein Picalm steuert Muskelaufbau und Regeneration

Protein Picalm steuert Muskelaufbau und Regeneration

Eine bislang unbekannte Funktion des Proteins Picalm im Skelettmuskel haben jetzt Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und weiterer Partnerinstitutionen des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) identifiziert: Das Protein reagiert sensibel auf körperliche Aktivität und auf intermittierendes Fasten. Auch bei der Bildung neuer Muskelfasern spielt es eine entscheidende Rolle. Darüber berichtet das Team im Fachjournal Molecular Metabolism [1].
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mRNA-Therapie bei Mukoviszidose in Entwicklung

Von der Modulatortherapie können nicht alle Menschen mit Mukoviszidose profitieren. Eine genbasierte Therapie könnte diesen Menschen helfen. Eine Arbeitsgruppe vom LMU Klinikum München untersucht derzeit, ob das genbasierte Therapeutikum CFTR-mRNA körpereigene Zellen der Lunge dazu veranlasst, einen intakten CFTR-Kanal selber herzustellen, um den Salz- und Wasserhaushalt auf der Lungenoberfläche aufrecht zu erhalten.
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Universelles Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt

Ein Greifswalder Forschungsteam hat ein universell einsetzbares Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt. Perspektivisch werden dadurch Engpässe in der Versorgung mit Blutplasma vermieden, was gerade in der Notfallversorgung von Patient:innen klare Vorteile bringt. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesoberbehörde für Arzneimittel hat das Verfahren nun zugelassen. Bisher gab es weltweit nur ein weiteres Verfahren dieser Art. Der Unterschied: Die Greifswalder Variante ist schneller und günstiger.
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HIV
Moderne HIV-Therapie – Die ART bleibt selten allein
Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage 2026

Moderne HIV-Therapie – Die ART bleibt selten allein

Moderne antiretrovirale Therapien (ARTs) erhöhen heute dank großer Fortschritte in der HIV-Medizin die Chance für Betroffene auf eine nahezu gleiche Lebenserwartung wie in der Allgemeinbevölkerung bei guter Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter, Multimorbidität und der Einnahme weiterer Substanzen kann es jedoch zu Wechselwirkungen kommen, die den Therapieerfolg einer ART beeinträchtigen können. Wenn dafür ein Risiko besteht, sollte das Regime vorausschauend umgestellt werden.
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Strategischer KI-Einsatz für zukunftsfähige Krankenhäuser

Strategischer KI-Einsatz für zukunftsfähige Krankenhäuser

Wie können Krankenhäuser Künstliche Intelligenz (KI) so einsetzen, dass sie medizinisches Personal nachhaltig entlastet, die Versorgungsqualität verbessert und gleichzeitig regulatorischen Anforderungen gerecht wird? Antworten auf diese Fragen liefert das neue Whitepaper „Künstliche Intelligenz im Krankenhaus – Strategien und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung", welches das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS anlässlich der DMEA 2026 veröffentlicht [1]. Das Whitepaper richtet sich gezielt an Entscheider:innen im Krankenhaus, die KI strategisch, verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen wollen.
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Vermeidbare Sterblichkeit in Westeuropa: Deutschland liegt bei Eindämmung weiterhin zurück

Vermeidbare Sterblichkeit in Westeuropa: Deutschland liegt bei Eindämmung weiterhin zurück

Obwohl Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte bei der Reduzierung der vermeidbaren Sterblichkeit erzielen konnte, hat sich der Rückstand zu vielen Regionen in Westeuropa nicht verringert. Im Vergleich zu Regionen und Ländern mit besonders günstiger Entwicklung wie etwa der Schweiz hat sich der Abstand sogar noch vergrößert. Als vermeidbar gelten solche Todesfälle, die bei effizienter medizinischer Behandlung oder durch präventive Maßnahmen hätten verhindert werden können. Für die Studie wurden Daten aus 581 europäischen Regionen im Zeitraum von 2002 bis 2019 ausgewertet [1].
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Mikroprotein BRICK1 repariert und schützt das Herz nach Infarkt

Mikroprotein BRICK1 repariert und schützt das Herz nach Infarkt

Jährlich erleiden mehr als 200.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt. Eine häufige Ursache sind verstopfte Herzkranzgefäße. Dadurch wird ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, das Gewebe stirbt nach wenigen Stunden ab und vernarbt. Eine massive Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist die mögliche Folge. Anders als die Leber kann sich das Herz eines erwachsenen Menschen kaum regenerieren. Es ist allerdings in der Lage, Reparaturvorgänge in Gang zu setzen. Daran beteiligt sind Monozyten, also weiße Blutkörperchen aus dem Knochenmark und der Milz. Im Herzen reifen diese Immunzellen zu Makrophagen (Fresszellen) heran, beseitigen die abgestorbenen Herzmuskelzellen und fördern die Infarktheilung.
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Diabetes erhöht Parkinson-Risiko deutlich
Welt-Parkinson-Tag

Diabetes erhöht Parkinson-Risiko deutlich

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Der Aktionstag stellt die Prävention dieser neurodegenerativen Erkrankung in den Mittelpunkt. Bekannt ist, dass auch die Ernährung eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson spielt. Weniger bekannt ist jedoch, dass Diabetes mellitus – und sogar seine Vorstufen – das Risiko erhöhen, im Laufe des Lebens an Parkinson zu erkranken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann vor Typ-2-Diabetes schützen und dadurch zugleich das Parkinson-Risiko senken. Die DGN unterstützt daher die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) für eine gesündere Ernährung.
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Adrenalinhaltiges Nasenspray zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie bei Kindern zwischen 15 und 30 kg erhält EU-Zulassung

Adrenalinhaltiges Nasenspray zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie bei Kindern zwischen 15 und 30 kg erhält EU-Zulassung

Die Europäische Kommission hat ein adrenalinhaltiges Nasenspray in einer Dosierung von 1 mg zur Notfallbehandlung allergischer Reaktionen in der Europäischen Union zugelassen. Das Präparat ist indiziert bei Anaphylaxie infolge von Insektenstichen/-bissen, Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Allergenen sowie bei idiopathischer oder belastungsinduzierter Anaphylaxie bei Kindern mit einem Körpergewicht von 15 kg bis 30 kg.
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Intravenöses Eisenpräparat erhöht Knochenbruch-Risiko

Intravenöses Eisenpräparat erhöht Knochenbruch-Risiko

Eisenmangel ist ein globales Gesundheitsproblem, das allein in Europa jede vierte Frau im gebärfähigen Alter betrifft. Moderne intravenöse Eisentherapien können den Mangel zwar schnell und effektiv beheben, doch nun warnen Forschende der Medizinischen Universität Innsbruck vor den möglichen Langzeitfolgen eines dieser Präparate: Ihre internationale Beobachtungsstudie zeigt, dass die häufig eingesetzte Eisencarboxymaltose das Risiko für Knochenbrüche im Vergleich zu alternativen Wirkstoffen mehr als verdoppelt.
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HIIT-Training: Cochrane Review zeigt Vorteile

Fast ein Drittel der Weltbevölkerung bewegt sich weniger als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt – also pro Woche weniger als 150 Minuten in moderater Intensität bzw. weniger als 75 Minuten intensiv. Ein aktueller Cochrane Review hat jetzt untersucht: Inwiefern profitieren gesunde Menschen, denen es nach WHO-Standards bislang an Bewegung mangelte, von mehreren kurzen, aber intensiven Trainingsintervallen mit kurzen Pausen dazwischen?
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Ionenkanal PACC1: Neuer Ansatzpunkt gegen bakterielle Sepsis

Ionenkanal PACC1: Neuer Ansatzpunkt gegen bakterielle Sepsis

Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Mainz hat einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, mit dem das Immunsystem bakterielle Infektionen bekämpft: Ein bestimmtes Protein, der sogenannte Ionenkanal PACC1, ist entscheidend dafür, dass Immunzellen Bakterien effektiv abtöten können. Fehlt das Protein, kommt es zu verstärkten Entzündungsreaktionen. Im Tiermodell zeigte sich zudem eine erhöhte Sterblichkeit bei einer durch Bakterien ausgelösten Sepsis. Langfristig könnten die in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten Ergebnisse helfen, neue Therapien gegen bakterielle Sepsis zu entwickeln [1].
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Digitales Assistenzsystem soll erneute Herzerkrankungen bei Patientinnen verhindern

Digitales Assistenzsystem soll erneute Herzerkrankungen bei Patientinnen verhindern

Fraunhofer-Forschende möchten die geschlechtsspezifische Nachsorge mit einem maßgeschneiderten Assistenzsystem verbessern – und so weiteren Herzerkrankungen vorbeugen. Erleidet eine Frau einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, ist ihre Prognose schlechter als die eines Mannes, da Frauen nach einer Herzerkrankung ein höheres Sterberisiko als Männer aufweisen. Gründe dafür sind, dass Frauen in klinischen Studien nach wie vor unterrepräsentiert sind, geschlechtsspezifische Risikofaktoren bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden und schützende Hormone mit der Menopause ausbleiben. Eine effiziente Nachsorge ist daher essenziell.
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Lyme-Borreliose: Phase-III-Studie zeigt Impfstoff-Erfolg

Lyme-Borreliose: Phase-III-Studie zeigt Impfstoff-Erfolg

Die zulassungsrelevante Phase-III-Studie VALOR hat erste Ergebnisse zum Impfstoffkandidaten PF-07307405 (LB6V, ehemals VLA15) geliefert [1]. Der Impfstoffkandidat verhinderte Lyme-Borreliose-Fälle bei Personen ab fünf Jahren mit einer Wirksamkeit von mehr als 70% und erwies sich dabei insgesamt als gut verträglich, ohne dass zum definierten Analysezeitpunkt Sicherheitsbedenken festgestellt wurden [1]. Auf Basis dieser Ergebnisse ist die Einreichung eines Zulassungsantrags für den Impfstoffkandidaten bei den zuständigen Behörden geplant [1].
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