Medizin
T-Helferzellen schalten bei Dauerstress auf Selbstschutz
T-Helferzellen, auch als CD4⁺ T-Zellen bezeichnet, steuern zentrale Abläufe unseres Immunsystems. Sie erkennen Hinweise auf Krankheitserreger und geben Signale an andere Abwehrzellen weiter. So helfen sie B-Zellen bei der Bildung von Antikörpern und unterstützen T-Killerzellen bei der Bekämpfung infizierter Zellen. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben nun untersucht, wie sich diese Immunzellen unter Dauerbelastung bei chronischen Infektionen verändern. Am Beispiel der chronischen Hepatitis-C-Infektion zeigte das Team, dass T-Helferzellen ihr Programm umstellen: Sie steuern die Abwehr weniger kraftvoll und sichern dafür ihr eigenes Überleben. Das hilft, den Verlauf chronischer Infektionen besser zu verstehen, und eröffnet Ansatzpunkte für neue Therapien. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Immunity veröffentlicht [1].
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