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Medizin

Mai 2021

COVID-19-Pneumonie: Anakinra verbessert klinisches Gesamtansprechen von stationär behandelten Patienten

Bei der SAVE-MORE-Studie handelt sich um eine Prüfer-initiierte Studie, in der die Wirkung von Anakinra bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COVID-19-Pneumonie untersucht wurde. Der frühe und gezielte Einsatz von Anakinra zusätzlich zur aktuellen Standardtherapie bei stationär behandelten Patienten mit schlechter Prognose reduzierte die Mortalität und/oder die Entwicklung einer schweren Atemwegsinsuffizienz, während er die Anzahl der Patienten, die symptomfrei (d.h. ohne Anzeichen einer COVID-19-Infektion) entlassen werden konnten, erhöhte.

SARS-CoV-2: Impfung unter Biologikatherapie

Seit über einem Jahr beeinflusst SARS-CoV-2 etliche Bereiche des alltäglichen Lebens. Erste Impfstoffe sind mittlerweile zugelassen. Was diese Situation für Patienten mit chronischen Erkrankungen wie atopischer Dermatitis (AD), Asthma oder chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) und deren Therapiemanagement bedeutet, besprachen verschiedene Experten auf der von Sanofi Genzyme initiierten virtuellen wissenschaftlichen Fortbildungsreihe „SARS-CoV-2 Impfstoffe und Biologikatherapien“.

Merkmale der Zelldifferenzierung bei Alzheimer-Erkrankten: Verblüffende Ähnlichkeiten zu Krebszellen

Merkmale der Zelldifferenzierung bei Alzheimer-Erkrankten: Verblüffende Ähnlichkeiten zu Krebszellen
©SciePro - stock.adobe.com

Der Innsbrucker Molekularbiologe Jerome Mertens und sein Team modellierten erstmals auch die sporadische, nur im Alter auftretende Form von Alzheimer basierend auf Hautzellen von Patienten. Die in „Cell Stem Cell" veröffentlichten Ergebnisse belegen eine Altersabhängigkeit dieser Form der Krankheit und zeigen, dass Alzheimer-Nervenzellen und Krebszellen einiges gemeinsam haben.

Typ-1-Diabetes: Häufige Nebendiagnose Hashimoto-Thyreoiditis

Typ-1-Diabetes: Häufige Nebendiagnose Hashimoto-Thyreoiditis
©Maya Kruchancova - stock.adobe.com

Häufig erkranken Menschen sowohl an Typ-1-Diabetes als auch an einer Hypothyreose, der Hashimoto-Thyreoiditis, die mit psychischen und kognitiven Problemen einhergehen kann. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) möchte anlässlich der Schilddrüsenwoche behandelnde Ärzte auf den Zusammenhang zwischen Typ-1-Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis und psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen hinweisen.

SARS-CoV-2-Proteine manipulieren Signalwege des Immunsystems unterschiedlich effektiv

Eine Studie zeigte, dass die SARS-CoV-2-Proteine nicht alle antiviral wirkenden Immunsignalwege komplett abschalten können. Die Wissenschaft arbeitet nun daran, solche Schwachstellen von SARS-CoV-2 zu identifizieren, um das Virus durch gezielte Immunaktivierung zu bekämpfen. SARS-CoV-2 zwingt die Immunabwehr in die Knie. "Dafür sorgt ein ganzes Bataillon an Proteinen, dessen Auftrag darin besteht, antivirale Signalwege zu blockieren, um so unser Immunsystem zu schwächen“, erklärt Dr. Konstantin Sparrer, Universität Ulm.

MS: Langzeitdaten zu Ocrelizumab bestätigen höchste Adhärenz und Persistenz

Patienten mit MS zeigten unter der Therapie mit Ocrelizumab (OCREVUS®) auch nach 2 Jahren die höchsten Adhärenz- und Persistenzraten im Vergleich zu anderen verlaufsmodifizierenden Therapien (DMTs) (1). Die aktuellen Studiendaten bescheinigten der Therapie mit OCREVUS eine signifikante Depletion von CD19+ B-Zellen und allen gemessenen B-Zell-Untergruppen (2). Langzeitdaten über mehr als 7 Jahre bestätigen das konsistent positive Sicherheitsprofil für die Therapie mit OCREVUS (3).

Rückkehr zu Beruf und Sport nach COVID-19

Mediziner warnen, dass selbst milde Verläufe von COVID-19 zu Langzeitfolgen wie Herzkomplikationen, Entzündungen und sogar Angstzuständen oder Depressionen führen können. Leistungssportler sind eine besonders eng überwachte Patientengruppe. Dementsprechend richtete sich die erste Leitlinie für Patienten, die in ihren Beruf zurückkehren, auch an Sportler. Das GRTP-Protokoll (Graduated Return to Play) ist aber auch eine sehr gute Grundlage für die Begleitung von anderen Berufstätigen und Genesenen.

Was wissen wir über Riech- und Schmeckstörungen als Symptom von Corona-Infektionen?

In den ersten Beschreibungen von Covid-19 fehlten sie noch ganz – heute gelten bei freier Nase plötzlich auftretende Riech- und Schmeckstörungen als eines der frühesten und spezifischsten Symptome einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus. Wenn die Geruchswahrnehmung plötzlich nachlässt oder ganz ausfällt, sollte das daher als Warnsignal ernst genommen werden, betont die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (DGHNO-KHC) anlässlich ihres Jahreskongresses, der vom 12. bis 16. Mai 2021 online stattfindet. Wie es zum Riech- und Schmeckverlust...

Sinusvenenthrombosen: Behandlungsempfehlungen für die seltene Nebenwirkung nach Vektorimpfung gegen SARS-CoV-2

Sinusvenenthrombosen: Behandlungsempfehlungen für die seltene Nebenwirkung nach Vektorimpfung gegen SARS-CoV-2
©freshidea - stock.adobe.com

Seit Mitte März 2021 sind in Deutschland und anderen Ländern nach Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 mit dem Impfstoff von AstraZeneca seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) aufgetreten. Die Nebenwirkung der Impfung kann zur Folge haben, dass die Zahl der Thrombozyten im Blut der Betroffenen abnimmt und wird daher auch Vakzin-induzierte thrombotische Thrombozytopenie (VITT) genannt. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurden 5 Patientinnen behandelt. Als erste deutsche Klinik hat die MHH jetzt ihre detaillierten Erfahrungen in Diagnostik,...

Diagnostiktechnologie LEOPARD: Neue CRISPR-Erkenntnisse

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©Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Bin ich mit SARS-CoV-2 infiziert? Handelt es sich um das Ursprungsvirus oder eine gefährlichere Mutante? Diese und mehr Fragen mit einem einzigen effizienten Testverfahren beantworten zu können, kann für den weiteren Krankheitsverlauf und die Therapie entscheidend sein. Würzburger Forscher des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI), einem Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität (JMU), haben in einer im Magazin „Science“ erschienenen Studie ihre...

Tuberkulose: Katalog aller Mutationen im Erbgut

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©kukhunthod - Fotolia.de

Um eine multiresistente Tuberkulose erfolgreich zu behandeln, muss im Vorfeld geklärt werden, gegen welche Antibiotika die Erreger Resistenzen aufweisen. Die klassische Testung im Labor ist sehr zeitaufwendig und verzögert den Therapiebeginn. Wissenschaftler aus dem Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum, und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) haben nun einen Katalog aller Mutationen im Erbgut der Tuberkulosebakterien erstellt und können auf dieser Basis mittels einer Genomsequenzierung schnell und kostengünstig vorhersagen, welche...

April 2021

Rationale für Metformin bei COVID-19?

Rationale für Metformin bei COVID-19?
©Rasi - stock.adobe.com

Retrospektive Untersuchungen über Metformin bei COVID-19–Patienten mit Typ-2-Diabetes (1, 2) eröffnen die Frage, ob Metformin im Sinne eines „Drug Repurposing“  bei COVID-19 eingesetzt werden könnte. Bisher wurden > 200 bereits zugelassene oder sich für andere Indikationen in Entwicklung befindliche Substanzen überprüft. Bei den allermeisten wurde die Testung jedoch wegen Wirkungslosigkeit zur COVID-19-Prophylaxe oder -Therapie wieder eingestellt. Ene Indikationserweiterung bzw. Zulassung von Metformin auch für die COVID-19-Erkrankung, sowohl die Prophylaxe als auch die Therapie, erscheint...

COVID-19: Impfstrategie für Dialysepatienten nicht ausreichend?

COVID-19: Impfstrategie für Dialysepatienten nicht ausreichend?
©psdesign1 / Fotolia.de

Hämodialyse-Patienten haben bei Infektionen generell ein erhöhtes Komplikationsrisiko, so auch bei COVID‐19. Die Möglichkeit der SARS‐CoV‐2-Impfung hat bei Ärzten und Patienten für große Erleichterung gesorgt, jedoch bleiben Fragen offen. Eine Studie (1) zeigte, dass gerade ältere Hämodialysepatienten deutlich niedrigere Antikörper-Spiegel entwickeln als jüngere bzw. gesunde Kontrollpersonen. Was das für die künftige Impfstrategie bedeuten kann, muss nun dringend weiter untersucht werden.

Kardiorenales Syndrom: Welche Rolle spielen SGTL-2-Inhibitoren?

Kardiorenales Syndrom: Welche Rolle spielen SGTL-2-Inhibitoren?
©CLIPAREA.com - stock.adobe.com

Kardiorenale Syndrome (KRS), also die Interaktionen zwischen akuten oder chronischen Herz- und Nierenerkrankungen (1), spielen klinisch eine wachsende Rolle. Die Verschlechterung der Nierenfunktion (worsening renal function, WRF) zählt dabei zu den stärksten Prädiktoren für eine Dekompensation bei Herzinsuffizienz, wie Prof. Dr. Felix Mafoud, Homburg/Saar, jetzt auf der Jahrestagung der DGK erläuterte. Herzpatienten mit reduzierter glomerulärer Filtrationsrate (GFR) haben z.B. eine mehr als doppelt so hohe Mortalitätsrate wie Patienten ohne diese...

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