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Aktuelle Infos für Ärzte

22. Februar 2018

© NIAID/CC-BY 2.0
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Erste Verteidigungslinie gegen Grippe weiter entschlüsselt

Alle Jahre wieder – zieht die Grippe über Deutschland hinweg. Derzeit nehmen die Krankheitsfälle der aktuellen Grippewelle noch weiter zu. Dringen Influenzaviren in unseren Körper ein, erkennt sie das Immunsystem mithilfe verschiedener Rezeptoren als fremd und startet ein Abwehrprogramm. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben nun die genaue Rolle eines bestimmten Rezeptors in dieser ersten Verteidigungslinie untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass der Rezeptor die natürlichen Killerzellen anschaltet, die wiederum über Botenstoffe weitere Immunzellen aktivieren und dann von Viren befallene Körperzellen beseitigen. Die Entschlüsselung dieser Zusammenhänge kann neue Wege eröffnen, um die Prävention und Therapie von Grippeinfektionen zu verbessern.

Schadstoffe in der Stadtluft belasten Herz und Lunge bei körperlicher Aktivität

Wer regelmäßig spazieren geht, joggt oder mit dem Rad fährt, um sich fit zu halten, sollte auf der Trainingsroute stark befahrene Straßen meiden. Ein Londoner Forschungsteam fand heraus, dass geringgradige körperliche Aktivität in der Nähe stark befahrener Straßen die positive Wirkung der Bewegung auf Atemwege und Symptome von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunichtemacht (1). Dies gilt vor allem für Menschen, die bereits mit einer Herz- oder Lungenerkrankung vorbelastet sind. Anlässlich ihres 59. Kongresses fordert die DGP die Regierung auf, mehr Maßnahmen für eine bessere Luftqualität in Großstädten zu ergreifen.

Immunglobuline gegen Entzündung der weißen Hirnsubstanz bei Kindern

Forscher konnten in einer retrospektiven Studie mit über 100 Kindern, die an einer wiederkehrenden entzündlichen Erkrankung der weißen Hirnsubstanz in Verbindung mit hohen MOG-Antikörpern im Blut litten, eine Verbesserung erzielen. Die Gabe von intravenösen Immunglobulinen senkte die Schubrate deutlich und besserte den klinischen Verlauf. Weiterhin konnten sie nachweisen, dass die klassischen in der MS-Behandlung verwendeten Medikamente wie Interferon und Glatirameracetat keinen positiven Einfluss auf den Verlauf hatten.

© iakovlev / Fotolia.com
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Medizinische Routine- und Forschungsdaten gemeinsam besser nutzen

Das Konsortium „Smart Medical Information Technology for Healthcare (SMITH)“ der Medizininformatik-Initiative des BMBF ging diese Woche mit einem Kick-off-Meeting in den öffentlichen Projektstart und gewährt Einblicke in die bevorstehenden Arbeiten. Zur der Eröffnung sind hochrangige Vertreter der 7 beteiligten Universitätsklinika, der Gründungsuniversitäten sowie der Industrie- und Forschungspartner anwesend.

2-Ebenen-Angiographie-Anlage zur Krebs- und Schlaganfalltherapie

Die Radiologie des UK Essen hat jetzt die weltweit modernste 2-Ebenen-Angiographie-Anlage mit der Bezeichnung „Artis Q“ installiert. Sie ist die erste dieser Art in Essen und steht im Operativen Zentrum II auf dem Gelände des Klinikums. „Die neue Technik setzen wir in erster Linie in der Krebstherapie ein. Sie kommt dort insbesondere Patienten mit Leberkrebs oder –metastasen zugute“, erläutert Prof. Dr. Michael Forsting, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie.

© Photographee.eu / Fotolia.com
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Schwerkranken Menschen mit Migrationshintergrund Zugang zur Hospiz-/Palliativversorgung erleichtern

Seit kurzem steht die Online-Adressdatenbank „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ auch in den Sprachen Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Vietnamesisch, Rumänisch und Arabisch zur Verfügung. Bundesfamilienministerin Dr. Katerina Barley erklärt, warum ihr Ministerium dieses Projekt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vorrangig gefördert hat: „Das mehrsprachige Informations- und Adressangebot ist ein wichtiges Angebot, damit Menschen am Ende ihres Lebens die bestmögliche Versorgung und Lebensqualität erfahren können!“

21. Februar 2018

© CLIPAREA.com / Fotolia.com
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Hemmstoff des Proteinabbaus bremst schweren Verlauf von Herzmuskelentzündungen aus

Wie schwer eine virale Herzmuskelentzündung verläuft, hängt eng mit der Immunantwort der betroffenen Person zusammen. Ein Hemmstoff des Immunoproteasoms, eines Proteinabbaukomplexes in Immunzellen, reduziert das Ausmaß der Entzündung und damit auch die Schäden am Herz während einer Myokarditis. Diesen neuen Behandlungsansatz haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt entdeckt.

Semaglutid erhält EU-Zulassung für die Behandlung von Typ-2-Diabetes

Die Europäische Kommission hat Semaglutid (Ozempic®) zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mellitus zugelassen. Semaglutid ist ein neuer GLP-1 Rezeptoragonist, der einmal wöchentlich injiziert wird, die Zulassungsstudien belegten eine überlegene HbA1c- sowie Gewichtsreduktion (1). Außerdem zeigte Semaglutid eine bestätigte Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse und eine Reduktion diabetischer Nephropathien im Vergleich zur Standardtherapie bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko (1).

© goodluz / Fotolia.com
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Digitaler Gesundheitspreis: 7 Projekte stehen im Finale

Novartis Pharma und Sandoz Deutschland/Hexal verleihen Mitte März erstmals ihren Digitalen Gesundheitspreis, der mit 50.000 EUR dotiert ist. Bundesweit haben die beiden Pharmaunternehmen Innovatoren und Gründer aufgerufen, ihre Ideen und Projekte für nachhaltige digitale Lösungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland einzureichen. 82 Projektteams und Unternehmen aus ganz Deutschland folgten der Aufforderung. Das Spektrum der Bewerber reichte von kleinen Forschungseinrichtungen und Startup-Unternehmen bis hin zu großen Universitätskliniken, Krankenkassen, Verbänden und Krankenhäusern sowie Universitäten und Industriekonzernen. Eine vierköpfige Jury prüfte alle 82 Einreichungen. 7 schafften es bis ins Finale und freuen sich nun auf die Preisverleihung am 15.3.2018 in Berlin.

Online-CME-Fortbildung: Adipositas – Effektives Management einer chronischen Erkrankung

Adipositas kostet Lebenszeit: Untersuchungen zufolge kann die Erkrankung mit einer um 2-10 Jahre verringerten Lebenserwartung einhergehen (1). Für Menschen mit Adipositas ist es jedoch häufig eine große Herausforderung, einmal reduziertes Gewicht auch dauerhaft zu halten. Vor diesem Hintergrund ist ein effektives und langfristig ausgerichtetes Therapiemanagement umso wichtiger. Wie lassen sich langfristige Behandlungserfolge in der Praxis erzielen und welche Rolle können medikamentöse Therapieoptionen dabei spielen? Zu diesen Fragen informiert eine neue Online-CME-Fortbildung. Die kostenfreie, audiovisuell aufbereitete Fortbildung gibt in knapp 45 Minuten einen Einblick in moderne Therapiestrategien der Adipositas-Behandlung in der Praxis. Bis Oktober 2018 steht Ärzten das mit 2 CME Punkten zertifizierte Angebot der bayerischen Landesärztekammer zur Verfügung. Die Fortbildung basiert auf 2 Beiträgen der Experten Prof. Dr. Matthias Blüher, Leipzig, und Prof. Dr. Sebastian Schmid, Lübeck.

IL-12/23 – Aktueller Kenntnisstand der Pathogenese des Morbus Crohn

Die intensive Forschung zur Pathogenese immunologischer Erkrankungen in den vergangenen Jahren hat auch eine kontinuierliche Weiterentwicklung potenzieller Behandlungsmöglichkeiten hinsichtlich Selektivität und genauer Ziel- und Wirkstruktur ermöglicht. In der Pathogenese des Morbus Crohn wird angenommen, dass u.a. die Interleukine-12 und -23 eine zentrale Rolle spielen. Die klinische Wirksamkeit von Ustekinumab beruht auf einer Hemmung der Bioaktivität dieser Interleukine.

20. Februar 2018

© megaflopp / Fotolia.com
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Vorhofflimmern bei Herzschwäche: Kaliumkanal als Angriffspunkt für Medikamententherapie

In der Herzforschung sind Erkenntnisse über die Bedeutung elektrophysiologischer Veränderungen im Herzen mit eingeschränkter Pumpfunktion der linken Herzkammer noch nicht ausgeschöpft. Zugleich sind die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung des Vorhofflimmerns noch begrenzt. „Das Interesse der Herzmedizin an neuen Ansätzen zur Behandlung von Vorhofflimmern im Zusammenhang mit der chronischen systolischen Herzschwäche ist daher groß“, betont Prof. Dr. med. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF). Ein Forscherteam hat mit der Untersuchung eines speziellen Zweiporendomänen (K2P)-Kaliumkanals im Herzen von Patienten mit unterschiedlich stark eingeschränkter Pumpfunktion der linken Herzkammer und mit Vorhofflimmern einen vielversprechenden Ansatz für die Entwicklung neuer wirksamerer Rhythmusmedikamente entdeckt.

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