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Living Guideline Demenzen aktualisiert: Erstmals Empfehlung zur Antikörpertherapie

Die Living Guideline Demenzen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde aktualisiert und enthält erstmals auch einen Vorschlag zur Behandlung von Alzheimer-Frühstadien mit den neu zugelassenen Antikörpern Lecanemab und Donanemab – auch wenn die Frage der Übernahme der Behandlungskosten für diese Therapien noch nicht letztendlich geklärt ist [1].
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Motivationsprobleme bei psychischen Störungen: Metastudie identifiziert unterschiedliche kognitive Mechanismen

Menschen mit verschiedenen psychischen Störungen ist häufig gemeinsam, dass sie sich nur schwer zu alltäglichen Aktivitäten motivieren können. Welche kognitiven Mechanismen dies bewirken und was das für psychotherapeutische Therapien bedeutet, erforscht Dr. Matthias Pillny, von der Universität Hamburg. Seine Metastudie wurde in der Fachzeitschrift Psychological Bulletin veröffentlicht.
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Künstliche Intelligenz erkennt Typ-2-Diabetes im Gewebe der Bauchspeicheldrüse

Künstliche Intelligenz erkennt Typ-2-Diabetes im Gewebe der Bauchspeicheldrüse

Typ-2-Diabetes wird über Blutwerte diagnostiziert – doch die eigentlichen Veränderungen spielen sich unter anderem im Gewebe der Bauchspeicheldrüse ab. Unter dem Mikroskop sind diese Veränderungen allerdings nicht sichtbar. Ein Forschungsteam des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) in Düsseldorf, des Paul Langerhans Instituts von Helmholtz Munich und des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen am Universitätsklinikums Tübingen zeigte nun erstmals: Erklärbare Künstliche Intelligenz kann unterscheiden, welches Gewebe von Menschen mit Typ-2-Diabetes stammt und welche Strukturen dabei eine Rolle spielen. Grundlage ist ein Datensatz aus Dresden und Tübingen.
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Mehr Fleisch, mehr Fett – wenig Evidenz: Vorsicht bei neuen US-Ernährungsempfehlungen

Mehr Fleisch, mehr Fett – wenig Evidenz: Vorsicht bei neuen US-Ernährungsempfehlungen

Zum „Tag der gesunden Ernährung“ warnt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) vor einer unkritischen Betrachtung und Übernahme neuer US-Ernährungsempfehlungen in Deutschland – etwa in den sozialen Medien. Die von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vorgestellten Leitlinien betonen tierische Proteinquellen und vollfette Milchprodukte deutlich stärker als bisher und setzen etwa bewährte Grenzwerte für die tägliche Eiweiß-Zufuhr deutlich nach oben. Die DGVS kritisiert genauso wie die American Society for Nutrition die wissenschaftliche Herleitung der Empfehlungen.
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Medizin
Endometriose-Diagnosen in Deutschland mehr als verdoppelt

Endometriose-Diagnosen in Deutschland mehr als verdoppelt

Die Zahl erfasster Endometriose-Fälle ist stark gestiegen. Das liegt nicht daran, dass mehr Frauen erkranken. Grund ist vielmehr eine positive Entwicklung. Immer mehr Frauen in Deutschland haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Diagnose Endometriose erhalten. Das geht aus Hochrechnungen aus dem Arztreport der Krankenkasse Barmer hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Zahl der Frauen mit Endometriose habe sich von rund 230.000 im Jahr 2005 auf rund 510.000 Betroffene im Jahr 2024 mehr als verdoppelt.
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Medizin

MIGRA-MD: Innovationsprojekt für strukturierte und digitale Migräneversorgung startet

Trotz guter Therapieoptionen erhalten Migränepatient:innen in Deutschland nicht immer eine leitliniengerechte, auf die individuelle Situation abgestimmte Therapie. Deshalb fördert der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Innovationsfondsprojekt „MIGRA-MD – Strukturierte fachärztliche Migräneversorgung – multimodal und digital" des LMU Klinikums München und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) sowie von weiteren Projektpartnern mit über 5 Millionen Euro. Beginnend am 1. März 2026 werden über die nächsten 1,5 Jahre insgesamt 1000 Patient:innen aufgenommen.
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Hämatologie
GTH 2026

Moderne Hämophilie-Therapie verhindert Blutungen und hält Gelenke gesund

In einem effektiven Behandlungsmanagement der Hämophilie ist die Verhinderung von Blutungen lediglich der erste Schritt. Ebenso wichtig ist die Gesunderhaltung der Gelenke, Vermeidung von Gelenkveränderungen sowie Schmerzen, sodass eine Teilhabe gesichert ist. Als erster Vertreter einer neuen FVIII-Klasse steht mit Efanesoctocog alfa eine Therapieoption mit verlängerter Halbwertszeit zur Verfügung, die signifikant auf die Lebensqualität der Betroffenen einzahlt.
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Medizin
Neue Leitlinie für den Einsatz von Reserveantibiotika

Neue Leitlinie für den Einsatz von Reserveantibiotika

Weltweit steigt die Zahl der Bakterien, die gegen gängige Antibiotika resistent sind. Eine neue Leitlinie hilft, damit infizierte schwerkranke Patient:innen gezielt mit Reserveantibiotika zu behandeln und somit sowohl die besten Heilungschancen zu ermöglichen als auch die kostbaren Reserveantibiotika sinnvoll einzusetzen. Die S3-Leitlinie zur „Antibiotikatherapie schwerer Infektionen mit multiresistenten Bakterien" (MRETher) wurde federführend koordiniert von Prof. Dr. Sören Gatermann, Abteilung für Medizinische Mikrobiologie der Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Dr. Matthias Pletz, Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Jena.
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Medizin
Welt-Adipositas-Tag 2026

Adipositas und Fettlebererkrankungen im Fokus

Der Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2026 stand unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity„ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich, dass uns Adipositas alle betrifft und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben bereits heute mit Adipositas. Auch in Deutschland sind immer mehr Erwachsene und Kinder stark übergewichtig – mit weiter steigender Tendenz. Anlässlich des Aktionstages weist die Deutsche Leberstiftung insbesondere auf die enge Verbindung zwischen Adipositas und Fettlebererkrankungen hin.
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Medizin

CHMP empfiehlt Zulassung von mRNA-Kombinationsimpfstoff gegen Influenza und COVID-19

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme abgegeben und die Zulassung von mRNA-1083 in der Europäischen Union empfohlen. Der Kombinationsimpfstoff ist indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung einer Influenza-Erkrankung sowie durch SARS-CoV-2 verursachter COVID-19 Erkrankung bei Personen ab 50 Jahren.
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Medizin
ECCO 2026

Mirikizumab: Drei Jahre steroidfreie klinische Remission bei Morbus Crohn

Auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) in Stockholm präsentierte Eli Lilly neue Langzeitdaten zu Mirikizumab [1] bei Morbus Crohn (MC): 91% der behandelten Patient:innen konnten eine in Woche 52 erzielte steroidfreie klinische Remission bis Woche 152 aufrechterhalten [2]. Mirikizumab ist damit der bislang erste und einzige Interleukin(IL)-23p19-Inhibitor mit nachgewiesener, anhaltender Wirksamkeit über drei Jahre bei MC und gleichzeitig über vier Jahre bei Colitis ulcerosa (CU) – verbunden mit einem überzeugenden Sicherheitsprofil [2-4]. In beiden Indikationen zeigen aktuell vorgestellte Daten darüber hinaus, dass Hospitalisierungs- und Operationsraten im Langzeitverlauf deutlich reduziert werden können [5, 6].
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Medizin

FSME-Risikogebiete in Deutschland weiten sich aus – Impfschutz wird immer wichtiger

In vielen Regionen Deutschlands besteht ein hohes Risiko, sich durch einen Zeckenstich mit dem Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Virus zu infizieren. Seit Beginn der Erfassung dieser Risikogebiete sind fast in jedem Jahr neue Regionen dazugekommen, so auch dieses Jahr. Nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zählen zwei neue Regionen, darunter der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und der Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt, ab sofort dazu [1]. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den FSME-Fallzahlen wider: 693 gemeldete Erkrankungen im Jahr 2025 markieren den dritthöchsten Wert seit Beginn der Erfassung. Die FSME-Impfung bietet den zuverlässigsten Schutz vor einer FSME-Infektion. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie allen Personen, die in einem FSME-Risikogebiet leben oder einen Aufenthalt dorthin planen und mit Zecken in Kontakt kommen können [2].
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Aktualisierte COPD-Leitlinie 2026: Neue Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie

Aktualisierte COPD-Leitlinie 2026: Neue Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie

Die aktualisierte S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) 2026 ist veröffentlicht. Federführend durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) erstellt, waren mehr als 30 Expert:innen und eine große Zahl an Fachgesellschaften in die mehr als zweijährige Aktualisierungsarbeit eingebunden. „Diese Leitlinie ergänzt die Nationale Versorgungsleitlinie COPD und integriert die neuesten evidenzbasierten Erkenntnisse, um eine frühere und effektivere Behandlung zu ermöglichen", betont DGP-Präsident Prof. Christian Taube. Die Publikation sei für behandelnde Ärzt:innen sowie Patient:innen ein wichtiges Update und die gute Nachricht des Tages. „Diese Überarbeitung bietet evidenzbasierte Handlungsanweisungen für eine frühere Intervention“, so Prof. Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie der Universitätsmedizin Essen.
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Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Ob wir morgens eher Kohlenhydrate oder Fette essen, könnte mitbestimmen, wie unser Stoffwechsel arbeitet. Prof. Olga Ramich vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat gemeinsam mit ihrem Team nun erstmals am Menschen gezeigt, dass die zeitliche Verteilung der Aufnahme von Kohlenhydraten und Fetten die Aktivität von mehr als tausend Genen im Fettgewebe über den Tag hinweg verändert – darunter Gene, die den Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse steuern. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Food Research International veröffentlicht [1].
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Warum sich das Immunsystem über Jahrzehnte an Impfungen erinnert

Warum sich das Immunsystem über Jahrzehnte an Impfungen erinnert

Warum kann sich das menschliche Immunsystem oft ein Leben lang an eine Impfung erinnern? Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Uniklinikums Erlangen sind dieser Frage nachgegangen. Ihre Studie liefert eine überraschend klare Antwort: Die Abwehr-Zellen, die für das immunologische Gedächtnis verantwortlich sind, schalten demnach frühzeitig in eine Art Standby-Modus. In diesem Zustand können sie viele Jahrzehnte überleben. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Immunology veröffentlicht [1].
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