Montag, 18. Juni 2018
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Aktuelle Infos für Ärzte

18. Juni 2018

MS: Langjährige Studien und Erfahrungen machen Glatirameracetat verlässlich

Was zählt wirklich in der langfristigen Therapie der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (RMS)? Aus Sicht des Versorgungsalltags und der Wissenschaft beleuchteten Prof. Dr. Orhan Aktas (Düsseldorf) und Dr. Dieter Pöhlau (Asbach) diese Frage bei einem Fachpressegespräch. Es sei eine entscheidende Anforderung, dass eine wirksame Therapie mit DMTs (Disease Modifying Therapies) und eine konsequente symptomatische Therapie aller relevanten Beschwerden der meist jungen Patienten auf lange Sicht sicher und gut verträglich ist. Unsicherheiten in der Anwendung könnten erfahrungsgemäß zu einer sinkenden Adhärenz führen – in der Praxis ist aktuell laut Aussage der zwei Neurologen der Austausch durch Nachahmer-Präparate ein Thema, gerade bei den so genannten NBCDs (Non-Biological Complex Drugs). Eine fundierte Datenbasis mit umfangreichen Studien- und Praxiserfahrungen steht bei der Wahl von MS-Therapeutika an erster Stelle, so die Experten. Am Beispiel des Immunmodulators Glatirameracetat (GA 40 und 20 mg/ml, Copaxone®) verdeutlichten sie die Bedeutung einer verlässlichen Langzeitanwendbarkeit: Zum einen weist GA 20 über zwei Millionen Patientenjahre Erfahrung auf (1). Zum anderen wurden für das 3x wöchentlich zu verabreichende GA 40 jüngst 7-Jahres-Daten veröffentlicht, die eine langfristige Wirksamkeit bestätigen (2).

© ag visuell / Fotolia.com
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Sicherheit und Wirksamkeit von Rivaroxaban bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz bestätigt

Eine Subanalyse der COMPASS-Studie bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) mit oder ohne Herzinsuffizienz (HI) ist Ende Mai vorgestellt worden. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Patienten mit gleichzeitiger leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz die vaskuläre Dosierung von 2,5 mg Rivaroxaban zweimal täglich in Kombination mit 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS) einmal täglich zu einer signifikanten Reduktion des primären Endpunkts, der Kombination von Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulären Todesfällen sowie zu einer signifikanten Verbesserung des klinischen Nettonutzens um 31% führte (1).

Psoriasis vulgaris: Effektivität und Anwenderfreundlichkeit von Sprühschaum mit der Fixkombination Calcipotriol + Betamethason Dipropionat bestätigt

Die topische Behandlung ist nach wie vor die Standardtherapie bei Psoriasis vulgaris und wird in der aktuellen S3-Leitlinie für Patienten mit leichter Psoriasis empfohlen (1). Neben den Wirkstoffen kommt dabei der Galenik eine besondere Rolle zu, denn diese entscheidet maßgeblich über die Wirksamkeit eines Präparates: So bietet die Anwendung von Enstilar®, dem innovativen Sprühschaum mit der Fixkombination aus Calcipotriol und Betamethason Dipropionat (2), nachweislich Vorteile gegenüber herkömmlichen topischen Formulierungen (3,4). Wie eine aktuelle Praxisstudie verdeutlicht, genießt Enstilar® sowohl bei Ärzten als auch Patienten eine hohe Wertschätzung, was nicht zuletzt an dessen hoher Effektivität, Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit liegt (5).

15. Juni 2018

Digitale Thoraxdrainage eröffnete neue Perspektiven

Vom Heber-Prinzip zu digitalen Systemen: Die Thoraxchirurgie hat sich im Laufe der Zeit stark verändert und verbessert – genau wie die Thoraxdrainage. Vor 10 Jahren wurde die Thoraxdrainage-Therapie, wie wir sie kannten, durch die Einführung digitaler Thoraxdrainage-Systeme vollständig überholt. Ein integrierter Motor erzeugt ein Vakuum in einem geschlossenen System, welches aus Leitungen und einem Auffangsystem für Flüssigkeiten besteht: Dieses Konzept eröffnete völlig neue Perspektiven bei der Versorgung von Thoraxdrainage-Patienten. Ein digitales Drainagesystem bietet nicht nur die Möglichkeit zur Mobilisierung aller Patienten mit Thoraxdrainage, sondern verringert auch die allgemeine Häufigkeit von Komplikationen (1). Diese Systeme überwachen den Patienten und schlagen Alarm, falls die gemessenen Daten außerhalb des Referenzbereiches liegen. Da der Unterdruck digital überwacht wird, kann die Technologie eventuell vorhandene Leckagen im System oder im Pleuraraum objektiv feststellen und quantifizieren.

30 Jahre Zulassung von MTX in der Therapie der rheumatoiden Arthritis

Bei einem Symposium in Amsterdam wurde die Zulassung von Methotrexat (MTX) vor 30 Jahren in der Therapie der rheumatoiden Arthritis gefeiert  (RA) (1,2). Seit der Zulassung reißt der Strom der neuen Erkenntnisse zu diesem Arzneimittel nach wie vor nicht ab. Dank dieser Entwicklungen wird die Wirkweise immer besser verstanden, werden neue Indikationen erschlossen und relevante Aspekte der Patientenadhärenz herausgearbeitet. In der Praxis führt dies zu einer stetigen Therapieoptimierung, auch hinsichtlich Dosierung und Darreichungsform, wie im Medac-Symposium herausgestellt wurde.

14. Juni 2018

Komplement-Rezeptor C3aR blockieren, um gezielt vor Herzinfarkt und Schlaganfall zu schützen

Strömt Blut aus einer Wunde, sorgen Blutplättchen dafür, dass es bald gerinnt. Sind sie allerdings zu aktiv, kann es zu Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall kommen. Deshalb werden häufig blutverdünnende Mittel verschrieben, obwohl darunter die Gerinnungsleistung leidet. Einen neuen Ansatz haben nun Wissenschaftler der Klinik für Neurologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit Tübinger Kollegen gefunden. Sie konzentrieren sich dabei auf den Komplement-Rezeptor C3aR, der zum angeborenen Immunsystem gehört.

Schweres Asthma: Tiotropium jetzt auch als zusätzliche Dauertherapie für Kinder ab 6 Jahren zugelassen

Auch schwer an Asthma erkrankte Kinder sollen möglichst normal aufwachsen. Allerdings erreicht knapp die Hälfte aller pädiatrischen und jugendlichen Asthma-Patienten trotz Therapie keine Asthma-Kontrolle gemäß Asthmakontrolltest. Ab sofort ist nun für Kinder ab 6 Jahren mit Spiriva® Respimat® eine weitere Behandlungsoption verfügbar: Der langwirksame Muskarin-Antagonist kann zusätzlich zur bestehenden Medikation ab Stufe 3 eingesetzt werden und sowohl die Lungenfunktion als auch die Asthmakontrolle verbessern.

Experten diskutieren beim Hauptstadtkongress über die Zukunft von Biosimilars

„Biotechnologisch hergestellte Arzneimittel sind eine wichtige Therapieoption für Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie onkologischen und chronisch entzündlichen Krankheiten“, eröffnete Prof. Dr. Jürgen Wasem, Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, die Diskussionsrunde im Rahmen des diesjährigen Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit. Experten aus den Bereichen Therapie, Medizinmanagement, Gesundheitsökonomie, Apothekenwesen und pharmazeutische Industrie debattierten beim Pfizer-Symposium über „Chancen und Risiken für Biosimilars in Deutschland“. Die Experten waren sich einig, dass Patienten nur dann nachhaltig und wirtschaftlich versorgt werden können, wenn die Steuerungsinstrumente im GKV-Arzneimittelmarkt synchronisiert werden können und ein Versorgungsmarkt entsteht.

© Robert Kneschke / Fotolia.com
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Kleineres Injektionsvolumen von konzentriertem Mahlzeiteninsulin fördert Selbstmotivation von Diabetes-Patienten

Wenn bei Menschen mit Diabetes eine Therapie mit Insulin notwendig wird, reagieren diese zunächst häufig abwehrend. Beim Überwinden möglicher Barrieren hilft aus Sicht von PD Dr. Matthias Frank, Neunkirchen, eine gründliche Beratung über den zu erwartenden Nutzen dieser Therapie. Auch die Wahl eines konzentrierten Mahlzeiteninsulins wie Humalog® 200 kann den Patienten die Therapie erleichtern, erklärte der Diabetologe in einem Interview. Das geringe Injektionsvolumen habe psychologische Effekte, die die Motivation des Patienten unterstützen.

Schlaganfallprophylaxe: Kooperation verzahnt Diagnostik und Therapie

Bristol-Myers Squibb und apoplex medical technologies haben jetzt eine Kooperation vereinbart, um über die von dem Medizintechnikhersteller entwickelte SRA (Schlaganfall-Risiko-Analyse)-Technologie gemeinsam zu informieren. Mit ihr sind Ärzte in der Lage, bei Patienten bisher unerkanntes paroxysmales Vorhofflimmern (pVHF) zu identifizieren bzw. das Risiko für Vorhofflimmern (VHF) besser einzuschätzen. Ziel der in Deutschland startenden Kooperation ist es, durch effizientes Zusammenspiel von Diagnostik und Therapie eine umfassende Primär- und Sekundärprävention von Schlaganfällen in Kliniken und in der Praxis zu ermöglichen.

13. Juni 2018

Leitlinie Herzinsuffizienz überarbeitet: „Wesentlich bessere Orientierung für Geriater“

Die Herzinsuffizienz ist ein Krankheitsbild, dessen Prävalenz mit steigendem Alter sehr stark zunimmt. Im Gegensatz zu jüngeren leiden ältere Patienten jedoch häufig unter weiteren Erkrankungen – dies gilt es insbesondere bei der medikamentösen Behandlung zu berücksichtigen. In der überarbeiteten Nationalen Versorgungsleitlinie Herzinsuffizienz werden neuste wissenschaftliche Erkenntnisse dazu berücksichtigt und Geriatern wertvolle Informationen zum Versorgungsalltag an die Hand gegeben. Aufgrund einiger neuer medizinischer Erkenntnisse war eine Überarbeitung der ursprünglichen Fassung aus 2009 dringend notwendig geworden. Über die Neuerungen der Leitlinie haben wir mit Prof. Roland Hardt gesprochen. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und Leiter der Abteilung Geriatrie im Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin in Mainz. Hardt hat die Interessen der Geriater bei der Leitlinienüberarbeitung eingebracht.

© crevis / Fotolia.com
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Zulassung für Denosumab bei Patienten mit Glucocorticoid-induzierter Osteoporose

Die Europäische Kommission hat für Denosumab (Prolia®) eine Zulassungserweiterung erteilt: Denosumab ist jetzt auch zugelassen für die Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit systemischer Glucocorticoid-Langzeittherapie bei erwachsenen Patienten mit erhöhtem Frakturrisiko. Die Zulassung der Europäischen Kommission basiert auf den positiven Ergebnissen einer Phase-III-Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab mit der von Risedronat bei Patienten mit Glucocorticoid-Behandlung verglich (1).

© megaflopp / Fotolia.com
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Elektroautos: Keine Einschränkungen für Träger von Herzschrittmachern

Patienten mit Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen wird häufig ein Herzschrittmacher oder ein Defibrillator eingesetzt, um die Herzfunktion zu regulieren. Diese kleinen Geräte sind jedoch anfällig für elektromagnetische Interferenzen, wie sie auch in Elektroautos potenziell auftreten können. Dr. Carsten Lennerz, Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Deutschen Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München, kommt in einer Studie zu dem Schluss, dass von derzeitigen Elektroautos keine Gefahr für Träger von Herzschrittmachern und anderen implantierten elektrischen Herzgeräten ausgeht.

Edoxaban reduziert im Vergleich zu Warfarin die Rate verschiedener Formen intrakranieller Blutungen

Die Daten einer neuen Subgruppen-Analyse der Studie ENGAGE AF-TIMI 48 zeigen: Bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF), die zur Prävention von Schlaganfällen oder systemischen embolischen Ereignissen (SEE) mit Edoxaban (LIXIANA®) behandelt wurden, war die Rate sowohl der spontanen als auch der traumatischen intrakraniellen Hämorrhagien (ICH) (1) im Vergleich zu Patienten unter Warfarin-Therapie reduziert (2). Die Daten wurden auf der 4. European Stroke Organisation Conference (ESOC) vom 16. bis 18. Mai 2018 in Göteborg (Schweden) vorgestellt.

© DGA/P.Himsel
© DGA/P.Himsel

Erektionsstörungen mit Katheterbehandlung beheben

Über die Hälfte aller Männer mit Erektionsstörungen spricht nicht ausreichend auf die Behandlung mit Medikamenten an oder leidet unter Nebenwirkungen. In vielen Fällen liegt der Erkrankung eine atherosklerotisch bedingte Durchblutungsstörung zu Grunde. Arterien des Beckens und des Penis sind verengt oder verschlossen, so dass keine Erektion erreicht werden kann. Eine Katheterbehandlung mit oder ohne Stentimplantation kann hier Abhilfe schaffen.

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