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Medizin

August 2019

Saisonale Grippe: Sinkende Impfquoten auch bei Hochrisiko-Patienten

Saisonale Grippe: Sinkende Impfquoten auch bei Hochrisiko-Patienten
© psdesign1 / Fotolia.com

Die saisonale Grippe ist vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen gefährlich. Dennoch erhalten weniger als die Hälfte der chronisch Nierenkranken und nur rund 13% der chronisch Lungenkranken eine Grippeschutzimpfung. Das zeigten Ärzte der Klinik für Innere Medizin IV mit den Schwerpunkten Nieren- und Hochdruckkrankheiten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, in einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Diabetes: Neue Klassifizierung?

Diabetes: Neue Klassifizierung?
© abidika - stock.adobe.com

Aktuelle Studien liefern Hinweise auf eine neue Betrachtung der bekannten Diabetes-Klassifizierung in Hinblick auf unterschiedlich hohe Risiken für Diabetes-assoziierte Komplikationen. Forscher des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und ihre Partner vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Universität Lund in Schweden haben nun verschiedene Cluster identifiziert, die die Aufteilung des Diabetes in Subtypen ermöglichen. Zwei dieser Untergruppen weisen ein höheres Risiko für Fettlebererkrankungen und Neuropathie auf. Entsprechend dem Konzept der...

Diabetisches Fußsyndrom: DDG empfiehlt Zweitmeinung per Telemedizin

Jeder vierte Diabetespatient bekommt im Laufe seines Lebens ein Diabetisches Fußsyndrom (DFS). Häufig werden Anzeichen der Erkrankung zu spät erkannt – dann bleibt Betroffenen unter Umständen nur die Entscheidung zur Amputation. Um Symptome rechtzeitig zu diagnostizieren und die richtige Behandlung einzuleiten, empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine Beratung mit DFS-Experten – auch per Telemedizin. Durch diese Videosprechstunden können behandelnde Ärzte eine Zweitmeinung einholen und so möglicherweise den Verlust der...

Nutzung von Smartphones kann Karpaltunnelsyndrom auslösen

Die intensive Nutzung von Smartphones fördert vermutlich einen Nerven-Engpass im Handgelenk mit schmerzhaften Taubheitsgefühlen, das Karpaltunnelsyndrom (KTS). Das belegen aktuelle Studien aus Asien (1, 2). „Drehende Bewegungen im Handgelenk verstärken das KTS, das ist bekannt“, bestätigt Prof. Dr. Helmut Buchner von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN). Wer häufig Kribbeln im zweiten und dritten Finger spürt, sollte einen Neurologen aufsuchen. Für Schwangere sind örtliche...

Weiterentwicklung der Crispr/Cas-Methode: Mehrere Gene gleichzeitig verändern

Weiterentwicklung der Crispr/Cas-Methode: Mehrere Gene gleichzeitig verändern
© ETH Zürich / Carlo Cosimo Campa

Die bekannte Crispr/Cas-Methode wurde weiterentwickelt: Es ist nun erstmals möglich, Dutzende, wenn nicht Hunderte von Genen in einer Zelle gleichzeitig zu verändern. Crispr/Cas ist in aller Munde. Mit dieser biotechnologischen Methode lassen sich in Zellen verhältnismäßig einfach und schnell einzelne Gene präzise entfernen, ersetzen oder verändern. Darüber hinaus kann seit wenigen Jahren mit auf Crispr/Cas basierenden Technologien auch die Aktivität einzelner Gene gezielt erhöht oder reduziert werden. Die entsprechenden Methoden haben...

Typ-2-Diabetes: Stärkere HbA1c-Senkung unter Sitagliptin bei geriatrischen Patienten

Typ-2-Diabetes: Stärkere HbA1c-Senkung unter Sitagliptin bei geriatrischen Patienten
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Bei Typ-2-Diabetikern ≥ 65 Jahre mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion senkte der zusätzlich zur Standardtherapie gegebene DPP-4-Hemmer Sitagliptin den HbA1c-Wert im Vergleich zum Ausgangswert stärker als der SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin. Unter Sitagliptin erreichten auch mehr Patienten den HbA1c-Zielwert von < 7,0%. Dies zeigten die Ergebnisse eine Post-hoc-Analyse der CompoSIT-R-Studie, die kürzlich auf der Jahrestagung der American Diabetes Association in San Francisco vorgestellt wurde (1).

Magensäureblocker: Kein Zusammenhang zu Allergien

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) sieht keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Magensäureblockern und der Entwicklung von Allergien, wie er in einer aktuellen Studie hergestellt wird. Die in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlichte Arbeit basiert allein auf Daten österreichischer Krankenversicherungen und bezieht fast keine Diagnosedaten mit ein. Nach Ansicht von Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen...

Adalimumab-Biosimilar: Mehr Flexibilität für Patienten durch längere Haltbarkeit

Adalimumab-Biosimilar: Mehr Flexibilität für Patienten durch längere Haltbarkeit
© g215 / Fotolia.com

Das Adalimumab von Biogen (IMRALDITM) bietet den Patienten Flexibilität – auch bei der Lagerung. So hat eine kürzlich publizierte Studie gezeigt, dass das Adalimumab von Biogen bis zu 28 Tage – und damit doppelt so lange wie andere Adalimumab-Präparate – außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt werden kann (1, 2). Darüber hinaus ist es gekühlt nicht wie andere Präparate nur 2 Jahre, sondern insgesamt 3 Jahre haltbar. In der Studie von Park et al. wurde die Stabilität von 36 Monate lang gekühlt gelagerten...

Migräne-Medikation: Rabattverträge für CGRP-Antikörper Galcanezumab

Das Unternehmen Lilly Deutschland GmbH hat für den CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide)-Antikörper Galcanezumab (Emgality®) mit mehreren gesetzlichen Krankenkassen Rabattverträge abgeschlossen, die zum 1. Juli bzw. 1. August 2019 in Kraft getreten sind. Sie decken aktuell mehr als 30% der gesetzlich Versicherten ab. Verhandlungen mit weiteren Krankenkassen laufen. Galcanezumab wird zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat eingesetzt und mittels Fertigpen einmal pro Monat (in der Erhaltungsphase) subkutan...

Altersabhängige Makuladegeneration: Rechtzeitige Lebensstiländerung bietet sicheren Schutz

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© Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Eine rechtzeitige Lebensstiländerung kann Menschen mit hohem Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken, bis ins fortgeschrittene Alter vor dem Verlust des Sehvermögens schützen. Das ist ein zentrales Zwischenergebnis des europäischen Forschungsprojekts EYE-RISK. Wer besonders gefährdet ist, wie das individuelle Risikoprofil ermittelt wird und welche 3 Lebensstil-Faktoren bei der Prävention entscheidend sind, erläuterten Experten auf einer Pressekonferenz der PRO RETINA Deutschland e.V.

Rechtsstreit um Alirocumab: Patentrechte weiterhin unklar

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© sdecoret - stock.adobe.com

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den Antrag von Sanofi und Regeneron auf einen vollständigen Aufschub der vorläufigen Vollstreckung des Urteils des Landgerichts bezüglich des Verbots der Fertigung, des Verkaufs und der Vermarktung von Alirocumab (Praluent®) in Deutschland für die Dauer der Berufung abgelehnt. In Deutschland noch vorhandene Ware wird aus Krankenhäusern, dem Großhandel und Apotheken nicht zurückgerufen.

Diabetes-Sonderformen: Medikamente, Virusinfektion, Mukoviszidose oder Gendefekte können Auslöser sein

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Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes – diese Stoffwechselerkrankungen sind allgemein bekannt. Was viele Hausärzte in Deutschland aber nicht wissen: Es gibt auch Sonderformen des Diabetes. Immer noch kommt es bei diesen Ausprägungen zu einer falschen Behandlung, weil sie nicht richtig diagnostiziert oder mit anderen Diabetesformen verwechselt werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt, wie die seltenere Diabetes-Untergruppe erkannt wird und was bei der Therapie beachtet werden muss.

Colitis ulcerosa und RA: Entzündungshemmende Wirkung eines neuen Wirkstoffes in Phase-IIa-Studie belegt

Colitis ulcerosa und RA: Entzündungshemmende Wirkung eines neuen Wirkstoffes in Phase-IIa-Studie belegt
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Abivax hat bekanntgegeben, dass der erste Patient in die Studie ABX464-301, eine klinische Phase-IIa-Studie mit ABX464 zur Behandlung von mäßiger bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), eingeschlossen und mit der Prüfmedikation behandelt wurde. Die klinische Studie wurde in 4 teilnehmenden Ländern – Frankreich, Polen, Tschechische Republik und Ungarn – wie eingereicht genehmigt. ABX464, ein einmal täglich oral einzunehmender Wirkstoffkandidat mit einem neuartigen Wirkmechanismus, zeigte bereits positive Ergebnisse bei der Behandlung von...

Molekulare Ursache der hypertrophen Kardiomyopathie identifiziert

Hinter einen neuen molekularen Mechanismus, der die Herzmuskelerkrankung hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) verursacht, sind Forscher vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gekommen. In Deutschland leiden über 160.000 Menschen an der HCM, der häufigsten erblichen Herzerkrankung. Hauptmerkmal ist eine verdickte Wand der linken Herzkammer. Im Laufe der Erkrankung kann die HCM zu Luftnot und Herzrhythmusstörungen führen, schlimmstenfalls sogar zum plötzlichen Herztod.

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