Donnerstag, 25. April 2019
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Medizin

April 2019

Wundheilung: Individuelle Implantate aus körpereigenem Material sollen Regeneration beschleunigen

Wundheilung: Individuelle Implantate aus körpereigenem Material sollen Regeneration beschleunigen
© Dan Race / Fotolia.com

Ein Schnitt im Finger, ein aufgeschürftes Knie oder auch nur ein Kratzer auf der Hautoberfläche – der menschliche Körper hilft sich selbst, kleinere Wunden schließen sich scheinbar von allein. Wie lassen sich diese Selbstheilungskräfte für die regenerative Medizin nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens „Patientenspezifische Implantate aus Eigenblutspenden“, das am Institut für Mehrphasenprozesse (IMP) an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt ist.

Mykobakterien: Potenzielle Zielproteine für die Antibiotikaentwicklung identifiziert

Mykobakterien: Potenzielle Zielproteine für die Antibiotikaentwicklung identifiziert
© eplisterra - stock.adobe.com

Wissenschaftler der Universität Freiburg haben erstmals ein Transportprotein in Mykobakterien identifiziert, das für die Aufnahme des Kohlenhydrats L-Arabinofuranose verantwortlich ist. Die Hauptautoren der Studie haben dabei eine neue Methode angewendet, die auch künftig die Bestimmung von Transportproteinen in Mykobakterien vereinfachen könnte. Diese Klasse von Proteinen könnte in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Entwicklung neuartiger Medikamente gegen Mykobakterien spielen, um Krankheiten wie Tuberkulose beim Menschen zu behandeln. Ihre Ergebnisse haben die...

Organspende: Vermeidung ethischer Konflikte durch Entscheidungshilfe

Organspende: Vermeidung ethischer Konflikte durch Entscheidungshilfe
© fovito / Fotolia.com

Ethische Konflikte beim Thema Organspende sollen unter Medizinern vermieden werden – dafür setzt sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein und hat dazu nun ein neues Positionspapier veröffentlicht. Konflikte treten dann auf, wenn Organfunktionen eines verstorbenen Patienten intensivmedizinisch aufrechterhalten werden, dies dem Verstorbenen aber nicht mehr nützt.

Augenkrankheiten: Lokale Behandlung mit Kontaktlinsen

Augenkrankheiten: Lokale Behandlung mit Kontaktlinsen
© Max Tactic / Fotolia.com

Kontaktlinsen, die Medikamente gezielt freisetzen und für lange Kontaktzeiten im Auge sorgen, entwickeln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit israelischen und deutschen Partnern. Der Wirkstoff wird dafür in Liposomen verkapselt und an die Innenseite der Kontaktlinsen gebunden. Auf diese Weise soll er länger im Auge verweilen. Zudem soll die Kontaktlinse mit Hilfe von Zuckern besonders verträglich gemacht werden.

Spontane synaptische Aktivität nach plötzlichem Tod im Tiermodell

Spontane synaptische Aktivität nach plötzlichem Tod im Tiermodell
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Eine tierexperimentelle Studie (1), die zeigt, dass Schweinehirne 4 Stunden nach dem (plötzlichen) Schlachttod des Tieres die Blutzirkulation wiederaufnehmen können und auch begrenzt neuronale Aktivität zeigen, liefert einen ersten experimentellen Ansatz dafür, wie ein Gehirn in einer Phase der Nulldurchblutung und des Sauerstoffmangels, wie sie z. B. häufig bei Herzinfarkt oder Schlaganfall eintritt, vor dem Untergang bewahrt werden könnte. Rückschlüsse auf den Hirntod lässt die Studie hingegen nicht zu.

Krankenhauskeime: Spezieller Siphon soll nosokomialen Infektionen vorbeugen

Krankenhauskeime: Spezieller Siphon soll nosokomialen Infektionen vorbeugen
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Jährlich erkranken allein in Deutschland etwa 800.000-900.000 Menschen an nosokomialen, also in Verbindung mit einem Krankenhausaufenthalt entstanden, Infektionen. Etwa ein Drittel dieser Fälle wird durch einen retrograden Bakterieneintrag bei immun-geschwächten Patienten verursacht. Als Partner im neu gestarteten Projekt „Siphon“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe MedTecLIVE, vom 21.-23. Mai 2019, in Nürnberg, in Halle 10, Stand 10.0 - 621, aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund
© madgooch / Fotolia.com

Obwohl Menschen mit Migrationshintergrund teilweise einen höheren Rehabilitationsbedarf haben, nehmen sie Maßnahmen medizinischer Rehabilitation seltener in Anspruch als Menschen ohne Migrationshintergrund. Diejenigen, die Rehabilitation nutzen, weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung oft schlechtere Rehabilitationsergebnisse auf. Wissenschaftler haben die Ursachen dafür erforscht und sich hierbei vor allem dem Aspekt der Versorgungserwartungen gewidmet. Für diese Arbeit wurden sie mit dem diesjährigen Preis für Rehabilitationsforschung der...

Hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie: Verzögerter Krankheitsverlauf durch frühzeitige Diagnose

Hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie: Verzögerter Krankheitsverlauf durch frühzeitige Diagnose
© fotomowo - stock.adobe.com

Die hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie (hATTR-PN) ist eine seltene und irreversible neurodegenerative Erkrankung mit letalem Verlauf (1). Die seltene Erkrankung wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Früh diagnostiziert kann sie z. B. durch eine orale Therapie mit Tafamidis (Vyndaqel®) behandelt und der Krankheitsverlauf verzögert werden (2,3). Die „Red Flags“ um eine hATTR-PN zu erkennen, erörterten Experten im Rahmen eines Symposiums von Pfizer bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für...

Gefäßverschluss: Risikogen verringert Aspirin-Wirkung

Gefäßverschluss: Risikogen verringert Aspirin-Wirkung
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Ein großes Problem nach dem Einsetzen eines Stents in ein Blutgefäß sind Gerinnsel, die den Stent erneut verstopfen. Vorbeugend erhalten die Patienten deshalb blutverdünnende Medikamente, unter anderem Aspirin. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Deutschen Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München (TUM) konnten nun zeigen, dass das Risikogen GUCY1A3 die blutgerinnungshemmende Wirkung von Aspirin verringert und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten...

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen
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Über 1,4 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Alzheimer, weltweit sind es etwa 35 Millionen. Die Abschätzung des Alzheimerrisikos für den Einzelnen im Alter stellt immer noch eine der großen Fragen in der Demenzforschung dar. Die Vererbbarkeit der Alzheimer-Krankheit beträgt 60-80%. Nun haben kürzlich genomweite Assoziationsstudien in zehntausenden von Personen neue genetische Varianten entdeckt, die mit einem erhöhten Alzheimerrisiko einhergehen.

COPD: Studie soll Art und Häufigkeit der Komorbiditäten klären

COPD: Studie soll Art und Häufigkeit der Komorbiditäten klären
© Pixelchaos2011 / Fotolia.com

Patienten mit der chronischen Lungenerkrankung COPD leiden nicht nur unter häufigem Husten, Atembeschwerden und Entzündungen im Bereich der Atemwege, sie entwickeln auch Begleiterkrankungen, die andere Organe betreffen. Wie oft solche Komorbiditäten vorkommen und wie man sie erkennen kann, soll die deutschlandweite COSYCONET-Studie klären. Aktuelle Ergebnisse der umfangreichen Studie, an der mehr als 2.700 COPD-Patienten aus 29 Versorgungszentren teilnehmen, werden auf der 125. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) vorgestellt, die...

SCID: Neues Zentrum für zelluläre Immundefekte

SCID: Neues Zentrum für zelluläre Immundefekte
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SCID (severe combined immunodeficiency) ist eine Gruppe schwerer, seltener Immundefekte. Zwar erkrankt nur jeder 50.000 Säugling daran, aber der jeweilige Immundefekt führt meist zu einer schweren Störung der Bildung weißer Blutkörperchen. Die betroffenen Kinder können keine funktionierende Immunabwehr entwickeln. Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren führen zu schweren Infektionen. Unbehandelt sterben die an SCID erkrankten Kinder in den ersten Lebensmonaten.

Nuklearmedizin: Neuausrichtung des Faches mit mehr Interdisziplinarität und KI

Nuklearmedizin: Neuausrichtung des Faches mit mehr Interdisziplinarität und KI
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Die Nuklearmedizin ist ein „cooles Fach“: Diese Aussage eines jungen Teilnehmers kann stellvertretend für die angeregten Diskussionen während des ersten Zukunftsworkshops der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin stehen, der am 6. April im Rahmen ihrer Jahrestagung stattgefunden hat. Die rund 300 Teilnehmer beteiligten sich lebhaft bei der Suche nach Lösungen und zukünftigen Zielen im Hinblick auf 4 selbst gewählte Themen, bei denen es zahlreiche inhaltliche Überschneidungen gab: Zukunftsprofil Nuklearmedizin, Interdisziplinarität,...

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Im Winter neigen vor allem ältere Menschen dazu, sich zu Hause einzuigeln. Aber zu wenig an Bewegung, frischer Luft und Tageslicht können schnell das Immunsystem schwächen, den Stoffwechsel verlangsamen und aufs Gemüt schlagen. „Senioren sollten auch im Winter auf ausreichend Bewegung achten. Andernfalls haben sie es im Frühjahr deutlich schwerer, wieder in Schwung zu kommen“, sagt Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER GEK. Regelmäßige Bewegung ist deshalb so wichtig, weil sie den altersbedingten physiologischen...