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Medizin

Februar 2020

RA: Signifikant höhere Ansprechraten unter JAK-Inhibitor Upadacitinib

RA: Signifikant höhere Ansprechraten unter JAK-Inhibitor Upadacitinib
© sebra - stock.adobe.com

Das bisherige Therapiespektrum für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die auf ein oder mehrere DMARDs (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs, krankheitsmodifizierende Antirheumatika) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, wird durch die Zulassung des selektiven und reversiblen Januskinase (JAK)-Inhibitors Upadacitinib (Rinvoq®) um einen zentralen Baustein für eine effektive RA-Therapie erweitert.

SMA: Kritik an Medikamenten-Verlosung

SMA: Kritik an Medikamenten-Verlosung
© Weissblick - stock.adobe.com

Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner kritisieren die Verlosung des in Europa noch nicht zugelassenen Novartis-Medikamentes Onasemnogen-Abeparvovec (Zolgensma®) an 100 Kleinkinder mit einer tödliche Muskelkrankheit scharf. Es geht um insgesamt 200 Millionen Euro. „Hier wird nicht nur das offizielle Zulassungsverfahren ausgehebelt, es wird auch mit der Hoffnung von Familien gespielt“, sagt Prof. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Die Indikation zur Gabe...

Herzinsuffizienz: Komorbidität Eisenmangel

Herzinsuffizienz: Komorbidität Eisenmangel
© hzg/lange

Eisenmangel bei gesunden Menschen ist in der Regel gut behandelbar und bei ärztlicher Versorgung komplikationslos. Bei Menschen mit Herzschwäche hingegen ist der Mangel an Eisen im Blut ein häufiger Auslöser für einen Krankenhausaufenthalt. „Eisenmangel gilt heute als eine Begleitkrankheit der Herzschwäche und kann auch ohne jede Blutarmut vorliegen. Eine standardmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzschwäche ist deshalb wichtig“, sagt der Kardiologe Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorsitzender der Deutschen...

Orphan Diseases: Aufbau einer globalen Division

Orphan Diseases: Aufbau einer globalen Division
© irissca - stock.adobe.com

Chiesi hat bekanntgegeben, dass mit Chiesi Global Rare Diseases eine neue Geschäftseinheit gegründet wird. Die neue Geschäftseinheit wird in Zukunft die Ressourcen der gesamten Chiesi Gruppe nutzen, um die Forschung und Produktentwicklung für seltene und sehr seltene Erkrankungen voranzutreiben. Die Einheit hat ihren Hauptsitz in Boston, Massachusetts, USA, und konzentriert sich zunächst auf die Forschung und Produktentwicklung im Bereich der lysosomalen Speicherkrankheiten sowie der seltenen hämatologischen und ophthalmologischen Erkrankungen.

Typ-2-Diabetes: Prävention, Früherkennung und Behandlung

Typ-2-Diabetes: Prävention, Früherkennung und Behandlung
© Andrey Popov - stock.adobe.com

Am 7. und 8. Februar 2020 fand in München zum 9. Mal die Fortbildungsveranstaltung „Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos“ statt. Experten aus unterschiedlichsten medizinischen Fachgebieten präsentierten und diskutierten die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Diabetologie und den damit verbundenen Erkrankungen. Die 2 Tage im Hotel Hilton Munich Park boten wieder eine umfassende Fortbildungsmöglichkeit für die tägliche Patientenversorgung in Klinik und Praxis.

Osteoporose: Schmerzreduktion und Vermeidung von Frakturen

Osteoporose: Schmerzreduktion und Vermeidung von Frakturen
© crevis - stock.adobe.com

Mitte Januar hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Disease-Management-Programm (DMP) für Osteoporose-Patienten beschlossen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) begrüßt die Einführung eines strukturierten Behandlungsprogramms für Menschen, bei denen eine medikamentös behandlungsbedürftige Osteoporose diagnostiziert worden ist. Die Fachgesellschaft weist jedoch auf weiterhin bestehende Defizite bezüglich der Früherkennung hin, die für eine frühzeitige Behandlung bei Knochenschwund wichtig ist. Die DGE fordert...

Schlaganfall: Makrophagen wandern aus dem Blut ein

Schlaganfall: Makrophagen wandern aus dem Blut ein
© Uni Jena

Makrophagen sind als Teil des angeborenen Immunsystems für die Hirnentwicklung und -funktion unablässig. Mit einer neuartigen Methode brachten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena, der Universität Bonn und des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA) Makrophagen zum Leuchten, die im Knochenmark gebildet wurden. In Untersuchungen an Mäusen fanden die Forscher mit dieser Technologie heraus, dass kurz nach einem Schlaganfall zahlreiche aus dem Blut eingewanderte Makrophagen abgestorbenes und angrenzendes gesundes Hirngewebe befallen. Die...

Organe on demand: 3-dimensionale Kartierung auf Zellebene

Organe on demand: 3-dimensionale Kartierung auf Zellebene
© Helmholtz Zentrum München

Erstmals gelang es Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse einer...

Chronische Schmerzen: DGS fordert fläschendeckende Versorgung

Chronische Schmerzen: DGS fordert fläschendeckende Versorgung
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aktuelle Auswertungen aus dem PraxisRegister Schmerz zeigen, dass drei Viertel der Patienten mit chronischen Schmerzen unzumutbare Entfernungen in Kauf nehmen, um einen Arzt oder Therapeuten zu erreichen. Als unzumutbar gelten laut Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen Entfernungen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als 30 Minuten Fahrtzeit benötigen. Für spezialisierte Fachärzte beträgt die zumutbare Fahrtzeit 60 Minuten. Große Entfernungen sind besonders für die...

MS: Gehirngängiger BTK-Inhibitor erreicht primären Endpunkt in Phase-II-Studie

MS: Gehirngängiger BTK-Inhibitor erreicht primären Endpunkt in Phase-II-Studie
© ag visuell - stock.adobe.com

Die Phase-IIb-Studie von Sanofi zur Untersuchung des noch in der klinischen Prüfung befindlichen BTK (Bruton-Tyrosinkinase)-Inhibitors (SAR442168), eines oralen, gehirngängigen, selektiven niedermolekularen Wirkstoffs, hat ihren primären Endpunkt erreicht. In der Studie verringerte SAR442168 die mittels Magnetresonanztomographie (MRT) gemessene, mit Multipler Sklerose (MS) einhergehende Krankheitsaktivität signifikant. SAR442168 wurde gut vertragen, und es ergaben sich keine neuen sicherheitsrelevanten Erkenntnisse.

Sepsis: Personalisierte Immuntherapie

Sepsis: Personalisierte Immuntherapie
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Im EU-Projekt ImmunoSep untersucht ein Forschungsverbund mit insgesamt 14 Partnern, ob Sepsispatienten von einer spezifischen Immunbehandlung profitieren, die nicht bei allen Patienten gleich angewandt wird, sondern den individuellen Krankheitsverlauf von Patienten berücksichtigt. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist als klinisches Studienzentrum an dieser Studie beteiligt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Horizon 2020 Förderprogramms der Europäischen Union in den nächsten 4 Jahren mit insgesamt über 10 Millionen Euro gefördert.

Impfstoffwirksamkeit: Verbesserung durch neue Erkenntnisse des kindlichen Immunsystems

Impfstoffwirksamkeit: Verbesserung durch neue Erkenntnisse des kindlichen Immunsystems
© Juan Grtner / Fotolia.com

Kinder in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen sind am stärksten auf Impfschutz angewiesen, da Infektionskrankheiten in diesen Ländern häufiger auftreten. Die Impfstoffe sind für diese Kinder jedoch im Vergleich zu entsprechenden Bevölkerungsgruppen in Ländern mit hohem Einkommen oft weniger wirksam. Eine in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlichte Studie des Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) und anderen zeigt, dass das Immunsystem bei Kindern von Faktoren wie Alter, Ort...

Ebola: Neue Virusvarianten schneller erkennen

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© Giovanni Cancemi - stock.adobe.com

Die Situation ist außergewöhnlich: Nur 4 Mal wurde bisher ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen, nun bestehen 2 zur gleichen Zeit. Während die Gefährlichkeit des neuen Coronavirus noch unklar ist, kämpfen die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo weiter mit einem seit 2018 andauernden Ebolavirus-Ausbruch, der bereits über 2.000 Tote verursacht hat. Ein Problem ist die genaue Kenntnis des Erregers, denn das Ebolavirus kann wie so viele Viren in verschiedenen genetischen Varianten auftreten. Erst die Analyse seines Erbguts macht es...

Clostridium difficile: Übertragung auch außerhalb von Krankenhäusern

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© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Clostridium difficile wird für die Mehrzahl von Darminfektionen in Krankenhäusern verantwortlich gemacht. Eine durch längerfristige Gabe von Breitband-Antibiotika geschädigte Darmflora gilt dabei als größter Risikofaktor für die Ansteckung mit C. difficile. Aktuelle Ergebnisse deuten allerdings darauf hin, dass C. difficile wesentlich häufiger und nach jeder Darmerkrankung auftreten und zudem über viele Monate hinweg wieder aufflammen kann.

Coronavirus: Pneumologische Kliniken sind vorbereitet

Coronavirus: Pneumologische Kliniken sind vorbereitet
© Rido - stock.adobe.com

In Deutschland sind aktuell 14 Fälle des Coronavirus gemeldet. Bei den meisten Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Virus stehen Erkältungssymptome im Vordergrund. Für ältere und immungeschwächte Menschen, zum Beispiel mit bestehenden Lungenerkrankungen, kann das Virus jedoch gefährlich werden. Um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden, ist eine schnelle Diagnose umso wichtiger. Die Kliniken sind auf mögliche Fälle des Coronavirus vorbereitet. Für die deutsche Bevölkerung bestehe kein Anlass zur Sorge, erklärt die Deutsche...

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