Donnerstag, 25. April 2019
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Medizin

April 2019

Lernen: Schlaf befördert Langzeitgedächtnis

Lernen: Schlaf befördert Langzeitgedächtnis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

2 Regionen unseres Gehirns werden zur Speicherung von Gedächtnisinhalten verwendet: der Hippocampus und die Großhirnrinde. Während ersterer vor allem kurzfristig zur Aufnahme neuer Informationen benötigt wird, kann letztere große Informationsmengen für lange Zeit speichern. Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die Gehirnbereiche die Aufgaben bei der Verfestigung von neu Gelerntem teilen und welche Rolle Schlaf dabei spielt.

Angststörungen: Cortisol in der Konfrontationstherapie

Angststörungen: Cortisol in der Konfrontationstherapie
© Johan Swanepoel / Fotolia.com

Wie eine Gabe des Stresshormons Cortisol die Konfrontationstherapie bei Angststörungen beeinflusst, haben Bochumer Psychologen untersucht. Aus früheren Studien war bekannt, dass Cortisol das Extinktionslernen, welches der Konfrontationstherapie zugrunde liegt, robuster machen kann. An einer Gruppe von Spinnenphobikern zeigte das Team um Prof. Dr. Armin Zlomuzica vom Zentrum für Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) jedoch, dass eine Gabe von Cortisol nach der Konfrontation nicht vorteilhaft für die Patienten ist.

Omega-3-Fettsäuren: Fisch-reiche Ernährung fördert Oxylipin-Bildung

Omega-3-Fettsäuren: Fisch-reiche Ernährung fördert Oxylipin-Bildung
© absolutimages - stock.adobe.com

Dass sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken, ist wissenschaftlich gut belegt. Welcher molekulare Mechanismus hinter dieser Wirkung steckt, ist dagegen weniger bekannt. Grundlegende Erkenntnisse, um sich dieser noch ungeklärten Frage zu nähern, brachte eine Studie, die Lebensmittelchemiker der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam mit einer britischen Arbeitsgruppe über ein Jahr lang durchführten.

AWMF: Maßnahmen zur Patientenzentrierung

AWMF: Maßnahmen zur Patientenzentrierung
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Jeden Tag spüren Patienten, Ärzte und Pflegende den ökonomischen Druck im Gesundheitswesen. In einem solidarisch finanzierten Gesundheitssystem müssen die zur Verfügung stehenden Mittel angemessen, effizient und gerecht verwendet werden. Ökonomische Vorgaben dürfen aber die medizinische Versorgung nicht unangemessen beeinflussen. Das Patient-Arzt-Verhältnis und das Patientenwohl sind in Gefahr, wenn sich marktwirtschaftliche Interessen im Sinne einer „Ökonomisierung“ in der Medizin ungebremst weiter durchsetzen. Im Rahmen einer...

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: DGK fordert gesundheitspolitische Strategien

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: DGK fordert gesundheitspolitische Strategien
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland seit vielen Jahren Todesursache Nummer 1. Gesundheitspolitische Strategien und ein vermehrtes Engagement seitens der Politik forderte heute der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK), Prof. Dr. Hugo A. Katus, während der Eröffnungspressekonferenz der 85. Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim.

Wundheilung: Individuelle Implantate aus körpereigenem Material sollen Regeneration beschleunigen

Wundheilung: Individuelle Implantate aus körpereigenem Material sollen Regeneration beschleunigen
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Ein Schnitt im Finger, ein aufgeschürftes Knie oder auch nur ein Kratzer auf der Hautoberfläche – der menschliche Körper hilft sich selbst, kleinere Wunden schließen sich scheinbar von allein. Wie lassen sich diese Selbstheilungskräfte für die regenerative Medizin nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens „Patientenspezifische Implantate aus Eigenblutspenden“, das am Institut für Mehrphasenprozesse (IMP) an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt ist.

Mykobakterien: Potenzielle Zielproteine für die Antibiotikaentwicklung identifiziert

Mykobakterien: Potenzielle Zielproteine für die Antibiotikaentwicklung identifiziert
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Wissenschaftler der Universität Freiburg haben erstmals ein Transportprotein in Mykobakterien identifiziert, das für die Aufnahme des Kohlenhydrats L-Arabinofuranose verantwortlich ist. Die Hauptautoren der Studie haben dabei eine neue Methode angewendet, die auch künftig die Bestimmung von Transportproteinen in Mykobakterien vereinfachen könnte. Diese Klasse von Proteinen könnte in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Entwicklung neuartiger Medikamente gegen Mykobakterien spielen, um Krankheiten wie Tuberkulose beim Menschen zu behandeln. Ihre Ergebnisse haben die...

Organspende: Vermeidung ethischer Konflikte durch Entscheidungshilfe

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Ethische Konflikte beim Thema Organspende sollen unter Medizinern vermieden werden – dafür setzt sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein und hat dazu nun ein neues Positionspapier veröffentlicht. Konflikte treten dann auf, wenn Organfunktionen eines verstorbenen Patienten intensivmedizinisch aufrechterhalten werden, dies dem Verstorbenen aber nicht mehr nützt.

Augenkrankheiten: Lokale Behandlung mit Kontaktlinsen

Augenkrankheiten: Lokale Behandlung mit Kontaktlinsen
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Kontaktlinsen, die Medikamente gezielt freisetzen und für lange Kontaktzeiten im Auge sorgen, entwickeln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit israelischen und deutschen Partnern. Der Wirkstoff wird dafür in Liposomen verkapselt und an die Innenseite der Kontaktlinsen gebunden. Auf diese Weise soll er länger im Auge verweilen. Zudem soll die Kontaktlinse mit Hilfe von Zuckern besonders verträglich gemacht werden.

Spontane synaptische Aktivität nach plötzlichem Tod im Tiermodell

Spontane synaptische Aktivität nach plötzlichem Tod im Tiermodell
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Eine tierexperimentelle Studie (1), die zeigt, dass Schweinehirne 4 Stunden nach dem (plötzlichen) Schlachttod des Tieres die Blutzirkulation wiederaufnehmen können und auch begrenzt neuronale Aktivität zeigen, liefert einen ersten experimentellen Ansatz dafür, wie ein Gehirn in einer Phase der Nulldurchblutung und des Sauerstoffmangels, wie sie z. B. häufig bei Herzinfarkt oder Schlaganfall eintritt, vor dem Untergang bewahrt werden könnte. Rückschlüsse auf den Hirntod lässt die Studie hingegen nicht zu.

Krankenhauskeime: Spezieller Siphon soll nosokomialen Infektionen vorbeugen

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© fotoliaxrender / Fotolia.com

Jährlich erkranken allein in Deutschland etwa 800.000-900.000 Menschen an nosokomialen, also in Verbindung mit einem Krankenhausaufenthalt entstanden, Infektionen. Etwa ein Drittel dieser Fälle wird durch einen retrograden Bakterieneintrag bei immun-geschwächten Patienten verursacht. Als Partner im neu gestarteten Projekt „Siphon“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe MedTecLIVE, vom 21.-23. Mai 2019, in Nürnberg, in Halle 10, Stand 10.0 - 621, aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund

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Obwohl Menschen mit Migrationshintergrund teilweise einen höheren Rehabilitationsbedarf haben, nehmen sie Maßnahmen medizinischer Rehabilitation seltener in Anspruch als Menschen ohne Migrationshintergrund. Diejenigen, die Rehabilitation nutzen, weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung oft schlechtere Rehabilitationsergebnisse auf. Wissenschaftler haben die Ursachen dafür erforscht und sich hierbei vor allem dem Aspekt der Versorgungserwartungen gewidmet. Für diese Arbeit wurden sie mit dem diesjährigen Preis für Rehabilitationsforschung der...

Hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie: Verzögerter Krankheitsverlauf durch frühzeitige Diagnose

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Die hereditäre Transthyrethin-Amyloidose mit Polyneuropathie (hATTR-PN) ist eine seltene und irreversible neurodegenerative Erkrankung mit letalem Verlauf (1). Die seltene Erkrankung wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Früh diagnostiziert kann sie z. B. durch eine orale Therapie mit Tafamidis (Vyndaqel®) behandelt und der Krankheitsverlauf verzögert werden (2,3). Die „Red Flags“ um eine hATTR-PN zu erkennen, erörterten Experten im Rahmen eines Symposiums von Pfizer bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für...

Gefäßverschluss: Risikogen verringert Aspirin-Wirkung

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Ein großes Problem nach dem Einsetzen eines Stents in ein Blutgefäß sind Gerinnsel, die den Stent erneut verstopfen. Vorbeugend erhalten die Patienten deshalb blutverdünnende Medikamente, unter anderem Aspirin. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Deutschen Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München (TUM) konnten nun zeigen, dass das Risikogen GUCY1A3 die blutgerinnungshemmende Wirkung von Aspirin verringert und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten...

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen

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Über 1,4 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Alzheimer, weltweit sind es etwa 35 Millionen. Die Abschätzung des Alzheimerrisikos für den Einzelnen im Alter stellt immer noch eine der großen Fragen in der Demenzforschung dar. Die Vererbbarkeit der Alzheimer-Krankheit beträgt 60-80%. Nun haben kürzlich genomweite Assoziationsstudien in zehntausenden von Personen neue genetische Varianten entdeckt, die mit einem erhöhten Alzheimerrisiko einhergehen.

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Rheuma ist keine Frage des Alters Rheumatoide Arthritis ist eine von mehr als 200 verschiedenen Rheuma-Erkrankungen Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober   Mehr als jeder Zehnte glaubt, Rheuma sei eine altersbedingte Krankheit, die einfach hingenommen werden müsste (1). Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Deutschen anläßlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen. Dabei kann die Erkrankung in jedem Lebensalter auftreten. Auch viele junge Menschen erkranken an Rheuma: Rund 20.000 Kinder und...

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Am 09. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren - Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind allerdings Menschen mit Übergewicht. Die Zahl der durch Übergewicht verursachten Nierengewebsschäden hat sich in den vergangenen 30 Jahren bereits verzehnfacht!