Samstag, 18. November 2017
Navigation öffnen
Anzeige:

Aktuelle Infos für Ärzte

16. November 2017

IPF: In-vitro-Studie gibt Einblick in den Wirkmechanismus von Pirfenidon

Der Hedgehog (Hh) Signaltransduktionsweg ist u.a. für fibrotische Vorgänge verantwortlich und steht eng mit dem profibrotischen Zytokin TGF-b in Verbindung (1). Daher war dieser Signalweg Mittelpunkt einer in-vitro-Studie, die zur weiteren Aufklärung des Wirkmechanismus von Pirfenidon (Esbriet®) bei der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) beigetragen hat. Die Ergebnisse zeigen, dass Pirfenidon ein Schlüsselprotein im Hh Signaltransduktionsweg destabilisieren und dadurch profibrotische Prozesse verlangsamen kann.

© Dmitry Lobanov / Fotolia.com
© Dmitry Lobanov / Fotolia.com

Postprandiale Blutzuckerspitzen – Praxischeck Diabetestherapie

Eine postprandiale Hyperglykämie (PPH) kann zu einer ungünstigen Diabeteseinstellung führen und das Risiko für Folgekomplikationen steigern (1,2). Mit der schnell wirksamen Insulin aspart-Formulierung Fiasp® gelingt es, durch den schnellen Wirkeintritt dem physiologischen Insulinprofil Gesunder im Vergleich zu NovoRapid® noch näher zu kommen (3). Im Rahmen der diesjährigen Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) berichtet Dr. Erik Wizemann, Herrenberg, über die Herausforderung der PPH im Diabetesmanagement und welche Therapieerfahrungen er seit Markteinführung im April 2017 mit Fiasp® in der Praxis sammeln konnte.

Stellenwert der B-Zell-gerichteten Therapie in der Rheumatologie

Die Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Rituximab (MabThera®) hat die Behandlungsmöglichkeiten rheumatologischer Autoimmunerkrankungen – zunächst bei der rheumatoiden Arthritis (RA), danach bei den ANCA-assoziierten Vaskulitiden Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) und mikroskopische Polyangiitis (MPA) – erheblich erweitert. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Veranstaltung „B-Cell-Summit“ in Berlin im Oktober 2017 standen vor allem die guten Langzeitsicherheitsdaten und die zuverlässige Wirksamkeit von MabThera® nach erstem TNF-Inhibitor in der RA-Therapie sowie die schnelle und anhaltende Remissionsinduktion mit Rituximab bei Patienten mit GPA/MPA.

Tiermodell beweist, Stammzellen sind nicht direkte Akteure der Knorpelregeneration

Stammzellentherapie hat großes Potential für die Heilung von Knorpelschäden. Bislang war jedoch unklar, ob die Stammzellen selbst für die Regeneration verantwortlich sind, oder ob sie sie lediglich auslösen. Forschende der Vetmeduni Vienna konnten ihre Wirkung nun mit einem neuen System erstmals nachverfolgen und dieses Rätsel lösen. Nach der Injektion inszenieren Stammzellen den Heilungseffekt durch körpereigene Zellen und sind nicht selbst für die Knorpelgewebe-Regeneration verantwortlich. Der Durchbruch gelang, da zum ersten Mal die Immunreaktion auf das für die Nachverfolgung der injizierten Zellen notwendige Trackingmolekül verhindert werden konnte.  

15. November 2017

Chronisch entzündliche Autoimmunerkrankungen: EMA erteilt die Zulassung für Adalimumab-Biosimilar

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erteilt die Zulassung für Cyltezo® (BI 695501), ein Adalimumab-Biosimilar, für die Behandlung von chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankungen bei Erwachsenen und Kindern. Die Zulassung beruht auf umfangreichen Daten, welche die analytische, pharmakologische, nichtklinische und klinische Biosimilarität von Cyltezo® gegenüber Humira®* untersuchten. Die Zulassung erfolgt nach kürzlich erteilter positiver CHMP-Stellungnahme und der FDA-Zulassung von Cyltezo® (1).

© monticellllo / Fotolia.com
© monticellllo / Fotolia.com

Steuerfreiheit für Obst und Gemüse soll Übergewicht stoppen

Ein gestaffeltes System der Mehrwertsteuer für Lebensmittel kann die Zunahme starken Übergewichts in Deutschland stoppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hamburg im Auftrag mehrerer Gesundheitsorganisationen. Berechnet wurden Ernährungsverhalten und Gewichtsentwicklung der Bevölkerung, wenn Obst und Gemüse gar nicht, ungesunde Lebensmittel aber höher als bisher besteuert werden. Ergebnis: Der Anteil stark übergewichtiger Menschen würde nicht weiter ansteigen, sondern sogar um 10% sinken.

Diabetes mellitus Typ 1: Schulungsprogramm erhält Gesundheitspreis

Patientenorientiert, innovativ, praxisnah: PRIMAS, das modernste Schulungsprogramm für Menschen mit Typ-1-Diabetes, erhielt den diesjährigen MSD Gesundheitspreis in der Kategorie „Stärkung der Patientenbeteiligung/Adhärenz“. PRIMAS überzeugte die Expertenjury besonders durch seine moderne und zeitgemäße Umsetzung. Das strukturierte Schulungsprogramm ist zudem sehr gut evaluiert – unter anderem durch eine erfolgreich durchgeführte Praxisstudie. Die vom Forschungsinstitut der Diabetesakademie Bad Mergentheim (FIDAM) entwickelte Schulung wird von der BERLIN-CHEMIE AG unterstützt. PRIMAS ist für den Einsatz im Rahmen des Disease-Management-Programms für Typ-1-Diabetes zugelassen und derzeit in zehn KV-Regionen abrechenbar.

14. November 2017

Die chronisch metabolische Azidose – das unterschätzte Risiko

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion leiden häufig unter einer chronisch metabolischen Azidose (cmA), da die geschädigten Nieren nicht mehr genügend Bicarbonat in den Blutkreislauf abgeben. Die cmA hat nicht nur systemische Auswirkungen, sondern beschleunigt auch den weiteren Funktionsverlust der Nieren und erfordert deshalb eine rechtzeitige Diagnose und Therapie. Nachdem die cmA lange Zeit nicht mehr im wissenschaftlichen Fokus stand, wurde sie durch die bahnbrechende Studie von De Brito-Ashurst in 2009 wieder stärker ins Bewusstsein der Ärzte gerückt. In diesem Artikel soll die aktuelle Studienlage zur cmA dargestellt werden.

CHMP-Zulassungsempfehlung für Ocrelizumab bei schubförmiger und primär progredienter MS

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Zulassungsempfehlung für die Anwendung von Ocrelizumab bei folgenden Patientengruppen ausgesprochen (2): Patienten mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose, die anhand bildgebender oder klinischer Befunde bestätigt wurde, sowie Patienten mit früher primär progredienter Multipler Sklerose unter Berücksichtigung der Krankheitsdauer, des Grades der Behinderung und bildgebender Befunde, die auf eine entzündliche Aktivität hinweisen. In Europa sind rund 700.000 Patienten, davon etwa 200.000 in Deutschland, von Multipler Sklerose (MS) betroffen (3,4). Die Mehrheit der Patienten weist eine schubförmige Form der MS auf, von der primär progredienten MS sind etwa 10-15% der MS-Patienten betroffen (5).  

Zurück
  ...  

Das könnte Sie auch interessieren

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische Untersuchungsmethoden und zielgerichtete Therapien kann das kostspielige Problem des deutschen Rückenleidens gelöst werden.