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Aktuelle Infos für Ärzte

18. Januar 2018

Wie sich Nanopartikel aus Hüftprothesen in menschlichem Gewebe ausbreiten

Endoprothesen sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Sie ersetzen geschädigte Gelenke und erleichtern so vielen Menschen das Leben. Allerdings können Partikel aus Implantaten auch zu medizinischen Problemen führen. Eine Forschungsgruppe unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hat am Beispiel eines tantalhaltigen Hüftgelenks untersucht, welche Teilchen aus der Endoprothese sich im Gewebe nachweisen lassen und welche Folgen sie haben. Für ihre Studie wurde die Arbeitsgruppe nun von der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik und der Stiftung Endoprothetik ausgezeichnet.

Herzchirurgische Versorgung in Deutschland weiterhin auf hohem Qualitätsniveau

Die rund 1.000 in Deutschland tätigen Herzchirurgen führten im Jahr 2016 insgesamt 184.789 Herzoperationen durch, wovon 12,4% der Patienten als Notfälle operiert werden mussten. Insbesondere der Anstieg des Lebensalters, sowie die mit höherem Lebensalter einhergehenden vielfältigen Begleiterkrankungen der herzchirurgischen Patienten, stellen die Herzchirurgen vor immer neue Herausforderungen, denen die Herzmediziner mit der Entwicklung innovativer Operationsverfahren und -techniken begegnen. „Die nachweisbare Verbesserung der Lebenserwartung wie auch der Lebensqualität steht neben der Patientensicherheit im herzchirurgischen Fokus“, erklärt PD Dr. Harringer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. „Die flächendeckend herzchirurgische Vollversorgung ist mit den 78 etablierten herzchirurgischen Fachabteilungen bundesweit gesichert.“

Deutscher Herzbericht: Sterblichkeit durch Herzerkrankungen angestiegen

Die Zahl der Sterbefälle durch Herzerkrankungen insgesamt hat leicht zugenommen. Wie in den Vorjahren sterben bei Betrachtung der Herzkrankheiten in der Summe deutlich mehr Frauen als Männer, wie der neue Deutsche Herzbericht 2017 dokumentiert. Einen dominierenden Einfluss auf die Sterblichkeit in allen Bundesländern haben die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit 128.230 Sterbefällen im Jahr 2015 (2014: 121.166) und die Herzinsuffizienz mit 47.414 Sterbefällen 2015 (2014: 44.551). „Dieser Anstieg insbesondere der Herzschwäche erfordert besondere Aufmerksamkeit seitens der Herzmedizin und Anstrengungen in der Versorgung der teils schwerkranken Patienten auch angesichts der stetig zunehmenden Krankenhausaufnahmen von über 11.000 pro Jahr“, unterstreicht Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, bei der Vorstellung des neuen Herzberichts in Berlin.

Unbekannte Gedächtnisfähigkeit entdeckt

Jede Sekunde unseres Lebens strömt eine immense Menge an Informationen auf unsere Sinne ein. Aufgrund der außerordentlich riesigen Datenmengen war man bisher davon ausgegangen, dass die meisten dieser Informationen schnell verblassen und nur der kleine Teil langfristig gespeichert wird, den unsere Aufmerksamkeit auswählt. Diese Vermutung wird durch zahlreiche Studien gestützt. Ein Team um Prof. Dr. Christof Kuhbandner (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie an der Universität Regensburg) konnte nun im Rahmen eines Experiments nachweisen, dass diese Vermutung falsch ist. Menschen scheinen automatisch in sehr schneller Rate detaillierte Kopien der einströmenden Informationen langfristig zu speichern – unabhängig von der aktuellen Aufmerksamkeit, ohne die Absicht etwas zu speichern und ohne überhaupt davon zu wissen.

Auch das angeborene Immunsystem kann trainiert werden

Das „Training“ von Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen führt zu einer anhaltenden positiven Reaktion des blutbildenden Systems. Ein Effekt, der helfen könnte, dass sich die Bildung von weißen Blutkörperchen wieder beschleunigen lässt – denn während der Chemotherapie wird dieser Prozess ausgebremst. In einer jetzt erschienenen Publikation beschreiben die Wissenschaftler diesen Trainings-Effekt auf das angeborene Immunsystem (1). Er könnte künftig dazu genutzt werden, spezifische Nebenwirkungen der Chemotherapie zu verhindern.

17. Januar 2018

© USZ, Viszeralchirurgie
© USZ, Viszeralchirurgie

Adipositastherapie: Magenbypass und Schlauchmagen vergleichbar

Krankhaftes Übergewicht samt seinen Folgekrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs sind in der westlichen Welt stark verbreitet. Derzeit gelten Eingriffe in der Bauchhöhle als die effizientesten Maßnahmen bei stark Übergewichtigen mit einem BMI über 35. In der Schweiz werden jährlich 5.500 Operationen wegen starkem Übergewicht durchgeführt. Dabei schneiden der Magenbypass und der Schlauchmagen ähnlich ab: Die Patienten verlieren dabei langfristig etwa zwei Drittel ihres Übergewichts. Bei Magensäurereflux zeigt der Bypass klar bessere Resultate.

© lesslemon / Fotolia.com
© lesslemon / Fotolia.com

Künstlich hergestellter Phosphatase-Hemmstoff unterdrückt Infektion durch Ebolavirus

Ein künstlich hergestellter Hemmstoff bremst die Vermehrung des Ebolavirus; er könnte die Entwicklung eines Arzneimittels ermöglichen, das gegen die lebensbedrohliche Ebolaseuche hilft. Das hofft eine Forschungsgruppe europäischer Wissenschaftler aufgrund von Experimenten, mit denen das Virus daran gehindert wird, ein Enzym der befallenen Zellen für eigene Zwecke zu missbrauchen.

© sdecoret / Fotolia.com
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Schlaganfall: Kombination von Neuroroboter und Hirnstimulation aktiviert ungenutzte Nervenbahnen

Nach einem Schlaganfall kann die Mehrzahl der Patienten den betroffenen Arm und die Hand nicht mehr wie vorher einsetzen. Der Bedarf an effektiven Therapien für Menschen, die anhaltend an diesen Ausfällen leiden, ist groß. Tübinger Wissenschaftler haben eine neue Technologie entwickelt, die ungenutzte Nervenbahnen vom Gehirn zur Hand aktiviert. Diese Forschungsergebnisse können besonders für Schlaganfallpatienten mit schwerwiegenden Lähmungen von Bedeutung sein.

Menschen mit Typ-2-Diabetes unterschätzen ihr kardiovaskuläres Risiko

Die International Diabetes Federation (IDF) hat jetzt die Zwischenergebnisse der weltweit ersten internationalen Online-Umfrage zum Wissen und Risikobewusstsein von Menschen mit Typ-2-Diabetes  in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgestellt. Die Ergebnisse deuten auf ein geringes Risikobewusstsein sowie einen eingeschränkten Austausch zwischen Patienten und medizinischem Fachpersonal hin. Die weltweite Umfrage mit dem Titel Taking Diabetes to Heart wurde in Partnerschaft mit Novo Nordisk entwickelt. Noch bis März 2018 können Menschen mit Typ-2-Diabetes  daran teilnehmen.

16. Januar 2018

© LIGHTFIELD STUDIOS / Fotolia.com
© LIGHTFIELD STUDIOS / Fotolia.com

Therapieunterstützung bei Typ-2-Diabetes durch Onlineportal

Ab jetzt können auch Typ-2-Diabetespatienten, die eine Insulintherapie erhalten, vom erfolgreich etablierten TheraKey® profitieren. Damit werden für diese Patientengruppe abgestimmte, produktneutrale und gesicherte Informationen rund um die Erkrankung sowie zu den verschiedenen Insulintherapien zugänglich. Zugang zu dem neuen Onlineportal erhalten Patienten exklusiv über ihren Arzt. TheraKey® Diabetes verspricht rund um die Uhr Therapieunterstützung bei wichtigen Fragen. Ärzte profitieren von aufgeklärten, motivierten Patienten und werden so in ihrer Sprechstunde entlastet.

Starke Schmerzreduktion bei verbesserter Verträglichkeit mit Fixkombination Oxycodonhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid

Kürzlich wurde die Neueinführung von Oxycodon comp - HEXAL® Retardtabletten zur Schmerztherapie bekanntgegeben. Oxycodon comp - HEXAL® Retardtabletten enthalten eine fixe Wirkstoffkombination aus dem retardierten Opioid-Rezeptoragonisten Oxycodon und dem retardierten Rezeptorantagonisten Naloxon (1) und steht in 5 Wirkstärken – inklusive der Zwischenstärke 30 mg/15 mg zur Verfügung. Die Fixkombination Oxycodonhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid ermöglicht eine ausgeprägte Linderung starker Schmerzen und wirkt zugleich einer Opioid-induzierten Obstipation entgegen (2).

15. Januar 2018

Akutes Koronarsyndrom: Reduktion der Schlaganfallrate unter Ezetimib/Simvastatin

Die Kombination aus Ezetimib und Simvastatin senkte bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) nicht nur das Risiko für einen Herzinfarkt, sondern auch für einen Schlaganfall besser als eine Statin-Monotherapie. Ein Vorteil der Kombinationstherapie zeigte sich insbesondere bei Patienten, die bereits vor Studienbeginn einen Schlaganfall erlitten hatten. Dies ergab eine weitere Auswertung der IMPROVE-IT-Studie (1).

© Sashkin / Fotolia.com
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Veränderungen im KIF5A-Gen tragen zur ALS-Entstehung bei

Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Umeå haben Mutationen entdeckt, die die familiäre Form der tödlichen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) auslösen können. Unter den nun gefundenen Veränderungen im KIF5A-Gen ist der bisher am häufigsten bei Patienten nachgewiesene genetische Faktor, der zur Entstehung einer ALS beiträgt. Diese in der renommierten Fachzeitschrift Brain erschienenen Ergebnisse bestätigen die Annahme, dass der neurodegenerativen Erkrankung ein Zusammenspiel mehrerer Gendefekte zugrunde liegt. Zudem unterstreichen sie die Bedeutung von intrazellulären Transportprozessen bei der ALS-Krankheitsentstehung.

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