Samstag, 31. Oktober 2020
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Medizin

Oktober 2020

ATTR-CM: Frühe Diagnostik für frühzeitigen Therapiebeginn

ATTR-CM: Frühe Diagnostik für frühzeitigen Therapiebeginn
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Die Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) ist aufgrund ihres breiten Symptomspektrums bislang oft unterdiagnostiziert. Entscheidend ist es, betroffene Patienten bereits in frühen Stadien in der kardiologischen Primärversorgung zu identifizieren, damit sie in einem spezialisierten Zentrum adäquat versorgt werden können. Das ist angesichts der Tatsache, dass die mit einer hohen Mortalität assoziierte Erkrankung mit Tafamidis (Vyndaqel®) 61 mg nun erstmals kausal behandelt werden kann, ein wichtiges Anliegen. Welche Red Flags den...

Antidepressivum als mögliches Mittel gegen COVID-19

Antidepressivum als mögliches Mittel gegen COVID-19
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Ein Forscherteam um Prof. Dr. Ursula Rescher vom Institut für Medizinische Biochemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) befasst sich mit Wirkstoffen, die an der Schnittstelle von Wirt und Erreger wirken. Ziel ist es, Medikamente zu finden, die die Aufnahme von SARS-CoV-2-Viren hemmen und die Schwere einer COVID-19-Erkrankung verringern. Die Wissenschaftler haben nun die Möglichkeit untersucht, das Antidepressivum Fluoxetin als Medikament gegen COVID-19 einzusetzen. Die Studienergebnisse wurden jetzt von der Fachzeitschrift „Emerging Microbes...

Schädigung der Blutgefäße: COVID-19 kann Thrombosen, Lungenembolien oder Schlaganfälle begünstigen

Schädigung der Blutgefäße: COVID-19 kann Thrombosen, Lungenembolien oder Schlaganfälle begünstigen
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Ist COVID-19 eine Gefäßerkrankung? Anfangs als reine Lungenkrankheit betrachtet, deuten immer mehr Studien darauf hin, dass eine COVID-19-Erkrankung die Blutgefäße schädigt und Gefäßerkrankungen wie Thrombosen, Lungenembolien oder Schlaganfälle begünstigt. Mögliche Ursachen und der aktuelle Stand der Forschung waren Thema auf der Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG). Dort diskutierten die DGG-Experten außerdem über eine Zunahme von...

COVID-19 und Atherosklerose: „Der Schlaganfall ist eine seltene Folge der neuen Corona-Infektion“

COVID-19 und Atherosklerose: „Der Schlaganfall ist eine seltene Folge der neuen Corona-Infektion“
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Schwere Verläufe einer Infektion mit dem neuen Corona-Virus haben vor allem auf die Lunge große Auswirkungen. Doch auch Nerven und Gefäße können betroffen sein. Der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns hat sich als häufiges neurologisches COVID-19 Symptom bestätigt. Ob SARS-CoV-2 auch das Auftreten von Schlaganfällen begünstigt, beantwortet der ausgewiesene Atherosklerose-Experte und Direktor der Innsbrucker Univ.-Klinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Innsbruck, Stefan Kiechl.

COVID-19: Score-System zur Einschätzung des individuellen Risikos für einen schweren Krankheitsverlauf

COVID-19: Score-System zur Einschätzung des individuellen Risikos für einen schweren Krankheitsverlauf
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Ein neues Score-System zur Einschätzung des individuellen Risikos für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg und der LMU München vorgestellt. Die Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 sind sehr unterschiedlich und hängen von individuellen Faktoren, wie etwa Vorerkrankungen oder Alter ab. Die Beurteilung des individuellen Risikos für einen schweren Krankheitsverlauf stellt an Ärztinnen und Ärzte somit hohe Anforderungen. Das neue...

Cystische Fibrose: Tiefgreifende Therapie des Proteindefekts zugelassen

Die Cystische Fibrose (CF, Mukoviszidose) manifestiert sich am auffälligsten in der Lunge, ist aber eine Multiorgankrankheit. Bislang wurde sie wesentlich symptomatisch behandelt, seit August 2020 aber steht eine Therapie zur Verfügung, welche die ihr zugrundeliegenden Proteindefekte adressiert. Der Pädiater Prof. Dr. med. Marcus A. Mall vom Mukoviszidose-Zentrum der Charité, Berlin, erklärte auf einem virtuellen Pressegespräch das Wirkprinzip und stellte die Zulassungsstudien vor.

Systemchirurgie für die Leber

Systemchirurgie für die Leber
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Die neue DFG-Forschungsgruppe QuaLiPerf will ein Modell entwickeln, das Durchblutung und Funktion der Leber mit großer räumlicher Auflösung in gesundem und krankem Zustand quantifizieren kann. Das Modell soll perspektivisch bei der Planung großer Operationen eingesetzt werden, um  die verbleibende Leberfunktion und den Regenerationsverlauf zu prognostizieren. Das interdisziplinäre Team von sechs Forschungsinstitutionen verbindet Chirurgie und Hepatologie, Bildgebung, Bioinformatik und Datenwissenschaften und wird am Universitätsklinikum Jena koordiniert.

Verbesserte Anfallskontrolle durch Perampanel: Gute Chancen auch bei speziellen Patientengruppen

Verbesserte Anfallskontrolle durch Perampanel: Gute Chancen auch bei speziellen Patientengruppen
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„Umfangreiche Erfahrungen aus dem Praxisalltag und neue Studienergebnisse zeigen, dass es bei Einsatz geeigneter Antikonvulsiva im Rahmen einer individualisierten Epilepsietherapie möglich ist, die Anfallskontrolle nachhaltig zu verbessern“, konstatierte Prof. Dr. Bernhard J. Steinhoff, Epilepsiezentrum Kehl-Kork, Vorsitzender eines Symposiums im Rahmen der DGfE-Jahrestagung. Zu den häufigen Herausforderungen im Praxisalltag zählen die Behandlung von Epilepsiepatienten mit Schlafstörungen, idiopathisch generalisierten Epilepsien sowie die...

Hämophilie A: Direkte Vergleichsstudie zeigt Überlegenheit von Damoctocog alfa pegol

Hämophilie A: Direkte Vergleichsstudie zeigt Überlegenheit von Damoctocog alfa pegol
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Annals of Hematology hat im September positive Ergebnisse der ersten direkten Vergleichsstudie von Bayer zum pharmakokinetischen (PK) Profil der 2 PEGylierten rekombinanten Faktor VIII-Produkte (rFVIII) mit verlängerter Halbwertszeit Damoctocog alfa pegol (Jivi®) und Rurioctocog alfa pegol vorgestellt (1). Den Ergebnissen zufolge war das pharmakokinetische Profil von Damoctocog alfa pegol dem von Rurioctocog alfa pegol in vergleichbarer Dosierung bei der Mehrheit der Patienten überlegen. Es handelt sich hierbei bereits um die zweite direkte pharmakokinetische...

Morbus Gaucher: 5 Jahre gute Erfahrung mit Substratreduktion

Mit einer Prävalenz von weniger als 1/40.000 gehört die Speicherkrankheit Morbus Gaucher in unseren Breiten zu den seltenen Erkrankungen, merkte PD Dr. med. Anton Gillessen, Münster, auf einem Online-Meet-the-Expert an. Dennoch sollte der Arzt, vor allem bei einer Hepato- und Splenomegalie „einfach daran denken.“ Denn die gesicherte Diagnose ist mit einem Trockenblut-Test leicht zu erstellen. Und die Existenz von 2 guten Wirkprinzipien hat den M. Gaucher gerade vom Typ 1 gut behandelbar gemacht.  

Diabetes mellitus: Schnelleres Mahlzeiten-Insulin näher an der Physiologie

Entgleisungen der postprandialen Glukose (PPG) haben, dies ist unter Diabetologen Commen sense, negative Auswirkungen auf das Outcome. Daher stellt das neu auf dem Markt verfügbare Insulin lispro (Lyumjev®), welches einen schnelleren Wirkeintritt bei einer kürzeren Wirkdauer ermöglicht einen weiteren Schritt in Richtung effizienterer Behandlung durch eine physiologischere Insulinwirkung dar. Prof. Dr. med. Thomas Forst, Mainz, erklärte auf einem Online-Event von Lilly die Vorteile der neuen Formulierung, zudem wurden die Zulassungsstudien vorgestellt.  

Mangelernährung bei geriatrischen Patienten: Erhöhtes Krankheitsrisiko und verzögerte Genesung

Hochaltrige Menschen haben generell ein erhöhtes Risiko, eine Mangelernährung zu entwickeln, bis zu 50% geriatrischer Patienten sind bereits von einer Mangelernährung betroffen. „Um dem entgegenzuwirken, brauchen wir in den Krankenhäusern wie auch in Pflegeeinrichtungen und Altersheimen eine wesentlich bessere Aufklärung zu Ursachen und Folgen einer Mangelernährung. Gerade bei Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust muss sofort gehandelt werden“, sagt Professorin Dorothee Volkert, Leiterin der Arbeitsgruppe „Ernährung und...

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen: Verbesserung der nasalen Polypen unter Benralizumab

Die Ergebnisse der Phase-III-Studie OSTRO zeigen, dass Benralizumab (Fasenra®) (1) im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante Verkleinerung der nasalen Polypen sowie eine Verbesserung der nasalen Obstruktion bei PatientInnen mit chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) bewirkte: Gemessen wurde diese anhand des endoskopischen Polypen-Scores (NPS) und des Nasal-Blockage-Scores (NBS) bei PatientInnen mit schwerer bilateraler Polyposis nasi, die trotz fortlaufender Behandlung mit dem Therapiestandard (SoC) symptomatisch waren (2).

COPD: Nachfüllpackungen für Inhalator verbessern Umweltbilanz

Für Spiolto® Respimat® und Spiriva® Respimat® sind ab sofort Nachfüllpackungen mit jeweils 3 Patronen auf dem deutschen Markt verfügbar. Hierdurch kann der Inhalator nun mit bis zu 6 Patronen hintereinander ein halbes Jahr lang genutzt werden. Im Vergleich zu den bisher in Deutschland erhältlichen Packungsgrößen mit einer oder 3 Patronen pro Inhalator kann so die Umweltbilanz des Inhalators noch einmal deutlich verbessert werden (1).

KI verantwortungsvoll entwickeln und anwenden: Plattform Lernende Systeme veröffentlicht Leitfaden

Künstliche Intelligenz (KI) kann unseren Alltag erleichtern, die Gesundheitsversorgung verbessern und bei der Lösung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Corona-Pandemie unterstützen. Inwieweit KI-basierte Systeme tatsächlich eingesetzt werden, hängt maßgeblich davon ab, ob die Menschen der Technologie vertrauen. Ethische Werte und Prinzipien spielen – zumindest in Europa – für die Entwicklung von KI daher eine zentrale Rolle. Die Plattform Lernende Systeme hat einen Leitfaden verfasst, wie sichere, nachvollziehbare und...

Migräne: Digitalisierte Therapie mit Apps und webbasierten Patientenportalen

Fast 6 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Migräne. Wiederkehrende pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen sehr.  Digitale Angebote wie Kopfschmerz-Apps oder das Kopfschmerzregister der DMKG können die Therapie auf vielfältige Weise unterstützen, sagten Experten auf dem Deutschen Schmerzkongress 2020. Sie gaben Tipps, wie digitale Technik in der Kopfschmerzmedizin sinnvoll und hilfreich eingesetzt werden kann.

COVID-19-Therapie: FDA-Zulassung für Remdesivir zur Behandlung hospitalisierter Patienten

COVID-19-Therapie: FDA-Zulassung für Remdesivir zur Behandlung hospitalisierter Patienten
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Die Food and Drug Administration (FDA) hat das antivirale Medikament Remdesivir (Veklury®) zur Behandlung von Patienten mit COVID-19, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, zugelassen. Das Medikament versucht die Replikation des COVID-19-auslösenden SARS-CoV-2 zu stoppen. Remdesivir, das zuvor von der FDA für die Notfallbehandlung von COVID-19 zugelassen wurde, ist jetzt die erste und einzige zugelassene COVID-19-Behandlung in den Vereinigten Staaten.

Typ-2-Diabetes: Fixkombination Insulin glargin + Lixisenatid bei unzureichender BOT

Typ-2-Diabetes: Fixkombination Insulin glargin + Lixisenatid bei unzureichender BOT
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Seit 9 Monaten ist Suliqua® (30-60) in Deutschland verfügbar – die erste Fixkombination aus einem Basalinsulin (Insulin glargin 100 Einheiten (E)/Milliliter (ml) und einem GLP-1-Rezeptoragonisten (Lixisenatid 33 Mikrogramm (µg)/ml) (1). „Patienten mit Typ-2-Diabetes, die von der Fixkombination profitieren können, sind in der Praxis leicht zu identifizieren“, erklärte Dr. Thorsten Siegmund, München, und fügte an: „Ihr HbA1c liegt trotz einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) oberhalb des...

Intensiv- und Notfallmediziner: Steigende Infektionszahlen differenziert und nach Altersgruppen betrachten

Intensiv- und Notfallmediziner: Steigende Infektionszahlen differenziert und nach Altersgruppen betrachten
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Vor dem Hintergrund der aktuell steigenden Covid-19-Infektionszahlen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) eine differenzierte Betrachtung des Infektionsgeschehens. „Damit es nicht zu Überlastungen in der medizinischen Versorgung kommt, ist die Auslastung der Intensivbetten in den nächsten Monaten ein entscheidender Faktor“, so Professor Dr. med. Christian Karagiannidis, kommender Präsident der DGIIN. „Die Zahl der steigenden Infektionen müsse immer im Zusammenhang mit der...

Rheumatoide Arthritis: JAK-Inhibitor wirkt stärker analgetisch als Biologikum

Rheumatoide Arthritis: JAK-Inhibitor wirkt stärker analgetisch als Biologikum
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Baricitinib, ein kleinmolekularer, selektiver, kompetitiver Inhibitor der Januskinasen JAK1 und JAK2, hat sich bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) einen festen Platz erobert. RA-Experten stellten Daten zum JAK-Inhibitor (JAKi) vor und besprachen Besonderheiten dieses Small molecules, wie etwa die exzellente analgetische Wirkung. Auf einem Satellitensymposium von Lilly während des Rheumakongresses 2020 wurde zudem die Sicherheit von Baricitinib thematisiert.

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).
  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).