Freitag, 9. Dezember 2016
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Aktuelle Infos für Ärzte

08. Dezember 2016

Depression: Evidenzbasierte Online-Psychotherapie als integraler Baustein eines modernen Behandlungskonzepts

Eine effektive Behandlung der Depression basiert auf zwei Säulen, der Pharmako- und der Psychotherapie (1). Wichtig ist darüber hinaus, auf eventuell vorhandene Komorbiditäten zu achten und diese bei der Auswahl der antidepressiven Medikation zu berücksichtigen. Was die psychotherapeutische Versorgung anbetrifft, scheint es in Deutschland noch zu hapern, wie sich u.a. an monatelangen Wartezeiten zeigt.

Chronische Hepatitis C: Fixkombination Elbasvir/Grazoprevir stoppt Viren mit Genotyp 1 und 4

Für Patienten mit chronischer Hepatitis C-Virus-Infektion der Genotypen 1 und 4 gibt es seit kurzem mit der Kombination aus dem NS5A-Inhibitor Elbasvir und dem NS3/4A-Protease-Inhibitor Grazoprevir eine neue Therapievariante. Punkten konnte die einmal täglich einzunehmende Fixkombination auch bei Patientengruppen, deren Behandlung bisher schwierig erschien: Menschen mit chronischer Niereninsuffizienz sowie unter Opioid-Agonist-Therapie.  

Klinisches Entwicklungsprogramm mit ABX464 zur funktionellen Heilung von HIV-Patienten

Update zum Entwicklungsprogramm mit ABX464, First-in-Class Wirkstoffkandidat als Medikament zur funktionellen Heilung von Patienten mit HIV/AIDS: Im Hinblick auf die aktuelle Rekrutierungsrate, die langsamer ist als erwartet, plant ABIVAX, die Topline-Ergebnisse der laufenden klinischen Phase-IIa-Studie (ABX464-004) im April 2017 zu kommunizieren, was gegenüber der ursprünglichen Schätzung eine Verzögerung von vier Monaten bedeutet. Derzeit werden Patienten in Spanien, Belgien und Frankreich in diese Studie eingeschlossen. Einer der primären Endpunkte der Studie ist die Langzeitwirkung von ABX464 auf die Reduktion der Viruslast im Blut infizierter Patienten, deren HIV-Infektion mit einer derzeit marktüblichen HIV-Therapie kontrolliert wird und die darüber hinaus entweder ABX464 oder Plazebo erhalten.

Lungenemphysem: GOLD-Behandlungsempfehlungen beinhalten Endobronchialventile

Die Global Initiative for chronic obstructive Lung Disease (GOLD) hat eine umfassende Überarbeitung ihrer Empfehlungen zum Krankheitsmanagement der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) herausgegeben (1). Erstmals empfehlen die GOLD-Standards eine bronchoskopische Reduktion des Lungenvolumens unter Verwendung von Endobronchialventilen als Behandlungsoption für Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenemphysem, die keine kollaterale Ventilation aufweisen.

Gelenk-OPs: Hoher Dokumentationsaufwand zur Qualitätssicherung

Rund 400.000 künstliche Gelenke setzen Operateure jährlich in Deutschland in Hüfte und Knie ein. Die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik (AE) nutzt ihr 20-jähriges Bestehen für ein Resumee darüber, wie sich die Endoprothetik in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie hohe Qualität in der Behandlung – von der Entscheidung für oder gegen eine OP bis hin zur optimalen Nachsorge – weiterhin gesichert werden kann. Endoprothetik-Experten untermauern ihre Forderung nach einem verpflichtenden Endoprothesenregister.

07. Dezember 2016

Alter beeinflusst den Mikronährstoffgehalt im Blut

Wie eine europäische Studie mit 2118 Frauen und Männern zeigt, haben ältere Menschen im Vergleich zu jüngeren höhere Vitamin-E-Spiegel und geringere Mengen bestimmter Carotinoide im Blut. Die altersbedingten Unterschiede waren unabhängig von der Landeszugehörigkeit, dem Geschlecht, der Jahreszeit, dem Cholesterinspiegel, dem Body-Mass-Index, dem Raucherstatus, dem Obst- und Gemüseverzehr sowie der Einnahme von Vitaminpräparaten. „Wie unsere Ergebnisse zeigen, beeinflusst auch das Alter den Mikronährstoffgehalt im Blut. Dieses Wissen könnte künftig dazu beitragen, altersorientierte Ernährungsempfehlungen zu verbessern“, sagt Tilman Grune vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE).

©svort / Fotolia.com
©svort / Fotolia.com

World Congress on Lung Cancer: Tabak tötet

„Tabakkonsum hat mehr Leben gekostet als beide Weltkriege zusammen“, sagte der Tabaré Vázquez, Präsident von Uruguay, auf der Pressekonferenz im Rahmen des World Congress on Lung Cancer in Wien. „11 Millionen Menschen sterben  pro Jahr an den Folgen des Tabakkonsums, und nicht nur an Lungenkrebs sondern auch an Krebsarten außerhalb des respiratorischen Trakts oder an kardiovaskulären Krankheiten, Schlaganfällen, COPD usw.

Plasmodium falciparum/ ©7activestudio / Fotolia.com
Plasmodium falciparum/ ©7activestudio / Fotolia.com

Der Weg des Malariaparasiten aus den Erythrozyten

Die Erreger der Malaria – einzellige Parasiten aus der Gattung Plasmodium – haben einen äußerst komplexen Lebenszyklus, der sich sowohl in der Stechmücke (Gattung Anopheles) als auch im Menschen abspielt. Dabei verläuft der Großteil des Lebenszyklus des Parasiten im Menschen intrazellulär, das heißt geschützt innerhalb der Wirtszelle. Nachdem die Mücke während einer Blutmahlzeit den Erreger in die Haut des Menschen injiziert, wandert dieser innerhalb von Minuten mit dem Blut in die Leber, wo er aktiv in Leberzellen eindringt und sich ungeschlechtlich vermehrt.

©Alex / Fotolia.com
©Alex / Fotolia.com

Früher Therapiestart bei chronischer inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie

Patienten mit chronischer inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie (CIDP) profitieren von frühzeitiger Diagnose und raschem Therapiestart. „Irreversible Nervenschäden lassen sich so hochwahrscheinlich vermeiden“, erklärte Prof. Dr. Benedikt Schoser, München, bei einer Experten-Diskussion am DGN-Kongress in Mannheim (1). Gut behandelbar sei eine CIDP zum Beispiel mit polyvalenten intravenösen Immunglobulinen (IVIG). Ziel bei der Herstellung moderner IVIG ist es, die knappe Ressource Spenderplasma bestmöglich zu nutzen und Nebenwirkungen zu minimieren.

06. Dezember 2016

Alveolen ©Markus Schnatmann / Fotolia.com
Alveolen ©Markus Schnatmann / Fotolia.com

Herzstiftung: Luftverschmutzung kann Entstehung von Infarkten beschleunigen

Viel zu wenig bekannt ist, dass auch hierzulande die Luftverschmutzung ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt. Luftverschmutzung ist nicht nur für die Entstehung und Verschlechterung von Atemwegserkrankungen verantwortlich. Bevölkerungsstudien sprechen dafür, dass anhaltende Luftverschmutzung die Schädigung der Gefäßinnenhaut der Herzkranzgefäße und der Gefäße an Kopf und Hals (Arteriosklerose) beschleunigt.

Hämophilie A oder B und Hemmkörper: rFVIIa kontrolliert 96,5% der Blutungen bei Verabreichung innerhalb einer Stunde nach Beginn der Blutung

NovoSeven® (rFVIIa), eine tragbare, raumtemperaturstabile Formulierung des aktivierten rekombinanten Faktor VIIa, kontrolliert 96,5% der Blutungsereignisse, wenn es innerhalb einer Stunde nach Beginn einer Blutung verabreicht wurde. Das ist das Ergebnis einer Subgruppenanalyse der SMART-7™ Studie, die während des 58. Annual Meetings der American Society of Haematology (ASH) präsentiert wurde (1).

Hohe Adhärenz von VHF-Patienten unter Dabigatran

Dabigatran-Patienten mit neu diagnostiziertem nicht valvulärem Vorhofflimmern (VHF) zeigen eine hohe Therapie-Adhärenz – das belegt eine Analyse des GLORIA™-AF-Registers (1). Die Wahrscheinlichkeit für eine andauernde Antikoagulation betrug bei Dabigatran (Pradaxa®)-Patienten nach einem Jahr 76,6%. Nach zwei Jahren lagen die Werte noch bei 69,2%. Die neuen Daten der von Boehringer Ingelheim unterstützten Studie wurden im Rahmen des Kongresses der American Society of Hematology (ASH) in San Diego, Kalifornien, präsentiert.

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Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder im Internet - kurz BEcKI' digital niederschwellige Hilfe anbieten", so Bredl. Partner ist das Universitätsklinikum Ulm, das gemeinsam mit der TK die Kooperation ab sofort auf Bayern ausweitet.