News
Gesundheitspolitik
SPD und CSU wollen Änderungen bei Gesundheitsreform
Nach Vorstellung der Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) melden die Koalitionspartner SPD und CSU noch größeren Änderungsbedarf an. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte in Berlin, es gebe momentan „eine gewisse Schlagseite“ zu einer einseitigen Belastung der Versicherten. Noch auf den Tisch kommen könnte die Frage einer stärkeren Steuerfinanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger:innen. Patientenvertreter, Krankenkassen und Opposition warnten vor zu vielen Lasten für Versicherte.
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Bioökonomie
Innovatives Recycling lässt die Medizin und Pharma aufhorchen
Neben der Verwendung von nachhaltigen Materialien sind Materialreduktion und Recycling wichtige Anker auf dem Weg der Kreislaufwirtschaft. Inzwischen stehen eine ganze Reihe von Ansätzen zum Umbau von Kunststoffabfällen in neue Grundstoffe bis hin zu Arzneimitteln in der Entwicklung. Trotz aller Hürden ist auch in der Gesundheitsbranche ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und Weiterverwertung angestoßen.
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Gesundheitspolitik
Mehr als 100 Millionen Dokumente in E-Patientenakten
Die Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) zieht weiter an. Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung wurden mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde und Diagnosen eingestellt, wie aus Daten der mehrheitlich bundeseigenen Digitalagentur Gematik hervorgeht. Digital gespeicherte Listen mit verschriebenen Medikamenten werden demnach im Schnitt 21 Millionen Mal pro Woche aus E-Akten von Patient:innen abgerufen.
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Medizin
Zum Welttag der Hämophilie
Acht Jahre bis zur Diagnose: Blutungsstörungen bei Frauen oft spät erkannt
Starke Regelblutungen, häufiges Nasenbluten oder unerklärliche blaue Flecken: Für viele Frauen und Mädchen gehören solche Symptome zum Alltag. Ursache kann eine Hämophilie sein. Diese seltene, jedoch unbehandelt risikoreiche erbliche Blutungsstörung wird bei weiblichen Betroffenen häufig erst bis zu 8 Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) anlässlich des Welttags der Hämophilie am 17. April hin. Das diesjährige Motto lautet: „Diagnosis: First step to care“.
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Medizin
T-Helferzellen schalten bei Dauerstress auf Selbstschutz
T-Helferzellen, auch als CD4⁺ T-Zellen bezeichnet, steuern zentrale Abläufe unseres Immunsystems. Sie erkennen Hinweise auf Krankheitserreger und geben Signale an andere Abwehrzellen weiter. So helfen sie B-Zellen bei der Bildung von Antikörpern und unterstützen T-Killerzellen bei der Bekämpfung infizierter Zellen. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben nun untersucht, wie sich diese Immunzellen unter Dauerbelastung bei chronischen Infektionen verändern. Am Beispiel der chronischen Hepatitis-C-Infektion zeigte das Team, dass T-Helferzellen ihr Programm umstellen: Sie steuern die Abwehr weniger kraftvoll und sichern dafür ihr eigenes Überleben. Das hilft, den Verlauf chronischer Infektionen besser zu verstehen, und eröffnet Ansatzpunkte für neue Therapien. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Immunity veröffentlicht [1].
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Medizin
Depressionen: Telefonische Unterstützung bei tyraminarmer Ernährung
Seit Februar 2026 steht eine telefonische Ernährungsberatung für Patient:innen mit therapieresistenter Depression (TRD) zur Verfügung, die die Therapie mit Tranylcypromin unterstützt. Im Rahmen der Einstellung auf Tranylcypromin sind tyraminarme Mahlzeiten einzuhalten. Eine geschulte Fachkraft unterstützt hier telefonisch u.a. bei Fragen zur Lebensmittelauswahl und Essensplanung im Kontext der tyraminarmen Ernährung und begleitet die Patient:innen bedarfsgerecht.
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Parkinson
Digitale 24/7-Unterstützung bei Parkinson
Digitalisierung und künstliche Intelligenz können gerade bei chronischen Erkrankungen wertvolle Unterstützung bieten. Menschen mit Parkinson steht seit November 2025 der neue KI-gestützte Chatbot jAImes der Parkinson Stiftung zur Seite.
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Gesundheitspolitik
Ärztepräsident hält Sparpaket für ausgewogen
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält das vorgeschlagene Sparpaket zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen für „durchaus angemessen“. Im ZDF-„Morgenmagazin“ sagte er, dass es „relativ ausgewogen ist und alle Betroffene beteiligt werden“.
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Gesundheitspolitik
Warkens Milliarden-Sparplan
Auf Patient:innen kommen nach Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken höhere Zuzahlungen und einige Einschnitte zu, um höhere Krankenkassenbeiträge im nächsten Jahr zu vermeiden. Die CDU-Politikerin stellte in Berlin Kernpunkte für ein Sparpaket vor, die auch milliardenschwere Ausgabenbremsen bei Versorgungsanbietern von den Praxen und Kliniken bis zu Arzneiherstellern umfassen. Einen konkreten Gesetzentwurf will die schwarz-rote Koalition jetzt in gut zwei Wochen ins Kabinett bringen.
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Myasthenia gravis
Mit Inebilizumab zielgerichtet gegen generalisierte Myasthenia gravis
Seit Februar 2026 ist Inebilizumab als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für Erwachsene mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG) zugelassen – die erste und einzige gegen CD19-gerichtete Therapie bei anti-AChR+ und anti-MuSK+ gMG.
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Medizin
Protein Picalm steuert Muskelaufbau und Regeneration
Eine bislang unbekannte Funktion des Proteins Picalm im Skelettmuskel haben jetzt Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und weiterer Partnerinstitutionen des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) identifiziert: Das Protein reagiert sensibel auf körperliche Aktivität und auf intermittierendes Fasten. Auch bei der Bildung neuer Muskelfasern spielt es eine entscheidende Rolle. Darüber berichtet das Team im Fachjournal Molecular Metabolism [1].
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Medizin
mRNA-Therapie bei Mukoviszidose in Entwicklung
Von der Modulatortherapie können nicht alle Menschen mit Mukoviszidose profitieren. Eine genbasierte Therapie könnte diesen Menschen helfen. Eine Arbeitsgruppe vom LMU Klinikum München untersucht derzeit, ob das genbasierte Therapeutikum CFTR-mRNA körpereigene Zellen der Lunge dazu veranlasst, einen intakten CFTR-Kanal selber herzustellen, um den Salz- und Wasserhaushalt auf der Lungenoberfläche aufrecht zu erhalten.
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Medizin
Universelles Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt
Ein Greifswalder Forschungsteam hat ein universell einsetzbares Blutplasma für alle Blutgruppen entwickelt. Perspektivisch werden dadurch Engpässe in der Versorgung mit Blutplasma vermieden, was gerade in der Notfallversorgung von Patient:innen klare Vorteile bringt. Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesoberbehörde für Arzneimittel hat das Verfahren nun zugelassen. Bisher gab es weltweit nur ein weiteres Verfahren dieser Art. Der Unterschied: Die Greifswalder Variante ist schneller und günstiger.
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Gesundheitspolitik
GKV-SV bestätigt den wachsenden Mehrwert von DiGA
Der GKV-Spitzenverband hat seinen jährlichen Bericht zu Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) veröffentlicht. Demnach haben diese Anwendungen „ihren Nutzen für die Patientinnen und Patienten unter Beweis gestellt", sagte Stefanie Stoff-Ahnis, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes anlässlich der Vorstellung des Berichtes.
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Parkinson
Zum Welt-Parkinson-Tag
Quantensprünge in der Parkinson-Forschung
Morbus Parkinson ist nach wie vor unheilbar. Doch die beachtlichen Forschungserfolge der letzten Jahre machen den Betroffenen berechtigte Hoffnung: Das Ziel, die Neurodegeneration kausal zu bremsen, statt nur Symptome zu therapieren, rückt in greifbare Nähe. Dabei stehen neben Medikamenten auch eine gute Schlafqualität sowie ein gesunder Lebensstil im Fokus.
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Gesundheitspolitik
Streit über Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende
SPD-Chef Lars Klingbeil stemmt sich dagegen, die Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfänger:innen künftig komplett aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die Gesundheitskosten im Bürgergeld ganz aus Steuermitteln statt über Sozialbeiträge zu bezahlen, würde rund zwölf Milliarden kosten, sagte der Bundesfinanzminister der „Süddeutschen Zeitung“. Er habe zwar an sich nichts dagegen, doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken, so Klingbeil. „Die werden nicht kleiner, wenn wir noch mehr Geld herausnehmen.“ Der Vorschlag der Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen sei daher keine echte Entlastung, sondern eine „Milchmädchenrechnung“. „Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“, sagte der Finanzminister.
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HIV
Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage 2026
Moderne HIV-Therapie – Die ART bleibt selten allein
Moderne antiretrovirale Therapien (ARTs) erhöhen heute dank großer Fortschritte in der HIV-Medizin die Chance für Betroffene auf eine nahezu gleiche Lebenserwartung wie in der Allgemeinbevölkerung bei guter Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter, Multimorbidität und der Einnahme weiterer Substanzen kann es jedoch zu Wechselwirkungen kommen, die den Therapieerfolg einer ART beeinträchtigen können. Wenn dafür ein Risiko besteht, sollte das Regime vorausschauend umgestellt werden.
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Medizin
Strategischer KI-Einsatz für zukunftsfähige Krankenhäuser
Wie können Krankenhäuser Künstliche Intelligenz (KI) so einsetzen, dass sie medizinisches Personal nachhaltig entlastet, die Versorgungsqualität verbessert und gleichzeitig regulatorischen Anforderungen gerecht wird? Antworten auf diese Fragen liefert das neue Whitepaper „Künstliche Intelligenz im Krankenhaus – Strategien und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung", welches das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS anlässlich der DMEA 2026 veröffentlicht [1]. Das Whitepaper richtet sich gezielt an Entscheider:innen im Krankenhaus, die KI strategisch, verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen wollen.
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Gesundheitspolitik
Keine Sprechstundenerweiterung ohne Bezahlung
Der Bayerische Facharztverband (BFAV) sieht in der geplanten Honorarstreichung des Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) bei gleichzeitiger Beibehaltung der erweiterten Sprechstunden für GKV-Versicherte eine unverhältnismäßige Mehrbelastung der Vertragsärzt:innen.
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Medizin
Vermeidbare Sterblichkeit in Westeuropa: Deutschland liegt bei Eindämmung weiterhin zurück
Obwohl Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte bei der Reduzierung der vermeidbaren Sterblichkeit erzielen konnte, hat sich der Rückstand zu vielen Regionen in Westeuropa nicht verringert. Im Vergleich zu Regionen und Ländern mit besonders günstiger Entwicklung wie etwa der Schweiz hat sich der Abstand sogar noch vergrößert. Als vermeidbar gelten solche Todesfälle, die bei effizienter medizinischer Behandlung oder durch präventive Maßnahmen hätten verhindert werden können. Für die Studie wurden Daten aus 581 europäischen Regionen im Zeitraum von 2002 bis 2019 ausgewertet [1].
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