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Medizin

Vedolizumab bei pädiatrischer Colitis ulcerosa: KEPLER-Studie zeigt Wirksamkeit von Vedolizumab

Die zulassungsrelevante globale Phase-III-Studie KEPLER bestätigte die Wirksamkeit des intravenös verabreichten Integrin-Antikörpers Vedolizumab bei pädiatrischen Patient:innen mit Colitis ulcerosa (CU) im Alter von 2 bis 17 Jahren, die entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα)-Antagonisten unzureichend angesprochen hatten. Fast die Hälfte der Patient:innen erreichte den primären Endpunkt der klinischen Remission in Woche 54. Diese Ergebnisse wurden auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) vorgestellt.
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Gesundheitspolitik

Warken: Bis Mitte Mai Vorschläge für Pflegereform

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will im Frühjahr Pläne für die angekündigte finanzielle Absicherung der Pflege vorlegen. „Alleine im kommenden Jahr fehlen der Pflegeversicherung sechs Milliarden Euro“, sagte die CDU-Politikerin. Sie arbeite an einer Reform zur nachhaltigen Sicherung der Versorgung und werde „bis spätestens Mitte Mai“ einen Vorschlag vorlegen, der die Stabilisierung der Finanzlage mit nötigen Strukturreformen verbinde. „Dabei werden wir Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht alleine lassen.“
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Medizin
Oberschenkelbruch im Alter: Neue S3-Leitlinie verbindet OP und Begleiterkrankungen

Oberschenkelbruch im Alter: Neue S3-Leitlinie verbindet OP und Begleiterkrankungen

Die Behandlung von älteren Menschen mit einem hüftgelenknahen Oberschenkelbruch wird weiter verbessert. Grundlage dafür ist die neue S3-Leitlinie „Pertrochantäre Oberschenkelfrakturen„. Sie soll zu einem besseren Ergebnis führen, indem sie Begleiterkrankungen der Betroffenen in das Behandlungskonzept einbezieht und nicht nur die rein chirurgische Versorgung des Knochenbruchs durch eine OP betrachtet. „Da Altersfrakturen zunehmen, erkennen wir heute deutlicher die Bedeutung der Mitbehandlung von Begleiterkrankungen. Dieses Wissen wurde in die neue Leitlinie aufgenommen“, sagt Prof. Dr. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).
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Medizin

Haben die Beta-Amyloid-Antikörper gegen Alzheimer tatsächlich keinen Nutzen?

Die Ergebnisse der aktuellen Cochrane-Analyse sind ernüchternd: Demnach haben die Beta-Amyloid-Antikörper keinen bedeutsamen klinischen Effekt. Allerdings untersuchten nur 2 der 17 in der Metaanalyse bewerteten Studien die zugelassenen Antikörper Lecanemab und Donanemab. Die anderen 15 Studien betrafen Antikörper, deren Weiterentwicklung aufgrund mangelnder Wirksamkeit bereits eingestellt wurde. Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) mahnen davor, aufgrund der Metaanalyse dem Therapieprinzip jegliche Wirksamkeit abzusprechen. Randomisierte Studien zu den bereits zugelassenen Amyloid-Antikörpern hatten einen Effekt gezeigt – wenn auch nicht den erhofften Durchbruch gegen Alzheimer.
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Ernährung und Lebensstil

Stille Entzündungen machen uns krank im Alter

Entzündliche Prozesse stünden in einem direkten Zusammenhang mit verschiedenen Alterskrankheiten, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf der Pressekonferenz des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Mit einer angepassten Ernährung könnten Patient:innen hier gegensteuern.
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Orphan Diseases
Ravulizumab effektiv bei Kindern mit atypischem Hämolytisch-Urämischem Syndrom
GPN 2026

Ravulizumab effektiv bei Kindern mit atypischem Hämolytisch-urämischem Syndrom

Patient:innen mit der sehr seltenen Erkrankung atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS) profitieren von intravenösen Infusionen mit einem C5-Komplement-Inhibitor. Während dies bei Eculizumab alle zwei Wochen erforderlich ist, muss das seit einigen Jahren verfügbare Ravulizumab dank seiner längeren Halbwertzeit nur noch alle acht Wochen infundiert werden, bei Kindern ≥ 10 bis < 20 kg Körpergewicht alle vier Wochen.
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Gesundheitspolitik
Noch Änderungen an Gesundheitsreform möglich

Noch Änderungen an Gesundheitsreform möglich

Wenige Tage vor Beschlussfassung im Kabinett deuten sich noch Änderungen an den Plänen für eine Gesundheitsreform an. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zeigten sich offen bei zentralen Punkten wie bei Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartner:innen oder bei einer Entlastung der Krankenversicherungen von den Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger:innen.
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Medizin
Heilungsergebnisse bei multiresistenter Tuberkulose besser als erwartet

Heilungsergebnisse bei multiresistenter Tuberkulose besser als erwartet

Eine neue nationale Kohortenstudie aus Lettland in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen der klinischen Tuberkulose-Infrastruktur (ClinTB) am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum (FZB), liefert wichtige Erkenntnisse zur Behandlung multiresistenter Tuberkulose (MDR-TB). Die Untersuchung zeigt, dass langfristige krankheitsfreie Überlebensraten deutlich höher sind, als bisherige Standardkennzahlen vermuten lassen. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift The Lancet Regional Health Europe publiziert wurden, basieren auf der Analyse von Daten von 1.299 erwachsenen Patient:innen, die zwischen 2005 und 2021 behandelt wurden [1].
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Medizin
Neue Leitlinie zu kreisrundem Haarausfall soll Versorgung verbessern

Neue Leitlinie zu kreisrundem Haarausfall soll Versorgung verbessern

Die neue Leitlinie zum kreisrunden Haarausfall gibt Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie nach Altersgruppen und Schweregrad, um die bislang sehr heterogene und für die betroffenen Patient:innen nicht zufriedenstellende Versorgung zu verbessern. Die unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) entstandene Leitlinie konzentriert sich auf die diagnostisch relevanten Untersuchungen und auf therapeutische Empfehlungen (topische und systemische Wirkstoffe). Besonders in den Blick genommen werden die psychosozialen Auswirkungen der Erkrankung. Aufgabe der Ärztin/des Arztes ist es, von Behandlungsbeginn an neben den klaren diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen die Betroffenen über psychologische Unterstützungsmöglichkeiten, Selbsthilfegruppen und kosmetische Angebote zu informieren.
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Gesundheitspolitik
SPD und CSU wollen Änderungen bei Gesundheitsreform

SPD und CSU wollen Änderungen bei Gesundheitsreform

Nach Vorstellung der Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) melden die Koalitionspartner SPD und CSU noch größeren Änderungsbedarf an. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte in Berlin, es gebe momentan „eine gewisse Schlagseite“ zu einer einseitigen Belastung der Versicherten. Noch auf den Tisch kommen könnte die Frage einer stärkeren Steuerfinanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger:innen. Patientenvertreter, Krankenkassen und Opposition warnten vor zu vielen Lasten für Versicherte.
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Bioökonomie

Innovatives Recycling lässt die Medizin und Pharma aufhorchen

Neben der Verwendung von nachhaltigen Materialien sind Materialreduktion und Recycling wichtige Anker auf dem Weg der Kreislaufwirtschaft. Inzwischen stehen eine ganze Reihe an Ansätzen zum Umbau von Kunststoffabfällen in neue Grundstoffe bis hin zu Arzneimitteln in der Entwicklung. Trotz aller Hürden ist auch in der Gesundheitsbranche ein Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit und Weiterverwertung angestoßen worden.
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Gesundheitspolitik
Mehr als 100 Millionen Dokumente in E-Patientenakten

Mehr als 100 Millionen Dokumente in E-Patientenakten

Die Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) zieht weiter an. Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung wurden mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde und Diagnosen eingestellt, wie aus Daten der mehrheitlich bundeseigenen Digitalagentur Gematik hervorgeht. Digital gespeicherte Listen mit verschriebenen Medikamenten werden demnach im Schnitt 21 Millionen Mal pro Woche aus E-Akten von Patient:innen abgerufen.
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Medizin
Zum Welttag der Hämophilie

Acht Jahre bis zur Diagnose: Blutungsstörungen bei Frauen oft spät erkannt

Starke Regelblutungen, häufiges Nasenbluten oder unerklärliche blaue Flecken: Für viele Frauen und Mädchen gehören solche Symptome zum Alltag. Ursache kann eine Hämophilie sein. Diese seltene, jedoch unbehandelt risikoreiche erbliche Blutungsstörung wird bei weiblichen Betroffenen häufig erst bis zu 8 Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI) anlässlich des Welttags der Hämophilie am 17. April hin. Das diesjährige Motto lautet: „Diagnosis: First step to care“.
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Medizin
T-Helferzellen schalten bei Dauerstress auf Selbstschutz

T-Helferzellen schalten bei Dauerstress auf Selbstschutz

T-Helferzellen, auch als CD4⁺ T-Zellen bezeichnet, steuern zentrale Abläufe unseres Immunsystems. Sie erkennen Hinweise auf Krankheitserreger und geben Signale an andere Abwehrzellen weiter. So helfen sie B-Zellen bei der Bildung von Antikörpern und unterstützen T-Killerzellen bei der Bekämpfung infizierter Zellen. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg haben nun untersucht, wie sich diese Immunzellen unter Dauerbelastung bei chronischen Infektionen verändern. Am Beispiel der chronischen Hepatitis-C-Infektion zeigte das Team, dass T-Helferzellen ihr Programm umstellen: Sie steuern die Abwehr weniger kraftvoll und sichern dafür ihr eigenes Überleben. Das hilft, den Verlauf chronischer Infektionen besser zu verstehen, und eröffnet Ansatzpunkte für neue Therapien. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Immunity veröffentlicht [1].
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