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Medizin
Prävention, Diagnostik und Therapie: Neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter veröffentlicht
Die neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter ist nun veröffentlicht. Koordiniert von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP), wurde eine Langfassung, eine Kurzfassung, wie auch eine Patientenleitlinie von mehr als 30 weiteren Fachgesellschaften und Berufsverbänden erarbeitet. Die neue Leitlinie umfasst erstmals 69 evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen für alle Versorgungssettings und definiert damit sektorenübergreifende Standards für die Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge eines Delirs von hochbetagten Patient:innen.
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Gesundheitspolitik
Viele warten länger als 30 Tage auf Facharzttermin
Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet in Deutschland länger als 30 Tage auf einen Facharzt-Termin. 30% empfinden die Wartezeit als zu lang, wie aus einer Umfrage des Krankenkassen-Spitzenverbands weiter hervorgeht.
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Medizin
GNP-Kongress
Komorbiditäten beim Rett-Syndrom: Eine Herausforderung für Ärzte und Familien
Bei einer seltenen Erkrankung wie dem Rett-Syndrom gilt es, trotz des breit gefächerten Spektrums an teils unspezifischen Symptomen, Fehldiagnosen zu vermeiden. Diese Herausforderung wurde beim Kongress der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP-Kongress) in Bern im Rahmen von Symposiumsbeiträgen rund um das Thema Rett-Syndrom in den Fokus gestellt.
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Medizin
Neue Leitlinie stärkt Frauenversorgung nach sexualisierter Gewalterfahrung
Die neue S1-Leitlinie „Empfehlungen zur Betreuung und Versorgung von weiblichen Betroffenen sexualisierter Gewalt“ soll sicherstellen, dass betroffene Frauen nach erlebter sexualisierter Gewalt bundesweit eine fachgerechte, traumasensible und rechtssichere Versorgung erhalten. „Mit dieser Leitlinie setzen wir ein klares Zeichen für eine noch bessere interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gynäkologie, Rechtsmedizin, Psychotraumatologie und Fachberatungsstellen – und damit für eine Versorgung, die betroffene Frauen ernst nimmt, schützt und stärkt“, so Prof. Dr. Gert Naumann der Präsident der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).
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Medizin
Keuchhustenimpfung in der Schwangerschaft stärkt die Abwehr bei Neugeborenen
2024 wurden in Deutschland die meisten Keuchhustenfälle seit Einführung der Meldepflicht 2013 verzeichnet. Mit fast 122 Fällen pro 100.000 Einwohner waren Säuglinge unter einem Jahr am stärksten betroffen. Für 2025 erwarten Expert:innen ähnlich hohe Fallzahlen. Schutz vor der hochansteckenden Erkrankung in den ersten Lebensmonaten bietet eine Impfung werdender Mütter gegen den Keuchhusten-Erreger, das Bakterium Bordetella pertussis . Eine internationale Studie unter Leitung von Charité und Universität Radboud zeigt die Effektivität der indirekten Immunisierung. Sie ist jetzt in The Lancet Microbe erschienen [1].
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Gesundheitspolitik
Ärztepräsident fordert Zucker- und Alkohol-Abgabe
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, wirbt für eine neue Abgabe auf Alkohol, Tabak und Zucker. Bei einer wirkungsvollen zweckgebundenen Verwendung könnte sich wahrscheinlich „eine Mehrheit dem anschließen“, sagte Reinhardt bei einer Neujahrspressekonferenz der Bundesärztekammer in Berlin. „Es wäre sinnvoll, das zu tun und die daraus entstehenden Einnahmen dem Gesundheitswesen zuzuführen.“
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Medizin
Erfolgreicher Abschluss des Pilotprojektes genomDE legt Fundament für die Genommedizin der Zukunft
Das Pilotprojekt genomDE, welches das Konzept für eine bundesweite Plattform zur medizinischen Genomsequenzierung entwickelt hat, zieht eine positive Bilanz. Seit dem Projektstart 2021 wurden entscheidende Voraussetzungen geschaffen, um Genommedizin in der deutschen Gesundheitsversorgung zu verankern: Es wurden gemeinsame Qualitätsstandards und ein Konzept zum Aufbau einer föderierten Dateninfrastruktur entwickelt und erprobt. genomDE hat so die Basis für das Modellvorhaben zur Genomsequenzierung geschaffen, das die Gesundheitsversorgung von Menschen mit seltenen oder onkologischen Erkrankungen durch Genomsequenzierung verbessern soll.
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Medizin
Start des Deutschen Registers für Chronische Rhinosinusitis
Nach mehr als zweijähriger intensiver Vorbereitung ist es soweit: Das Deutsche Register für Chronische Rhinosinusitis (CRS-Register) ist offiziell gestartet. Das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und des Ärzteverbands Deutscher Allergologen (AeDA) setzt neue Maßstäbe in der strukturierten Erfassung von Diagnostik, Therapie und Krankheitsverlauf bei Patient:innen mit chronischer Rhinosinusitis.
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Gesundheitspolitik
Deutsche wünschen sich Schulfach „Gesundheit“
Laut einer Umfrage ist eine Mehrheit der Menschen in Deutschland für die Einführung des Unterrichtsfachs „Gesundheit“. 71% der Befragten der Umfrage von YouGov im Auftrag der Krankenversicherung Hanse Merkur gaben an, dass es das Schulfach geben sollte, „um von klein auf zu lernen, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen“.
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Gesundheitspolitik
KBV-Chef fordert Gebühr bei Arztbesuch
Angesichts stark steigender Kosten für die gesetzlichen Krankenkassen gibt es Forderungen nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung von Patient:innen bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten.
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Medizin
Herzinfarkt: Neue Therapie durch Ribonukleinsäure-Hemmung
Eine internationale Forschungsgruppe um Prof. Dr. Klaus T. Preissner, Senior Scientist am Kerckhoff Herzforschungsinstitut mit der Justus-Liebig-Universität Gießen gGmbH, hat wichtige neue Erkenntnisse über die Rolle von extrazellulären Ribonukleinsäuren (exRNA) bei Herzinfarkt und Entzündung gewonnen. Die Studie zeigt, dass exRNA unter bestimmten Bedingungen von einem harmlosen Alarmmolekül zu einem schädigenden Krankmacher und Entzündungsmediator werden kann. Sie ist in der Fachzeitschrift „Pharmacological Research" veröffentlicht worden [1].
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Gesundheitspolitik
Psychische Krankheitstage in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt
Eine Erkältung ist meist nach ein paar Tagen auskuriert. Psychische Erkrankungen setzen Beschäftigten dagegen oft lange zu. Die Zahl der Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen hat sich in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt. Das geht aus Antworten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinischen Post" berichtet. Die Antworten liegen auch der dpa vor.
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Medizin
Wirkstoff PAV-617 hemmt Tau-Aggregation bei Alzheimer
Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) ist es erstmals gelungen nachzuweisen, wie externe Faktoren, etwa Infektionen, das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung erhöhen. Das internationale Team um Prof. Dr. Carsten Korth und Dr. Andreas Müller-Schiffmann vom Institut für Neuropathologie (UKD) konnte diesen Mechanismus nicht nur detailliert darstellen, sondern auch schon erfolgreich einen Wirkstoff erproben, der ihn blockiert. Damit eröffnet sich das Potenzial, das Alzheimer-Risiko bei Patient:innen mit chronischen Infektionen und anderen Risikoerkrankungen zu senken.
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Medizin
CAR-T-Zelltherapie stoppt IgG4-assoziierte Erkrankung
Starke Bauchschmerzen vor mehr als zehn Jahren waren der Anfang einer langen Krankheitsgeschichte eines Patienten. Über Jahre hinweg litt er an einer seltenen Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem gesunde Organe angreift und zu einem irreversiblen Verlust der Organfunktion führen kann. Ein interdisziplinäres Team der Universitätsmedizin Magdeburg hat nun einen neuen Behandlungsweg beschritten: Mit einer CAR-T-Zelltherapie gelang es, die Erkrankung langfristig unter Kontrolle bringen und dem Patienten ein großes Stück Lebensqualität zurückzugeben. Über den Fall berichtet das Team im Journal of Hepatology.
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Gesundheitspolitik
Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung steigt 2026
Die Krankenversicherung ist mit dem Jahreswechsel für Millionen Menschen wieder teurer geworden. Fast die Hälfte der Kassen hat die Beiträge angehoben.
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Medizin
Gemeinsame Ursache von Thrombosen und Aortenaneurysmen entdeckt
Einem Forschungsteam der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist es gelungen nachzuweisen, wie die Interaktion verschiedener Blutzellen sowohl zur Entstehung einer Thrombose als auch eines Bauchaortenaneurysmas führen kann. Die CD36–TSP-1-vermittelte Interaktion von Thrombozyten und Erythrozyten ist unmittelbar an der Bildung beider Erkrankungen beteiligt. Die Ergebnisse dieser Studie, die unter der Leitung von Prof. Dr. Margitta Elvers und Prof. Dr. Markus Wagenhäuser entstand, wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Circulation Research publiziert [1].
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Medizin
Nikotin bleibt ein global bedeutsamer Herz-Kreislauf-Risikofaktor
Ein internationales Forschungsteam führender Herz- und Gefäßexpert:innen hat eine umfassende wissenschaftliche Analyse zur Rolle von Nikotin als Herz-Gefäß-Risikofaktor veröffentlicht [1]. Im Zentrum der Analyse steht die weltweite Krankheitslast. Sie besagt, dass jedes Jahr 7,7 Millionen Menschen am aktiven Rauchen und weitere 1,3 Millionen durch passives Rauchen sterben. Die meisten dieser Todesfälle sind auf Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Die Analyse zeigt deutlich, dass das Risiko nicht allein von der Tabakverbrennung ausgeht. Vielmehr belastet das Nikotin selbst Herz und Gefäße – und zwar unabhängig davon, ob es über klassischen Tabakrauch, E-Zigaretten-Dampf, Heat-not-burn-Aerosole oder über die Mundschleimhaut mittels Nikotinbeuteln und anderen smokeless oral nicotine products (ONPs) aufgenommen wird.
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Medizin
Lebrikizumab bei atopischer Dermatitis: Starke Wirksamkeit im Gesichts- und Halsbereich
Menschen mit atopischer Dermatitis (AD) leiden oftmals besonders unter sichtbaren Läsionen im Gesichts- und Halsbereich – dies wurde in einem Symposium bei der 28. Tagung der Dermatologischen Wissenschafts- und Fortbildungsakademie NRW (DWFA) deutlich. Die Behandlung dieses Areals erfordere häufig zielgerichtete Therapien wie das Biologikum Lebrikizumab, verdeutlichte Prof. Dr. Bernhard Homey, Universitätsklinikum Düsseldorf.
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Infektiologie
Carbapenem-resistente gramnegative Keime
Schnelle mikrobiologische Diagnose für eine frühzeitige, gezielt wirksame Antibiose
Für die Therapie von Infektionen mit multiresistenten gramnegativen Keimen stehen verschiedene Antibiotika zur Verfügung, die nach rascher Identifikation der Erreger gezielt und adäquat eingesetzt werden sollten.
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Medizin
Antibiotikaresistenz: Vorhersage mit KI weniger zuverlässig als angenommen
Um Antibiotikaresistenzen bei Krankheitserregern vorherzusagen, greifen Fachleute zunehmend auf maschinelles Lernen zurück. Mit dessen Hilfe lassen sich anhand der Genetik eines Erregers Resistenzmechanismen erkennen. Die Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) konnten nachweisen, dass die Modelle häufig weniger zuverlässig sind als angenommen. Ihre Erkenntnisse wurden im Fachmagazin PLOS Biology veröffentlicht [1]. Sie tragen dazu bei, verlässlichere Werkzeuge zur Vorhersage und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln.
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