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Gesundheitspolitik
KBV kündigt Klage gegen Honorarkürzung für Psychotherapeut:innen an

KBV kündigt Klage gegen Honorarkürzung für Psychotherapeut:innen an

Über konkrete Vergütungen entscheidet die Selbstverwaltung des Gesundheitswesens selbst. Gegen eine Senkung bei Psychotherapeut:innen formiert sich Protest - und nun auch eine Drohung mit Rechtsmitteln. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will juristisch gegen eine Honorarkürzung für Psychotherapeut:innen in diesem Jahr vorgehen. „Diese fatale Entscheidung geht zulasten psychisch kranker Menschen und benachteiligt die Psychotherapeuten massiv", sagte KBV-Chef Andreas Gassen. Geplant sei eine Klage beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg gegen einen entsprechenden Beschluss des zuständigen Gremiums des Gesundheitswesens, das über Vergütungen entscheidet.
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RSV
RSV-Schutz: Impfung in der Schwangerschaft oder Prophylaxe mit Antikörpern?

RSV-Schutz: Impfung in der Schwangerschaft oder Prophylaxe mit Antikörpern?

Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) treten saisonal auf. Die höchsten Inzidenzen werden im Säuglingsalter verzeichnet, wobei die Hospitalisierungswahrscheinlichkeit in den ersten 7 Lebensmonaten am höchsten ist, mit einem Gipfel in den ersten 3 Lebensmonaten. Circa 80% der schweren Verläufe treten bei zuvor gesunden Säuglingen auf. RSV-Schutzlücken sollten deshalb bestmöglich geschlossen werden.
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Medizin
Idiopathische Lungenfibrose: Inhalatives Treprostinil verlangsamt Krankheitsprogression

Idiopathische Lungenfibrose: Inhalatives Treprostinil verlangsamt Krankheitsprogression

Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine schwere Erkrankung der Lungen, deren genaue Ursachen nicht vollständig aufgeklärt sind. Bisher gibt es nur zwei zugelassene Medikamente in der EU, die eine Verlangsamung des Krankheitsverlauf bewirken, allerdings auf Kosten von teils erheblichen Nebenwirkungen. „Es besteht deshalb großer Bedarf an neuen Therapien“, so Prof. Jürgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V für Innere Medizin und Pneumologie am LMU Klinikum München. Diese war nun federführend beteiligt an einer Studie, in der inhalativ verabreichtes Treprostinil für Patient:innen mit idiopathischer Lungenfibrose geprüft wurde [1].
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Medizin
Etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter ist von Schwangerschaftsverlust oder Infertilität betroffen

Etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter ist von Schwangerschaftsverlust oder Infertilität betroffen

Wenn es im gesellschaftlichen und politischen Diskurs um die Geburtenentwicklung geht, steht meist die Zahl der geborenen Kinder pro Frau im Vordergrund, während belastende Erfahrungen wie Fehlgeburten oder ausbleibende Schwangerschaften wenig Beachtung finden. Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) untersucht, welche reproduktiven Erfahrungen Frauen machen, und berücksichtigt dabei insbesondere Schwangerschaftsverlust und Infertilität, die zusammen „Fertilitätsbarrieren“ genannt werden. Davon ist laut der Studie in Deutschland etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter betroffen [1].
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Medizin

Digitale Therapie-App bei ADHS: Ähnliche Erfolge wie Verhaltenstherapie

Erwachsene mit ADHS sind oft unkonzentriert und haben Probleme, ihrem Alltag eine Struktur zu geben. Viele Betroffene benötigen eine Therapie, die Plätze dafür sind jedoch rar. Eine digitale Anwendung kann hier sofort unterstützen und zeigt ähnliche Erfolge wie eine Verhaltenstherapie. Dies hat eine wissenschaftliche Studie mit 337 Erwachsenen gezeigt, die im Fachjournal Psychological Medicine veröffentlicht wurde [1].
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Medizin
Frühwarnsystem im Schuh: Intelligente Sensorik schützt Füße von Menschen mit Diabetes

Frühwarnsystem im Schuh: Intelligente Sensorik schützt Füße von Menschen mit Diabetes

Unbemerkte Fehlbelastungen der Füße stellen für Menschen mit Diabetes ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Moritz Kampe, Maschinenbau-Student der Hochschule Osnabrück, hat deshalb eine intelligente Einlegesohle entwickelt, die die Druckverteilungen beim Gehen kontinuierlich erfasst und auffällige Belastungen frühzeitig sichtbar macht. Das mobile Messsystem ermöglicht eine alltagstaugliche Überwachung außerhalb medizinischer Labore und kann so zur Prävention des Diabetischen Fußsyndroms beitragen.
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Medizin
ALS und Frontotemporale Demenz: Bestimmte Nervenzellen sind besonders anfällig

ALS und frontotemporale Demenz: Bestimmte Nervenzellen sind besonders anfällig

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und frontotemporale Demenz (FTD) gehören zu einem Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen mit überlappender Symptomatik, die durch Schwund der Muskulatur, Lähmungen, Demenz und andere schwerwiegende Beeinträchtigungen gekennzeichnet ist. Wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt es bislang nicht. Eine Gemeinsamkeit auf molekularer Ebene teilen viele Betroffene: Ein Protein namens TDP-43 ballt sich in den Nervenzellen des Gehirns zu Klumpen. Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Universitätsklinikums Ulm haben nun festgestellt, dass diese krankhaften Veränderungen vorwiegend bestimmte Zellen betreffen. Die im Wissenschaftsjournal Nature Communications veröffentlichten Ergebnisse sind wichtige Wegweiser für neue Therapieansätze [1].
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Medizin

Quantenverstärkte MRT soll Krankheiten früher erkennen

Schwere Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer beginnen oft lange, bevor erste Symptome auftreten. In dieser Frühphase verändern sich biochemische Abläufe im Körper, die für klassische Bildgebungsverfahren meist noch unsichtbar sind. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Straßburg arbeiten nun gemeinsam an einer neuen Methode, mit der solche Prozesse früher erkannt werden könnten. Im Projekt QUANTUM-PRECISION wird die Magnetresonanztomographie (MRT) mithilfe quantenmechanischer Verfahren so erweitert, dass selbst schwache Stoffwechselvorgänge sichtbar werden und Krankheitsprozesse präziser charakterisiert werden können.
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Gesundheitspolitik

Mehr Praxisärzte – aber auch mehr Patientenzeit?

In den Praxen gibt es mehr Ärzt:innen, und mittlerweile sind sie im Schnitt sogar ein kleines bisschen jünger - doch die Behandlungskapazitäten für die Patient:innen bleiben oft angespannt und regional unterschiedlich. Ende vergangenen Jahres waren 191.875 Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen in der Versorgung von Kassenpatient:innen tätig. Das waren 2.324 mehr als Ende 2024, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) miteilte. Zugleich verstärkt sich aber ein Trend zu flexiblerem Arbeiten.
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Gesundheitspolitik

Krankenkassen 2025 im Plus - Ausgaben steigen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben im vergangenen Jahr nach einer Welle von Beitragserhöhungen ein Plus verbucht - aber auch stark steigende Ausgaben. Bei den 93 Kassen stand nach vorläufigen Zahlen ein Überschuss von 3,5 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. Dies diene aber vorrangig zum Auffüllen der Finanzreserven. Ende 2025 betrugen sie rund 5,1 Milliarden Euro und lagen weiterhin knapp unter der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben.
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Medizin
Blutmarker für Alzheimer könnte auch bei Herz- und Nierenerkrankungen nützlich sein

Blutmarker für Alzheimer könnte auch bei Herz- und Nierenerkrankungen nützlich sein

Ein bestimmtes Eiweiß im Blut, das als früher Hinweis auf Alzheimer gilt, spielt offenbar auch bei anderen Erkrankungen eine Rolle. Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) an der Universität Tübingen haben entdeckt, dass erhöhte Werte des sogenannten phosphorylierten Tau-Proteins (pTau) auch bei zwei weniger bekannten Krankheiten vorkommen, die vorwiegend Herz und Niere betreffen. Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für eine verbesserte Diagnostik und wurden diese Woche im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht [1]. Sie beruhen auf Daten von 280 älteren Menschen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden.
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