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Medizin
G-BA verneint Zusatznutzen von Alzheimer-Mittel Lecanemab - Therapie vor dem Aus?
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat über den Zusatznutzen des Wirkstoffs Lecanemab auf Basis eines vom Hersteller eingereichten Dossiers und einer Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) [1] entschieden. Es wird kein Zusatznutzen gesehen gegenüber Patient:innen mit einer leichten Demenz, die bereits mit einem Standardmedikament (Acetylcholinesterase-Hemmer: Donepezil, Rivastigmin oder Galantamin) behandelt werden, oder jenen mit einer leichten kognitiven Störung, für die bisher noch keine Medikamente zur Verfügung stehen. Lecanemab ist seit dem Vorjahr in Deutschland zugelassen, das Ergebnis der Zusatznutzenbewertung durch den G-BA ist die Entscheidungsgrundlage dafür, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für das Arzneimittel zahlt.
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Medizin
EU-Zulassung für Depemokimab bei schwerem Asthma und chronischer Rhinosinusitis
Die Europäische Kommission hat Depemokimab für zwei Indikationen zugelassen. Als zusätzliche Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch die Anzahl der Eosinophilen im Blut, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren Arzneimittel zur Asthma-Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist, sowie als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP), die mit systemischen Kortikosteroiden (SCS) und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
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Gesundheitspolitik
Studie zum Pflegebudget: Krankenhäuser profitieren, Altenheime verlieren Pflegekräfte
Ein Gesetz für mehr Pfleger:innen in Krankenhäusern zeigt Wirkung. Das klingt wie eine gute Nachricht. Doch laut einer neuen Studie treten ungewollte Nebenwirkungen auf.
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Medizin
ADHS-Therapie: Digitale Gesundheitsanwendungen und Behandlung im Alter
Patient:innen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind mit einer Reihe komplexer Herausforderungen konfrontiert. Neben einer häufig erst späten Diagnose und den damit einhergehenden psychischen Belastungen, stellt auch die angespannte Versorgungssituation nicht selten eine große Hürde für das multimodale Therapiemanagement dar. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können in diesem Kontext eine sinnvolle Ergänzung sein, wie renommierte Experten bei einem Symposium im Rahmen des DGPPN Kongresses in Berlin aufzeigten. Ein weiteres Symposium richtete den Fokus auf die Chancen, die eine ADHS-Diagnose und eine adäquate Behandlung in der zweiten Lebenshälfte eröffnen kann.
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Gesundheitspolitik
Nachschub bei Suchttherapie-Präparat stabilisiert
Eine kritische Liefersituation bei bestimmten wichtigen Medikamenten hat sich nach amtlichen Angaben wieder entspannt. Das Bundesgesundheitsministerium gab bekannt, dass ein im November 2024 festgestellter Versorgungsmangel bei diamorphinhaltigen Arzneimitteln für Injektionslösungen nicht mehr vorliegt. Dabei geht es um pharmazeutisches Heroin, das für Ersatzstoff-Therapien bei Abhängigkeit von Opioiden angewendet wird, wie ein Sprecher auf Anfrage erläuterte.
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Gesundheitspolitik
Appell an CDU-Parteitag für Softdrink-Steuer
Medizinerverbände und Verbraucherschützer werben vor dem CDU-Bundesparteitag für eine Limo-Steuer auf stark gezuckerte Getränke. In einem offenen Brief appellieren sie an die Delegierten, „insbesondere im Interesse des Gesundheitsschutzes folgender Generationen, sich für die Einführung einer Herstellerabgabe auf Süßgetränke auszusprechen“. Eine alarmierende Entwicklung ernährungsbedingter Erkrankungen und steigende gesellschaftliche Folgekosten erforderten entschlossenes Handeln.
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Medizin
Neuer COVID-19-Impfstoff erhält EU-Zulassung für Personen ab zwölf Jahren
Die Europäische Kommission (EC) hat die Marktzulassung für mRNA-1283, einen neuen COVID-19-Impfstoff, für die aktive Immunisierung zur Prävention von COVID-19, verursacht durch SARS-CoV-2, bei Personen ab zwölf Jahren erteilt.
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Medizin
Telemedizin kann Schlaganfall-Versorgung beschleunigen
Bei einem Schlaganfall ist die schnellstmögliche Versorgung entscheidend für den Therapieerfolg. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben im Rahmen einer Studie ermittelt, wie schnell Patient:innen behandelt werden können und wie telemedizinische Versorgung die Schnelligkeit der Versorgung optimieren könnte. Die Studienergebnisse wurden nun in The Lancet Regional Health veröffentlicht [1].
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Medizin
Epilepsie: Stigmatisierung beeinflusst Beruf und Beziehungen erheblich
Epilepsie kann nicht nur medizinische, sondern auch erhebliche berufliche und private Herausforderungen mit sich bringen, die oft durch gesellschaftliche Stigmatisierung verstärkt werden. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Befragung, die die tiefgreifenden sozialen Auswirkungen von Epilepsie in Deutschland beleuchtet.
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Orphan Diseases
Behandlung des familiären Chylomikronämie-Syndroms
Monatlicher Olezarsen-Pen zur Triglyceridsenkung
Das Antisense-Oligonukleotid (ASO) Olezarsen verbessert die Krankheitskontrolle bei Patient:innen mit familiärem Chylomikronämie-Syndrom (FCS) durch eine wirksame und dauerhafte Senkung der Triglyceride. Zudem wird die Pankreatitis-Häufigkeit reduziert.
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Medizin
Aktuelle Versorgungsdaten: Asthma-Kontrolle weiterhin unzureichend
Die Asthma-Kontrolle ist gemäß der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma das zentrale Kriterium für die Therapiesteuerung [1] und laut S2k-Leitlinie Voraussetzung für das Erreichen einer Remission [2]. Eine aktuelle Online-Befragung ergab, dass lediglich 39% der Patient:innen gut kontrolliert sind, die Ergebnisse wurden jüngst von Buhl et al. in der Pneumologie publiziert [3]. Obwohl moderne Therapieoptionen das Erreichen einer guten Kontrolle für die meisten Patient:innen grundsätzlich ermöglichen, wird Asthma im Alltag vieler Betroffener weiterhin als episodische und nicht als chronisch-entzündliche Erkrankung wahrgenommen [3]. Die Folge: Regelmäßige Medikation und präventive Therapieansätze werden häufig unterschätzt – und damit auch das Potenzial, ein nahezu unbeschwertes Leben zu führen.
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Gesundheitspolitik
Cannabis auf Rezept - Bundesgerichtshof prüft Werbung
Der Bundesgerichtshof (BGH) prüft derzeit einen Rechtsstreit rund um die Frage, ob ein Internetportal für ärztliche Behandlungen mit medizinischem Cannabis werben darf. Die Wettbewerbszentrale war gegen das Unternehmen Bloomwell vor Gericht gezogen, weil es darin einen Verstoß gegen Heilmittelwerberecht sieht. Wann ein Urteil fallen könnte, blieb nach der Verhandlung in Karlsruhe zunächst offen. (Az. I ZR 74/25)
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Medizin
Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert
Warum Patient:innen mit Morbus Crohn trotz klinischer Remission eine geschwächte Darmbarriere aufweisen, war bislang unklar. Forschende der Universität zu Lübeck zeigen nun gemeinsam mit Forschenden der Christian-Albrechts Universität Kiel, dass eine gestörte Energiegewinnung in Immunzellen des Darms die Produktion eines zentralen Schutzantikörpers verhindert. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den Forschungsschwerpunkt Universität im Bereich Antikörper- und Entzündungsforschung und liefert zugleich eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das neue Graduiertenkolleg GRK 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantworten an Barriereorganen".
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Medizin
Kontrastmittel Gadoquatran zeigt Wirksamkeit bei kardialer MRT
Für das in Entwicklung befindliche, niedrig-dosierte Gadolinium-basierte Kontrastmittel Gadoquatran wurde kürzlich eine Subgruppenanalyse zur kardialen Magnetresonanztomographie (MRT) veröffentlicht. Die Analyse basiert auf einer Subgruppe von Patient:innen aus der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie QUANTI OBR. Diese untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Gadoquatran bei Erwachsenen mit bekannten oder vermuteten Erkrankungen – einschließlich kardialer Läsionen –, die sich einer kontrastmittelverstärkten MRT unterzogen.
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Medizin
SMA-Screening: Zebrafisch-Modell verhindert Überbehandlung bei falsch-positiven Befunden
Ein positives Neugeborenen-Screening auf spinale Muskelatrophie (SMA) gilt bislang als medizinischer Notfall. Ohne frühzeitige Therapie drohen schwere Behinderungen oder der Tod im Säuglingsalter. Forschungsergebnisse aus Deutschland und Australien zeigen nun jedoch, dass ein positives Screening-Ergebnis in seltenen Fällen ein genetischer Fehlalarm sein kann. Ein Team um Prof. Dr. Brunhilde Wirth, Direktorin des Instituts für Humangenetik und Arbeitsgruppenleiterin am Center for Molecular Medicine Cologne (CMMC) der Universität zu Köln und Dr. Jean Giacomotto vom Institute for Biomedicine and Glycomics der Griffith University in Brisbane, Australien, zeigt erstmals, dass funktionelle Tests in einem Zebrafisch-Modell eine schnelle und verlässliche klinische Entscheidungsfindung ermöglichen können, wenn genetische Befunde unklar sind [1].
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Gesundheitspolitik
Warken plant Gesetz für Gesundheitswesen im Kriegsfall
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will das Gesundheitssystem auf den Verteidigungsfall einstellen und dafür im Sommer einen Gesetzentwurf vorlegen. „Darauf sind wir bislang zuwenig vorbereitet“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.
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Gesundheitspolitik
Jahresrezepte – Warken will zügige Verständigung
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwartet eine schnelle Einigung bei der Umsetzung einer gesetzlichen Neuregelung, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche nur zum Rezeptholen ersparen soll. „Angesichts begrenzter Versorgungskapazitäten macht es Sinn, entbehrliche Arztkontakte und Wartezeiten zu reduzieren und die bisherige Quartalslogik für Chroniker zu überwinden“, sagte die CDU-Politikerin der „Bild am Sonntag“.
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Medizin
HIV-Antikörper 007 eröffnet neue Ansätze für Impfstoffentwicklung
Ein internationales Forschungsteam hat einen neuartigen HIV-Antikörper identifiziert, der das Virus an einer besonders verwundbaren Stelle angreift und dabei bisherige Limitationen bekannter Antikörper überwindet. Diese Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Klein eröffnet neue Perspektiven für die Impfstoff- und Therapeutika-Entwicklung gegen HIV-1 und wurde im Fachjournal „Nature Immunology" veröffentlicht [1].
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Medizin
Mepolizumab erhält als erster IL-5-Inhibitor die Zulassung für unkontrollierte eosinophile COPD
Kürzlich erhielt Mepolizumab die Zulassungserweiterung als zusätzliche Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patient:innen mit chronische obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die durch eine erhöhte Anzahl an Eosinophilen im Blut (≥ 300/µl) gekennzeichnet sind und die trotz einer Kombinationstherapie aus einem inhalativen Kortikosteroid (ICS), einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) sowie einem langwirksamen Muscarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) unzureichend kontrolliert sind. Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der mit hoher Affinität und Spezifität an humanes Interleukin-5 (IL-5) bindet und damit gezielt in die Typ-2-Inflammation eingreift [6, 7]. Das ist klinisch relevant, denn bis zu 40% der COPD-Patient:innen weisen erhöhte Blut-Eosinophilenwerte auf – ein Marker für eine zugrunde liegende Typ-2-Inflammation, die das Exazerbationsrisiko und die Krankheitsprogression maßgeblich beeinflusst [1, 2]. Mit seiner einfachen monatlichen Dosierung kann Mepolizumab diesen Patient:innen eine wirksame Prävention von Exazerbationen und Hospitalisierungen bieten [1].
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COPD
Mepolizumab: Neue gezielte Therapieoption bei schwerer COPD
In bis zu 40% aller Fälle von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) liegt eine Typ-2-Inflammation zugrunde – gekennzeichnet durch erhöhte Blut-Eosinophilenwerte. Mit der kürzlichen Zulassung von Mepolizumab bei unkontrollierter eosinophiler COPD steht nun eine effektive Option zur Prävention von Exazerbationen und Hospitalisierungen bereit.
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