News
Medizin
Idiopathische Lungenfibrose: Inhalatives Treprostinil verlangsamt Krankheitsprogression
Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine schwere Erkrankung der Lungen, deren genaue Ursachen nicht vollständig aufgeklärt sind. Bisher gibt es nur zwei zugelassene Medikamente in der EU, die eine Verlangsamung des Krankheitsverlauf bewirken, allerdings auf Kosten von teils erheblichen Nebenwirkungen. „Es besteht deshalb großer Bedarf an neuen Therapien“, so Prof. Jürgen Behr, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik V für Innere Medizin und Pneumologie am LMU Klinikum München. Diese war nun federführend beteiligt an einer Studie, in der inhalativ verabreichtes Treprostinil für Patient:innen mit idiopathischer Lungenfibrose geprüft wurde [1].
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Medizin
Etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter ist von Schwangerschaftsverlust oder Infertilität betroffen
Wenn es im gesellschaftlichen und politischen Diskurs um die Geburtenentwicklung geht, steht meist die Zahl der geborenen Kinder pro Frau im Vordergrund, während belastende Erfahrungen wie Fehlgeburten oder ausbleibende Schwangerschaften wenig Beachtung finden. Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) untersucht, welche reproduktiven Erfahrungen Frauen machen, und berücksichtigt dabei insbesondere Schwangerschaftsverlust und Infertilität, die zusammen „Fertilitätsbarrieren“ genannt werden. Davon ist laut der Studie in Deutschland etwa jede dritte Frau im reproduktiven Alter betroffen [1].
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Gesundheitspolitik
Pflegeausbildung: Zahl der Neuverträge steigt kräftig
Die Zahl neuer Auszubildender zur Pflegefachkraft ist im vergangenen Jahr um 8% im Vergleich zu 2024 gestiegen. Insgesamt schlossen rund 64.300 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
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Infektiologie
Geschützt ab Geburt: Maternale Impfung gegen Pertussis
Neugeborene haben kein ausgeprägtes immunologisches Gedächtnis und sind in den ersten Lebensmonaten auf maternale Antikörper angewiesen. Sie müssen ihre Immunität in den ersten Lebensmonaten durch natürliche Exposition oder aktive Immunisierung aufbauen und bleiben in dieser Zeit sehr anfällig für Infektionen. Maternale Impfungen sind eine Option.
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Gesundheitspolitik
Hebammen bekommen mehr Geld
Hebammen sollen besser bezahlt und zu weniger Bürokratie verpflichtet werden. Mit einer Einigung auf zentrale Details setzte eine Arbeitsgruppe von Berufsverbänden und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen den vorläufigen Schlusspunkt hinter ein monatelanges Ringen. Die Hebammenverbände hatten davor gewarnt, dass Gebärende in Deutschland andernfalls künftig schlechter versorgt würden.
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Medizin
Digitale Therapie-App bei ADHS: Ähnliche Erfolge wie Verhaltenstherapie
Erwachsene mit ADHS sind oft unkonzentriert und haben Probleme, ihrem Alltag eine Struktur zu geben. Viele Betroffene benötigen eine Therapie, die Plätze dafür sind jedoch rar. Eine digitale Anwendung kann hier sofort unterstützen und zeigt ähnliche Erfolge wie eine Verhaltenstherapie. Dies hat eine wissenschaftliche Studie mit 337 Erwachsenen gezeigt, die im Fachjournal Psychological Medicine veröffentlicht wurde [1].
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Medizin
Frühwarnsystem im Schuh: Intelligente Sensorik schützt Füße von Menschen mit Diabetes
Unbemerkte Fehlbelastungen der Füße stellen für Menschen mit Diabetes ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Moritz Kampe, Maschinenbau-Student der Hochschule Osnabrück, hat deshalb eine intelligente Einlegesohle entwickelt, die die Druckverteilungen beim Gehen kontinuierlich erfasst und auffällige Belastungen frühzeitig sichtbar macht. Das mobile Messsystem ermöglicht eine alltagstaugliche Überwachung außerhalb medizinischer Labore und kann so zur Prävention des Diabetischen Fußsyndroms beitragen.
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Medizin
ALS und frontotemporale Demenz: Bestimmte Nervenzellen sind besonders anfällig
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und frontotemporale Demenz (FTD) gehören zu einem Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen mit überlappender Symptomatik, die durch Schwund der Muskulatur, Lähmungen, Demenz und andere schwerwiegende Beeinträchtigungen gekennzeichnet ist. Wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt es bislang nicht. Eine Gemeinsamkeit auf molekularer Ebene teilen viele Betroffene: Ein Protein namens TDP-43 ballt sich in den Nervenzellen des Gehirns zu Klumpen. Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Universitätsklinikums Ulm haben nun festgestellt, dass diese krankhaften Veränderungen vorwiegend bestimmte Zellen betreffen. Die im Wissenschaftsjournal Nature Communications veröffentlichten Ergebnisse sind wichtige Wegweiser für neue Therapieansätze [1].
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Gesundheitspolitik
Kostenloser Lungenkrebs-Check für starke Raucher:innen
Ab April haben starke Raucher:innen Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Bis man einen Termin bekommt, könnte es allerdings noch etwas länger dauern.
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Medizin
Quantenverstärkte MRT soll Krankheiten früher erkennen
Schwere Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer beginnen oft lange, bevor erste Symptome auftreten. In dieser Frühphase verändern sich biochemische Abläufe im Körper, die für klassische Bildgebungsverfahren meist noch unsichtbar sind. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Straßburg arbeiten nun gemeinsam an einer neuen Methode, mit der solche Prozesse früher erkannt werden könnten. Im Projekt QUANTUM-PRECISION wird die Magnetresonanztomographie (MRT) mithilfe quantenmechanischer Verfahren so erweitert, dass selbst schwache Stoffwechselvorgänge sichtbar werden und Krankheitsprozesse präziser charakterisiert werden können.
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Gesundheitspolitik
Mehr Praxisärzte – aber auch mehr Patientenzeit?
In den Praxen gibt es mehr Ärzt:innen, und mittlerweile sind sie im Schnitt sogar ein kleines bisschen jünger - doch die Behandlungskapazitäten für die Patient:innen bleiben oft angespannt und regional unterschiedlich. Ende vergangenen Jahres waren 191.875 Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen in der Versorgung von Kassenpatient:innen tätig. Das waren 2.324 mehr als Ende 2024, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) miteilte. Zugleich verstärkt sich aber ein Trend zu flexiblerem Arbeiten.
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Orphan Diseases
Hypophosphatasie: Bei Erwachsenen häufiger und vielfältiger als gedacht
Das Verständnis der Hypophosphatasie (HPP) wandelt sich: Aus einer seltenen pädiatrischen Knochenmineralisierungsstörung wurde bei genauerem Hinsehen eine Systemerkrankung. Nun zeigt sich, dass die Diagnose gar nicht so selten erst im Erwachsenenalter gestellt wird – und hier die Symptome noch umfassender zu sein scheinen. Therapeutisch ist ein multimodaler Ansatz sinnvoll.
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Medizin
Machen Sie kardiovaskulären Schutz zu Ihrer Herzenssache
Der kardiovaskuläre Schutz Ihrer Patientinnen und Patienten ist für Sie keine Alltagsroutine, sondern eine Herzensangelegenheit. SGLT2-Hemmer bieten einen effektiven, leitliniengerechten Schutz für Herz und Nieren – einfach in der Anwendung und gut verträglich.1–8
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Medizin
Tag der Rückengesundheit
Kreuzschmerzen sind meistens gut behandelbar
Kreuzschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in der Bevölkerung. Doch starke Beschwerden bedeuten nicht automatisch, dass eine Erkrankung vorliegt. Auch Bewegungsmangel oder langes Sitzen können Verspannungen und Beschwerden auslösen. Darauf wies die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) anlässlich des Tags der Rückengesundheit am 15. März hin.
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen 2025 im Plus - Ausgaben steigen
Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben im vergangenen Jahr nach einer Welle von Beitragserhöhungen ein Plus verbucht - aber auch stark steigende Ausgaben. Bei den 93 Kassen stand nach vorläufigen Zahlen ein Überschuss von 3,5 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. Dies diene aber vorrangig zum Auffüllen der Finanzreserven. Ende 2025 betrugen sie rund 5,1 Milliarden Euro und lagen weiterhin knapp unter der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben.
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Medizin
Blutmarker für Alzheimer könnte auch bei Herz- und Nierenerkrankungen nützlich sein
Ein bestimmtes Eiweiß im Blut, das als früher Hinweis auf Alzheimer gilt, spielt offenbar auch bei anderen Erkrankungen eine Rolle. Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) an der Universität Tübingen haben entdeckt, dass erhöhte Werte des sogenannten phosphorylierten Tau-Proteins (pTau) auch bei zwei weniger bekannten Krankheiten vorkommen, die vorwiegend Herz und Niere betreffen. Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für eine verbesserte Diagnostik und wurden diese Woche im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht [1]. Sie beruhen auf Daten von 280 älteren Menschen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden.
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Gesundheitspolitik
Bessere Erkenntnisse aus Krankheitsregistern
Daten zu zahlreichen Krankheiten und Therapien in medizinischen Registern sollen künftig besser für Forschung und Versorgung genutzt werden können. Das Bundeskabinett brachte Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken auf den Weg, die einheitliche Regeln und Standards festlegen sollen. Register lieferten wertvolle Erkenntnisse, sagte die CDU-Politikerin. Sie zeigten, was im Versorgungsalltag tatsächlich wirke - und das etwa auch für Frauen oder Ältere, die in klinischen Studien nur selten berücksichtigt würden.
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Medizin
Impfungen für Kinder: Unverzichtbar für den Gesundheitsschutz
Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um Kinder vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen. Aktuelle Impfquoten zeigen jedoch, dass zwar viele Kinder in Deutschland geimpft werden, wichtige Impfserien jedoch häufig verspätet oder gar nicht abgeschlossen werden. Die Stiftung Kindergesundheit weist auf die Wichtigkeit eines vollständigen und rechtzeitigen Impfschutzes hin und empfiehlt Eltern, sich dabei am neuen STIKO-Impfkalender zu orientieren.
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Nephrologie
Komplementvermittelte Nierenerkrankungen: Neue Therapieoption für seltene Glomerulopathien
Erwachsene und jugendliche Patient:innen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit C3-Glomerulopathie (C3G) oder primärer immunkomplexvermittelter membranoproliferativer Glomerulonephritis (pIC-MPGN) bekommen mit der Indikationserweiterung für Pegcetacoplan eine neue Behandlungsperspektive. Der C3-Inhibitor ist bereits für die Behandlung von Erwachsenen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) zugelassen [1].
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Gesundheitspolitik
Arznei-Beipackzettel sollen digital werden
Für Informationen vor dem Einnehmen von Medikamenten sollen digitale Beipackzettel zum Standard werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant die Umsetzung entsprechender EU-Regelungen. Eine digitale Packungsbeilage biete viele Vorteile, etwa automatische Übersetzungen oder Vorlesefunktionen, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenportal Politico. Sie betonte zugleich: „Weiterhin hat jeder Patient ein Recht darauf, von der Apotheke einen ausgedruckten Beipackzettel zu erhalten.“
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