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EU-Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir erweitert Therapieoptionen bei akuter Hepatitis C

EU-Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir erweitert Therapieoptionen bei akuter Hepatitis C

Glecaprevir/Pibrentasvir erhält durch die Europäische Kommission die Zulassung zur Behandlung der akuten Hepatitis-C-Virusinfektion. Zugelassen ist die Therapie bei Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren. Mit dieser Indikationserweiterung ist Glecaprevir/Pibrentasvir die einzige in der Europäischen Union zugelassene Therapie zur Behandlung sowohl der akuten als auch der chronischen HCV-Infektion.
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Wie RSV die Immunabwehr in Atemwegszellen schwächt

Wie RSV die Immunabwehr in Atemwegszellen schwächt

Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen, insbesondere bei Neugeborenen und bei älteren Menschen. Wie es das Virus schafft, der Immunabwehr zu entkommen und welche Veränderungen es in den infizierten Zellen auslöst, war bisher noch nicht vollständig entschlüsselt. Forschende vom TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, konnten jetzt gemeinsam mit interdisziplinären Kolleginnen und Kollegen aus Würzburg, Regensburg, Braunschweig und Hannover zeigen, wie das Virus in das genetische Programm der Atemwegszellen eingreift, die Immunabwehr hemmt und die Zellfunktion stört. Diese Ergebnisse veröffentlichen sie im Journal Science Advances.
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S3-Leitlinie zur Versorgung von Patient:innen mit Psychose und Sucht

S3-Leitlinie zur Versorgung von Patient:innen mit Psychose und Sucht

Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Menschen mit Psychosen und einer zusätzlichen Suchterkrankung deutlich verbessern. Die Leitlinie „Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung“ wurde gemeinsam von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) herausgegeben. Sie gibt evidenzbasierte Empfehlungen für die Behandlung dieser besonders belasteten Patient:innengruppe.
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Malaria-Einzeldosistherapie vor panafrikanischer klinischer Studie

Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine vielversprechende Malariatherapie entwickelt, die mit nur einer einzelnen Dosis auskommt. Sie könnte dazu beitragen, der zunehmenden Resistenz gegen bestehende Medikamente entgegenzuwirken und die Behandlung deutlich zu vereinfachen. Die Vier-Medikamenten-Kombination mit der Bezeichnung SPAP wird derzeit für groß angelegte klinische Studien in mehreren afrikanischen Ländern vorbereitet [1]. Das DZIF-Projekt wird unter anderem von Prof. Ghyslain Mombo-Ngoma geleitet, der für seine Beiträge zur globalen Gesundheitsforschung in die TIME100 Health 2026 aufgenommen wurde.
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20 Prozent der Deutschen fühlen sich stark gestresst

Jeder fünfte Mensch in Deutschland fühlt sich besonders gestresst. Das gelte vor allem für Frauen, Personen von 18 bis 64 Jahren und Menschen mit geringem Bildungsabschluss, wie aus einer Auswertung des Robert Koch-Instituts hervorgeht [1]. Datengrundlage war das Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 des Robert Koch-Instituts. Für die aktuelle Untersuchung wurden Antworten von 27.102 Teilnehmer:innen im Alter von 18 bis 99 Jahren genutzt.
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Umgang mit Medikamenten: Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten

Die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente gehört für viele ältere Menschen zum Alltag. Eine aktuelle Untersuchung aus der hausärztlichen Versorgung zeigt jedoch, dass die selbstständige Anwendung dieser Arzneimittel häufig mit Herausforderungen verbunden ist. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen haben gemeinsam mit Kolleg:innen des Universitätsklinikums Düsseldorf die Ergebnisse der Studie kürzlich in Frontiers of Public Health veröffentlicht [1].
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Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können

Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können

Menschen mit Adipositas und Typ-zwei-Diabetes haben ein hohes Risiko für Gefäßschäden. Dies hängt nicht nur von den Genen einer Person ab, sondern auch, wie diese „gelesen„ werden. Ein von der Universität Zürich geleitetes Forschungsteam veränderte nun in Mäusen und menschlichem Gewebe die epigenetischen „Lesesignale“ in der dünnen Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt. Resultat: weniger Entzündungen und bessere Gefäßgesundheit.
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Post-Covid-Syndrom: Blutwäsche ohne belegten Nutzen

Post-Covid-Syndrom: Blutwäsche ohne belegten Nutzen

Eine aktuell in The Lancet Regional Health – Europe veröffentlichte Studie stellt den Nutzen der Immunadsorption – einer speziellen Blutwäsche - beim Post-COVID-Syndrom infrage. Zwar lassen sich die als mögliche Krankheitsauslöser diskutierten Autoantikörper aus dem Blut entfernen, die Beschwerden der Betroffenen verbessern sich dadurch jedoch nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) sieht darin einen wichtigen Beitrag zu einer evidenzbasierten Bewertung von Therapien für Menschen mit Post-COVID-Syndrom.
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VOYAGER-Studie: KI-gestützte Analysen zeigen schnelle Netzhaut-Trocknung unter Faricimab

Neue Auswertungen der größten globalen Imaging-Real-World-Studie VOYAGER unterstreichen den klinischen Nutzen von Faricimab bei Patient:innen mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) und diabetischem Makulaödem (DMÖ) im Praxisalltag. So zeigen die auf dem diesjährigen Kongress der Association for Research in Vision and Ophthalmology (ARVO) erstmals vorgestellten Ergebnisse KI-gestützter Bildanalysen der VOYAGER-Daten, dass insbesondere therapienaive Patient:innen unter Faricimab von einer schnellen Netzhaut-Trocknung sowie einer schnellen und bis zum sechsten Monat anhaltenden Reduktion der zentralen Netzhautdicke (CST) profitieren [1, 2]. Darüber hinaus bestätigen ebenfalls aktuelle 12-Monats-Daten an einer erweiterten Kohorte aus VOYAGER die Wirksamkeit und Langzeitstabilität von Faricimab im Versorgungsalltag [3, 4].
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Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden Daten aus der Phase-II-Studie JASMINE zu Nipocalimab – dem ersten Blocker des neonatalen Fc-Rezeptors (FcRn), der bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) untersucht wurde – vorgestellt. Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Nipocalimab den primären Endpunkt einer Verringerung der Krankheitsaktivität, gemessen anhand des SRI-4*, bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem SLE nach 24 Wochen erreicht hat. Dies konnte, gemessen anhand des SRI-4* sowie des LLDAS†, bis Woche 52 erhalten werden [1].
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Auswirkungen von Kurzvideos auf Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Wohlbefinden

Auswirkungen von Kurzvideos auf Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Wohlbefinden

Kurzvideo-Plattformen wie TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts gehören für viele junge Menschen zum Alltag. Doch welche Auswirkungen hat das endlose Scrollen kurzer, algorithmisch personalisierter Inhalte auf Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Wohlbefinden? Wissenschaftler:innen der Universität Bayreuth haben nun im Fachmagazin European Child & Adolescent Psychiatry einen Artikel veröffentlicht, der erstmals eine umfassende Beanwortung dieser Frage liefert.
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Daunorubicin: Wirkungsweise gegen Bakteriophagen entschlüsselt

Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) haben zusammen mit Kollegen aus Marburg und Zürich das antiviral wirkende Molekül Daunorubicin untersucht und seine Wirkungsweise gegen Viren entschlüsselt. Diesen Mechanismus, der sich vor allem gegen Bakteriophagen richtet, beschreiben sie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) [1].
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Ebola-Virus: Persistenz im Gehirn besser verstehen

Ebola-Virus: Persistenz im Gehirn besser verstehen

Nach einer Infektion kann das Ebola-Virus monate- bis jahrelang unbemerkt im menschlichen Körper überleben, unter anderem indem es sich im zentralen Nervensystem versteckt. Die Gefahr dabei: Die betroffenen Personen können erneut an Ebola erkranken oder auch einen neuen Ebola-Ausbruch auslösen. Mithilfe von Hirnorganoiden haben Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) und der Icahn School of Medicine am Mount Sinai (ISMMS) zusammen mit weiteren Kollaborationspartner:innen Einblicke in die Mechanismen dieser Persistenz des Ebola-Virus gewonnen. Die Ergebnisse erschienen kürzlich in Nature Microbiology.
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Meningokokken-Infektionen: selten, aber potenziell lebensbedrohlich

Meningokokken-Infektionen: selten, aber potenziell lebensbedrohlich

Meningokokken-Infektionen treten in Deutschland selten auf, können jedoch innerhalb weniger Stunden einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Die Stiftung Kindergesundheit weist auf die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung sowie auf die erweiterten Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) hin, die sowohl Säuglinge, Kinder und Jugendliche, aber auch die allgemeine Bevölkerung durch sogenannten Gemeinschaftsschutz besser schützen sollen.
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Spezialisierte Diabetesversorgung könnte jährlich etwa 1.140 Leben retten

Spezialisierte Diabetesversorgung könnte jährlich etwa 1.140 Leben retten

Fast jeder fünfte Mensch, der ins Krankenhaus kommt, hat einen Diabetes mellitus. Eine neue bundesweite Analyse von 43,4 Millionen Krankenhausfällen aus den Jahren 2021 bis 2023 für Personen über 20 Jahren zeigt nun, dass Einrichtungen mit Zertifizierung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bessere Ergebnisse in der Versorgung dieser Patient:innen erreichen. Das Fazit des Autorenteams: Jährlich könnten 1.140 Leben von Menschen mit Diabetes durch zertifizierte Diabetesversorgung gerettet werden. Aus Sicht der DDG unterstreicht die Studie, warum zertifizierte Diabetesstrukturen in der Krankenhausversorgung erhalten und abgesichert werden müssen.
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