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Person misst Blutzucker, man sieht Hände und Messgerät

Typ-2-Diabetes bei jungen Erwachsenen: Armut und Migrationserfahrung spielen eine Rolle

Typ-2-Diabetes trifft in Deutschland immer häufiger junge Erwachsene. Neue Daten zeigen: Armut, geringe Bildung und eigene Migrationserfahrung gehen damit einher. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS auf Basis der NAKO-Gesundheitsstudie findet diese sozialen Unterschiede auch dann, wenn familiäre Vorbelastung und der eigene Lebensstil einbezogen werden [1]. Die Autor:innen fordern deshalb ein Umdenken: weg von reinen Verhaltensratschlägen, hin zu einer Prävention, die die Lebensumwelt verändert.
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Nur 13 Prozent der Kinder und Jugendlichen bewegen sich ausreichend

Die AOK Rheinland/Hamburg hat 5.000 Eltern im Rheinland und in Hamburg zur Gesundheitssituation ihrer Kinder befragt. Der AOK-Kindergesundheitsatlas 2026 liefert Zusammenhänge zwischen dem Ideal und der Lebensrealität von Familien. Fast neun von zehn Kindern erreichen nicht die WHO-Bewegungsempfehlung von 60 Minuten pro Tag. Rund jedes fünfte Kind überschreitet die empfohlene Bildschirmzeit mit Sozialen Medien und bei jedem zehnten Kind gehören große Mengen von Zucker täglich zum Alltag, schon ab dem ersten Lebensjahr.
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Blutgerinnsel / Thrombose in Arterie oder Vene

Erkältungsvirus führt zu seltenen Blutgerinnseln

Die Universitätsmedizin Greifswald identifizierte im internationalen Forschungsteam bei einem Kind in Österreich erstmals die auslösende Variante des Adenovirus als Ursache lebensbedrohlicher Blutgerinnsel. Zur Diagnose zogen die behandelnden Ärzt:innen der Medizinischen Universität Innsbruck die Greifswalder Transfusionsmediziner:innen hinzu. Weitere virologische Untersuchungen erfolgten gemeinsam mit Forschenden der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Die Erkenntnisse dieses Falles wurden nun in einer Studie im New England Journal of Medicine veröffentlicht [1].
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CHMP empfiehlt Filgotinib zur Behandlung der axialen Spondyloarthritis

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zu Filgotinib abgegeben. Demnach soll der einmal täglich oral einzunehmende, präferenzielle Januskinase 1(JAK1)-Inhibitor künftig zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit aktiver axialer Spondyloarthritis (axSpA) eingesetzt werden, sowohl bei nicht-röntgenologischer als auch bei röntgenologischer axSpA, wenn diese auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben.
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Post-Stroke-Spastizität: Frühzeitige interdisziplinäre Behandlung bleibt Versorgungsdefizit
Deutscher Schlaganfallkongress

Post-Stroke-Spastizität: Frühzeitige interdisziplinäre Behandlung bleibt Versorgungsdefizit

Die Entwicklung einer Spastizität nach Schlaganfall (post-stroke spasticity, PSS) ist für die Betroffenen häufig mit gravierenden Folgen verbunden. Die mit PSS einhergehenden motorischen Einschränkungen beeinträchtigen Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich und belasten auch Angehörige und Pflegende. Trotz klarer Leitlinienempfehlungen für eine frühzeitige therapeutische Intervention und interdisziplinäre Betreuung wird die PSS häufig erst spät diagnostiziert und behandelt. Dadurch können sich funktionelle Einschränkungen und sekundäre Komplikationen verfestigen. Bei einem Symposium im Rahmen des 2. Deutschen Schlaganfallkongresses (DSG26) wurde dieses reale Problem im Versorgungsalltag von PSS-Patient:innen diskutiert.
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Herzschrittmacher nach TAVI: Risiken für Frauen und Männer unterschiedlich

Nach einem kathetergestützten Aortenklappenersatz (TAVI) kann aufgrund von Störungen der elektrischen Erregungsleitung des Herzens ein Herzschrittmacher notwendig werden. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass dessen Bedeutung für die weitere Prognose bei Frauen und Männern unterschiedlich ist. Mediziner:innen der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems untersuchten dazu die kurz- und langfristigen Überlebensdaten von mehr als 1.100 Betroffenen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern, die für eine individuellere Einschätzung von Risiken vor und nach dem Eingriff sprechen. Zunehmend relevant ist das, da TAVI immer häufiger auch bei jüngeren Menschen zum Einsatz kommt [1].
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Woche der Wiederbelebung

Bereitschaft zur Reanimation groß, doch Handlungssicherheit fehlt

Zum 15. Mal findet vom 21. bis 27. September die „Woche der Wiederbelebung“ statt, an der Fachorganisationen der Notfallmedizin auf das Thema aufmerksam machen. Die Aktionswoche soll Ängste abbauen und ermutigen, bei einem plötzlichen Herzstillstand als Ersthelfende einzugreifen. Doch wie steht es aktuell um Bereitschaft und Kompetenz der Menschen in Deutschland, im Notfall andere wiederzubeleben? Wie kann man sie noch besser auf eine derartige Situation vorbereiten? Antworten darauf gibt eine repräsentative Umfrage der ADAC Stiftung.
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Obinutuzumab: Neue Daten zeigen Remissionsvorteile bei SLE und Lupus-Nephritis

Aktuelle Phase-III-Daten zu Obinutuzumab zeigen, dass sowohl Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) als auch Patient:innen mit dessen häufigster Organmanifestation, der Lupus-Nephritis (LN), signifikant häufiger das Therapieziel der Remission erreichen, wenn sie den Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab zusätzlich zur bisherigen Standardtherapie erhalten [1-3].
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Adipositas
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Tirzepatid zeigt breite kardiometabolische Effekte

Typ-2-Diabetes, Adipositas und kardiovaskuläre Erkrankungen sind eng miteinander verknüpft. Der kardiovaskulären Risikoreduktion bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes und/oder Adipositas kommt daher ein hoher Stellenwert zu. Die Ergebnisse der Phase-III-Studien SURPASS-CVOT und SUMMIT sprechen für den kardiometabolischen Nutzen von Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und bestehender atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD) sowie bei Adipositas und Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF).
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Alt werden mit Rheuma: nicht weniger, sondern präziser behandeln

Im Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Immunsystem. Infekte verlaufen schwerer als noch in jüngeren Jahren, Impfungen können schwächer wirken, und zugleich nimmt die Neigung zu chronischen Entzündungen zu. Was diese Immunalterung für die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bedeutet, diskutierten Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinischen Immunologie e. V. (DGRh) auf der Kongress-Pressekonferenz am 12. September 2026. Diese fand anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2026 statt.
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Hände von Menschen aufsteigenden Alters

Erst Schmerz, dann Alzheimer - neue Erkenntnisse zur Krankheitslast in Deutschland

Wie viele Lebensjahre gehen in der Bevölkerung durch Krankheiten, gesundheitliche Einschränkungen und Todesfälle verloren? Das Robert Koch-Institut stellt im Rahmen der nationalen Krankheitslaststudie neue Daten bereit. Erstmals können auch Trends über mehrere Jahre dargestellt werden (2017 bis 2022). Zudem wurde die Krankheitslast, neben bereits vorhandenen Betrachtungen zum Beispiel zu kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs oder Verkehrsunfällen, für weitere Krankheiten berechnet, darunter Asthma, Arthrose und Parkinson.
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Augen von verschiedenen Menschen in einer Collage
Von Trockenem Auge bis Augenverletzungen

Biologisches Geschlecht, aber auch Geschlechterrollen prägen Augenkrankheiten

Frauen verlieren häufiger ihr Augenlicht, Männer erkranken häufiger an Rot-Grün-Farbsinnstörung und beide Geschlechter reagieren unterschiedlich auf Therapie- und Vorsorgeangebote: Biologische, aber auch soziale Geschlechterunterschiede beeinflussen das Risiko für Augenerkrankungen, den Zeitpunkt der Diagnosestellung und sogar den Erfolg von Behandlungen. Doch viele dieser Faktoren finden in Forschung und Versorgung noch zu wenig Beachtung.
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Hand in blauem Handschuh hält Probe mit Aufschrift BDBV
Schnellere Diagnostik, tiefere Einblicke

Forschende stärken die Reaktion auf Ebola-Ausbrüche

Der aktuelle Ausbruch des Bundibugyo-Virus (BDBV) in der Demokratischen Republik Kongo verdeutlicht die Herausforderungen bei der Bekämpfung seltener, aber potenziell verheerender Infektionskrankheiten. Zwei Studien unter Leitung von Forschenden des DZIF liefern nun wichtige Erkenntnisse für die Ausbruchskontrolle. Die eine Studie zeigt, wie diagnostische Tests während eines Ausbruchs schnell evaluiert werden können [1]; die andere untersucht die biologischen Eigenschaften des BDBV-Stamms von 2026 und die Frage, ob ein bestehender Ebola-Impfstoff einen gewissen Kreuzschutz bieten könnte [2]. Beide Studien wurden in der aktuellen Ausgabe von The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht.
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 3 Min|
Vater hilft Sohn mit Diabetes, seinen Blutzucker zu messen

Expert:innen empfehlen systematisches Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes

Ein internationales Expertenteam hat konkrete Empfehlungen für ein bevölkerungsweites Screening von Kindern auf Typ-1-Diabetes vorgelegt. Das jetzt im Fachjournal Diabetologia veröffentlichte Konsensuspapier beschreibt, in welchem Alter Kinder untersucht und wie durch aufeinanderfolgende Tests schrittweise eine sichere Diagnose gestellt werden kann. Ziel ist es, Typ-1-Diabetes bereits vor den ersten Symptomen zuverlässig zu diagnostizieren, das Risiko schwerer Stoffwechselentgleisungen zu verringern und eine rechtzeitige Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen.
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