Journal MED

Medizin

Medizin

Wechseljahrsbeschwerden: Neue Option zur Behandlung nun in Deutschland verfügbar

Seit dem 1. April 2026 ist Elinzanetant auf dem deutschen Markt zur nicht hormonellen Behandlung von moderaten bis schwerden Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Die Zulassung umfasst auch menopausalen Beschwerden bei Brustkrebspatientinnen. Schließlich kann die adjuvante endokrine Therapie schwere Hitzewallungen und Schlafstörungen auslösen und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zusätzlich belasten.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Elektrische Rückenmarksstimulation: Studie liefert Daten für verbesserte Therapie

Elektrische Rückenmarksstimulation: Studie liefert Daten für verbesserte Therapie

Die elektrische Stimulation des Rückenmarks, etwa nach einer Querschnittslähmung, hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Hochfrequente Stimulationspulse, die in vielen aktuellen Anwendungen eingesetzt werden, aktivieren jedoch offenbar weniger effizient jene Nervenfasern, die vermutlich entscheidend zu therapeutischen Effekten beitragen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von einem internationalen Team unter Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) durchgeführt wurde. Durch elektrophysiologische Untersuchungen am Menschen sowie hochdetaillierte Computermodelle des menschlichen Körpers konnten die Forschenden sichtbar machen, welche neuronalen Strukturen durch die Stimulation aktiviert werden. Die Ergebnisse, die im Fachjournal Nature Biomedical Engineering publiziert wurden, sollen dazu beitragen, medizintechnische Anwendungen zu verbessern.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Wie ein Cardiolipin-Mangel chronische Darmentzündungen verursacht

Wie ein Cardiolipin-Mangel chronische Darmentzündungen verursacht

Forschende des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln haben herausgefunden, dass das Lipid namens Cardiolipin essenziell ist, um die Immunreaktion im Darm unter Kontrolle zu halten. Diese Erkenntnisse eröffnen eine neue Sichtweise auf Entzündungen und können Aufschluss darüber geben, warum Krankheiten bei verschiedenen Patient:innen sehr unterschiedlich verlaufen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
AAN 2026

Ofatumumab bei RMS: 8-Jahres-Sicherheitsdaten vom AAN 2026

Anlässlich des diesjährigen Annual Meeting der American Academy of Neurology (AAN) wurden neue Langzeit-Sicherheitsdaten zu Ofatumumaba aus der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS über einen Beobachtungszeitraum von bis zu 8 Jahren bekannt gegeben. Die Daten bestätigen die langfristige Verträglichkeit und das konstant günstige Sicherheitsprofil von Ofatumumab bei Patient:innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) sowohl in der gesamten Studienpopulation als auch in der Gruppe der kürzlich diagnostizierten, therapienaiven Patient:innen.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Marstacimab: Zulassungserweiterung für Hämophilie A und B mit Hemmkörpern

Die Europäische Kommission hat die Zulassungserweiterung für Marstacimab zur Routineprophylaxe von Blutungsepisoden bei Patient:innen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg mit Hämophilie A mit Faktor-VIII-Inhibitoren oder Hämophilie B mit Faktor-IX-Inhibitoren erteilt [1, 2]. Die Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A oder B, die unter der Faktorersatztherapie Hemmkörper entwickelt haben, stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar [3]. Mit Marstacimab, einem Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (Anti-TFPI), steht den Betroffenen nun eine neue Therapieoption zur Verfügung, die als Fertigpen mit fixer Dosierung einmal wöchentlich subkutan verabreicht wird [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin

FSME-Risikogebiete erweitert: Zwei neue Kreise in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Mit dem Beginn der Zeckensaison in weiten Teilen Europas rückt auch die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erneut in den Fokus der öffentlichen Gesundheit. Die virale neurologische Infektion, die durch infizierte Zecken übertragen wird, kann schwerwiegende Verläufe mit langfristigen gesundheitlichen Folgen nach sich ziehen. FSME ist mittlerweile in 27 europäischen Ländern endemisch und zeigt eine fortschreitende geografische Ausbreitung. Jährlich werden in Europa rund 12.000 Fälle gemeldet. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 693 FSME-Fälle registriert, es ist eine deutliche Zunahme in allen Altersgruppen zu beobachten.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Mangelernährung im Krankenhaus: Welche Ernährungsmaßnahmen helfen älteren Patient:innen?

Mangelernährung im Krankenhaus: Welche Ernährungsmaßnahmen helfen älteren Patient:innen?

Mangelernährung ist ein unterschätztes Gesundheitsproblem – auch in Deutschland. Ein neuer Cochrane Review hat untersucht, ob gezielte orale Ernährungsmaßnahmen älteren Menschen helfen, die von Mangelernährung bedroht oder bereits mangelernährt sind und wegen einer Verletzung oder Erkrankung ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Das Ergebnis: Spezielle Trinknahrung „für besondere medizinische Zwecke“ statt der Standardversorgung senkt möglicherweise das Sterberisiko und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen innerhalb von einem Monat bzw. bis zur Entlassung. Für die anderen untersuchten Ernährungsansätze – etwa zusätzliche Eiweißgabe oder individuelle Hilfe beim Essen – zeigten sich keine klaren Unterschiede zur Standardversorgung oder die Datenlage war zu schlecht, um belastbare Aussagen ableiten zu können.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Positiver Trend: Gesundheitsatlas zeigt Rückgang bei Herzinfarkten

Positiver Trend: Gesundheitsatlas zeigt Rückgang bei Herzinfarkten

Eine aktuelle Datenauswertung für den Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt einen anhaltenden Rückgang bei der Zahl der Herzinfarkte in Deutschland. Gleichzeitig ist allerdings die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck gestiegen, die jeweils Risikofaktoren für die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit und das Auftreten von Herzinfarkten darstellen. Der Gesundheitsatlas Deutschland macht die aktuellen Entwicklungen für insgesamt 26 Erkrankungen bis auf Landkreis-Ebene transparent.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss

Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss

Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal Cell Reports Medicine erschienen [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin

RSV-Welle hält weiter an – Impfung kann die Anzahl RSV-bedingter Hospitalisierungen bei älteren Erwachsenen verringern

In der aktuellen Saison 2025/26 für Atemwegserkrankungen sind die Fallzahlen der Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) erneut auf einem hohen Niveau – so läuft seit der 2. Kalenderwoche (KW) 2026 die anhaltende RSV-Welle,1 gezeichnet von einem intensiven Infektionsgeschehen. Seit KW 40 letzten Jahres wurden bereits mehr als 64.000 labordiagnostische RSV-Fälle gemeldet (Stand: 15. KW 2026).2
Lesen Sie mehr 
Medizin
CRISPR-System hemmt Hepatitis-E-Virus in menschlichen Zellen

CRISPR-System hemmt Hepatitis-E-Virus in menschlichen Zellen

Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben ein neuartiges antivirales Konzept entwickelt: Mithilfe des CRISPR/Cas13-Systems konnten sie die Vermehrung des Hepatitis-E-Virus in menschlichen Zellen gezielt unterdrücken. Hepatitis E ist weltweit eine häufige Ursache für akute Leberentzündungen, doch wirksame spezifische Therapien fehlen bislang. Das Team der Abteilung Molekulare und Medizinische Virologie zeigte, dass sich das Virus mit einem RNA-gerichteten CRISPR-System bekämpfen lässt. Die Ergebnisse, die am 4. Mai 2026 in der Zeitschrift JHEP Reports veröffentlicht sind, eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung antiviraler Strategien [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
Wie Immunzellen Alzheimer beeinflussen: T-Zellen rücken ins Zentrum der Forschung

Wie Immunzellen Alzheimer beeinflussen: T-Zellen rücken ins Zentrum der Forschung

Eine Studie der Universitätsmedizin Mannheim zeigt, dass bestimmte T-Zellen gezielt auf Amyloid-Ablagerungen im Gehirn reagieren und Entzündungsprozesse bei Alzheimer vorantreiben könnten. Die jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt, dass nicht nur angeborene Immunzellen, sondern auch spezialisierte T-Zellen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung entzündlicher Prozesse im erkrankten Gehirn spielen und eröffnet neue Ansätze für zeitlich abgestimmte Therapien [1].
Lesen Sie mehr 
Typ-2-Diabetes

Mit Semaglutid frühzeitig und effektiv gegen relevante Parameter bei Typ-2-Diabetes

Eine reine Glukosekontrolle fasst im Behandlungsmanagement des Typ-2-Diabetes zu kurz. Entsprechend reicht auch Metformin allein häufig nicht aus, um alle relevanten Parameter zu adressieren. Leitlinien setzen daher auf einen frühzeitigen Einsatz moderner Therapien, wie Semaglutid – insbesondere bei Betroffenen mit hohem kardiovaskulärem Risiko oder chronischer Nierenerkrankung.
Lesen Sie mehr