Donnerstag, 28. Mai 2020
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Medizin

Mai 2020

Nikotinabusus: Lungenexperten warnen vor E-Zigaretten als Entwöhnungsprogramm

Nikotinabusus: Lungenexperten warnen vor E-Zigaretten als Entwöhnungsprogramm
© fotofabrika - stock.adobe.com

Laut der „Europäischen Tabakkontrollskala 2019“, die im Rahmen der „European Conference on Tobacco or Health (ECToH)“ vorgestellt wurde, belegt Deutschland bei der Tabakprävention im europäischen Vergleich den letzten Platz (1). Fast ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland raucht klassische Tabakzigaretten; bei Kindern und Jugendlichen sind es knapp 10% (2). Zwar geht der Anteil der jugendlichen Tabakraucher in Deutschland zurück, der Konsum von E-Zigaretten nimmt in der Bevölkerung – und vor allem bei jungen Erwachsenen –...

Aktuelle Versorgungssituation von COVID-19-Patienten: Ultraschall als erste Bildgebung

Aktuelle Versorgungssituation von COVID-19-Patienten: Ultraschall als erste Bildgebung
© Rasi - stock.adobe.com

Lungenultraschall, der standardisiert zur Diagnostik eines Pneumothorax oder bei Atemnot durch Herzinsuffizienz eingesetzt wird, kann auch bei COVID-19-Patienten eingesetzt werden: Aufgrund ihrer spezifischen Ausprägungen im Lungengewebe lässt sich eine COVID-19-induzierte Pneumonie mit Hilfe des schonenden und nicht-ortsgebundenen Lungenultraschalls sehr gut diagnostizieren. Experten berichteten über ihre Erfahrungen, die Chance zur Früherkennung und die Vorteile gegenüber der Computertomographie (CT).    

Ermittlung des Pflegegrads: Gutachten in der „Corona“-Krise

Zur Ermittlung des Pflegegrads kommen eigentlich Gutachter persönlich bei dem Pflegebedürftigen vorbei. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Vor-Ort-Besuche allerdings bis Ende September ausgesetzt – stattdessen erfolgt ein Gespräch am Telefon, informiert der Medizinische Dienst der Krankenversicherung. Wie beim Besuch des Gutachters zu Hause oder im Heim, gilt bei Telefonaten: Der Pflegebedürftige sollte nicht alleine am Hörer sitzen, sondern Angehörige dabei haben. „Denn man ist immer aufgeregt und so hat man Unterstützung“, sagt...

Exzessive Tagesschläfrigkeit: Neue Behandlungsoption mit Solriamfetol

Solriamfetol (Sunosi®) ist ein neues wachheitsförderndes Medikament zur Verbesserung der Wachheit und Reduzierung der Exzessiven Tagesschläfrigkeit (Excessive Daytime Sleepiness, EDS) bei Erwachsenen mit Narkolepsie (mit oder ohne Kataplexie) oder obstruktiver Schlafapnoe (Obstructive Sleep Apnea, OSA), sofern die EDS durch die primäre Therapie der OSA, beispielsweise durch kontinuierlichen positiven Atemwegsdruck (Continuous Positive Airway Pressure, CPAP), nicht ausreichend behandelt werden konnte.

Hämophilie: Erhalt der Gelenkgesundheit mit Efmoroctocog alfa

Hämophilie: Erhalt der Gelenkgesundheit mit Efmoroctocog alfa
© nobeastsofierce - stock.adobe.com

Die Faktor-VIII-Prophylaxe bei Menschen mit Hämophilie hat in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte gemacht, erklärte Prof. Ingrid Pabinger-Fasching, Professorin für Hämostaseologie an der MedUni Wien, anlässlich der 64. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH). „Die Entwicklung hin zur Verlängerung der Halbwertszeit der Faktor-VIIIPräparate bietet die Möglichkeit, seltener zu injizieren und die Therapie zu intensivieren. Auch eine Verbesserung des Blutungsschutzes sowie der...

Gerinnungsstörungen bei COVID-19: Blutverdünner nicht absetzen

In medizinischen Fachkreisen und den Medien häufen sich Berichte über Störungen des Gerinnungssystems bei Patienten mit COVID-19. Intensiv- und Notfallmediziner forderten daher jüngst in einer Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), dass eine Thromboseprophylaxe und Blutverdünnung – abhängig vom Risikoprofil des Patienten - eine stärkere Rolle in der Behandlung von Covid-19-Patienten spielen müssen.

Endothelfunktion analysieren – mögliche Hochrisikopatienten für schwere COVID-19 Verläufe erkennen

Experten am Universitätsspital Zürich untersuchten die Gewebeproben verstorbener COVID-19-Patienten. Dabei fiel auf, dass das Virus auch das Gefäßendothel direkt angreift und so zu einer systemischen Gefäßentzündung im ganzen Körper führt. Patienten mit bereits vorgeschädigten Gefäßen und Dysregulationen der Gefäße sind Hochrisikopatienten für besonders schwere COVID-19-Verläufe. Mit der Technologie der Imedos Systems können Gefäßstörungen, insbesondere die endotheliale Dysfunktion,...

COVID-19: Obduktionen zeigen massive Lungenschäden als Todesursache

COVID-19: Obduktionen zeigen massive Lungenschäden als Todesursache
©Universitätsklinikum Augsburg

Eine Studie des Augsburger Universitätsklinikums, die vor kurzem im Journal of the American Medical Association (JAMA) erschienen ist, zeigt, dass das Lungengewebe von verstorbenen COVID-19 Patienten irreversibel geschädigt ist. Ursache der Schädigungen war das Virus, dessen Erbgut noch in den Atemwegen nachgewiesen werden konnte. Lungenschädigungen durch die maschinelle Beatmung konnten als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden, da mehr als die Hälfte der Patienten nicht künstlich beatmet wurde. Die massiv beeinträchtigte Sauerstoffaufnahme der Lungen...

COVID-19: Immunantwort neben Spike-Protein auch durch weitere Proteine auslösbar

COVID-19: Immunantwort neben Spike-Protein auch durch weitere Proteine auslösbar
©Christoph Burgstedt - stock.adobe.com

Forschungsteams der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Universitätsklinikums Essen haben herausgefunden, auf welche Teile des SARS-CoV-2 das menschliche Immunsystem reagiert: Neben dem bisher fokussierten Spike-Protein können auch 2 weitere Proteine eine starke Immunantwort auslösen. Diese Entdeckung ist bedeutend sowohl für die Entwicklung diagnostischer Tests als auch von Impfstoffen. „Wir sollten uns dabei nicht ausschließlich auf das Spike-Protein konzentrieren“, sagt Studienleiterin Prof. Dr. Nina Babel.

NEJM-Publikation: Blutgefäßschädigung als Schlüssel zu COVID-19

NEJM-Publikation: Blutgefäßschädigung als Schlüssel zu COVID-19
dermatzke / Fotolia.com

Das SARS-CoV-2-Virus befällt im Gegensatz zu den Grippeviren vornehmlich Endothelzellen und führt zu einer gesteigerten Entzündungsreaktion, vergleichbar mit einer Abstoßungsreaktion nach Organtransplantation. Das ist das wichtigste Ergebnis einer internationalen Studie der Unikliniken Wuppertal, Harvard, Basel, Leuven und Hannover. Die Studie wird heute mit einem Editorial in der renommierten Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht (1, 2).

Kalziumkanal an Entstehung von Pankreatitis beteiligt

An der Entstehung einer chronischen Pankreatitis sind Mutationen in einem Ionenkanal in der Zellmembran beteiligt, der eine spezifische Durchlässigkeit für Kalziumionen besitzt. Diese Entdeckung machte ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) zusammen mit weiteren Gruppen aus Deutschland, Japan und Frankreich. Damit könnten sie den Weg für neue Therapeutika zur Behandlung und Prävention der chronischen Pankreatitis ebnen.

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Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) startet die Online-Kampagne „Danke für 24/7“. Die Fachgesellschaft bedankt sich damit bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus und Rettungsdienst. Hier tragen Ärzte und Pflegekräfte 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Sorge für Patientinnen und Patienten. Das verdient aus Sicht der DGIIN eine besondere und öffentliche Wertschätzung.

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).
  • Auch Bayern lockert „Corona“-Beschränkungen – Ab dem 15. Juni sollen auch in Bayern unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Kinos und Theater wieder öffnen (dpa, 26.05.2020).

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