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Adipositas kann Rheuma-ähnliche Entzündung fördern

Adipositas kann Rheuma-ähnliche Entzündung fördern

Adipositas betrifft in Deutschland etwa 19,7% der Erwachsenen [1]. Die Fettleibigkeit belastet nicht nur die Gelenke, sondern verändert auch das Immunsystem der Betroffenen. Leipziger Forschende fanden im Blut von Menschen mit Adipositas vermehrt dieselben entzündungsfördernden Immunzellen wie bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen [2, 3]. Nach einer Magenband-Operation und starkem Gewichtsverlust bildeten sich die Veränderungen weitgehend zurück [4]. Die Ergebnisse zeigen einen immunologischen Zusammenhang zwischen Adipositas und rheumatoider Arthritis (RA) – und werfen neue Fragen für die Behandlung auf [2-4].
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3D Illustration eines Blutgefäßes mit Ablagerungen
ESC 2026

VICTORION-Challenge: Inclisiran zeigt stärkere LDL-C-Senkung als Bempedoinsäure

Eine frühzeitige und konsequente LDL-C-Senkung ist für Patient:innen mit einer atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD) mit hohem und sehr hohem kardiovaskulären Risiko essenziell, doch im Praxisalltag wird das Therapieziel oft verfehlt. 3-Jahres-Daten der Registerstudie LipidSnapshot zeigen, dass nur 34,9% der von niedergelassenen Kardiolog:innen bzw. 17,7% der von Allgemeinmediziner:innen behandelten ASCVD-Patient:innen mit sehr hohem Risiko ihren LDL-C-Zielwert erreichen. Dieser klinische Handlungsbedarf wurde auf einer Veranstaltung im Rahmen des Kongresses der European Society of Cardiology (ESC) in München adressiert.
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Orales Semaglutid: Neue Tablette erweitert Therapieoptionen bei Adipositas

Semaglutid ist seit September als orale Adipositastherapie in Deutschland offiziell erhältlich. Die orale Formulierung erweitert die therapeutischen Optionen für Patient:innen mit Adipositas oder Übergewicht mit einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung und kann so eine an individuelle Bedürfnisse angepasste Therapie erleichtern. Mit der Tablette konnte in der Zulassungsstudie OASIS-4 eine Gewichtsabnahme von rund 17% gezeigt werden.
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Präzisere Mukoviszidose-Diagnosen durch Gensequenzierung

Der Standard-Gentest auf Mukoviszidose umfasst nur die häufigsten CFTR-Varianten, die die Erkrankung verursachen. Für einige Menschen mit CF liegt keine eindeutige genetische Bestätigung der Diagnose vor. Das liegt vor allem daran, dass zwar eine genetische Untersuchung durchgeführt wurde, aber die gefundenen CFTR-Varianten unbekannt sind und nicht geklärt ist, ob diese eine CF-Erkrankung verursachen oder nicht. Die Arbeitsgruppe um Simone Ahting (Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Leipzig) erforschte mit Hilfe von Gensequenzierungsmethoden seltene CFTR-Varianten, um Betroffenen mit unklarer Diagnose Gewissheit und damit Zugang zu passenden Therapien zu geben. Nun liegen die Ergebnisse vor.
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Neuronen, leuchtend

Neuer Schutzmechanismus für Nervenzellen bei Multipler Sklerose entdeckt

Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, der Nervenzellen bei Multipler Sklerose (MS) vor einem entzündungsbedingten Zelltod schützen kann. Im Zentrum steht ein Protein des Immunsystems – der Komplementfaktor H –, das direkt in Nervenzellen eine schützende Wirkung entfaltet. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Ergebnisse könnten neue Wege für Therapien eröffnen, die gezielt den Verlust von Nervenzellen bei progredienter MS verhindern [1].
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Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar

Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar

Routinedaten sind eine zentrale Grundlage der Versorgungsforschung, um die Realität der medizinischen Versorgung zu untersuchen. Die Behandlung von Patientinnen mit Endometriose lässt sich anhand vertragsärztlicher Abrechnungsdaten allerdings nur eingeschränkt abbilden. So werden beispielsweise wichtige Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und sind daher in den Abrechnungsdaten nicht erfasst. Eine weitere Herausforderung besteht darin, Patientinnen mit Endometriose in den Daten zuverlässig zu identifizieren. Wird dafür vorausgesetzt, dass eine Endometriose-Diagnose wiederholt dokumentiert wird, kann dies zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Patientinnenzahl führen. Denn das Fehlen einer entsprechenden Diagnose in den Folgejahren bedeutet weder, dass die Erkrankung nicht mehr besteht, noch, dass die Patientin nicht weiter behandelt wird.
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Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?
ESC 2026

Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?

Wie schnell lässt sich bei Menschen mit akutem Brustschmerz sicher feststellen, ob ein Herzinfarkt vorliegt oder ausgeschlossen werden kann? Mit dieser Frage beschäftigen sich zwei große internationale Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt wurden. Maßgeblich daran beteiligt ist Prof. Jasper Boeddinghaus, der kürzlich vom Universitätsspital Basel an das Universitätsklinikum Bonn (UKB) gewechselt ist und dort das neue Institut für klinische Herz-Kreislaufforschung aufbaut.
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Hirnaneurysmen: Häufigkeit in zwei Jahrzehnten verdoppelt

Hirnaneurysmen: Häufigkeit in zwei Jahrzehnten verdoppelt

Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift The Lancet Neurology wertete unter Federführung der Universitätsmedizin Mannheim 162 Studien aus sieben Jahrzehnten aus. Sie zeigt erstmals einen Anstieg der Häufigkeit von Aneurysmen von 2,9 auf 6,6% und welche Personen besonders betroffen sind: Frauen nahezu doppelt so häufig wie Männer, deutlich häufiger auch Patient:innen mit polyzystischer Nierenerkrankung, mit Bindegewebserkrankungen oder mit einer Subarachnoidalblutung in der Familie. Rauchen und Bluthochdruck erhöhen das Risiko für Aneurysmen erstmals messbar. Die Studie belegt aber auch gleichzeitig: Die wenigsten Hirnaneurysmen müssen behandelt werden.
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Grafik: CAR-T-Zellen
Wirksamkeit von CD19-CAR-T-Zellen

Charité: CAR-T-Zell-Therapie bei schwerer rheumatoider Arthritis

Immuntherapien wie die CAR-T-Zell-Therapie werden vor allem bei Krebserkrankungen eingesetzt. Künftig sollen die aus eigenen Abwehrzellen hergestellten Präparate auch Autoimmunerkrankungen heilen helfen. An der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt sechs Patient:innen mit schwerster rheumatoider Arthritis eine solche Behandlung erhalten. Das Ergebnis dieser weltweit ersten klinischen Studie: Bei allen Teilnehmenden ging die Krankheitsaktivität deutlich zurück, so die Forschenden in Nature Medicine [1]. Drei der Behandelten konnten am Ende auf jegliche Medikamente gegen rheumatoide Arthritis verzichten.
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Cochrane Review: Wie gut helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Cochrane Review: Wie gut helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Etliche Raucher:innen tun sich trotz aller Gesundheitsrisiken schwer damit, von Zigaretten loszukommen – zu stark ist die Abhängigkeit. Vor diesem Hintergrund hat ein jetzt aktualisierter Cochrane Review untersucht, wie gut E-Zigaretten Raucher:innen bei der Tabakentwöhnung helfen. Sein Ergebnis, kurz zusammengefasst: Zwar bringen nikotinhaltige E-Zigaretten mittelfristig etwas mehr Menschen vom Tabak ab als Nikotinpflaster, -kaugummis und andere herkömmliche Nikotinersatzpräparate. Aber einem Großteil der Menschen gelingt auch mit E-Zigaretten kein Rauchstopp.
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Rheumatoide Arthritis: Neue Leitlinie zur frühen Therapie

Rheumatoide Arthritis: Neue Leitlinie zur frühen Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) veröffentlicht eine neue S3-Leitlinie zur Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten. Die Therapie soll unmittelbar nach gesicherter Diagnose beginnen – mit dem Ziel der Remission. Ist dies nicht erreichbar, wird zumindest eine geringe Krankheitsaktivität angestrebt. Neu geregelt sind vor allem die weiteren Behandlungsschritte bei unzureichendem Therapieerfolg, individuellen Risiken, ein kurzer Einsatz von Kortisonpräparaten und die kontrollierte Verringerung der Therapie bei anhaltender Remission.
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Aktualisierte S3-Leitlinie zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimenon

Aktualisierte S3-Leitlinie zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimenon

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr 2025 rund 106.000 gemeldete Fälle von Schwangerschaftsabbrüchen. Die Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr mit -0,7% leicht verringert, lag damit jedoch weiterhin über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020, in denen es stets zwischen rund 99.000 und 101.000 gemeldete Fälle gab [1]. Die S3-Leitlinie zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimenon bietet medizinische Grundlagen und wissenschaftliche Evidenz zum Schwangerschaftsabbruch im ersten Trimenon. Dabei werden unter anderem Ausführungen zur Methodenwahl, zu Indikationen und zur Beratung von Betroffenen dargelegt.
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Julia Nicke (links) und Dr. Mona Malek Mohammadi (rechts) - haben einen bislang unbekannten Signalweg im Immunsystem entdeckt, der neugeborenen Herzzellen hilft, nach Verletzungen zu überleben und sich zu regenerieren.

Interaktion zwischen Immunsystem und Herzmuskel ermöglicht Regeneration im neonatalen Herzen

Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben einen bislang unbekannten Signalweg im Immunsystem entdeckt, der neugeborenen Herzzellen hilft, nach Verletzungen zu überleben und sich zu regenerieren. Die Ergebnisse könnten langfristig neue Therapieansätze eröffnen, um geschädigte Herzen nach einem Herzinfarkt oder bei chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reparieren. Die Studie ist jetzt im Fachjournal Cell Communication and Signaling erschienen.
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Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Neue Empfehlung zur Erstlinientherapie bei Vitiligo

Mit der Aktualisierung der S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Vitiligo gibt es eine neue Empfehlung für Patient:innen ab dem zwölften Lebensjahr: Das Leitlinien-Update zur Vitiligo empfiehlt mit starkem Konsens und der höchsten Empfehlungsstärke, bei nichtsegmentaler Vitiligo (NSV) mit Gesichtsbeteiligung Ruxolitinib-Creme als Erstlinientherapie anzubieten. Damit liegt erstmals eine deutsche Leitlinien-Empfehlung vor, die eine wissenschaftlich fundierte Orientierung zum therapeutischen Stellenwert von Ruxolitinib bietet und die Verordnungssicherheit im Praxisalltag unterstützen kann.
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Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Bei der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine schnelle Diagnose wichtig, um Nervenschädigungen in Schach zu halten. Hilfreich dabei sind die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien. Ein Forschungsteam der MHH hat nun in einer Studie untersucht, wie sich die neu hinzugefügten Diagnosepunkte – etwa die Schädigung des Sehnervs – auf die Früherkennung von MS auswirken. Das Ergebnis: Die Erweiterung der Diagnosekriterien trägt erheblich dazu bei, dass sich der Anteil an Erstdiagnosen erhöht. Es werden also mehr MS-Fälle rechtzeitig entdeckt, die zuvor länger unerkannt geblieben sind.
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