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Real-world-Daten zur Effektivität der PCV20-Impfung bei Kleinkindern
ISPPD

Real-world-Daten zur Effektivität der PCV20-Impfung bei Kleinkindern

Pneumokokken zählen zu den bedeutendsten impfpräventablen Infektionserregern und besiedeln häufig asymptomatisch den Nasenrachenraum des Menschen. Zur Prävention von Pneumokokken-Erkrankungen ist PCV20 in Deutschland bei unter 2-Jährigen zugelassen, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Standardimpfung ist bisher nicht erfolgt. In den USA wird PCV20 hingegen bereits seit drei Jahren für die Standardimpfung von unter Fünfjährigen empfohlen. Bei der diesjährigen Konferenz der International Society of Pneumonia & Pneumococcal Diseases (ISPPD) wurden aktuelle Real-World-Daten zum Einsatz von PCV20 vorgestellt.
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Typ-1-Diabetes: Zyklus verändert Insulinbedarf trotz AID

Typ-1-Diabetes: Zyklus verändert Insulinbedarf trotz AID

In der zweiten Zyklushälfte wirkt Insulin bei vielen Frauen mit Typ-1-Diabetes weniger stark: Sie benötigen mehr Insulin, um ihre Blutzuckerwerte im Zielbereich zu halten. Eine Beobachtungsstudie mit 77 Frauen und 380 Menstruationszyklen zeigt, dass in dieser Phase trotz automatisierter Insulinabgabe sowohl die tägliche Insulinmenge als auch die durchschnittlichen Blutzuckerwerte höher waren [1]. Die individuellen Muster unterschieden sich jedoch deutlich. Was dies für die Behandlung bedeutet, erläuterte Dr. Martina Rothenbühler auf der Vorab-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zur Diabetes Herbsttagung 2026.
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Medizin
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Blutgefäß mit Erythrozyten

Warum Blutgefäße unterschiedlich altern

Wie verändern sich die Zellen, die Blutgefäße von innen auskleiden, im Laufe des Lebens? Um dieser Frage nachzugehen, hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Laura de Rooij am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften den „Human Aging Endothelial Cell Atlas“ erstellt – den ersten umfassenden Atlas zur Alterung von Blutgefäßen. Anhand von Daten zur Genaktivität aus mehr als 375.000 menschlichen Zellen, 290 Proben und zwölf verschiedenen Geweben zeigen die Forschenden, dass der Alterungsprozess unterschiedliche Bereiche des Gefäßsystems auf unterschiedliche Weise beeinflusst. Die in der Fachzeitschrift Nature Aging veröffentlichte Studie liefert neue Einblicke in die biologischen Mechanismen der Gefäßalterung und schafft eine wertvolle Grundlage für die künftige Erforschung altersbedingter Erkrankungen und der Regeneration von Blutgefäßen [1].
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Medizin
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GLP-1-Agonisten: Risiken für Zähne und Zahnfleisch

GLP-1-Agonisten: Risiken für Zähne und Zahnfleisch

DGLP-1-Rezeptor-Agonisten, verabreicht als Spritze und neuerdings auch als Tablette, wurden inzwischen millionenfach verordnet und gelten als wichtiger Fortschritt in der Behandlung von Übergewicht, Adipositas und Diabetes. Doch welche Folgen haben die Medikamente für Zähne und Zahnfleisch? Eine neue Übersichtsarbeit im Journal of Dental Research von Forschenden um Dr. Nils Werner und Prof. Dr. Falk Schwendicke von der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und digitale Zahnmedizin des LMU Klinikums zeigt: Die Wirkstoffe erhöhen das Risiko für verschiedene Probleme von Gebiss und Zahnfleisch.
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Medizin
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Antibiotikaresistente Infektionen treten in sozial benachteiligten Regionen häufiger auf

In sozioökonomisch benachteiligten Regionen Deutschlands treten bestimmte antibiotikaresistente Infektionen deutlich häufiger auf als in wohlhabenderen Regionen. Besonders ausgeprägt ist dieser Zusammenhang bei invasiven Infektionen mit Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA), einem gegen wichtige Antibiotika resistenten Krankheitserreger. Dabei spielt auch das regionale Umfeld eine wesentliche Rolle: Sowohl in Großstädten als auch in dünn besiedelten ländlichen Gebieten ist der Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Benachteiligung und erhöhter MRSA-Infektionshäufigkeit besonders deutlich. Für andere resistente Erreger lässt sich hingegen kein vergleichbarer Zusammenhang nachweisen. Die Ergebnisse sprechen dafür, soziale und regionale Unterschiede bei der Überwachung und Prävention von Antibiotikaresistenzen stärker zu berücksichtigen.
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Medizin
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Fettlebererkrankung: Bluttests erkennen Leberfibrose und Leberzirrhose frühzeitig

Fettlebererkrankung: Bluttests erkennen Leberfibrose und Leberzirrhose frühzeitig

Mehrere Bluttests haben das Potenzial, eine fortgeschrittene Leberfibrose und eine Leberzirrhose zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, zeigt die internationale LITMUS-Studie. Im bislang größten und umfassendsten Vergleich dieser Art testete das Forschungsteam mehr als 30 Biomarker und Testkombinationen, um eine nicht-invasive Diagnosemöglichkeit der metabolisch bedingten Fettlebererkrankungen zu finden. Dabei erwies sich der Biomarker Thrombospondin-2 (TSP2), der vom Institut für Translationale Immunologie (TIM) der Universitätsmedizin Mainz entwickelt und validiert wurde, als vielversprechender Einzelmarker.
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Kardiologie
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CKM-Syndrom: Interdisziplinäre Versorgung und Prävention gewinnen in neuen Leitlinien an Bedeutung

Neue europäische und US-amerikanische Leitlinien zum kardiovaskulär-renalen-metabolischen (CKM-)Syndrom markieren einen Paradigmenwechsel in der Versorgung von Menschen mit Diabetes, chronischer Nierenerkrankung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen [1-4]. Statt einzelner Organe oder Laborwerte rücken das individuelle Risiko, Komorbiditäten und eine koordinierte, interdisziplinäre Betreuung in den Mittelpunkt. Nach Ansicht von Prof. Dirk Müller-Wieland (Aachen) könnten die Empfehlungen auch wichtige Impulse für eine frühere Prävention und bessere Patientensteuerung geben.
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Medizin
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GLUT1-Erkrankung: Fucose als neuer Behandlungsansatz

Die seltene, angeborene GLUT1-Erkrankung ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der nicht genügend Glukose ins Gehirn gelangt. Fehlt dieser wichtige Energielieferant, kann dies zu schweren Folgen wie epileptischen Anfällen, Bewegungsstörungen und einer Entwicklungsstörung führen. Eine ketogene Ernährung, die sehr kohlenhydratarm und extrem fettreich ist, kann die fehlende Energieversorgung teilweise ausgleichen, indem sie dem Gehirn alternative Energieträger zur Verfügung stellt. Doch bei vielen Betroffenen bleiben Beschwerden bestehen. Ein Forschungsteam der Universität Münster und des Universitätsklinikums Münster hat deshalb mit Partnern aus den USA einen neuen Behandlungsansatz verfolgt [1].
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Medizin
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Post-COVID-Syndrom: Kann niedrig dosiertes Cortison die Beschwerden lindern?

Post-COVID-Syndrom: Kann niedrig dosiertes Cortison die Beschwerden lindern?

PreVitaCOV ist eine der ersten großen Therapiestudien zu Post-COVID in Deutschland. Drei Institute für Allgemeinmedizin testeten unter Federführung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) Prednisolon und B-Vitamine bei mehreren hundert Patient:innen. Unter niedrig dosiertem Prednisolon gingen die Symptome nach vier Wochen statistisch signifikant stärker zurück als ohne Behandlung – am deutlichsten bei der Fatigue. Ob dieser Effekt im Alltag spürbar ist, bleibt jedoch offen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal eClinicalMedicine erschienen.
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Medizin
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Suizidassistenz: Neue Leitlinie gibt Fachkräften Orientierung bei Anfragen

Suizidassistenz: Neue Leitlinie gibt Fachkräften Orientierung bei Anfragen

Wie sollen Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen reagieren, wenn Menschen den Wunsch nach assistiertem Suizid äußern? Eine neue Leitlinie bietet mit 45 Empfehlungen Orientierung in dieser ethisch und rechtlich komplexen Situation. Die Empfehlungen wurden fachübergreifend abgestimmt: Mehr als 30 Fachgesellschaften und Organisationen haben an der Leitlinie mitgewirkt. Die DGPPN hat die Leitlinie mitinitiiert und als Teil der Koordinationsgruppe insbesondere dafür Sorge getragen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen durch die Empfehlungen ausreichend geschützt werden.
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Medizin
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Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion: Kardio-MRT zeigt unterschiedliche Mechanismen der gestörten Herzfüllung

Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion: Kardio-MRT zeigt unterschiedliche Mechanismen der gestörten Herzfüllung

Menschen mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion könnten künftig genauer danach unterschieden werden, welche Veränderungen des Herzmuskels ihrer Erkrankung zugrunde liegen. Die DZHK-Studie DECIPHER HFpEF zeigt, dass spezielle MRT-Verfahren solche Unterschiede erfassen können. Das könnte langfristig helfen, Therapien gezielter auszuwählen.
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Infektiologie
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DGGG-Kongress 2026

Impflücken in der Schwangerschaft schließen

Wie kann man Impfungen in der Gynäkologie am besten umsetzen? „Wichtig ist, dass Sie in der Praxis impfen wollen und das zum Thema machen“, riet Dr. Michael Wojcinski, Steinhagen. An das Aufklärungsgespräch kann sich die Impfung direkt anschließen, ohne weitere Termine auszumachen: „Impfen sie am selben Tag“ riet der Sprecher der AG Impfen in der Gynäkologie: „Die Infektionsprophylaxe ist die wichtigste Prophylaxe, die wir unseren Patientinnen anbieten können!“
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Medizin
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Zwei Studien bestätigen Wirksamkeit von Remibrutinib bei schubförmiger MS

Zwei Studien bestätigen Wirksamkeit von Remibrutinib bei schubförmiger MS

Zwei randomisierte Phase-III-Studien, die in The Lancet publiziert wurden [1], verglichen Wirksamkeit und Sicherheit von Remibrutinib der moderat wirksamen DMT mit Teriflunomid bei schubförmiger MS. Der hochselektive BT-Inhibitor reduzierte signifikant annualisierte Schubrate, Behinderungsprogression und entzündliche Läsionen im Gehirn. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Der Wirkstoff könnte somit das Therapiespektrum erweitern - ausstehend ist jedoch ein direkter Vergleich mit bereits zugelassenen hochaktiven DMTs, wie z. B. Anti-CD20-Antikörpern.
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Medizin
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Tabakerhitzer: Schon einmaliger Konsum belastet das Herz-Kreislauf-System

Tabakerhitzer: Schon einmaliger Konsum belastet das Herz-Kreislauf-System

Bereits der einmalige Konsum von erhitztem Tabak kann unmittelbar die Funktion der Blutgefäße beeinträchtigen, den Blutdruck erhöhen und DNA-Schäden an Blutzellen verursachen. Das zeigt eine neue Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz. Die Forschenden untersuchten die unmittelbaren Auswirkungen von zwei hintereinander konsumierten Tabaksticks bei ansonsten gesunden Raucher:innen. Die Ergebnisse stellen Behauptungen infrage, wonach Tabakerhitzer für das Herz-Kreislauf-System wesentlich weniger schädlich seien als herkömmliche Zigaretten. Die Forschungsergebnisse wurden im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht [1].
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Medizin
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Alzheimer-Diagnostik per Bluttest: Neues Verfahren soll Ergebnisse zuverlässiger machen

Alzheimer-Diagnostik per Bluttest: Neues Verfahren soll Ergebnisse zuverlässiger machen

Forschende der Universitätsmedizin Halle haben ein Verfahren entwickelt, das Alzheimer-Bluttests zuverlässiger machen könnte. Bisher stützen sich kommerzielle Bluttests vor allem auf den Protein-Biomarker pTau217“, dessen Konzentration bereits in einem frühen Alzheimer-Stadium ansteigen kann. Allerdings gibt es auch andere Erkrankungen, die erhöhte Werte verursachen und zu falsch positiven Ergebnissen führen können. In einer Studie mit 315 Personen zeigte das Forschungsteam, wie sich Alzheimer-typische Veränderungen genauer von denen anderer Erkrankungen unterscheiden lassen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
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