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FSME-Risikogebiete erweitert: Zwei neue Kreise in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Mit dem Beginn der Zeckensaison in weiten Teilen Europas rückt auch die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erneut in den Fokus der öffentlichen Gesundheit. Die virale neurologische Infektion, die durch infizierte Zecken übertragen wird, kann schwerwiegende Verläufe mit langfristigen gesundheitlichen Folgen nach sich ziehen. FSME ist mittlerweile in 27 europäischen Ländern endemisch und zeigt eine fortschreitende geografische Ausbreitung. Jährlich werden in Europa rund 12.000 Fälle gemeldet. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 693 FSME-Fälle registriert, es ist eine deutliche Zunahme in allen Altersgruppen zu beobachten.
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Mangelernährung im Krankenhaus: Welche Ernährungsmaßnahmen helfen älteren Patient:innen?

Mangelernährung im Krankenhaus: Welche Ernährungsmaßnahmen helfen älteren Patient:innen?

Mangelernährung ist ein unterschätztes Gesundheitsproblem – auch in Deutschland. Ein neuer Cochrane Review hat untersucht, ob gezielte orale Ernährungsmaßnahmen älteren Menschen helfen, die von Mangelernährung bedroht oder bereits mangelernährt sind und wegen einer Verletzung oder Erkrankung ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Das Ergebnis: Spezielle Trinknahrung „für besondere medizinische Zwecke“ statt der Standardversorgung senkt möglicherweise das Sterberisiko und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen innerhalb von einem Monat bzw. bis zur Entlassung. Für die anderen untersuchten Ernährungsansätze – etwa zusätzliche Eiweißgabe oder individuelle Hilfe beim Essen – zeigten sich keine klaren Unterschiede zur Standardversorgung oder die Datenlage war zu schlecht, um belastbare Aussagen ableiten zu können.
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Positiver Trend: Gesundheitsatlas zeigt Rückgang bei Herzinfarkten

Positiver Trend: Gesundheitsatlas zeigt Rückgang bei Herzinfarkten

Eine aktuelle Datenauswertung für den Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt einen anhaltenden Rückgang bei der Zahl der Herzinfarkte in Deutschland. Gleichzeitig ist allerdings die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck gestiegen, die jeweils Risikofaktoren für die Entstehung einer koronaren Herzkrankheit und das Auftreten von Herzinfarkten darstellen. Der Gesundheitsatlas Deutschland macht die aktuellen Entwicklungen für insgesamt 26 Erkrankungen bis auf Landkreis-Ebene transparent.
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Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss

Depression drückt die Vorfreude, nicht den Genuss

Der im Alltag empfundene und sehr belastende Verlust von Interesse oder Freude an normalerweise positiven Aktivitäten ist ein Kernsymptom einer schweren Depression. Doch bisher ist es unklar, wie genau sich diese Anhedonie, auch bekannt als Belohnungsdefizit, manifestiert. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn sowie des Universitätsklinikums Tübingen haben herausgefunden, dass Personen mit Depressionen Essen nicht als weniger belohnend empfinden, wenn sie es tatsächlich konsumieren. Die Unterschiede zu Personen ohne Depression ergeben sich in der Erwartung: wie sehr sie etwas wollen, bevor sie es erhalten. Dieses verminderte Verlangen hängt auch mit dem klinischen Ausmaß der Anhedonie zusammen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt im Fachjournal Cell Reports Medicine erschienen [1].
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RSV-Welle hält weiter an – Impfung kann die Anzahl RSV-bedingter Hospitalisierungen bei älteren Erwachsenen verringern

In der aktuellen Saison 2025/26 für Atemwegserkrankungen sind die Fallzahlen der Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) erneut auf einem hohen Niveau – so läuft seit der 2. Kalenderwoche (KW) 2026 die anhaltende RSV-Welle,1 gezeichnet von einem intensiven Infektionsgeschehen. Seit KW 40 letzten Jahres wurden bereits mehr als 64.000 labordiagnostische RSV-Fälle gemeldet (Stand: 15. KW 2026).2
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CRISPR-System hemmt Hepatitis-E-Virus in menschlichen Zellen

CRISPR-System hemmt Hepatitis-E-Virus in menschlichen Zellen

Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben ein neuartiges antivirales Konzept entwickelt: Mithilfe des CRISPR/Cas13-Systems konnten sie die Vermehrung des Hepatitis-E-Virus in menschlichen Zellen gezielt unterdrücken. Hepatitis E ist weltweit eine häufige Ursache für akute Leberentzündungen, doch wirksame spezifische Therapien fehlen bislang. Das Team der Abteilung Molekulare und Medizinische Virologie zeigte, dass sich das Virus mit einem RNA-gerichteten CRISPR-System bekämpfen lässt. Die Ergebnisse, die am 4. Mai 2026 in der Zeitschrift JHEP Reports veröffentlicht sind, eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung antiviraler Strategien [1].
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Wie Immunzellen Alzheimer beeinflussen: T-Zellen rücken ins Zentrum der Forschung

Wie Immunzellen Alzheimer beeinflussen: T-Zellen rücken ins Zentrum der Forschung

Eine Studie der Universitätsmedizin Mannheim zeigt, dass bestimmte T-Zellen gezielt auf Amyloid-Ablagerungen im Gehirn reagieren und Entzündungsprozesse bei Alzheimer vorantreiben könnten. Die jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt, dass nicht nur angeborene Immunzellen, sondern auch spezialisierte T-Zellen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung entzündlicher Prozesse im erkrankten Gehirn spielen und eröffnet neue Ansätze für zeitlich abgestimmte Therapien [1].
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Typ-2-Diabetes

Mit Semaglutid frühzeitig und effektiv gegen relevante Parameter bei Typ-2-Diabetes

Eine reine Glukosekontrolle fasst im Behandlungsmanagement des Typ-2-Diabetes zu kurz. Entsprechend reicht auch Metformin allein häufig nicht aus, um alle relevanten Parameter zu adressieren. Leitlinien setzen daher auf einen frühzeitigen Einsatz moderner Therapien, wie Semaglutid – insbesondere bei Betroffenen mit hohem kardiovaskulärem Risiko oder chronischer Nierenerkrankung.
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Erhöhte Glukagonspiegel und Fettleber: Ein übersehener Zusammenhang bei Typ-2-Diabetes

Erhöhte Glukagonspiegel und Fettleber: Ein übersehener Zusammenhang bei Typ-2-Diabetes

Im Mittelpunkt der Typ-2-Diabetes-Forschung stand bislang vor allem Insulin: Sprechen die Körperzellen schlechter auf das in der Bauchspeicheldrüse hergestellte Hormon an, steigt der Blutglukosespiegel langfristig an. Eine aktuelle Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums zeigt, dass auch das Hormon Glukagon bereits früh erhöht ist. Die Forschenden konnten nachweisen, dass ein erhöhter Glukagonspiegel mit einer metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD), umgangssprachlich Fettlebererkrankung, in Zusammenhang steht – einem engen Begleiter von Typ-2-Diabetes. Die Befunde werfen neue Fragen auf, die für die Entwicklung zukünftiger Therapien relevant sein könnten.
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Typ-1-Diabetes

Funktionelle Heilung von Typ-1-Diabetes durch stammzellbasierte Zelltherapie scheint möglich

Auf der Pressekonferenz im Vorfeld des 60. Diabetes Kongresses der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin sprachen Ärzt:innen über die Schwierigkeit, moderne Diabetes-Therapien in die Versorgung zu integrieren. Dennoch würde die Entwicklung neuer Präparate und Pump-Systeme einer „Revolution“ gleichen. Sogar eine Heilung für Menschen mit Typ-1-Diabetes stellte die Kongresspräsidentin Prof. Dr. Barbara Ludwig in Aussicht.
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Long COVID bei Kindern: Studie identifiziert unterschiedliche Krankheitsverläufe

Long COVID bei Kindern: Studie identifiziert unterschiedliche Krankheitsverläufe

Die meisten Kinder und Jugendlichen erholen sich schnell von einer Infektion mit dem Coronavirus. Doch etwa 1 bis 3% entwickeln pädiatrisches Long COVID – Beschwerden, die Wochen oder Monate nach der eigentlichen Infektion anhalten. Eine neue Studie, die im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht wurde, zeigt nun: Long COVID bei jungen Menschen ist keine einheitliche Erkrankung. Das internationale Forschungsteam, unter Beteiligung der Universitätsmedizin Magdeburg, konnte verschiedene biologische Untergruppen identifizieren, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Einheitliche Behandlungen für alle Betroffenen könnten daher zu kurz greifen.
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Phagen und Antibiotika gegen resistente Biofilme

Phagen und Antibiotika gegen resistente Biofilme

Die Kombination aus Bakteriophagen und Antibiotika kann Bakterienbiofilme wirksam bekämpfen. Ein infektiologisches Forschungsteam am Uniklinikum Jena konnte diesen Prozess jetzt bei einem Biofilm von Klebsiellen verfolgen, die Resistenzen gegen das verwendete Antibiotikum aufwiesen. Die detaillierte Analyse mittels Lichtblatt-Fluoreszenzmikroskopie erhellt wichtige Wirkmechanismen dieser therapeutisch bedeutsamen Symbiose.
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Baricitinib erhält EU-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Jugendlichen

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Januskinase(JAK)-Inhibitor Baricitinib zur Behandlung der schweren Alopecia areata (AA) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erteilt. Aufgrund der Erfahrungen bei Erwachsenen in anderen Zulassungen (rheumatoiden Arthritis, atopischen Dermatitis und AA) liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor. Ergänzt werden diese nun durch die Ergebnisse der Zulassungsstudie BRAVE-AA-PEDS. Darin erreichten 42% der Patient:innen mit schwerer AA nach 36 Wochen eine Kopfhaar Bedeckung von 80% oder mehr.
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