Samstag, 26. Mai 2018
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Aktuelle Infos für Ärzte

24. Mai 2018

Hämodynamische Unterstützung mit perkutanem Herzunterstützungssystem

Im Rahmen der diesjährigen 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) wurden Hot Topics zur hämodynamischen Unterstützung von ABIOMED aktuelle Erkenntnisse und Erfahrungen mit der kleinsten Herzpumpe der Welt – der Impella® – vorgestellt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Johann Bauersachs und Prof. Dr. Bernhard Schieffer diskutierten Experten den Nutzen der Impella® sowohl während der perkutanen Koronarintervention (PCI) als auch beim kardiogenen Schock.

MS-Patienten eine normale Familienplanung ermöglichen

Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) sollten in regelmäßigen Abständen auch auf ihre Familienplanung angesprochen werden: „Das Thema der Familienplanung ist in das neurologische Gespräch ganz selbstverständlich mit aufzunehmen“, erklärte dazu Dr. Birte Elias-Hamp aus Hamburg bei einer Pressekonferenz von Sanofi Genzyme in Berlin. Dabei sollte man versuchen, den Frauen Ängste vor einer Schwangerschaft zu nehmen, sie umfassend über die Faktenlage und darüber, was sie in puncto MS und Schwangerschaft wissen sollten, aufzuklären. Der Neurologe sollte den Patientinnen die Sicherheit geben, dass er sie während der Schwangerschaft und auch darüber hinaus begleiten wird. „Sie leben Ihr Leben, wir kümmern uns um die MS – diese Botschaft sollten wir Neurologen den Frauen vermitteln“, sagte Elias-Hamp in Berlin.

© Bernhard Schmerl / Fotolia.com
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Schulungsprogramm für Menschen mit Insulinpumpentherapie

Mit INPUT steht ab Sommer 2018 das weltweit erste evaluierte Schulungs- und Behandlungsprogramm für Menschen mit Insulinpumpentherapie zur Verfügung. Bei einem Symposium der BERLIN-CHEMIE AG im Rahmen des Diabetes Kongresses 2018 wurden jetzt die Ergebnisse der Evaluation vorgestellt: Neben einer signifikanten Verbesserung des HbA1c zeigten sich u.a. auch signifikant positive Effekte auf die Reduktion schwerer Unterzuckerungen und auf die Behandlungskompetenz der Patienten. Ziel von INPUT ist es, Patienten im Umgang mit ihrer Insulinpumpe zu unterstützen und somit ihren Alltag mit der Therapie erleichtern. Das moderne und praxisnahe Schulungsprogramm wurde vom Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) mit Unterstützung der BERLIN-CHEMIE AG entwickelt.

Asthmakontrolle optimieren: Im Gespräch mit Dr. Frank Kanniess

Die richtige Diagnose und eine effektive Therapie bilden die Grundlage für ein gutes Asthma-Management. Das kennt auch Dr. Frank Kanniess, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin mit Arbeitsschwerpunkt Lungenerkrankungen und Allergologie in Reinfeld, aus der täglichen Praxis. 2 Patientenfälle aus seinem Praxisalltag veranschaulichen dies besonders deutlich. Beide Patienten wurden nach den Anforderungen ihrer Erkrankung auf das Dosieraerosol flutiform® mit der Fixkombination ICSa/LABAb umgestellt. Im Folgenden besserten sich die Symptome und die Adhärenz stieg.

©  jakubzak / Fotolia.com
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Erhöhtes Krebsrisiko aufgrund von UV-A-Lampen im Nagelstudio?

Ob klassisch, neon-bunt oder kunstvoll verziert – professionell lackierte und modellierte Nägel gelten als modischer Hingucker. Die Schattenseite: Die ultraviolette Strahlung der Lampen, mit denen die Pracht üblicherweise gehärtet oder getrocknet wird, steht in dem Verdacht, das Risiko für weißen Hautkrebs zu erhöhen. Die Wissenschaftler schätzen die individuelle Gefahr sehr unterschiedlich ein, empfehlen aber unabhängig von ihren Untersuchungsergebnissen Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung. Dieser Empfehlung schließt sich auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums an.   

Chronisch metabolische Azidose und Diabetes: Besteht eine Beziehung zwischen Bikarbonat und dem Zuckerstoffwechsel?

Unbehandelte oder schlecht eingestellte Diabetespatienten haben ein hohes Risiko für Nierenerkrankungen mit einer chronisch metabolischen Azidose als nur eine Folge der fortschreitenden Niereninsuffizienz. Die chronisch azidotische Stoffwechsellage birgt auch ein höheres Risiko für eine Insulinresistenz und die Entwicklung eines therapiebedürftigen Diabetes mellitus in sich.  

23. Mai 2018

Asthma: IQWiG erkennt keinen Zusatznutzen für Benralizumab an

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat für den IL-5-Rezeptor-Antikörper Benralizumab (Fasenra®) keinen Zusatznutzen anerkannt (1). Das Biologikum hat im Januar 2018 die EU-Zulassung für schweres eosinophiles unzureichend kontrolliertes Asthma erhalten. Das IQWiG kritisierte eine inadäquate Umsetzung der Vorgaben zur zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) im Rahmen der zur Nutzenbewertung vorgelegten Studien ZONDA (2), SIROCCO (3) und CALIMA (4). „Die Bewertung des IQWiG ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir haben mit unserem Nutzendossier ausschließlich die Daten eingereicht, die – wie vom Gemeinsamen Bundesausschuss gefordert – einen Vergleich mit der zVT abbilden“, so Dr. Julia Büchner, Vice President Pricing and Market Access bei AstraZeneca Deutschland. „Bereits in vergleichbaren Verfahren hat das IQWiG keinen Zusatznutzen gesehen, der Gemeinsame Bundesausschuss hingegen schon. Es wäre wünschenswert, wenn eine derartige Bewertungspraxis auch Eingang in den IQWiG-Beschluss findet. Dieser Anspruch wurde zum Start des AMNOG als lernendes System sogar explizit formuliert.“ Den Beschluss über den Zusatznutzen von Benralizumab wird letztendlich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fassen.

Initiative PNM+ startet durch: Bessere Versorgung für Parkinson-Patienten

Morbus Parkinson ist eine der bekanntesten und häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, rund 300.000 Menschen in Deutschland leiden daran. Tendenz steigend – allein aufgrund des demographischen Wandels. Auch 200 Jahre nach ihrer Entdeckung kann die Erkrankung nicht geheilt werden: Die Parkinson-Therapie zielt darauf ab, Krankheitszeichen und Begleiterscheinungen zu lindern. Die komplexe Erkrankung stellt die Fachkräfte dabei jedoch vor große Herausforderungen. In der Region Münsterland und Osnabrück arbeiten ab sofort Experten im Parkinsonnetz Münsterland+ (PNM+) zusammen, um ein interdisziplinäres Versorgungsteam mit einheitlichen Standards aufzubauen. Mit einem digital gestützten Konzept, das beim jetzigen Gründungstreffen am Universitätsklinikum Münster (UKM) vorgestellt wurde, möchten die Beteiligten den Informationsfluss beschleunigen und so die Diagnose und Therapie von Parkinson verbessern.

© psdesign1 / Fotolia.com
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Zulassungserweiterung für Evolocumab zur Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfälle

Die Europäische Kommission hat eine erweiterte Indikation für Evolocumab (Repatha®) zugelassen. Evolocumab wird bei Erwachsenen mit bekannter atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung (Myokardinfarkt, Schlaganfall oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit) zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos durch Senkung der LDL-C-Werte angewendet. Für Patienten mit Hypercholesterinämie in der Sekundärprävention ist das eine wichtige Therapieoption, um das Risiko weiterer Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu reduzieren.

Hämophilie B: Längere Wirkdauer und weniger Blutungen mit pegyliertem rekombinanten Faktor IX

Nur noch 1x wöchentlich muss ein neues rekombinantes Faktor IX-Präparat appliziert werden, das ab sofort zur Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen ist. Nonacog beta pegol (Refixia®, N9-GP) hat dank der Pegylierung eine deutlich längere Halbwertzeit und zugleich höhere Talspiegel als bisherige Präparate, ist gut verträglich und verbessert die Lebensqualität der Patienten.

Nachhaltige Behandlungskonzepte bei CED

Ein wesentliches Ziel in der Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist für den behandelnden Arzt neben der Remission die endoskopisch bestätigte Mukosaheilung (1). Um das Fortschreiten der Erkrankung zu unterbinden und Komplikationen zu vermeiden, sollte möglichst in einem frühen Krankheitsstadium im „window of opportunity“ (2) eine geeignete Therapie mit guter Wirksamkeit – wie der darmselektiv wirkende α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab (Entyvio®*) (3) – zum Einsatz kommen. Neue Real-World-Daten bestätigen für Morbus Crohn, dass es unter einer frühzeitigen Behandlung mit Vedolizumab häufiger zu Remission und endoskopischer Heilung kommt als bei einem späteren Behandlungsbeginn (4). Für den Einsatz von Vedolizumab als First-Line-Biologikum sprechen weitere Real-World-Daten, die unter Vedolizumab höhere endoskopische Heilungsraten verzeichnen als unter einer Anti-TNFBehandlung (5,6). Zusätzlich zu den klinischen Zielen gilt es aber auch, die Therapieziele aus Patientensicht wie rasche Symptomfreiheit und insbesondere die Wiederherstellung der Lebensqualität zu erreichen (1). Für Patienten ist zudem die Sicherheit einer Therapie von großer Bedeutung. Eine neue Meta-Analyse bestätigte das günstige Nutzen-Risiko-Profil von Vedolizumab in der Langzeit-Therapie bei CU und MC in der Versorgungsrealität (7). Für ein individuell auf den Patienten zugeschnittenes Behandlungskonzept ist es erforderlich, die „Perspektiven“ von Arzt und Patient gleichermaßen zu berücksichtigen.

22. Mai 2018

Wirkweise des mikrokristallinen Tyrosin in allergischen Krankheitsmodellen

Kürzlich wurde bekannt, dass neue wissenschaftliche Studiendaten zur Wirkweise des physiologischen Depot-Adjuvans mikrokristallines Tyrosin (MCT®) im Journal of Immunology (1) veröffentlicht wurden. In der Veröffentlichung schlussfolgern die Studienautoren, dass MCT® ein vorteilhafter und pharmazeutisch vielseitig nutzbarer immunologischer Wirkverstärker sowohl in der allergenspezifischen Immuntherapie als auch in Impfstoffanwendungen für die Behandlung von Infektionskrankheiten sein könne.

© CLIPAREA.com / Fotolia.com
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Aufklärungskampagne zur Herzinsuffizienz

Die rechtzeitige Identifikation und Behandlung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (cHI) hat essentiellen Einfluss auf Krankheitsverlauf und Prognose (1). Aktuelle Daten des Deutschen Herzberichtes bestätigen: Die Erkrankungshäufigkeit der cHI nimmt seit Jahren zu (2). Doch das Bewusstsein der Öffentlichkeit für diese schwere Erkrankung, deren Mortalitätsrate höher liegt als bei vielen Krebserkrankungen, ist hingegen immer noch gering (3,4). Das soll die multimediale Aufklärungskampagne von Novartis ändern. Mit dem Slogan „Helfen Sie Ihrem Herz wieder auf die Beine“ startet die zweite Welle der Kampagne zeitgleich mit den Europäischen Herzschwächetagen Ende Mai.

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Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilo in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“, den man kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (oder Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) anfordern kann. Auch bei zunehmender Kurzatmigkeit, wiederholtem Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an immer mehr Kissen um schlafen zu können, sollte man Arzt oder Klinik aufsuchen.

Diabetiker sollten regelmäßig ihren Puls messen

Oft werden Menschen von einem Schlaganfall getroffen, weil sie Vorhofflimmern haben, ohne es zu wissen. Vorhofflimmern tritt bei über der Hälfte aller Patienten ohne Symptome oder Beschwerden auf. Unbehandelt und ohne schützende Wirkung gerinnungshemmender Medikamente sind sie schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. Jedes Jahr verursacht Vorhofflimmern etwa 30.000 Schlaganfälle. Vorhofflimmern ist auch eine häufige Herzrhythmusstörung bei Diabetikern, die Schätzungen zufolge ein um 34% erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben.