Medizin
Progressive multifokale Leukenzephalopathie: T-Zellen bestimmen Erfolg von Immuntherapie
Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine seltene, aber schwerwiegende Gehirninfektion. Sie zerstört allmählich das Hirngewebe und führt häufig innerhalb von wenigen Wochen zum Tod. Ausgelöst wird sie vom humanen Polyomavirus 2 – auch bezeichnet als John-Cunningham-(JC-)Virus. Im Kern betrifft PML Menschen mit geschwächten Immunzellen, insbesondere T-Lymphozyten. Eine Behandlungsmöglichkeit ist der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI). Diese aus der Krebsmedizin bekannte Therapie schaltet das Immunsystem sozusagen wieder scharf. Die Behandlung ist jedoch nicht immer erfolgreich und kann zudem schwere Nebenwirkungen haben. Welche Patient:innen davon profitieren und welche nicht, lässt sich vor einer ICI-Therapie bislang nicht absehen. Ein interdisziplinäres Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um Prof. Dr. Thomas Skripuletz, Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie hat nun Biomarker gefunden, die ein Ansprechen auf die Immuntherapie vorhersagen können [1].
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