Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 3

Die Entwicklung einer Spastizität nach Schlaganfall (post-stroke spasticity, PSS) ist für die Betroffenen häufig mit gravierenden Folgen verbunden. Die mit PSS einhergehenden motorischen Einschränkungen beeinträchtigen Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich und belasten auch Angehörige und Pflegende. Trotz klarer Leitlinienempfehlungen für eine frühzeitige therapeutische Intervention und interdisziplinäre Betreuung wird die PSS häufig erst spät diagnostiziert und behandelt. Dadurch können sich funktionelle Einschränkungen und sekundäre Komplikationen verfestigen. Bei einem Symposium im Rahmen des 2. Deutschen Schlaganfallkongresses (DSG26) wurde dieses reale Problem im Versorgungsalltag von PSS-Patient:innen diskutiert.
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Nach einem kathetergestützten Aortenklappenersatz (TAVI) kann aufgrund von Störungen der elektrischen Erregungsleitung des Herzens ein Herzschrittmacher notwendig werden. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass dessen Bedeutung für die weitere Prognose bei Frauen und Männern unterschiedlich ist. Mediziner:innen der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems untersuchten dazu die kurz- und langfristigen Überlebensdaten von mehr als 1.100 Betroffenen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern, die für eine individuellere Einschätzung von Risiken vor und nach dem Eingriff sprechen. Zunehmend relevant ist das, da TAVI immer häufiger auch bei jüngeren Menschen zum Einsatz kommt [1].
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Medizin
 3 Min|
Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Obinutuzumab: Neue Daten zeigen Remissionsvorteile bei SLE und Lupus-Nephritis

Aktuelle Phase-III-Daten zu Obinutuzumab zeigen, dass sowohl Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) als auch Patient:innen mit dessen häufigster Organmanifestation, der Lupus-Nephritis (LN), signifikant häufiger das Therapieziel der Remission erreichen, wenn sie den Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab zusätzlich zur bisherigen Standardtherapie erhalten [1-3].
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Adipositas
 2 Min|

Tirzepatid zeigt breite kardiometabolische Effekte

Typ-2-Diabetes, Adipositas und kardiovaskuläre Erkrankungen sind eng miteinander verknüpft. Der kardiovaskulären Risikoreduktion bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes und/oder Adipositas kommt daher ein hoher Stellenwert zu. Die Ergebnisse der Phase-III-Studien SURPASS-CVOT und SUMMIT sprechen für den kardiometabolischen Nutzen von Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und bestehender atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD) sowie bei Adipositas und Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF).
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Medizin
 3 Min|
Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Alt werden mit Rheuma: nicht weniger, sondern präziser behandeln

Im Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Immunsystem. Infekte verlaufen schwerer als noch in jüngeren Jahren, Impfungen können schwächer wirken, und zugleich nimmt die Neigung zu chronischen Entzündungen zu. Was diese Immunalterung für die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bedeutet, diskutierten Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinischen Immunologie e. V. (DGRh) auf der Kongress-Pressekonferenz am 12. September 2026. Diese fand anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2026 statt.
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Medizin
 3 Min|
Hände von Menschen aufsteigenden Alters

Erst Schmerz, dann Alzheimer - neue Erkenntnisse zur Krankheitslast in Deutschland

Wie viele Lebensjahre gehen in der Bevölkerung durch Krankheiten, gesundheitliche Einschränkungen und Todesfälle verloren? Das Robert Koch-Institut stellt im Rahmen der nationalen Krankheitslaststudie neue Daten bereit. Erstmals können auch Trends über mehrere Jahre dargestellt werden (2017 bis 2022). Zudem wurde die Krankheitslast, neben bereits vorhandenen Betrachtungen zum Beispiel zu kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs oder Verkehrsunfällen, für weitere Krankheiten berechnet, darunter Asthma, Arthrose und Parkinson.
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Medizin
 3 Min|
Augen von verschiedenen Menschen in einer Collage
Von Trockenem Auge bis Augenverletzungen

Biologisches Geschlecht, aber auch Geschlechterrollen prägen Augenkrankheiten

Frauen verlieren häufiger ihr Augenlicht, Männer erkranken häufiger an Rot-Grün-Farbsinnstörung und beide Geschlechter reagieren unterschiedlich auf Therapie- und Vorsorgeangebote: Biologische, aber auch soziale Geschlechterunterschiede beeinflussen das Risiko für Augenerkrankungen, den Zeitpunkt der Diagnosestellung und sogar den Erfolg von Behandlungen. Doch viele dieser Faktoren finden in Forschung und Versorgung noch zu wenig Beachtung.
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Medizin
 4 Min|
Hand in blauem Handschuh hält Probe mit Aufschrift BDBV
Schnellere Diagnostik, tiefere Einblicke

Forschende stärken die Reaktion auf Ebola-Ausbrüche

Der aktuelle Ausbruch des Bundibugyo-Virus (BDBV) in der Demokratischen Republik Kongo verdeutlicht die Herausforderungen bei der Bekämpfung seltener, aber potenziell verheerender Infektionskrankheiten. Zwei Studien unter Leitung von Forschenden des DZIF liefern nun wichtige Erkenntnisse für die Ausbruchskontrolle. Die eine Studie zeigt, wie diagnostische Tests während eines Ausbruchs schnell evaluiert werden können [1]; die andere untersucht die biologischen Eigenschaften des BDBV-Stamms von 2026 und die Frage, ob ein bestehender Ebola-Impfstoff einen gewissen Kreuzschutz bieten könnte [2]. Beide Studien wurden in der aktuellen Ausgabe von The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht.
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