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Medizin

Beiträge zum Thema: Arztbesuche

November 2019

SMA: Kausale Therapie bei präsymptomatischen Säuglingen

Die Fachzeitschrift Neuromuscular Disorders hat in der Oktober-Ausgabe Daten der Studie NURTURE veröffentlicht (1). Es ist die erste Studie zur Evaluierung einer kausalen Therapie der spinalen Muskelatrophie (SMA) bei präsymptomatischen Säuglingen. Die Daten zeigen bei Säuglingen, bei denen die Behandlung mit Nusinersen (Spinraza®) noch vor dem Auftreten klinischer Symptome eingeleitet wurde, bisher nicht gesehene Fortschritte gegenüber dem natürlichen Krankheitsverlauf: Im März 2019 waren 100% der in der Studie behandelten Säuglinge...

Herzinsuffizienz: Studie zu Empagliflozin nach Stabilisierung im Krankenhaus

Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company gaben den Beginn von EMPULSE bekannt, eine Phase-III-Studie des Empagliflozin-Studienprogramms (1) zur chronischen Herzinsuffizienz. Die Studie schließt sowohl Patienten mit als auch ohne Typ-2-Diabetes ein, die nach einem Herzinsuffizienzereignis im Krankenhaus stabilisiert wurden. EMPULSE untersucht die Wirksamkeit von einmal täglich oral verabreichten Empagliflozin (10 mg) im Vergleich zu Placebo. Derzeit ist der SGLT2-Hemmer nicht zur Behandlung von Herzinsuffizienz zugelassen (2).

Antibiotika-Resistenz: WHO fordert Maßnahmen anlässlich der Weltantibiotikawoche 2019

Antibiotika-Resistenz: WHO fordert Maßnahmen anlässlich der Weltantibiotikawoche 2019
© johannesspreter / Fotolia.com

„Die Zukunft der Antibiotika hängt von uns allen ab!“ – unter diesem Leitsatz ruft die Weltgesundheitsorganisation vom 18.-24. November die diesjährige Weltantibiotikawoche aus. Die WHO macht damit auf eine der größten Herausforderungen in der Medizin aufmerksam: die Verbreitung von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Lösen solche Bakterien Infektionen aus, sind diese schwer zu behandeln. Um die Verbreitung von Resistenzen zu minimieren und die Wirksamkeit und Verfügbarkeit von Antibiotika auch in Zukunft sicherzustellen,...

Duchenne-Muskeldystrophie: Gezieltes Management der Atemfunktion

Duchenne-Muskeldystrophie: Gezieltes Management der Atemfunktion
© Kondor83 - stock.adobe.com

Die seltene Erkrankung Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) ist noch immer nicht heilbar. Aktuelle therapeutische Optionen beschränken sich darauf, den Verlust der Gehfähigkeit und die Verschlechterung weiterer Symptome hinauszuzögern. Der progrediente Verlust der Atemfunktion kann derzeit noch nicht therapiert werden. Dabei ist dieser nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen bei DMD-Patienten. In der Praxis bleibt die Einschränkung der Atemmuskulatur oftmals unbemerkt und wird erst mit Vorliegen von akuten pulmologischen Ereignissen erkannt. Dabei stellt die...

RRMS: Real-World-Daten unterstützen Therapieentscheidung

RRMS: Real-World-Daten unterstützen Therapieentscheidung
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Die Auswahl der passenden Therapieoption bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) erfolgt auf Basis einer Reihe praxisrelevanter Kriterien. So spielen neben dem zu erwartenden Therapieerfolg, Nebenwirkungen und Abbruchraten der individuelle Krankheitsverlauf sowie die Lebensplanung des Patienten in der Therapieentscheidung eine wichtige Rolle. Ergänzend zu den Ergebnissen klinischer Studien liefert heute eine steigende Zahl von Real-World-Daten (RWD) belastbare Informationen. Eine aktuelle Auswertung von Behandlungsdaten aus dem dänischen MS-Register zeigt...

Osteoporose: Ambulantes Weiterbehandlungskonzept soll erneute Frakturen verhindern

Osteoporose: Ambulantes Weiterbehandlungskonzept soll erneute Frakturen verhindern
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Das Risiko für eine erneute Frakturen bei Osteoporose ist sehr hoch. Mit einer medikamentösen Therapie könnten Folgefrakturen effektiv verhindert werden. In Deutschland erhalten diese allerdings viel zu wenige Patienten. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) soll daher nun das so genannte FLS-System (fracture liaison service) eingeführt werden, ein international bereits erprobtes Weiterbehandlungskonzept für den Zeitraum, wenn die Patienten nach der Behandlung ihrer Fraktur das Krankenhaus verlassen haben.

Morbus Pompe: Diagnostik bei proximaler Muskelschwäche

Eine proximale Muskelschwäche, verbunden mit positivem Gowers-Zeichen, Trendelenburg-Gang und Zwerchfellschwäche, kann auf zahlreiche Myopathien hindeuten. Die seltene und erblich bedingte Glykogenspeicherkrankheit Morbus Pompe wird nur selten als Verdachtsdiagnose in Erwägung gezogen. „Bei Patienten mit proximalen Paresen und leichter bis moderater CK-Erhöhung sollte frühzeitig ein Trockenbluttest zur Messung der α-Glukosidase veranlasst werden“, erläuterte Prof. Dr. Matthias Vorgerd, Bochum, auf einer Veranstaltung von Sanofi Genzyme...

Oktober 2019

Urtikaria: Stark eingeschränkter Alltag

Urtikaria: Stark eingeschränkter Alltag
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Ob Ernährung, Freizeit, Sozialleben oder Kinderwunsch – Urtikaria schränkt Betroffene in nahezu jedem Lebensbereich ein. Dennoch befinden sich fast zwei Drittel der Patienten (60,3%) nicht in ärztlicher Versorgung, das zeigen aktuelle Daten der DERMLINE-Umfrage mit 1.037 Urtikaria-Patienten (1). Nur weniger als jeder zweite Patient (48%) ist mit seiner derzeitigen Therapie zufrieden oder sehr zufrieden – der meist genannte Grund: Die Therapie helfe nicht. Jeder Fünfte gibt sogar an, er erhalte aus Kostengründen nicht die bestmögliche Therapie,...

Periphere neuropathische Schmerzen: Symptomatisch und kausal behandeln

Periphere neuropathische Schmerzen: Symptomatisch und kausal behandeln
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Polyneuropathien, chronische Rückenschmerzen wie auch Nervenengpass-Syndrome haben etwas gemeinsam. Bei all diesen Krankheitsbildern finden sich Schädigungen an der Myelinschicht des Neurons und/oder am  Axon selbst. Eine  ausschließlich symptomatische, vor allem analgetische Therapie ist weder leitliniengerecht noch suffizient und beinhaltet zudem längerfristig ein steigendes Abhängigkeitspotential. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2019 in Mannheim stellten Experten die Bedeutung eines frühzeitigen multimodalen...

Umfrage zu „20 Jahre Voltaren“: So geht die Generation 60+ mit Bewegungsschmerzen um

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Ende der 90er steckte das Internet noch in den Kinderschuhen. Heute sind Gesundheit, Achtsamkeit, Ernährung oder Fitness viel diskutierte Themen in Online-Foren und den digitalen Medien. Patienten und Apothekenkunden sind so aktiv, vernetzt und informiert wie nie zuvor. Und: Sie nehmen ihre Gesundheit selbst in die Hand. Das gilt auch für die Generation 60+: Allein in den vergangenen 10 Jahren hat sich der Anteil der Internetnutzer unter den Ü-65-Jährigen mehr als verdoppelt. Yoga-Kurse für Ältere boomen ebenso wie sanfter Sport: So verzeichneten...

Reisediarrhoe: Effektive Selbstmedikation mit Rifamycin in neuer Galenik möglich

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© fotoliaxrender / Fotolia.com

Reisedurchfall zählt mit Sonnenbrand und Mückenstichen zu den 3 häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines erlebnisreichen (Auslands-)Urlaubs. Hauptursache sind mit bis zu 80% bakterielle Infektionen, meist mit E. coli und als Mischinfektionen etwa mit Shigellen oder Salmonellen. Bei nicht-invasiven mittelschweren bis schweren Formen ohne Dysenterie – also ohne Fieber oder Blut im Stuhl – ist das kaum resorbierte Breitspektrums-Antibiotikum Rifamycin ebenso wirksam wie das Fluorchinolon Ciprofloxacin bei deutlich geringerer Resistenzinduktion.

Schmerzen beim Sport richtig behandeln

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Sport gilt als wirksame Prävention gegen Schmerzen. Wenn Sport allerdings zur Leistungssteigerung betrieben wird, geht er oftmals mit Schmerzen einher. Dehnen während oder nach dem Sport hilft bei Schmerzen oder zu Vorbeugung gegen diese/vor diesen nicht, auch Einlagen und Orthesen bringen keine Vorteile. Schmerzgels hingegen haben lindernde Effekte. Die Einnahme von Schmerzmedikamenten vor Wettkämpfen, wie etwa Marathonläufen, ist aus Expertensicht ein absolutes Tabu. Die Balance finden zwischen Belastung und Belastbarkeit, das Training reduzieren und pausieren, das...

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„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“