Donnerstag, 18. Juli 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Arztbesuche

Juli 2019

Morbus Pompe: Neues Transitionskonzept soll umfassende Versorgung gewährleisten

Morbus Pompe: Neues Transitionskonzept soll umfassende Versorgung gewährleisten
© kantver / Fotolia.com

Damit für Jugendliche, die an der neuromuskulären Erkrankung Morbus Pompe leiden, eine umfassende Versorgung auch nach dem Wechsel in die Erwachsenenmedizin sichergestellt ist, hat das Universitätsklinikum Essen (UKE) ein eigenes Transitionskonzept etabliert. „Ab dem 17. Geburtstag führen wir ein Jahr lang gemeinsame Untersuchungstermine durch, an denen neben den Pädiatern auch die Fachärzte aus der Erwachsenenmedizin teilnehmen“, erläutert PD Dr. Hagenacker. Das Konzept habe sich in der Praxis bewährt und sei mittlerweile auch auf andere...

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Die Infektion eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen in der Endoprothetik (1). Sie kann auch noch Jahrzehnte nach der Implantation auftreten – und zieht dann oft langwierige und aufwendige Behandlungen mit mehreren Operationen nach sich. Erreger aus einem Infektherd können sich über die Blutbahn auf das Implantat ausbreiten und dort vermehren. Träger von Gelenkprothesen sollten deshalb jedwede Infektion und Entzündung ernst nehmen und sich im Zweifel ärztlich beraten lassen, empfiehlt die AE...

5q-assoziierte spinale Muskelatrophie: Frühzeitiger Einsatz von Nusinersen hemmt Progression

5q-assoziierte spinale Muskelatrophie: Frühzeitiger Einsatz von Nusinersen hemmt Progression
© fotomek - stock.adobe.com

Die 5q-assoziierte spinale Muskelatrophie (5q-SMA) verläuft oftmals schwerwiegend und auch bei späterem Krankheitsbeginn progredient. Neue Daten aus der Phase-II-Studie NURTURE (1) untermauern erneut den hohen Stellenwert einer frühzeitigen Diagnose und Therapie bei SMA, bevor motorische Fähigkeiten irreversibel verloren gehen (2). Über den Einsatz von Nusinersen bei Säuglingen und Kleinkindern sowie Jugendlichen und Erwachsenen mit 5q-SMA sprachen 2 führende SMA-Experten bei einem Pressegespräch von Biogen in Frankfurt am Main: Der...

Asthma und COPD: Digitale Lösungen befördern Adhärenz

Asthma und COPD: Digitale Lösungen befördern Adhärenz
© BillionPhotos.com / Fotolia.com

Mangelnde Adhärenz sowie Fehler bei der Inhalation von Medikamenten sind die großen Herausforderungen bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen. „Um die Versorgung von Asthma- und COPD-Patienten zu verbessern und auch in Zukunft sicherzustellen, benötigen wir digitale Lösungen“, erläuterte Dr. Sabine Häussermann auf dem Kongress Pneumologische Versorgung 2019 in Berlin. Tools wie sogenannte Smart Inhaler und Apps bieten sowohl bei der Asthma- als auch der COPD-Therapie Hilfestellungen für eine korrekte Anwendung des...

Juni 2019

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen: Stationäre Versorgung dringend notwendig

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen: Stationäre Versorgung dringend notwendig
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Seit 25 Jahren steigt in Deutschland die Neuerkrankungsrate an Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen jährlich um etwa 4%. Keine andere Erkrankung im Kindesalter entwickelt sich so dynamisch. Um den gleichen Prozentsatz steigt der Bedarf an ambulanter und stationärer Versorgung für diese Patienten. Doch viele diabetologische Abteilungen sind unterfinanziert und ortsnahe Kliniken können aus personellen und Kostengründen keine stationäre Betreuung gewährleisten, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Auf einer gemeinsamen...

Hypoglykämie: Ängste behindern adäquate Insulin-Therapie

Hypoglykämie: Ängste behindern adäquate Insulin-Therapie
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Unterzuckerungen sind für Diabetespatienten mit Insulintherapie eine ständige Gefahr und Quelle der Angst. Trotzdem nimmt nur jeder Zweite nach solchen Ereignissen Kontakt zu seinem Arzt auf. Dabei verschlechtern Hypoglykämien die Lebensqualität, können Beeinträchtigungen bis hin zu kognitiven Störungen nach sich ziehen und bedrohen schlimmstenfalls das Leben. Und sie sind erheblich häufiger, als viele glauben. Das zeigen deutsche Daten von 2.071 Patienten mit Insulintherapie: 81,3% der Typ-1- und 39,7% der Typ-2-Diabetiker hatten in den 4 Wochen...

Dyspnoe: Fallbeispiel aus der Praxis

Dyspnoe: Fallbeispiel aus der Praxis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Wie die Zusammenarbeit zwischen Kardiologen, Pneumologen und Allgemeinmediziner bei einem Patienten, der mit akuter Luftnot zu seinem Arzt kommt, aussehen kann, wurde auf einem Symposium während des DGIM 2019 in Wiesbaden anhand einer Kasuistik erörtert. Dr. med. Petra Sandow, Allgemeinmedizinerin, stellte den Fall eines Patienten vor, der mit einer seit 5 Tagen bestehenden Dyspnoe bei geringster Belastung in ihre Praxis kam.

Lungenembolie: Ambulante Behandlung bei stabilen Patienten möglich

Lungenembolie: Ambulante Behandlung bei stabilen Patienten möglich
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In Deutschland erleiden immer mehr Menschen eine akute Lungenembolie. Mehr schwerkranke Patienten könnten von einer frühen Auflösung des Lungenthrombus mit einem Medikament profitieren. Für stabile Patienten, die einen Blutgerinnungshemmer erhalten, kommt eine frühe Entlassung in Betracht. 2 große Studien der Universitätsmedizin Mainz empfehlen neue Strategien im Krankenhaus und belegen die Wirksamkeit und Sicherheit der ambulanten Behandlung.

Mai 2019

Schmerztherapie: Multimodales Konzept für ambulante Regelversorgung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat kürzlich die Anforderungen für das neue Disease-Management-Programm (DMP) Rückenschmerz beschlossen. Hierbei sind ambulant tätige Vertragsärzte und Krankenhäuser über ihre schmerzmedizinischen Angebote in das therapeutische Regime mit eingebunden. Zudem haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenärztliche Vereinigungen und der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) eine neue Vereinbarung zur...

Idiopathische Lungenfibrose: Pirfenidon zeigt höhere Adhärenz und Persistenz als Vergleichsmedikation

Idiopathische Lungenfibrose: Pirfenidon zeigt höhere Adhärenz und Persistenz als Vergleichsmedikation
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen Analyse zeigen Patienten unter einer IPF-Therapie mit Pirfenidon eine statistisch signifikant höhere Adhärenz und Persistenz als unter der antifibrotischen Vergleichsmedikation Nintedanib (1). In einer weiteren Studie wird den Behandlern eine Möglichkeit aufgezeigt, wie sie die Entwicklung der IPF anhand der forcierten Vitalkapazität (FVC) zusammen mit der 6-Minute-Walk-Distance (6MWD) abschätzen können (2).

Personalisierte Medizin: Therapieoptimierung durch Analyse des Erbguts

Personalisierte Medizin: Therapieoptimierung durch Analyse des Erbguts
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Das Universitätsklinikum Bonn plant, zukünftig Pharmakogenetik stärker zu berücksichtigen – also den Einfluss von Merkmalen im Erbgut auf die Wirkung von Arzneimitteln. Dies ist der Ansatz für eine personalisierte Medizin. Dazu starten das Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn und die HMG Systems Engineering GmbH (HMG) mit Sitz in Fürth eine Kooperation, um umfassende pharmakogenetische Untersuchungen in die klinische Routine einzuführen. Ziel ist es, dem behandelnden Arzt schnell klinisch relevante Hinweise zu...

Disease-Management-Programm: IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf

Disease-Management-Programm: IQWiG sieht Aktualisierungsbedarf
© Sherry Yates / Fotolia.com

Disease-Management-Programme (DMP) sollen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, um sie an den jeweiligen Stand des medizinischen Wissens anzupassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat deshalb aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 recherchiert, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus ihnen ein Aktualisierungsbedarf ergibt. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach sollten oder könnten fast alle Aspekte des DMP...

Digitaler Wandel verändert Arzt-Patienten-Beziehung

Digitaler Wandel verändert Arzt-Patienten-Beziehung
© Rawf8 / Fotolia.com

Durch die digitale Transformation im Gesundheitswesen hat sich die Rolle des Arztes nachhaltig verändert. Er ist mehr und mehr Navigator und Wegweiser. Patienten erwarten Orientierung, Gespräche auf Augenhöhe sowie verlässliche Informationen. Relevante Informationen zur richtigen Zeit in angemessener Tiefe bieten zu können, ist bereits eine zentrale ärztliche Aufgabe. Dabei gewinnt die digitale Therapiebegleitung chronisch kranker Patienten weiter an Bedeutung, so das Fazit der Experten auf dem TheraKey®-Symposium von Berlin-Chemie (1).

April 2019

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund
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Obwohl Menschen mit Migrationshintergrund teilweise einen höheren Rehabilitationsbedarf haben, nehmen sie Maßnahmen medizinischer Rehabilitation seltener in Anspruch als Menschen ohne Migrationshintergrund. Diejenigen, die Rehabilitation nutzen, weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung oft schlechtere Rehabilitationsergebnisse auf. Wissenschaftler haben die Ursachen dafür erforscht und sich hierbei vor allem dem Aspekt der Versorgungserwartungen gewidmet. Für diese Arbeit wurden sie mit dem diesjährigen Preis für Rehabilitationsforschung der...

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie
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Die Parkinson‐Krankheit ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Nur die Alzheimer‐Krankheit ist noch häufiger. Namensgeber ist der englische Arzt James Parkinson (1755-1824), der die Hauptsymptome 1817 erstmals beschrieben hat und auf dessen Geburtstag am 11. April der Welt‐Parkinson‐Tag fällt. Im Durchschnitt erkranken Patienten mit etwa 60 Jahren an Parkinson. Dem Ausbruch gehen aber vermutlich jahrzehntelange Veränderungen im Körper voraus.

Parkinson: Jeder fünfte Patient erhält keine Medikamente

Parkinson: Jeder fünfte Patient erhält keine Medikamente
© Astrid Gast / Fotolia.com

„Gut jeder fünfte deutsche Parkinson‐Patient wird nicht medikamentös behandelt. Offensichtlich gibt es einen Bruch in der Versorgung, wenn die Patienten vom eigenen Zuhause ins Pflegeheim kommen“, sagte Prof. Dr. Dirk Woitalla, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e.V. Um solche Versorgungslücken zu schließen, forderte er eng verzahnte, regionale Versorgungsstrukturen zwischen Haus‐ und Fachärzten, stationären Pflegeheimen und Spezialkliniken.

Arzt-Patienten-Kommunikation: Pflegepersonal von großer Bedeutung

Arzt-Patienten-Kommunikation: Pflegepersonal von großer Bedeutung
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Eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation ist eine Grundvoraussetzung für den Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung und somit für den Therapieerfolg. Das gilt nicht nur für die ambulante Behandlung, sondern ebenso für die stationäre Versorgung. In dem Arzt-Patienten-Verhältnis spielt die Pflege eine wichtige Rolle. Über innovative Ansätze zur Verbesserung der Kommunikation mit Patienten und Angehörigen diskutierte ein interprofessionelles Panel im Rahmen des Deutschen Pflegetags.

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