Mittwoch, 1. April 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Entzündungen

Februar 2020

Morbus Still: Bei früher Diagnose gute Behandlungsoptionen mit Biologika

Morbus Still: Bei früher Diagnose gute Behandlungsoptionen mit Biologika
© Brian Jackson / Fotolia.com

Zunächst sind es nur abendliche Fieberschübe und ein entzündeter Rachen, mit denen sich ein Still-Syndrom bemerkbar macht. Auch ein flüchtiger, lachsfarbener Ausschlag ist typisch für die seltene entzündlich-rheumatische Erkrankung, die weniger als einen von 100.000 Menschen betrifft. Weil die Anfangssymptome unspezifisch sind und die Krankheit selten, dauert es oft lange, bis ein Still-Syndrom erkannt wird. Erst wenn im weiteren Verlauf Entzündungen an Hand- und Ellbogen, Sprung- und Kniegelenken auftreten, liegt der Verdacht auf eine rheumatische...

Patientenregister: Best-Practice-Beispiel Mukoviszidose

Patientenregister: Best-Practice-Beispiel Mukoviszidose
© Avanti/Ralf Poller - stockadobe.com

Daten aus Patientenregistern können, bei ausreichender Qualität, für die Nutzenbewertung von Arzneimitteln herangezogen werden – so das Fazit des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im aktuellen Rapid Report. Der Mukoviszidose e.V. war als einer von wenigen Registerbetreibern in die Beratung zum Report eingebunden. Es zeigt sich: Das Deutsche Mukoviszidose-Register entspricht den hohen Qualitätsanforderungen, die das IQWiG an Patientenregister stellt.

Herzmuskelentzündung: Impella-Pumpe als dauerhaftes Implantat

Herzmuskelentzündung: Impella-Pumpe als dauerhaftes Implantat
© freshidea / Fotolia.com

Mediziner des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB) konnten einer 37-jährigen Frau mit lebensbedrohlicher Herzmuskelentzündung ein Kunstherz oder eine Transplantation ersparen – dank einer schlauchförmigen Mikropumpe direkt im Herzen. Das System – eigentlich nur für den kurzfristigen Betrieb konzipiert – unterstützte den Kreislauf über Wochen, so dass die Entzündung erfolgreich medikamentös therapiert werden konnte.

Schlaganfall: Makrophagen wandern aus dem Blut ein

Schlaganfall: Makrophagen wandern aus dem Blut ein
© Uni Jena

Makrophagen sind als Teil des angeborenen Immunsystems für die Hirnentwicklung und -funktion unablässig. Mit einer neuartigen Methode brachten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena, der Universität Bonn und des Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA) Makrophagen zum Leuchten, die im Knochenmark gebildet wurden. In Untersuchungen an Mäusen fanden die Forscher mit dieser Technologie heraus, dass kurz nach einem Schlaganfall zahlreiche aus dem Blut eingewanderte Makrophagen abgestorbenes und angrenzendes gesundes Hirngewebe befallen. Die...

Sepsis: Personalisierte Immuntherapie

Sepsis: Personalisierte Immuntherapie
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Im EU-Projekt ImmunoSep untersucht ein Forschungsverbund mit insgesamt 14 Partnern, ob Sepsispatienten von einer spezifischen Immunbehandlung profitieren, die nicht bei allen Patienten gleich angewandt wird, sondern den individuellen Krankheitsverlauf von Patienten berücksichtigt. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist als klinisches Studienzentrum an dieser Studie beteiligt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Horizon 2020 Förderprogramms der Europäischen Union in den nächsten 4 Jahren mit insgesamt über 10 Millionen Euro gefördert.

Impfstoffwirksamkeit: Verbesserung durch neue Erkenntnisse des kindlichen Immunsystems

Impfstoffwirksamkeit: Verbesserung durch neue Erkenntnisse des kindlichen Immunsystems
© Juan Grtner / Fotolia.com

Kinder in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen sind am stärksten auf Impfschutz angewiesen, da Infektionskrankheiten in diesen Ländern häufiger auftreten. Die Impfstoffe sind für diese Kinder jedoch im Vergleich zu entsprechenden Bevölkerungsgruppen in Ländern mit hohem Einkommen oft weniger wirksam. Eine in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlichte Studie des Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) und anderen zeigt, dass das Immunsystem bei Kindern von Faktoren wie Alter, Ort...

Clostridium difficile: Übertragung auch außerhalb von Krankenhäusern

Clostridium difficile: Übertragung auch außerhalb von Krankenhäusern
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Clostridium difficile wird für die Mehrzahl von Darminfektionen in Krankenhäusern verantwortlich gemacht. Eine durch längerfristige Gabe von Breitband-Antibiotika geschädigte Darmflora gilt dabei als größter Risikofaktor für die Ansteckung mit C. difficile. Aktuelle Ergebnisse deuten allerdings darauf hin, dass C. difficile wesentlich häufiger und nach jeder Darmerkrankung auftreten und zudem über viele Monate hinweg wieder aufflammen kann.

nvVHF: Gute Verträglichkeit von Apixaban

nvVHF: Gute Verträglichkeit von Apixaban
© freshidea / Fotolia.com

Auf der aktuell stattfindenden Jahreskonferenz des American College of Cardiology (ACC) wurden gestern in der „Late-Breaking-Session“ (Abstract 405-08) erstmals Ergebnisse der Phase-IV-Studie AUGUSTUS präsentiert und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert (1). Darin wurde Apixaban (Eliquis®) vs. den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) Warfarin bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) und akutem Koronarsyndrom (ACS) und/oder perkutaner Koronarintervention (PCI) untersucht (1). Nach einer Beobachtungsdauer von 6 Monaten konnte...

Weltkrebstag: Vorsorge, Früherkennung und Diagnostik verbessern Überlebenschancen

Weltkrebstag: Vorsorge, Früherkennung und Diagnostik verbessern Überlebenschancen
© Africa Studio - stock.adobe.com

Der 4. Februar war Weltkrebstag – ein Tag, der die Aufmerksamkeit auf das mit Ängsten behaftete Thema Krebs lenken soll. Nach Angabe des Robert Koch-Instituts gehört Krebs mit einer halben Million Neuerkrankungen pro Jahr zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Früherkennung, Krebsvorsorge und eine frühzeitige Diagnose sind wichtig, um die Überlebenschancen von Krebspatienten erheblich zu verbessern.

Psoriasis: Vergleichsstudie zeigt Überlegenheit von Risankizumab gegenüber Secukinumab

Psoriasis: Vergleichsstudie zeigt Überlegenheit von Risankizumab gegenüber Secukinumab
© Milan Lipowski - stock.adobe.com

Risankizumab (Skyrizi) erreichte in einer direkten Vergleichsstudie der Phase III in Woche 52 sowohl die primären als auch sämtliche gewichteten sekundären Endpunkte und zeigte Überlegenheit gegenüber Secukinumab (Cosentyx®) (1). Risankizumab zeigte dabei im Vergleich zu Secukinumab signifikant höhere Raten erscheinungsfreier Haut und erreichte in Woche 52 den primären Endpunkt – Überlegenheit bei einer mindestens 90%-igen Verbesserung des Psoriasis Area and Severity Index (PASI 90) gegenüber Baseline (1)....

Januar 2020

Mukoviszidose: Oskar Medizinpreis 2019 für Schimmelpilz-Forschung

Mukoviszidose: Oskar Medizinpreis 2019 für Schimmelpilz-Forschung
© magicmine / Fotolia.com

Wie das Immunsystem von Mukoviszidose-Patienten auf bestimmte Pilzinfektionen reagiert, damit beschäftigt sich Prof. Dr. rer. nat. Petra Bacher vom Institut für Klinische Molekularbiologie und Institut für Immunologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel seit mehreren Jahren intensiv. Für ihre wegweisenden wissenschaftlichen Arbeiten verleiht die Stiftung Oskar-Helene-Heim ihr nun den Oskar Medizinpreis 2019. Die Laudatio hält Prof. Dr. med. Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP).

Reizdarmsyndrom: Gestörte Wechselwirkung zwischen Nerven- und Immunzellen ursächlich

Reizdarmsyndrom: Gestörte Wechselwirkung zwischen Nerven- und Immunzellen ursächlich
© unlimit3d - stock.adobe.com

Bei einer Infektion im Magen-Darm-Trakt entzündet sich ein Teil des Gewebes und Darmnervenzellen sterben ab. Dieser Verlust wiederum führt häufig unter anderem zu einer Einschränkung der Darmbeweglichkeit, die für eine gesunde Verdauung nötig ist. In vielen Fällen folgen auch zusätzliche Erkrankungen wie etwa das Reizdarmsyndrom. Wie es zu dem Absterben der Nervenzellen kommt, war bisher unklar. Einem internationalen Forschungsteam unter Beteiligung von Prof. Philip Rosenstiel, Direktor am Institut für klinische Molekularbiologie (IKMB) an der...

Atopische Dermatitis: Zulassungserweiterung von Dupilumab für Jugendliche erhöht Lebensqualität

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© joey333 - stock.adobe.com

„Immer mehr Daten unterstreichen die erhebliche multidimensionale Belastung, die mit einer atopischen Dermatitis bei Jugendlichen und ihren Familien einhergeht“ (1-3), erklärte Prof. Dr. Matthias Augustin, Hamburg, im Rahmen der EADV-Jahrestagung und ergänzte: „Trotz Standardbehandlung besteht bei vielen jugendlichen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis, die unter unkontrollierten, anhaltenden Symptomen leiden, ein unerfüllter Therapiebedarf. Zu einer Besserung dieser Situation hat die im August 2019 erfolgte Zulassungserweiterung...

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