Mittwoch, 18. September 2019
Navigation öffnen

SchwerpunktMärz 2019

01. März 2019
Seite 2/4

Anzeige:
Fachinformation

Studiendesign

Diese Zahlen zeigen, dass eine Verletzung des Kreuzbandes für den Sportler „zum Sport“ dazugehört und für den behandelnden Arzt alltäglich ist.

Die vorliegende Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, ob es einen Zusammenhang zwischen der Verletzung des (vorderen) Kreuzbandes eines Fußballspielers, seines genutzten Schuhwerks im Spiel und seiner körperlichen Konstitution gibt, oder ob andere Umwelteinflüsse bei der Frage nach dem Grund der Verletzung zu beachten sind.

Anhand eines Fragebogens sind die Verletzungsdaten von Profi- und Amateur-Fußballspielern aufgenommen und ausgewertet, einer kritischen Diskussion unterzogen und Handlungsempfehlungen ausgesprochen worden.  

Die Studie ist eine prospektive, beobachtende Kohortenstudie. Es wurden im Jahr 2010 alle Mannschaften der 1. bis 3. deutschen Bundesliga im Fußball der Herren sowie die 1. und 2. Bundesliga der Frauen zur Teilnahme an dieser Studie eingeladen.

Als Kontrollgruppe wurden alle Teilnehmer des Fußballkurses „Wettkampftraining“ des Hochschulsports Göttingen im Wintersemester 2010/2011 um ihre Teilnahme gebeten.

Für eine statistische Auswertung der Verletzungen und Beschwerden der Spieler sowie zur Ätiologie der Verletzung mussten die Probanden einen ausführlichen Fragebogen beantworten. Die Teilnehmer konnten handschriftlich diesen Fragebogen ausfüllen oder die Daten online in eine Datenbank eingeben.

Voraussetzungen für eine Studienteilnahme

Folgende Bedingungen mussten für das Profil „Profisportler“ erfüllt sein, um in die Studienpopulation aufgenommen zu werden:
  • Eine ligamentäre Kreuzbandverletzung hat vorgelegen.
  • Zum Zeitpunkt der Untersuchung spielte die Person in einer der genannten Ligen bzw. angeschriebenen Mannschaft.
  • Die Verletzung ereignete sich während der Ausübung des Sports „Fußball“.
  • Die Person verfügte über eine hohe Allgemeinsportlichkeit. Diese wurde dahingehend definiert, dass der Proband mindestens 2 Mal pro Woche 90 Minuten Sport betreibt.

Die Spieler wurden aus der Studie ausgeschlossen, wenn sie den Fragebogen nicht vollständig ausgefüllt oder ungültige Angaben getätigt hatten.

Aufbau des Fragebogens

Die gesamte Untersuchung dieser Studie basiert auf einem pseudoanonymen Fragebogen. In diesem Fragebogen konnten die Spieler selbstständig Angaben machen bezüglich
  • ihrer Person (Alter, Gewicht und Geschlecht),
  • der Art des Schuhs (Form, Art und Länge der Stollen, Abnutzungsgrad des Schuhs), den sie zum Zeitpunkt der Verletzung getragen hatten,
  • Art und Zustand des Spieluntergrundes (z.B. Rasen- oder Ascheplatz, trocken oder nass),
  • Art und Zustandekommen sowie anschließende Behandlung der Verletzung (vorderes oder hinteres Kreuzband betroffen, weitere Bänder mit verletzt, Fremd- oder Eigenverschulden, Operation notwendig und Sportfähigkeit wiederhergestellt).  
 

Das könnte Sie auch interessieren

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische...

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte
© jolopes / Fotolia.com

Genial einfach: Anfang Dezember 2016 wurden 100.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärzten, Gynäkologen und Hebammen in das „Gelbe Heft“ eingelegt. „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden kann. Mit übersichtlich gestalteten Karten wird es Eltern leicht gemacht, sich über die Gesundheit ihres neugeborenen...

Wissen ist das beste Beruhigungsmittel – Das Blog zur Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense

Wissen ist das beste Beruhigungsmittel – Das Blog zur Migräne- und Kopfschmerz-App M-sense
© Newsenselab GmbH

Nur wer die wesentlichen Vorgänge von Migräne- und Kopfschmerz-Attacken in seinem Körper versteht, erlangt genug Orientierung und Kompetenz im Umgang mit seiner Krankheit. Darum haben wir von der Migräne und Kopfschmerz-App M-sense ein Blog gestartet, in dem wir unsere Expertise teilen und diskutieren: von aktuellen Studien bis zur weiterführenden Link-Sammlung, von Erfahrungen, Rückschlägen und Hilfe. Doch vor allem möchten wir hier Wissen, Kompetenz und Verständnis vermitteln. Die M-sense-Nutzer sollen ebenfalls zu Wort kommen,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Kniegelenkverletzungen im Profifußball"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.