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21. August 2017 95,6% von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C geheilt

Wie Daten aus der US-amerikanischen Veteranen-Kohorte zeigen, ließ sich durch eine Therapie mit einem antiviralen Medikament bei 95,6% von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1 oder 4 eine SVR12 und damit eine Heilung der Hepatitis C erreichen.
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In den USA gibt es für ehemalige Soldaten eine spezielle medizinische Einrichtung – das U.S. Department of Veterans Affairs Healthcare System. Auf dieser sogenannten Veteranen-Kohorte basiert die aktuelle Auswertung, die im Rahmen des International Liver Congress (ILC) vorgestellt wurde.


Die retrospektive Auswertung umfasst die Daten von 2.436 HCV-infizierten Veteranen mit einer chronischen Hepatitis C vom Genotyp 1 oder 4, die zwischen Februar und August 2016 mit Elbasvir/Grazoprevir behandelt wurden. „US- Veteranen haben im Vergleich zur US-Allgemeinbevölkerung 3-mal häufiger eine chronische Hepatitis C und auch mehr Komorbiditäten, die eine Behandlung erschweren können“, konstatierte Prof. Jennifer Kramer, Houston/Texas. Das spiegelte sich auch in dieser Kohorte wider, in der die HCV-infizierten Veteranen im Vergleich zur Patientenpopulation der Zulassungsstudien älter waren (im Mittel 63,5 Jahre) und mehr Komorbiditäten aufwiesen. Insgesamt 33,2% der Patienten hatten eine Zirrhose, 53,2% einen Diabetes mellitus, 57,2% eine Depression und 3% eine HIV-Koinfektion. Zusätzlich hatte mehr als die Hälfte der Patienten in der Vergangenheit einen Drogen- (53,9%) oder Alkoholabusus (60,5%). Insgesamt 1.988 Patienten waren therapienaiv und 448 Patienten waren vorbehandelt: 322 mit einer Interferon-basierten Therapie mit oder ohne NS3/4A-Protease-Inhibitor und 126 mit direkt antiviral wirkenden Substanzen (DAA) ohne Interferon.



Eine SVR12 erreichten 2.328 von 2.436 Patienten der auswertbaren Patientenpopulation. Die SVR-Raten bei den verschiedenen Genotypen (GT) waren vergleichbar: GT1 95,4% (2.218/2.324), GT1a 93,4% (788/844), GT1b 96,6% (1.379/1.428) und GT4 96,9% (62/64). Die SVR-Rate betrug 94,7% (1.497/1.580) bei Patienten mit einer Ausgangs-Viruslast von > 800.000 IU/ml und 97,3% (726/746) bei Patienten mit einer Ausgangs-Viruslast ≤ 800.000 IU/ml.


Der SVR-Rate war auch unabhängig von den Patientencharakteristika zu Beginn der Therapie:
  • therapienaive Patienten 96,1% (1.910/1.988), vorbehandelte Patienten 93,3% (418/448)
  • mit Zirrhose 95,5% (772/808), ohne Zirrhose 95,6% (1.556/1.628)
  • chronische Nierenerkrankung (CKD) Stadium 3 (eGFR 30-59 ml/min/1,73m2) 96,7% (380/393), CKD-Stadium 4-5 (eGFR <30 ml/min/1,73m2) 96,3% (392/407)
  • HIV-Koinfektion 98,6% (73/74), keine HIV-Koinfektion 95,5% (2.255/2.362)
  • Drogenabusus in der Vergangenheit 95,3% (1.251/1.313), kein Drogenabusus 95,9% (1.077/1.123).

Daten zu unerwünschten Ereignissen wurden bei dieser retrospektiven Analyse nicht erhoben.

ZEPATIER® ist eine einmal täglich anzuwendende Filmtablette, die den NS5A- Inhibitor Elbasvir (50 mg) und den NS3/4A-Protease-Inhibitor Grazoprevir (100 mg) enthält. Elbasvir/Grazoprevir ist zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit einer chronischen Hepatitis C vom Genotyp 1 oder 4.

MSD

Literatur:

Kramer J et al. Real world experience with Elbasvir/Grazoprevir in the Veterans Affairs Healthcare System. J Hepatology 2017;1(66); Abstract PS-095


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