Sonntag, 31. Mai 2020
Navigation öffnen

Medizin

Beiträge zum Thema: Autoimmunerkrankungen

Oktober 2019

Psoriasis: Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab verbessert Hautsymptomatik und Lebensqualität

Psoriasis: Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab verbessert Hautsymptomatik und Lebensqualität
© joey333 - stock.adobe.com

Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis profitieren auch in der klinischen Praxis deutlich vom Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab (Cosentyx®). Sowohl ihre Hautsymptomatik als auch die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen verbesserte sich unter der Behandlung erheblich. Das zeigen 3 nicht-interventionelle Studien, die kürzlich bei der Jahrestagung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) präsentiert wurden (1, 2).

Autoimmun-Enzephalitis: DFG-Forschungsgruppe sucht zielspezifische Therapieansätze

Autoimmun-Enzephalitis: DFG-Forschungsgruppe sucht zielspezifische Therapieansätze
© ralwel - stock.adobe.com

In der interdisziplinären und translational ausgerichteten Forschungsgruppe SYNABS erforschen Neurologen, Physiologen, Neuroimmunologen und Mikroskopieexperten die Krankheitsmechanismen von autoimmun bedingten Hirnentzündungen. Ihr Ziel ist die Entwicklung zielspezifischer Therapieansätze für diese Erkrankungen, die häufig von psychischen Symptomen begleitet sind. Die Gruppe mit Partnern von 9 Forschungsinstitutionen in Deutschland, Österreich und Spanien wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Hashimoto Thyreoiditis: Symptomfreiheit durch individualisierte Therapie

Hashimoto Thyreoiditis: Symptomfreiheit durch individualisierte Therapie
© ugreen / Fotolia.com

Die Hashimoto Thyreoiditis ist die häufigste Ursache für eine Unterfunktion der Schilddrüse in Deutschland. Sie zählt zu den Autoimmunerkrankungen und gilt als nicht heilbar. „Mit einer geeigneten und individuellen Therapie ist es für die meisten Patienten aber möglich, symptomfrei zu leben. Dafür müssen Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen eng zusammenarbeiten“, fordert PD Dr. med. Joachim Feldkamp, Endokrinologe und Tagungspräsident des 24. Henning Symposiums zum Thema „Autoimmunität und Schilddrüse“....

SMA, NMOSD und MS: Aktuelle Entwicklungen und potentielle Therapieansätze

SMA, NMOSD und MS: Aktuelle Entwicklungen und potentielle Therapieansätze
© sdecoret - stock.adobe.com

Unter einer oralen Therapie mit Risdiplam erreichen Säuglinge mit Spinaler Muskelatrophie (SMA) vom Typ 1 wichtige Meilensteine der kindlichen Entwicklung wie Sitzen ohne Unterstützung (7 von 17 Säuglingen, 41,2%) (1 ,2) und Patienten mit SMA Typ 2 und 3 können ihre motorischen Funktionen verbessern (3). Bei Patienten mit Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) konnte für eine Monotherapie mit Satralizumab eine Verringerung des Schubrisikos um 55% nachgewiesen werden (4). Neue 6-Jahres-Daten für Ocrelizumab (OCREVUS®) zeigen: Eine...

Multiple Sklerose: CHMP und EMA empfehlen Streichung der Kontraindikation Schwangerschaft für Interferon beta-Präparate

Multiple Sklerose: CHMP und EMA empfehlen Streichung der Kontraindikation Schwangerschaft für Interferon beta-Präparate
© magicmine - stock.adobe.com

Wie Biogen bekannt gegeben hat, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Aktualisierung der Fachinformation zugelassener Interferon beta-Präparate, einschließlich Peginterferon beta-1a (Plegridy®) und Interferon beta-1a (Avonex®), empfohlen. Die Aktualisierung betrifft die Streichung der Kontraindikation Therapiebeginn in der Schwangerschaft sowie – wo klinisch erforderlich – die Anwendung während der Schwangerschaft und...

MS: Real-World-Daten zeigen anhaltende Wirksamkeit von Dimethylfumarat und Natalizumab

MS: Real-World-Daten zeigen anhaltende Wirksamkeit von Dimethylfumarat und Natalizumab
© ag visuell - stock.adobe.com

Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurden aktuelle Langzeitdaten und Analysen von Real-World-Daten (RWD) zu Dimethylfumarat (DMF, Tecfidera®) und Natalizumab (Tysabri®) präsentiert. Es zeigte sich: Knapp die Hälfte (51%) der mit DMF behandelten Patienten mit Multipler Sklerose (MS) blieb über einen Behandlungszeitraum von 10 Jahren schubfrei (1). Auch bei Natalizumab zeigen Daten über 8 (2) bzw. 4 (3) Jahre einen anhaltenden Therapieeffekt. Registerdaten zu (Peg)Interferon (IFN) beta können zudem die...

ILD: Nintedanib bremst Verlust der Lungenfunktion

ILD: Nintedanib bremst Verlust der Lungenfunktion
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Positive Daten der Phase-III-Studie INBUILD® lassen auf eine neue Perspektive für Patienten mit verschiedenen progredient fibrosierenden interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD) hoffen: Der Tyrosinkinase-Inhibitor Nintedanib* konnte in der gesamten Studienpopulation die Abnahme der Lungenfunktion signifikant um 57% verringern, gemessen an der jährlichen Abnahme der forcierten Vitalkapazität (FVC) über 52 Wochen. Die Ergebnisse der INBUILD®-Studie, die damit ihren primären Endpunkt erreicht hat, wurden im New England Journal of Medicine...

September 2019

MS: Moderne Therapie beinhaltet Langzeitsicherheit, Adhärenz und individuelle Lebensplanung

MS: Moderne Therapie beinhaltet Langzeitsicherheit, Adhärenz und individuelle Lebensplanung
© momius - stock.adobe.com

Weltweit sind ca. 2,5 Millionen Menschen von Multipler Sklerose betroffen. Durch einen frühzeitigen Therapiebeginn und eine auf den Patienten individuell zugeschnittene Therapie können die MS-bedingten Einschränkungen im Langzeitverlauf positiv beeinflusst werden. Die Basistherapie, z.B. mit Immunmodulatoren, bildet das Fundament für die Therapie und verfolgt das Ziel, die Häufigkeit und Schwere der Schübe zu verringern sowie das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern. Für eine langfristige Therapietreue des Patienten sollte die Behandlung sicher,...

Entzündungen: Stark erhöhte Zellatmung bei defektem Immunsystem

Entzündungen: Stark erhöhte Zellatmung bei defektem Immunsystem
© Christoph Burgstedt - stock.adobe.com

Wissenschaftler beschreiben eine zuvor unerkannte Störung im Immunsystem: Im Stoffwechsel der Immunzellen einer Untergruppe von Patientinnen und Patienten mit defektem Abwehrsystem ist die Zellatmung stark erhöht. Diese Überaktivität führt zu Entzündungen, wie ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Universität Basel und Universitätsspital Basel in der Fachzeitschrift "Nature Immunology" berichtet.

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression

MS: Cladribin hemmt Behinderungsprogression
© ralwel - stock.adobe.com

Die Erkenntnisse aus dem klinischen Entwicklungsprogramm von MAVENCLAD, welches mittlerweile in 69 Ländern zugelassen ist, spiegeln sich in der klinischen Praxis wider. So zeigt eine Post-hoc-Analyse, dass 75% der mit Cladribin-Tabletten behandelten MS-Patienten in Jahr 5 nach Therapiebeginn im Vergleich zur Baseline ohne bestätigte Behinderungsprogression (EDSS) blieben; bei mehr als 20% dieser Patienten verbesserte sich der EDSS-Wert sogar (1). Auch in einer retrospektiven Analyse von Daten aus einem italienischen Multiple-Sklerose-Register lag bei 64% der Patienten 5 Jahre...

Mesenchymale Stammzellen: Potential bei schlecht heilenden Wunden

Mesenchymale Stammzellen: Potential bei schlecht heilenden Wunden
© psdesign1 / Fotolia.com

Wenn der Knochen nicht heilt oder sich eine Wunde nicht schließt, könnten in Zukunft mesenchymale Stammzellen (MSC) zum Einsatz kommen, die Transfusionsmediziner aus dem Knochenmark oder dem Fettgewebe isolieren. Bei Knochenheilungen wurde der Einsatz in Phase-II-Studien bereits erfolgreich am Menschen erprobt. Auch bei schlecht heilenden Wunden, wie beim diabetischen Fuß, könnten mesenchymale Stammzellen zum Einsatz kommen.

Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Änderung der Fachinformation für Interferon beta

Multiple Sklerose und Schwangerschaft: Änderung der Fachinformation für Interferon beta
© magicmine - stock.adobe.com

Das positive CHMP-Votum der europäischen Arzneimittelagentur EMA basiert auf 2 umfangreichen Datenbank-Studien: dem europäischen Register zu schwangeren Patientinnen mit Multipler Sklerose, die Interferon beta (IFNß) erhalten haben, sowie den populationsbasierten Registern aus Finnland und Schweden. Die Studiendaten, die den Ausgang von über 1.000 Schwangerschaften dokumentiert haben, zeigen, dass eine Behandlung mit Interferon beta vor der Schwangerschaft und/oder im ersten Schwangerschaftsdrittel keine negativen Auswirkungen hatte. Auf dieser Basis darf Betaferon...

Mediziner Thomas Krieg ist neuer Vizepräsident der Leopoldina

Der Senat der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat heute den Mediziner Prof. Dr. Thomas Krieg (Köln) zu ihrem neuen Vizepräsidenten gewählt. Der Dermatologe folgt dem Pharmakologen Prof. Dr. Martin Lohse nach, der nach zwei Amtszeiten turnusgemäß ausscheidet. Dem Präsidium der Leopoldina gehören vier Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten an. Ihre Amtszeit beträgt jeweils fünf Jahre. Thomas Kriegs Amtszeit beginnt unmittelbar mit der heutigen Wahl.

Primäre biliäre Cholangitis: Phase-III-Studie prüft neues Medikament

Primäre biliäre Cholangitis: Phase-III-Studie prüft neues Medikament
© by Dariusz T. Oczkowicz -stock.adobe.com

Mit der klinischen Studie ENHANCE wird eine alternative Behandlungstherapie für primäre biliäre Cholangitis (PBC) evaluiert. Allein in Deutschland sind statistisch rund 30.000 Menschen betroffen (1), davon 90% Frauen (2). Die Ursachen der Krankheit sind weitestgehend unbekannt. Sie verläuft meist lange Zeit symptomlos und bleibt daher unentdeckt, kann aber später zu Leberfibrose und -zirrhose und im schlimmsten Fall zum Tod führen.  

Komplexe perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie verhindert Rezidiv

Komplexe perianale Fisteln bei Morbus Crohn: Stammzelltherapie verhindert Rezidiv
© CLIPAREA.com - Fotolia

Viszeralmedizinische Kompetenzzentren, wie sie am Agaplesion Markus Krankenhaus (AMK) in Frankfurt am Main integriert sind, tragen dazu bei, die Versorgung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zu optimieren. Die enge Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, regelmäßige CED-Fallkonferenzen sowie die kurzen Wege am Zentrum helfen, auch bei schwierigen Fällen schnell die bestmögliche Behandlung für den Patienten zu finden. Eine besondere therapeutische Herausforderung stellen komplexe perianale Fisteln bei...

COPD: Biomarker Eosinophile weiterhin kontrovers diskutiert

Nach dem GOLD-Update 2019 bestimmen immer mehr behandelnde Ärzte bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) den Anteil von Eosinophilen im Blut. Denn der aktuelle Report definiert erstmals Eosinophilen-Schwellen-Werte, die für ein gutes Ansprechen auf eine Therapie mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS) sprechen (1). Trotzdem wird der Stellenwert dieses Biomarkers noch kontrovers diskutiert. Die deutschen Leitlinien halten sich bezüglich der Empfehlung eines Schwellenwertes zurück (2). Generell zeichnet sich ab, dass es eine spezifische Gruppe...

Wie Darmbakterien Autoimmunität anstoßen

Bakterien, die über den Darm in die Leber eindringen, könnten an der Entwicklung einer krankhaften Abwehrreaktion des Immunsystems gegen körpereigene Gewebe beteiligt sein. Ein Auslöser des systemischen Lupus erythematodes (SLE) etwa könnten Darmbakterien sein, die körpereigenen Strukturen ähneln. Für die Forschung an diesen Vorgängen zeichnet die Stiftung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) in diesem Jahr Dr. med. Martin Kriegel mit dem Rudolf-Schoen-Preis aus. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle 2...

  ...  

Das könnte Sie auch interessieren

Herzrhythmusstörungen: Wann Herzstolpern gefährlich wird

Herzrhythmusstörungen: Wann Herzstolpern gefährlich wird
© psdesign1 - stock.adobe.com

Schlägt das Herz unregelmäßig und „stolpert“, sprechen Herzmediziner von Palpitationen. Das Stolperherz umfasst verschiedene Herzrhythmusstörungen, die ohne Vorwarnung auftreten können. Schlägt das Herz plötzlich anders als gewohnt, wird das von den meisten als beängstigend empfunden. „Ist mein Herz in Gefahr?“, fragen sich Betroffene, wenn kräftiges Herzklopfen, Herzrasen oder Aussetzer des Herzschlags wie aus dem Nichts kommen. „Herzstolpern beschreibt das unangenehme Wahrnehmen des Herzschlags, der...

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!
© pixologic / Fotolia.com

Am 09. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren - Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind allerdings Menschen mit Übergewicht. Die Zahl der durch Übergewicht verursachten Nierengewebsschäden hat sich in den vergangenen 30 Jahren bereits verzehnfacht!

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht

Neue Version der Patientenleitlinie "Unipolare Depression" veröffentlicht
© imagesetc / Fotolia.com

Depressionen sind weltweit häufige Erkrankungen. Allein in Deutschland sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch: Oft werden depressive Erkrankungen nicht festgestellt, weil Betroffene keine fachliche Hilfe suchen oder die Krankheit nicht erkannt wird. Dabei stehen heute evidenzbasierte Therapieverfahren zur Verfügung, mit denen sich Depressionen in den meisten Fällen gut behandeln lassen.

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes

5 Tipps für ein Leben mit Diabetes
© pikselstock / fotolia.com

Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erkranken jeden Tag rund 1.000 Menschen in Deutschland neu an Diabetes. Mediziner unterscheiden dabei je nach Ursache zwischen zwei Typen. Sowohl der Typ 1 als auch der Typ 2 äußern sich in einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel aufgrund von Insulinresistenz oder -mangel. Dadurch staut sich Zucker in den Blutgefäßen an. Bleibt eine Diabeteserkrankung unentdeckt, führt dies zur Schädigung der Blutgefäße und anderer Organe. Damit Betroffene trotz Erkrankung ihr Leben genießen können, gilt es...

EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).
  • Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden