Mittwoch, 20. März 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Medizintechnik

März 2019

ADHS: Mögliche Therapieoption mit elektrischer Hirnstimulation

Eine neue Behandlung für Betroffene mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) entwickeln – das ist das Ziel eines Forscherteams um den Oldenburger Psychologen Prof. Dr. Christoph Herrmann. Unter Leitung der Firma neuroConn in Ilmenau wollen die Wissenschaftler eine besondere Form der elektrischen Hirnstimulation so einsetzen, dass sie die Aufmerksamkeit von ADHS-Patienten positiv beeinflusst. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert das Verbundprojekt „Mobiles System zur ADHS-Therapie mittels Transkranieller Elektrischer...

Robotik: Formgedächtnis ermöglicht präzise Steuerung bei Operationen

Sie können sich präzise um Windungen und Ecken schlängeln, bewegen sich frei in alle Richtungen: Die biegsamen Roboterarme, die Professor Stefan Seelecke und seine Forschergruppe an der Universität des Saarlandes entwickeln, haben keine steifen Gelenke, dafür aber Muskeln aus Formgedächtnis-Drähten. Diese brauchen weder Druckluft noch schweres Zubehör, sondern funktionieren nur mit elektrischem Strom. Das Material selbst hat Sensoreigenschaften, daher lassen sich die Arme ohne zusätzliche Sensoren steuern. Große Roboter-Rüssel...

Arthrose: Diagnostik mittels Schall

Arthrose: Diagnostik mittels Schall
© psdesign1 / Fotolia.com

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen in Deutschland: Rund 18% der Erwachsenen haben eine Arthrose, bei der die Knorpelschicht eines Gelenks zerstört wird, im Extremfall bis zur Bewegungsunfähigkeit und Gelenkersatz. Forschungen der Hochschule Fulda in Kooperation mit der Universitätsmedizin Charité Berlin, der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen haben das Ziel, den Knorpelschaden am Knie mit einer schonenden Methode zu entdecken: der Schalldiagnostik.

Tiefe Hirnstimulation bei Depressionen: Mögliche Option nach Scheitern anderer Therapien

Tiefe Hirnstimulation bei Depressionen: Mögliche Option nach Scheitern anderer Therapien
© nenetus / Fotolia.com

Menschen mit schwerster, behandlungsresistenter Depression könnten nicht nur akut, sondern auch langfristig von einer Tiefen Hirnstimulation profitieren, wie Forscher des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Bonn in einer aktuellen Studie zeigen. Bei den 16 Patienten wurde mittels hauchdünner Elektroden ein Teil des Belohnungssystems im Gehirn stimuliert, was bei allen Patienten eine deutliche Besserung der Beschwerden brachte. Im Schnitt halbierte sich die Schwere der Depression, und die Hälfte der Probanden lag sogar unterhalb des...

Unterscheidung von Immunzellen anhand mechanischer Eigenschaften

Unterschiedliche Typen von Immunzellen voneinander zu unterscheiden, ohne sie vorher anzufärben – das ist Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald sowie der Technischen Universität Dresden gelungen. Sie haben eine Methode weiterentwickelt, mit der man Zellen innerhalb weniger Sekunden in nur einem Tropfen Blut anhand ihrer mechanischen Eigenschaften erkennen kann. Damit können nun erstmals bestimmte Zellen des Immunsystems, die B- und T-Lymphozyten,...

CED: Monitoring des Krankheitsverlaufs via App

CED: Monitoring des Krankheitsverlaufs via App
© buchachon / Fotolia.com

Mit der PartnerApp stellt AbbVie einen neuen kostenfreien Service vor, der das Monitoring des Krankheitsverlaufs chronisch-entzündlicher Erkrankungen (CED) flexibler und übersichtlicher gestalten kann. Ab sofort können Adalimumab-Patienten, die am Serviceprogramm AbbVie Care teilnehmen, das Tool nutzen. Die App verknüpft die sogenannte CED Disk zur Selbstbeurteilung der Krankheitslast und ein Stuhltagebuch zur Dokumentation mit der Calprotectin-Messung via IBDoc®. Über das Partner-Portal kann der behandelnde Gastroenterologe unkompliziert auf die...

Februar 2019

Feuchte altersbedingte Makuladegeneration: Algorithmus zur Sehschärfevorhersage

Um Patienten mit einer feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) künftig besser behandeln zu können, haben Forscher der LMU-Augenklinik München mittels maschinellem Lernen einen Algorithmus zur Sehschärfevorhersage bei feuchter AMD trainiert (1). Nun hat die Forschungsgruppe vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie einen Förderbescheid in Höhe von ca. 220.000 € zur weiteren Erforschung des Deep Learning Algorithmus bei AMD erhalten.

Schwangerschaft: Gefahr der Überdiagnostik durch Gentests

Schwangerschaft: Gefahr der Überdiagnostik durch Gentests
© angellodeco / Fotolia.com

Aus ein paar Tropfen Blut ablesen, dass das Baby gesund ist – das ist ein Traum für Eltern. Während heute diese Art der genetischen Diagnostik nur 3 typische Chromosomen-Veränderungen erkennt, werden es bald 30 oder vielleicht auch 100 oder 400 sein. „Das ist kein Traum, das wird ein Alptraum“, stellte Dr. med. Klaus Doubek in seinem Vortrag auf dem FOKO 2019, dem größten jährlichen frauenärztlichen Fortbildungskongress in Deutschland, fest (1).  

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