Eicosane aus Fischöl können das Risiko für verschiedene Krebsarten senken, daher wird der Verzehr von ein bis zwei Seefischmahlzeiten pro Woche empfohlen. Bei der Auswertung einer Reihe von Fallkontrollstudien mit gleichem Design, Fragebogen und Aufnahmekriterien kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Eicosane das Risiko für verschiedene Krebsarten wie Kehlkopf-, Speiseröhren-, Darm- sowie Eierstockkrebs senken (1).
Da der Körper Eicosane aus der Nahrung schnell in die Zellwände einbaut und sie einen großen Einfluss auf verschiedene biologische Vorgänge haben, vermuten die Forscher vielfältige Mechanismen für das krebsschützende Potenzial der Eicosane. Dazu zählen unter anderem die Unterdrückung der krankhaften Entartung von gesunden Zellen, die Hemmung des Zellwachstums sowie Wirkungen der Eicosane auf Immunsystem und Entzündungsreaktionen. Eicosane zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind nicht nur Bestandteil der Zellwände, sondern außerdem wichtig für Nervenzellen und die Entwicklung des Gehirns.
Neben dem Einfluss auf die Krebsentstehung schützen sie unter anderem auch vor Herz-Kreislauferkrankungen und haben eine positiven Einfluss auf rheumatische Erkrankungen, da sie entzündliche Prozesse eindämmen. Zu den Eicosanen zählen Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure. Diese Fettsäuren kommen vorwiegend in fettreichen Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering, Lachs oder Thunfisch vor, die daher einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten und ein bis zweimal pro Woche auf den Tisch kommen sollten. Darüber hinaus kann die Fischölzufuhr durch die Einnahme von Eicosankapseln, die in Apotheken erhältlich sind, gesteigert werden.
Literatur:
1. Tavani A, et al.: n-3 Polyunsaturated fatty acid intake and cancer risk in italy and switzerland. Int J Cancer 2003; 105: 113-116
Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.