Samstag, 16. Dezember 2017
Navigation öffnen

Patientenbereich

23. Mai 2017 Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen.

Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische Untersuchungsmethoden und zielgerichtete Therapien kann das kostspielige Problem des deutschen Rückenleidens gelöst werden.
Mehr als die Hälfte der Deutschen (56,5 Prozent) hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Sogar mehrfach im Monat leiden ein Viertel aller Deutschen (23,3 Prozent) unter akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Über 11 Prozent der Befragten haben sie heutzutage täglich.
 
Abb. 1: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen - ©Medserena AG
Abb. 1: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen - ©Medserena AG


Besonders ältere Menschen (60+) klagen über die täglichen Rückenschmerzen, so die Ergebnisse der aktuellen GfK-Umfrage im Auftrag der Medserena AG: 21,3 Prozent der Älteren leiden darunter – signifikant mehr als in anderen Altersgruppen. Nicht nur der ältere Mensch spürt häufiger Schmerzen im Rücken, sondern insbesondere Berufstätige sind von dem Phänomen betroffen: Gut die Hälfte der Berufstätigen – je nach Einkommen 46,0 bis 60,4 Prozent – haben mindestens einmal pro Monat und häufiger „Rücken“. Dabei klagen Geringverdiener deutlich mehr als Besserverdiener: Doppelt so viele von ihnen haben täglich Rückenschmerzen (22,2 Prozent) im Vergleich zu nur 11 Prozent der Besserverdiener, was vermutlich auf belastende körperliche Arbeit zurückzuführen ist.

Wirbelsäulenschäden – ein kostspieliges Phänomen

Seit Jahren stehen Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen an erster Stelle von Krankschreibungen. Mehr als ein Drittel (34,5 Prozent) der Deutschen kann deswegen an bis zu sieben Tagen im Jahr nicht ihren täglichen Aufgaben nachgehen. Sogar knapp die Hälfte der Befragten (45,5 Prozent) geht wegen ihrer Rückenprobleme mindestens einmal im Jahr nicht zur Arbeit.

Betrachtet man die einzelnen Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil derer, die an bis zu sieben Tagen nicht ihre tägliche Tätigkeit ausüben können, bei Angestellten (36,7 Prozent). Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen steigt erstaunlicherweise die Anzahl derjenigen, die aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihrer Arbeit nachgehen, an: 36,8 Prozent derjenigen, die über 3.000 Euro netto und mehr erhalten, bleiben an bis zu sieben Tagen im Jahr der Arbeit fern, wohingegen nur 28,2 Prozent der Menschen, die zwischen 1.000 und 1.500 Euro netto verdienen, bis zu sieben Tage zuhause bleiben.

Das seit Jahren ungelöste Rückenproblem der Deutschen und seine Folgen kosten sowohl die Krankenkassen als auch Arbeitgeber hohe Summen: Die durchschnittlichen Behandlungskosten für einen Rückenschmerzpatienten liegen bei etwa 1.322 Euro im Jahr. Von diesem Betrag entfallen 612 Euro auf die direkten Kosten durch Arztbesuche und die damit verbundene Therapie (Arzneimittel, Hilfsmittel, Physiotherapie, Stationärer Aufenthalt, Rehabilitation) und 710 Euro auf den krankheitsbedingten Produktivitätsverlust (1).

Innovative Kernspintomographie ermöglicht neuartige Diagnostik von Rückenschmerzen

Damit die genaue Ursache von Rückenschmerzen gefunden wird und die richtige Therapie in Angriff genommen werden kann, ist eine gründliche Untersuchung der Rückenschmerzen notwendig: Die innovative Upright-MRT macht es Ärzten leichter, die genaue Ursache von Rückenleiden zu erkennen. Da der Patient im Sitzen, Stehen und in diversen Funktionsstellungen untersucht wird, zeigen sich Wirbel, Bandscheiben sowie Bandstrukturen und deren Verformungen unter ihrer natürlichen Gewichtsbelastung. Unerklärliche Schmerzen können durch diese neue MRT-Bildgebung untersucht und genauer diagnostiziert werden. Die verschiedenen Perspektiven auf den erkrankten Abschnitt der Wirbelsäule bieten Ärzten vollkommen neuartige Einsichten: Insbesondere bei chronischen Rücken-, Gelenk- oder Kopfschmerzen zeigen die Aufnahmen aus dem Upright-MRT endlich die wahre Ursache für das Schmerzempfinden. Nur anhand der realistischen Diagnose können die behandelnden Ärzte dem Patienten eine weiterführende, schmerzlindernde Therapie empfehlen. Es gibt keine Standardtherapie für Rückenschmerzen, sodass die Upright-MRT-Spezialisten dem Patienten zusammen mit den behandelnden Ärzten eine individuelle, gezielte Behandlung anraten.

Weitere Informationen unter: www.upright-mrt.de und www.rueckenschmerzen-mrt.de

Medserena AG

Literatur:

(1) DocCheck Flexikon, 2017


Weitere Beiträge zum Thema

Ängste und Zurückweisung beim Thema AIDS abbauen

Dank moderner Medikamente können die rund 87.000 Menschen in Deutschland mit HIV beziehungsweise AIDS heute fast normal leben. Stattdessen belasten mitunter Ausgrenzung, Zurückweisung und Angst Betroffene heute schwerer als die eigentliche Erkrankung. „Vorurteile und mangelndes Wissen sind oft die Hauptursachen für Ausgrenzung und Zurückweisung von HIV-Positiven. Dem wollen wir unter anderem mit einer Telefon-Hotline entgegenwirken“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der BARMER.

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist

COPD – diese vier Buchstaben stehen für eine chronische Lungenkrankheit (chronic obstructive pulmonary disease). Sie stehen gleichzeitig auch für die weltweite Nummer Drei unter den Todesursachen. Bei 90 Prozent aller Fälle hierzulande ist die Hauptursache ziemlich klar bestimmt: das Rauchen. Zum Welt-COPD-Tag am 15. November weist Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Abteilung für Pneumologie am UKL, auf unangenehme Wahrheiten rund um diese Krankheit hin: "COPD verkürzt die Lebenserwartung. Es ist nicht heilbar."

Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt. Laut den Wissenschaftlern ist die Spermienanzahl pro Milliliter Sperma um etwa 52 Prozent gesunken. Bei der Gesamtzahl der Spermien pro Samenerguss gaben die Forscher sogar einen Rückgang von nahezu 60 Prozent an. Dennoch sieht die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) die Zeugungsfähigkeit in westlichen Industrienationen nicht akut gefährdet.

Das könnte Sie auch interessieren

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Internetbasierte Hilfe für Eltern in Bayern mit chronisch kranken Kindern

Rund 100.000 Kinder in Bayern sind von Asthma betroffen, so der aktuelle bayerische Kindergesundheitsbericht. "Das ist nicht nur für die Kleinen belastend, sondern auch für deren Familien", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. Mütter, Väter oder Geschwister kommen oft körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass vier von fünf der betroffenen Eltern keine Angebote zur Familienentlastung kennen. "Wir möchten das ändern und mit dem Projekt 'Beratung von Eltern chronisch kranker Kinder im Internet - kurz BEcKI' digital niederschwellige Hilfe anbieten", so Bredl. Partner ist das Universitätsklinikum Ulm, das gemeinsam mit der TK die Kooperation ab sofort auf Bayern ausweitet.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!