Montag, 21. August 2017
Navigation öffnen

Patientenbereich

23. Mai 2017 Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage hat mehr als die Hälfte aller Deutschen mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen.

Die von der Medserena AG beauftragte GfK-Umfrage zeigt, dass 34,5 Prozent aller Deutschen an bis zu sieben Tagen im Jahr aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Betrachtet man die befragten Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil bei den Angestellten (36,7 Prozent). Das verursacht Jahr für Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden für die Arbeitgeber. Nur durch verbesserte medizinische Untersuchungsmethoden und zielgerichtete Therapien kann das kostspielige Problem des deutschen Rückenleidens gelöst werden.
Mehr als die Hälfte der Deutschen (56,5 Prozent) hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen. Sogar mehrfach im Monat leiden ein Viertel aller Deutschen (23,3 Prozent) unter akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Über 11 Prozent der Befragten haben sie heutzutage täglich.
 
Abb. 1: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen - ©Medserena AG
Abb. 1: Mehr als die Hälfte aller Deutschen hat mindestens zehnmal im Jahr Rückenschmerzen - ©Medserena AG


Besonders ältere Menschen (60+) klagen über die täglichen Rückenschmerzen, so die Ergebnisse der aktuellen GfK-Umfrage im Auftrag der Medserena AG: 21,3 Prozent der Älteren leiden darunter – signifikant mehr als in anderen Altersgruppen. Nicht nur der ältere Mensch spürt häufiger Schmerzen im Rücken, sondern insbesondere Berufstätige sind von dem Phänomen betroffen: Gut die Hälfte der Berufstätigen – je nach Einkommen 46,0 bis 60,4 Prozent – haben mindestens einmal pro Monat und häufiger „Rücken“. Dabei klagen Geringverdiener deutlich mehr als Besserverdiener: Doppelt so viele von ihnen haben täglich Rückenschmerzen (22,2 Prozent) im Vergleich zu nur 11 Prozent der Besserverdiener, was vermutlich auf belastende körperliche Arbeit zurückzuführen ist.

Wirbelsäulenschäden – ein kostspieliges Phänomen

Seit Jahren stehen Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen an erster Stelle von Krankschreibungen. Mehr als ein Drittel (34,5 Prozent) der Deutschen kann deswegen an bis zu sieben Tagen im Jahr nicht ihren täglichen Aufgaben nachgehen. Sogar knapp die Hälfte der Befragten (45,5 Prozent) geht wegen ihrer Rückenprobleme mindestens einmal im Jahr nicht zur Arbeit.

Betrachtet man die einzelnen Berufsgruppen genauer, so liegt der höchste Anteil derer, die an bis zu sieben Tagen nicht ihre tägliche Tätigkeit ausüben können, bei Angestellten (36,7 Prozent). Mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen steigt erstaunlicherweise die Anzahl derjenigen, die aufgrund von Rückenschmerzen nicht ihrer Arbeit nachgehen, an: 36,8 Prozent derjenigen, die über 3.000 Euro netto und mehr erhalten, bleiben an bis zu sieben Tagen im Jahr der Arbeit fern, wohingegen nur 28,2 Prozent der Menschen, die zwischen 1.000 und 1.500 Euro netto verdienen, bis zu sieben Tage zuhause bleiben.

Das seit Jahren ungelöste Rückenproblem der Deutschen und seine Folgen kosten sowohl die Krankenkassen als auch Arbeitgeber hohe Summen: Die durchschnittlichen Behandlungskosten für einen Rückenschmerzpatienten liegen bei etwa 1.322 Euro im Jahr. Von diesem Betrag entfallen 612 Euro auf die direkten Kosten durch Arztbesuche und die damit verbundene Therapie (Arzneimittel, Hilfsmittel, Physiotherapie, Stationärer Aufenthalt, Rehabilitation) und 710 Euro auf den krankheitsbedingten Produktivitätsverlust (1).

Innovative Kernspintomographie ermöglicht neuartige Diagnostik von Rückenschmerzen

Damit die genaue Ursache von Rückenschmerzen gefunden wird und die richtige Therapie in Angriff genommen werden kann, ist eine gründliche Untersuchung der Rückenschmerzen notwendig: Die innovative Upright-MRT macht es Ärzten leichter, die genaue Ursache von Rückenleiden zu erkennen. Da der Patient im Sitzen, Stehen und in diversen Funktionsstellungen untersucht wird, zeigen sich Wirbel, Bandscheiben sowie Bandstrukturen und deren Verformungen unter ihrer natürlichen Gewichtsbelastung. Unerklärliche Schmerzen können durch diese neue MRT-Bildgebung untersucht und genauer diagnostiziert werden. Die verschiedenen Perspektiven auf den erkrankten Abschnitt der Wirbelsäule bieten Ärzten vollkommen neuartige Einsichten: Insbesondere bei chronischen Rücken-, Gelenk- oder Kopfschmerzen zeigen die Aufnahmen aus dem Upright-MRT endlich die wahre Ursache für das Schmerzempfinden. Nur anhand der realistischen Diagnose können die behandelnden Ärzte dem Patienten eine weiterführende, schmerzlindernde Therapie empfehlen. Es gibt keine Standardtherapie für Rückenschmerzen, sodass die Upright-MRT-Spezialisten dem Patienten zusammen mit den behandelnden Ärzten eine individuelle, gezielte Behandlung anraten.

Weitere Informationen unter: www.upright-mrt.de und www.rueckenschmerzen-mrt.de

Medserena AG

Literatur:

(1) DocCheck Flexikon, 2017


Weitere Beiträge zum Thema

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt. Laut den Wissenschaftlern ist die Spermienanzahl pro Milliliter Sperma um etwa 52 Prozent gesunken. Bei der Gesamtzahl der Spermien pro Samenerguss gaben die Forscher sogar einen Rückgang von nahezu 60 Prozent an. Dennoch sieht die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) die Zeugungsfähigkeit in westlichen Industrienationen nicht akut gefährdet.

Jeder 12. Junge süchtig nach Computerspielen

In Deutschland ist jeder zwölfte Junge oder junge Mann süchtig nach Computerspielen. Nach einer neuen DAK-Studie erfüllen 8,4 Prozent der männlichen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 12 bis 25 Jahren die Kriterien für eine Abhängigkeit nach der sogenannten „Internet Gaming Disorder Scale“. Bei den Betroffenen verursacht die exzessive Nutzung von Computerspielen massive Probleme. Der Anteil der betroffenen Mädchen und jungen Frauen liegt mit 2,9 Prozent deutlich niedriger. Das zeigt der Report „Game over“ der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, bewertet die Ergebnisse als „beunruhigend“ und kündigt  Konsequenzen an.

Das könnte Sie auch interessieren

Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte

Genial einfach: Anfang Dezember 2016 wurden 100.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärzten, Gynäkologen und Hebammen in das „Gelbe Heft“ eingelegt. „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden kann. Mit übersichtlich gestalteten Karten wird es Eltern leicht gemacht, sich über die Gesundheit ihres neugeborenen Kindes ein Bild zu machen – und so bei Krankheitssymptomen dafür sorgen zu können, dass ihr Kind rasch behandelt und dessen Leben solange wie möglich erhalten werden kann,“ erklärte die Niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt am Donnerstag, 19. Januar 2017, bei einem Pressegespräch in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Experten der Klinik für Kinderchirurgie und der Techniker Krankenkasse stellten mit Unterstützung der Ärztekammer Niedersachsen die Einführung des bundesweit einmaligen Pilotprojektes vor.

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rückenschmerzen: Ein Drittel der Deutschen geht mehrfach im Jahr nicht zur Arbeit"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!