Freitag, 24. Mai 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Arzt

Mai 2019

KV und TK arbeiten bei digitaler Gesundheitsakte TK-Safe eng zusammen

Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" ist seit 20. Mai 2019 im Live-Betrieb. Nach einem erfolgreichen Betatest mit 160.000 Nutzern können nun alle 10,4 Millionen TK-Versicherte ihren persönlichen digitalen Datentresor auf dem Smartphone nutzen, davon rund 480.000 in Rheinland-Pfalz. Das Besondere bei TK-Safe ist, dass es sich nicht nur um einen sicheren Speicher für alle Informationen rund um die Gesundheit handelt, auf den ausschließlich der Versicherte selbst Zugriff hat.

Neues Strahlenschutzgesetz: Maximale Sicherheit in der Nuklearmedizin

Von der Schilddrüse über Herz und Brust bis zur Prostata: In Deutschland finden in der Nuklearmedizin jährlich über drei Millionen Untersuchungen und Therapien statt. Das neue Strahlenschutzgesetz, das zum Beginn des Jahres in Kraft getreten ist, betont nochmals stärker, vor jeder Untersuchung oder Behandlung gewissenhaft zu entscheiden, ob die jeweilige Anwendung gerechtfertigt ist. Zudem ist jetzt auch rechtlich verankert, dass Patienten erst entlassen werden dürfen, wenn die Strahlendosis für Dritte nicht mehr als ein Millisievert beträgt.

Krankenkassen legen Statistik zu Behandlungsfehler vor

Gutachter der Krankenkassen haben im vergangenen Jahr etwas mehr Behandlungsfehler in Krankenhäusern und Arztpraxen festgestellt. Bei 14.133 Gutachten nach Patientenbeschwerden wurden 3.497 Fehler aufgedeckt. In jedem fünften Fall (2.799) verursachten die Fehler den Schaden beim Patienten, der Anlass für die Überprüfung war, wie der Medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenkassen (MDK) am Donnerstag in Berlin mitteilte. In fast jedem dritten Fall davon handelte es sich um einen Dauerschaden. In 107 Fällen führte ein Fehler zum Tod oder trug dazu bei....

BAH-Gesundheitsmonitor: Umfrage zur Gesundheitsversorgung

Stadtbewohner schätzen die Gesundheitsversorgung in der eigenen Region deutlich besser ein als die Bewohner kleinerer Orte. Das ist das Ergebnis des BAH-Gesundheitsmonitors, einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung von 2.000 Personen zur Versorgungssituation in Deutschland, die das Meinungsforschungsinstitut Nielsen im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) jährlich durchführt. Die Zufriedenheit steigt dabei mit der Größe der Heimatgemeinde: So empfindet nur die Hälfte der Bewohner kleinerer Orte mit bis zu 10.000...

Akut- und Notfallversorgung: Softwaregestütztes Ersteinschätzungsverfahren SmED vorgestellt

„Soll ich mit diesen Beschwerden zum Arzt? Und welcher Arzt kann mir weiterhelfen?“ In allen Industrieländern stellen sich immer mehr Menschen mit vermeintlich akuten Beschwerden spontan im Krankenhaus vor. Sie beanspruchen dann Leistungen der Notaufnahmen, die eigentlich der Versorgung medizinischer Notfälle dienen. Künftig haben gesetzlich Versicherte eine effizientere Alternative: Unter der Rufnummer 116117 bieten die Kassenärztlichen Vereinigungen eine telefonische Ersteinschätzung der Beschwerden an und vermitteln eine der Dringlichkeit angemessene...

Kassenpatienten dürfen Klinik frei wählen

Patienten haben in Deutschland das Recht auf freie Arztwahl. Wer ins Krankenhaus eingewiesen wird, darf sich deshalb grundsätzlich auch die Klinik aussuchen. Das gilt auch für eine Behandlung bei chronischen Krankheiten wie der Schuppenflechte (Psoriasis). Kassenpatienten, die ohne triftigen Grund nicht ins nächstgelegene Krankenhaus gehen, müssen eventuelle Mehrkosten aber selbst tragen. Darauf weist der Deutsche Psoriasis-Bund in seiner Zeitschrift "PSO Magazin" (Ausgabe 2/2019) hin.

Immer noch große regionale Unterschiede bei der Arztnetz-Dichte

Dass sie es nicht allzu weit zum Arzt haben, ist vielen Bundesbürgern wichtig. Doch wie viele und welche Praxen gibt es in welcher Gegend? Die Abdeckung ist nach wie vor ungleichmäßig, wie neue Zahlen zeigen. Die Zahl der Praxisärzte in Deutschland ist weiter gestiegen – beim Versorgungsangebot für die Patienten gibt es aber immer noch große regionale Unterschiede. Am dichtesten ist das Netz in Freiburg im Breisgau mit 395,3 Ärzten und Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner. Am wenigsten niedergelassene Mediziner in diesem Verhältnis gibt es...

April 2019

Nationale Diabetes-Strategie: Diabetesverbände legen Forderungskatalog vor

CDU/CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag 2018 eine Nationale Diabetes-Strategie beschlossen, um die Volkskrankheit gezielt zu bekämpfen. Bis heute sind jedoch sowohl die Inhalte als auch die politische Umsetzung unklar – dabei drängt die Zeit: Wie aus dem Bundesgesundheitsministerium verlautet, soll die Strategie bis Jahresende 2019 stehen. Diabetesbehandelnde und -betroffene haben sich jetzt proaktiv auf ein Positionspapier geeinigt, das den politischen Entscheidenden den Handlungsbedarf detailliert darlegt. Dieser setzt bei den zur Versorgung notwendigen Strukturen an...

Masern-Ausbruch in den USA: Trump ruft zu Impfungen auf

Angesichts der besorgniserregenden Ausbreitung von Masern in den USA hat US-Präsident Donald Trump Eltern zur Impfung ihrer Kinder aufgerufen. „Sie müssen ihre Impfungen bekommen“, sagte Trump in Washington. „Diese Impfungen sind so wichtig.“ Mit Blick auf die zunehmenden Masern-Erkrankungen sagte Trump: „Das geht jetzt wirklich herum.“ Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte mitgeteilt, die Zahl der Masern-Erkrankungen sei auf dem höchsten Stand, seit die Krankheit in den USA im Jahr 2000...

Palliativmediziner: Tödliches Medikament als letzte Option zur Verfügung stellen

Zum Auftakt des zweiten Verhandlungstags am Bundesverfassungsgericht hat einer der klagenden Palliativmediziner die praktischen Probleme mit dem Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe geschildert. Der neue Paragraf 217 im Strafgesetzbuch behindere das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, sagte Dietmar Beck aus Stuttgart am Mittwoch in Karlsruhe. Er kenne einzelne Kollegen, die Mittel zum Sterben zur Verfügung stellten. Die meisten seien aber verunsichert. (Az. 2 BvR 2347/15 u.a.)

Barmer will Ausschreibung für digitale Patientenakte starten

Die Barmer-Krankenkasse mit rund neun Millionen Versicherten startet konkrete Schritte für die geplanten digitalen Patientenakten. "Ende April soll die Ausschreibung herausgehen", sagte Vorstandschef Christoph Straub am Dienstag in Berlin. Nach der politischen Klärung der Rahmenbedingungen sei nun die Zeit dafür gekommen. Der Zuschlag ist für Oktober vorgesehen. Den Versicherten soll die E-Akte zum 1. Januar 2021 angeboten werden. Es gehe darum, auch einen Nutzen mit sinnvollen Funktionen zu bieten, sagte Straub.

Intensivmediziner fordern strenge Indikation und gewissenhafte Ermittlung des Patientenwillens

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu lebensverlängernden Maßnahmen ist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) besorgt, dass das Urteil missverstanden werden könne. „Wir betonen ausdrücklich, dass eine Behandlung gegen den Patientenwillen bereits heute unzulässig und strafbar ist“, sagt DIVI-Präsident Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler sowie Sprecher der DIVI-Sektion Ethik.

Seltene Erkrankungen: BAH befürchtet Versorgungslücken auf dem Land

Künftig soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) niedergelassenen Ärzten oder Krankenhäusern die Verordnung von Arzneimitteln bei der Therapie kleiner oder spezieller Patientengruppen untersagen dürfen, sofern sie nicht an der geforderten anwendungsbegleitenden Datenerhebung teilnehmen. So sieht es das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) vor, das am Donnerstag in erster Lesung im Bundestag behandelt wird. Patienten mit seltenen Erkrankungen müssten dann mit Einschränkungen ihrer Therapie rechnen.

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