Mittwoch, 18. September 2019
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Arzt

September 2019

Patientensicherheit: Aktuelle Meldesysteme sollen Behandlungsqualität verbessern

Im Jahr 2018 wurden über 14.000 Behandlungsfehler-Vorwürfe gemeldet. Sowohl niedergelassene Ärzte als auch Kliniken sind nach dem Sozialrecht dazu verpflichtet, Fehlermanagementsysteme einzusetzen, um diese zu verzeichnen. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) weist anlässlich des Welttags der Patientensicherheit darauf hin, dass solche Systeme derzeit nicht umfassend zum Einsatz kommen und deren Ergebnisse häufig nicht abschließend ausgewertet werden. Experten des APS stellten im Rahmen der Pressekonferenz im Vorfeld des Welttags für...

Freie Ärzteschaft: Neue Schlappe für Spahns Digitalpolitik

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erlebt für sein Digitale-Versorgung-Gesetz (DGV) eine Niederlage nach der anderen. Der Zugang zur Elektronischen Patientenakte, geplant ab 2021 zunächst ohne elementare Datenschutzregelungen, erfuhr im Sommer eine Vollbremsung. „Nach massiver Kritik auch durch Entscheidungen des Deutschen Ärztetages stoppte das Justizministerium Spahns Pläne und die e-Akten wurden erst einmal aus dem Gesetzentwurf ausgegliedert“, erläuterte Dr. Silke Lüder, Vizevorsitzende der Freien Ärzteschaft (FÄ) am Montag in Hamburg.

Erinnerungs-App für die Hämophiliebehandlung

Menschen mit Hämophilie A können ab sofort auf die Unterstützung der neuen App HaemMemo bauen. Die Erinnerungs-App richtet sich an Patienten, die mit Esperoct® behandelt werden. HaemMemo sorgt mit einer individuell einstellbaren Erinnerungsfunktion dafür, dass keine Faktorgabe vergessen wird. Darüber hinaus weist sie die Anwender darauf hin, wann neue Medikamente bestellt werden müssen. Die kostenlose App gibt es für iOS- und Android-Smartphones.

Kassenarzt-Chef: Zu viele gehen unnötig oft zu verschiedenen Ärzten

Die Kassenärzte in Deutschland beklagen, dass zu viele Patienten zu oft verschiedene Fachärzte aufsuchen und so unnötig Kosten verursachen. "Es kann dauerhaft kaum jedem Patienten sanktionsfrei gestattet bleiben, jeden Arzt jeder Fachrichtung beliebig oft aufzusuchen, und oft noch zwei oder drei Ärzte derselben Fachrichtung", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Derzeit wird das nicht kontrolliert. Die Gesundheitskarte funktioniert wie eine...

Digitale Gesundheitsreform: Deutsche sind Fans von Medizin-Apps

Die Deutschen sind begeistert von Gesundheits-Apps. 81% der Bürgerinnen und Bürger glauben, dass vor allem Langzeiterkrankungen wie Diabetes mithilfe vernetzter digitaler Lösungen besser behandelt werden können. Beispielsweise ließen sich Medikamente exakter dosieren und Fehler durch ein automatisiertes Monitoring von Vital- und anderen Daten vermeiden, so die Auffassung der Bevölkerung. Rund jeder zweite Patient ist allerdings mit dem aktuellen Angebot von Apps in der Praxis nicht zufrieden. Das sind Ergebnisse der Studie „European Study on the...

Juli 2019

DAK-Psychoreport 2019: Krankmeldungen wegen Depressionen am häufigsten

In Deutschland fehlte im vergangenen Jahr jeder 18. Arbeitnehmer wegen einer psychischen Erkrankung im Job. Ausgehend von den Daten der DAK-Gesundheit waren damit hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen betroffen. Seit 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage, die von Depressionen oder Anpassungsstörungen verursacht werden, mehr als verdreifacht. Am häufigsten fehlen Arbeitnehmer mit der Diagnose Depression. Fehltage wegen Anpassungsstörungen stiegen in den vergangenen Jahren besonders deutlich an. Das sind zentrale Ergebnisse des Psychoreports 2019 der DAK-Gesundheit.

Bayern kritisiert Spahn-Pläne für Notfallversorgung

Bayern lehnt Teile der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplanten Reform der Notfallversorgung entschieden ab, insbesondere eine mögliche Grundgesetzänderung. "Für die Rettungsdienste sind die Länder und nicht der Bund zuständig", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. "Mit einer Änderung würde unverhältnismäßig in die vorhandenen bewährten Rettungsstrukturen eingegriffen – ohne konkret erkennbare Vorteile für alle Beteiligten." Er sehe dadurch keinen Mehrwert...

Schon rund ein Viertel aller Krankenversicherten kann kostenlos Vivy nutzen

Weitere acht gesetzliche Krankenkassen (GKV) bieten ihren Versicherten die Möglichkeit, die Vivy Gesundheitsassistentin kostenlos zu nutzen: Die BKK Pfalz, BKK Verbund Plus, BKK Freudenberg, SKD BKK BKK EWE, BKK VDN, SBK und die actimonda Krankenkasse. Damit hat nun rund ein Viertel der Krankenversicherten Zugang zu Vivy. Neben der Funktion einer elektronischen Gesundheitsakte, steht Vivy den Nutzern jederzeit als digitale Gesundheitsassistentin zur Seite.

Digitale Versorgung Gesetz: Diabetesbereich Vorreiter mit zertifizierten Apps

Das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soeben auf den Weg gebrachte „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (Digitale Versorgung Gesetz (DVG)) besagt unter anderem, dass Ärzte zukünftig Apps auf Rezept verschreiben können. Menschen mit Diabetes sind in 99,8% der Zeit mit ihrer Krankheits- und Therapiebewältigung auf sich allein gestellt. Daher nutzen viele Betroffene in ihrem Alltagsleben digitale Unterstützung durch spezielle Diabetes-Apps, die zum Beispiel ihre Blutzuckerwerte dokumentieren. Das...

DGU stellt sich Herausforderungen durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran, lässt kaum einen Bereich in Wirtschaft und Gesellschaft unberührt, hat längst auch die Medizin durchdrungen. Dort bieten digitale Technologien, die hinter Begriffen wie künstliche Intelligenz und Deep Machine Learning stehen, inzwischen große Chancen, die jedoch bei zu unkritischem Einsatz auch erhebliche Risiken bergen können. Diesem Spannungsfeld stellt sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) intensiv.

Patienten sollen bestimmte Apps auf Kassenkosten bekommen

Patienten sollen bestimmte Gesundheits-Apps fürs Handy künftig von der Krankenkasse bezahlt bekommen – wenn sie der Arzt verschreibt. Das sieht ein Entwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Kabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht hat. Dabei geht es etwa um Anwendungen, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen. Die Gesetzespläne zielen außerdem darauf, weitere digitale Angebote voranzubringen. So sollen Patienten leichter Arztpraxen finden können, die Videosprechstunden anbieten.

Branche setzt auf Fortschritte bei digitalen Gesundheitsangeboten

Die Digitalwirtschaft setzt auf Fortschritte bei der Einführung neuer Online-Angebote im deutschen Gesundheitswesen. Digitale Technologien böten enorme Chancen, um Patienten eine leistungsfähigere Versorgung und letztlich mehr Lebensqualität zu bieten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands Bitkom, Bernhard Rohleder, der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich könnten sie Ärzte und andere Leistungserbringer entlasten.

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