Donnerstag, 21. Januar 2021
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Arzt

Dezember 2020

Intensivmediziner-Vereinigung: Noch Betten frei, Verlegungen möglich

Intensivmediziner-Vereinigung: Noch Betten frei, Verlegungen möglich
© beerkoff - stock.adobe.com

Trotz einer starken Belastung des Gesundheitssystems in der Pandemie sehen Experten noch Kapazitäten auf den deutschen Intensivstationen. Man stehe derzeit nicht an dem Punkt, Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen, erklärten die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin beim Robert Koch-Institut (RKI) in einer gemeinsamen Stellungnahme am Mittwochabend.

DGIIN: Notaufnahmen an Belastungsgrenze

DGIIN: Notaufnahmen an Belastungsgrenze
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Rund 4.800 Intensivbetten sind aktuell mit COVID-19-Patienten belegt, Tendenz noch immer steigend. Die Lage in den Kliniken und insbesondere in den Notaufnahmen ist sehr angespannt – darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hin. Denn neben den Intensivstationen sind auch die Notaufnahmen durch Pandemie und Personalmangel stark gefordert. Auch sei derzeit keine Abnahme der nicht an COVID-19 erkrankten Notfälle spürbar, wie sie während der ersten Welle im Frühjahr noch zu beobachten gewesen sei. Aus...

Intensivmediziner fordern sofortigen Lockdown in allen Bundesländern

Intensivmediziner fordern sofortigen Lockdown in allen Bundesländern
© leszekglasner - stock.adobe.com

Die deutschen Intensivmediziner appellieren an die Politik, unverzüglich zu handeln! Jeder weitere Tag ohne durchgreifende und nachhaltige Lockdown-Maßnahmen koste Menschenleben, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Prof. Uwe Janssens. 30.000 Neuinfektionen am Tag. 600 Corona-Tote täglich. Dazu das Wissen, dass selbst ein sofortiger Lockdown die Zahlen erst in zwei bis drei Wochen deutlich sinken lasse – „Ein Zögern und Warten auf Weihnachten ist schier...

Beatmung bei Corona-Erkrankung kann jeden treffen

Beatmung bei Corona-Erkrankung kann jeden treffen
© Halfpoint - stock.adobe.com

Angeschlossen an Schläuchen und Beatmungsgerät, rund um die Uhr versorgt von medizinischem Fachpersonal, abgeschirmt von Angehörigen und Freunden – wenn Menschen schwerwiegend an Corona erkranken, ist eine intensivmedizinische Behandlung oft unumgänglich. Laut Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse mussten vor allem in den Monaten April bis Juni vermehrt Corona-Patienten auf Intensivstationen beatmet werden.

Hartmannbund fordert angemessenen Umgang mit Weiterbildungsinhalten ohne Qualitätsverluste

Die Arbeitskreise IV (Ärztliche Weiterbildung) und V (Assistenzärzte) des Hartmannbundes zeigen sich besorgt über die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Facharztweiterbildung. „Durch Quarantänebeschränkungen könnten Ausfallzeiten entstehen, die durch §4 Abs. 4 der Weiterbildungsordnung nicht abgedeckt werden“, ist Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreis IV, überzeugt. Diese Unterbrechungen müssten den Ärztinnen und Ärzten unbedingt als Weiterbildungszeit anerkannt werden.

Nationale Gesundheitsreserve soll Knappheit von Medizingütern künftig verhindern

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will der Bund an 19 Standorten in Deutschland eine Nationale Gesundheitsreserve mit wichtigem Material wie Schutzmasken aufbauen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Diese Pandemie lehrt uns, dass wir mehr vorsorgen müssen.“ Wie das Corona-Kabinett der Bundesregierung beschloss, soll die Reserve bis Ende 2021 vor allem mit bereits beschafften Masken gefüllt werden, danach mit Material aus inländischer Produktion. Ständig vorgehalten werden soll der Bedarf des Gesundheitswesens und des Bundes für einen Monat.

Corona-Schnelltests können künftig stärker zum Einsatz kommen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie können künftig mehr Schnelltests zum Einsatz kommen – in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen etwa auch in Schulen. Das sieht eine neue Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die an diesem Mittwoch in Kraft treten soll. Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten im Ausland sind dagegen Corona-Tests nach der Einreise bald nicht mehr kostenlos – diese Möglichkeit soll am 15. Dezember enden, wie die Deutsche Presse-Agentur vom Ministerium erfuhr.

November 2020

Zi untersucht Tools zum digitalen Monitoring ambulanter Infektpatienten

„Wie kann ich meine Infektpatienten effektiv und zeitsparend in deren häuslichem Umfeld betreuen?“ Vor dieser Frage stehen in diesen Tagen viele Arztpraxen, die in der COVID-19-Pandemie Infektpatienten von den übrigen Patienten strikt trennen. Digitale Monitoring-Systeme können hier helfen: Patientinnen und Patienten dokumentieren regelmäßig ihre Symptome, das behandelnde ärztliche Personal erhält einen schnellen Überblick, um in Einzelfällen rasch weitere Entscheidungen treffen zu können. Welches System gegenüber der...

Spahn: Krankschreibung dauerhaft ausschließlich per Videosprechstunde

Beschäftigte sollen dauerhaft die Möglichkeit bekommen, sich in bestimmten Fällen ausschließlich per Videosprechstunde krankschreiben zu lassen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Demnach sollen erstmalige Krankschreibung und Verlängerung auf digitalem Weg auch dann möglich sein, wenn es keinerlei persönlichen Kontakt zwischen Patient und Arzt gibt.

Krankenhäuser auf dem Land sind oft schwer erreichbar

Notfallpatienten auf dem Land haben oft einen weiten Weg zurückzulegen bis zum nächsten Krankenhaus. Darauf weist das Bundeslandwirtschaftsministerium in seinem "Dritten Bericht der Bundesregierung zur Entwicklung der ländlichen Räume" hin, den das Kabinett am Mittwoch verabschieden soll. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Heimatminister Horst Seehofer (CSU) wollen das Papier gemeinsam vorstellen. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

Freie Ärzteschaft fordert Aufklärung der Bevölkerung über begrenzte Ressourcen

Die Freie Ärzteschaft fordert das Bundesgesundheitsministerium und die Krankenkassen auf, die Bevölkerung sachgerecht zu informieren. „Coronatests und Impfungen gegen Grippe sowie gegen Pneumokokken stehen nicht für jedermann und für jeden Anlass unbegrenzt zur Verfügung. Die Ressourcen sind begrenzt – das müssen die Menschen in Deutschland wissen“, sagte FÄ-Bundesvorsitzender Wieland Dietrich am Mittwoch in Essen. Jetzt gelte es, klar zu kommunizieren, dass Ärztinnen und Ärzte diese Mittel – soweit überhaupt...

Sicherheit der Arzneimittel weiter verbessern und Nebenwirkungen melden

Weltweit fordern Arzneimittelbehörden in der gemeinsamen Kampagne zur „MedSafetyWeek“ dazu auf, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen von Medikamenten über die behördlichen Meldewege mitzuteilen. Dabei kommt es auf jede einzelne Meldung an, um die Sicherheit von Arzneimitteln zu erhöhen – so lautet die Kernbotschaft der diesjährigen Kampagne. Alle, die Arzneimittel einnehmen, deren Angehörige sowie medizinisches Fachpersonal sollen sensibilisiert werden, wie wichtig die behördliche Erfassung von vermuteten Nebenwirkungen ist. In...

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Russland strebt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff Sputnik V an
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