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Medizin

26. Juli 2016 Wirksamkeit und Kosteneffektivität in der Behandlung der Schuppenflechte mit subkutanem Methotrexat steigern

Der Praxisalltag zeigt, dass ein konsequenter Einsatz von Methotrexat (MTX) in der systemischen medikamentösen Behandlung der Psoriasis mit einer raschen und lang anhaltenden Wirkung, einem günstigen Sicherheitsprofil und der Senkung von kardiovaskulären Risiken belohnt wird. Auch wird das Nebenwirkungsrisiko von Methotrexat für Lunge, Leber und bei Schwangerschaftswunsch in jüngeren Publikationen geringer eingeschätzt als bislang diskutiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Methotrexat das weltweit am häufigsten zur Therapie der Schuppenflechte eingesetzte Systemtherapeutikum ist.

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Darüber hinaus belegen ökonomische Studien die überlegene Kosteneffektivität von MTX in der systemischen Psoriasis-Behandlung. Unter Berücksichtigung der Anzahl notwendiger Behandlungen zur Erreichung des PASI 75 erzielt Methotrexat die günstigsten Behandlungskosten.

METOP: Psoriasis-Studie mit subkutanem Methotrexat

In der europäischen 52-wöchigen Phase-III-Studie METOP (Methotrexate optimized treatment schedule in patients with Psoriasis) wurde erstmals die subkutane Methotrexat-Gabe gegen Placebo geprüft. 120 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erhielten eine wöchentliche MTX-Startdosis von 17,5 mg subkutan mit einer metex® Fertigspritze, die in Woche 8 bei unzureichendem Ansprechen auf 22,5 mg gesteigert wurde. Ein Wechsel der Placebo-Gruppe auf Methotrexat erfolgte in Woche 16.

In Woche 16 hatten 41 vs. 10% der Patienten ein PASI 75-Ansprechen erzielt. Nach einem Jahr wiesen 45% ein PASI 75-Ansprechen auf.

Ein PASI 90-Ansprechen in Woche 16 erzielten 18 vs. 0% der Patienten. Nach einem Jahr steigerte sich das PASI 90-Ansprechen mit der metex® Fertigspritze auf 28 Prozent in beiden Armen.

Mit der METOP-Studie wurde erstmals die Wirksamkeit von subkutan verabreichtem Methotrexat für die Therapie der Psoriasis untersucht. Dabei haben die Dosierungen 17,5 mg und 22,5 mg als MTX s.c. Vorteile in der Langzeittherapie zeigen können, die mit einem sehr guten Nutzen-Risiko-Profil einhergehen. Ferner wurden mit der Studie generell auch neue Erkenntnisse zum Wirkmechanismus von Methotrexat bei Psoriasis wie beispielsweise inhibitorische Effekte auf den Entzündungsweg Th1/Th17 gewonnen.

Subkutanes Methotrexat wirksamer als orales Methotrexat

Im Rahmen der CHAMPION-Studie konnte belegt werden, dass auch orales Methotrexat in der Behandlung von Psoriasis-Patienten wirksam und sicher ist sowie ein Zusammenhang zwischen MTX-Dosierung und klinischer Antwort besteht. Dermatologische Empfehlungen und Leitlinien diskutieren jedoch zunehmend die Gabe von subkutanem Methotrexat aufgrund der besseren biologischen Verfügbarkeit, besseren Wirksamkeit sowie besseren Verträglichkeit. Die Ergebnisse der Langzeitwirksamkeit nach 52 Wochen in der METOP-Studie mit der metex® Fertigspritze unterstützen diese Position mit einem PASI 75-Ansprechen von 45,1% der Patienten.

Quelle: medac


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