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Beiträge zum Thema: Leitlinien

10. Oktober 2018

Mikrobiom-Modulation bei Darmerkrankungen

Über neue Wege bei der Therapie von Darmerkrankungen referierten international renommierte Experten aus interdisziplinärer Forschung, Klinik und Praxis im Rahmen des Symposiums der Microbiotica GmbH auf der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)*. Dabei klar im Vordergrund: Das Darmmikrobiom und seine Rolle bei gastrointestinalen Erkrankungen, wie dem Reizdarmsyndrom (RDS), der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit (SUD), Clostridium difficile-Infektionen (CDI) sowie Colitis ulcerosa (CU) und Pouchitis. Die gezielte Modulation des Mikrobioms durch eine Behandlung mit spezifischen, Evidenz-basierten Bakterienstämmen gilt als vielversprechender Therapieansatz, denn ein intaktes Darmmikrobiom schützt gegen die Ansiedlung pathogener Keime und trägt damit erheblich zur Aufrechterhaltung der Darmbarriere und Funktionalität des Immunsystems bei (1-4). Darüber hinaus können die stammspezifischen funktionellen Eigenschaften, wie die Anregung der Mukosaproduktion oder Hemmung von Entzündungsreaktionen der Darmschleimhaut, direkten Einfluss auf die jeweils vorherrschende Pathophysiologie nehmen. Die wachsende Bedeutung der Darm-Mikrobiota zeigt sich in der exponentiell ansteigenden Zahl experimenteller und klinischer Publikationen. Mit ihnen steigt auch das Evidenzlevel für die Behandlung mit Mikrobiotika, die bereits vermehrt als wirksame Therapieoption Einzug in die unterschiedlichen Leitlinien finden.

04. Oktober 2018

Kardiovaskuläres Risikomanagement: Herausforderung und Chance für die Therapie des Typ 2 Diabetes

Herz-Kreislauf Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen bei Typ 2 Diabetes (1,2). Trotz der hohen Prävalenz von arteriosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ASCVD) bei Menschen mit Typ 2 Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko werden aber bisher kaum Antidiabetika mit bestätigtem kardiovaskulärem Nutzen eingesetzt (3). Dies zeigen Daten, die anlässlich der 54. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Berlin präsentiert wurden. Mit Liraglutid (Victoza®) steht als derzeit einzigem GLP-1 Rezeptor-Agonist (RA) eine Therapieoption zur Verfügung, die den Stoffwechsel effektiv kontrollieren sowie nachweislich das kardiovaskuläre Risiko bei Menschen mit Typ 2 Diabetes und hohem kardiovaskulärem Risiko senken kann (4). Warum ein frühzeitiges und effektives kardiovaskuläres Risikomanagement die Prognose des Typ 2 Diabetes günstig beeinflussen kann und welche Rolle die Aufklärung des Patienten spielt, erläuterten der Diabetologe Prof. Dr. Werner Kern, Endokrinologikum Ulm, und der Dipl.-Psychologe Prof. Dr. Bernhard Kulzer, Diabeteszentrum Bad Mergentheim, anlässlich einer Pressekonferenza.

Schweres Asthma: Auch intermittierende Behandlung mit oralen Steroiden verursacht die typischen Nebenwirkungen

Über Jahrzehnte sind Patienten mit schwerem Asthma dauerhaft mit oralen Steroiden (OCS) behandelt worden, weil es keine Alternativen gab – die bekannten Nebenwirkungen mussten in Kauf genommen werden. Prof. David Price, Singapur, hat in einer aktuellen Untersuchung die langfristigen Nebenwirkungen von OCS bei Asthma-Patienten genauer unter die Lupe genommen: Wie eine Auswertung von britischen Datenbanken ergab, führte nicht nur eine dauerhafte Einnahme zu den erwartbaren Nebenwirkungen, sondern sie traten bereits bei intermittierender Anwendung zuverlässig auf. Vielleicht nicht überraschend: Gegenüber Asthma-Patienten, die keine Steroide einnahmen, waren Patienten mit Steroiden auch häufiger beim Hausarzt oder bei Fachärzten in Behandlung, bekamen häufiger Medikamente verschrieben und wurden häufiger ins Krankenhaus eingewiesen.

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COPD – diese vier Buchstaben stehen für eine chronische Lungenkrankheit (chronic obstructive pulmonary disease). Sie stehen gleichzeitig auch für die weltweite Nummer Drei unter den Todesursachen. Bei 90 Prozent aller Fälle hierzulande ist die Hauptursache ziemlich klar bestimmt: das Rauchen. Zum Welt-COPD-Tag am 15. November weist Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Abteilung für Pneumologie am UKL, auf unangenehme Wahrheiten rund um diese Krankheit hin: "COPD verkürzt die Lebenserwartung. Es ist nicht heilbar."