Montag, 27. Januar 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Leitlinien

Januar 2020

Cystische Fibrose: Frühzeitiger Einsatz von CFTR-Modulatoren verbessert Krankheitsverlauf

Cystische Fibrose: Frühzeitiger Einsatz von CFTR-Modulatoren verbessert Krankheitsverlauf
© nerthuz / Fotolia.com

Die Cystische Fibrose (CF) ist eine fortschreitende Multiorganerkrankung, deren erste Symptome direkt nach Geburt auftreten können (1). Bereits im 1. Lebensjahr werden die meisten Patienten Pankreas-insuffizient, respiratorische Symptome sowie strukturelle Lungenveränderungen können bereits ab dem Säuglings- und Kleinkindalter auftreten (2). Eine frühe Diagnose, Behandlung und langfristig hohe Therapietreue verbessern den Krankheitsverlauf deutlich, wie führende Experten im Rahmen eines Satelliten-Symposiums von Vertex Deutschland anlässlich der...

HIV: Langanhaltende Wirksamkeit von Doravirin

HIV: Langanhaltende Wirksamkeit von Doravirin
© psdesign1 / Fotolia.com

Der NNRTI* Doravirin (DOR) ist sowohl als Einzeltablette (Pifeltro®) in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten als auch als Fixdosiskombination (Delstrigo®) zusammen in einer Tablette mit den beiden NRTIs** Tenofovirdisoproxilfumarat und Lamivudin (DOR/TDF/3TC) zur HIV-Behandlung zugelassen (1, 2). Basis der Zulassung waren unter anderem auch die 48-Wochen-Daten der Phase-III-Studie DRIVE-FORWARD, in der bei therapienaiven HIV-Patienten die Wirksamkeit und Verträglichkeit von DOR mit dem Ritonavir-geboosterten PI*** Darunavir (DRV/r)...

Chronischer Husten: Aktualisierte Leitlinie

Chronischer Husten: Aktualisierte Leitlinie
© fotoliaxrender / Fotolia.com

Die neuen Empfehlungen der European Respiratory Society (ERS) zur Diagnose und Therapie des chronischen Hustens benennen diesen erstmals als eigene Krankheitsentität (1). Die Publikation erfolgte etwa ein halbes Jahr nach der im Frühjahr 2019 veröffentlichten nationalen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) (2). Beide Leitlinien stimmen in wesentlichen Aspekten der Klassifikation und Diagnose des chronischen Hustens überein.

Dezember 2019

Schmerz: Aktualisierte Leitlinien

Schmerz: Aktualisierte Leitlinien
© Alexander Raths / Fotolia.com

In „Speed“-Vorträgen von jeweils 15 Minuten präsentierten die Autoren von 4 DGS-PraxisLeitlinien beim diesjährigen Innovationsforum Schmerzmedizin der DGS in Berlin wichtige Eckpunkte der Leitlinien zu opioidinduzierter Obstipation, Fibromyalgie-Syndrom, epiduraler Rückenmarksstimulation und Tumorschmerz. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) hat bereits 2013 die ersten PraxisLeitlinien entwickelt, um Therapeuten eine Hilfestellung in der Versorgung von Schmerzpatienten zu bieten. Seitdem sind weitere hinzugekommen. Im Vergleich zu...

Migräne: Ergänzung der S1-Leitlinie

Migräne: Ergänzung der S1-Leitlinie
© JohanSwanepoel / Fotolia.com

Monoklonale Antikörper gegen den CGRP-Rezeptor (Erenumab) oder gegen CGRP (Eptinezumab, Fremanezumab, Galcanezumab) sind neue, wirksame Substanzen zur Prophylaxe von Migräneanfällen, die das Therapiespektrum sinnvoll erweitern. Doch die Medizin unterliegt auch dem Wirtschaftlichkeitsgebot, weshalb die Verschreibung dieser relativ teuren Präparate nur bei Patienten erfolgen sollte, bei denen herkömmliche Migränemedikamente keine Wirkung zeigen oder kontraindiziert sind. DGN und DMKG haben nun gemeinsam eine Leitlinienergänzung (1) zum Einsatz der...

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Der Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib (Xeljanz®) hat Einzug in die aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa (CU) der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten) gehalten. Demnach wird Tofacitinib – als zusätzliche verfügbare Therapie gleichberechtigt neben den Biologika – für CU-Patienten mit steroidrefraktärem und steroidabhängigem Erkrankungsverlauf, bei nicht-ausreichendem Ansprechen auf Thiopurine sowie bei primärem oder sekundärem Therapieversagen unter...

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis
© Monkey Business / Fotolia.com

Die Einführung von TNF-Inhibitoren und weiterer Biologika brachte große Fortschritte in der Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Biologika führten zu einer Neudefinition der Therapieziele und sind heute etablierter Bestandteil einer leitliniengereichten Versorgung in der Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie. Zunehmend verfügbare kostengünstigere Biosimilars ermöglichen mehr Patienten, von diesen hoch wirksamen Therapieoptionen zu profitieren. Auf einer Presseveranstaltung im Rahmen des interdisziplinären Biogen...

Myokardinfarkt: Reduktion des kardiovaskulären Risikos unter Evolocumab

Myokardinfarkt: Reduktion des kardiovaskulären Risikos unter Evolocumab
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Amgen hat die Ergebnisse einer neuen Subgruppen-Analyse der Repatha® Outcome-Studie (FOURIER) bekanntgegeben. In dieser Analyse wurde die Wirkung von Evolocumab bei Patienten, die einen kürzlich vorangegangenen Myokardinfarkt (MI) erlitten hatten, untersucht. Die Analyse zeigte, dass Patienten mit vorangegangenem, weniger als ein Jahr zurückliegendem MI, die mit Evolocumab behandelt wurden, ein deutlich geringeres Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse aufwiesen – verglichen mit Patienten, die länger als ein Jahr nach Auftreten des MI...

Typ-2-Diabetes: Aktualisierte Leitlinie empfiehlt Liraglutid

Dass kardiovaskuläre Begleiterkrankungen eine immer wichtigere Rolle bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes einnehmen, untermauern die aktualisierten Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC), die beim diesjährigen ESC-Kongress in Paris vorgestellt wurden. Die in Kooperation mit der European Association for the Study of Diabetes (EASD) entwickelten Leitlinien stellen Antidiabetika mit erwiesener kardiovaskulärer Risikoreduktion ins Zentrum der Therapie bei Typ-2-Diabetes (1). Danach sollte unabhängig von der bestehenden Medikation bei Patienten mit...

Verzichtserklärung der Zulassung: Roferon-A läuft aus

Aufgrund veränderter klinischer Praxis wird Roche Roferon®-A (Interferon alfa-2a) weltweit vom Markt nehmen. Das Arzneimittel hat in den vergangenen 30 Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Behandlungsstandards bei Virusinfektionen und verschiedenen Krebsarten geleistet. Inzwischen sind erwartungsgemäß wirksamere Medikamente verfügbar, die neue Therapiestandards setzen. Zudem ist der Einsatz von Roferon®-A zur Behandlung verschiedener zugelassener Indikationen nicht mehr durch die medizinischen Leitlinien gestützt.

Mukoviszidose-Tagung zu Strukturen der palliativen Versorgung und personalisierter Medizin

Mukoviszidose-Tagung zu Strukturen der palliativen Versorgung und personalisierter Medizin
© kasto - stock.adobe.com

Zugänge und Strukturen der palliativen Versorgung in Deutschland, Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF) in der digitalen Welt und die neuesten Ansätze der personalisierten Medizin – diese und viele weitere Themen diskutierten rund 800 Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Pflegekräfte, Psychosoziale Fachkräfte, Rehabilitations-Spezialisten und alle weiteren an der Behandlung von Mukoviszidose-Patienten beteiligten Berufsgruppen auf der 22. Deutschen Mukoviszidose Tagung (DMT) in Würzburg.

Neue Leitlinienempfehlung: ESVM empfiehlt Rivaroxaban in vaskulärer Dosis + ASS für Patienten mit pAVK

Neue Leitlinienempfehlung: ESVM empfiehlt Rivaroxaban in vaskulärer Dosis + ASS für Patienten mit pAVK
© Tatiana Shepeleva - stock.adobe.com

Die Europäische Gesellschaft für Gefäßmedizin (ESVM) empfiehlt in ihren aktuellen Leitlinien (1), dass bei erwachsenen Patienten mit symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) ohne hohes Blutungsrisiko oder andere Kontraindikationen die duale antithrombotische Therapie mit Rivaroxaban (Xarelto®) in vaskulärer Dosis (2,5 mg 2x tägl.) + 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS) 1x tägl. erwogen werden sollte.

November 2019

Kardiovaskuläres Risiko bei Typ-2-Diabetes: Aktuelle Leitlinienempfehlungen aus Diabetologie und Kardiologie

Kardiovaskuläre Ereignisse sind weltweit die Hauptursache für Todesfälle und Behinderung bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (1). Daher ist es wichtig, zusätzlich zu HbA1c-Wert und Gewicht auch die kardiovaskulären Risikofaktoren zu senken. Die zentrale Bedeutung einer zielgerichteten kardiovaskulären Risikoreduktion machen auch aktuelle Leitlinienempfehlungen aus der Diabetologie (2) und Kardiologie (3) sowie Konsensuspapiere (4) deutlich. GLP-1 Rezeptoragonisten (RA) wie Liraglutid und Semaglutid bieten eine Therapieoption, die an allen 3...

CED: Leitliniengerecht therapieren

Bis zu 80% der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) weisen einen Eisenmangel und etwa ein Drittel eine Anämie auf (1). Für die Patienten kann dies eine erhebliche Erhöhung des Leidensdrucks und eine Einbuße an Lebensqualität bedeuten (2, 3). Aktuelle Leitlinien raten, CED-Patienten regelmäßig auf das Vorliegen eines Eisenmangels (4, 5) und einer Anämie (2, 4, 5) hin zu untersuchen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Bestimmung der Transferrinsättigung (TSAT) (2).  Zur Eisensubstitution bei CED-Patienten...

Typ-2-Diabetes: Einfacher Patient – aber nur scheinbar

"Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und einem ansonsten nicht weiter dramatischen Krankheitsprofil wird das kardiovaskuläre Risiko leicht unterschätzt", meint der Diabetologe Dr. med. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn. Auf einem Symposium während der Herbsttagung der Diabetologen in Leipzig erklärte er anhand einer Kasuistik, wie sich das – initial doch beträchtliche – kardiovaskuläre Risiko eines Patienten mit minimalen medikamentösen Umstellungen  erheblich reduzieren lässt.

Weniger Folgeschlaganfälle durch intensivere LDL-Cholesterinsenkung

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© psdesign1 - stock.adobe.com

Schlaganfallpatienten profitieren von einer Senkung des LDL-Cholesterins auf unter 70 mg/dl, wie eine Studie zeigt (1). Da fast jeder fünfte Schlaganfallpatient binnen 5 Jahren mit einem Folgeschlaganfall rechnen muss, ist jede wirksame Maßnahme zur Risikoreduktion willkommen. Doch wie tief soll man senken, „the lower, the better?“ – Nicht wirklich, denn letztlich fehlen Daten, welcher LDL-Cholesterin-Zielkorridor nach Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) optimal ist.

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Klassische Laxanzien oft unzureichend

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Opioid-induzierte Obstipation (OIC) kann die Lebensqualität der Patienten und die Schmerzbehandlung beeinträchtigen (1-4). Die Bindung von Opioid-Analgetika an Opioid-Rezeptoren im Gastrointestinaltrakt kann eine Opioid-induzierte gastrointestinale Dysfunktion (OIBD) mit einem breiten Spektrum an Beschwerden verursachen, am häufigsten OIC (5). Aufgrund der speziellen Pathophysiologie der OIC sind klassische Laxanzien oft unzureichend wirksam (3, 6). Auf dem von Hexal anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses am 11.10.2019 veranstalteten Symposiums diskutierten...

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