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SchwerpunktJuli 2019

01. Juli 2019
Seite 2/3

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Schrittweise Steigerung

Die schrittweise Steigerung der Therapie (step-up) beinhaltet die folgenden Therapieoptionen:
 
  • Schritt 1 (bei milder Symptomatik): intranasale oder nicht-sedierende orale H1-Antihistaminika
  • Schritt 2 (bei mittelschwerer bis schwerer Symptomatik und/oder persistierender AR): Intranasale Kortikoide (ggf. in steigender Dosierung)
  • Schritt 3 (weiterhin unkontrollierte Symptome (derzeit oder in der Vergangenheit): Kombination aus einem intranasalen Kortikosteroid und einem intranasalen Antihistaminikum, ggf. andere therapeutische Maßnahmen
  • Schritt 4 (weiterhin unkontrollierte Symptome): Ggf. orale Kortikosteroide (kurzzeitige Gabe), intraokulare Cromone, intraokulare H1-Antihistaminika

Zeitnahe ärztliche Überprüfung des Therapieerfolgs

Ob die Behandlung anschlägt oder ggf. angepasst werden muss, soll zeitnah (1-7 Tage) durch den behandelnden Arzt überprüft werden. In jedem Fall gilt es, die Therapieadhärenz bzw. die korrekte Anwendung/Handhabung der Präparate in die Beurteilung mit einzubeziehen.
Ein step-down kann – nach ein paar Tagen guter/kompletter Symptomkontrolle – erwogen werden. Schritt 3 sollte die bevorzugte Behandlungsoption darstellen, wenn Patienten trotz Monotherapie symptomatisch bleiben oder sich in der Vergangenheit eine Behandlung als unwirksam erwiesen hat.

Es ergeben sich die folgenden Therapiealgorithmen:

 
Abb. 1: Step-up Algorithmus für unbehandelte, symptomatische AR Patienten Für Jugendliche und Erwachsene. Entscheidungsfindung über individuelle VAS-Scores, Symptome und Präferenzen. Anhaltende Augensymptome bedürfen intraokularer Behandlung. VAS: visuelle Analogskala, Anti-H1: H1-Antihistaminika, IN: intranasal, INS: intranasale Kortikosteroide, LTRA: Leukotrien-Rezeptorantagonist, AZE: Azelastin
Abb. 1: Step-up Algorithmus für unbehandelte, symptomatische AR Patienten Für Jugendliche und Erwachsene. Entscheidungsfindung über individuelle VAS-Scores, Symptome und Präferenzen. Anhaltende Augensymptome bedürfen intraokularer Behandlung.


 

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