Donnerstag, 23. Mai 2019
Navigation öffnen

Medizin

Beiträge zum Thema: Kur

April 2019

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund

Medizinische Rehabilitation: Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationshintergrund
© madgooch / Fotolia.com

Obwohl Menschen mit Migrationshintergrund teilweise einen höheren Rehabilitationsbedarf haben, nehmen sie Maßnahmen medizinischer Rehabilitation seltener in Anspruch als Menschen ohne Migrationshintergrund. Diejenigen, die Rehabilitation nutzen, weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung oft schlechtere Rehabilitationsergebnisse auf. Wissenschaftler haben die Ursachen dafür erforscht und sich hierbei vor allem dem Aspekt der Versorgungserwartungen gewidmet. Für diese Arbeit wurden sie mit dem diesjährigen Preis für Rehabilitationsforschung der...

Nuklearmedizin: Neuausrichtung des Faches mit mehr Interdisziplinarität und KI

Nuklearmedizin: Neuausrichtung des Faches mit mehr Interdisziplinarität und KI
© Olivier Le Moal / Fotolia.com

Die Nuklearmedizin ist ein „cooles Fach“: Diese Aussage eines jungen Teilnehmers kann stellvertretend für die angeregten Diskussionen während des ersten Zukunftsworkshops der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin stehen, der am 6. April im Rahmen ihrer Jahrestagung stattgefunden hat. Die rund 300 Teilnehmer beteiligten sich lebhaft bei der Suche nach Lösungen und zukünftigen Zielen im Hinblick auf 4 selbst gewählte Themen, bei denen es zahlreiche inhaltliche Überschneidungen gab: Zukunftsprofil Nuklearmedizin, Interdisziplinarität,...

Medizinalhanf: Fachgesellschaften rufen zu kritischem Umgang auf

Medizinalhanf: Fachgesellschaften rufen zu kritischem Umgang auf
© poylock19 - stock.adobe.com

Medizinische Fachgesellschaften und Fachverbände warnen vor einem unkritischen Einsatz von Cannabis. Auch wenn die Behandlung mit cannabisbasierten Arzneimitteln oder Medizinalhanf bei einzelnen Indikationen sinnvoll ist, betrachtet eine Reihe von Fachgesellschaften und Fachverbänden die Entwicklung seit Verabschiedung des Gesetzes zur „Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ vom März 2017 mit Sorge. Seither können Ärzte aller Fachrichtungen Cannabisblüten, wie auch cannabisbasierte Arzneimittel, verschreiben.

März 2019

Tuberkulose: Die Suche nach neuen Medikamenten geht weiter

Tuberkulose: Die Suche nach neuen Medikamenten geht weiter
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Vor fast 140 Jahren entdeckte Robert Koch den Tuberkulosebazillus. Und doch ist die Tuberkulose noch immer die Infektionskrankheit mit den meisten Todesfällen weltweit, die Behandlung wird durch Resistenzen zunehmend erschwert und ein wirksamer Impfstoff ist noch nicht in der Anwendung. Doch es gibt hoffnungsvolle Ansätze: Genomanalysen, neue Wirkstoffe und Behandlungsschemata sorgen für Fortschritte. Prof. Stefan Niemann vom Forschungszentrum Borstel erläutert die aktuelle Tuberkulose-Forschung.

Analgesie: Beobachtungsstudie zur THC-Cannabiol-Kombination

Auf dem 30. Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt diskutierten Schmerzexperten den seit 2017 gesetzlich zugelassenen Einsatz von Cannabinoiden in der Analgesie. Für den Arzt ist es gegenwärtig äußerst schwierig bei der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Substanzen einen Überblick zu gewinnen. Auf einem von Almirall unterstütztem Symposium diskutierte der Pharmakologe Prof. Dr. med. Beat Lutz, Mainz, 2 wesentliche Präparate, nämlich THC und Cannabiol (CBD). PD Dr. med. Michael A. Überall, Nürnberg, stellte eine...

Myokardinfarkt bei Frauen: Bauchschmerzen können ein Warnzeichen sein

Laut Statistischem Bundesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland nach wie vor die führende Todesursache bei Frauen. Im Jahr 2016 verstarben 185.867 Frauen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, davon 20.539 an einem Myokardinfarkt. „Viele Herzinfarkt-Todesfälle bei Frauen ließen sich vermeiden, würden die Herzinfarkt-Symptome richtig gedeutet – und so wertvolle Zeit gewonnen“, sagt Prof. Dr. med. Christiane Tiefenbacher vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefärztin der Kardiologie am Marien-Hospital Wesel.

Oktober 2018

Daten aus dem Deutschen Hepatitis C-Register belegen Effektivität und Ökonomie aktueller HCV-Therapien

Erkrankungen an Leber, Magen, Darm oder Bauchspeicheldrüse zählen nach Herz-Kreislaufstörungen zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und ihre Sektion Endoskopie richtete gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) Mitte September in München im Rahmen ihrer 73. Jahrestagung den wichtigsten deutschen Fachkongress aus. Der Kongress stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Vision gestaltet Wirklichkeit:...

Mikrobiom-Modulation bei Darmerkrankungen

Über neue Wege bei der Therapie von Darmerkrankungen referierten international renommierte Experten aus interdisziplinärer Forschung, Klinik und Praxis im Rahmen des Symposiums der Microbiotica GmbH auf der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)*. Dabei klar im Vordergrund: Das Darmmikrobiom und seine Rolle bei gastrointestinalen Erkrankungen, wie dem Reizdarmsyndrom (RDS), der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit (SUD), Clostridium difficile-Infektionen (CDI) sowie Colitis ulcerosa...

Still-Syndrom: Frühe Therapie mit Anakinra bietet Aussicht auf Remission

Die Zulassung von Anakinra (Kineret®) zur Behandlung des Still-Syndroms (SJIA und AOSD) eröffnet neue Perspektiven. Dies machten die Vortragenden bei einem Frühstückssymposium der Firma Sobi auf dem 46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Mannheim (1) deutlich. Erstmals ist es jetzt möglich, bei SJIA und AOSD im Label frühzeitig, auch firstline, ein Biologikum einzusetzen. Dabei öffnet der frühe Therapiebeginn ein „window of opportunity“: Erste Langzeitdaten über 3 Jahre zeigen, dass die alleinige...

September 2018

Reden ist Gold! Online-Schulung hilft beim Arzt-Patienten-Gespräch

Reden ist Gold! Online-Schulung hilft beim Arzt-Patienten-Gespräch
© Alexander Raths / Fotolia.com

Eine an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden entwickelte Online-Schulung hilft beim Arzt-Patienten-Gespräch: Das gemeinsam mit europäischen Projektpartnern entstandene Kommunikationstraining ist in mehreren Sprachen frei verfügbar und bietet Ärzten das nötige Wissen für schwierige Gesprächssituationen oder in der Kommunikation mit unterschiedlichen Patientengruppen.

Adipositas: Phase-II-Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Semaglutid

In einer weltweiten Studie haben Forscherinnen und Forscher erstmals die Wirksamkeit von Semaglutid wissenschaftlich untersucht. Mit diesem Medikament lässt sich künftig nicht nur das Gewicht reduzieren, sondern auch der Blutdruck verbessern. Die neuen in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichten Erkenntnisse bedeuten einen großen Fortschritt in der Adipositastherapie. Mitautor ist Prof. Andreas Birkenfeld, Leiter des Studienzentrums Metabolisch-Vaskuläre Medizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus.

COPD-Exazerbationen verhindern oder zielgerichtet behandeln

COPD-Exazerbationen verhindern oder zielgerichtet behandeln
© Alexandr Mitiuc / Fotolia.com

Exazerbationen zu erkennen und wirksam zu behandeln, ist entscheidend bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Denn sie sind nicht nur belastend, sondern stellen einen wesentlichen Prognosefaktor im Verlauf der Erkrankung dar. Darüber waren sich die Referenten beim Chiesi-Symposium im Rahmen der 11. Pneumologischen Praxistage in Berlin einig. Prof. Dr. Adrian Gillissen, Ermstalklinik Bad Urach, verwies darauf, dass jede Exazerbation ein guter Prädiktor für eine weitere sei: „Die Exazerbation ist ein Risikofaktor an sich. Je schwerer und häufiger sie...

Zurück
   

Das könnte Sie auch interessieren

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein
@ Von Schonertagen / Fotolia.com

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter...

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt wird, der ist gerne zur Einnahme eines solchen Arzneimittels bereit. Das sind Ergebnisse einer...

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab

Rund 40 Prozent der Angstpatienten brechen MRT-Untersuchung ab
© Medserena AG

Klaustrophobie hält 15 Prozent der Patienten davon ab, sich trotz starker Schmerzen mittels der Magnetresonanztomografie untersuchen zu lassen. Dies hat für Ärzte, Therapeuten und Krankenkassen kostenintensive Folgen. Am schlimmsten betroffen ist jedoch der Patient selbst: Statt sich einer Diagnose zu stellen, leidet er oftmals monatelang unter starken Schmerzen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Angstpatienten die MRT-Untersuchung akzeptieren, wenn Fachpersonal sie vor und während des Termins persönlich intensiv begleitet und berät. Zudem ist es wichtig, dass...

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.