Mittwoch, 1. April 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Rheuma

März 2020

Schmerztherapie: Cannabinoidbasierte Therapie mit Nabiximols

Schmerztherapie: Cannabinoidbasierte Therapie mit Nabiximols
© poylock19 - stock.adobe.com

„Wenn andere Analgetika nicht ausreichend wirken, sind cannabinoidbasierte Therapien für Patienten mit schweren Schmerzzuständen eine echte Option”, erklärte PD Dr. Michael Überall, Nürnberg, 3 Jahre nach Inkrafttreten des sogenannten „Cannabisgesetzes”. Er gab jedoch zu bedenken, dass sich die verschiedenen Cannabinoide hinsichtlich Studienlage, Wirkstoffgehalt und Kosten deutlich unterscheiden. Am besten untersucht sei laut einer wissenschaftlichen Untersuchung von Hoch et al. aus 2019 das THC:CBD-Oromukosalspray Nabiximols...

Rheuma: Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen ausreichend

Rheuma: Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen ausreichend
© Maridav - stock.adobe.com

COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Atemwegserkrankung, verläuft sehr unterschiedlich: von einer unbemerkten, weil symptomlosen Infektion über moderate Atemprobleme bis hin zu einem tödlichen Lungen- oder Multiorganversagen. Zu den vom Robert Koch Institut (RKI) zusammengestellten Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf zählen ältere Menschen, Raucher, Diabetiker und Personen mit Vorerkrankungen des Herzens, der Lunge oder der Niere. Aber auch Menschen mit aktiven entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und...

Arthrose: Erhöhtes Risiko durch Adipositas erblich

Arthrose: Erhöhtes Risiko durch Adipositas erblich
© psdesign1 / Fotolia.com

Fettleibigkeit gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für eine Arthrose. Neue Untersuchungen an Labormäusen zeigen, dass das Risiko auch in der nächsten Generation erhöht ist, selbst wenn die Nachkommen kein erhöhtes Körpergewicht haben. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Arthritis & Rheumatology veröffentlichten Ergebnisse werfen nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) Fragen zu Krankheitsmechanismen und zukünftigen Vermeidungsstrategien auf.

Adipositas: Metaflammation gefährdet Gesundheit

Adipositas: Metaflammation gefährdet Gesundheit
© Kurhan / Fotolia.com

Überschüssiges Fettgewebe, über das die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland verfügt, ist kein ästhetisches Problem, sondern ein Risiko für die Gesundheit. Die Fettzellen setzen vor allem im Bauchbereich Mediatoren und Hormone frei, die eine schwelende Entzündung hervorrufen, und zwar sowohl lokal als auch systemisch. Wie solche Entzündungsprozesse entstehen, warum sie langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen und welche neuen therapeutischen Ansätze es gibt, ist Thema zahlreicher Symposien auf dem...

Änderung Impfrecht: Ab 1. März dürfen alle Ärzte Schutzimpfungen durchführen

Änderung Impfrecht: Ab 1. März dürfen alle Ärzte Schutzimpfungen durchführen
© Eisenhans / Fotolia.com

Ab dem 1. März 2020 dürfen alle Ärzte Schutzimpfungen durchführen, und das unabhängig von ihrer fachärztlichen Tätigkeit (1). Ziel dieser Gesetzesänderung ist es, jeden Arztbesuch als Impfanlass nutzen zu können, um die Impfquoten zu verbessern. In Deutschland sind die Impfquoten gerade bei Risikogruppen wie Personen mit angeborenem oder erworbenem Immundefekt bzw. Immunsuppression erschreckend gering. Damit mehr Patienten geimpft werden, ist gerade bei immunsupprimierten Patienten eine enge Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten...

Februar 2020

Morbus Still: Bei früher Diagnose gute Behandlungsoptionen mit Biologika

Morbus Still: Bei früher Diagnose gute Behandlungsoptionen mit Biologika
© Brian Jackson / Fotolia.com

Zunächst sind es nur abendliche Fieberschübe und ein entzündeter Rachen, mit denen sich ein Still-Syndrom bemerkbar macht. Auch ein flüchtiger, lachsfarbener Ausschlag ist typisch für die seltene entzündlich-rheumatische Erkrankung, die weniger als einen von 100.000 Menschen betrifft. Weil die Anfangssymptome unspezifisch sind und die Krankheit selten, dauert es oft lange, bis ein Still-Syndrom erkannt wird. Erst wenn im weiteren Verlauf Entzündungen an Hand- und Ellbogen, Sprung- und Kniegelenken auftreten, liegt der Verdacht auf eine rheumatische...

RA: Zulassung für Einmaldosis Tofacitinib

RA: Zulassung für Einmaldosis Tofacitinib
© sebra - stock.adobe.com

Der orale Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib ist ab sofort in Deutschland auch als einmal tägliche Dosis Tofacitinib (Xeljanz® Retardtabletten 11 mg) bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Rheumatoider Arthritis (RA) verfügbar. Durch eine Tofacitinib-Formulierung mit verzögerter Wirkstofffreisetzung reicht bei der Therapie der RA eine einmal tägliche Einnahme von 11 mg aus. Die Wirkung ist mit der von 2x 5 mg täglich vergleichbar. Tofacitinib Retardtabletten 11 mg sind ausschließlich für die RA zugelassen, nicht für die...

RA: Signifikant höhere Ansprechraten unter JAK-Inhibitor Upadacitinib

RA: Signifikant höhere Ansprechraten unter JAK-Inhibitor Upadacitinib
© sebra - stock.adobe.com

Das bisherige Therapiespektrum für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die auf ein oder mehrere DMARDs (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs, krankheitsmodifizierende Antirheumatika) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, wird durch die Zulassung des selektiven und reversiblen Januskinase (JAK)-Inhibitors Upadacitinib (Rinvoq®) um einen zentralen Baustein für eine effektive RA-Therapie erweitert.

Januar 2020

Angeborene Immundefekte: Exzellenzcluster RESIST

Angeborene Immundefekte: Exzellenzcluster RESIST
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Menschen, die mit einem angeborenen Immundefekt zur Welt kommen, können sich nicht ausreichend gegen eindringende Krankheitserreger wehren und sind somit für Infektionskrankheiten besonders anfällig. Die ersten Symptome, hauptsächlich Infektionen, können jederzeit im Laufe eines Lebens auftreten – von der Geburt bis zum späten Erwachsenenalter. Doch wie viele Personen betrifft dies in Deutschland? Welche der rund 200 bekannten Formen eines Immundefektes haben sie? Und wie kann man ihnen besser helfen? Um solche Fragen beantworten zu können, werden...

Rheumatoide Arthritis: Ultraschall für bessere Therapieeffekte

Rheumatoide Arthritis: Ultraschall für bessere Therapieeffekte
© Sharon McCutcheon on Unsplash

Die häufigste rheumatisch-entzündliche Erkrankung ist die Rheumatoide Arthritis, die etwa ein halbes bis ein Prozent der Bevölkerung betrifft. Im Gegensatz zur verbreiteten Arthrose der Fingergelenke ist die Rheumatoide Arthritis nicht auf Abnützungserscheinungen zurückzuführen, sondern auf eine Störung des Immunsystems, das beginnt, körpereigene Strukturen und insbesondere Gelenke anzugreifen. Diese Krankheit betrifft nicht nur alte Menschen, sondern tritt üblicherweise im mittleren Lebensalter auf, manchmal auch bereits bei jungen Erwachsenen...

Rheuma: Salzarme Ernährung empfohlen

Rheuma: Salzarme Ernährung empfohlen
© azurita - stock.adobe.com

Menschen mit Bluthochdruck sollten sparsam mit Salz umgehen – das gilt gerade in den Zeiten, in denen maßvolle Ernährung häufig zu kurz kommt. Aber auch Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis sollten diesen Rat befolgen: Sie leiden häufig an Bluthochdruck und haben im Vergleich zu Blutdruck-Gesunden ein mehr als 4-fach höheres Risiko für Herzerkrankungen. Anlässlich der essensreichen Weihnachtstage weist die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) außerdem darauf hin, dass Studienergebnisse nahelegen, dass Menschen mit...

RA: Ungedeckter therapeutischer Optimierungsbedarf

RA: Ungedeckter therapeutischer Optimierungsbedarf
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Im Rahmen einer Presseveranstaltung nahm die Rheumatologin Prof. Rieke Alten, Berlin, eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis vor. Trotz großer Fortschritte in den vergangenen Jahren bestehe nach wie vor ein bislang nicht gedeckter therapeutischer Optimierungsbedarf. Die Einführung der JAK-Inhibitoren eröffnete diesbezüglich weitere Perspektiven und Behandlungsoptionen.

Dezember 2019

RA: Zulassung für Upadacitinib erteilt

RA: Zulassung für Upadacitinib erteilt
© sebra - stock.adobe.com

Die Europäische Kommission hat Upadacitinib (Rinvoq®) die Zulassung für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis erteilt, die auf ein oder mehrere DMARDs unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Upadacitinib ist ein selektiver und reversibler JAK-Inhibitor in Tablettenform zur einmal täglichen Einnahme, der als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) angewendet werden kann.

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Der Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib (Xeljanz®) hat Einzug in die aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa (CU) der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten) gehalten. Demnach wird Tofacitinib – als zusätzliche verfügbare Therapie gleichberechtigt neben den Biologika – für CU-Patienten mit steroidrefraktärem und steroidabhängigem Erkrankungsverlauf, bei nicht-ausreichendem Ansprechen auf Thiopurine sowie bei primärem oder sekundärem Therapieversagen unter...

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis
© Monkey Business / Fotolia.com

Die Einführung von TNF-Inhibitoren und weiterer Biologika brachte große Fortschritte in der Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Biologika führten zu einer Neudefinition der Therapieziele und sind heute etablierter Bestandteil einer leitliniengereichten Versorgung in der Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie. Zunehmend verfügbare kostengünstigere Biosimilars ermöglichen mehr Patienten, von diesen hoch wirksamen Therapieoptionen zu profitieren. Auf einer Presseveranstaltung im Rahmen des interdisziplinären Biogen...

Psoriasis-Arthritis: Bessere Wirksamkeit von Ixekizumab vs. Adalimumab in Vergleichsstudie bestätigt

Während der Jahrestagung des American College of Rheumatology (ACR) in Atlanta richtete sich ein besonderes Augenmerk auf die Veröffentlichung der 52-Wochendaten der direkten Vergleichsstudie SPIRIT-H2H zwischen dem Interleukin(IL)-17A-Inhibitor Ixekizumab und dem Tumornekrosefaktor(TNF)-α-Inhibitor Adalimumab (1). Die Ergebnisse der bereits auf der diesjährigen Tagung der EULAR präsentierten 24 Wochen-Daten (2) konnten nach 52 Wochen bestätigt werden: So hatten nach 52 Wochen 39% der mit Ixekizumab behandelten Patienten den innovativen kombinierten Endpunkt...

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