Mittwoch, 18. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Rheuma

September 2019

Biologika: Abschlussbericht offenbart bei Rheuma fehlende Direktvergleiche

Der Abschlussbericht zu Biologika bei Rheuma liegt vor und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Evidenzlage zwar deutlich verbessert hat, dass jedoch noch immer Direktvergleiche fehlen. Biologika werden immer noch zu kurz und zu oft gegen Placebos getestet, was Vergleiche untereinander erschwert. Dennoch gibt es, auch dank Zusatzangaben der Hersteller, neue Erkenntnisse. Zudem sind nur wenige Unterschiede zwischen den Wirkstoffen nachweisbar.

Rheumatische Erkrankungen: Keine Unterschiede zwischen Biosimilar und Adalimumab-Originatorpräparat

Seit fast einem Jahr sind Adalimumab-Biosimilars wie Hulio® für die Therapie von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie der rheumatoiden Arthritis, Psoriasis-Arthritis und axialen Spondylarthritis, in Deutschland erhältlich und haben sich in kürzester Zeit am Markt etabliert. Allein in der ersten Jahreshälfte 2019 entfielen 36,3% aller Adalimumab-Verordnungen auf Biosimilar-Produkte (1). Dabei gibt es aus wissenschaftlicher Sicht keine Argumente, die gegen eine kosteneffizientere Biosimilar-Therapie sprechen. „Studien zeigen, weder in...

Polyneuropathien: Das verkannte Sjögren-Syndrom

Kribbeln an den Händen, Taubheitsgefühle in den Füßen, Schmerzen – diese Beschwerden treten auf, wenn die Nerven in Armen und Beinen geschädigt sind. Ursachen solcher Polyneuropathien sind meist Diabetes oder Alkoholismus. Sind Nerven betroffen, die Muskeln steuern, treten Lähmungen an Armen und Beinen auf, die Betroffene langfristig völlig bewegungsunfähig machen können. Prof. Dr. Thomas Skripuletz, Neuroimmunologe an der Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat herausgefunden, dass solche schweren...

JAK-Inhibitor Tofacitinib bei Rheumatoider Arthritis: Langzeiterfahrungen von 9,5 Jahren

Mit insgesamt mehr als 200.000 behandelten Patienten weltweit (1) in allen zugelassenen Indikationen – Rheumatoide Arthritis (RA), Psoriasis-Arthritis (PsA) und Colitis ulcerosa (CU) – hat sich der orale Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib (Xeljanz®) (2) im klinischen Alltag etabliert. Bei der Behandlung der RA liegen mittlerweile Langzeitdaten aus 9,5 Jahren vor, die die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tofacitinib sowohl in der Kombination mit Methotrexat (MTX) als auch in der Monotherapie zeigen (3). Über den Stellenwert von Tofacitinib...

Wie Darmbakterien Autoimmunität anstoßen

Bakterien, die über den Darm in die Leber eindringen, könnten an der Entwicklung einer krankhaften Abwehrreaktion des Immunsystems gegen körpereigene Gewebe beteiligt sein. Ein Auslöser des systemischen Lupus erythematodes (SLE) etwa könnten Darmbakterien sein, die körpereigenen Strukturen ähneln. Für die Forschung an diesen Vorgängen zeichnet die Stiftung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) in diesem Jahr Dr. med. Martin Kriegel mit dem Rudolf-Schoen-Preis aus. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle 2...

Juli 2019

Rheumatoide Arthritis: IL-6-Rezeptor-Inhibitoren zeigen positive Effekte bei den Komorbiditäten Diabetes und Depression

Rheumatoide Arthritis: IL-6-Rezeptor-Inhibitoren zeigen positive Effekte bei den Komorbiditäten Diabetes und Depression
© Kenishirotie - stock.adobe.com

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) mit Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptor-Inhibitoren wie Sarilumab (Kevzara®) könnte sich positiv auf häufige Komorbiditäten der RA wie Diabetes mellitus und depressive Symptome auswirken. Darauf verwies Prof. Dr. Andrea Rubbert-Roth, St. Gallen/Schweiz, auf einer Veranstaltung von Sanofi Genzyme am Rande des European Congress of Rheumatology (EULAR) in Madrid.

RA/Riesenzellarteriitis: Glukokortikoid-Einsparung und verbesserter Knochenstoffwechsel unter Tocilizumab

RA/Riesenzellarteriitis: Glukokortikoid-Einsparung und verbesserter Knochenstoffwechsel unter Tocilizumab
© newartgraphics / Fotolia.com

Eine Biomarkeranalyse auf Basis der SEMIRA-Studie zeigt, dass bei Tocilizumab-Patienten, die Glukokortikoide vollständig abgesetzt haben, sowohl die Marker für Knochenaufbau erhöht als auch die Marker für Knorpelabbau nach 24 Wochen reduziert waren (1). Die Daten der 2-jährigen Verlängerungsphase der GiACTA-Studie bestätigen auch bei Patienten mit Riesenzellarteriitis (RZA) den anhaltenden Glukokortikoid-einsparenden Effekt von Tocilizumab bei gleichzeitig guter Langzeitwirksamkeit und -sicherheit (2).

Psoriasis-Arthritis: IL-12/23-Inhibition zeigt langanhaltende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit

Psoriasis-Arthritis: IL-12/23-Inhibition zeigt langanhaltende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit
© psdesign1 - stock.adobe.com

Auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR)wurden neue Daten der prospektiven, nicht-interventionellen, multizentrischen Beobachtungsstudie SUSTAIN zu Ustekinumab bei Psoriasis-Arthritis (PsA) vorgestellt. Die Ergebnisse weisen auf eine schnelle und langanhaltende Wirksamkeit von Ustekinumab bei Patienten mit aktiver PsA unter Praxisbedingungen hin. Zudem gibt es Hinweise auf eine gleichzeitig sehr gute Verträglichkeit. Die Gelenksymptomatik verbesserte sich bis Woche 112 deutlich. Des Weiteren bewerteten etwa 90% der Patienten und deren...

Juni 2019

Rheumatoide Arthritis: DNA anfälliger für Schäden

Rheumatoide Arthritis: DNA anfälliger für Schäden
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Die Pathogenese der Rheumatoiden Arthritis (RA) ist bislang nicht vollständig geklärt. Eine mögliche Ursache ist eine erhöhte genomische Instabilität und fehlerhafte DNA-Reparatur, die u.a. auch zu einem erhöhten Risiko führt, ein Lymphom zu entwickeln. Wissenschaftler der Universität Lodz, Polen, analysierten in einer Studie die Reparatureffizienz mononuklearer Zellen. Dabei konnten sie bestätigen, dass die DNA von RA-Patienten signifikant anfälliger für Schäden ist als bei gesunden Menschen.

Rheumatoide Arthritis: Methotrexat weiterhin Goldstandard

Rheumatoide Arthritis: Methotrexat weiterhin Goldstandard
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Trotz neuer Therapien und Biologika bleibt Methotrexat (MTX) das bevorzugte Erstlinien-Therapeutikum bei rheumatoider Arthritis (RA) und gilt nach wie vor als Goldstandard. Diese Schlüsselposition spiegelt sich auch in den Leitlinien, inklusive der aktuellen der EULAR und des ACR (2-4), die ausdrücklich die DMARD-Monotherapie gegenüber der Kombinationstherapie empfehlen und  MTX als bevorzugtes Erstlinien-DMARD benennen. Zugleich ist Methotrexat seit langem auch in der Kombinationstherapie etabliert. Die Stellung von MTX als Goldstandard begründet sich in seiner...

Psoriasis-Arthritis: JAK-Inhibitor verbessert Lebensqualität

Psoriasis-Arthritis: JAK-Inhibitor verbessert Lebensqualität
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Seit einem Jahr steht der Januskinase(JAK)-Inhibitor Tofacitinib für die Therapie der Psoriasis-Arthritis (PsA) in Deutschland zur Verfügung. Als erster und einziger JAK-Inhibitor, der in der Europäischen Union für die Behandlung der PsA bei Erwachsenen zugelassen ist, trägt Tofacitinib zu einer besseren Versorgung von PsA-Patienten bei. Untersuchungen zeigen, dass viele Patienten mit PsA keine adäquate Behandlung erhalten oder auf die Behandlung nicht ansprechen und sich bessere therapeutische Optionen wünschen (1,2).  

Mai 2019

Rheumatoide Arthritis: Gentests sagen Erfolgsaussichten der Therapie mit Biologika voraus

Rheumatoide Arthritis: Gentests sagen Erfolgsaussichten der Therapie mit Biologika voraus
© koya979 - stock.adobe.com

Eine frühzeitige Behandlung mit dem Immunblocker Methotrexat kann bei der rheumatoiden Arthritis die Zerstörung der Gelenke nicht immer verhindern. Ob der zusätzliche Einsatz eines modernen Medikaments aus der Gruppe der Biologika sinnvoll ist, könnte in Zukunft durch Gentests ermittelt werden. Dies zeigen neue Studienergebnisse, die jetzt in der Fachzeitschrift „Clinical and Experimental Rheumatology“ vorgestellt wurden, worauf die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) hinweist.

Rheumatoide Arthritis: Studie zu Kombinationstherapie Immunblocker + TNF-Blocker

Rheumatoide Arthritis: Studie zu Kombinationstherapie Immunblocker + TNF-Blocker
© sebra - stock.adobe.com

Eine frühzeitige Behandlung mit dem Immunblocker Methotrexat kann bei der rheumatoiden Arthritis die Zerstörung der Gelenke nicht immer verhindern. Ob der zusätzliche Einsatz eines modernen Medikaments aus der Gruppe der Biologika sinnvoll ist, könnte in Zukunft durch Gentests ermittelt werden. Dies zeigen neue Studienergebnisse, die jetzt in der Fachzeitschrift „Clinical and Experimental Rheumatology“ vorgestellt wurden.  

Psoriasis-Arthritis und rheumatoide Arthritis: Zeitgemäßes Therapiemanagement

Psoriasis-Arthritis und rheumatoide Arthritis: Zeitgemäßes Therapiemanagement
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Gemäß dem Motto „Rheumatologie 4.0 im Praxisalltag“ standen beim diesjährigen Kongress des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) unter anderem die modernen Therapien zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis (PsA) und der rheumatoiden Arthritis (RA) im Fokus. Zielgerichtete Biologika und small molecules ermöglichen heute, dass immer mehr Patienten das Therapieziel Remission erreichen. Die Rolle des Interleukin(IL)-17A-Inhibitors Ixekizumab (Taltz®) und des Janus-kinase(JAK)1- und JAK2-Inhibitors Baricitinib (Olumiant®) bei...

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