Montag, 25. März 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Schmerz

März 2019

Topische Psoriasis: Initial- und Erhaltungstherapie mit Calcipotriol und Bethamethason

Topische Psoriasis: Initial- und Erhaltungstherapie mit Calcipotriol und Bethamethason
© Christine Langer-Pueschel / Fotolia.com

Der Stellenwert der topischen Therapie der leichten Psoriasis vulgaris ist im Praxisalltag unbestritten hoch. Gerne wird sie auch begleitend bei systemisch gut eingestellten Patienten mit schwerer Psoriasis eingesetzt. In einem kürzlich erarbeiteten neuen Behandlungspfad wird initial und zur Erhaltungstherapie die etablierte Fixkombination aus Calcipotriol und Bethametason als Sprühschaum bzw. Gel empfohlen.

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Therapie mit PAMORA

In der neuen Praxisleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) zur Opioid-induzierten Obstipation (OIC) (1) wird eine äußerst relevante Nebenwirkung der Schmerztherapie mit Opioiden thematisiert, unterstreicht der DGS-Präsident Dr. med. Johannes Horlemann, Kevelaer. Der Bedarf an valider Information in dieser Hinsicht sei auch deshalb besonders groß, weil dieser Art von Obstipation nicht mit den üblichen Laxanzien zu begegnen sei. Therapeutisch ist hierbei eine Antagonierung der µ-Opioid-Rezeptoren in der Peripherie indiziert.

Borderline-Persönlichkeitsstörung: Erhöhte Aktivierung spezifischer kortikaler Areale

Angst, Trauer oder Freude – emotionale Hypersensitivität ist ein charakteristisches Merkmal von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ein Forschungsteam der Universität Innsbruck hat in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Ulm gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit Trauer und Verlustsituationen von einer erhöhten Aktivierung spezifischer kortikaler Areale begleitet wird, die dem Spiegelneuronensystem zugewiesen werden.

Analgesie: Beobachtungsstudie zur THC-Cannabiol-Kombination

Auf dem 30. Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt diskutierten Schmerzexperten den seit 2017 gesetzlich zugelassenen Einsatz von Cannabinoiden in der Analgesie. Für den Arzt ist es gegenwärtig äußerst schwierig bei der Vielzahl der auf dem Markt befindlichen Substanzen einen Überblick zu gewinnen. Auf einem von Almirall unterstütztem Symposium diskutierte der Pharmakologe Prof. Dr. med. Beat Lutz, Mainz, 2 wesentliche Präparate, nämlich THC und Cannabiol (CBD). PD Dr. med. Michael A. Überall, Nürnberg, stellte eine...

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Neue Leitlinie für die Praxis

Opioid-induzierte Opstipation (OIC): Neue Leitlinie für die Praxis
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Obwohl die Opioid-­induzierte Obstipation (OIC) eine altbekannte und schwerwiegende Nebenwirkung der Schmerztherapie darstellt, wurde sie bislang nur stiefmütterlich behandelt – mit quälenden Folgen für die Betroffenen. „Mit der PraxisLeitlinie OIC können wir bestehende Wissenslücken füllen und vielen Patienten besser helfen“, erklärte DGS-­Präsident Dr. med. Johannes Horlemann anlässlich einer Themen-­Pressekonferenz beim Deutschen Schmerz-­ und Palliativtag. Die neue PraxisLeitlinie wurde gemeinschaftlich von...

Migräne: Versorgungssituation in Deutschland

Migräne: Versorgungssituation in Deutschland
© ArtemFurman.com / Fotolia.com

Mehr als 50 Millionen Menschen in Europa leiden an Migräne (1), die als ernstzunehmende neurologische Erkrankung immer noch unterdiagnostiziert ist. Aufgrund der stark belastenden Symptome wie Kopfschmerzattacken, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit gehört Migräne zu den häufigsten 3 Gründen für ein Leben mit deutlichen Einschränkungen (2). Die Migräne kann unter bestimmten Konstellationen chronisch werden und daher sollten die Patienten neben einer guten Aufklärung eine adäquate Akuttherapie und eine entsprechende...

Myokardinfarkt bei Frauen: Bauchschmerzen können ein Warnzeichen sein

Laut Statistischem Bundesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland nach wie vor die führende Todesursache bei Frauen. Im Jahr 2016 verstarben 185.867 Frauen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, davon 20.539 an einem Myokardinfarkt. „Viele Herzinfarkt-Todesfälle bei Frauen ließen sich vermeiden, würden die Herzinfarkt-Symptome richtig gedeutet – und so wertvolle Zeit gewonnen“, sagt Prof. Dr. med. Christiane Tiefenbacher vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefärztin der Kardiologie am Marien-Hospital Wesel.

Migräne: Anti-CGRP-Antikörper zur Prophylaxe bei erwachsenen Patienten verfügbar

Migräne: Anti-CGRP-Antikörper zur Prophylaxe bei erwachsenen Patienten verfügbar
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Migräne ist mit einer Prävalenz von 10 bis 15% häufig und schränkt die Betroffenen stark ein. Bisher standen Antidepressiva, Antihypertensiva und Antikonvulsiva für die medikamentöse Prophylaxe zur Verfügung. Jedoch zeigt laut Dr. Astrid Gendolla, Essen, die Erfahrung, dass die Adhärenz mit weniger als 20% der Patienten, die die Medikamente nach einem Jahr noch einnehmen, eklatant schlecht ist. Anlass zur Hoffnung bieten nun die neuen Antikörper. Mit Galcanezumab ist ab sofort der erste Anti-CGRP-Antikörper in Deutschland verfügbar.

Februar 2019

Broken-Heart-Syndrom: Herzinfarktähnliche Symptomatik

Broken-Heart-Syndrom: Herzinfarktähnliche Symptomatik
© Kalinovskiy / Fotolia.com

Die meisten Menschen leiden wahrscheinlich mindestens einmal in ihrem Leben an einem gebrochenen Herzen. Auch wenn es sich dabei manchmal so anfühlt, macht Liebeskummer für gewöhnlich jedoch nicht körperlich krank. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge könnte die Metapher aber tatsächlich einen medizinischen Ursprung haben: Das Broken-Heart-Syndrom, auch Gebrochenes-Herz-Syndrom oder Stress-Kardiomyopathie genannt, bezeichnet eine schwere Funktionsstörung des Herzmuskels.

Januar 2019

Hidradenitis Suppurativa: Schmerzlinderung unter Bermekimab

Hidradenitis Suppurativa (HS) ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die in Körperregionen auftritt, an denen apokrine Schweißdrüsen in größerer Zahl vorkommen. Es bilden sich Knötchen in den betroffenen Bereichen, die progressiv anschwellen, spontan aufbrechen und eitern. Dieser Prozess wiederholt sich und führt zur Bildung von tiefen Fisteltaschen und schmerzhaften Hautabszessen (1,2). Die weltweite Prävalenzrate für HS wird auf bis zu 4% der Bevölkerung geschätzt (2).

Opioide: Tierversuchsstudie zu Toleranzentwicklung

Pharmakologen des Universitätsklinikums Jena konnten durch genetische Veränderungen am Opioid-Rezeptor in Mäusen die Entwicklung einer Toleranz gegen Opioide fast komplett unterdrücken. Die schmerzmindernde Wirkung verbesserte sich sogar und hielt auch bei längerer Gabe an, Nebenwirkungen, wie Atemdepression und Obstipation sowie Abhängigkeits- und Entzugssymptome, blieben jedoch unverändert. Die jetzt in Nature Communications veröffentlichte Studie legt nahe, dass die Toleranzentwicklung von Opioiden über Phosphorylierung und Desensitisierung...

Teilnehmer gesucht: Studie zu chronischen Schmerzen

Teilnehmer gesucht: Studie zu chronischen Schmerzen
© psdesign1 / Fotolia.com

20% der Erwachsenen leiden an chronischen Schmerzen, also an Schmerzen, die über mindestens 3 Monate anhalten. Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit sind dadurch häufig eingeschränkt. Warum Schmerzen chronisch werden, ist bisher wenig erforscht. Um die Mechanismen besser zu verstehen und den Patienten dadurch künftig noch besser helfen zu können, führt das Rückenschmerzzentrum am Universitätsklinikum Essen verschiedene Studien durch. Hierfür werden Studienteilnehmer benötigt.

Migräne: Zulassung für medikamentöse Prophylaxe

Migräne: Zulassung für medikamentöse Prophylaxe
© www.komafoto.de / Fotolia.com

Ende letzten Jahres erhielt Galcanezumab die Zulassung der Europäischen Kommission zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migräne-Tagen pro Monat (1). Verabreicht wird das Medikament als subkutane Injektion (120 mg) mit einem Fertigpen oder einer Fertigspritze. Galcanezumab ist der erste humanisierte monoklonale Antikörper, der spezifisch an das für die Pathogenese der Migräne bedeutsame Calcitonin Gen-Related Peptid (CGRP) bindet und damit seine Aktivität blockiert.

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