Mittwoch, 23. Januar 2019
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Aktuelle Infos für Ärzte

Beiträge zum Thema: Schmerz

23. Oktober 2018

Real-World-Daten zu Tapentadol: Bessere Schmerzreduktion bei frühzeitiger Therapieumstellung

Bei Patienten mit starken Schmerzen sollte schon frühzeitig ein hochwirksames und gut verträgliches Opioid wie Tapentadol eingesetzt werden. Das erhöht die Chance auf eine rasche und anhaltende Schmerzlinderung, wie Real-World-Daten zeigen. Es kommt so außerdem zu einer Schlafnormalisierung und damit insgesamt zu mehr Lebensqualität. Das Nebenwirkungsrisiko ist zugleich geringer als bei konventionellen Opioiden.

Therapie mit CGRP-Antikörpern erweitert Behandlungsspielraum in der Migräne-Prophylaxe

Chronische Kopfschmerzen und Migräne begleiten viele Betroffene seit ihrer Kindheit. Nach Angaben der International Headache Society gibt es über 240 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Eine der wichtigsten Erkrankungen ist die Migräne. Differenzierung, Diagnosestellung und Wahl der passenden Therapie sind somit eine Herausforderung für den behandelnden Arzt. Der medizinische Bedarf an neuen wirksamen Therapien, die vorbeugend bei Migräne eingesetzt werden können, ist hoch – ca. 1% bis 2% der Bevölkerung weltweit sind von täglichen oder nahezu täglichen Migräneattacken betroffen (1,2). Durch die schwere Symptomatik der Migräne ist die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt. Der neue Behandlungsansatz mit monoklonalen Antikörpern, die gegen das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) gerichtet sind, eröffnet neue Perspektiven in der prophylaktischen Therapie. Ca. 40% der Migränepatienten könnten Studien zufolge von einer prophylaktischen Therapie profitieren. Jedoch nur ungefähr 15% der Patienten erhalten derzeit eine Therapie zur Vorbeugung von Migräneattacken (3,4). Diese Problematik stellen die renommierten Kopfschmerzexperten Prof. Dr. Andreas Straube, München, PD Dr. Stefanie Förderreuther, München, Dr. Astrid Gendolla, Essen, und Prof. Dr. Dr. Stefan Evers, Coppenbrügge, im Rahmen des diesjährigen Deutschen Schmerzkongresses (DGSS) in Mannheim bei einem Teva-Symposium im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen und neue Behandlungsstrategien in der Migränetherapie in den Fokus der Diskussion.

17. Oktober 2018

CED: Eisenmangel erhöht den Leidensdruck

Anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Verdauung und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) berichteten und diskutierten Experten über neue Erkenntnisse und praktische Aspekte zur Behandlung von Eisenmangel bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Bis zu 80% der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) weisen einen Eisenmangel und etwa ein Drittel eine Anämie auf (1). Für die Patienten bedeutet dies eine erhebliche Erhöhung des Leidensdrucks und eine Einbuße an Lebensqualität (2,3). Zudem verschlechtern sich die Prognose und Produktivität (3). Um dieser zusätzlichen Patientenbelastung entgegenzuwirken, befürworten aktuelle Leitlinien zur Eisensubstitution bei CED-Patienten mit Eisenmangel(-Anämie) eine i.v. Eisengabe zumindest bei ausgeprägter Krankheitsaktivität (4), Unverträglichkeit von oralem Eisen (2,4,5), Hb-Werten < 10 g/dl (2,4,5) und Bedarf für Erythropoese-stimulierende Agentien (2,4). Umfangreiche Evidenz-basierte Studiendaten zeigen den klinischen Nutzen einer i.v. Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) bei CED-Patienten mit Eisenmangel(-Anämie) (6-9), einschließlich Verbesserungen der Lebensqualität (7,9).

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Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern

Erneut gerieten preiswerte Modeschmuckartikel ins Visier der Überwachungsbehörden. Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im vergangenen Jahr auf die erhöhten Nickelgehalte in den untersuchten Proben hingewiesen hatte, kritisierte das Bundesamt die Funde von Blei und Cadmium oberhalb der geltenden Grenzwerte. BVL-Präsident Helmut Tschiersky stellte dazu fest: „Die Hersteller und Importeure von Modeschmuck müssen eindeutig mehr tun, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.“ Nach mehreren Einzelfunden von preiswertem Modeschmuck mit erhöhten Blei- und Cadmiumgehalten ist die Produktgruppe im Jahr 2015 verstärkt durch die amtliche Überwachung kontrolliert worden. Von den 262 durch die Kontrolleure genommenen Proben wiesen 32 Proben (12 Prozent) Bleiwerte oberhalb des geltenden Höchstgehalts von 500 mg/kg auf. Bei einer untersuchten Kette waren die beiden Karabinerhaken sogar vollständig aus Blei gefertigt. Bei 26 Proben (10 Prozent) überschritt der Cadmiumgehalt den Grenzwert von 100 mg/kg.