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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: organspende

Januar 2020

DGCH: Entscheidung zur Widerspruchslösung ist eine vertane Chance

Am vergangenen Donnerstag hat die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten den Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Einführung der doppelten Widerspruchslösung in der Organspende nach intensiver Debatte abgelehnt – dies, obwohl in der deutschen Bevölkerung in aktuellen Umfragen eine Zustimmungsquote von fast 70% für die Widerspruchslösung erreicht wurde. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) akzeptiert diese Entscheidung, bewertet sie aber gleichwohl als vertane Chance.

DGU bedauert Entscheidung des Bundestages zur Organspende

Der Bundestag hat heute mit einer Änderung des Transplantationsgesetzes die Weichen für die Zukunft der Organspende in Deutschland gestellt: Der Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende wurde mehrheitlich angenommen. In der dritten Lesung stimmten 432 Abgeordnete dafür, 200 dagegen, 37 enthielten sich. Zuvor hatten die Abgeordneten mehrheitlich gegen den konkurrierenden Gesetzentwurf zur Regelung einer doppelten Widerspruchslösung gestimmt. Dieser hatte in der ersten Abstimmungsrunde 292 Zustimmungen erhalten, bei 379 Gegenstimmen.

Organspende: Umfragemehrheit befürwortet Widerspruchslösung

Vor der Bundestagsabstimmung über die Zukunft von Organspenden befürwortet eine Umfragemehrheit, dass künftig jeder nach dem Tod automatisch Organspender ist, sofern er nicht widerspricht. Dem am Donnerstag veröffentlichten neuen ZDF-Politbarometer zufolge sprechen sich 61% der Befragten für den Reformvorschlag einer Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Rund 36% finden die sogenannte Widerspruchslösung demnach nicht gut.

Ärzte werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Vor der Bundestags-Entscheidung zur Zukunft von Organspenden hat die Bundesärztekammer dafür geworben, dass künftig jeder bis auf Widerruf als Spender gelten soll. Die Einführung einer entsprechenden Widerspruchslösung verschaffe mehr als 9.000 Menschen auf den Wartelisten Hoffnung und sende ein starkes Signal der gesellschaftlichen Solidarität, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt am Mittwoch. Dies zwinge niemanden, Organe zu spenden und greife so nicht in das Selbstbestimmungsrecht ein. Diese Lösung nehme Menschen aber in die Pflicht, sich...

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