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Medizin

Beiträge zum Thema: Hypertonie

April 2018

Therapieresistenter Bluthochdruck: Nieren-Denervierung ist sicher und wirksam

Therapieresistenter Bluthochdruck: Nieren-Denervierung ist sicher und wirksam
© tigatelu / Fotolia.com

Die renale Denervierung (RDN) ist eine sichere und wirksame Behandlungsoption für Patienten mit unkontrollierter arterieller Hypertonie und reduziert über einen Beobachtungszeitraum von 3 Jahren signifikant und anhaltend den in der Praxis gemessenen Blutdruck und den ambulanten 24-Stunden-Langzeitblutdruck. Das zeigen Daten aus dem Global SIMPLICITY Register (GRS), die auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim präsentiert wurden.

Angiotensin-Rezeptor-Blocker in der Hypertoniebehandlung wirksam

Angiotensin-Rezeptor-Blocker in der Hypertoniebehandlung wirksam
© Inselspital, Universitätsspital Bern

Bis zu 40% mehr Menschen haben Bluthochdruck, seit die amerikanischen Fachgesellschaften die Kriterien dafür heruntergesetzt haben (neu 130/80 mmHg). Die neuen internationalen Richtlinien empfehlen ACE-Hemmer als Blutdrucksenker. Diese Medikamente sind jedoch mit Nebenwirkungen behaftet: Häufig auftretender chronischer trockener Husten führt dazu, dass Patientinnen und Patienten die Therapie oft abbrechen. In sehr seltenen Fällen kann es zu akuten lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen kommen, einem sogenannten Angioödem. Doch es gibt eine alternative und...

Februar 2018

Mutation im CLCN2-Gen verändert Blutdruckregulation

Vor 25 Jahren wurde bei einer australischen Familie erstmals eine spezielle erbliche Form des Bluthochdrucks beschrieben, deren genetische Ursache bisher unentdeckt blieb. Mittels moderner Sequenzierungsmethoden ist es nun einem internationalen Forscherteam um die BIH Johanna Quandt Professorin Ute Scholl gelungen, bei dieser und sieben weiteren Familien eine neue Genmutation nachzuweisen, die für die Entstehung einer familiären Form von Hyperaldosteronismus verantwortlich ist.

Fatale Folgeereignisse verhindern: Direkt nach Herzinfarkt konsequent LDL senken

Fatale Folgeereignisse verhindern: Direkt nach Herzinfarkt konsequent LDL senken
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Nach einem akuten Myokardinfarkt sind KHK-Patienten einem hohen Risiko für Folgeereignisse ausgesetzt (1). Im ersten Jahr ist die Gefahr eines weiteren Myokardinfarkts besonders hoch: Circa 50% der Folgeinfarkte treten bereits im Folgejahr nach dem Erstinfarkt auf (1). Deshalb ist die sofortige Sekundärprävention zur Vermeidung tödlicher Folgeereignisse bei Infarktpatienten entscheidend. Im Fokus steht dabei die konsequente Senkung des LDL-Cholesterins (2). Eine Kombinationstherapie wie Atorvastatin plus Ezetimib (Tioblis®) kann dabei eine geeignete...

Wie ein mutiertes Gen Bluthochdruck hervorrufen kann

Wie ein mutiertes Gen Bluthochdruck hervorrufen kann
© ag visuell / Fotolia.com

Eine der häufigsten Ursachen der arterielle Hypertonie ist der primäre Hyperaldosteronismus, kurz PA. Dabei produziert die Nebennierenrinde zu große Mengen des Hormons Aldosteron, das eine wichtige Rolle in der Regulierung des Salz- und Wasserhaushalts und des Blutdrucks spielt. Hohe Konzentrationen von Aldosteron bewirken, dass in der Niere vermehrt Natrium und Wasser rückresorbiert werden. Dadurch erhöht sich das Blutvolumen und der Blutdruck steigt an. Der PA wird durch eine Genveränderung ausgelöst, die dazu führt, dass in den Zellen der...

Januar 2018

Biologikum mit neuartigem Wirkmechanismus bei schwerem eosinophilen unzureichend kontrolliertem Asthma

Biologikum mit neuartigem Wirkmechanismus bei schwerem eosinophilen unzureichend kontrolliertem Asthma
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Mit dem Launch des Biologikums Benralizumab (Fasenra®) (1) als Add-on-Erhaltungstherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerem eosinophilen Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus lang wirksamer Beta Agonisten (LABA) unzureichend kontrolliert ist, hat das Pharmaunternehmen AstraZeneca im Januar 2018 sein Portfolio im Atemwegsbereich erweitert. Über den neuartigen Wirkmechanismus des humanisierten afucosylierten (IgG1) monoklonalen Antikörpers, die Ergebnisse der Zulassungsstudien SIROCCO (2), CALIMA (3) und...

Dezember 2017

Single Pill in der Hypertonietherapie steigert Adhärenz

Single Pill in der Hypertonietherapie steigert Adhärenz
© JPC-PROD / Fotolia.com

Aktuelle Daten zeigen, dass fast jeder zweite Bluthochdruckpatient nicht adhärent ist. Die mangelnde Adhärenz ist eine therapeutische Herausforderung sowohl bei der Behandlung der arteriellen Hypertonie als auch bei der Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse. Grund für die geringe Therapietreue ist nicht zuletzt die meist hohe Anzahl an Tabletten, die die Patienten täglich einnehmen müssen. Kombinationspräparate in Form einer einzigen Tablette (Single Pill) können die Adhärenz verbessern. Prof. Dr. Dr. Eva Brand, Münster,...

Riesenzellarteriitis: Verbesserung der Lebensqualität und weniger Fatigue unter Tocilizumab + Glukokortikoide

Riesenzellarteriitis: Verbesserung der Lebensqualität und weniger Fatigue unter Tocilizumab + Glukokortikoide
© Roche & Chugai

Eine kürzlich zugelassene Therapieoption bietet Patienten mit der seltenen, entzündlichen Gefäßerkrankung Riesenzellarteriitis (RZA) neue Perspektiven: Die Therapie mit Tocilizumab (RoACTEMRA®) in Kombination mit Glukokortikoiden (GC) kann die gesundheitsbezogene Lebensqualität von RZA-Patienten gegenüber einer alleinigen Steroidtherapie signifikant steigern (1). Auch die Fatigue-Werte verringerten sich bei RZA-Patienten unter Tocilizumab in Kombination mit GC stärker als unter Steroiden alleine (1). Diese aktuellen Daten der...

Sport ist gut fürs Herz, Bluthochdruck schlecht – Forscher finden Gründe

Sport ist gut fürs Herz, Bluthochdruck schlecht – Forscher finden Gründe
© ARochau / Fotolia.com

Wird das Herz durch Sport belastet, gilt das als gesund. Eine Belastung durch Bluthochdruck jedoch macht es krank. Warum ist das so? Und stimmt das immer? Forscher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und des Universitätsklinikums Heidelberg haben neue Erkenntnisse gewonnen, wonach ein bislang nicht erkannter Signalweg vor Herzschwäche schützt oder diese auslöst – je nach Art der Belastung.

US-Bluthochdruck-Leitlinien: Wie tief soll der Blutdruck in Deutschland gesenkt werden?

US-Bluthochdruck-Leitlinien: Wie tief soll der Blutdruck in Deutschland gesenkt werden?
© JPC-PROD / Fotolia.com

Seit die amerikanische Fachgesellschaft für Kardiologie (AHA) und das American College of Cardiology (ACC) die Grenzwerte für Bluthochdruck neu definiert und von 140/90 mmHg auf 130/80 mmHg herabgesetzt haben (1), stellt sich die Frage, ob wir die neuen Grenzwerte für Bluthochdruck übernehmen müssen. „Bei genauem Hinsehen werden die Unterschiede zwischen den neuen US-Grenzwerten und dem jetzigen Vorgehen in Deutschland geringer. Schon heute sollten Menschen mit einem Blutdruck über 140/90 mmHg medikamentös behandelt werden, wenn eine...

Diabetes und Hypertonie bei betagten Patienten

Diabetiker weisen häufig viele Begleiterkrankungen – wie etwa eine Hypertonie – auf. Weiter erschwerend kommt hinzu, dass an Typ-2-Diabetes erkrankte Menschen oftmals bereits älter sind, evtl. eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und so eine ganze Reihe an medikamentösen Therapieoptionen wegfallen. Dieser Problematik nahmen sich anerkannte Fachärzte auf einem von Berlin Chemie unterstütztem Symposium während der Herbsttagung der Diabetologen und der Hochdruckliga in Mannheim an.

November 2017

Amerikanische Experten legen Zielblutdruckwerte neu fest

Amerikanische Experten legen Zielblutdruckwerte neu fest
© JPC-PROD / Fotolia.com

In Deutschland sind 20 bis 30 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Die American Heart Association (AHA) und das American College of Cardiology Guidelines (ACC) haben jetzt ihre neuen Hypertonie-Leitlinien vorgestellt. Diese klassifizieren nun bereits Blutdruckwerte von 130 bis 139 mmHg systolisch und 80 bis 89 mmHg diastolisch als Hypertonie Grad 1. Ein Grundgedanke der neuen Leitlinie ist es, dass Patienten bei der Diagnose Bluthochdruck künftig ihren Lebensstil frühzeitig anpassen, um ihre Blutdruckwerte zu normalisieren, oder falls das nicht möglich ist, mit...

Die chronisch metabolische Azidose – das unterschätzte Risiko

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion leiden häufig unter einer chronisch metabolischen Azidose (cmA), da die geschädigten Nieren nicht mehr genügend Bicarbonat in den Blutkreislauf abgeben. Die cmA hat nicht nur systemische Auswirkungen, sondern beschleunigt auch den weiteren Funktionsverlust der Nieren und erfordert deshalb eine rechtzeitige Diagnose und Therapie. Nachdem die cmA lange Zeit nicht mehr im wissenschaftlichen Fokus stand, wurde sie durch die bahnbrechende Studie von De Brito-Ashurst in 2009 wieder stärker ins Bewusstsein der Ärzte...

PCSK9-Inhibition – auch bei Diabetes effektiv und sicher

PCSK9-Inhibition – auch bei Diabetes effektiv und sicher
© Dmitry Lobanov / Fotolia.com

Auch im klinischen Alltag lässt sich bei einem Großteil der behandelten Patienten eine rasche LDL-C-Senkung durch eine PCSK9-Inhibition mit Alirocumab (Praluent®) erreichen. Das zeigen aktuelle Real-World-Daten der nicht-interventionellen Studie PEARL (Prospektive Nicht-Interventionelle Studie zur Erfassung der WirksAmkeit und VeRträgLichkeit des PCSK9-Inhibitors PRALUENT) und bestätigen damit die Ergebnisse aus dem ODYSSEY-Studienprogramm im Praxisalltag in Deutschland (1). In einem von kardiovaskulären Begleiterkrankungen und Diabetes...

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