Mittwoch, 18. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Infektionen

September 2019

Colitis ulcerosa: Zulassungserweiterung für rein humanen monoklonalen Antikörper Ustekinumab

Die Europäische Kommission hat den rein humanen monoklonalen Antikörper Ustekinumab (Stelara®) für die Behandlung mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa zugelassen. Diese Zulassungserweiterung schließt jene Patienten ein, die zuvor entweder auf eine konventionelle Therapie oder auf ein Biologikum unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit oder eine Kontraindikation gegen eine entsprechende Behandlung aufweisen. Das Biologikum kann somit direkt nach einer konventionellen Therapie eingesetzt...

JAK-Inhibitor Tofacitinib bei Rheumatoider Arthritis: Langzeiterfahrungen von 9,5 Jahren

Mit insgesamt mehr als 200.000 behandelten Patienten weltweit (1) in allen zugelassenen Indikationen – Rheumatoide Arthritis (RA), Psoriasis-Arthritis (PsA) und Colitis ulcerosa (CU) – hat sich der orale Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib (Xeljanz®) (2) im klinischen Alltag etabliert. Bei der Behandlung der RA liegen mittlerweile Langzeitdaten aus 9,5 Jahren vor, die die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tofacitinib sowohl in der Kombination mit Methotrexat (MTX) als auch in der Monotherapie zeigen (3). Über den Stellenwert von Tofacitinib...

HIV: Umstellung auf Doravirin/3TC/TDF bei supprimierten HIV-1-Patienten vergleichbar mit Fortführung der bisherigen HIV-Therapie

Doravirin ist ein NNRTI, der seit Mitte Januar 2019 in Kombination mit den beiden NRTIs 3TC und TDF als Fixdosiskombination – Delstrigo® – und als Einzeltablette – Pifeltro® – verfügbar ist. Delstrigo® enthält 100 mg Doravirin DOR, 300 mg 3TC und 300 mg TDF. Beide Formulierungen sind zugelassen für die Behandlung HIV-1-infizierter Erwachsener, deren HI-Viren keine Mutationen aufweisen, die bekanntermaßen mit einer Resistenz gegen die Substanzklasse der NNRTI assoziiert sind (1, 2).

Immunsupprimierte jetzt durch Impfungen vor Grippe und Pneumokokkenerkrankungen schützen

Die Grippeimpfung ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die effektivste Methode, um schwerwiegenden Erkrankungen, ausgelöst durch Influenzaviren, vorzubeugen – vor allem bei Patienten mit einem erhöhten Infektionsrisiko (1). Darüber hinaus kommt es bei Grippeerkrankten oft zu bakteriellen Co-Infektionen, am häufigsten durch Streptococcus pneumoniae (2). Patienten mit Immunsuppression sollten daher jedes Jahr eine Grippeimpfung erhalten und zusätzlich einmalig sequenziell gegen Pneumokokken geimpft werden (3).

Juli 2019

Pulmonale arterielle Hypertonie: Patientenbroschüre erleichtert die Aufklärung

Pulmonale arterielle Hypertonie: Patientenbroschüre erleichtert die Aufklärung
© magicmine - stock.adobe.com

Die Diagnose „pulmonale Hypertonie“ kann einem Patienten noch relativ einfach als „erhöhten Blutdruck im Lungengefäßsystem“ erklärt werden. Schwieriger wird es, wenn die Betroffenen über die Hintergründe und die therapeutischen Möglichkeiten einer pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH) oder einer chronisch thromboembolischen Hypertonie (CTEPH) aufgeklärt werden sollen. Hilfestellung hierbei gibt die von MSD erstellte Patientenbroschüre „Wieder im Leben. PAH und CTEPH – Informationen zur Erkrankung und Tipps...

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert

Verantwortliches Toxin für Wachstum von Legionellen identifiziert
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Eine Forschungsgruppe des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat ein neues Toxin in Legionella Bakterien entdeckt. Das Toxin SidJ greift Proteine in menschlichen Zellen an und modifiziert diese zu Proteinkomplexen, welche den Legionellen das Wachstum in menschlichen Zellen erleichtern. Diese neuen Erkenntnisse machen SidJ zu einem idealen Angriffspunkt in der Bekämpfung von durch Legionellen verursachten Pneumonien.

CED: Head-to-Head-Studie bestätigt Überlegenheit von Vedolizumab

CED: Head-to-Head-Studie bestätigt Überlegenheit von Vedolizumab
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

VARSITY, die erste Head-to-Head-Studie mit direktem Vergleich zweier Biologikatherapien im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), lieferte signifikante Ergebnisse: Der α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab zeigte eine überlegene Wirksamkeit gegenüber dem TNFα-Blocker Adalimumab in Woche 52 in Bezug auf klinische Remission und Mukosaheilung bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (1). Auch bei der histologischen Remission ergaben sich für Vedolizumab in Woche 52 signifikant höhere Raten...

Mukoviszidose: Neue Forschungsgruppe zur Makrophagen-Transplantation

Mukoviszidose: Neue Forschungsgruppe zur Makrophagen-Transplantation
© tonaquatic - stock.adobe.com

Der Mukoviszidose e.V. mit Sitz in Bonn hat ein neues Forschungsprojekt in die Förderung aufgenommen. Das Projekt der Arbeitsgruppe um Dr. med. vet. Antje Munder, Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Makrophagen-Transplantation für die Therapie der Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF). Es wird mit 199.570 Euro über 3 Jahre gefördert.

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln

Komplikationen der Endoprothetik: Ursachen für Infektionen erkennen und rechtzeitig adäquat behandeln
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Die Infektion eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen in der Endoprothetik (1). Sie kann auch noch Jahrzehnte nach der Implantation auftreten – und zieht dann oft langwierige und aufwendige Behandlungen mit mehreren Operationen nach sich. Erreger aus einem Infektherd können sich über die Blutbahn auf das Implantat ausbreiten und dort vermehren. Träger von Gelenkprothesen sollten deshalb jedwede Infektion und Entzündung ernst nehmen und sich im Zweifel ärztlich beraten lassen, empfiehlt die AE...

Antibiotika-Resistenz: Arbeitsgruppe „One Health“ verfolgt ganzheitlichen Ansatz

Antibiotika-Resistenz: Arbeitsgruppe „One Health“ verfolgt ganzheitlichen Ansatz
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Was geschieht, wenn sich Antibiotika-resistente Keime in der Umwelt durch Abwasser oder Gülle verbreiten? Diese Problematik betrifft gleichermaßen Menschen und Tiere, da sowohl in Krankenhäusern als auch in Tierställen Antibiotika zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt werden. Die vor kurzem gegründete Arbeitsgruppe „One Health“ hat die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ganzheitlich im Blick. Über die Grenzen von Instituten und Fakultäten kooperieren Wissenschaftler aus der Medizin, Mikrobiologie, Chemie und Agrarwirtschaft an der...

Multiple Sklerose: Schmerzreduktion unter Ocrelizumab bei aktiv schubförmigem oder frühem primär progredienten Verlauf

Multiple Sklerose: Schmerzreduktion unter Ocrelizumab bei aktiv schubförmigem oder frühem primär progredienten Verlauf
© ag visuell - stock.adobe.com

Neue Daten zeigen, dass Patienten mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) oder früher primär progredienter MS (PPMS) durch die Behandlung mit Ocrelizumab seltener über Schmerzen berichten – ein Ergebnis von hoher Relevanz für die Lebensqualität der Betroffenen (1). Weiterhin bestätigten Langzeitdaten über mehr als 5 Jahre das konstant positive Sicherheitsprofil für die Therapie mit dem Anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab (2). Aktuelle Studien untersuchen darüber hinaus die Sicherheit von Ocrelizumab unter...

Juni 2019

Colitis ulcerosa: Aktuelle Real-World-Daten zu Tofacitinib

Colitis ulcerosa: Aktuelle Real-World-Daten zu Tofacitinib
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Aufgrund seines schnellen Wirkeintritts, der langanhaltenden Wirksamkeit und der oralen Darreichungsform stellt der Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib eine wichtige Therapieoption für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (CU) dar. Knapp ein Jahr nach EMA-Zulassung von Tofacitinib in der Indikation CU zog Prof. Dr. Carsten Büning, Berlin, daher eine positive Bilanz. Im Rahmen eines Webinars berichtete der Gastroenterologe von eigenen Erfahrungen mit dem „small molecule“ und stellte aktuelle Daten der diesjährigen Digestive...

Risiko der Übertragung von multiresistenten Erregern durch Stuhltransplantation

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Warnung veröffentlicht zum möglichen Risiko von schwerwiegenden bakteriellen Infektionen durch Übertragung von multiresistenten Erregern im Rahmen von sog. Fäkalen Mikrobiota-Transplantationen (FMT, Stuhltransplantation). Die FDA berichtet, dass im Rahmen der klinischen FMT-Anwendungen multiresistente Bakterien übertragen worden sind. Zwei Empfänger von FMT entwickelten invasive bakterielle Infektionen, in deren Folge einer der Empfänger verstarb und ein weiterer Proband schwer erkrankte. Es hat sich...

Rheumatoide Arthritis: Real-World-Daten zu Baricitinib bestätigen Langzeitverträglichkeit

Rheumatoide Arthritis: Real-World-Daten zu Baricitinib bestätigen Langzeitverträglichkeit
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) ist die Verträglichkeit eines der Hauptauswahlkriterien für die Therapie. Für den Januskinase (JAK)-Inhibitor Baricitinib demonstrierte zu Beginn des Jahres eine Vollpublikation die Langzeitverträglichkeit über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren (1). Eine neue Auswertung wurde dazu auf dem EULAR-Kongress vorgestellt (2). Sie belegt die Verträglichkeit von Baricitinib über bis zu 7 Jahre. Neben Langzeitdaten widmeten sich zahlreiche Poster auch der Real-World-Evidence (RWE) und analysierten den Einsatz von...

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