Dienstag, 22. Juni 2021
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Gesundheitspolitik

Juni 2021

Appell: G7 müssen weltweite Impfungen finanzieren

Wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Großbritannien haben 230 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die großen Industrieländer zur Finanzierung der weltweiten Corona-Impfkampagne aufgefordert. Die G7 sollten zwei Drittel der schätzungsweise 66 Milliarden US-Dollar (54,2 Milliarden Euro) bezahlen, die in den kommenden beiden Jahren benötigt werde, um auch die Menschen in ärmeren Ländern zu impfen, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Das entspräche 44 Milliarden Dollar, etwa 36 Milliarden Euro.

Auftakt für patientenzentriertes Ökosystem im Gesundheitswesen

Auftakt für patientenzentriertes Ökosystem im Gesundheitswesen
© natali_mis - stock.adobe.com

Homecare, selbstbestimmende Patienten, optimale Vernetzung der Versorgungskette und innovative Präventionsmöglichkeiten – was die Future of Health-Initiative von Deloitte noch für die Zeitspanne bis 2040 prognostizierte, lassen die COVID-19-Pandemie, neue Regulierungen und innovative Kooperationen schon heute zur Realität werden. Deloitte hat in der Studie „Life Sciences & Health Care Predictions 2025” untersucht, inwiefern bereits jetzt Disruptionen im Gesundheitssystem zu verzeichnen sind und welche Chancen bzw. Risiken sich für die...

Zwei Millionen pflegende Angehörige bei Pflegereform vergessen

Die DAK-Gesundheit fordert kurzfristig Nachbesserungen bei der geplanten Pflegereform. Im aktuellen Kabinettsentwurf habe die Bundesregierung geplante finanzielle Entlastungen für zwei Millionen pflegende Angehörige wieder gestrichen, kritisiert Vorstandschef Andreas Storm. Der Vorstandsvorsitzende der drittgrößten Krankenkasse fordert eine Erhöhung des Pflegegeldes um 5%. Die notwendigen Kosten von rund 650 Millionen Euro müssten als Steuerzuschuss aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Die Forderung nach einer deutlichen Entlastung der pflegenden...

KI in die Anwendung bringen: Wissenstransfer als Gemeinschaftsaufgabe

KI in die Anwendung bringen: Wissenstransfer als Gemeinschaftsaufgabe
© metamorworks - stock.adobe.com

Das Wissen zu Künstlicher Intelligenz (KI) in die Anwendung zu bringen – das ist Voraussetzung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandorts Deutschland. Die KI-Forschung ist in Deutschland bereits gut aufgestellt. Nachholbedarf besteht jedoch beim Transfer des KI-Wissens in marktfähige KI-basierte Anwendungen. Experten der Plattform Lernende Systeme zeigen in einem aktuellen Whitepaper, wie der Austausch von Forschungsergebnissen und Anwendungswissen zwischen Wissenschaft und Unternehmen gelingen kann und benennen Gestaltungsoptionen. Sie...

Länder müssen bei Stärkung der Schmerztherapie nachbessern

Mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet an chronischen Schmerzen. Dies verursacht jährliche Kosten für das Gesundheitssystem in Höhe von schätzungsweise 38 Milliarden Euro, zwei Drittel davon für Arbeitsausfall und Frühberentung. Um die Schmerzversorgung und damit die Situation der Betroffenen maßgeblich zu verbessern, fordert die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. die Gesundheitspolitik in Bund und Ländern auf, auch im Lichte des Wahljahrs 2021 und für die Zeit danach konkrete Maßnahmen zu beschließen. Dazu gehören unter anderem die Finanzierung von Weiterbildungsstellen in...

Steuermilliarden sollen Kassenmitglieder von Beitragsplus bewahren

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sollen mit einer Milliardenspritze aus dem Bundeshaushalt vor steigenden Beiträgen bewahrt werden. Dazu beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin, dass die Krankenversicherung für 2022 zunächst einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro erhält. Bei Bedarf soll der Steuerzuschuss so erhöht werden, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag das heutige Niveau von 1,3% nicht übersteigt.

Kabinett billigt Ende der Priorisierung bei Corona-Impfungen

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland fällt die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge wie vorgesehen zum kommenden Montag weg. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch Änderungen der Impfverordnung, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun verkünden kann. Zugleich werden damit auf breiter Front Impfungen von Beschäftigten direkt über ihre Firmen möglich. Damit sollen Betriebsärzte ebenfalls ab kommendem Montag beginnen können und dafür in der ersten Woche mehr als 700.000 Impfdosen bekommen.

Mai 2021

Deutschland ist „Sorgenkind“ bei Tabakprävention

Beim Rauchen gehört Deutschland zu den „Sorgenkindern“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das sagte der WHO-Direktor für Gesundheitsförderung, Rüdiger Krech, der Deutschen Presse-Agentur. In allen anderen EU-Ländern werde mehr getan, um die Menschen zum Aufhören zu bewegen. „Deutschland ist in der EU bei Maßnahmen zur Eindämmung des Rauchens das Schlusslicht.“ Die Bundesrepublik gehört deshalb zu den 29 Ländern, in denen die WHO am Weltnichtrauchertag (31. Mai) eine Kampagne unter anderem in sozialen Medien startet, um mehr Menschen zum Aufhören zu bewegen.

Bundesregierung kommt im Ringen um Pflegereform voran

Im Ringen um eine Pflegereform mit einer besseren Bezahlung von Pflegekräften kommen die Verhandlungen in der Bundesregierung voran. Laut einem neuen Entwurf sollen Versorgungsverträge ab 1. September 2022 nur noch mit Einrichtungen abgeschlossen werden dürfen, die nach Tarifverträgen oder mindestens in entsprechender Höhe bezahlen. Um Pflegebedürftige von steigenden Zuzahlungen zu entlasten, sind zugleich zum 1. Januar 2022 Zuschläge geplant. Der Entwurf lag der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag vor, zuvor hatten die „Ärzte Zeitung“...

Feldtest für künftigen digitalen Corona-Impfnachweis

Feldtest für künftigen digitalen Corona-Impfnachweis
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Für den geplanten digitalen Corona-Impfnachweis soll in dieser Woche ein Feldtest in ausgewählten Impfzentren anlaufen. Dies soll nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dazu dienen, Erfahrungen mit dem System zu sammeln und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens „CovPass“ neben dem gelben Impfheft ist in Deutschland noch im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni.