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Medizin

Eisenmangelanämie: Head-to-Head-Vergleich Eisen(III)-Derisomaltose vs. Eisencarboxymaltose

Eisenmangelanämie: Head-to-Head-Vergleich Eisen(III)-Derisomaltose vs. Eisencarboxymaltose
© freshidea - stock.adobe.com
Die Ergebnisse der PHOSPHARE-IDA Studien sind kürzlich im Journal of the American Medical Association JAMA erschienen (1).
Es handelt sich dabei um den ersten direkten Vergleich von Eisen(III)-Derisomaltose (MonoFer®) und Eisencarboxymaltose in 2 randomisierten kontrollierten offenen klinischen Studien. Der primäre Endpunkt beider Studien war die Häufigkeit von Hypophosphatämien (Serum-Phosphat <2,0 mg/dl) zwischen erster Gabe an Tag 0 und Tag 35. Als Dosierung der beiden Präparate wurde gemäß US-Zulassung Eisen(III)-Derisomaltose am Tag 1 mit 1.000 mg, Eisencarboxymaltose jeweils an Tag 1 und 7 mit 750 mg appliziert*.
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Die wichtigsten Ergebnisse
  • Die Inzidenz einer Hypophosphatämie (primärer Endpunkt, gepoolte Analyse) war unter Eisen(III)-Derisomaltose mit nur 8% signifikant niedriger als unter Eisencarboxymaltose mit 75% (p < 0,001).
  • Schwere Hypophosphatämien (definiert als Serum-Phosphat ≤1,0 mg/dl, gepoolte Post-hoc-Analyse) wurden unter Eisen(III)-Derisomaltose nicht beobachtet (0,0%). Bei Eisencarboxymaltose betrug der Anteil dieser Patienten hingegen 11,3% (p < 0,001).
  • Mehr als 40% der mit Eisencarboxymaltose behandelten Patienten wiesen auch 35 Tage nach der Behandlung immer noch eine Hypophosphatämie auf (gepoolte Analyse, sekundärer Endpunkt). Bei Eisen(III)-Derisomaltose waren dies weniger als 1%.
  • Darüber hinaus zeigten sowohl Eisen(III)-Derisomaltose (0,8%) als auch Eisencarboxymaltose (1,7%) eine geringe Häufigkeit schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen.
Eisen(III)-Derisomaltose

Eisen(III)-Derisomaltose zur Injektion und Infusion ist indiziert zur Behandlung eines Eisenmangels, wenn orale Eisenpräparate nicht wirksam sind oder nicht angewendet werden können oder wenn klinisch die Notwendigkeit besteht, schnell Eisen zuzuführen. Die Diagnose muss auf Laboruntersuchungen beruhen. Eisen(III)-Derisomaltose wird von Pharmacosmos A/S, Dänemark, hergestellt und in mehr als 30 Ländern vertrieben.

*Zugelassene Dosierung in Deutschland (Infusion): Die benötigte kumulative Eisendosis von Eisen(III)-Derisomaltose kann im Rahmen einer einzigen Infusion mit bis zu 20 mg/kg Körpergewicht verabreicht werden oder in Einzeldosen mit wöchentlichem Abstand, bis die kumulative Eisendosis erreicht ist. Die maximale zulässige Einzeldosis von Eisencarboxymaltose liegt bei 20 mg/kg Körpergewicht, darf aber 1.000 mg nicht überschreiten.

Quelle: Pharmacosmos

Literatur:

(1) Effects of Iron Isomaltoside vs Ferric Carboxymaltose on Hypophosphatemia in Iron-Deficiency Anemia. Two Randomized Clinical Trials. Wolf et al. JAMA 2020; 323(5): 432-443. Doi:10.1001/jama.2019.22450 https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2760391



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