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Medizin

Beiträge zum Thema: Studie

Dezember 2019

Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus: Resynchronisation durch retardiertes Melatonin

Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus: Resynchronisation durch retardiertes Melatonin
© Antonioguillem - stock.adobe.com

Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird von der sogenannten inneren Uhr vorgegeben. Taktgeber des zirkadianen Rhythmus ist die tageszeitabhängige Sekretion von Melatonin. Im Alter und insbesondere auch bei neurodegenerativen Erkrankungen nimmt die Melatoninproduktion ab, was zu Schlaf- und zirkadianen Rhythmusstörungen führen kann (1). Retardiertes Melatonin (Circadin®) imitiert durch die verzögerte Freisetzung von Melatonin das nächtliche Sekretionsmuster des Neurohormons und kann somit den zirkadianen Rhythmus resynchronisieren. Auf einem Symposium gaben...

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen

Colitis ulcerosa: JAK-Inhibitor Tofacitinib in aktualisierte S3-Leitlinie aufgenommen
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Der Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib (Xeljanz®) hat Einzug in die aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa (CU) der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten) gehalten. Demnach wird Tofacitinib – als zusätzliche verfügbare Therapie gleichberechtigt neben den Biologika – für CU-Patienten mit steroidrefraktärem und steroidabhängigem Erkrankungsverlauf, bei nicht-ausreichendem Ansprechen auf Thiopurine sowie bei primärem oder sekundärem Therapieversagen unter...

Nieren- und Lebertransplantation: Retadiertes Tacrolimus bietet weitere Behandlungsoption

Nieren- und Lebertransplantation: Retadiertes Tacrolimus bietet weitere Behandlungsoption
© Africa Studio - stock.adobe.com

Patienten erhalten nach einer Organtransplantation Immunsuppressiva, um die Abstoßung des körperfremden Gewebes zu verhindern. Der Calcineurininhibitor Tacrolimus gehört leitliniengemäß zur Standardmedikation. Die intra- und interindividuelle Variabilität von Tacrolimus stellt jedoch eine klinische Herausforderung dar, da die Balance zwischen optimaler Wirksamkeit und guter Verträglichkeit gefunden werden muss. Aufgrund der durch die MeltDose®-Technologie veränderten Galenik stellt das retardierte Tacrolimus...

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Patientengerechte Versorgung in der Praxis
© Monkey Business / Fotolia.com

Die Einführung von TNF-Inhibitoren und weiterer Biologika brachte große Fortschritte in der Behandlung verschiedener chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Biologika führten zu einer Neudefinition der Therapieziele und sind heute etablierter Bestandteil einer leitliniengereichten Versorgung in der Rheumatologie, Gastroenterologie und Dermatologie. Zunehmend verfügbare kostengünstigere Biosimilars ermöglichen mehr Patienten, von diesen hoch wirksamen Therapieoptionen zu profitieren. Auf einer Presseveranstaltung im Rahmen des interdisziplinären Biogen...

Psoriasis-Arthritis: Bessere Wirksamkeit von Ixekizumab vs. Adalimumab in Vergleichsstudie bestätigt

Während der Jahrestagung des American College of Rheumatology (ACR) in Atlanta richtete sich ein besonderes Augenmerk auf die Veröffentlichung der 52-Wochendaten der direkten Vergleichsstudie SPIRIT-H2H zwischen dem Interleukin(IL)-17A-Inhibitor Ixekizumab und dem Tumornekrosefaktor(TNF)-α-Inhibitor Adalimumab (1). Die Ergebnisse der bereits auf der diesjährigen Tagung der EULAR präsentierten 24 Wochen-Daten (2) konnten nach 52 Wochen bestätigt werden: So hatten nach 52 Wochen 39% der mit Ixekizumab behandelten Patienten den innovativen kombinierten Endpunkt...

Typ-2-Diabetes: Günstige Auswirkung auf die Leberwerte im klinischen Studienprogramm VERTIS

Typ-2-Diabetes: Günstige Auswirkung auf die Leberwerte im klinischen Studienprogramm VERTIS
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Bei Typ-2-Diabetikern, die zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle mit dem SGLT-2-Hemmer Ertugliflozin über ein Jahr behandelt worden sind, sanken die Serumspiegel der Alaninaminotransferase (ALT) und der Aspartataminotransferase (AST) im Vergleich zu Patienten, die Placebo, Glimepirid oder Sitagliptin erhalten hatten. Darüber hinaus nahmen der HbA1c-Wert sowie das Körpergewicht unter Ertugliflozin-Therapie stärker ab als unter der Vergleichsmedikation. Dies zeigten die Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse von 7 VERTIS-Phase-III-Studien, die kürzlich auf...

Hämophilie A und B: Gentherapie soll Lebensqualität erhöhen

Hämophilie A und B: Gentherapie soll Lebensqualität erhöhen
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Bisher waren die etwa 6.000 Menschen in Deutschland, die an einer schweren Hämophilie A oder B leiden, auf regelmäßige Infusionen mit Gerinnungsfaktoren angewiesen. Neben neuartigen therapeutischen Antikörpern könnte zukünftig auch eine Gentherapie vor lebensgefährlichen Blutungen schützen. Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) rechnet damit, dass diese neue Behandlungsoption in einigen Monaten verfügbar sein wird.

Myokardinfarkt: Reduktion des kardiovaskulären Risikos unter Evolocumab

Myokardinfarkt: Reduktion des kardiovaskulären Risikos unter Evolocumab
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Amgen hat die Ergebnisse einer neuen Subgruppen-Analyse der Repatha® Outcome-Studie (FOURIER) bekanntgegeben. In dieser Analyse wurde die Wirkung von Evolocumab bei Patienten, die einen kürzlich vorangegangenen Myokardinfarkt (MI) erlitten hatten, untersucht. Die Analyse zeigte, dass Patienten mit vorangegangenem, weniger als ein Jahr zurückliegendem MI, die mit Evolocumab behandelt wurden, ein deutlich geringeres Risiko für weitere kardiovaskuläre Ereignisse aufwiesen – verglichen mit Patienten, die länger als ein Jahr nach Auftreten des MI...

Migräne: Individuelles Therapiemanagement bei chronisch neurologischen Erkrankungen

Migräne: Individuelles Therapiemanagement bei chronisch neurologischen Erkrankungen
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Seit mittlerweile 6 Jahren findet die jährliche ärztliche Fortbildungsveranstaltung NEUROCLUSTER von Teva statt. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung stand der „Versorgungsalltag von Patienten mit chronischen neurologischen Erkrankungen“. Diskutiert wurden unter anderem Erfahrungen rund um Wirksamkeit und Sicherheit der Migräne-Prophylaxe sowie Möglichkeiten eines individuellen Therapiemanagements bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS). Prof. Dr. med. Uwe Reuter (Berlin) stellte während des im Rahmen des NEUROCLUSTERS stattfindenden...

Querschnittlähmung als Risikofaktor für späteren Harnblasenkrebs

Querschnittlähmung als Risikofaktor für späteren Harnblasenkrebs
© Axel Kock - stock.adobe.com

Dass eine traumatisch bedingte Querschnittlähmung möglicherweise Auslöser dafür sein kann, dass Betroffene Jahre später an Harnblasenkrebs erkranken, darauf deuten Studienergebnisse eines nationalen Netzwerks aus Urologen, Juristen und Forschenden hin: Wird die vom Rückenmark ausgehende Nervenversorgung der Blase unterbrochen, ausgelöst durch eine Querschnittlähmung, stellt das einen Hauptrisikofaktor für die Tumorentstehung dar. Die „International Spinal Cord Society“ hat die langjährige Forschung, an der u.a. das...

Typ-2-Diabetes: Hypoglykämierisiko mit modernen Basalinsulinen minimieren

Hypoglykämien können ein limitierender Faktor für eine erfolgreiche Insulinbehandlung sein. Die Auswahl eines Basalinsulins mit geringem Unterzuckerungsrisiko kann deshalb beim Beginn einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) bei Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil sein. Hypoglykämien können bei Menschen mit Diabetes nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis erhöhen, so Dr. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn. Eine Befragung von Menschen mit Typ-2-Diabetes zeigte, dass...

NMOSD: Positive Phase-III-Studienergebnisse für Satralizumab

Die Wirksamkeitsdaten der Phase-III-Studie SAkuraSky haben ergeben, dass unter Satralizumab in Kombination mit Immunsuppressiva das Schubrisiko über 144 Wochen signifikant reduziert wurde. 74% der mit Satralizumab behandelten Patienten waren zu diesem Zeitpunkt schubfrei. Satralizumab inhibiert Interleukin-6 (IL-6), welches ein potenzieller Schlüsselfaktor der Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD, Neuromyelitis optica spectrum disorders) ist. Unter NMOSD sind seltene, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems zusammengefasst,...

Neuartige Migränemedikamente möglicherweise gefährlich bei Bluthochdruck

Neue Medikamente gegen Migräne blockieren das Neuropeptid αCGRP, das etwa an den Hirnhäuten zu Gefässerweiterungen führt. Dasselbe Peptid, das bei körperlicher Aktivität in der Muskulatur gebildet wird, schützt das Herz – was für Menschen mit chronischem Bluthochdruck überlebenswichtig ist. Für sie dürfte die neuartige Migräneprophylaxe gefährlich sein, wie Forschende der Universität Zürich an Mäusen zeigen.

Multiple Sklerose: Neue Standards für die Planung klinischer Studien erforderlich

Wie können die Perspektiven der Patienten mit Multipler Sklerose (MS) bei klinischen Studien stärker berücksichtigt werden? Diese Frage hat eine Arbeitsgruppe der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht und entsprechende Empfehlungen entwickelt. Die Analyse ist jetzt im EPMA Journal* erschienen.  

Venöse Thromboembolien: Zulassungerweiterung für Rivaroxaban beantragt

Bayer hat bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) eine Erweiterung der bestehenden Zulassung für Rivaroxaban (Xarelto®) beantragt. Mit Rivaroxaban sollen Kinder bis zu 17 Jahren mit venösen Thromboembolien behandelt werden, darunter auch Thrombosen in den Venen im Gehirn und Sinusthrombosen. Der Antrag umfasst die Behandlung von VTE und die Prävention von erneut auftretender VTE und beruht auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie EINSTEIN-Jr.

Diabetes: Bempedoinsäure senkt Rate an Hyperglykämien

Daiichi Sankyo hat die Ergebnisse von 2 Metaanalysen bekanntgegeben, die auf 4 klinischen Phase-III-Studien zu Bempedoinsäure basieren und auf der wissenschaftlichen Jahrestagung der American Heart Association (AHA) in Philadelphia vorgestellt wurden. Bempedoinsäure durchläuft aktuell die behördliche Prüfung zur Marktzulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und die Food and Drug Administration (FDA) als zuständige Behörde in den USA.

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