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Medizin

Beiträge zum Thema: Medizinprodukte

Februar 2020

Neuromuskuläre Erkrankungen: Optimierung von Diagnostik und Therapie mittels KI

Neuromuskuläre Erkrankungen: Optimierung von Diagnostik und Therapie mittels KI
© chatree.jyy@gmail.com

Ein neu entwickeltes Verfahren auf Basis von Künstlicher Intelligenz soll sowohl die Diagnose als auch die Behandlung von neuromuskulären Erkrankungen optimieren. Der Aachener Optimierungsspezialist INFORM bringt die Kompetenz seines DataLabs im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der Neuropädiatrie des Universitätsklinikum Essen, dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) und dem MVZ Institut für Klinische Genetik in Bonn erstmals in der Gesundheitsforschung ein. Ziel ist es, durch Analysen von Patientendaten mithilfe eines speziellen...

Asthma: Klimawandel erhöht Anforderungen an Therapie

Asthma: Klimawandel erhöht Anforderungen an Therapie
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Klimawandel und Luftverschmutzung erhöhen die Häufigkeit von Allergien und Asthma bronchiale. Das zeigt der aktuelle Report der American Academy of Allergy, Asthma & Immunology (AAAAI) (1). Dieser Aspekt kommt vor allem während der Pollensaison im Frühjahr zum Tragen, wenn sich die Symptome des durch Pollen induzierten allergischen Asthmas verstärken. Sowohl Ärzte als auch Patienten stehen in dieser Periode vor einer besonderen Herausforderung: Zum einen kann die Symptomatik erkrankungsuntypisch verlaufen, was häufig fehlinterpretiert werden kann. Zum...

Hypoglykämien: Nasales Glukagon in Deutschland verfügbar

Hypoglykämien: Nasales Glukagon in Deutschland verfügbar
© Lilly Deutschland GmbH

Ab dem 2. März 2020 wird nasales Glukagon (Baqsimi®) in Deutschland zur Verfügung stehen. Das nasale Glukagon ist indiziert zur Behandlung schwerer Hypoglykämien bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren mit Diabetes mellitus (1). Damit steht eine innovative, schnell und einfach anzuwendende Option (1, 2) zur Verfügung, die auch von ungeschulten hilfeleistenden Personen leicht verabreicht werden kann (2, 3).

RA: Zulassung für Einmaldosis Tofacitinib

RA: Zulassung für Einmaldosis Tofacitinib
© sebra - stock.adobe.com

Der orale Januskinase (JAK)-Inhibitor Tofacitinib ist ab sofort in Deutschland auch als einmal tägliche Dosis Tofacitinib (Xeljanz® Retardtabletten 11 mg) bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Rheumatoider Arthritis (RA) verfügbar. Durch eine Tofacitinib-Formulierung mit verzögerter Wirkstofffreisetzung reicht bei der Therapie der RA eine einmal tägliche Einnahme von 11 mg aus. Die Wirkung ist mit der von 2x 5 mg täglich vergleichbar. Tofacitinib Retardtabletten 11 mg sind ausschließlich für die RA zugelassen, nicht für die...

Lyme-Borreliose: Cryptolepis zeigt bessere Wirksamkeit als Antibiotika

Lyme-Borreliose: Cryptolepis zeigt bessere Wirksamkeit als Antibiotika
© Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Gegenwärtig werden in den USA jedes Jahr mehr als 300.000 neue Borreliose-Fälle gemeldet, gegenüber 65.000 in Europa – aufgrund des Klimawandels und der Zersiedelung der Landschaft mit steigender Tendenz. Die Standardversorgung bei der Borreliose, eine Behandlung mit Antibiotika über 2-4 Wochen, ist nicht immer wirksam: Mindestens 10-20% der behandelten Patienten zeigen auch nach der Behandlung noch Symptome. Lyme-Borreliose-Patienten im Spätstadium können viele verschiedene Symptome aufweisen, darunter Müdigkeit, Gelenkschmerzen,...

Patientenregister: Best-Practice-Beispiel Mukoviszidose

Patientenregister: Best-Practice-Beispiel Mukoviszidose
© Avanti/Ralf Poller - stockadobe.com

Daten aus Patientenregistern können, bei ausreichender Qualität, für die Nutzenbewertung von Arzneimitteln herangezogen werden – so das Fazit des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im aktuellen Rapid Report. Der Mukoviszidose e.V. war als einer von wenigen Registerbetreibern in die Beratung zum Report eingebunden. Es zeigt sich: Das Deutsche Mukoviszidose-Register entspricht den hohen Qualitätsanforderungen, die das IQWiG an Patientenregister stellt.

RA: Signifikant höhere Ansprechraten unter JAK-Inhibitor Upadacitinib

RA: Signifikant höhere Ansprechraten unter JAK-Inhibitor Upadacitinib
© sebra - stock.adobe.com

Das bisherige Therapiespektrum für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die auf ein oder mehrere DMARDs (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs, krankheitsmodifizierende Antirheumatika) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, wird durch die Zulassung des selektiven und reversiblen Januskinase (JAK)-Inhibitors Upadacitinib (Rinvoq®) um einen zentralen Baustein für eine effektive RA-Therapie erweitert.

SMA: Kritik an Medikamenten-Verlosung

SMA: Kritik an Medikamenten-Verlosung
© Weissblick - stock.adobe.com

Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner kritisieren die Verlosung des in Europa noch nicht zugelassenen Novartis-Medikamentes Onasemnogen-Abeparvovec (Zolgensma®) an 100 Kleinkinder mit einer tödliche Muskelkrankheit scharf. Es geht um insgesamt 200 Millionen Euro. „Hier wird nicht nur das offizielle Zulassungsverfahren ausgehebelt, es wird auch mit der Hoffnung von Familien gespielt“, sagt Prof. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Die Indikation zur Gabe...

Orphan Diseases: Aufbau einer globalen Division

Orphan Diseases: Aufbau einer globalen Division
© irissca - stock.adobe.com

Chiesi hat bekanntgegeben, dass mit Chiesi Global Rare Diseases eine neue Geschäftseinheit gegründet wird. Die neue Geschäftseinheit wird in Zukunft die Ressourcen der gesamten Chiesi Gruppe nutzen, um die Forschung und Produktentwicklung für seltene und sehr seltene Erkrankungen voranzutreiben. Die Einheit hat ihren Hauptsitz in Boston, Massachusetts, USA, und konzentriert sich zunächst auf die Forschung und Produktentwicklung im Bereich der lysosomalen Speicherkrankheiten sowie der seltenen hämatologischen und ophthalmologischen Erkrankungen.

Typ-2-Diabetes: Prävention, Früherkennung und Behandlung

Typ-2-Diabetes: Prävention, Früherkennung und Behandlung
© Andrey Popov - stock.adobe.com

Am 7. und 8. Februar 2020 fand in München zum 9. Mal die Fortbildungsveranstaltung „Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos“ statt. Experten aus unterschiedlichsten medizinischen Fachgebieten präsentierten und diskutierten die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Diabetologie und den damit verbundenen Erkrankungen. Die 2 Tage im Hotel Hilton Munich Park boten wieder eine umfassende Fortbildungsmöglichkeit für die tägliche Patientenversorgung in Klinik und Praxis.

MS: Gehirngängiger BTK-Inhibitor erreicht primären Endpunkt in Phase-II-Studie

MS: Gehirngängiger BTK-Inhibitor erreicht primären Endpunkt in Phase-II-Studie
© ag visuell - stock.adobe.com

Die Phase-IIb-Studie von Sanofi zur Untersuchung des noch in der klinischen Prüfung befindlichen BTK (Bruton-Tyrosinkinase)-Inhibitors (SAR442168), eines oralen, gehirngängigen, selektiven niedermolekularen Wirkstoffs, hat ihren primären Endpunkt erreicht. In der Studie verringerte SAR442168 die mittels Magnetresonanztomographie (MRT) gemessene, mit Multipler Sklerose (MS) einhergehende Krankheitsaktivität signifikant. SAR442168 wurde gut vertragen, und es ergaben sich keine neuen sicherheitsrelevanten Erkenntnisse.

Typ-2-Diabetes: Neuer langwirksamer GLP-1-Rezeptoragonist in Deutschland verfügbar

Typ-2-Diabetes: Neuer langwirksamer GLP-1-Rezeptoragonist in Deutschland verfügbar
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Seit 15. Januar 2020 ist der neue GLP(Glucagon-like Peptide 1)-Rezeptoragonist (GLP-1-RA) Semaglutid (Ozempic®) in Deutschland verschreibungsfähig. Nur einmal pro Woche müssen sich Patienten mit Typ-2-Diabetes das GLP-1-Analogon injizieren. Neben dem Blutzuckerspiegel senkt es effektiver das Körpergewicht als andere Therapieoptionen. Zusätzlich ist es der einzige GLP-1-RA mit einem durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (1) anerkannten Zusatznutzen bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko.

HPV: Starker Anstieg der geimpften Jungen nach STIKO-Empfehlung

HPV: Starker Anstieg der geimpften Jungen nach STIKO-Empfehlung
© Unbekannt / Fotolia.com

Erste Ergebnisse einer Datenbank-Analyse zeigten, dass die Anzahl der Jungen, die die erste HPV-Impfdosis erhalten haben, seit der Empfehlung durch die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut deutlich angestiegen ist: Mit etwas mehr als 51.000 ersten Impfdosen bis April 2019 lag die Anzahl auf vergleichbarem Niveau wie bei Mädchen (1). Seit Juni 2018 empfiehlt die STIKO die HPV-Impfung für Jungen analog zu Mädchen im Alter von 9-14 Jahren (Nachholimpfung bis zum Alter von 17 Jahren) (2, 3). Die Empfehlung zur HPV-Impfung für Mädchen besteht...

Morbus Alzheimer: Autophagie-Induktion durch Spermidin

Morbus Alzheimer: Autophagie-Induktion durch Spermidin
© freshidea / Fotolia.com

In Deutschland leiden rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz, davon zwei Drittel aufgrund von Morbus Alzheimer. Im Jahr 2050 werden es geschätzt schon 3 Millionen sein. Doch sind Demenzerkrankungen bisher nicht heilbar und die erhofften Erfolge mit Anti-Amyloid-Wirkstoffen in der Therapie von Alzheimer-Demenz blieben bislang aus (1, 2). Anlässlich einer Pressekonferenz am 6. Februar in Frankfurt am Main stellten Wissenschaftler nun einen vielversprechenden Ansatz zur frühzeitigen Prävention von Demenz vor: die Autophagie-Induktion durch das Polyamin Spermidin.

Typ-2-Diabetes: Einfache Handhabung und flexible Anwendung mit Insulin degludec

Typ-2-Diabetes: Einfache Handhabung und flexible Anwendung mit Insulin degludec
© Andrey Popov - stock.adobe.com

Der Start in die Insulintherapie kann bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mit Sorgen beispielsweise vor Hypoglykämien und einem Verlust der Flexibilität im Alltag verbunden sein (1). Ein Basalinsulin, das ein möglichst niedriges Hypoglykämierisiko und eine möglichst einfache Handhabung sowie flexible Anwendung ermöglicht, kann dabei vorteilhaft sein. Inwieweit das moderne Basalinsulin Insulin degludec (Tresiba®) diesen Anforderungen gerecht werden kann, verdeutlichte der Experte Dr. Marcel Kaiser, Frankfurt am Main, in einem Vortrag auf einem...

Hüftfraktur: Orthogeriatrisches Co-Management senkt Mortalität

Hüftfraktur: Orthogeriatrisches Co-Management senkt Mortalität
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Das Zusammenspiel von Unfallärzten, Chirurgen und Spezialisten für Alternsmedizin hilft, die Sterblichkeit von älteren Patienten mit Hüftfrakturen erheblich zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschenden der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit Partnern aus Stuttgart und Hamburg über das orthogeriatrische Co-Management. Dazu haben die Ärzte die Daten von rund 58.000 Menschen ausgewertet, die in deutschen Krankenhäusern mit der Diagnose Hüftfraktur behandelt worden sind. Die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt...

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Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des...