Freitag, 20. April 2018
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Aktuelle Infos für Ärzte

16. April 2018

© StudioLaMagica / Fotolia.com
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Dyslipidämie: Hochrisiko-Patienten suffizienter versorgen

Aufgrund der Ergebnisse der großen FOURIER-Outcome-Studie hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine positive Stellungnahme zur Indikationserweiterung für den PCSK9*-Inhibitor Evolocumab veröffentlicht. Auf einer Presseveranstaltung von Amgen vor dem Hintergrund des DGK-Kongresses 2018 in Mannheim, berichteten kardiologische Experten über die Resultate dieser Studie und über den medizinischen Bedarf einer solchen lipidsenkenden Zusatztherapie bei Patienten mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.

Zulassung für Methotrexat bei mittelschwerer Psoriasis ermöglicht erstmalig Zugang zur MTX-Therapie

Mehr als ein Drittel aller Psoriatiker mit mittelschwerer Schuppenflechte (1) hatte bis dato keinen behördlich autorisierten Zugang zur Firstline-Therapie mit Methotrexat (MTX). Seit April 2018 ist der metex® PEN (2) europaweit zur Therapie der mittelschweren Psoriasis zugelassen, ergänzend zur Behandlung schwerer Formen. Langzeitdaten belegen schnellen Wirkeintritt und gute, anhaltende Wirksamkeit von subkutanem MTX bei mittelschwerer Psoriasis. Ein einfaches Therapieschema (1-mal wöchentlich) und anwenderfreundliches sowie sicheres Handling mit dem metex® PEN fördern die Therapietreue.

Produkt für die tägliche Selenversorgung

Selen kommt in allen Zellen vor und ist ein unverzichtbarer Baustein vieler Enzyme. Selen unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse und ist wichtig zum Schutz der Zellen vor oxidativen Schäden, zur Erhaltung normaler Haare und Nägel und zur normalen Spermabildung. Der körpereigene Stoffwechsel kann Selen jedoch nicht bilden, es muss deshalb von außen zugeführt werden. Reicht die Nahrung zur Deckung des Selenbedarfs nicht aus oder ist der Selenbedarf erhöht, empfiehlt es sich, Selen zu ergänzen. Mit Cefasel 200 nutri® Selen-Caps steht jetzt ein hochwertiges Produkt für die tägliche Selenversorgung (1 Kapsel pro Tag) zur Verfügung.

12. April 2018

Immungedächtnis im Gehirn

Entzündungsreaktionen können die Immunzellen des Gehirns langfristig verändern – die Zellen haben also ein „Immungedächtnis“. Dieses Immungedächtnis beeinflusst möglicherweise den Verlauf später auftretender neurologischer Erkrankungen und stellt somit einen bislang unbekannten Faktor dar, der den Schweregrad dieser Krankheiten beeinflussen könnte. Das berichten Wissenschaftler am DZNE, dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) und der Universität Tübingen.

Nuklearmedizinische Herzuntersuchungen – Neue Techniken, größere Präzision

Die nuklearmedizinische Herz-Szintigraphie stellt ein etabliertes Verfahren zum Nachweis oder zum Ausschluss von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels dar. Diese Untersuchungsmethode macht sichtbar, wo und wie stark die Nährstoffversorgung des Herzens eingeschränkt ist. Mit neuesten digitalen und halbleiterbasierten Kamerasystemen, die ganz auf das Herz fokussiert sind, können nun schnellere, schonendere und noch präzisere Aufnahmen erstellt werden. Ohne einen Eingriff in den Körper wird mit der Herz-Szintigraphie so bereits im Vorfeld festgestellt, ob eine bedeutend risikoreichere und daher problematischere Untersuchung mittels Herzkatheter oder sogar ein chirurgischer Eingriff an einer Herzkranzarterie überhaupt erforderlich ist. Die Durchblutung des Herzens wird dabei nicht nur im Bild erfasst, sondern auch in absoluten Werten gemessen. Hierdurch kann das Erkrankungsrisiko von Patienten genauer erkannt und ihre Behandlung optimiert werden. Aktuelle Forschungsergebnisse lassen hoffen, dass durch neue Verfahren der Nuklearmedizin auch andere Herzerkrankungen in Zukunft noch früher erkannt werden.

Screening auf Depression: Nutzen und Schaden

Bei knapp 12% aller Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens eine Depression diagnostiziert. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht derzeit, ob es für Teilnehmer eines Screenings Vor- oder Nachteile haben könnte, wenn beispielsweise Hausärzte regelhaft einen Test anbieten, der Hinweise auf eine Depression geben kann. Ein Vorteil könnte darin bestehen, dass die Diagnose frühzeitig gestellt und eine Therapie begonnen werden kann. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach bleiben Nutzen und Schaden einer solchen Reihenuntersuchung unklar. Das Institut sieht deshalb keine Grundlage für die Einführung des Screenings. Bis zum 4. Mai 2018 können Interessierte Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

11. April 2018

© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com
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Starke translationale Lungenforschung in Berlin

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) stärken die translationale Lungenforschung in Berlin. Mit der Berufung von Prof. Dr. Irina Lehmann auf die W3-Professur für „Environmental Epigenetics and Lung Research“ wird das Team für den neu etablierten wissenschaftlichen Schwerpunkt der translationalen Lungenforschung an der Charité erweitert.

MS: Bildung neuer Myelinscheiden anregen

Die Ursachen von Multipler Sklerose (MS) sind noch lange nicht geklärt, bekannt ist aber, dass das Immunsystem irrtümlich die Umhüllung der körpereigenen Nervenfasern angreift. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) um Prof. Dr. Michael Wegner fanden nun zusammen mit Forschern aus Münster heraus, wie die Bildung dieser Schutzhülle durch Eiweißmoleküle reguliert wird. In der Zukunft könnte mit diesem Wissen zum Beispiel MS-Patienten geholfen werden, indem nach einem Schub die Bildung neuer Myelinscheiden angeregt wird (1).

Infektiologen warnen vor häufigem Fehleinsatz von Antibiotika bei Gelenkersatzoperationen

Gelenkersatzoperationen gehören zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland. Um das Risiko einer Infektion zu verringern, erhalten viele Patienten vor dem Eingriff Antibiotika. In manchen Fällen überflüssigerweise – beispielsweise, weil im Urin des Patienten Bakterien gefunden werden. Sofern ein Patient keine Symptome einer Harnwegsinfektion aufweist, sind Bakterien im Urin selten behandlungsbedürftig. Dennoch werden bei der asymptomatischen Bakteriurie (ASB) oft unnötigerweise Antibiotika verabreicht. Eine aktuelle Meta-Analyse zeigt: Es gibt keine Belege dafür, dass eine Antibiotikabehandlung der ASB vor Gelenkoperationen die Rate von Infektionen senken kann.

© megaflopp / Fotolia.com
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Embolieprophylaxe bei Vorhofflimmern: Orale Antikoagulation nach patientenindividuellen Kriterien auswählen

Die Wahl eines passenden oralen Antikoagulans ist immer auch eine Gratwanderung zwischen einer ausreichenden Embolieprophylaxe und dem individuellen Blutungsrisiko des Patienten. Aktuelle Studienergebnisse sowie Leitlinienempfehlungen sollten daher mit Blick auf eine optimale Patientenversorgung intensiv geprüft werden – denn nicht jeder Patient ist beispielsweise für eine Therapie mit nicht-Vitamin-K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAK) geeignet. Welches Präparat für wen das Richtige ist und welche Faktoren bei der Therapiewahl beachtet werden müssen, erläuterten Experten auf einem Symposium (1) im Rahmen der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).

Kardiovaskuläre Ereignisse nach Myokardinfarkt – Risikofaktor Inflammation frühzeitig erkennen

Trotz optimaler Standardtherapie weisen Patienten nach Myokardinfarkt (MI) ein dauerhaft erhöhtes Risiko schwerer sekundärer Herz-Kreislauf-Ereignisse („MACE“) auf (1). Jüngste Forschungsergebnisse bestätigen die Inflammation als einen wesentlichen Faktor für ein kardiovaskuläres Risiko bei Patienten nach Myokardinfarkt (1-3). Der Biomarker hsCRP ist vorteilhaft für genaue Bestimmung von inflammatorischen Prozessen post MI (1-3).

Abschätzung des genetischen Risikos für Typ-1-Diabetes verbessert

Eine internationale Forschergruppe unter Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München hat ein Verfahren zur Risikoberechnung für Typ-1-Diabetes entwickelt, das älteren Methoden deutlich überlegen ist. Durch die Analyse von bis zu 41 Genregionen lassen sich ab der Geburt Kinder identifizieren, die ein mindestens 25-fach erhöhtes Risiko besitzen, Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Der Test kommt bereits in einem europaweiten Präventionsprojekt zu Typ-1-Diabetes zum Einsatz. Die Arbeit könnte auch als Modell für andere Krankheiten dienen, an deren Entstehung ebenfalls eine Vielzahl von Genen beteiligt sind.

© Eisenhans / Fotolia.com
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Masern: Impflücken bei Erwachsenen

Über 30% der Masernfälle in Deutschland betreffen mittlerweile die Altersgruppe der über 20-Jährigen. Denn häufig haben sie in ihrer Jugend nur eine der beiden erforderlichen Impfungen erhalten. Dennoch ist nur etwa einem Viertel der nach 1970 geborenen Erwachsenen bekannt, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) die Masernimpfung für ihre Altersgruppe empfiehlt. Was heute jeder über Masern wissen sollte – darüber informieren Experten auf der Pressekonferenz der Korporativen Mitglieder der DGIM zum 124. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) in Mannheim am Sonntag, 15. April 2018.

Dupilumab bei schwerer atopischer Dermatitis – erste Praxiserfahrungen bestätigen gutes Ansprechen

Anlässlich des diesjährigen DDG KOMPAKT & PRAXISNAH in Stuttgart wurden aktuelle Daten und Tipps für die Praxis zum vollständig humanen monoklonalen Antikörper Dupilumab (Dupixent®) vorgestellt. „In den vergangenen Jahren gab es deutliche Fortschritte beim Verständnis der Pathophysiologie der atopischen Dermatitis, doch die therapeutische Umsetzung blieb aus“, erklärte Dr. Andreas Pinter, Frankfurt am Main, und ergänzte: „Das hat sich jetzt geändert: Seit kurzem steht mit Dupilumab das erste Biologikum zur Verfügung (1), das den hohen Bedarf an effektiven und sicheren Langzeittherapien von Menschen mit schwerer atopischer Dermatitis adressiert.“ Erste Erfahrungen aus der Praxis stützen die guten Ergebnisse aus dem zulassungsrelevanten LIBERTY-AD-Studienprogramm unter anderem bezüglich des Erreichens eines EASI-75* und eines IGA-Scores** von 0 oder 1 (2).

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Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.