Dienstag, 23. Januar 2018
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Aktuelle Infos für Ärzte

17. Januar 2018

© lesslemon / Fotolia.com
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Künstlich hergestellter Phosphatase-Hemmstoff unterdrückt Infektion durch Ebolavirus

Ein künstlich hergestellter Hemmstoff bremst die Vermehrung des Ebolavirus; er könnte die Entwicklung eines Arzneimittels ermöglichen, das gegen die lebensbedrohliche Ebolaseuche hilft. Das hofft eine Forschungsgruppe europäischer Wissenschaftler aufgrund von Experimenten, mit denen das Virus daran gehindert wird, ein Enzym der befallenen Zellen für eigene Zwecke zu missbrauchen.

© sdecoret / Fotolia.com
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Schlaganfall: Kombination von Neuroroboter und Hirnstimulation aktiviert ungenutzte Nervenbahnen

Nach einem Schlaganfall kann die Mehrzahl der Patienten den betroffenen Arm und die Hand nicht mehr wie vorher einsetzen. Der Bedarf an effektiven Therapien für Menschen, die anhaltend an diesen Ausfällen leiden, ist groß. Tübinger Wissenschaftler haben eine neue Technologie entwickelt, die ungenutzte Nervenbahnen vom Gehirn zur Hand aktiviert. Diese Forschungsergebnisse können besonders für Schlaganfallpatienten mit schwerwiegenden Lähmungen von Bedeutung sein.

Menschen mit Typ-2-Diabetes unterschätzen ihr kardiovaskuläres Risiko

Die International Diabetes Federation (IDF) hat jetzt die Zwischenergebnisse der weltweit ersten internationalen Online-Umfrage zum Wissen und Risikobewusstsein von Menschen mit Typ-2-Diabetes  in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgestellt. Die Ergebnisse deuten auf ein geringes Risikobewusstsein sowie einen eingeschränkten Austausch zwischen Patienten und medizinischem Fachpersonal hin. Die weltweite Umfrage mit dem Titel Taking Diabetes to Heart wurde in Partnerschaft mit Novo Nordisk entwickelt. Noch bis März 2018 können Menschen mit Typ-2-Diabetes  daran teilnehmen.

16. Januar 2018

© LIGHTFIELD STUDIOS / Fotolia.com
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Therapieunterstützung bei Typ-2-Diabetes durch Onlineportal

Ab jetzt können auch Typ-2-Diabetespatienten, die eine Insulintherapie erhalten, vom erfolgreich etablierten TheraKey® profitieren. Damit werden für diese Patientengruppe abgestimmte, produktneutrale und gesicherte Informationen rund um die Erkrankung sowie zu den verschiedenen Insulintherapien zugänglich. Zugang zu dem neuen Onlineportal erhalten Patienten exklusiv über ihren Arzt. TheraKey® Diabetes verspricht rund um die Uhr Therapieunterstützung bei wichtigen Fragen. Ärzte profitieren von aufgeklärten, motivierten Patienten und werden so in ihrer Sprechstunde entlastet.

Starke Schmerzreduktion bei verbesserter Verträglichkeit mit Fixkombination Oxycodonhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid

Kürzlich wurde die Neueinführung von Oxycodon comp - HEXAL® Retardtabletten zur Schmerztherapie bekanntgegeben. Oxycodon comp - HEXAL® Retardtabletten enthalten eine fixe Wirkstoffkombination aus dem retardierten Opioid-Rezeptoragonisten Oxycodon und dem retardierten Rezeptorantagonisten Naloxon (1) und steht in 5 Wirkstärken – inklusive der Zwischenstärke 30 mg/15 mg zur Verfügung. Die Fixkombination Oxycodonhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid ermöglicht eine ausgeprägte Linderung starker Schmerzen und wirkt zugleich einer Opioid-induzierten Obstipation entgegen (2).

15. Januar 2018

Akutes Koronarsyndrom: Reduktion der Schlaganfallrate unter Ezetimib/Simvastatin

Die Kombination aus Ezetimib und Simvastatin senkte bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) nicht nur das Risiko für einen Herzinfarkt, sondern auch für einen Schlaganfall besser als eine Statin-Monotherapie. Ein Vorteil der Kombinationstherapie zeigte sich insbesondere bei Patienten, die bereits vor Studienbeginn einen Schlaganfall erlitten hatten. Dies ergab eine weitere Auswertung der IMPROVE-IT-Studie (1).

© Sashkin / Fotolia.com
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Veränderungen im KIF5A-Gen tragen zur ALS-Entstehung bei

Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Umeå haben Mutationen entdeckt, die die familiäre Form der tödlichen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) auslösen können. Unter den nun gefundenen Veränderungen im KIF5A-Gen ist der bisher am häufigsten bei Patienten nachgewiesene genetische Faktor, der zur Entstehung einer ALS beiträgt. Diese in der renommierten Fachzeitschrift Brain erschienenen Ergebnisse bestätigen die Annahme, dass der neurodegenerativen Erkrankung ein Zusammenspiel mehrerer Gendefekte zugrunde liegt. Zudem unterstreichen sie die Bedeutung von intrazellulären Transportprozessen bei der ALS-Krankheitsentstehung.

Mukoviszidose: Lumacaftor/Ivacaftor für Kinder ab 6 Jahren mit 2 Kopien der F508del-Mutation zugelassen

Die Europäische Kommission hat die Erweiterung der Marktzulassung für Lumacaftor/Ivacaftor (ORKAMBI®) zur Anwendung bei Kindern mit Mukoviszidose im Alter von 6 bis 11 Jahren, die 2 Kopien der F508del-Mutation haben, genehmigt. Dies betrifft in Europa etwa 3.400 Patienten. ORKAMBI® ist das erste Medikament, das an der Ursache der Erkrankung ansetzt und konnte bislang für Patienten ab 12 Jahren eingesetzt werden. Bestehende Erstattungsvereinbarungen wie etwa in Irland ermöglichen den erkrankten Kindern schnellen Zugang zu Lumacaftor/Ivacaftor. In anderen EU-Ländern wird Vertex nun entsprechende Erstattungsprozesse einleiten.

Versorgung von Patienten mit Eisenmangelanämie verbessern

Die weltweite Bekämpfung der Eisenmangelanämie ist ein erklärtes Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO bis 2025 (1). Wenn jedoch durch Krankheit oder Blutverlust eine optimierte Ernährung nicht ausreicht, ist eine medikamentöse Eisenzufuhr notwendig. Ab Januar 2018 startet die Pharmacosmos mit Sitz in Wiesbaden ihre Aktivitäten auf dem Markt der intravenösen Eisentherapie. Muttergesellschaft ist das dänische Familienunternehmen Pharmacosmos mit Hauptsitz in Holbæk bei Kopenhagen. Langjährige Forschung und Entwicklung machen das Unternehmen zum Experten in der Behandlung von Eisenmangel.

11. Januar 2018

© azurita / Fotolia.com
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Wie Omega-3-Fettsäuren das Immunsystem fit halten

Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenöl und Fisch vorkommende essenzielle Nahrungsbestandteile, die sich in zahlreichen Untersuchungen als gesundheitsfördernd für das Herz-Kreislauf-System erwiesen haben. Darüber hinaus spielen sie auch eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr, indem sie Grundbausteine für entzündungsauflösende Substanzen (Resolvine) liefern, die das Abklingen von Entzündungsreaktionen z.B. infolge von mikrobiellen Infektionen fördern. Ein internationales Forscherteam hat jetzt Studienergebnisse vorgestellt, die den zugrundeliegenden zellulären Mechanismus der Auflösungsphase von Entzündungsreaktionen erklärt. Demnach nehmen krankheitserregende Bakterien gezielt Einfluss auf die Funktion von Makrophagen und steuern so den gesamten Prozess der Entzündung anhand unterschiedlicher Fettsäuren.

Clostridium difficile-Infektionen: Frühzeitiger Einsatz von Fidaxomicin sinnvoll

Welche Bedeutung haben Clostridium difficile-Infektionen (CDI) im Krankenhausalltag? Wie lassen sich Erstinfektionen und Rezidive verhindern? Und welchen Stellenwert hat Fidaxomicin (Dificlir(TM)) im Rahmen einer risikoadaptierten Therapie? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines von Astellas Pharma unterstützten Symposiums auf der 72. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Dresden. In einem waren sich die Referenten einig: CDI gefährden Menschenleben und sind alles andere als eine harmlose Durchfallerkrankung. Bei vulnerablen Patienten sei deshalb der frühzeitige Einsatz von Fidaxomicin sinnvoll – und angesichts hoher anhaltender Heilungsraten auch kosteneffektiv.

Post-hoc-Analysen zu Baricitinib bei rheumatoider Arthritis: Schnelle Schmerzreduktion, gute Langzeitverträglichkeit

Schmerz ist bei der rheumatoiden Arthritis (RA) ein wichtiger Parameter zur Beurteilung sowohl der Krankheitsaktivität als auch der Wirksamkeit einer Therapie. Eine kürzlich auf dem amerikanischen Rheumatologen-Kongress (ACR) 2017 in San Diego vorgestellte Post-hoc-Analyse der RA-BEAM-Studie zeigte, dass Patienten mit moderater bis schwerer aktiver RA von der Therapie mit Baricitinib (Olumiant®) durch eine schnellere und stärkere Schmerzreduktion im Vergleich zu Adalimumab und Placebo profitieren konnten.  Eine aktualisierte Analyse zur Langzeitverträglichkeit mit nahezu 3.500 Patienten bescheinigt dem oralen Januskinase (JAK)-Inhibitor darüber hinaus ein günstiges Verträglichkeitsprofil.

© Alexilusmedical / Fotolia
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Typ-2-Diabetes mellitus: Erneute Nutzenbewertung von Dapagliflozin

Für die erneute Nutzenbewertung der oralen Diabetesmedikamente Dapagliflozin (Forxiga®) und der Fixkombination Dapagliflozin/Metformin (Xigduo®) wurden beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Nutzendossiers eingereicht. Diese beruhen u.a. auf den positiven Daten der Phase-IV-Studie DapaZu, die AstraZeneca nach den Vorgaben des G-BA eigens für die erneute Nutzenbewertung von Dapagliflozin aufgesetzt hatte. Vorangegangen war eine negative Nutzenbewertung des G-BA im Juni 2013 (Forxiga®) und August 2014 (Xigduo®). Daraufhin hatte AstraZeneca trotz der preislichen Konsequenzen einen Erstattungsbetrag mit dem GKV-Spitzenverband verhandelt. Somit blieb Dapagliflozin zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus in Deutschland verfügbar, und das in einem Therapiegebiet, in dem derzeit etwa jedes zweite neue Diabetespräparat aufgrund einer negativen AMNOG-Bewertung wieder vom Markt genommen wird (1,2).

Tuberkulose: Beta-Lakton stört Mykomembran-Biosynthese und verstärkt Antibiotikawirkung

Auf der Suche nach neuen Strategien gegen lebensgefährliche Tuberkulose-Infektionen hat ein Team der Technischen Universität München sowie der Harvard University und der Texas A&M University (USA) einen neuen Verbündeten entdeckt. Sie fanden eine Substanz, die den Aufbau der Zellmembran des Bakteriums stört. Es wirkt selbst schon in geringer Konzentration und in Kombination mit einem bereits bekannten Antibiotikum verstärkt es die Wirkung um den Faktor 100.

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