Samstag, 17. November 2018
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Aktuelle Infos für Ärzte

14. November 2018

© Kwangmoo / Fotolia.com
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Bessere Versorgung von Menschen mit Diabetes

Menschen mit Diabetes sollen trotz ihrer Erkrankung ein erfülltes Leben führen können. Dazu können auch Familien und Freunde viel beitragen — denn ein Großteil der Diabetiker suchen sich für ihr Diabetesmanagement Unterstützung bei Angehörigen oder Freunden (1). Deshalb hat die Berlin-Chemie AG gemeinsam mit Partnern über die Medikamente hinaus zusätzliche Angebote entwickelt, die das Umfeld der Patienten miteinbeziehen. Mit seinem versorgungsorientierten Ansatz trägt die Berlin-Chemie AG dazu bei, die Situation für Diabetespatienten und ihre Angehörigen zu verbessern.

© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com
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Behandlungszeitfenster beim Schlaganfall: MRT ist eine zuverlässige Uhr

Ein spezifischer Kernspintomografie-Befund markiert das 4,5-Stunden-Zeitfenster, in dem die Thrombolyse nach einem Schlaganfall wirksam und sicher ist. „Das eröffnet völlig neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit unklarem Beginn der Schlaganfallsymptome“, berichtete Professor Waltraud Pfeilschifter  beim 91. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) im Rahmen der Neurowoche 2018. „Erstmals können auch diese Patienten mit einer Thrombolyse behandelt werden, wenn sie rasch genug eine Stroke Unit erreichen. Bisher war bei unbekanntem Symptombeginn eine Wiedereröffnung der verschlossenen Hirnarterie aufgrund des unkalkulierbaren Risikos grundsätzlich ausgeschlossen.“ Die Schlaganfallexpertin der DGN gab in Berlin einen Überblick über wegweisende Entwicklungen in der Akuttherapie des Schlaganfalls und präsentierte neue Studien zur passgenau auf die Schlaganfallursache abgestimmten medikamentösen Sekundärprophylaxe. 

12. November 2018

09. November 2018

Ansammlung von B-Zellen lösen bei Multipler Sklerose Schäden im Nervensystem aus

B-Zellen sind wichtige Helfer des Immunsystems im Kampf gegen Erreger. Bei der neurologischen Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) aber können sie Nervengewebe schädigen. Fehlen bestimmte Kontrollzellen, sammeln sich zu viele B-Zellen in den Hirnhäuten und verursachen Entzündungen im zentralen Nervensystem. Das zeigte ein Team der Technischen Universität München (TUM) anhand eines Tiermodells und von Patientenproben.

Klinische Phase-I-Studie mit mRNA-basiertem Tollwutimpfstoff

CureVac hat den Beginn einer klinischen Phase-I-Dosis-Eskalationsstudie mit seinem mRNA-basierten Tollwutimpfstoff CV7202 bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um die erste klinische Anwendung eines mit CureVacs sequenzoptimierter mRNA-Technologie entwickelten Vakzins ohne chemische Basenmodifikation unter Verwendung von Lipidnanopartikeln (LNPs), welches auf eine starke, sichere und langanhaltende Immunantwort abzielt. Diese Studie untersucht die Sicherheit, Reaktogenität sowie die Bildung einer potenziell schützenden Immunantwort gegen das Tollwutvirus.

Nicht betroffen von Verunreinigungen mit Nitrosaminen: Valsartan sowie alle sartanhaltigen Arzneimittel von TAD Pharma

Seit Juli 2018 wurden von mehreren Arzneimittelbehörden in Europa aufgrund bestimmter Verunreinigungen Vertriebsstopps und vorsorgliche Rückrufe verschiedener Valsartan-haltiger Präparate angewiesen. Die Valsartan-haltigen Arzneimittel von TAD Pharma enthalten die genannten Verunreinigungen nicht, womit sie von den Rückrufen auch nicht betroffen sind. Aber auch alle anderen Sartane von TAD Pharma sind frei von diesen Verunreinigungen.

© fotogestoeber / Fotolia.com
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Leben mit Epilepsie: Informationsbroschüre für Patienten und behandelnde Ärzte

Unter welchen Voraussetzungen dürfen Epilepsie-Patienten Auto fahren, was sollten sie beachten, wenn sie eine längere Reise planen und welche Rechte und Pflichten ergeben sich durch die Erkrankung im Berufsleben? Dies alles sind Fragen, die für Patienten mit Epilepsie relevant sind. Antworten darauf liefert der Ratgeber „Epilepsie“ von der neuraxFoundation gGmbH, der im Oktober 2018 aktualisiert und neu aufgelegt wurde. Darüber hinaus liefert der Hauptratgeber „Sozialrecht“ weitere übergreifende Informationen zu sozialrechtlichen Fragestellungen, mit denen sich Patienten häufig an ihre Ärzte wenden. Broschüre und Hauptratgeber können kostenlos auf www.neuraxWiki.de heruntergeladen oder bestellt werden.

© nikesidoroff / Fotolia.com
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Remission bei rheumatoider Arthritis realistisch

Bei rheumatoider Arthritis (RA) ist die Remission heute ein realistisches Behandlungsziel für viele Patienten – das zeigen Daten und Erkenntnisse aus nunmehr über einem Jahr Erfahrung mit Sarilumab, sowohl in Kombinations- als auch Monotherapie. Gerade für Patienten, die auf eine Monotherapie angewiesen sind, ergeben sich laut neuer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) zur Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten Vorteile für die Interleukin (IL)-6-Rezeptor-Inhibition gegenüber der Blockade des Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-Signalwegs (1). Neben der RA selbst spielen bei der Behandlung auch zunehmend Komorbiditäten wie kardiovaskuläre Erkrankungen oder depressive Symptome eine Rolle, die in die Therapieauswahl miteinbezogen werden sollten.

© Mike Watson Images Limited  / Fotolia.com
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Europa & USA: Einigkeit bei Definition und Diagnose einer speziellen Form des Bluthochdrucks

Für die Definition und die Diagnose einer speziellen Form des Bluthochdrucks gelang vor kurzem eine transkontinentale Einigung. Bisher war es für die als Liegendhypertonie bei neurogener Hypotonie im Stehen bezeichnete Form des Bluthochdrucks schwierig, ein umfassend akzeptiertes Krankheitsbild zu beschreiben – und dementsprechend zu diagnostizieren. Dank eines jetzt veröffentlichten Konsensuspapers konnte Einigkeit zwischen zwei bedeutenden amerikanischen und europäischen Verbänden erzielt werden. Ein Mediziner der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems trug als Präsident des europäischen Verbandes dabei zur Entstehung des Konsenses bei.

© Horst / Fotolia.com
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Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen: BMBF startet Projekt zur Ursachenforschung

Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen ist in Deutschland ein sehr häufig auftretendes Phänomen. Etwa jeder dritte Jugendliche hat sich zumindest einmalig selbst verletzt und etwa einer von 25 Heranwachsenden tut dies häufig. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt sollen nun innovative Ansätze gebündelt werden, um neue Erkenntnisse zu den Auslösern, aber auch zu den Gründen der Beendigung von selbstverletzendem Verhalten zu erlangen.

© Jürgen Fälchle / Fotolia.com
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Interaktive Shutterbrille ersetzt Klebepflaster

Bislang behandeln Augenärzte Amblyopie bei Kindern durch Abkleben des gesunden Auges. Das beeinträchtigte Pendant wird dadurch trainiert. Doch diese Art der Therapie zeigt nur dann Erfolge, wenn die verordnete Tragezeit des Pflasters eingehalten wird. Dies ist oftmals nicht der Fall – viele Kinder lehnen diese Methode ab, häufig tragen sie das Pflaster aus Scham nicht. Künftig soll eine elektronische Sehhilfe mit sensorischem Feedback das gesunde Auge situationsbedingt automatisch verdunkeln und die Kinder beim korrekten Tragen unterstützen. Fraunhofer-Forscherinnen und -Forscher präsentieren ein Funktionsmuster der Brillenelektronik auf der Messe Medica.

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Molekularer Baukasten für Zellbewegung und Infektion

Zahlreiche bakterielle Krankheitserreger bringen ihre Wirtszellen dazu, sie bei einer Infektion ins Zellinnere aufzunehmen. Dazu manipulieren sie gezielt das Proteingerüst der Zellen. So können sich die Erreger besser an Zellen anheften, in sie eindringen oder sich in ihnen ausbreiten. Eine Schlüsselrolle bei der Kontrolle dieser Umbauten im Zellskelett spielt der WAVE-Komplex, an den kleine regulatorische Proteine, sogenannte GTPasen, binden können. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt den mehrstufigen molekularen Mechanismus der Aktivierung dieses Komplexes aufgeklärt. Die Studien schaffen die Basis für weitere Untersuchungen, um die Mechanismen von Bewegungs- und Infektionsprozessen besser zu verstehen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal Current Biology.

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