Samstag, 21. Juli 2018
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Aktuelle Infos für Ärzte

10. Juli 2018

© Adam Gregor / Fotolia.com
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Wenig Austausch zu Impfungen unter Haus- und Fachärzten – niedrige Impfraten bei Immunsupprimierten

In einem Video zur Pressekonferenz „Impfschutz für jedes Alter: Prävention der Meningokokken- und Pneumokokken-Infektion“, die Pfizer im April anlässlich des DGIM in Mannheim veranstaltete, werden Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Hausärzten diskutiert: Dr. Markus Frühwein, Facharzt für Allgemeinmedizin, und Nicole Weider, Kommunikationsexpertin, beleuchten die Umfrageergebnisse, die unter anderem die Häufigkeit des Austauschs über das Thema Impfen zwischen Haus- und Facharzt und ihre Kommunikationsmittel untersuchte.

© psdesign1 / Fotolia.com
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Warum menschliche Blutzellen im Knochen entstehen

Warum befinden sich Blutstammzellen bei Menschen und anderen Säugetieren im Knochenmark, während sie bei Fischen im Nierenmark zu finden sind? Diese Frage stellten sich Wissenschaftler seit den späten 1970er Jahren. Damals stellten Biologen erstmals fest, dass sich Blutzellen nur an bestimmten Orten des Körpers, Stammzell-Nischen, bilden. Eine mögliche Erklärung hat jetzt – 40 Jahre später – ein Team aus Forschern bei Zebrafischen gefunden. In einer Studie schildern sie, dass unterschiedliche Schutzmechanismen gegen Sonnenstrahlung der Grund sein könnten. Langfristig könnten von der Fisch-Forschung auch Krebs- und Immunpatienten profitieren.  

09. Juli 2018

© Bomix / fotolia.com
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Seltene Erkrankung enthüllt unbekannten Mechanismus der Fettverdauung

Patienten mit CDDs (congenital diarrheal disorders), einer Gruppe seltener, weitgehend unerforschter Erbkrankheiten, leiden häufig bereits bei der Geburt an schwerem, oft lebensbedrohlichem Durchfall. WissenschaftlerInnen des LBI-RUD und des CeMM, zusammen mit der Medizinischen Universität Innsbruck und dem University Medical Center Utrecht haben nun die molekularen Mechanismen der Erkrankungen erforscht. Dabei sind sie auf ein Protein gestoßen, das eine entscheidende Rolle in der Fettverdauung spielt.

„Fast track“: Schmerzarm und schnell wieder aktiv

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) setzen die Orthopäden um Prof. Andreas Roth in der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie zukünftig auf eine "fast track" genannte Methode – die zügige Rückkehr zu früherer Aktivität. Operierte Patienten sollen dabei schnell damit beginnen, ihr neues Implantat oder Gelenk zu belasten und ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufzunehmen. Auch lange Krankenhausaufenthalte werden auf diese Weise vermieden.

© galitskaya / Fotolia.com
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Wie sich Fernreisende gegen Denguefieber schützen können

Das Dengue-Fieber ist eine Viruskrankheit, die von der Tigermücke (Aedes) von Mensch zu Mensch übertragen wird. Das Virus kommt weltweit in den Tropen und Subtropen vor. Es ist die häufigste von Insekten übertragene Krankheit. Schätzungsweise 50 bis 100 Millionen Infektionen gibt es jährlich. Während man in vielen Ländern Asiens und Lateinamerika gut über die Verbreitung von Dengue Bescheid weiß, fehlen in Afrika genaue Zahlen.Wissenschaftler der Universitätsmedizin Leipzig untersuchten nun in Zusammenarbeit mit afrikanischen Fachkollegen die Verbreitung der Denguevirus-Infektion in Teilen des Sudan. Die Studienergebnisse sind kürzlich in der Zeitschrift „Tropical Medicine & International Health“ erschienen.

05. Juli 2018

© UMG
© UMG

Multiple Sklerose genauer verstehen: Höchstauflösende 3D-Nano-Mikroskopie soll neue Erkenntnisse für Diagnostik und Therapieansätze bringen

Göttinger und Heidelberger Forscher entwickeln höchstauflösendes Mikroskopieverfahren zur Untersuchung von Schädigungen an Nervenzellen und deren Fortsätzen im Gehirn bei Multipler Sklerose. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Inititativprojekt NanoPatho im Programm „Photonik" mit 7,7 Mio Euro für drei Jahre.

© Michael Szabó / Universitätsklinikum Jena
© Michael Szabó / Universitätsklinikum Jena

Goldstandard für die Messung von Schmerzen

Das Universitätsklinikum Jena und die Firma Grünenthal leiten einen internationalen Forschungsverbund zur Verbesserung der Schmerztherapie nach Operationen und bei chronischen Schmerzen. Im jetzt gestarteten Projekt PROMPT wollen Partner aus Hochschulen, Pharmaindustrie, Patientenorganisationen, Schmerzfachgesellschaften und kleinen und mittleren Unternehmen geeignete Standards für die Beurteilung der Schmerztherapie aus Patientensicht ermitteln und evaluieren. Die dabei identifizierten Fragebögen sollen künftig zur Bewertung des Therapieerfolges sowohl im klinischen Alltag als auch in klinischen Studien dienen. PROMPT ist eines von drei Teilprojekten des IMI-PainCare-Verbundes.

Opioidabhängigkeit: Neue Informationsbroschüre zu sozialrechtlichen Fragen

Laut Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums sind zwischen 250.000 und 280.000 Personen in Deutschland opiatabhängig, verbunden mit entsprechenden Auswirkungen auf deren Leben und Alltag. Zum Thema „Opioidabhängigkeit“ hat die neuraxFoundation gGmbH eine neue Broschüre veröffentlicht. Ziel ist es, Ärzte und Fachkräfte ohne großen Zeitaufwand im Gespräch mit Patienten und Angehörigen zu unterstützen, wenn es um sozialrechtliche Fragestellungen geht. Durch die Sucht bewegen sich Betroffene zum Teil in der Illegalität und haben mit negativen Konsequenzen wie sozialer Isolation, Stigmatisierung und finanziellen Problemen zu kämpfen.

Natalizumab bei hochaktiver RRMS: Gute Steuerbarkeit und positives Nutzen-Risiko-Verhältnis in der Langzeittherapie

Die Fortschritte im Bereich Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose (MS) haben in den vergangenen Jahren zu einer wesentlichen Verbesserung der Behandlungsergebnisse geführt. Häufig ist jedoch im Laufe der Zeit eine Therapieumstellung nötig. In diesen Fällen ist eine rasche Reversibilität und damit eine gute Steuerbarkeit des Wirkmechanismus von Vorteil. Mittlerweile vorliegende Langzeitdaten zu Natalizumab (Tysabri®) und Praxiserfahrungen über zwölf Jahre zeigen das positive Nutzen-Risiko-Profil des Wirkstoffs unter Anwendung des aktuellen Risiko-Algorithmus der Europäischen Arzneimittel- Agentur EMA. Der Algorithmus dient zur Erfassung des Risikos einer Progressiven Multifokalen Leukenzephalopathie (PML) von mit Natalizumab behandelten Patienten. Eine wichtige Rolle in der Früherkennung einer PML spielt die Magnetresonanztomographie (MRT).

Wie Herpesviren das Immunsystem hintergehen

Herpesviren verursachen viele Krankheiten, wie beispielsweise Gürtelrose oder Pfeiffersches Drüsenfieber, die die Lebensqualität nachhaltig beinträchtigen. Das menschliche Immunsystem kann Herpesviren meist an der Ausbreitung hindern, jedoch nicht ganz aus dem Körper entfernen. Das liegt daran, dass diese Viren ein ganzes Arsenal von Faktoren enthalten, die die befallenen Zellen vor dem Immunsystem schützen und das Virus verstecken – die Immun-Evasine. Die Arbeitsgruppe von Dr. Sebastian Springer, Professor für Biochemie und Zellbiologie an der Jacobs University Bremen, hat nun aufgeklärt, wie ein solches Immun-Evasin funktioniert.

04. Juli 2018

Neue Leitlinie zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Eine frühzeitige und gezielte Therapie kann bei Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) die Zerstörung der Gelenke häufig verhindern. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) zeigt in einer neuen Leitlinie auf, wie die Behandlung trotz knapper Ressourcen erfolgen muss. Besonders wichtig sind erste Kontrolltermine schon nach sechs Wochen und eine gezielte Behandlung anstelle langfristiger Kortisontherapie. Heute wird die S2e-Leitlinie „Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten (DMARDs)“ online veröffentlicht. Auf dem 46. Kongress der DGRh im September in Mannheim stellen die Autoren sie umfassend vor.

© psdesign1 / Fotolia.com
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Neurologen: Migräne erhöht Risiko für Gefäßerkrankungen

Menschen mit Migräne besitzen ein erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen. „Zwei große aktuelle Studien aus den USA und aus Dänemark zeigen, dass Migränepatienten etwas häufiger Herzinfarkte, Schlaganfälle und venöse Thrombosen erleiden“, so Privatdozent Dr. med. Charly Gaul, Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). „Zwar ist die Sterblichkeit von Menschen mit Migräne insgesamt nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung. Ärzte, die Migränepatienten behandeln, sollten sich des Risikos aber bewusst sein“, sagt Prof. Dr. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Bluttest ermöglicht das Ablesen der inneren Uhr

Mit einem neuen Bluttest können Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin den Status der inneren Uhr eines Patienten erstmals objektiv bestimmen. Ist der innere Rhythmus bekannt, lässt sich mit der darauf abgestimmten Einnahmezeit der Medikamente auch ihre Wirkung verbessern. Mithilfe dieser Chronotherapie lassen sich Arzneimittel insgesamt wirksamer und verträglicher einsetzen als bisher. Veröffentlicht wurde die Studie in The Journal of Clinical Investigation (1). Die Funktionen des menschlichen Körpers unterliegen tageszeitlichen Schwankungen. So zeigen zum Beispiel Medikamente in Abhängigkeit von der inneren Uhr unterschiedlich starke Wirkung – je nachdem, zu welcher Uhrzeit sie eingenommen werden. Diese Reaktion ist von Mensch zu Mensch verschieden, abhängig davon ob seine innere Uhr zum Spättyp oder zum Frühtyp neigt, also ob die Person eher eine Eule oder eine Lerche ist.

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Patientenportal für klinische Studien macht medizinische Forschung für alle transparent und zugänglich

In Deutschland werden jedes Jahr über 500 klinische Forschungsstudien zu neuen Therapien und Medikamenten durchgeführt. Ein Großteil betrifft Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, COPD, Arthrose oder Schuppenflechte und richtet sich an chronisch kranke Patienten. Leider weiß die Mehrheit dieser Patienten nichts über aktuelle Studien und die Möglichkeiten, die sich daraus für sie ergeben können. Hier setzt das Aufklärungsprinzip von Mondosano an und bietet einfach aufbereitete Informationen zu neuen Therapieformen und Forschungsprojekten. Bei Interesse vermittelt Mondosano den Patienten zusätzlich in eine für ihn geeignete Studie.

Diabetes – eine unterschätzte Herausforderung in der Pflege

Die stetig steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen mit Diabetes stellt eine wachsende Herausforderung dar. Mit dem Kompaktkurs „Basisqualifikation Diabetes Pflege DDG“ bietet die DDG praktische Hilfe und vermittelt Sicherheit bei der Pflege von Patienten mit Diabetes. Von der DDG qualifizierte Trainer bieten diese Kurse überregional an. Eine Liste der Trainer ist auf der Website abrufbar. Die Trainerteams verfügen sowohl über diabetologisch-ärztliche als auch über Diabetes beratende und pflegerische Qualifikationen. Die Fortbildung für Pflegende umfasst 16 Stunden und kostet 275 Euro. Vermittelt werden vor allem Kompetenzen, um die Pflegeanamnese und die Pflege- bzw. Maßnahmenplanung diabetesbezogen zu erheben bzw. zu gestalten. Zudem geht es darum, Notfälle, Komplikationen und Folgeerkrankungen im Zusammenhang mit einer Diabeteserkrankung zu vermeiden bzw. zu minimieren.

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters NutriAct jetzt im Fachblatt BMC Medicine publiziert.