Mittwoch, 22. Mai 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Grundlagenforschung

Mai 2019

Dünndarm: Nahrung löst Immunantwort aus

Dünndarm: Nahrung löst Immunantwort aus
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Nahrung löst im Dünndarm eine Immunantwort aus, die dadurch in Schach gehalten wird, dass die beteiligten Immunzellen absterben. Das hat ein Forschungsteam um den Marburger Immunologen Prof. Dr. Ulrich Steinhoff herausgefunden. Bisher galt es unter Fachleuten als ausgemacht, dass die Nahrung keine Immunantwort im Darm auslösen darf. Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse im Fachblatt „Journal of Clinical Investigation“.

Alzheimer: Neuer Ansatz zur Zerstörung hochtoxischer Amyloid-beta-Oligomere

Alzheimer: Neuer Ansatz zur Zerstörung hochtoxischer Amyloid-beta-Oligomere
© sdecoret - stock.adobe.com

Der im Forschungszentrum Jülich entwickelte Alzheimer-Wirkstoff-Kandidat PRI-002 hat die Phase I der klinischen Forschung in gesunden Freiwilligen erfolgreich durchlaufen. Bei einer täglichen Verabreichung über einen Zeitraum von 4 Wochen erwies sich der Wirkstoff als sicher für die Anwendung im Menschen. Der nächste Meilenstein ist nun der Nachweis der Wirksamkeit im Patienten in der klinischen Phase II.

Multiple Sklerose: Zwillingsstudie zeigt Bedeutung epigenetischer Veränderungen

Multiple Sklerose: Zwillingsstudie zeigt Bedeutung epigenetischer Veränderungen
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen der Multiplen Sklerose (MS) noch nicht vollständig verstanden; angenommen wird ein Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren als Auslöser. Nun haben Forscher des Instituts für Klinische Neuroimmunologie des Klinikums der Universität München und der Universität des Saarlandes im Rahmen der MS TWIN STUDY festgestellt, dass Multiple Sklerose mit epigenetischen Veränderungen einhergeht. Die Wissenschaftler zeigen zudem, dass Medikamente einige dieser Veränderungen beeinflussen.

Lipödem: Klinische Studie zu Liposuktion und Schmerzlinderung

Lipödem: Klinische Studie zu Liposuktion und Schmerzlinderung
© Stockfotos-MG - stock.adobe.com

Die Vor- und Nachteile einer operativen Fettabsaugung als Behandlung gegen die chronische Fettverteilungsstörung bei Frauen – das Lipödem – untersuchen im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) die Hautklinik am Klinikum Darmstadt und das Zentrum für Klinische Studien Köln (ZKS) an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Die Konsortialführung obliegt beim ZKS-Leiter Prof Dr. med. Oliver Cornely, die klinische Studienleitung bei Klinikdirektor PD Dr. med. Maurizio Podda.

Alzheimer-Forschung: Messung von Amyloid-Beta im Blut und Tau im Liquor ermöglicht frühe Diagnose

Alzheimer-Forschung: Messung von Amyloid-Beta im Blut und Tau im Liquor ermöglicht frühe Diagnose
© RUB, Marquard

Die Alzheimerkrankheit, häufigste Ursache für Demenz, kann mit derzeitigen Techniken erst erkannt werden, wenn sich die typischen Plaques im Gehirn gebildet haben. Aber dann scheint keine Therapie mehr möglich. Die ersten Veränderungen durch die Alzheimerkrankheit finden auf Proteinebene schon bis zu 20 Jahre früher statt. Mit einem an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelten zweistufigen Verfahren kann die Erkrankung allerdings schon früher erkannt werden (1).

April 2019

Herzschwäche: Forschungsprojekt zu dilatativer und hypertropher Kardiomyopathie

Herzschwäche: Forschungsprojekt zu dilatativer und hypertropher Kardiomyopathie
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Ein Herz scheint reine Physik zu sein: Klappen öffnen und schließen sich, das Blut fließt in Strömen, elektrische Impulse steuern den Herzschlag. Wissenschaftler eines deutsch-britischen Kooperationsprojektes betrachten das Herz auf eine andere Weise: Sie wollen es in seine kleinsten Bestandteile – die Zellen – zerlegen und diesen ihre Geheimnisse entlocken. So wollen sie verstehen, was das Herz schwach und krank macht. Koordiniert wird das Forschungsprojekt auf deutscher Seite am Max-Delbrück-Centrum in Berlin.

Gedächtnis: Fortschritte beim Verständnis der Protein-RNA-Partikeln

Ein Wissenschaftlerteam des Helmholtz Zentrums München und der Universität Ulm hat entdeckt, dass der neuronale Transportfaktor Staufen2 auf viel komplexere Art als bisher bekannt seine Zieltranskripte abtastet und an sie bindet. Der RNA-Transport erfolgt in sehr komplexen Protein-RNA-Partikeln, deren Aufbau und Spezifität noch schlecht verstanden werden. Mit den jetzt im Journal Nature Communications veröffentlichten Erkenntnissen sind neue Ansätze zum besseren Verständnis möglich.

Personalisierte Therapien bei CED

Personalisierte Therapien bei CED
© sudok1 / Fotolia.com

Der Ruf nach einer personalisierten Medizin, der in nahezu allen medizinischen Fachgebieten immer lauter zu hören ist, macht auch vor den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen nicht Halt. Die Gastroenterologen versprechen sich davon eine höchst effektive und gleichzeitig gut verträgliche Therapie für jeden einzelnen Patienten. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, denn er erfordert intensive Grundlagenforschung in den Bereichen Pathophysiologie, Genetik und Immunologie. Denn klar ist: Trotz aller Innovationen in den vergangenen Jahren besteht noch immer ein...

Welt-Parkinson-Tag: Ursächliche Therapieformen im Fokus

Welt-Parkinson-Tag: Ursächliche Therapieformen im Fokus
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Die Behandlung der Parkinson‐Krankheit könnte dank vielversprechender neuer Forschungsergebnisse bald einen entscheidenden Schritt vorankommen: „Zum ersten Mal sind Therapien in Reichweite, die an den Ursachen ansetzen, statt lediglich die Symptome zu bekämpfen“, sagte Prof. Dr. Günter Höglinger, Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG), anlässlich des Welt‐Parkinson‐Tag am 11. April. „Derzeit werden weltweit zahlreiche innovative Therapieformen in klinischen Studien getestet. Sie...

Neue DFG-Forschungsgruppe zu seltenen genetischen Erkrankungen

Neue DFG-Forschungsgruppe zu seltenen genetischen Erkrankungen
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Wie können seltene genetische Erkrankungen besser erkannt und schneller diagnostiziert werden? Um diesem Ziel näher zu kommen, möchte eine neue Forschungsgruppe an der Charité – Universitätsmedizin Berlin wichtige nicht kodierende Abschnitte unseres Erbgutes identifizieren und zuverlässig interpretieren. Ziel ist es, eine Software zu entwickeln, um Gesamtgenom-Daten im klinischen Alltag zu analysieren. Die Forschungsgruppe wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 3,5 Millionen Euro für 3 Jahre gefördert.

März 2019

Postpartale Depression: Erhöhtes Risiko für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes

Postpartale Depression: Erhöhtes Risiko für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes
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Bis zu 15% aller jungen Mütter entwickeln nach der Entbindung eine postpartale Depression (PPD), auch Wochenbett-Depression genannt. Im Gegensatz zu einem kurzzeitig anhaltenden „Baby-Blues“ birgt sie das Risiko für eine dauerhafte Depression oder für Bindungsstörungen zum Kind. Nun zeigt eine aktuelle Meta-Studie aus dem Journal „Diabetes Research and Clinical Practice“, dass Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes (GDM) häufiger unter PPD leiden als Frauen ohne diese Stoffwechselerkrankung. Aufgrund des erhöhten Risikos empfiehlt...

Schlüsselenzym hemmt Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke

Nach einem Schlaganfall muss das Gehirn wieder durchblutet werden – das Blutgerinnsel wird entweder durch Medikamente aufgelöst oder mechanisch entfernt. In seltenen Fällen kann die anschließende Reperfusion jedoch dazu führen, dass die lebenswichtige Blut-Hirn-Schranke zusammenbricht. Wie es dazu kommen kann, haben Wissenschaftler der Universität Maastricht, der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Universitätsklinikums Essen nun genauer unter die Lupe genommen.

Alzheimer: Aducanumab gescheitert

Alzheimer: Aducanumab gescheitert
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Der Wirkstoff Aducanumab zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit im Frühstadium ist gescheitert. Eine Zwischenanalyse der beiden Phase-III-Studien mit mehr als 3.200 Probanden habe keinen Hinweis auf einen Erfolg der Studien gegeben, teilte der US-Biotechkonzern Biogen mit. Aducanumab sollte auf Grundlage einer Immunisierung wirken. Es handelte sich um einen Antikörper, der sich gegen das für die Alzheimer-Krankheit charakteristische Beta-Amyloid richtete. Die Hoffnung war, den Verlauf der Alzheimer-Erkrankung dadurch zu verlangsamen.

Schwangerschaft: Qualität des Spermas nimmt mit zunehmendem Alter ab

Schwangerschaft: Qualität des Spermas nimmt mit zunehmendem Alter ab
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Die verbreitete Annahme, dass Spermien nicht altern, ist überholt. Auch männliche Keimzellen unterliegen Alterungsprozessen. Studien weisen darauf hin, dass die DNA der Samenzellen über die Jahre Schaden nehmen kann. Die Folge: das Risiko von Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen des Nachwuchses steigt. Ebenso erleiden die Partnerinnen häufiger Komplikationen in der Schwangerschaft. Die neuen Erkenntnisse, die Andrologen zur Fruchtbarkeit des älteren Mannes haben, und was dies für ältere Paare mit Kinderwunsch bedeutet, diskutieren Experten auf der...

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Mit Rheuma werden gemeinhin Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen bezeichnet, oft einhergehend mit einer Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Etwa 200 bis 400 einzelne Erkrankungen werden mittlerweile unter Rheuma verzeichnet, die sich im Beschwerdebild, dem Verlauf und der Prognose sehr unterscheiden. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist es keine Erkrankung nur älterer Menschen, betont Prof. Christoph Baerwald, 1. Sprecher des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Leipzig anlässlich des...