Montag, 28. September 2020
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Medizin

Beiträge zum Thema: Grundlagenforschung

September 2020

Arzt-Patienten-Kommunikation und Placebo-Effekte können den Verlauf von Krankheiten verbessern

Arzt-Patienten-Kommunikation und Placebo-Effekte können den Verlauf von Krankheiten verbessern
©VadimGuzhva - stock.adobe.com

Über den Placeboeffekt und auch seinen Gegenspieler, den Noceboeffekt, seine Wirkung und aktuelle Erkenntnisse sprach Prof. Manfred Schedlowski, Direktor des Institutes für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen, in seiner Keynote bei der geriatrisch- gerontologischen Online-Konferenz, die vom 3. bis 5. September 2020 stattfand. Da gerade ältere Patienten häufig Noceboeffekten in der Kommunikation ausgesetzt sind, ist dieses Thema besonders für Geriater interessant und relevant.  

THC:CBD-Oromukosalspray: Add-on-Behandlung der Spastik bei Multipler Sklerose

THC:CBD-Oromukosalspray: Add-on-Behandlung der Spastik bei Multipler Sklerose
©DOC RABE Media - stock.adobe.com

Für viele Cannabinoide wie Cannabisblüten oder -extrakte gibt es kaum Studien mit einer hohen methodischen Qualität (1). Eine Ausnahme stellt allerdings das THC:CBD-Oromukosalspray Nabiximols (Sativex®) dar, das zur Add-on-Behandlung der Spastik bei Multipler Sklerose (MS) zugelassen ist (2). Dieses Fertigarzneimittel gilt einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2019 zufolge  als das am besten untersuchte Cannabinoid (3).

Dopamin bei Verhalten und Entscheidungen

Dopamin bei Verhalten und Entscheidungen
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Wie Entscheidungen getroffen und Verhalten gesteuert werden, ist eine der wichtigsten Fragen der Neurowissenschaft. Der Botenstoff Dopamin spielt dabei in unserem Gehirn eine wesentliche Rolle. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) haben zusammen mit Forschenden am Max-Planck-Institut für Neurobiologie die Funktionen von Dopamin beim Entscheiden und bei der Steuerung von Bewegung untersucht.

Mai 2020

Kalziumkanal an Entstehung von Pankreatitis beteiligt

An der Entstehung einer chronischen Pankreatitis sind Mutationen in einem Ionenkanal in der Zellmembran beteiligt, der eine spezifische Durchlässigkeit für Kalziumionen besitzt. Diese Entdeckung machte ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) zusammen mit weiteren Gruppen aus Deutschland, Japan und Frankreich. Damit könnten sie den Weg für neue Therapeutika zur Behandlung und Prävention der chronischen Pankreatitis ebnen.

SARS-CoV-2-Infektion: Schutzmechanismus des Schuppentieres auf den Menschen übertragbar?

SARS-CoV-2-Infektion: Schutzmechanismus des Schuppentieres auf den Menschen übertragbar?
Darren Baker / Fotolia.com

Schuppentieren fehlen 2 Gene, die bei Säugetieren normalerweise eine Virusinfektion  erkennen und eine entsprechende Immunantwort auslösen. Einer kürzlich in der Zeitschrift „Frontiers in Immunology“ veröffentlichten Studie nach könnte diese Erkenntnis insofern von Bedeutung sein, als dass diese Schuppentiere zwar Träger des SARS-CoV-2 sein können – dies aber scheinbar trotz fehlender Komponenten der konventionellen Immunabwehr durch einen anderen Mechanismus ausgleichen können. Eine Aufklärung des zugrundeliegenden...

April 2020

Parkinson-Krankheit kann im Darm beginnen

Parkinson-Krankheit kann im Darm beginnen
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Forscher des Karolinska Institutet in Schweden und der Universität von North Carolina in den USA haben die Zelltypen, die hinter verschiedenen Hirnerkrankungen stehen, aufgezeigt. Die Ergebnisse werden in Nature Genetics veröffentlicht und bieten einen Fahrplan für die Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung neurologischer und psychiatrischer Störungen. Eine interessante Erkenntnis war, dass Zellen aus dem Nervensystem des Darms an der Parkinson-Krankheit beteiligt sind, was darauf hindeutet, dass die Krankheit dort ihren Anfang nehmen könnte.

COVID-19 und Diabetes: Handlungsempfehlungen für die Praxis

COVID-19 und Diabetes: Handlungsempfehlungen für die Praxis
© Sherry Yates / Fotolia.com

In den letzten 2 Wochen ist die weltweite Mortalitätsrate durch COVID-19 um 2,5% auf 6,3% gestiegen. Auch in Deutschland liegt die zu Beginn der Pandemie sehr niedrige Mortalitätsrate derzeit (Stand 14.04.2020) bei 2,5%. Daher ist es angezeigt, vulnerable Patientengruppen wie Patienten mit diabetologischen Vorerkrankungen besonders in den Blick zu nehmen. Der Diabetologe Dr. Christian Toussaint, Berlin, gab heute Tipps für die Praxis.

COVID-19 und Diabetes: Optimale Blutzuckerkontrolle minimiert Infektionsrisiko

COVID-19 und Diabetes: Optimale Blutzuckerkontrolle minimiert Infektionsrisiko
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, an einer COVID-19 Infektion zu erkranken. Neben ausreichender Hygiene und weitgehender Beschränkung enger sozialer Kontakte, kann vor allem eine optimale Blutzuckerkontrolle das Infektionsrisiko minimieren. Das betont Susanne Kaser, Diabetes-Expertin und stellvertretende Leiterin der Univ.-Klinik für Innere Medizin I und seit Januar 2020 Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG).

SARS-CoV-2: Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle

SARS-CoV-2: Antivirale Wirkstoffe und neue Testmodelle
© Gorodenkoff - stock.adobe.com

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat weltweit bereits fast 68.000 Todesopfer gefordert (Stand 5.4.2020). Eine spezifische Therapie oder eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht. In einem jetzt gestarteten EU-Projekt wollen Forschende um die Professoren Jan Münch von der Universität Ulm und Thomas Schrader (Universität Duisburg-Essen) die Entwicklung einer wirksamen antiviralen Therapie beschleunigen. Dazu sollen zusammen mit weiteren europäischen Partnern verschiedene potenzielle Wirkstoffe gegen das Coronavirus schnell und effizient erprobt werden. Für das...

COVID-19: Erster Patient erhält monoklonalen Anti-C5a-Antikörper zur Behandlung schwerer Pneumonie

COVID-19: Erster Patient erhält monoklonalen Anti-C5a-Antikörper zur Behandlung schwerer Pneumonie
© SciePro - stock.adobe.com

Der erste Patient hat im Rahmen einer multizentrischen randomisierten Studie den monoklonalen Anti-C5a-Antikörper zur Behandlung einer schweren COVID-19-Pneumonie erhalten. Die niederländische Studie startete auf Grundlage erster positiver Humandaten, die auf eine Rolle von C5a bei COVID-19 hinweisen. Weitere Studienzentren in Deutschland und anderen europäischen Ländern sind geplant.

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).