Donnerstag, 18. Juli 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Grundlagenforschung

Juni 2019

Metastasierung: Typen der streuenden Tumorzellen variieren sehr stark

Metastasierung: Typen der streuenden Tumorzellen variieren sehr stark
© Marion Wear / Fotolia.com

Die meisten Krebspatienten sterben nicht an ihrem primären Tumor in einem bestimmten Organ, sondern daran, dass sich einzelne Tumorzellen aus dem Ersttumor lösen, sich in Leber, Lungen, Knochen oder Gehirn ansiedeln und das dortige Gewebe durch die Bildung von Metastasen zerstören. Bei der Metastasierung ist nicht vollständig geklärt, wie die Beschaffenheit und der Typ von Krebszellen die Streuung in den Körper beeinflusst. Die bösartigen Zellen der meisten Ersttumoren sind epithelialen Ursprungs, doch können diese epithelialen Tumorzellen in andere...

Medikamentenresistenz: Studie prüft Blockade mit künstlichem Antikörperfragment

Medikamentenresistenz: Studie prüft Blockade mit künstlichem Antikörperfragment
© Kateryna_Kon - stock.adobe.com

Mit einem künstlich hergestellten Antikörperfragment hat ein internationales Forschungsteam den Transportmechanismus eines Membranproteins aus Bakterien untersucht. Die Transportproteine, ABC-Exporter genannt, kommen beispielsweise in den Zellmembranen von Bakterien und in großen Mengen in malignen Zellen vor und sind dafür verantwortlich, kleine Moleküle aus den Zellen zu befördern. Einige Transporter können Antibiotika oder Chemotherapie-Wirkstoffe aus den Zellen pumpen und die Therapien somit wirkungslos machen. In der aktuellen Studie zeigten die...

Schäden am Herzmuskel: Ausdauersport erhöht Zahl der Kardiomyozyten im Mausmodell

Schäden am Herzmuskel: Ausdauersport erhöht Zahl der Kardiomyozyten im Mausmodell
© psdesign1 - stock.adobe.com

Säugetierherzen haben eine große Schwäche: Sind sie erst einmal ausgewachsen, können sie kaum noch neue Muskelzellen bilden. Schäden am Herzmuskel – etwa nach einem Infarkt – gelten daher als irreversibel und sind für eine hohe Zahl von Todesfällen verantwortlich. Bei Untersuchungen an Mäusen konnten Wissenschaftler um die Heidelberger Kardiologin Dr. med. Carolin Lerchenmüller nun jedoch zeigen, dass die Zahl neu gebildeter Kardiomyozyten sich durch Ausdauersport deutlich steigern lässt.

Stress: Molekularer Schalter im Tiermodell identifiziert

Stress: Molekularer Schalter im Tiermodell identifiziert
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass die Regeneration von Zellen im Darm der Fruchtfliege Drosophila durch den Transkriptionsfaktor Ets21c beeinflusst wird. In einem gemeinsamen Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Mirka Uhlirova kooperierte das Exzellenzcluster für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln mit dem Labor von Dr. Tony Southall am Imperial College London zu den genetischen Grundlagen des bekannten Modellorganismus. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift „Cell Reports“ veröffentlicht.

Grippe: Prüfung antiviraler Medikamente an lebenden menschlichen Lungengewebsschnitten

Grippe: Prüfung antiviraler Medikamente an lebenden menschlichen Lungengewebsschnitten
© fotoliaxrender - stock.adobe.com

Bei den jährlichen Grippewellen erkranken weltweit etwa eine Milliarde Menschen, davon über 5 Millionen schwer. Verfügbare Grippeimpfstoffe werden häufig nach einiger Zeit wirkungslos, denn die Viren ändern permanent ihre Oberflächenstruktur und umgehen so den Impfschutz. Neue Wege zur Entwicklung antiinfektiver Therapien gehen deutsche und australische Wissenschaftler in dem Forschungskonsortium Fraunhofer iCAIR®: Sie entwickeln antivirale Wirkstoffe und prüfen deren Wirksamkeit unter anderem an lebenden menschlichen Lungengewebsschnitten,...

Mai 2019

Erkrankungen des Nervensystems: Forscher identifizieren Auslöser für Defekte im Proteinimport in die Mitochondrien

Erkrankungen des Nervensystems: Forscher identifizieren Auslöser für Defekte im Proteinimport in die Mitochondrien
© Wire_man - stock.adobe.com

Forscher der Universität Freiburg haben einen neuen molekularen Mechanismus entdeckt, über den Blockaden im Proteinverkehr in die Kraftwerke der Zelle beseitigt werden. Der mitoTAD-Weg (mitochondrial protein translocation-associated degradation) löst die Blockade des Proteinverkehrs am TOM-Komplex auf und erlaubt so einen freien Proteinverkehr in die Mitochondrien. Da Defekte im Proteinimport in die Mitochondrien mit schweren Erkrankungen wie zum Beispiel des Nervensystems in Verbindung gebracht werden, könnte die Entdeckung des mitoTAD-Weges neue Einblicke in die...

Dünndarm: Nahrung löst Immunantwort aus

Dünndarm: Nahrung löst Immunantwort aus
© fotoliaxrender - stock.adobe.com

Nahrung löst im Dünndarm eine Immunantwort aus, die dadurch in Schach gehalten wird, dass die beteiligten Immunzellen absterben. Das hat ein Forschungsteam um den Marburger Immunologen Prof. Dr. Ulrich Steinhoff herausgefunden. Bisher galt es unter Fachleuten als ausgemacht, dass die Nahrung keine Immunantwort im Darm auslösen darf. Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse im Fachblatt „Journal of Clinical Investigation“.

Alzheimer: Neuer Ansatz zur Zerstörung hochtoxischer Amyloid-beta-Oligomere

Alzheimer: Neuer Ansatz zur Zerstörung hochtoxischer Amyloid-beta-Oligomere
© sdecoret - stock.adobe.com

Der im Forschungszentrum Jülich entwickelte Alzheimer-Wirkstoff-Kandidat PRI-002 hat die Phase I der klinischen Forschung in gesunden Freiwilligen erfolgreich durchlaufen. Bei einer täglichen Verabreichung über einen Zeitraum von 4 Wochen erwies sich der Wirkstoff als sicher für die Anwendung im Menschen. Der nächste Meilenstein ist nun der Nachweis der Wirksamkeit im Patienten in der klinischen Phase II.

Multiple Sklerose: Zwillingsstudie zeigt Bedeutung epigenetischer Veränderungen

Multiple Sklerose: Zwillingsstudie zeigt Bedeutung epigenetischer Veränderungen
© Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen der Multiplen Sklerose (MS) noch nicht vollständig verstanden; angenommen wird ein Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren als Auslöser. Nun haben Forscher des Instituts für Klinische Neuroimmunologie des Klinikums der Universität München und der Universität des Saarlandes im Rahmen der MS TWIN STUDY festgestellt, dass Multiple Sklerose mit epigenetischen Veränderungen einhergeht. Die Wissenschaftler zeigen zudem, dass Medikamente einige dieser Veränderungen beeinflussen.

Lipödem: Klinische Studie zu Liposuktion und Schmerzlinderung

Lipödem: Klinische Studie zu Liposuktion und Schmerzlinderung
© Stockfotos-MG - stock.adobe.com

Die Vor- und Nachteile einer operativen Fettabsaugung als Behandlung gegen die chronische Fettverteilungsstörung bei Frauen – das Lipödem – untersuchen im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) die Hautklinik am Klinikum Darmstadt und das Zentrum für Klinische Studien Köln (ZKS) an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Die Konsortialführung obliegt beim ZKS-Leiter Prof Dr. med. Oliver Cornely, die klinische Studienleitung bei Klinikdirektor PD Dr. med. Maurizio Podda.

Alzheimer-Forschung: Messung von Amyloid-Beta im Blut und Tau im Liquor ermöglicht frühe Diagnose

Alzheimer-Forschung: Messung von Amyloid-Beta im Blut und Tau im Liquor ermöglicht frühe Diagnose
© RUB, Marquard

Die Alzheimerkrankheit, häufigste Ursache für Demenz, kann mit derzeitigen Techniken erst erkannt werden, wenn sich die typischen Plaques im Gehirn gebildet haben. Aber dann scheint keine Therapie mehr möglich. Die ersten Veränderungen durch die Alzheimerkrankheit finden auf Proteinebene schon bis zu 20 Jahre früher statt. Mit einem an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelten zweistufigen Verfahren kann die Erkrankung allerdings schon früher erkannt werden (1).

April 2019

Herzschwäche: Forschungsprojekt zu dilatativer und hypertropher Kardiomyopathie

Herzschwäche: Forschungsprojekt zu dilatativer und hypertropher Kardiomyopathie
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Ein Herz scheint reine Physik zu sein: Klappen öffnen und schließen sich, das Blut fließt in Strömen, elektrische Impulse steuern den Herzschlag. Wissenschaftler eines deutsch-britischen Kooperationsprojektes betrachten das Herz auf eine andere Weise: Sie wollen es in seine kleinsten Bestandteile – die Zellen – zerlegen und diesen ihre Geheimnisse entlocken. So wollen sie verstehen, was das Herz schwach und krank macht. Koordiniert wird das Forschungsprojekt auf deutscher Seite am Max-Delbrück-Centrum in Berlin.

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