Mittwoch, 18. September 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Computer

September 2019

Mikroalbuminurie: Neue Risikogene für Nierenschäden identifiziert

Erhöhte Eiweißwerte im Urin sind ein Anzeichen für eine chronische Nierenerkrankung. Darunter leiden mehr als 10% aller Erwachsenen. Außerdem erhöhen sie das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein internationales Team von mehr als 180 Forschenden, an dem die Universität Greifswald maßgeblich beteiligt war, hat in umfangreichen Studien 68 bisher größtenteils unentdeckte Genorte nachgewiesen, welche die Menge der Eiweißausscheidung im Urin beeinflussen. Die Erkenntnisse liefern Ansatzpunkte für neue...

Internetsucht: Erfolgreiches Konzept für Kurzzeit-Therapie

Die weltweit erste internationale, multizentrische, randomisiert-kontrollierte Behandlungsstudie „Short-term Treatment of Internet- and Computer game Addiction“ (STICA) belegt die nachhaltige Wirksamkeit einer strukturierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Kurzzeitbehandlung von 15 Wochen bei Computerspiel- und Internetsucht. Die Studienergebnisse sind in der hochrangigen internationalen Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht.

Juli 2019

HIV: Ausbreitung der Viren in gewebeähnlichen Umgebungen untersucht

HIV: Ausbreitung der Viren in gewebeähnlichen Umgebungen untersucht
© Oliver Fackler / Frederik Graw

Die Ausbreitung von Krankheitserregern wie dem HI-Virus wird oft im Reagenzglas, das heißt in 2-dimensionalen Zellkulturen untersucht, obwohl dies nicht den viel komplexeren Bedingungen im menschlichen Körper entspricht. Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg hat nun mithilfe von neuartigen Zellkultursystemen, quantitativer Bildanalyse und Computersimulationen erforscht, wie sich HIV in 3-dimensionalen gewebeähnlichen Umgebungen ausbreitet.

Katastrophen- und Nothilfe: Interagency Emergency Health Kit aktualisiert

Gesundheitsteams, die in den Einsatz in der Katastrophen- und Nothilfe gehen, haben meist das Interagency Emergency Health Kit (IEHK) der WHO im Gepäck: über 70 Medikamente + Hilfsmittel, verpackt in mindestens 26 Kisten, über eine Tonne schwer. 2017 überarbeitete die WHO das IEHK und tauschte etliche Arzneimittel aus bzw. fügte neue hinzu. Die argentinisch-deutsche Pharmazeutin Carina Vetye hat nun das Manual für dieses sehr spezifische Medikamentensortiment geschrieben.

Rückenschmerzen: S2k-Leitlinie „Spezifischer Kreuzschmerz“ digital zugänglich

Rückenschmerzen: S2k-Leitlinie „Spezifischer Kreuzschmerz“ digital zugänglich
© WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com

Ab sofort lässt sich die S2k-Leitlinie „Spezifischer Kreuzschmerz“ über das digitale Nachschlagewerk AMBOSS abrufen. Sie steht Ärzten damit online wie offline in Sekundenschnelle zur Verfügung. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ist unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) in Zusammenarbeit mit 13 weiteren medizinischen Fachgesellschaften sowie Berufsverbänden und Patientenvertretern entstanden.

Transplantatversagen bei Flaps: Digitalisiertes Monitoring via App

Transplantatversagen bei Flaps: Digitalisiertes Monitoring via App
© buchachon / Fotolia.com

Freie Gewebetransplantate (Flaps) sind in der MKGChirurgie der Goldstandard, um ausgedehnte Weich- und Hartgewebsdefekte wieder aufzubauen. Bei rund 5% kann es aufgrund mangelnder Durchblutung zum Transplantatversagen kommen. Wird dies jedoch frühzeitig erkannt, kann das Transplantatabsterben bei 70% dieser Patienten verhindert werden. Deshalb ist ein regelmäßiges klinisches und apparatives Monitoring insbesondere in den ersten 48 Stunden nach der OP äußerst wichtig. Der mögliche Nutzen einer fortlaufenden Überwachung des Transplantates durch eine App...

Künstliche DNA kann Freisetzung von Wirkstoffen aus Medikamenten steuern

Künstliche DNA kann Freisetzung von Wirkstoffen aus Medikamenten steuern
© Gundolf Renze - stock.adobe.com

Ein Medikament mit 3 Wirkstoffen, die nacheinander zu festgelegten Zeitpunkten abgegeben werden – bislang nur eine Zukunftsvision, der ein Team der Technischen Universität München (TUM) jetzt aber ein gutes Stück nähergekommen ist. Durch eine Kombination aus Hydrogelen und künstlicher DNA lassen sich Nanopartikel unter körperähnlichen Bedingungen kontrolliert nacheinander freisetzen.

Mai 2019

Übermäßiger Konsum von Energy Drinks: BfR-Stellungnahme zu Auswirkungen auf Herz und Kreislauf

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sollten Kinder und Jugendliche täglich nicht mehr als 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht (KG) zu sich nehmen. Bei einem gesunden jungen Menschen mit etwa 50 kg KG sind dies 150 mg Koffein. Diese Menge wird schon mit 2 handelsüblichen Energy Drink Dosen mit jeweils 80 mg Koffein pro 250 ml überschritten. Einige Jugendliche trinken jedoch zu bestimmten Gelegenheiten innerhalb weniger Stunden vier Dosen und mehr aus. Die Folge können erhöhte gesundheitliche Risiken vor allem für...

Kletter-Sport: Virtuelle Realität soll Akrophobie lindern

Kletter-Sport: Virtuelle Realität soll Akrophobie lindern
© nd3000 - stock.adobe.com

Am Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen wurde ein System entwickelt, das Kletterübungen in größerer Höhe mit virtueller Realität simuliert. Messungen haben ergeben, dass die Anwender ähnlichen Stress empfinden wie bei Übungen in der realen Umgebung. Weitere Forschung soll nun zeigen, wie das System im Klettertraining genutzt werden kann, um die Angst vor Stürzen dauerhaft zu senken.

BacDive: Uneingeschränkter Zugang zu mikrobiologischen Forschungsdaten

BacDive: Uneingeschränkter Zugang zu mikrobiologischen Forschungsdaten
(© DSMZ)

Bereits seit 2012 entwickeln die Bioinformatiker der DSMZ mit BacDive (the Bacterial Diversity Metadatabase) eine weltweit einzigartige Datenbank, die bisher nicht verfügbare Daten von Bakterien und Archaeen frei zugänglich macht. Die Entwicklung folgt dabei den FAIR-Prinzipien, nach denen wissenschaftliche Daten auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar (Findable, Accessible, Interoperable, Re-usable) sein sollen.

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© Racle Fotodesign / fotolia.com

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, pro Woche mindestens 2,5 Stunden an mäßig anstrengender Ausdaueraktivität sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Aktivitäten auszuführen. Laut Daten des Robert Koch-Instituts erreicht nur etwa ein Fünftel der Frauen (20,5%) und ein Viertel der Männer (24,7%) in Deutschland beide Empfehlungen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung bewegt sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche (1). Doch regelmäßige Bewegung schützt nicht nur vor Übergewicht...