Donnerstag, 18. Juli 2019
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Medizin

Beiträge zum Thema: Demenz

Juni 2019

Hypoglykämie: Ängste behindern adäquate Insulin-Therapie

Hypoglykämie: Ängste behindern adäquate Insulin-Therapie
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Unterzuckerungen sind für Diabetespatienten mit Insulintherapie eine ständige Gefahr und Quelle der Angst. Trotzdem nimmt nur jeder Zweite nach solchen Ereignissen Kontakt zu seinem Arzt auf. Dabei verschlechtern Hypoglykämien die Lebensqualität, können Beeinträchtigungen bis hin zu kognitiven Störungen nach sich ziehen und bedrohen schlimmstenfalls das Leben. Und sie sind erheblich häufiger, als viele glauben. Das zeigen deutsche Daten von 2.071 Patienten mit Insulintherapie: 81,3% der Typ-1- und 39,7% der Typ-2-Diabetiker hatten in den 4 Wochen...

Zellbiologen entdecken neuen Protein-Abbau-Weg mit unerwarteter Funktion

Zellbiologen entdecken neuen Protein-Abbau-Weg mit unerwarteter Funktion
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Damit Zellen ihre Funktion erfüllen und gesund bleiben, müssen laufend neue Proteine gebildet sowie alte und fehlerhafte Proteine entfernt werden. Defekte in diesen Prozessen können zu Erkrankungen wie Krebs oder Neurodegeneration führen. Ein Team um den Zellbiologen David Teis vom Biozentrum der Medizin Uni Innsbruck konnte nun einen neuen Protein-Abbau-Weg identifizieren, der zudem auch eine essentielle Funktion im intrazellulären Lipidstoffwechsel erfüllt. Das neue Wissen lässt potentielle Therapie-Ansätze für den gezielten Abbau von...

Gedächtnis: Rhythmisierung der Hirnaktivität kann Leistung verbessern

Gedächtnis: Rhythmisierung der Hirnaktivität kann Leistung verbessern
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Während bestimmter mentaler Prozesse, beispielsweise beim Erinnern, erzeugen Nervenzellverbünde im Gehirn eine besondere rhythmische Aktivität. Durch verschiedene Reize, etwa Licht oder Geräusche, lassen sich diese Oszillationen in der Hirnaktivität beeinflussen – und das kann das Gedächtnis verbessern. Zu diesem Schluss kommen Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum, der University of Birmingham und vom Emory University Hospital in Atlanta in einem Review-Artikel in der Zeitschrift „Trends in Neurosciences“.

Demenz: Präventiver Einfluss von Sport überschätzt?

Demenz: Präventiver Einfluss von Sport überschätzt?
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Im British Medical Journal wurde eine Metaanalyse publiziert (1), in der über 400.000 Teilnehmer in Hinblick darauf ausgewertet wurden, ob körperliche Inaktivität einen Risikofaktor für die spätere Entwicklung einer Demenz darstellt. Demzufolge scheint Sport einen geringeren direkten präventiven Einfluss zu haben als bislang angenommen. Dennoch raten die Experten weiterhin zur körperlicher Aktivität. Denn Sport schützt vor kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen, die wiederum Demenzen begünstigen können.

Tiefe Hirnstimulation: Weiterentwicklung bietet Chancen bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen

Tiefe Hirnstimulation: Weiterentwicklung bietet Chancen bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen
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Im Rahmen der 70. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) wurden neue Erkenntnisse in der Therapie neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Dystonie und Tremor präsentiert. Die Weiterentwicklung der Tiefen Hirnstimulation (THS) erweist sich als eine effiziente Behandlungsmethode – gerade auch, wenn die Wirkung der bewährten, individuell angepassten medikamentösen Therapie nach einigen Jahren nachlässt, was für die Betroffenen eine erhebliche körperliche Beeinträchtigung und große psychische Belastung...

April 2019

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen

Alzheimer: BIN1-Risikotyp korreliert mit Tau-Ablagerungen
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Über 1,4 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Alzheimer, weltweit sind es etwa 35 Millionen. Die Abschätzung des Alzheimerrisikos für den Einzelnen im Alter stellt immer noch eine der großen Fragen in der Demenzforschung dar. Die Vererbbarkeit der Alzheimer-Krankheit beträgt 60-80%. Nun haben kürzlich genomweite Assoziationsstudien in zehntausenden von Personen neue genetische Varianten entdeckt, die mit einem erhöhten Alzheimerrisiko einhergehen.

Alzheimer Demenz und Multiple Sklerose: Neue Ansätze in der Forschung

Alzheimer Demenz und Multiple Sklerose: Neue Ansätze in der Forschung
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Sowohl der Alzheimer Demenz (AD) als auch der Multiplen Sklerose (MS) scheint nach neueren Forschungen ein kontinuierlicher neurodegenerativer Prozess zugrundezuliegen, der oftmals, wie bei der AD lange Zeit latent verläuft, wie Prof. Dr. med. Oliver Peters, Berlin, auf einem von Roche unterstützten Symposium während des DGKN-Kongresses in Freiburg, erklärte. Aber auch die bislang als distinkt beschriebenen Verlaufsformen der MS – schubförmige MS, die sekundäre Progredienz und ein primär progredienter Verlauf – müssen wohl überdacht...

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie

Parkinson: Entstehung – Diagnostik – Therapie
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Die Parkinson‐Krankheit ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Nur die Alzheimer‐Krankheit ist noch häufiger. Namensgeber ist der englische Arzt James Parkinson (1755-1824), der die Hauptsymptome 1817 erstmals beschrieben hat und auf dessen Geburtstag am 11. April der Welt‐Parkinson‐Tag fällt. Im Durchschnitt erkranken Patienten mit etwa 60 Jahren an Parkinson. Dem Ausbruch gehen aber vermutlich jahrzehntelange Veränderungen im Körper voraus.

Halluzinogene: Psychedelische Substanzen verändern Thalamus-Funktion

Halluzinogene: Psychedelische Substanzen verändern Thalamus-Funktion
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Wissenschaftler der Monash University in Melbourne sind Teil eines globalen Teams, das die weltweit erste nicht-invasive Computertechnologie entwickelt hat, um zu erforschen, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, wenn es unter dem Einfluss von Halluzinogenen wie LSD steht. Dank einer neuen nicht-invasiven Technologie konnten Wissenschaftler feststellen, dass der Thalamus unter dem Einfluss psychedelischer Substanzen seine Schutzfunktion verliert und dem Kortex eine Fülle von Informationen liefert. Dies löst dann den sogenannten LSD-Trip aus.

Februar 2019

Ernährung: Süßstoffhaltige Getränke steigern ischämische Schlaganfälle, koronare Herzerkrankung und Gesamtsterblichkeit

Die Ergebnisse von 82.000 Frauen der Women's Health Initiative Observational Study (1) liegen vor: Das Risiko für tödliche und nicht-tödliche Schlaganfälle war um 23% höher bei den Frauen, die angaben, vergleichsweise am meisten süßstoffhaltigen Diätgetränke konsumiert zu haben. Diese berichteten über 2 oder mehr künstlich gesüßte Getränke pro Tag, im Unterschied zur niedrigsten Gruppe über keines oder weniger als eines pro Woche.

Gedächtnis: App für Laien zur Kognitionsforschung

Gedächtnis: App für Laien zur Kognitionsforschung
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Mit Hilfe einer kostenfreien App können nun auch wissenschaftliche Laien zur Erforschung des Gedächtnisses beitragen. Die App ist Teil des Bürgerforschungsprojekts „Gemeinsam Gedächtnis erforschen – Welche Faktoren beeinflussen unsere Merkfähigkeit im Alltag“. Der wissenschaftliche Fokus liegt vor allem auf der Fragestellung, inwiefern sich Schlafqualität und grippale Infekte auf die Gedächtnisleistung auswirken. Das Projekt ist eine Kooperation des DZNE, des Instituts für Kognitive Neurologie und Demenzforschung (IKND) am...

Warum Sport das Fortschreiten einer Alzheimer-Demenz verlangsamen kann

Sport wirkt günstig auf die kognitive Funktion, das ist bereits seit längerem bekannt. Sport kann auch einer Demenz vorbeugen. Körperliche Inaktivität hingegen ist ein bedeutsamer Risikofaktor für die Alzheimer-Erkrankung. Eine aktuelle Studie im renommierten Journal „Nature Medicine“ deckt einen Mechanismus auf, der erklären könnte, wie regelmäßiger Sport dem kognitiven Abbau bei Alzheimer-Patienten entgegenwirkt.

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