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   03.04.2009
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Strengere Vorschriften könnten Frühchen retten

Durch strengere Vorschriften für die Kliniken könnte nach einer neuen Studie das Leben vieler Frühgeborener gerettet werden. Die vom Bundesausschuss von Kliniken, Ärzten und Krankenkassen vorgesehene Mindestzahl an behandelten Frühchen pro Klinik ist laut der Erhebung zu gering. Die Untersuchung stammt vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und wurde am Freitag in Berlin veröffentlicht.


Im Dezember hatte der zuständige Bundesausschuss beschlossen, dass es mindestens zwölf Fälle pro Klinik sein müssen. Nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ist diese Zahl zu gering. Frühgeborene würden unnötigen Risiken ausgesetzt, weil Krankenhäuser mit weniger Erfahrung in diesem Bereich nicht aus der lukrativen Versorgung ausgeschlossen werden wollen. Auch der Spitzenverband der Krankenkassen will eine dreimal so große Behandlungszahl durchsetzen.

Das WIdo fasst die Ergebnisse seiner Studie so zusammen: «Insgesamt war die Zahl der potenziell vermiedenen Todesfälle umso höher, je höher die simulierte Mindestmenge war.» Allerdings hätten die Eltern dann weitere Wege zu den spezialisierten Kliniken zurückzulegen. Rund 12 000 Frühchen-Daten aus mehreren Jahren seien herangezogen worden. Insgesamt elf unterschiedliche Mindestmengen seien simuliert und deren Effekte ausgewiesen worden.

Krankenhäuser weisen Forderungen zurück

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft wies Forderungen nach höheren Mindest-Fallzahlen bei der Versorgung Frühgeborener zurück. Hauptgeschäftsführer Georg Baum sagte, eine Konzentration der Risikoschwangerschaften auf wenige zugelassene Zentren könnte die Zahl der Risikogeburten erhöhen. Erfahrungen der Kliniken, die natürliche Geburten ermöglichen, würden dann nicht genutzt.

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Zuletzt geändert am: 03.04.2009