Freitag, 10. Juli 2020
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Gesundheitspolitik

Beiträge zum Thema: Studie

Dezember 2019

"Jeder Mensch hat das Recht, vor Krankenhausinfektionen geschützt zu werden"

Bei der Vermeidung von Krankenhausinfektionen kommt der Prävention durch konsequente Hygienemaßnahmen ein herausragender Stellenwert zu. Diese besteht aus einem ganzen Bündel an Maßnahmen, die richtig kombiniert werden müssen, um bestmögliche Hygiene zu erreichen. Das verdeutlichten die Experten des 8. BVMed-Hygieneforums "Prävention von Krankenhausinfektionen" am 10. Dezember 2019 mit rund 130 Teilnehmern in Berlin.

Neue Studie zeigt: E-Zigaretten schaden langfristig ähnlich wie Tabak

Für Menschen, die E-Zigaretten dampfen, besteht ein erhebliches Risiko, chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Universität von San Francisco, die aktuell im American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht wurde. Der Konsum von E-Zigaretten hat demnach ähnlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit wie das Rauchen traditioneller Tabakzigaretten. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) warnt daher erneut vor dem Gebrauch elektronischer Zigaretten und...

Digitalisierung könnte Wertewandel verursachen

An Fitnessübungen erinnern, Schrittzahl verfolgen und Schlaf kontrollieren sind nur einige der Anwendungen, die Smartwatches, Handys oder Fitnessarmbänder mit entsprechender App durchführen können. Eine Studie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) und der Universität zu Köln im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, dass bei Nutzern sogenannter Fitnesstracker die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie das Solidarprinzip der Krankenversicherung ablehnen.

DKG zum Ergebnis des aktuellen Psychiatrie Barometers

Die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung, eine Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld der Patienten durch mobile fachärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams, wird nur zögerlich umgesetzt. Zu Jahresbeginn 2019 hatten erst 9% der psychiatrischen Einrichtungen in Deutschland diese neue Behandlungsform angeboten. Hauptgründe, die stationsäquivalente Behandlung nicht anzubieten, sind fehlendes Personal für mobile Behandlungsteams, zu hohe Vorhaltekosten und rigide Vorgaben. Das ist das Ergebnis des aktuellen Psychiatrie Barometers...

Umfrage: Deutsche machen sich große Sorgen wegen Altersarmut

Viele Menschen haben Angst, dass das Geld im Alter nicht reicht. Jeder Zweite würde daher gerne privat besser vorsorgen. In der Praxis ist das aber oft nicht ganz einfach. Die Angst vor Altersarmut ist groß in Deutschland: Jeder Zweite hat einer Umfrage zufolge diese Sorge – doch für die private Vorsorge fehlen nach eigener Einschätzung fast ebenso vielen Menschen die Mittel. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Deutsche Bank mit Unterstützung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die in Frankfurt vorgestellt wurde.

Junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen

Besonders junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen: 42% der 14- bis 29-Jähigen fürchten, an einer Depression, Angststörung oder an anderen Seelenleiden zu erkranken. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen hinweg sagen das 30%. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Die Analyse macht darüber hinaus deutlich: Junge Menschen fürchten sich auch häufiger vor anderen Krankheiten als andere Altersgruppen – beispielsweise vor Diabetes oder schweren Augenerkrankungen. Krebs bleibt bei allen Menschen mit Abstand...

November 2019

vfa: Mehr neue Antibiotika sind nötig und möglich

Noch sind sie in Deutschland selten, doch wenn sie auftreten, ein großes Problem: Infektionen mit hochgradig resistenten Bakterien. Ein Themenabend des ZDF befasste sich damit am 26. November. Gegenmaßnahmen sind mehr Hygiene, Impfungen und ein kluger Umgang mit vorhandenen Antibiotika, doch werden auch neue Antibiotika gebraucht. Solche Medikamente können aber unter den bestehenden Marktgegebenheiten ihre Entwicklungskosten oft kaum wieder einspielen. Denn sie sollen möglichst nur als letztes Mittel der Reserve angewendet werden.

Ärztepräsident für "kreative Lösungen" für Praxen auf dem Land

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat für "kreative Lösungen" geworben, um dringend benötigte Hausärzte für ländliche Gebiete zu gewinnen. "Man könnte darüber nachdenken, einen Teil der Medizinstudienplätze nach Regionen mit einem besonderen Bedarf an Ärztinnen und Ärzten zu verteilen", sagte der Bundesärztekammer-Chef der Deutschen Presse-Agentur. Beispielsweise könnte ein bestimmter Anteil der Plätze an Bewerber aus dem Hochsauerland, dem Bayerischen Wald oder der Uckermark gehen –...

Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien

Die Familie prägt die eigenen Ess- und Bewegungsgewohnheiten. Dieser Aspekt spielt eine wesentliche Rolle im Projekt SmartFamily zur digital unterstützten Gesundheitsförderung. Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Experten aus Psychologie, Ernährungswissenschaft und Informatik eine mobile App mit integriertem Gesundheitstrainer erarbeitet. Die Weiterentwicklung der App fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 350.000 Euro.

Depressiven Kindern droht Versorgungslücke nach Klinik

Fast 8% aller depressiven Kinder zwischen 10 und 17 Jahren kommen innerhalb eines Jahres ins Krankenhaus, durchschnittlich für 39 Tage. Nach der Entlassung fehlt oft eine passende ambulante Nachsorge. Folge: Fast jedes vierte dieser Kinder wird innerhalb von 2 Jahren mehrfach stationär behandelt. Das zeigt der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit mit dem Schwerpunkt „Ängste und Depressionen bei Schulkindern“. Basis für die repräsentative Studie sind Abrechnungsdaten der Jahre 2016 und 2017 von rund 800.000 minderjährigen...

Pflegebudget: Neuland für alle Beteiligten

Am vierten und letzten Kongresstag stand eine der umfassendsten Reformen der Krankenhausfinanzierung seit Einführung der DRG-Fallpauschalen im Fokus: die Ausgliederung der Personalkosten für die Pflege am Bett. Im Kompakt-Seminar „Das neue Pflegebudget – wie wird’s gemacht?“ wurden sowohl die Vorarbeiten auf Bundesebene als auch die praktische Aufgabe vor Ort bei den Budgetverhandlungen 2020 betrachtet, denn die anstehenden Verhandlungen bedeuten für alle Beteiligten Neuland.

Mehr Medizinstudienplätze für die ärztliche Versorgung der Zukunft

„Wir haben zu wenig medizinischen Nachwuchs, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Wer den Ersatzbedarf ignoriert, der durch die Babyboomer-Ruhestandswelle der nächsten Jahre auf uns zukommt, verkennt schlichtweg die Realität“, kommentiert Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, jüngste Erklärungen des Medizinischen Fakultätentages (MFT), der sich gegen einen weiteren Ausbau von Studienplätzen ausgesprochen hat.

Deutsche sorgen sich um medizinische Notaufnahme

Die Krankenhäuser überlastet, die Ärzte im Dauerstress: Die Mehrheit der Deutschen macht sich Sorgen um die medizinische Notfallversorgung in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine PwC-Befragung zu den Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern. Gleichzeitig steigt bei jüngeren Patienten die Erwartung an medizinische Services. Portalpraxen, ärztlicher Bereitschaftsdienst, integrierte Notfallzentren und Notfallleitstellen könnten entlasten, Notfall- und Erste-Hilfe-Apps die medizinische Versorgung sinnvoll ergänzen. Die Mehrheit der Befragten scheut...

Ärzte und Pflegepersonal: Sexuelle Belästigungen im Job weit verbreitet

Fast jeder sechste Arzt oder Ärztin (15%) hat in den vergangenen drei Jahren sexuelle Übergriffe an seinem Arbeitsplatz beobachtet. 7% der Mediziner wurden selbst von Kollegen sexuell belästigt. So die Ergebnisse des aktuellen Medscape-Reports „Sexuelle Belästigung unter Ärzten, Pflegepersonal und Patienten“. Knapp die Hälfte der Betroffenen stuft die Erfahrung als verletzend ein. Mehr als ein Drittel gibt an, dass die Vorfälle Ihre Arbeit stark beeinträchtigt haben. Dennoch haben drei von vier Betroffenen den Täter nicht gemeldet...

Frauen haben das Recht auf korrekte Informationen

Die Bertelsmann-Stiftung hatte in einer Publikation am 05.11.2019 behauptet, dass nur bei 10% aller Operationen am Eierstock ein bösartiger Tumor gefunden werde. Sie bezieht sich dabei auf eine Einschätzung des Instituts für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen (IQWIG). Im Januar 2019 hatte das IQWIG von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) eine Stellungnahme zu einem Thema aus dem Umfeld der Diagnostik von Veränderungen der Eierstöcke erbeten und erhalten, aber diese Stellungnahme bis jetzt nicht...

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